[0001] Die Erfindung betrifft Dekorationsfolien zum Dekorieren von dreidimensionalen Substratoberflächen
unter Erwärmung, welche aus einem Trägerfilm und einer auf diesem angeordneten Dekorschicht
bestehen, die von wenigstens einer unter Ausbildung eines paßgenauen Dekors aufgedruckten
Lackschicht gebildet ist.
[0002] Derartige Dekorationsfolien können allgemein als Transferfolien nach Art einer Heißprägefolie,
als auch als Laminierfolie aufgebaut sein, wobei bei Verwendung als Transferfolie
die Dekorationsschicht von dem Trägerfilm während des Transferprozesses abgelöst wird,
während Laminierfolien insgesamt, d.h. sowohl Trägerfilm als auch Dekorschicht, auf
das zu dekorierende Substrat übertragen werden.
[0003] Dekorationsfolien aus einem Trägerfilm und einer die eigentliche Dekoration bildenden
Dekorschicht werden in den verschiedensten Gebieten eingesetzt, wobei eines der Anwendungsgebiete
die Dekoration dreidimensional gestalteter Oberflächen ist. Wenn man eine derartige
Oberfläche mit einem Dekorfilm versehen will, muß die zur Aufbringung des Dekorfilms
dienende Dekorationsfolie in der Lage sein, sich den Oberflächen-Unregelmäßigkeiten
möglichst genau anzupassen, wozu es auch erforderlich ist, daß sich die Dekorationsfolie
unter Umständen hinreichend dehnen läßt. Diese Eigenschaft spielt vor allem bei der
Dekoration von dreidimensionalen Formteilen in Pressen eine Rolle, in denen, sei es
unter Zuhilfenahme einer Membran, sei es lediglich unter Ausbildung entsprechender
Druckdifferenzen, die Dekorationsfolie gegen die Oberfläche des Formteils angelegt
wird. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist das sog. "Insert-Molding", bei dem die Folie
in eine Spritzgußform eingelegt und dann unter Ausbildung des Formteils mit Kunststoff
hinterspritzt wird.
[0004] Es ist bereits gelungen, für diese Zwecke besonders geeignete Dekorationsfolien herzustellen,
allerdings nur für solche Anwendungsgebiete, bei denen es auf eine bestimmte Musterung
der Dekorationsfolie o.dgl. nicht ankommt. Dies bedeutet beispielsweise dann, wenn
mittels der Dekorationsfolie eine Holzoberfläche imitiert werden soll, daß die "Maserung",
die durch die Dekorschicht der Dekorationsfolie imitiert wird, unter Umständen erhebliche
Unregelmäßigkeiten aufweisen kann.
[0005] Eine derartige Dekorationsfolie ist aus der DE-U-9404567 bekannt, die auf denselben
Anmelder zurückgeht wie die vorliegende Erfindung. Dieses Dokument offenbart eine
Dekorationsfolie mit einer Trägerschicht und einer Dekorationsschicht, wobei die Dekorationsschicht
kein paßgenaues Dekor aufweist und allgemein Polyester als Trägerschicht offenbart.
Besonders bevorzugt ist hierbei ein biaxial orientierter Polyesterfilm. Die Dekoration
dreidimensionaler Oberflächen findet in diesen Dokument keine Erwähnung.
[0006] Aus der WO92/05030 ist eine Dekorationsfolie zur Dekoration dreidimensionaler Oberflächen
bekannt, deren Trägerfilm aus einem ungereckten Polyethylenterephthalatfilm besteht.
Dieses Dokument offenbart jedoch nur eine durchgehend ausgebildete Dekorationsschicht,
die auf unterschiedliche Weise hergestellt und auf das Substrat aufgebracht werden
kann. Ein Hinweis auf eine paßgenaue Dekoration einer dreidimensionalen Oberfläche
mit einem entsprechend ausgebildeten Dekorationsmuster ist diesem Dokument ebenfalls
nicht zu entnehmen.
[0007] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Dekorationsfolie zu schaffen,
die besonders für die Dekoration von feinstrukturierten, dreidimensionalen Substratoberflächen
geeignet ist, wobei außerdem ein in der Dekorschicht vorhandenes paßgenaues Dekor
bei Aufbringen der Dekorationsfolie auf das dreidimensionale Substrat nicht oder in
genau vorherbestimmter Weise verändert wird, so daß es bei Verwendung einer Dekorationsfolie
gemäß der Erfindung möglich wird, feinstrukturierte, dreidimensionale Substratoberflächen
einwandfrei und mit einem genau vorherbestimmbaren Muster zu dekorieren.
