GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Testbestecke mit Testgefässen, die durch entsprechende
Ausformung einer Kunststoff-Folie und die Verschweissung dieser geformten Folie auf
eine Unterlage gebildet sind, sowie deren Verwendung für die Durchführung von analytischen
Tests, insbesonders von immunologischen Tests.
[0002] Gefässe, die wie oben beschrieben durch Verformen einer Kunststoffolie und Verschweissen
dieser Folie mit einer Unterlage gebildet sind, werden in der Technik als "Blister"
bezeichnet. Die Blistertechnik wird vor allem zur Konfektionierung von Tabletten oder
Pillen aller Art verwendet. Sie wird aber auch eingesetzt zum Verpacken von biologischen
und technischen Produkten; so werden z.B. Blumenzwiebeln oder Schrauben verblistert.
STAND DER TECHNIK
[0003] In der Analytik wurde die Blistertechnik bereits zur Durchführung von verschiedenartigen
Tests eingesetzt. In der Literatur über solche Tests werden die Blister dabei allerdings
nicht unter ihren modernen Namen, sondern als Beutel, Blase und dergleichen bezeichnet.
[0004] So werden gemäss FR-A-2 351 022 (R. Boutroy) längliche Beutel aus zwei aneinander
verschweissten Kunststofffolien gebildet; die Beutel sind am unteren Ende zu einer
Spitze verjüngt und am oberen Ende offen belassen. Nach dem Einfüllen z.B. einer Serumprobe
wird die Öffnung zugeschweisst. Zur Entnahme der Probe wird die Spitze durchgeschnitten
oder seitlich aufgeschlitzt. Die Beutel sollen zum Lagern, Zentrifugieren oder Versand
von Proben verwendet werden.
[0005] Das US-Patent Nr. US-A-3 660 033 (L.L. Schwartz) beschreibt einen biegsamen Polyethylenbeutel
zur Analyse z.B. einer Urinprobe. Der Beutel umfasst nacheinander eine Probeeinlassöffnung,
eine gegenüber ersterer verschliessbare Reservoirkammer und eine Reaktionskammer,
welche ein Reagens für die Probe enthält und mit der Reservoirkammer durch einen engen,
verschliessbaren Kanal verbunden ist. Ein Teil der Probe wird aus der Reservoir- in
die Reaktionskammer geleitet, der Rest kann aufbewahrt oder für weitere Tests verwendet
werden; dazu werden die Verbindungsöffnungen verschlossen und die Reservoirkammer
den Schnittlinien entlang abgetrennt.
[0006] Die Patentanmeldung WO-A-91/16086 (Target Research Inc.) beschreibt einen durchsichtigen
Kunststoffbeutel zur Analyse von physiologischen Flüssigkeiten. An der oberen Hälfte
des Beutels ist die Kante zum Einfüllen von Proben offen; die untere Hälfte ist zu
mehreren Kompartimenten ausgebildet, welche zur oberen Hälfte hin offen, jedoch verschliessbar,
am unteren Ende zu einer durchschneidbaren Spitze verjüngt sind und einzeln, den Schweisslinien
entlang abgetrennt werden können. In die Kompartimente, welche auf mindestens einer
der Beutelhälften angeordnet sind, werden einzelne Proben aufgenommen und mit chemischen
Reagenzien in Kontakt gebracht.
[0007] Für viele analytische Tests wird ein Teststreifen verwendet, der auf porösem Material
(z.B. Cellulose, Nitrocellulose) für den Test notwendige Agentien enthält. Im Verlauf
mancher Testverfahren muss der Teststreifen einmal oder mehrere Male mit Waschlösung
gewaschen werden.
[0008] In EP-A-0 139 373 (The Regents of the University of California) wird ein Testbesteck
u.a. für einen ELISA-Test (
Enzyme-
Linked
Immuno
Sorbent
Assay) beschrieben. Dieses Testbesteck verwendet die Blistertechnik allerdings nicht.
Es besteht aus einem Teststreifen in Form einer Säule aus mehreren Schichten z.B.
aus Filterpapier oder Kunststoff, die in einem an beiden Enden offenen Glasröhrchen
sitzt. Eine oder mehrere Schichten der Säule tragen ein daran gebundenes Reagens,
insbesondere ein bekanntes Antigen bzw. den entsprechenden Antikörper; sie werden
durch inerte Trennschichten voneinander in Abstand gehalten. Die zu prüfende Lösung,
wie auch allfällige Waschlösungen, werden durch Anlegen eines Vakuums am oberen Ende
des Röhrchens in das Röhrchen aufgesogen. Die Lösungen werden durch Anlegen eines
Überdrucks aus dem Röhrchen entfernt.
[0009] Die Patentanmeldung WO-A-93/07474 (Hawaii Chemtect International) beschreibt ein
Analysebesteck zur Prüfung von Nahrungsmitteln, insbesondere zum Nachweis von Fischtoxinen.
Es umfasst eine steife, jedoch biegsame, nicht poröse, vorzugsweise wasserfeste Unterlage
auf der eine zu Blistern verformte durchsichtige Kunststofffolie befestigt ist. Die
Blister enthalten flüssige Reagenzien. Auf halber Höhe tragen Folie und Unterlage
eine Knicklinie, welche zugleich durch den oberen Teil der Blister läuft. Wird das
Besteck entlang dieser Linie zurückgebogen, nimmt es die Form eines Giebeldaches und
kann somit in aufrecht stehender Haltung verwendet werden; gleichzeitig werden dadurch
die Blister an deren oberen Enden offengelegt und die enthaltenen Reagenzien für die
vorgesehene Reaktion zugänglich. Abseits von der Knicklinie sind Blister vorgesehen,
die die für den Nachweis benötigten Teststreifen enthalten. Zur Waschung der Teststreifen
wird ein als "Waschkompartiment" bezeichneter Blister offenbart, der gleich gebaut
ist wie die Reaktionsblister.
