[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Klemmenabdeckung mit einem kastenrohrförmigen
Gehäuse, in das eine Rahmenklemme zum Anschluß eines elektrischen Leiters eingeschoben
ist und das an seiner Vorderseite mit einer Schutzabdeckung versehen ist, die als
Berührschutz gegenüber den angeschlossenen Leitern dient, wobei mehrere von der Oberseite
des Gehäuses unterschiedlich beabstandete Klemmstellen zum Anschluß von elektrischer
Leiter vorgesehen sind.
[0002] Eine gattungsgemäße Klemmenabdeckung ist aus der DE 39 32 502 C2 bekannt. Die aus
drei kastenrohrförmigen Gehäusen 2 zwei zusammengesetzte Klemmenabdeckung 1 wird gemäß
FIG 9 jeweils an den Seitenwänden eines elektrischen Geräts 3, z.B. eines Schützes,
angebracht. In die kastenrohrförmigen Gehäuse 2 ist jeweils eine Rahmenklemme 4 eingeschoben,
die aus einem Rahmen 5 und einem Klemmbügel 6 besteht. In den Rahmen 5 ist ein Gewinde
für eine Anschlußschraube 7 eingebracht. Aus dem elektrischen Gerät 3 ragen Stromschienen
8 heraus, auf die die Rahmenklemmen 4 aufgeschoben werden. Eine Rahmenklemme 4 bildet
zusammen mit einer Stromschiene 8 eine vordere 9 und eine hintere Klemmstelle 10 zum
Anschluß elektrischer Leiter, wobei die Klemmstellen 9,10 von der Oberseite 12 der
Klemmenabdeckung 1 unterschiedlich beabstandet sind. Gemäß FIG 10 sind die kastenrohrförmigen
Gehäuse 2 an der Vorderseite im unteren Bereich jeweils mit einer Öffnung 13 versehen,
über die die elektrischen Leiter in der vorderen 9 und/oder hinteren Klemmstelle 10
anschließbar sind.
[0003] Als Berührschutz gegenüber den angeschlossenen Leitern ist eine an der Vorderseite
der Klemmenabdeckung 1 aufsteckbare Schutzabdeckung 14 bekannt wie sie in FIG 11 dargestellt
ist.
[0004] Die Schutzabdeckung 14 ist derart ausgeprägt, daß im Lieferzustand die vordere Klemmstelle
mit einer Kunststoffwand 15 abgedeckt ist, so daß nur die hintere Klemmstelle zum
Anschluß nutzbar ist und dabei zugleich hierfür ein Berührschutz gegeben ist. Zum
Anschluß elektrischer Leiter in der vorderen Klemmstelle muß die Kunststoffwand 15
von der Schutzabdeckung 14 abgetrennt werden. FIG 12 zeigt eine Seitenansicht der
Schutzabdeckung 14.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Klemmenabdeckung der obengenannten
Art derart zu verbessern, daß unabhängig von der jeweils genutzten Klemmstelle mit
der Schutzabdeckung auf einfache Weise ein Berührschutz herstellbar ist.
[0006] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Abdeckung in Anpassung der jeweils zum Anschluß
genutzten Klemmstellen verschiebbar ist.
[0007] Die verschiebbare Schutzabdeckung ist gemäß Anspruch 2 gegenüber der Klemmenabdeckung
in verschiedenen Stellungen verrastbar und wird dadurch auf einfache und vorteilhafte
Weise fixiert.
[0008] Als besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, wenn gemäß Anspruch 3 die Schutzabdeckung
ein Rastprofil zur Verrastung mit der Klemmenabdeckung aufweist.
[0009] Die Verrastung in verschiedenen Stellungen ist in besonders einfacher Weise gemäß
Anspruch 4 dadurch erreichbar, daß die Schutzabdeckung einen federnden Lappen mit
quer zur Verschieberichtung der Schutzabdeckung verteilten Schnapphaken aufweist,
die am Gehäuse der Klemmenabdeckung verrastbar sind.
[0010] Eine Ausführungsform der Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
- FIG 1
- eine perspektivische Ansicht einer Klemmenabdeckung mit Schutzabdeckung in oberer
Stellung,
- FIG 2
- eine perspektivische Ansicht einer Klemmenabdeckung mit Schutzabdeckung in unterer
Stellung,
- FIG 3
- eine Schnittansicht einer Klemmenabdeckung mit Schutzabdeckung bei angeschlossenem
Leiter großen Querschnitts in der vorderen Klemmstelle,
- FIG 4
- eine Schnittansicht einer Klemmenabdeckung mit Schutzabdeckung bei angeschlossenem
elektrischen Leiter geringen Querschnitts in der vorderen Klemmstelle,
- FIG 5
- eine Schnittansicht einer Klemmenabdeckung mit Schutzabdeckung mit angeschlossenem
elektrischen Leiter geringen Querschnitts in der hinteren Klemmstelle,
- FIG 6
- eine Rückansicht einer Schutzabdeckung mit Schnapphaken an federnden Lappen,
- FIG 7
- eine Seitenansicht der Schutzabdeckung gemäß FIG 6,
- FIG 8
- eine perspektivische Ansicht einer Klemmenabdeckung mit einer Schutzabdeckung gemäß
FIG 6,7,
- FIG 9
- ein elektrisches Gerät mit seitlich angebrachten Klemmenabdeckungen nach dem Stand
der Technik,
- FIG 10
- eine Klemmenabdeckung gemäß dem Stand der Technik und
- FIG 11,12
- eine Schutzabdeckung nach dem Stand der Technik.