[0008] Überraschenderweise hat sich nun gezeigt, daß diese Aufgabe in äußerst einfacher
Weise durch eine Dekorationsfolie gemäß Anspruch 1 gelöst werden kann.
[0009] Dekorationsfolien gemäß der Erfindung mit einem amorphen, ungereckten Polyamid- oder
Polyesterfilm als Träger haben für die speziell vorgesehenen Anwendungsgebiete vor
allem den Vorteil, daß sie sich sehr stark verformen lassen, und zwar bereits bei
verhältnismäßig niedrigen Temperaturen. Darüberhinaus sind Polyesterfilme, was an
sich geläufig ist, gegenüber den üblichen Lösungsmitteln sehr beständig. Ein weiterer
Vorzug des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Trägerfilms ist dessen vergleichsweise
geringer Preis.
[0010] Bisher wurden für vergleichbare Gebiete mit Erfolg bereits PVC-Trägerfilme eingesetzt.
Diese sind jedoch im Hinblick auf die bei der Entsorgung entstehenden Umweltprobleme
bedenklich. Die Verwendung von marktüblichen PE- bzw. PP-Folien als Trägerfilm kommt
für die Zwecke der Erfindung nicht in Betracht, weil sich derartige Folien nicht hinreichend
verformen lassen, insbes. nicht bereits bei vergleichsweise niedriger Temperatur.
[0011] Es ist zwar grundsätzlich bekannt, daß Filme aus amorphem, ungerecktem Polyester
oder Polyamid sich bereits bei niedriger Temperatur stark verformen lassen. Gerade
diese Eigenschaften und das anfänglich starke Schrumpfverhalten derartiger Filme bei
Erwärmung lassen sie jedoch ungeeignet erscheinen, wenn es darum geht, ein paßgenaues
Dekor mit einem entsprechenden Lack aufzudrucken. Beim Durchlauf durch die Druckmaschine
und insbes. beim Trocknen der Lackschicht läßt sich ja weder vermeiden, daß entsprechender
Zug auf den Trägerfilm ausgeübt wird, noch kann dessen Erwärmung verhindert werden.
Infolgedessen muß der Fachmann befürchten, daß das ursprünglich aufgedruckte Dekor
beim Durchlauf durch die Druckmaschine erhebliche Veränderungen erfährt und seine
Paßgenauigkeit verliert.
[0012] Das Verdienst des Erfinders im vorliegenden Fall ist es nun, erkannt zu haben, daß
diese Probleme bei geschickter Führung des Trägerfilms während des Druckvorganges
und entsprechender Ausbildung des Dekors verhindert werden können und sich auch unter
Verwendung des an sich als ungeeignet erscheinenden Films aus amorphem, ungerecktem
Polyester oder Polyamid für die angestrebten Zwecke hervorragend geeignete Dekorationsfolien
erzeugen lassen.
[0013] Gerade das anfänglich starke Schrumpfverhalten des Trägerfilms beim Erwärmen muß
sogar als Vorzug betrachtet werden, weil es dazu führt, daß sich die Dekorationsfolie
bzw. insbesondere deren Trägerfilm bei der Übertragung auf eine strukturierte Oberfläche
bereits bei relativ niedrigen Temperaturen (ab ca. 80°C) und sehr niedrigen Arbeitsdrücken
nahezu vollständig an eine beliebig gestaltete Oberfläche anlegt, wobei, wie Versuche
gezeigt haben,sogar Nuten mit einer Breite von weniger als 1 mm entsprechend mit der
Dekorationsfolie dekoriert werden können. In diesem Zusammenhang spielt auch die nahezu
vollständig fehlende Rückstelltendenz von ungereckten Filmen nach der Verformung eine
maßgebliche Rolle, wodurch gewährleistet ist, daß die Dekorationsfolie, insbes. bei
Verwendung als Laminierfolie, nach der Verformung und während der Abkühlung einwandfrei
an der dekorierten Oberfläche haftet, ohne daß die Tendenz besteht, sich beispielsweise
aus engen Nuten o.dgl. zurückzuziehen. Das anfänglich starke Schrumpfverhalten der
Trägerfilme gemäß der Erfindung führt vor allem bei Teilen mit steilen Absturzkanten
zu einer weit geringeren Faltenbildung im Vergleich zu bisher verwendeten PVC-Trägern,
wobei außerdem wesentlich niedrigere Formteilaufnahmen verwendet werden können, was
eine Kosteneinsparung bedeutet.
