[0001] Der Gegenstand der Erfindung ist ein Badewannenstuhl, ausgeführt als selbstständiges
Element und ist präziser ein Stuhl ohne Rücklehne, dessen Sitzplatte auf dem Tragfuß
vertikal einstellbar ist und ist weiterhin ein Stuhl, den man zusammensetzen, auseinanderlegen
und einstellen kann und ist desweiteren ein Stuhl für besondere Zwecke, den man einfach
an dem Rand beziehungsweise an der Seitenwand der Badewanne anbringen und befestigen
kann.
[0002] Nach der internationalen Patentklassifizierung wird die Erfindung vorraussichtlich
in A 47K 3/12, A 47C 3/20 und zusätzlich in A 47C 5/10 sowie A 47C 9/00 eingereiht.
[0003] Das technische Problem, gelöst durch die Erfindung, ist eine solche Konstruktion
des Stuhls, durch die eine einfache und stabile Anbringung dessen an der Seitenwand
der Badewanne möglich ist, wobei die gesamte Konstruktion des Stuhls vertikal und
horizontal zusammensetzbar, auseinanderlegbar und einstellbar, trotz dessen aber einfach
und ziemlich kompakt ist und älteren, geschwächten, kranken, invaliden oder anderswie
geistig und körperlich behinderten erwachsenen Personen und Kindern eine leichteres
Einsteigen in die Badewanne und ein leichteres Verlassen der Badewanne sowie einen
bequemen Aufenthal darin ermöglicht, denn die Sitzplatte ist vorzugsweise drehbar
ausgeführt.
[0004] Eine solche Lösung des Badewannenstuhls ist nicht bekannt. Bekannt ist die Lösung
der sogenannten Bank, die so in die Badewanne gestellt wird, daß man sie an beiden
sich gegenüberliegenden Seitenwänden der Badewanne anbringt, während die Sitzfläche
etwas über dem Badewannenboden angebracht ist. Die Lösung ist unpraktisch, da die
Badewannenbank weder vertikal noch horizontal einstellbar ist. Ein Nachteil liegt
auch darin, daß dem Badenden kein leichtes Einsteigen und Verlassen der Badewanne
ermöglicht ist.
[0005] Nach der Erfindung wird das technische Problem durch den Badewannenstuhl gelöst,
zusammengesetzt aus hohlem, der Höhe nach einstellbarem Fuße, auf dem an einem Ende
der T-Träger, am anderen Ende aber vorzugsweise die drehbare Sitzplatte angebracht
ist, unter welcher fix der hohle Träger mit eingesetzter Konsole und Eistellschraube
an der kreisdrehbaren Eistellscheibe am anderen Ende angebracht ist.
[0006] Die Erfindung wird präziser im Vorzugsausführungsbeispiel und in den Figuren beschrieben,
die folgendes darstellen:
- Fig. 1
- Badewannenstuhl in Perspektive,
- Fig. 2
- Viertellängsschnitt des Stuhls,
- Fig. 3
- Halblängsschnitt des Trägers des Befestigunselements.
[0007] Der Badewannenstuhl nach der Erfindung ist aus dem Tragfuß 1, der Sitzplatte 2, dem
hohlen Querträger 3 und dem Befestigunselement 4 zusammengesetzt, was aus Fig. 1 ersichtlich
ist.
[0008] Der Tragfuß 1, wie in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellt, ist aus dem hohlen Vertikalträger
8, vorzugsweise in Form eines runden Rohrs, mit eingesetztem, auf Kopf gestellten
T-Träger 10 an einem und der eingesetzten zylindrischen Buchse 14 am anderen Ende
zusammengesetzt. Der Tragfuß 1 besteht desweiteren auch noch aus der Befestigungsschraube
9, eingesetzt durch das nicht dargestellte Loch in der Wand des Vertikalträgers 8
und aus den Schutzdeckeln 11, frontal an den freien Enden der Horizontalschenkel des
T-Trägers 10 angebracht. Der Vertikalträger 8, T-Träger 10 und Buchse 14 weisen vorzugsweise
den gleichen Querschnitt auf, wobei der Außendurchmesser des T-Trägers 10 und der
Buchse 14 gleich oder etwas kleiner vom Innendurchmesser des Vertikalträgers 8 ist.
In einem anderen Ausführungsbeispiel können der Vertikalträger 8, der T-Träger 10
und die Buchse 14 auch andere, nicht unbedingt gleiche Querschnitte aufweisen. Der
T-Träger 10 ist in den Vertikalträger 8 so eingesetzt, daß darin der vertikale mittlere
Schenkel angebracht ist, welcher mit der Befestigungsschraube 9 fixiert wird.
