[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Randstein zur Begrenzung von Straßen, Wegen
und anderen Verkehrsflächen.
[0002] Derartige Randsteine sind bekannt. Sie sind normalerweise quaderförmig oder würfelförmig
ausgebildet und weisen eine ebene Oberfläche auf, so daß sie befahren werden können.
Desweiteren sind sogenannte Bordsteine bekannt, die gegenüber der Straßenoberfläche
nach oben vorstehen und beispielsweise einen höhergelegenen Fußgängerbereich begrenzen.
[0003] Aus der FR-A-2 272 225 ist eine Gehwegabtrennung für Baustellen etc. bekannt. Es
handelt sich hierbei nicht um einen in das Straßen- bzw. Wegniveau einzuarbeitenden
Randstein, sondern um eine auf das Straßen- bzw. Wegniveau aufstellbare Abtrennung.
Die Abtrennung ist in bezug auf ihre Längsmittelebene unsymmetrisch ausgebildet. Sie
kann in bezug auf den Winkel, den ihre Stirnflächen mit ihrer Längsachse bilden, unterschiedliche
Ausgestaltungen aufweisen, um geradlinige und hierzu winklige Abtrennbereiche erstellen
zu können. Um dies zu ermöglichen, sind jedoch immer speziell ausgebildete Elemente
erforderlich.
[0004] Die FR-A-2 726 197 betrifft aufstellbare Begrenzungselemente für Spielplätze u. dgl.,
die ebenfalls nicht in das Straßen- bzw. Wegniveau einzuarbeiten sind. Diese Begrenzungselemente
sind in bezug auf ihre Längsmittelebene symmetrisch ausgebildet. Sie haben rechtwinklig
zu ihrer Längsachse verlaufende Stirnflächen, so daß hiermit nur geradlinige Begrenzungen
erstellt werden können, es sei denn, es kommen spezielle gekrümmte oder winklig ausgebildete
Elemente zum Einsatz.
[0005] Aus der DE 36 33 731 A ist es bei Bordsteinen bekannt, eine geradlinige oder winklige
bzw. gekrümmte Verlegung durchzuführen. Um diese unterschiedlichen Verlegeformen zu
verwirklichen, müssen jedoch unterschiedlich ausgebildete Bordsteinelemente zum Einsatz
kommen.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Randstein der angegebenen
Art zu schaffen, der nicht von Fahrzeugen befahren werden kann bzw. auf dem keine
Fahrzeuge abgestellt werden können und der sich sowohl geradlinig als auch konvex
oder konkav gekrümmt verlegen läßt.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Randstein mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0008] Der erfindungsgemäß vorgesehene, in den Randstein integrierte Radabweiser verhindert
ein Befahren bzw. Überfahren des Randsteines sowie das Abstellen von Fahrzeugen auf
diesem.
[0009] Der Randstein weist eine rechtwinklig und eine schräg zu seiner Längsachse verlaufende
Stirnfläche auf. Dadurch läßt sich der Randstein sowohl geradlinig als auch konvex
oder konkav gekrümmt verlegen. Wenn ein geradliniges Verlegen gewünscht wird, werden
Randsteine abwechselnd mit zwei geraden und zwei schrägen Stirnflächen aneinandergesetzt.
Wird eine konvex oder konkav gekrümmte Verlegung gewünscht, werden die Randsteine
so aneinandergesetzt, daß immer eine schräge Stirnfläche gegen eine gerade Stirnfläche
stößt.
Mit den Begriffen "schräge oder gerade Stirnfläche" ist gemeint, daß sich die Stirnfläche
schräg oder gerade, d.h. rechtwinklig, zur Längsachse des Randsteines erstreckt. Abgesehen
von dem vorstehend genannten Merkmal ist der Randstein in bezug auf seine Längsmittelebene
symmetrisch ausgebildet.
[0010] Der Randstein ist im Vertikalschnitt in der Form eines umgedrehten T ausgebildet,
wobei der Radabweiser durch den aufrechtstehenden Schenkel des T gebildet ist. Der
waagrechte Schenkel des T ist hierbei mehr oder weniger plattenförmig ausgebildet.
Auch der aufrechtstehende Schenkel bildet räumlich gesehen eine Platte, und zwar eine
aufrechtstehende Platte, die sich vorzugsweise über die Gesamtlänge des waagrechten
Schenkels erstreckt. Durch Aneinandersetzen einer Vielzahl von Randsteinen kann auf
diese Weise ein durchlaufender Radabweiser gebildet werden.
[0011] Die Höhe des radabweisenden Abschnittes des Randsteines ist nicht kritisch. Diese
kann den jeweiligen Erfordernissen angepaßt werden. Beispielsweise kann die Höhe dieses
Abschnittes etwa der Breite des waagrechten Abschnittes des Randsteines entsprechen.