[0010] Allgemein erweist sich bei Untersuchungen mit einem Teststreifen der Waschschritt
als problematisch, da während der Inkubation die Probe und allfällige weitere Testlösungen
in die Poren des porösen Trägermaterials eindringen. Zur Abtrennung des nicht gebundenen
Materials genügt ein einfaches Abwaschen des Teststreifens mit Waschflüssigkeit oder
ein Eintauchen in die Waschflüssigkeit nicht. Das in EP 0 139 373 beschriebene Waschverfahren
lässt durch pulsierendes Vakuum die Waschlösung mehrmals am Teststreifen auf- und
abfliessen, ist jedoch technisch aufwendig. Das Waschkompartiment aus WO 93/07474
erlaubt nur Waschen des Teststreifens durch statisches Inkubieren in Waschlösung,
wobei zum Wechseln der Waschlösung das gesamte Analysebesteck, inklusive der Reaktionsblister
mit Reaktionslösungen, ausgeleert werden müsste.
[0011] Es ergibt sich also die Aufgabe, ein einfaches, auf der Blistertechnik beruhendes
Testbesteck für Tests mit einem Teststreifen zu finden, wobei bei diesem Testbesteck
zwei Varianten des Waschens des Teststreifens, das Fliessen der Waschlösung zu deren
stetiger Erneuerung wie auch die Inkubation des Teststreifens im Waschmilieu zur Ermöglichung
der Diffusion in die Poren, möglich sein sollen.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0012] Die Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst durch ein Testbesteck, bestehend aus einer
wasserundurchlässigen Unterlage und darauf verklebt oder verschweisst einer durchsichtigen
Kunststoffolie, welche zu einem oder mehreren, parallel zueinander angeordneten Blistern
verformt ist, wobei dieses Testbesteck dadurch gekennzeichnet ist, dass ein Blister
so ausgeformt ist, dass er die Funktion eines Siphons ausüben kann.
[0013] Für die durchsichtige Kunststofffolie, aus welcher die Blister gebildet sind, eignen
sich u.a. Polystyrol, Polyvinylchlorid, Polyvinylcarbonat oder Polyethylen. Das Material
der Folie besteht mit Vorteil aus hydrophobem oder hydrophob gemachtem Kunststoff,
um das Einfüllen der Lösungen zu erleichtern.
[0014] Die Ausformung der Folie zu Blistern hängt von der vorgesehenen Anwendung des Testbestecks
ab. Beispielsweise können die Blister vor der Reaktion als Behälter eines unverbrauchten
Teststreifens oder nach der Reaktion zum Aufbewahren des verbrauchten Teststreifens
als Beleg, sozusagen zum Archivieren des Teststreifens, fungieren; in diesem Fall
weisen sie vorzugsweise eine längliche Form auf. Wenn die Blister eine in fester Form
vorliegende Reaktionskomponente, z.B. eine Natriumhydrogencarbonatpille als Puffersubstanz,
enthalten, können sie, mindestens für den als Behälter vorgesehenen Teil, eine runde
Form oder eine andere als die bereits erwähnte längliche Form aufweisen.
[0015] Das Material, aus welchem die Unterlage besteht, ist wasserundurchlässig. Die Undurchlässigkeit
für Wasser ergibt sich daraus, dass in den meisten Fällen die in den Blistern enthaltenen
Lösungen wässrige Lösungen sind bzw. die erfolgenden Reaktionen in Wasser oder in
einem wässrigen Medium stattfinden. Beispiele für das Material der Unterlage sind
Aluminiumfolie, Kunststoffe wie etwa PVC, und plastifiziertes Papier oder Karton.
Diese Materialien sind lichtundurchlässig, was wohl den üblicheren Fall darstellt;
die Undurchlässigkeit für das Licht ist jedoch kein zwingendes Beschaffenheitsmerkmal
der Unterlage.
[0016] Die Unterlage kann insbesondere eine viereckige Form aufweisen.
[0017] Die Unterlage und die Folie können gegebenenfalls aus demselben Material bestehen,
jedenfalls sollen deren Materialien derart ausgewählt sein, dass sie miteinander verschweissbar
und/oder verklebbar sind und beim Verschweissen oder Verkleben eine dichte Verbindung
eingehen.
[0018] Die Herstellung des erfindungsgemässen Testbestecks (Ausformen der Folie und Verbinden
mit der Unterlage) erfolgt nach bekannten Verfahren; siehe z.B. das Lehrbuch "Verpacken
mit Kunststoffen" von Günther Kühne, Verlag Carl Hanser, München 1974.
[0019] Das erfindungsgemässe Testbesteck ist geeignet namentlich für die Durchführung von
analytischen Tests mit Teststreifen in z.B. der Chemie, der klinischen Chemie, der
Enzymologie, der Molekularbiologie, der Zellbiologie und insbesondere der Immunologie.
[0020] Der Blister mit Siphon-Funktion wird im Folgenden als Siphonblister bezeichnet, die
für Reaktionen vorgesehenen Blister werden im Folgenden Reaktionsblister genannt.
ERLAEUTERUNG DER FIGUREN
[0021] Fig.1 zeigt ein erfindungsgemässes Testbesteck mit nur gerade einem, an beiden Enden
offenen Siphonblister 1.
[0022] Fig. 2a, 2b und 2c illustrieren das Waschverfahren, das an einem Teststreifen im
Siphonblister 1 durchgeführt wird.