[0014] Die bereits erwähnte Beständigkeit des Trägerfilms gegen die üblicherweise in Lacken
bzw. Oberflächen-Beschichtungen eingesetzten Lösungsmittel und wässrigen Systeme bietet
den Vorteil, daß eine breite Palette von Lacken verwendet werden kann, wobei es z.B.
auch möglich ist, den an sich vorgegebenen Glanzgrad des Trägerfilms (dieser ist im
allgemeinen leicht matt und semitransparent) durch eine entsprechende Lack-Zwischenschicht
den jeweiligen Bedürfnissen entsprechend zu gestalten.
[0015] Zusammenfassend ist also festzustellen, daß die Verwendung eines ungereckten, amorphen
Polyester-, Polyamid- oder Polyamid-Copolymer-Films als Trägerfilm bei Dekorationsfolien
eine Vielzahl von Vorzügen bietet. Trotzdem wurde bisher im Hinblick auf die geringe
mechanische Stabilität und das starke Schrumpfverhalten die Verwendung von derartigen
Filmen als Trägerfilme für Dekorationsfolien, die in einem Druckverfahren paßgenau
dekoriert sind, für nicht möglich gehalten. Das Verdienst des Erfinders ist es, trotz
dieser vermeintlichen Probleme die Eignung von ungereckten, amorphen Filmen als Trägerfilm
für die Dekorationsfolien untersucht und festgestellt zu haben.
[0016] Für die meisten Anwendungsgebiete hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn
der Trägerfilm eine Dicke von etwa 20 bis 100 µm aufweist.
[0017] Zur Erzielung hinreichend mechanisch fester Dekorationen ist weiter vorgesehen, daß
die Dekorschicht wenigstens eine das paßgenaue Dekor bildende Dekorlackschicht und
eine diese im Gebrauch nach Aufbringung auf die Substratoberfläche abdeckende Schutzlackschicht
umfaßt, wobei die Schutzlackschicht beispielsweise entsprechend hohe mechanische Festigkeit
oder UV-Lichtbeständigkeit haben kann.
[0018] Es kann weiter zweckmäßig sein, wenn die Dekorschicht wenigstens eine das paßgenaue
Dekor bildende Dekorlackschicht und eine im Gebrauch nach Aufbringung auf die Substratoberfläche
unter der Dekorlackschicht liegende, ganzflächig aufgebrachte Farblackschicht umfaßt,
wodurch sich weitere Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen.
[0019] Erfindungsgemäß ist eine Klebeschicht zur Festlegung an der Substratoberfläche vorgesehen.
Durch passende Wahl der Klebeschicht kann dabei Rücksicht auf Art und Oberfläche des
zu dekorierenden Substrats genommen werden.
[0020] Es ist nach der Erfindung weiter vorgesehen, daß zur Verwendung der Dekorationsfolie
als Wärme-Transferfolie die Dekorschicht zwischen dem Trägerfilm und der Klebeschicht
angeordnet ist, wobei in einem solchen Fall zweckmäßig zwischen der Dekorschicht und
dem Trägerfilm eine Ablöseschicht vorgesehen ist, die das Ablösen des Trägerfilms
nach der Aufbringung der Dekorschicht auf das Substrat erleichtert.
[0021] Eine Wärme-Transferfolie gemäß der Erfindung ist zweckmäßig derart aufgebaut, daß
auf dem Trägerfilm aufeinanderfolgend - soweit vorhanden - die Ablöseschicht, die
Schutzlackschicht, die Dekorlackschicht, die Farblackschicht und die Klebeschicht
angeordnet sind.
[0022] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels an Hand der Zeichnung. Dabei ist
schematisch ein Teilschnitt der entsprechenden Dekorationsfolie gezeigt, wobei die
Dickenverhältnisse der einzelnen Schichten nicht maßstäblich dargestellt sind. Es
zeigt:
- Fig. 1
- eine Wärme-Transferfolie.
[0023] Die in Fig. 1 gezeigte Wärme-Transferfolie umfaßt einen Trägerfilm 1, auf dem über
eine Ablöseschicht 2, z.B. eine Wachsschicht, eine insgesamt mit 3 bezeichnete Dekorschicht
festgelegt ist.