[0011] Für die nachfolgende Beschreibung des Ausführungsbeispiels wird von dem in der Beschreibungseinleitung
ausgeführten Aufbau bekannter Klemmenabdeckungen und Schutzabdeckungen ausgegangen,
und es werden die dort verwendeten Bezugszeichen übernommen.
[0012] FIG 1 zeigt in perspektivischer Ansicht eine Klemmenabdeckung 1 mit an ihrer Vorderseite
verschiebbar gehalteter Schutzabdeckung 14 in einer oberen Stellung, wodurch der Berührschutz
von in der vorderen Klemmstelle 9 angeschlossenen elektrischen Leitern 11 gewährleistet
ist.
[0013] In FIG 2 ist die Klemmenabdeckung 1 mit der Schutzabdeckung 14 dargestellt, die sich
hier allerdings in einer unteren Position befindet und zum Berührschutz in der hinteren
Klemmstelle 10 angeschlossener elektrischer Leiter 11 dient.
[0014] Die Schnittdarstellung gemäß FIG 3 zeigt die Klemmenabdeckung 1 mit Schutzabdeckung
14 bei angeschlossenem elektrischen Leiter 11 großen Querschnitts in der vorderen
Klemmstelle 9, d.h. zwischen der Stromschiene 8 und dem Rahmen 5 der Rahmenklemme
4. Die Schutzabdeckung 14 weist ein sägezahnförmiges Rastprofil 16 auf, in das ein
Steg bzw. eine Rippe 17 an der Vorderwand der Klemmenabdeckung 1 eingreift und somit
die Schutzabdeckung 14 hier in einer oberen Stellung fixiert. Wie aus FIG 3 ersichtlich,
kann zusätzlich ein weiterer elektrischer Leiter 11 in der hinteren Klemmstelle 10
zwischen der Stromschiene 8 und dem Rahmen 5 angeschlossen werden. Bei Verwendung
eines elektrischen Leiters 11 mit gegenüber der Ausführungsform nach FIG 3 kleineren
Querschnitt wird die Schutzabdeckung 14 gemäß FIG 4 nach unten verschoben, um den
Berührschutz zu gewährleisten.
[0015] Die Schutzabdeckung 14 wird noch weiter bei Anschluß eines elektrischen Leiters 11
in der hinteren Klemmstelle 10 nach unten verschoben, wie es FIG 5 zeigt.
[0016] Alternativ zum vorbeschriebenen Rastprofil kann die Verrastung mit einer rückseitig
gemäß FIG 6 ausgeführten Schutzabdeckung 14 erfolgen. Hier ist die Schutzabdeckung
14 im oberen Bereich zu beiden Seiten mit federnden Lappen 18 versehen, die quer zur
Verschieberichtung der Schutzabdeckung 14 verteilte Schnapphaken 19 aufweisen. Eine
feinstufige Verrastung wird durch eine entsprechend feinstufige Verteilung der Schnapphaken
19 auf die beiden Lappen 18 erreicht. Am mittleren großen Lappen 20 der Schutzabdeckung
14 sind zwei Führungsprofile 21 angeformt, die in Zusammenwirkung mit Schlitzen in
der Vorderwand der Klemmenabdeckung 1 (siehe Abb. 8) die Verschiebung ermöglichen.
[0017] FIG 7 zeigt eine Seitenansicht der Schutzabdeckung 14 mit den an den federnden Lappen
18 angeformten Schnapphaken 19 und dem Führungsprofil 21 am großen Lappen 20.
[0018] In FIG 8 ist in einer perspektivischen Ansicht die Schutzabdeckung gemäß FIG 6,7
im zusammengebauten Zustand mit der Klemmenabdeckung 1 dargestellt.
1. Klemmenabdeckung (1) mit einem kastenrohrförmigen Gehäuse (2), in das eine Rahmenklemme
(4) zum Anschluß eines elektrischen Leiters (11) eingeschoben ist und das an seiner
Vorderseite mit einer Schutzabdeckung (14) versehen ist, die als Berührschutz gegenüber
angeschlossenen Leitern (11) dient, wobei mehrere von der Oberseite (12) des Gehäuses
(2) unterschiedlich beabstandete Klemmstellen (9,10) zum Anschluß elektrischer Leiter
(11) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzabdeckung (14) in Anpassung der jeweils zum Anschluß genutzten Klemmstellen
(9,10) verschiebbar ist.
2. Klemmenabdeckung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzabdeckung (14) gegenüber der Klemmenabdeckung (1) in verschiedenen
Stellungen verrastbar ist.
3. Klemmenabdeckung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzabdeckung (14) ein Rastprofil (16) zur Verrastung mit der Klemmenabdeckung
(1) aufweist.
4. Klemmenabdeckung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzabdeckung (14) einen federnden Lappen (18) mit quer zur Verschieberichtung
der Schutzabdeckung (14) verteilten Schnapphaken (19) aufweist, die am Gehäuse (2)
der Klemmenabdeckung (1) verrastbar sind.