[0023] Fig. 3 zeigt ein erfindungsgemässes Testbesteck, bei dem der Siphonblister 1 vor
dem Test verschlossen ist und zur vorgängigen Lagerung eines oder mehrerer Teststreifen
2 dient.
[0024] Fig. 4 zeigt ein erfindungsgemässes Testbesteck mit einem Siphonblister 1 und drei
Reaktionsblistern 3, 4 und 5, wobei der Siphonblister offen ist und die Reaktionsblister
verschlossen sind.
[0025] Fig. 5a und 5b zeigen erfindungsgemässe Testbestecke, bei denen Teststreifen 2 in
einem der Reaktionsblister gelagert sind und der Siphonblister schon offen ist (Fig.
5a), oder ein oder mehrere Teststreifen 2 im noch verschlossenen Siphonblister 1 gelagert
sind (Fig 5b).
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFUEHRUNGSFORMEN
[0026] In einer ersten Ausführungsform der Erfindung (Fig. 1) umfasst das Besteck nur gerade
den einen, an beiden Enden offenen Siphonblister 1. Dessen nach oben weisender Ast
besteht aus einem Behälterteil 11 und, oben anschliessend, einem Entnahmeteil 12 (dessen
Querschnitt gegenüber demjenigen des Behälterteils vergrössert sein kann, um die Handhabung
von Teststreifen zu erleichtern). Der langgezogene, flache Behälterteil 11 des Siphonblisters
1 ist an dem dem Entnahmeteil 12 abgewandten Ende durch einen Spülteil 13 S-förmig
verlängert und verbogen, so dass Behälterteil 11 und Spülteil 13 zusammen einen Siphon
bilden. Der Siphonblister ist in einer am Entnahmeteil 12 und am Ende des Spülteils
13 offenen Form gezeigt, da er hier meistens nur zur Durchführung des Waschschritts
dient und deshalb keine Sterilität des Siphonblisters notwendig ist. Zur Waschung
(Fig. 2a, 2b, 2c) wird der Teststreifen 2 in den Behälterteil 11 eingeführt und bei
zumindest annähernd vertikaler Ausrichtung des Behälterteils 11 Waschlösung zugeführt,
die dann über den Spülteil 13 wieder abfliessen kann. Die Waschung des Teststreifens
2 erfolgt entweder bei durchfliessender oder bei stehender Waschlösung, wobei im letzteren
Fall vorerst nur soviel Waschlösung in den Behälterteil 11 eingefüllt wird, dass über
den Spülteil 13 keine Lösung entweicht (Fig. 2a). In einem zweiten Schritt wird dann
der Siphon durch Einfüllen von noch mehr Waschlösung (Fig. 2b) aufgrund des Siphon-Effektes
entleert (Fig. 2c). Dieses Waschverfahren ist für sämtliche Ausführungsformen des
erfindungsgemässen Testbestecks anwendbar.
Der Siphonblister kann allerdings auch vorerst zur Durchführung einer Reaktion
verwendet werden, indem eine Reagenzlösung eingefüllt und darin ein Teststreifen eingetaucht
wird.
[0027] In einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemässen Testbestecks (Fig. 3) ist
ebenfalls nur gerade ein Siphonblister 1 vorgesehen. Er dient jedoch jetzt gleichzeitig
zur Aufbewahrung eines oder mehrerer Teststreifen 2 vor dem Test und ist zunächst
verschlossen. Bei der Herstellung dieses Testbestecks wird, analog zur Verblisterung
sonstiger Waren, der oder die Teststreifen in die vorgeformte Folie gelegt und diese
erst dann mit der Unterlage verbunden.
Der Teststreifen 2 besteht beispielsweise aus einem Kunststoffstreifen 21, der
so lange ist, dass er sich über das Ende des Behälterteils 11 hinaus in den Entnahmeteil
12 erstreckt, und auf dessen einer Seite zumindest teilweise ein saugfähiges Material
22, z.B. Celluloe, Nitrocellulose oder sehr feine Glaswatte, aufgetragen ist. Darauf
sind die für den jeweiligen Test benötigten Antikörper, Antigene oder andersartigen
Reaktionspartner angeordnet, wobei eine oder mehrere Testflächen ausgebildet sein
können.
Um beim eigentliche Test als Siphon funktionieren zu können, werden beide Enden
des Siphonblisters durchgeschnitten. Zur Durchführung einer Reaktion im Siphonblister
kann auch zuerst nur sein nach oben weisender Ast geöffnet werden. Um das Durchschneiden
des Siphonblisters zu erleichtern kann das Testbesteck entlang Linien 3, 3', die am
oberen bzw. unteren Ende des Testbestecks liegen, vorperforiert sein.
[0028] In einer dritten Ausführungsform des erfindungsgemässen Testbestecks (Fig. 4) sind
neben dem Behälterteil 11 des Siphonblisters 1 geschlossene Reaktionsblister 4, 5,
6 angeordnet. Sie bestehen je aus einem flachen Reaktionsteil 41, 51, 61 und einem
Einfüllteil 42, 52, 62 mit einem im Vergleich zum Reaktionsteil 41, 51, 61 vergrösserten
Querschnitt. Der Einfüllteil 42, 52, 62 ermöglicht es, den Teststreifen 2 von Hand
in den Reaktionsteil 41, 51, 61 einzuführen und diesem wieder zu entnehmen. Vorteilhafterweise
ist er zur Erleichterung des Einfüllens von Reagenzien trichterförmig ausgebildet.