[0024] Bei dem Trägerfilm 1 handelt es sich erfindungsgemäß um einen im wesentlichen amorphen,
ungereckten Polyesterfilm, der eine Dicke von 20 bis 100 µm, abhängig von dem Verwendungsgebiet,
aufweisen kann.
[0025] Als besonders geeignet haben sich amorphe, ungereckte Polyethylenterephthalat-Filme
erwiesen, deren Erweichungsbereich zwischen 70 °C und 80 °C liegt. Die Dehnfähigkeit
ist dabei bei Überschreitung der Erweichungstemperatur größer als 300 %. Der Zugspannungsmodel
sinkt bei Überschreitung der Erweichungstemperatur unter 500 N.
[0026] Neben Polyester-, insbes. Polyethylenterephthalat-Filmen haben sich auch amorphe,
ungereckte Polyamid-Filme und Filme aus Copolymeren auf Basis von Polyamid mit Erweichungstemperaturen
von weniger als 120 °C und einer Dehnfähigkeit von über 300 % bei Überschreitung dieser
Temperatur als geeignet erwiesen.
[0027] Die Dekorschicht 3 des Ausführungsbeispiels der Fig. 1 umfaßt anschließend an die
Ablöseschicht 2 eine transparente Schutzlackschicht 4. Auf diese Schutzlackschicht
4 ist eine, beispielsweise eine Maserung bildende Dekorlackschicht 5 paßgenau aufgedruckt.
Anschließend an die Dekorlackschicht 5 ist eine durchgehende Farblackschicht 6 vorgesehen.
Die letzte Schicht der Dekorschicht 3 bildet eine Klebeschicht 7, beispielsweise aus
einem wärmeaktivierbaren Kleber.
[0028] Die Schichtdicken bei der Wärme-Transferfolie der Fig.1 sind wie folgt:
| Ablöseschicht |
0,01 bis 0,50 µm |
| Schutzlackschicht |
1 bis 5 µm |
| Dekorlackschicht |
0,1 bis 2 µm |
| Farblackschicht |
3 bis 25 µm |
| Klebeschicht |
5 bis 20 µm. |
[0029] Im Gebrauch wird die Wärme-Transferfolie gemäß Fig. 1 entweder mittels einer Membran
oder aber auch lediglich durch entsprechende Druckdifferenz - unter Verwendung der
Wärme-Transferfolie selbst als Membran - gegen die entsprechend strukturierte Oberfläche
eines Substrats gepreßt, wobei die Dekorschicht 3 zum Substrat zeigt und mittels der
Klebeschicht 7 an der Substrat-Oberfläche festgelegt wird. Nach dem vollständigen
Anlegen der Wärme-Transferfolie an die Substrat-Oberfläche und gegebenenfalls gewisser
Abkühlung wird dann der Trägerfilm 1 von der Dekorschicht 3 und damit der Substrat-Oberfläche
abgezogen, was durch das Vorhandensein der Ablöseschicht 2 erleichtert wird. Gegebenenfalls
kann auf die Ablöseschicht 2 verzichtet werden, wenn die Schutzlackschicht 4 so zusammengesetzt
ist, daß sie sich entsprechend leicht von der Oberfläche des Trägerfilms 1 lösen läßt.
[0030] Selbstverständlich kann der Aufbau der Dekorschicht 3 gegenüber dem Ausführungsbeispiel
der Fig. 1 unterschiedlich sein. Insbesondere kann unter Umständen auf die Farblackschicht
6 oder die Schutzlackschicht 4 verzichtet werden. Wesentlich ist jedoch, daß eine
entsprechend paßgenau gedruckte Dekorlackschicht 5 vorhanden ist. Auch die Klebeschicht
7 kann unter Umständen entfallen, und zwar dann, wenn entweder die Farblackschicht
6 bzw. die am weitesten vom Trägerfilm 1 entfernte Lage der Dekorschicht 3 hinreichend
klebrig sind, um ein Anhaften der Dekorschicht 3 auf der Substrat-Oberfläche zu gewährleisten,
oder wenn die Klebeschicht vor dem Aufbringen der Dekorschicht 3 auf dem Substrat,
beispielsweise durch Besprühen o.dgl., aufgebracht wird.
