(19)
(11) EP 0 889 497 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
07.01.1999  Patentblatt  1999/01

(21) Anmeldenummer: 98111108.1

(22) Anmeldetag:  17.06.1998
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6H01H 71/12, H01H 50/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 30.06.1997 DE 19727732

(71) Anmelder: ABB PATENT GmbH
68309 Mannheim (DE)

(72) Erfinder:
  • Garrels, Kai, Dipl.-Ing.
    68239 Mannheim (DE)
  • Küber, Mathias, Dipl.-Ing.
    68775 Ketsch (DE)

(74) Vertreter: Rupprecht, Klaus, Dipl.-Ing. et al
c/o ABB Patent GmbH, Postfach 10 03 51
68128 Mannheim
68128 Mannheim (DE)

   


(54) Kombinationsschaltgerät


(57) Die Erfindung betrifft ein Kombinationsschaltgerät mit einem Schütz und einem daran befestigten thermischen Überstromrelais, wobei das Schütz (10a) mit dem eine elektronische Auswerteeinheit (24) enthaltenden Überstromrelais (10b) mittels einer Rastverbindung (25, 26; 27, 28) verbindbar und nach der Montage verbunden ist. Im Überstromrelais (10b) sind Stromwandler (21) vorgesehen, durch die mit dem Schütz verbindbare und im montierten Zustand verbundene Kupplungsleiter (19) hindurchgreifen.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Kombinationsschaltgerät mit einem Schütz und einem daran befestigten thermischen Überstromrelais.

[0002] Bekannte Überstromrelais besitzen aus einer Seitenwandung herausragende, steife Leiterstücke, die in die Anschlußklemmen des Schützes hineingesteckt und darin befestigt werden. Damit wird das Überstromrelais über die Leiterstücke und die Anschlußklemmen des Schützes an dem Schütz fixiert. Da die Leiterstücke dauernd aus dem Gehäuse des Überstromrelais herausragen, können sie sich bei Lagerung verbiegen, was dann Montageprobleme mit sich bringen kann.

[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Kombigerät zu schaffen, bei dem diese Nachteile vermieden sind.

[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Schütz mit dem Überstromrelais mittels einer Rastverbindung verbindbar ist, und daß im Überstromrelais Stromwandler vorgesehen sind, durch die Kupplungsleitungen hindurchsteckbar sind, die mit Anschlußklemmen am Schütz elektrisch leitend verbunden sind.

[0005] Damit sind an dem Überstromrelais keine vorstehenden Leiterstücke mehr vorgesehen; Lagerhaltungsprobleme ergeben sich durch solche sperrig vorstehenden Leiter nicht mehr.

[0006] Daß das Überstromrelais in diesem Fall ein sog. elektronisches Relais ist, mit dem Überströme elektronisch erfaßt werden, ist hier Voraussetzung.

[0007] Das Gehäuse des Überstromrelais besitzt in der dem Schütz zugewandten Seitenwandung Löcher, die mit den Öffnungen der Stromwandler innerhalb des Überstromrelais fluchten.

[0008] Dabei sind am Überstromrelais Rastarme vorgesehen, die im montierten Zustand hinter Vorsprünge am Schütz einrasten.

[0009] Anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist, sollen die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen und weitere Vorteile der Erfindung näher erläutert und beschrieben werden.

Es zeigt die einzige Fig. eine Teilschnittansicht eines Schützes mit einem Überstromrelais.



[0010] An einem Schütz 10a, dessen Außengehäuse mit 11 bezeichnet ist, wird ein Überstromrelais 10b angeschlossen. An der Innenseite der Seitenwandung 12 des Schützes befinden sich Vorsprünge 13, 14 die senkrecht nach innen, also ins Innere des Schützes, vorragen. In der oberen und unteren Wandung (siehe Zeichnung) sind Öffnungen 15, 16 vorgesehen, deren Wirkungsweise weiter unten erläutert wird. An der dem Schütz benachbarten Wand 17 des Überstromrelais 10b ist eine der Anzahl von Durchsteckleitungen 19 entsprechende Anzahl von Öffnungen 18 vorgesehen, hinter denen jeweils ein Wandler 21 angeordnet ist, der eine Öffnung 21a aufweist, die mit den Löchern 18 fluchten. An einer Anschlußklemme 20 im Schütz ist der Durchsteckleiter 19 befestigt, dessen im Inneren des Überstromrelais 10b befindliches Ende mittels einer Schraubenverbindung 29 mit einem Anschluß 22 verbunden ist, der an einer elektronischen Einheit 24 angeschlossen ist und zu einer nicht näher dargestellten Anschlußklemme am Überstromrelais 10b verläuft.

[0011] Der Wandler 21 besitzt eine nicht dargestellte Wicklung, deren Wicklungsenden 30, 31 mit der elektronischen Auswerteeinheit 24 elektrisch leitend verbunden sind. Durch den Leiter 19 durchfließender Strom wird in dem Stromwandler 21 detektiert und von der Auswerteeinheit 24 ausgewertet; bei Überschreiten eines bestimmten Stromwertes werden die Kontaktstellen im Schütz geöffnet.

[0012] An der Wandung 17 sind Rastarme 25 und 26 angeformt, die mit Rastnasen 27 und 28 hinter die Vorsprünge 13, 14 greifen, so daß das Überstromrelais 10b am Schütz 10a durch Verrastung festgelegt werden kann. Die Öffnungen 15 und 16 dienen dazu, daß die Arme 25 und 26 nach außen ausbiegen können. Die Öffnungen, durch die die Arme hindurchgreifen, sind mit den Bezugsziffern 32 und 33 bezeichnet.

[0013] Die Anordnung ist dreiphasig, benutzt also für jede Phase eine Anschlußklemme 20, einen Leiter 19 und einen Wandler 21.


Ansprüche

1. Kombinationsschaltgerät mit einem Schütz und einem daran befestigten thermischen Überstromrelais, dadurch gekennzeichnet, daß das Schütz (10a) mit dem eine elektronische Auswerteeinheit (24) enthaltenden Überstromrelais (10b) mittels einer Rastverbindung (25, 26; 27, 28) verbindbar und nach der Montage verbunden ist, und daß im Überstromrelais (10b) Stromwandler (21) vorgesehen sind, durch die mit dem Schütz verbindbare und im montierten Zustand verbundene Kupplungsleiter (19) hindurchgreifen.
 
2. Kombinationsschaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse des Überstromrelais (10b) in der dem Schütz (10a) zugewandten Wandung (17) Löcher (18) aufweist, die mit den Öffnungen (21a) der Stromwandler (21) fluchten.
 
3. Kombinationsschaltgerät nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Überstromrelais (10b) Rastarme (25, 26; 27, 28) vorgesehen sind, die im montierten Zustand hinter Vorsprüngen (13, 14) am Schütz einrasten und das Überstromrelais (10b) am Schütz (10a) festhalten.
 




Zeichnung