Vorzugsweise liegen die Einfüllteile 42, 52, 62 der Reaktionsblister und das Einfüllteil
12 des Siphonblisters nebeneinander und können entlang einer einzigen Geraden durchgeschnitten
werden. Die Gerade kann auf dem Testbesteck durch eine vorperforierte Linie 3 markiert
sein. Die Reaktionsblister 4, 5, 6 können im Bereich der Einfüllteile 42, 52, 62 mit
aufgedruckten Nummern versehen sein und es können neben ihnen oder auf ihnen im Bereich
der Reaktionsteile 41, 51, 61 volumetrische Messskalen aufgedruckt sein, mit welchen
der Füllungsstand der Reaktionsblister 4, 5, 6 bestimmt werden kann. Die Reaktionsblister
können vor dem Test zur Aufbewahrung fester oder flüssiger Testreagenzien dienen.
Allenfalls benötigte Teststreifen können wahlweise entweder in einem der Reaktionsblister
4, 5, 6 gelagert werden (Fig. 5a), oder sie können im Siphonblister gelagert werden,
der dann vorzugsweise zunächst verschlossen ist (Fig. 5b). Eine Ausführungsform, bei
der mindestens einer der Blister einen Teststreifen enthält, ist bevorzugt.
[0029] Die besonders bevorzugte Ausführungsform ist in Fig. 5b gezeigt. Der Siphonblister
1 ist zunächst der Lagerbehälter für einen oder mehrere Teststreifen und ist verschlossen.
Die zu Blistern verformte Folie besteht aus Polyvinylchlorid und die Unterlage aus
einer Aluminiumfolie. Folie und Unterlage sind mit einem in der Blistertechnik üblichen
Klebstoff verklebt. In den Reaktionsblistern 4, 5, 6 können feste oder flüssige Reagenzien
gelagert sein. Die Reaktionsteile 41, 51, 61 sind mit Messskalen (z.B. in Mikroliter-Einheiten)
volumetrisch geeicht und weisen Beschriftungen auf, die allenfalls darin gelagerte
Reagenzien identifizieren oder den Reaktionsblister einem bestimmten Reaktionsschritt
im Test zuweisen. Die Einfüllteile 42, 52, 62 sind trichterförmig ausgebildet. Das
Testbesteck weist ein Beschriftungsfeld auf, auf dem die Art der Probe und z.B. das
Datum des Tests vermerkt werden kann. Zur Durchführung des Tests wird das Testbesteck
entlang einer vorperforierten Linie 3 durchgeschnitten oder aufgebrochen. Der Siphonblister
kann, da er nur oben offen ist, nun als Reaktionsblister dienen. Um seine Siphon-Funktion
erfüllen zu könnnen, wird das Testbesteck auch entlang einer vorperforierten Linie
3' durchgeschnitten. Nach Durchführung des Test kann der Teststreifen z.B. im durch
den Siphon-Effekt vollständig entleerten Siphonblister aufbewahrt werden.
[0030] Gegenstand der Erfindung ist auch die Verwendung des Testbestecks für einen analytischen
Test aus der Immunologie, namentlich für einen ELISA-Test.
[0031] Die immunologischen Tests basieren auf der Grundreaktion eines Antigens mit seinem
Antikörper. Für die ELISA-Technik (
Enzyme
Linked
Immuno
Sorbent
Assay) wird einer dieser Reaktionspartner (Antigen oder Antikörper) an einen Teststreifen
gebunden. Anschliessend wird der in der Probe vorhandene Analyt durch eine immunologische
Reaktion mit diesem teststreifen-adsorbierten Reaktionspartner gebunden. Das nicht
gebundene Material wird in einem Waschschritt entfernt.
[0032] Zum Abtrennen von nicht gebundenem Material nach der immunologischen Reaktion wird
der Teststreifen in dem Blister-Siphon des erfindungsgemässen Testbestecks eingeführt
und mit dem Waschmilieu im Durchfluss gewaschen oder in der stehenden Waschlösung
inkubiert. Es kann eine Ausführungsform des Testbestecks mit nur gerade einem Siphonblister
gewählt werden, wobei dann die Testreaktionen in separaten Probebehältern durchgeführt
werden. Vorteilhaft wird jedoch eine Ausführungsform gewählt, die auch Reaktionsblister
aufweist.
[0033] Zum Nachweis der Antigen-Antikörper-Reaktion wird gleichzeitig mit der ersten Immunreaktion
oder anschliessend an den Waschschritt ein weiteres immunologisches Reagens zugegeben,
das mit dem Analyt reagiert. Dieses immunologische Reagens ist mit einer leicht zu
messenden Markierung versehen. Als Markierung werden radioaktive Substanzen, Chromophore,
Fluorochrome und Lumineszenz erzeugende Substanzen verwendet. Als Markierung besonders
geeignet ist die Verwendung des Indikator-Enzyms Peroxidase aus Meerrettich. Unter
der Einwirkung einer an einen Teststreifen gebundenen Peroxidase wird in einer wässrige
Lösung von 4-Chlor-1-naphthol, Wasserstoffperoxid und Puffersubstanz (diese kann,
wenn ein Testbesteck mit Reaktionsblistern verwendet wird, vorgängig in einem der
Reaktionblister 4, 5, 6 gelagert sein) unlösliches 1,4-Naphthochinon gebildet und
im Teststreifen fixiert. Anschliessend an einen weiteren Waschschritt im Siphon-Blister
1 wird der Anteil der immunologisch an die Festphase gebundenen Markierung gemessen.