[0031] Die die Dekorschicht 3 bildenden Schichten können z.B. wie folgt zusammengesetzt
sein:
| Ablöseschicht 2 |
Gew.-Teile |
| Wasser, deionisiert |
740 |
| Polyvinylalkohol (Hydrolysegrad 98,4 ± 0,4 mol %) |
10 |
| Ethylalkohol |
250 |
| Schutzlackschicht 4 |
|
| Methylethylketon |
400 |
| Toluol |
230 |
| Cyclohexanon |
100 |
| Methylmethacrylat (Tg = 105°C) |
195 |
| Polyethylenwachs (Fp = 140°C) |
75 |
| Dekorlackschicht (Maserung) 5 |
|
| Methylethylketon |
270 |
| Ethylacetat |
175 |
| Butylacetat |
200 |
| Methyl-n-Butyl-Methacrylat (TG = 80°C) |
86 |
| Methylmethacrylat (TG = 35°C) |
114 |
| Hochmolekulares Dispergieradditiv (40 %, Aminzahl : 20) |
50 |
| Pigment Braun 23 |
45 |
| Pigment Gelb 93 |
40 |
| Pigment Schwarz 7 |
20 |
| Farblackschicht (back up) 6 |
|
| Methylethylketon |
250 |
| Toluol |
135 |
| Ethylacetat |
80 |
| Methyl-n-Butyl-Methacrylat (Tg = 80°C) |
145 |
| Methylmethacrylat-Copolymer (Tg = 86°C) |
60 |
| Hochdisperse Kieselsäure (Partikelgröße 10µm) |
5 |
| Hochmolekulares Dispergieradditive (40 %, Aminzahl 20) |
15 |
| Titandioxid (TiO2-Gehalt 94 %, d= 4,1 g/cm3) |
250 |
| Eisenoxidgelb (Pigment Yellow 42, d= 4,1 g/cm3) |
60 |
| Klebeschicht 7 |
|
| Ethylalkohol |
180 |
| Toluol |
300 |
| Thermoplastisches Polyamidharz (Erweichungs-Punkt : 140°C) |
80 |
| Keton-Formaldehyd-Harz (Erw.Pkt:: 85°C) |
60 |
| Ethylmethacrylat-Copolymer (Tg = 50°C) |
60 |
| Hochdisperse Kieselsäure (Partikelgröße 10µm) |
5 |
| Hochmolekulares Dispergieradditiv (40 %, Aminzahl 20) |
15 |
| Titandioxid (TiO2-Gehalt 94 %, d= 4,1 g/cm3) |
250 |
| Eisenoxidgelb (Pigment Yellow 42, d= 4,1 g/cm3) |
50 |
[0032] Selbstverständlich können die Zusammensetzungen der verschiedenen Lackschichten abhängig
von den speziellen Verwendungsgebieten variiert werden, wobei insbesondere gegebenenfalls
auf einzelne Schichten verzichtet werden kann. Die Dicke der Schichten hängt von dem
jeweiligen Anwendungsgebiet ab und muß vor allem darauf Rücksicht nehmen, in welchem
Umfang eine Reckung der Folie und damit parallel verlaufende Verdünnung der Schichten
beim Aufbringen auf die dreidimensionale Oberfläche des Substrates zu erwarten ist.
1. Dekorationsfolie in der Art einer Wärmetransferfolie zum Dekorieren von dreidimensionalen
Substratoberflächen unter Erwärmung, welche aus einem Trägerfilm und einer auf diesem
angeordneten Dekorschicht besteht, die von wenigstens einer unter Ausbildung eines
paßgenauen Dekors bereichsweise aufgedruckten Lackschicht gebildet ist, wobei als
Trägerfilm (1) ein im wesentlichen amorpher, ungereckter Polyester-, Polyamid- oder
Polyamidcopolymerfilm dient, eine Klebeschicht (7) zur Festlegung an der Substratoberfläche
vorgesehen ist und die Dekorschicht (3) zwischen dem Trägerfilm (1) und der Klebeschicht
(7) angeordnet ist.
2. Dekorationsfolie nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Trägerfilm (1) ein Polyethylenterephtalatfilm ist.
3. Dekorationsfolie nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Trägerfilm (1) eine Dicke von etwa 20 bis 100 µm aufweist.
4. Dekorationsfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dekorschicht (3) wenigstens eine das paßgenaue Dekor bildende bereichsweise
Dekorlackschicht (5) und eine diese im Gebrauch nach Aufbringung auf die Substratoberfläche
abdeckende Schutzlackschicht (4) umfaßt.
5. Dekorationsfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dekorschicht (3) wenigstens eine das paßgenaue Dekor bildende bereichsweise
Dekorlackschicht (5) und eine im Gebrauch nach Aufbringung auf die Substratoberfläche
unter der Dekorlackschicht (5) liegende, ganzflächig aufgebrachte Farblackschicht
(6) umfaßt.
6. Dekorationsfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Dekorschicht (3) und dem Trägerfilm (1) eine Ablöseschicht (2) vorgesehen
ist.
7. Dekorationsfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem Trägerfilm (1) - soweit vorhanden - die Ablöseschicht (2), die Schutzlackschicht
(4), die bereichsweise Dekorlackschicht (5), die Farblackschicht (6) und die Klebeschicht
(7) aufeinanderfolgend angeordnet sind.
1. Decoration film in the manner of a thermal transfer film for decorating three-dimensional
substrate surfaces with heating, comprising a carrier film and disposed atop it a
decorative coating of at least one coat of coating material, which is printed on sectorially
so as to form an in-register decoration, the said carrier film (1) being an essentially
amorphous, unoriented polyester film, polyamide film or polyamide copolymer film,
an adhesive coat (7) being provided for fixing to the substrate surface, and the decorative
coat (3) being disposed between the carrier film (1) and the adhesive coat (7).
2. Decoration film according to Claim 1, characterized in that the carrier film (1) is
polyethylene terephthalate film.
3. Decoration film according to Claim 1 or 2, characterized in that the carrier film
(1) has a thickness of from about 20 to 100 µm.
4. Decoration film according to one of the preceding claims, characterized in that the
decorative coat (3) comprises at least one sectoral coat (5) of decorative coating
material, which forms the in-register decoration, and a coat (4) of protective coating
material which covers the coat (5) in use following application to the substrate surface.
5. Decoration film according to one of the preceding claims, characterized in that the
decorative coat (3) comprises at least one sectoral coat (5) of decorative coating
material, which forms the in-register decoration, and comprises a coat (6) of coloured
coating material which is applied over the whole area and which in use following application
to the substrate surface is situated below the coat (5) of decorative coating material.
6. Decoration film according to one of the preceding claims, characterized in that a
detachment coat (2) is provided between the decorative coat (3) and the carrier film
(1).
7. Decoration film according to one of the preceding claims, characterized in that -
where present - the detachment coat (2), the coat (4) of protective coating material,
the sectoral coat (5) of decorative coating material, the coat (6) of coloured coating
material and the adhesive coat (7) are disposed in succession on the carrier film
(1).
1. Feuille décorative du type feuille de transfert thermique, pour décorer des surfaces
substrats tridimensionnelles par chauffage, qui est constituée d'un film support et
d'une couche décorative disposée sur ce dernier, couche qui est formée d'au moins
une couche de vernis imprimée par zones avec formation d'un décor à repérage exact,
où on utilise en tant que film support (1) un film de polyester, de polyamide ou d'un
copolymère de polyamide, essentiellement amorphe et non-étiré, une couche adhésive
(7) est prévue pour fixation à la surface substrat, et la couche décorative (3) est
disposée entre le film support (1) et la couche adhésive (7).
2. Feuille décorative selon la revendication 1, caractérisée en ce que le film support
est un film de poly(téréphtalate d'éthylène).
3. Feuille décorative selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le film support
(1) a une épaisseur d'environ 1 à 100 µm.
4. Feuille décorative selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce
que la couche décorative (3) comporte au moins une couche de vernis décoratif (5),
formant par zones un décor à repérage exact, et une couche de vernis de protection
(4), qui recouvre cette dernière en cours d'utilisation après application sur la surface
substrat.
5. Feuille décorative selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce
que la couche décorative (3) comporte au moins une couche de vernis décoratif (5),
formant par zone le décor à repérage exact, et une couche de vernis coloré (6), appliquée
en pleine surface, qui en cours d'utilisation, et après application sur la surface
substrat, se trouve en-dessous de la couche de vernis décoratif (5).
6. Feuille décorative selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce
qu'une couche détachable (2) est prévue entre la couche décorative (3) et le film
support (1).
7. Feuille décorative selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce
que, sur l'éventuel film support (1), se trouvent successivement la couche détachable
(2), la couche de vernis de protection (4), la couche de vernis décoratif par zones
(5), la couche de vernis coloré (6) et la couche d'adhésif (7).