[0009] Die Sitzplatte 2 ist, wie aus Fig. 2 ersichtlich, aus dem Traglement 12, welches
im Seitenblick eine T-Form aufweist, bestehend aus nicht gekennzeichneten Tragplatte
und aus dem vorzugsweise darauf zentrisch und fix befestigten Vertikalschenkel zusammengesetzt
und setzt sich desweiteren aus dem Belag 13, womit die Tragplatte von allen Seiten
belegt beziehungsweise bezogen ist, zusammen. Der Belag 13 ist vorzugsweise aus wasserfestem
und armiertem elastischem Material hergestellt, wie zum Beispiel aus Polyurethan,
Gummi, weicherer Plastik und ähnlichem und kann an der Tragplatte des Tragelements
12 angebracht beziehungsweise durch Spritzen, Vulkanisierung, Kleben und ähnlichem
Verfahren aufgetragen werden. Die Sitzplatte 2 wird in den Vertikalträger 8 beziehungsweise
die Buchse 14 vorzugsweise kreisdrehbar mit dem vertikalen Schenkel des Tragelements
12 eingesetzt. In einem anderen Ausführungsbeispiel kann das Tragelement 12 der Sitzplatte
2 in den Vertikalträger 8 fix so angebracht werden, daß auch die Sitzplatte 2 fix
ist. Möglich ist auch das Ausführungsbeispiel mit der Sitzplatte 2, die fix im Vertikalträger
8, dieser aber kreisdrehbar am T-Träger aufgesetzt ist, beziehungsweise in der Buchse
14 angebracht ist.
[0010] Aus Fig. 1, Fig.2 und Fig.3 ist ersichtlich, daß das Befestigungselement 4 aus der
hohlen Konsole 6 zusammengesetzt ist, die mit einem Ende geradlinig bewegbar in den
hohlen Träger 3 eingesetzt ist, am enderen freien Ende ist der Gelenkstift 17 ausgeführt,
auf dem die kreisbewegbare Einstellscheibe 7 angebracht ist, derer größere Stirnfläche
mit elastischem Belag 16 bedeckt beziehungsweise überzogen ist. Zum Befestigungselement
4 gehört auch die Einstellscheibe 5 mit Schraubenbolzen 15, die kreisbewegbar und
zentrisch durch das Loch 19 in das Innere des hohlen Trägers 3 und desweiteren durch
das Loch 2 in der verstärkten Wand 18, mit dem nicht gekennzeichneten Innengewinde
in das Innere der hohlen Konsole 6 eingesetzt ist. Unter dem Winkel ausgeführte Schenkel
der Konsole 6, bilden untereinander einen stumpfen Winkel, vorzugsweise größer als
90°. In einem anderen Ausführungsbeispiel können die Schenkel der Konsole 6 untereinander
auch einen spitzen oder rechten Winkel bilden. Der Gelenkstift 17 ist fix in der Konsole
6 so angebracht, daß er vorzugsweise orthogonal zur Längsachse ihres freien Schenkels
liegt, zusammen mit der Einstellscheibe 7 in Richtung des Vertikalträgers 8 des Tragfußes
1.
[0011] Die oben beschriebenen Elemente sind untereinander zusammensetzbar, auseinanderlegbar
und einstellbar so zusammengesetzt, daß die Sitzplatte 2 auf beziehungsweise in ein
Ende des Tragfußes 1 gesteckt wird, während in das andere Ende der auf Kopf gestellte
T-Träger 10 gesteckt wird. Etwas unter der Sitzplatte 2 ist orthogonal der hohle Träger
3 zur Längsachse des Tragfußes 1 angebracht und am Außenmantel des Vertikalträgers
8 fix befestigt, in dem beziehungsweise durch den das Befestigungselement 4 eingesetzt
ist.
[0012] Der T-Träger 10 ist im Tragfuß 1 beziehungsweise im Vertikalträger 8 in geradliniger
und in Kreisrichtung bewegbar, womit das Einstellen des Stuhls nach der angemeldeten
Erfindung beziehungsweise seiner Sitzplatte 2 der Höhe nach möglich ist, zugleich
wird auch das Einstellen der Position des T-Trägers 10 an der Außenfläche der Badewannenwand
ermöglicht bezüglich der Position des Befestigungselements 4 beziehungsweise der Konsole
6 mit Einstellscheibe 7, der an der Innenfläche der Badewannenwand anliegt. Das Einstellen
des Stuhls der Höhe nach und die Einstellung des Befestigungselements 4 ermöglicht
die Anwendung des Stuhls bei Badewannen unterschiedlicher Höhen, unterschiedlicher
Wanddicken und unterschiedlicher Neigungswinkel der Wandinnenflächen, was eine notwendige
steife Anbringung und Anpassung des Stuhls der Höhe und der körperlichen Fähigkeiten
des Benuzters ermöglicht.