[0034] Die Teststreifen können dabei Monoindikatoren oder Multiindikatoren sein. Bei den
Monoindikatoren sind die Testflächen so mit dem immunologischen Reaktionspartner sensibilisiert,
dass nur ein einziger Analyt aus der Probe nachgewiesen oder quantifiziert wird. Solche
Teststreifen sind besonders geeignet, um in Serum- oder Plasmaproben das Gesamt-IgE
nachzuweisen und zu quantifizieren. Die Multindikatoren tragen auf ihren diversen
Testflächen verschiedene immunologische Reaktionspartner, die mit den entsprechenden
Analyten reagieren, so dass mit diesem Teststreifen zwei oder mehrere Substanzen nachgewiesen
und quantifiziert werden können.
[0035] Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Erfindung; darin wird das Testbesteck mit
dem durch das Laborpersonal verwendeten Name "Blisterkarte" bezeichnet.
Beispiel 1
Patientenprobe N.N.
Bestimmung von Gesamt-IgE mit einer erfindungsgemässen Blisterkarte
[0036] Die Reagenzien des Gesamt-IgE-Testsets werden auf Raumtemperatur (RT = 15 bis 30°C/30
Min.) gebracht, eine Blisterkarte gemäss Fig. 5b wird entnommen, nach Linien 3 und
3' aufgeschnitten und die Blisterkarte sowie eine dazugehörige Patientenkarte mit
dem Namen des Patienten (N.N.) beschriftet. Der Teststreifen für Gesamt-IgE enthält
auf der Position 1 die negative Kontrolle, auf den Positionen 2 und 3 die Felder für
die Patientenprobe, auf der Position 4 bis 7 die IgE-Standards 400 kU/l, 100 kU/l,
20 kU/l und 5 kU/l.
[0037] In den ersten Blister 4 der Blisterkarte werden mit einer Pipette 300 µl Patientenserum
eingefüllt und mit der Tropfflasche werden 300 µl Anti human IgE-Peroxidase-Testlösung
[(monoklonale Maus), Anti human IgE Antikörper-Peroxidasekonjugat (Firma SBAI, Prod.
N° 9160-05) in TRIS/HCl-Puffer vom pH 7,6 mit den Zusätzen 500 ml/l hitzeinaktiviertes
(56°C/30 Min.) foetales Kälberserum, 1 g/l Phenol und 0,16 ml/l Kathon 886 WT,14 %)]
zum vorgelegten Serum zugegeben. Mit dem Teststreifen für Gesamt-IgE werden durch
Auf- und Ab-Bewegungen im Blister die beiden Lösungen gut gemischt; anschliessend
wird der Teststreifen in dieser Lösung während einer Stunde bei RT inkubiert.
[0038] Anschliessend wird der Teststreifen 2 in den Siphon-Blister 1 überführt und mit destilliertem
Wasser gewaschen. Dabei wird zuerst mit destilliertem Wasser durchgespült, anschliessend
wird der Teststreifen im destillierten Wasser während 10 Minuten bei RT inkubiert,
damit das überschüssige (monoklonale Maus) Anti human IgE Antikörper-Peroxidasekonjugat
aus den Poren der Nitrocellulose herausdiffundieren kann, dann wird nochmals im Siphonblister
mit destilliertem Wasser durchgespült.
[0039] Während des Waschschritts (Fig. 2a, 2b, 2c) wird im zweiten Blister 5 der Blisterkarte
Chromogen-Lösung [3 g/l 4-Chlor-1-naphthol (Fluka, Best. Nr. 25328) in Methanol pro
analysi (Janssen)] bis zur unteren Markierung eingefüllt und dann bis zur zweiten
Markierung "Substratpuffer" (11 mMol/l Wasserstoffperoxid in 10 mMol/l TRIS/HCl, pH
7,6 mit 150 mMol/l NaCl und 0,2 g/l Kathon 886) zugegeben. Der Teststreifen 2 wird
aus dem Siphon-Blister 1 entnommen und mit einem weichen Papiertuch leicht abgetupft,
um das restliche Waschwasser zu entfernen. Mit dem Teststreifen werden im dritten
Blister 6 durch Auf- und Abbewegungen die Chromogen- und die Substratpuffer-Lösung
gut gemischt; anschliessend wird der Teststreifen in dieser Lösung während 15 Minuten
bei Raumtemperatur inkubiert.
[0040] Der Teststreifen 2 wird in dem mit frischem destilliertem Wasser gefüllten Siphon-Blister
1 während 5 Minuten bei 22°C inkubiert, um die überschüssige Chromogen-Wasserstoffperoxid-Lösung
zu entfernen.
[0041] Der Teststreifen wird aus dem Siphon-Blister entnommen und mit einem weichen Papiertuch
leicht abgetupft, um die restliche Flüssigkeit zu entfernen.
[0042] Der getrocknete Teststreifen (nach 30 Minuten) wird - entsprechend der Geräteanleitung
- in den Densitometer eingelegt und die Farbintensität der einzelnen Farbflecken (Dots)
gemessen.
[0043] Die gemessene Farbintensität der beiden Dots mit der Analysenprobe (Position 2 und
3) wird durch den Densitometer automatisch gemittelt und an Hand der Farbintensität
der mitgeführten IgE-Standardwerten die in der Probe vorhandene IgE-Konzentration
berechnet.
[0044] Ergebnis: Das Patientenserum N.N. enthält 20 kU/l IgE.
Beispiel 2
Patientenprobe N.N.