[0012] Dadurch, daß der radabweisende Abschnitt in bezug auf den waagrechten Abschnitt etwa
mittig ausgebildet ist, besitz der Stein eine gute Standfestigkeit. Durch die waagrechten
Schenkelabschnitte wird ein Kippen erschwert.
[0013] Vorzugsweise ist der aufrechtstehende T-Schenkel in seinem Fußabschnitt verdickt.
Diese Ausführungsform ist besonders stabil gestaltet, da hiermit ein Abbrechen des
radabweisenden Abschnittes im Fußbereich selbst bei sehr großen Belastungen verhindert
wird.
[0014] Zweckmäßigerweise geht der verdickte Fußabschnitt des Radabweisers dachförmig in
dessen Normalabschnitt über. Durch diese Ausgestaltung wird das optische Erscheinungsbild
verbessert und das Ablaufen von Wasser gefördert.
[0015] Die Oberseite des Radabweisers (radabweisenden Abschnittes) ist normalerweise eben
ausgebildet. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Oberseite jedoch
gekrümmt ausgebildet. Hierdurch wird ebenfalls der Wasserablauf begünstigt, ferner
ein optisch besonders ansprechendes Äußeres erreicht. Darüber hinaus verhindert man
bei dieser Ausführungsform, daß die Oberseite des radabweisenden Abschnittes als Lauffläche
dient.
[0016] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der erfindungsgemäß ausgebildete
Randstein auf seiner Unterseite mindestens eine parallel zur Radabweiserlängsrichtung
verlaufende Vertiefung auf. Durch diese Vertiefung wird eine besonders gute Verzahnung
mit dem Untergrund, beispielsweise einem Betonbett, erreicht. Ein Kippen des Randsteines
durch seitlich angreifende Kräfte, beispielsweise von Fahrzeugen verursacht, wird
hierdurch erschwert. Eine spezielle Auführungsform zeichnet sich hierbei dadurch aus,
daß der Randstein eine mittlere breite und zwei seitlich hiervon angeordnete schmale
Vertiefungen besitzt, die vorzugsweise zahnlückenförmig ausgebildet sein können.
[0017] Der Randstein besteht vorzugsweise aus einem für derartige Steine geeigneten Beton.
Derartige Materialien sind bekannt.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zwei Ausführungsbeispielen in Verbindung
mit der Zeichnung im einzelnen erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine räumliche Ansicht einer ersten Ausführungsform eines Randsteines mit integriertem
Radabweiser, wobei jedoch die schräge Stirnfläche nicht dargestellt ist;
- Figur 2
- eine räumliche Ansicht einer zweiten Ausführungsform eines Randsteines mit integriertem
Radabweiser, wobei die schräge Stirnfläche ebenfalls nicht dargestellt ist;
- Figur 3
- eine Seitenansicht des Randsteines der Fig. 2, wobei die gerade und schräge Stirnfläche
dargestellt sind;
- Figur 4
- eine Draufsicht auf den Randstein der Figur 3; und
- Figur 5
- ein aus den Randsteinen der Figuren 3 und 4 zusammengesetztes Gebilde.
[0019] Der in Figur 1 dargestellte Randstein 1 mit integriertem Radabweiser ist im Vertikalschnitt
in der Form eines umgedrehten T ausgebildet und besitzt einen flachen Basisabschnitt
2 sowie einen hiervon mittig ausgehenden, vertikal nach oben verlaufenden radabweisenden
Abschnitt 3. Beide Abschnitte sind etwa plattenförmig ausgebildet. Der radabweisende
Abschnitt 3 besitzt eine zum Betrachter weisende Stirnfläche, eine Deckfläche 4, zwei
Seitenflächen und eine gegenüber der Stirnfläche angeordnete Rückfläche. Der flache
Abschnitt weist ebenfalls eine zum Betrachter weisende Stirnfläche und eine dieser
gegenüberliegende Rückfläche, zwei Seitenflächen, eine Grundfläche und zwei der Grundfläche
gegenüberliegende Deckflächen auf, die beidseitig des radabweisenden Abschnitts 3
angeordnet sind.
[0020] Der radabweisende Abschnitt 3 besitzt einen vom flachen Abschnitt 2 ausgehenden verdickten
Fußabschnitt 5, der dachförmig in den normalen radabweisenden Abschnitt übergeht,
wie bei 6 gezeigt. Bei der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform ist die Deckfläche
4 des radabweisenden Abschnittes eben und parallel zur Grundfläche des Randsteines
ausgebildet.
[0021] Auch die Deckflächen des flachen Abschnittes 2 verlaufen parallel zur Grundfläche.
[0022] Um eine bessere Verzahnung mit dem Untergrund, beispielsweise einem Betonbett, zu
erreichen, ist die Grundfläche des Randsteines strukturiert und besitzt zwei schmale
Längsnuten 7 sowie eine dazwischen mittig angeordnete breite Längsnut 8. Die Längsnuten
7 und 8 verlaufen parallel zum radabweisenden Abschnitt 3.