[0013] Der Tragfuß 1, die Sitzplatte 2, das Befestigungselement 4 und der hohle Träger 3
sind vorzugsweise aus rostfreiem, feuchtigkeitsbeständigem Material, mit entsprechenden
mechanischen Eigenschaften, einer Metall- oder Plastikstruktur ausgeführt.
[0014] Der Badewannenstuhl ist vorzugsweise für das Einsteigen in die Badewanne und für
das Verlassen derselben beziehungsweise für das Übertreten ihrer Seitenwand, wie auch
für das Sitzen in der Badewanne vorgesehen, er kann aber auch für andere, der beschriebenen
Funktion ähnliche Zwecke angewendet werden.
1. Der Badewannenstuhl, dadurch gekennzeichnet, daß darin mindestens ein Tragfuß (1)
mit mindestens einer, vorzugsweise kreisbewegbaren Sitzplatte (2) an einem und mit
mindestens einem, auf Kopf gestellten, vertikal und kreisdrehbarem T-Träger (10) am
anderen, gegenüberliegenden Ende sowie mindestens ein hohler Träger (3), fix und parallel
zu der größeren Fläche der Sitzplatte (2), befestigt an mindestens einem Vertikalträger
(8) des Tragfußes (1), in dem geradlinig bewegbar mindestens ein Besfestigungselement
(4) angebracht ist, integriert ist.
2. Der Stuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die Sitzplatte (2) mindestens
ein Tragelement (12) in T-Form integriert ist, dessen nicht gekennzeichnete Tragplatte
auf der Seite mindestens einer größeren Fläche mit dem Belag (13) beschichtet ist,
und der an dieser orthogonal fix befestigte nicht gekennzeichnete Vertikalschenkel
ist vorzugsweise kreisbewegbar an einem Ende des hohlen Vertikalträgers (8) des Tragfußes
(1) beziehungsweise in die darin mindestens eine fix angebrachte Buchse (14) eingesetzt.
3. Der Stuhl nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am anderen
Ende des hohlen Vertikalträgers (8) geradlinig und kreisbewegbar der vertikale, nicht
gekennzeichnete Schenkel des T-Trägers (10) eingesetzt ist, dessen Sichbewegen nach
der Einstellung durch die Einstellschraube (9), eingesetzt durch das nicht gekennzeichnete
Loch mit Innengewinde in der Wand des Vertikalträgers (8) verhindert wird.
4. Der Stuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schenkel der unter dem
Winkel ausgeführten hohlen Konsole (6) des Befestigungselements (4) geradlinig bewegbar
eingesetzt in einem Ende des hohlen Trägers (3), ein wenig unter der Sitzplatte (2)
angebracht ist, im anderen Ende aber darin durch das Loch (19) kreisbewegbar die Einstellschraube
(5) mit Schraubenbolzen (15), verlaufend durch das Loch (20) mit nicht gekennzeichnetem
Innengewinde, ausgeführt in der verstärkten Wand (18) in das Innere des dazugehörenden
Schenkels der Konsole (6) eingesetzt ist.
5. Der Stuhl nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am freien
Schenkel der Konsole (6), vorzugsweise orthogonal zu seiner Längsachse, fix der Gelenkstift
(17) angebracht beziehungsweise befestigt ist, auf dem sich die in alle Richtungen
bewegbare Einstellscheibe (7) angebracht ist, derer Stirnseite mit elastischem Belag
(16) überzogen ist, wobei der Stift (17) und die Scheibe (7) in Richtung des Tragfußes
(1) angebracht sind.
6. Der Stuhl nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel
der Konsole (6) miteinander einen beliebigen spitzen, geraden oder stumpfen Winkel
bilden können.
7. Der Stuhl nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die freien, horizontal liegenden
Schenkel des T-Trägers (10) von der Stirnseite her mindestens mit einem Schutzdeckel
(11) geschlossen sind.
8. Der Stuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für das Einstellen und die
Befestigung das Befestigungselement (4) und die Einstellschraube (9) vorgesehen sind.
9. Der Stuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente des Tragfußes
(1), der Sitzplatte (2) und des Befestigungselements (4) sowie der hohle Träger (3)
beliebige Querschnitte sowie beliebige regelmäßige und unregelmäßige geometrische
Formen aufweisen können.