Nachweis von Inhalations-Allergen - spezifischem IgE mit einer erfindungsgemässen
Blisterkarte zur serologischen Diagnose einer allergischen Erkrankung:
[0045] Die Reagenzien des IgE Inhalationsallergene-Testsets werden auf Raumtemperatur (22°C/30
Min.) gebracht, eine Blisterkarte gemäss Fig. 5b wird entnommen, nach Linien 3 und
3' aufgeschnitten und die Blisterkarte sowie eine dazugehörige Patientenkarte mit
dem Namen des Patienten beschriftet. Der Teststreifen für Inhalationsallergene-IgE
enthält: Position 1 = Negative Kontrolle, Position 2 = Positive Kontrolle, Position
3 = Lieschgras, Position 4 = Bleifuss, Position 5 = Ragweed, Position 6 = Roggen,
Position 7 = Birke, Position 8 = Alternaria, Position 9 = Dermatophagoides pteronyssinus,
Position 10 = Dermatophagoides farinae, Position 11 = Hundeepithel und Position 12
= Katzenepithel.
[0046] In den ersten Blister 4 der Blisterkarte werden mit einer Pipette 800 µl vom zu untersuchenden
Patientenserum eingefüllt und der Teststreifen 2 wird in diesem Patientenserum wärend
vier Stunden bei RT inkubiert.
[0047] Anschliessend wird der Teststreifen 2 in dem Siphonblister 1 mit destilliertem Wasser
gewaschen. Dabei wird zuerst mit destilliertem Wasser gespült, anschliessend wird
der Teststreifen in destilliertem Wasser während 10 Minuten bei RT inkubiert, damit
das nicht gebundene Material des Patientenserums aus den Poren der Nitrocellulose
herausdiffundieren kann. Dann wird im Siphonblister nochmals mit destilliertem Wasser
durchgespült.
[0048] In den zweiten Blister 5 der Blisterkarte wird mit der Tropfflasche Anti human IgE-Peroxidase-Testlösung
[(monoklonale Maus) Anti human IgE-Antikörper-Peroxidasekonjugat (Firma SBAI, Prod.
N° 9160-05) in TRIS-HCl-Puffer vom pH 7,6 mit den Zusätzen 500 ml/l hitzeinaktiviertes
(56°C/30 Min.) foetales Kälberserum, 1 g/l Phenol und 0,16 ml/l Kathon 886 WT, 14
%)] bis zur oberen Markierung zugegeben. Der gewaschene Teststreifen wird im Blister
5 während einer Stunde bei 22°C inkubiert.
[0049] Anschliessend wird der Teststreifen 2 in dem Siphonblister 1 mit destilliertem Wasser
gewaschen. Dabei wird zuerst mit destilliertem Wasser gespült, anschliessend wird
der Teststreifen in destilliertem Wasser während 10 Minuten bei RT inkubiert, damit
das nicht gebundene Material des Patientenserums aus den Poren der Nitrocellulose
herausdiffundieren kann. Dann wird im Siphonblister nochmals mit destilliertem Wasser
durchgespült.
[0050] Während des Waschschritts wird im dritten Blister 6 der Blisterkarte Chromogen-Lösung
[3 g/l 4-Chlor-1-naphthol (Fluka, Best. Nr. 25328) in Methanol p.a. (Jannsen)] bis
zur unteren Markierung eingefüllt und dann bis zur zweiten Markierung "Substratpuffer"
(11 mmol/l Wasserstoffperoxid in 10 mmol/l TRIS/HCl, pH 7,6 mit 150 mMol/l NaCl und
0,2 g/l Kathon 886) zugegeben. Der Teststreifen wird aus dem Siphonblister herausgenommen
und mit einem weichen Papiertuch leicht abgetupft, um das restliche Waschwasser zu
entfernen. Mit dem Teststreifen werden im dritten Blister 6 durch Auf- und Abbewegungen
die Chromogen- und die Substratpuffer-Lösung gut gemischt; anschliessend wird der
Teststreifen in dieser Lösung während 15 Minuten bei RT inkubiert.
[0051] Der Teststreifen wird im Siphonblister mit destilliertem Wasser während 5 Minuten
bei RT inkubiert, um das überschüssige Chromogen zu entfernen.
[0052] Der Teststreifen wird aus dem Siphonblister herausgenommen und mit einem weichen
Papiertuch leicht abgetupft, um die restliche Flüssigkeit zu entfernen.
[0053] Der getrocknete Teststreifen wird getrocknet (RT/30 min) und - entsprechend der Geräteanleitung
- in den Densitometer eingelegt und die Farbintensität der einzelnen Dots gemessen.
An Hand der Farbintensität der Positiv Kontrolle können die gemessenen Farbintensitäten
auf den verschiedenen Allergen-Spots die RAST-Klassen 0 - 4 berechnet werden (RAST
=
Radiological
Allergy
Sorbent
Test).
Resultate: Das Patientenserum N.N.enthält:
[0054]
| Lieschgras = |
RAST-Klasse 1 |
| Bleifuss = |
RAST-Klasse 0 |
| Ragweed = |
RAST-Klasse 3 |
| Roggen = |
RAST-Klasse 1 |
| Birke = |
RAST-Klasse 0 |
| Alternaria = |
RAST-Klasse 0 |
| Dermatophagoides pteronyssinus = |
RAST-Klasse 0 |
| Dermatophagoides farinae = |
RAST-Klasse 0 |
| Hundeepithel = |
RAST-Klasse 1 |
| Katzenepithel = |
RAST-Klasse 4 |
Beispiel 3
Patientenprobe N.N.
Nachweis von Nahrungsmittel-Allergen - spezifischem IgE mit einer erfindungsgemässen
Blisterkarte zur serologischen Diagnose einer allergischen Erkrankung:
[0055] Die Reagenzien des IgE Nahrungsmittelallergene-Testsets werden auf Raumtemperatur
(RT/30 Min.) gebracht, eine Blisterkarte gem. Fig 5b wird entnommen, nach Linien 3
und 3' aufgeschnitten und die Blisterkarte sowie eine dazugehörige Patientenkarte
mit dem Namen des Patienten beschriftet. Der Teststreifen für Nahrungsmittelallergene-IgE
enthält: Position 1 = Negative Kontrolle, Position 2 = Positive Kontrolle, Position
3 = Weizen, Position 4 = Sojabohnen, Position 5 = Mais, Position 6 = Haselnuss, Position
7 = Erdnuss, Position 8 = Milch, Position 9 = Ei, Position 10 = Kabeljau, Position
11 = Tomate und Position 12 = Orange.