[0023] Der in Figur 2 gezeigte Randstein mit integriertem Radabweiser unterscheidet sich
von dem in Figur 1 gezeigten Randstein nur dadurch, daß die Deckfläche 9 und die mittlere
Vertiefung 8 nicht eben, sondern gekrümmt ausgebildet sind.
[0024] In den Figuren 3 und 4 ist zu erkennen, daß der Randstein der Fig.2 neben einer rechtwinklig
zu seiner Längsachse verlaufenden Stirnfläche 11 eine schräg zu dieser Längsachse
verlaufende Stirnfläche 10 (die in dem Fig. 1 und 2 nicht gezeigt ist) besitzt. Der
Winkel zwischen der schrägen Stirnfläche 10 und einer Ebene senkrecht zur Längsachse
beträgt bei dieser Ausführungsform beispielsweise 7,5°. Durch diese Schrägfläche ergibt
sich der Vorteil, daß sich mehrere Randsteine sowohl geradlinig als auch konvex oder
konkav gekrümmt verlegen lassen.
[0025] Ein Ausführungsbeispiel für eine gekrümmte Verlegung zeigt Figur 5.
1. Randstein zur Begrenzung von Straßen, Wegen und anderen Verkehrsflächen, der im Vertikalschnitt
in Form eines umgedrehten T ausgebildet ist und einen durch den in Gebrauchsstellung
aufrecht stehenden Schenkel (3) des T gebildeten, integrierten Radabweiser aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Randstein sowohl eine rechtwinklig als auch eine schräg zu seiner Längsachse
verlaufende Stirnfläche (11, 10) besitzt, im übrigen jedoch in bezug auf seine Längsmittelebene
symmetrisch ausgebildet ist.
2. Randstein nach Ansprch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der aufrechtstehende T-Schenkel (3) in seinem Fußabschnitt (5) verdickt ist.
3. Randstein nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der verdickte Fußabschnitt (5) des Radabweisers dachförmig (6) in dessen Normalabschnitt
übergeht.
4. Randstein nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite (9) des Radabweisers gekrümmt ausgebildet ist.
5. Randstein nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er auf seiner Unterseite mindestens eine parallel zur Radabweiserlängsrichtung verlaufende
Vertiefung (7, 8) aufweist.
6. Randstein nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß er eine mittlere breite (8) und zwei seitlich hiervon angeordnete schmale Vertiefungen
(7) besitzt.
1. A curbstone for bordering streets, ways and other traffic areas, said curbstone having
in its vertical section the shape of an inverted T and having an integrated wheel
guard fender formed by the leg (3) of the T which is upstanding in the operation position,
characterized in that the curbstone has a front surface (11) extending perpendicularly with respect to
its longitudinal axis and a front surface (10) extending obliquely with respect to
its longitudinal axis, but moreover is formed symmetrically with regard to its longitudinal
central plane.
2. The curbstone according to claim 1, characterized in that the upstanding T-leg (3) is thickened in its foot portion (5).
3. The curbstone according to claim 2, characterized in that the thickened foot portion (5) of the wheel guard fender merges in a roof-like manner
(6) into the normal portion thereof.
4. The curbstone according to one of the preceding claims, characterized in that the upper side (9) of the wheel guard fender is curved.
5. The curbstone according to one of the preceding claims, characterized in that it has on its bottom side at least one depression (7, 8) extending parallel with
respect to the longitudinal direction of the wheel guard fender.
6. The curbstone according to claim 5, characterized in that it has a central wide depression (8) and two narrow depressions (7) disposed laterally
with regard to the central depression.
1. Bordure destinée à limiter des rues, des chemins et d'autres aires de circulation,
qui est conformée en coupe verticale en forme de T renversé et présente un chasse-roue
intégré formé par la branche (3) du T s'étendant verticalement en position d'utilisation,
caractérisée en ce que la bordure a aussi bien une surface frontale (11) perpendiculaire qu'une surface
frontale (10) s'étendant en oblique par rapport à son axe longitudinal, mais est par
ailleurs conformée de manière symétrique en ce qui concerne son plan médian longitudinal.
2. Bordure selon la revendication 1, caractérisée en ce que la branche verticale (3) du T est épaissie dans sa section de pied (5).
3. Bordure selon la revendication 2, caractérisée en ce que la section de pied (5) épaissie du chasse-roue passe en forme de toit (6) à sa section
normale.
4. Bordure selon des revendications précédentes, caractérisée en ce que le côté supérieur (9) du chasse-roue est conformé de manière courbe.
5. Bordure selon des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'elle présente sur son côté inférieur au moins un renfoncement (7, 8) s'étendant parallèlement
au sens longitudinal du chasse-roue.
6. Bordure selon la revendication 5, caractérisée en ce qu'elle a une largeur centrale (8) et deux étroits renfoncements (7) disposés latéralement
par rapport à celle-ci.