[0056] In den ersten Blister 4 der Blisterkarte werden mit einer Pipette 800 µl vom zu untersuchenden
Patientenserum eingefüllt; anschliessend wird der Teststreifen 2 in diesem Patientenserum
während vier Stunden bei RT inkubiert.
[0057] Anschliessend wird der Teststreifen 2 in dem Siphonblister 1 mit destilliertem Wasser
gewaschen. Dabei wird zuerst mit destilliertem Wasser gespült, anschliessend wird
der Teststreifen in destilliertem Wasser während 10 Minuten bei RT inkubiert, damit
das nicht gebundene Material des Patientenserums aus den Poren der Nitrocellulose
herausdiffundieren kann. Dann wird im Siphonblister nochmals mit destilliertem Wasser
durchgespült.
[0058] In den zweiten Blister 5 der Blisterkarte wird mit der Tropfflasche Anti human IgE-Peroxidase-Testlösung
[(monoklonale Maus, Anti human IgE Antikörper-Peroxidasekonjugat (Firma SBAI, Prod.
Nr. 9160-05) in TRIS/HCI-Puffer vom pH 7,6 mit den Zusätzen 500 ml/l hitzeinaktiviertes
(56°C/30 Min.) foetales Kälberserum, 1 g/l Phenol und 0,16 ml/l Kathon 886 WT, 14%)]
bis zur oberen Markierung zugegeben. Der gewaschene Teststreifen wird aus dem Siphonblister
entnommen und im Blister 5 während einer Stunde bei RT inkubiert.
[0059] Anschliessend wird der Teststreifen von neuem in den Siphon-Blister 1 überführt und
mit destilliertem Wasser gewaschen. Dabei wird zuerst mit destilliertem Wasser durchgespült,
anschliessend wird der Teststreifen im destillierten Wasser während 10 Minuten bei
RT inkubiert, damit das überschüssige (monoklonale Maus) Anti human IgE Antikörper-Peroxidasekonjugat
aus den Poren der Nitrocellulose herausdiffundieren kann, dann wird nochmals mit destilliertem
Wasser durchgespült.
[0060] Während des Waschschrittes wird im dritten Blister 6 der Blisterkarte Chromogen-Lösung
[3 g/l 4-Chlor-1-naphthol (Fluka, Best. Nr. 25328) in Methanol p.a. (Jannsen)] bis
zur unteren Markierung eingefüllt und dann bis zur zweiten Markierung Substratpuffer
(11 mMol/l Wasserstoffperoxid in 10 mMoll/l TRIS/HCl, pH 7,6 mit 150 mMol NaCl und
0,2 g/l Kathon 886) zugegeben. Der Teststreifen wird aus dem Siphon-Blister 1 entnommen
und mit einem weichen Papiertuch leicht abgetupft, um das restliche Waschwasser zu
entfernen. Mit dem Teststreifen werden im Blister 6 durch Aufund Abbewegungen die
Chromogen- und die Substratpuffer-Lösung gut gemischt; anschliessend wird der Teststreifen
in dieser Lösung während 15 Minuten bei RT inkubiert.
[0061] Der Teststreifen wird in dem mit frischem destilliertem Wasser gefüllten Siphon-Blister
während 5 Minuten bei 22°C inkubiert, um das überschüssige Chromogen zu entfernen.
Der Teststreifen wird aus dem Siphon-Blister entnommen und mit einem weichen Papiertuch
leicht abgetupft, um die restliche Flüssigkeit zu entfernen.
Der Teststreifen wird getrocknet (RT / 30 min) und - entsprechend der Geräteanleitung
- in den Densitometer eingelegt und die Farbintensität der einzelnen Dots gemessen.
An Hand der Farbintensität der Positivkontrolle können die gemessenen Farbintensitäten
auf den verschiedenen Allergen-Spots die RAST-Klassen 0 - 4 berechnet werden.
Resultat: Das Patientenserum N.N. enthält:
[0062]
| Weizen = |
RAST-Klasse 2 |
| Sojabohnen = |
RAST-Klasse 2 |
| Mais = |
RAST-Klasse 1 |
| Haselnuss = |
RAST-Klasse 2 |
| Erdnuss = |
RAST-Klasse 3 |
| Milch = |
RAST-Klasse 0 |
| Ei = |
RAST-Klasse 0 |
| Kabeljau = |
RAST-Klasse 0 |
| Tomate = |
RAST-Klasse 1 |
| Orange = |
RAST-Klasse 1 |
1. Testbesteck zur Durchführung analytischer Tests, bestehend aus einer wasserundurchlässigen
Unterlage und darauf verklebt oder verschweisst einer durchsichtigen Kunststofffolie,
welche zu einem oder mehreren, parallel zueinander angeordneten Blistern verformt
ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Blister so ausgeformt ist, dass er die Funktion eines Siphons ausüben kann.
2. Testbesteck nach Anspruch 1, wobei mindestens einer der Blister einen Teststreifen
2 enthält.
3. Testbesteck nach Anspruch 2, wobei der oben weisende Ast des Blisters 1 mit Funktion
eines Siphons aus einem Behälterteil 11 und, oben anschliessend, einem Entnahmeteil
12 mit gegenüber dem Behälterteil 11 vergrössertem Querschnitt besteht.
4. Testbesteck nach Anspruch 2 oder 3, wobei die übrigen Blister, welche nicht die Funktion
eines Siphons ausüben können, aus einem unteren, langgezogenen Reaktionsteil sowie
einem oberen Einfüllteil mit gegenüber dem Reaktionsteil vergrössertem, vorzugsweise
trichterförmigem Querschnitt bestehen.
5. Testbesteck nach Anspruch 4, wobei der Entnahmeteil 12 des Blisters 1 mit Funktion
eines Siphons und die Einfüllteile nebeneinander liegen und entlang einer einzigen
Geraden durchgeschnitten werden können.
6. Testbesteck nach Anspruch 5, wobei das Durchschneiden mittels einer vorperforierten
Linie 3 entlang der besagten Geraden erleichtert ist.
7. Testbesteck nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei neben oder auf den Blistern, die
nicht die Funktion eines Siphons haben können, im Bereich der Reaktionsteile volumetrische
Messkalen aufgedruckt sind.
8. Testbesteck nach einem der Ansprüche 2 bis 6, wobei der Teststreifen (2) einen Indikator
zum Nachweis bzw. zur Quantifizierung von Gesamt-IgE, von gegenüber Inhalantien-Allergen
spezifischem IgE oder von gegenüber Nahrungsmittel-Allergen spezifischem IgE trägt.
9. Testbesteck nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Folie, aus welcher die Blister
verformt sind, aus einem hydrophoben oder hydrophob gemachten Kunststoff besteht.
10. Verwendung des Testbestecks nach Anspruch 1 zur Durchführung eines ELISA-Tests.
1. Test kit for carrying out analytical tests and consisting of a water-impermeable substrate
and, bonded or welded thereto, a transparent plastic sheet which is shaped to one
or more blisters arranged parallel to one another, this test kit being characterized in that one blister is shaped so that it is able to act as a siphon.
2. Test kit according to claim 1, wherein at least one of the blisters contains a test
strip (2).
3. Test kit according to claim 2, wherein the upward-pointing branch of the blister 1
which acts as a siphon consists of a container part (11) and, adjoining at the top,
a removal part (12) with a cross-section which is increased by comparison with the
container part (11).
4. Test kit according to claim 2 or 3, wherein the other blisters which are unable to
act as a siphon consist of a lower, elongate reaction part and of an upper introduction
part with a cross-section which is increased by comparison with the reaction part
and is preferably funnel-shaped.
5. Test kit according to claim 4, wherein the removal part of the blister (1) acting
as a siphon and the introduction parts are side by side and can be cut through along
a single line.
6. Test kit according to claim 5, wherein the cutting through is facilitated by means
of a preperforated line (3) along the said line.
7. Test kit according to any of claims 1 to 6, wherein volumetric measurement scales
are printed beside or on the blisters which cannot act as a siphon in the region of
the reaction parts.
8. Test kit according to any of claims 2 to 6, wherein the test strip (2) has an indicator
for the detection or the quantification of total IgE, of IgE specific for inhaled
allergen or of IgE specific for food allergen.
9. Test kit according to any of claims 1 to 7, wherein the sheet from which the blisters
are shaped consists of a plastic which is hydrophobic or has been made hydrophobic.
10. Use of the test kit according to claim 1, for carrying out an ELISA test.
1. Kit permettant d'effectuer des tests analytiques, consistant en un support étanche
à l'eau et, collé ou soudé sur celui-ci, une feuille de plastique transparent qui
a la forme d'un ou de plusieurs blisters disposés parallèlement les uns aux autres,
caractérisé en ce qu'un blister a une forme telle qu'il puisse remplir la fonction d'un siphon.
2. Kit selon la revendication 1, dans lequel au moins un des blisters contient une bande
d'essai.
3. Kit selon la revendication 2, dans lequel la branche dirigée vers le haut, du blister
1 qui remplit la fonction de siphon, est constituée d'une partie formant récipient
11 et, jointe au sommet de celle-ci, d'une partie servant au prélèvement 12 dont la
section est supérieure à celle de la partie formant récipient.
4. Kit selon la revendication 2 ou 3, dans lequel ceux des blisters qui ne peuvent pas
remplir la fonction de siphon, sont constitués d'une partie inférieure allongée servant
à une réaction et d'une partie supérieure servant au remplissage, dont la section
est supérieure à celle de la partie servant à la réaction et a, de préférence, la
forme d'un entonnoir.
5. Kit selon la revendication 4, dans lequel la partie servant au prélèvement 12, du
blister 1 qui remplit la fonction de siphon, et les parties servant au remplissage
sont disposées à côté l'une des autres et peuvent être sectionnées le long d'une droite
unique.
6. Kit selon la revendication 5, dans lequel le sectionnement est facilité par une ligne
perforée 3 le long de ladite droite.
7. Kit selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, dans lequel des graduations volumétriques
sont imprimées dans le secteur des parties servant à la réaction, à côté des ou sur
les blisters qui ne remplissent pas la fonction de siphon.
8. Kit selon l'une quelconque des revendications 2 à 6, dans lequel la bande d'essai
(2) porte un indicateur servant à l'identification ou à la quantification de l'IgE
totale, de l'IgE spécifique vis-à-vis d'allergènes d'inhalation ou d'IgE spécifique
vis-à-vis d'allergènes alimentaires.
9. Kit selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, dans lequel la feuille dont les
blisters sont formés consiste en une matière plastique hydrophobe ou rendue hydrophobe.
10. Utilisation du kit selon la revendication 1 pour effectuer un test ELISA.