[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Tor mit einem zwischen Schließ- und Öffnungsstellung
über Kopf bewegbar geführten Torblatt, beispielsweise Hub-, Deckenglieder-, Roll-,
Kipp- oder Schwingtor, und mit einer einen Endes an das Torblatt angeschlossenen und
anderen Endes ortsfest gehaltenen Gewichtsausgleichseinrichtung, die eine oder mehrere
Schraubenfedereinheiten umfaßt, die oder deren zumindest eine aus wenigstens zwei
parallel belastet betriebenen Schraubenfedern besteht, deren jeweils innere Feder
einen kleineren Wendelaußendurchmesser als der Wendelinnendurchmesser der jeweils
äußeren Feder aufweist, die koaxial ineinander bzw. einander umfassend angeordnet
sind und deren eine Feder in derselben Federlängsachsrichtung gesehen linksumlaufend
und deren jeweils benachbarte Feder rechtsumlaufend gewendelt ist, so daß sich die
Wendel benachbarter Federn kreuzen.
[0002] Es ist bekannt, bei Toren mit über Kopf bewegbaren Torblättern Gewichtsausgleichsmaßnahmen
zu ergreifen, die es ermöglichen, die auf das Torblatt zu dessen Bewegung zwischen
der Schließ- und Öffnungsbewegung erforderliche Kraft klein zu halten. Neben sogenannten
Torsionsfedern, die über eine Gewichtsausgleichswelle mittels Seilen auf die Torblätter
einwirken, werden auch Schraubenfedern verwendet, und zwar sowohl solche, die auf
Zug beansprucht werden, wie auch solche, die durch Druck beaufschlagt arbeiten.
[0003] Vor allem bei Verwendung der letztgenannten Schraubenfedern sind Schutzmaßnahmen
gegen das Abschleudern von Federteilen wichtig, die bei Federbruch entstehen können,
wobei sowohl Schutzeinrichtungen in Form rohrförmiger Hülsen, die gegebenenfalls bei
Federbeaufschlagung teleskopartig ineinander schiebbar sind, wie auch solche, die
durch den von der Wendel der jeweiligen Feder umgriffenen Raum geführt sind und damit
bei Federbruch entstehende Federteile auffangen.
[0004] Bei den von Hülsen umgriffenen Schraubenfedern wird der Hülsendurchmesser um so größer,
je größer der Durchmesser der Federwendel ist, und zwar derart im Zusammenhang mit
der Federkennlinie, daß der Wendeldurchmesser bei höhere Kräfte aufnehmenden Federn
größer ist als bei solchen geringerer aufzunehmender Kraft.
[0005] Bei zugbelasteten Schraubenfedem hat man bereits mehrere weichere Federn in Parallelanordnung
anstelle einer einzelnen entsprechend stärkeren Feder vorgesehen; dann aber muß jede
einzelne dieser weicheren Federn in Parallelanordnung im Zuge der Sicherung mit einem
von der Wendel umgriffenen Raum durchdringenden Schutzelement versehen werden.
[0006] Mit solchen mehreren parallel neben einander angeordneten schwächeren Federn hat
man den Vorteil, daß bei Bruch einer der Federn nicht sogleich die gesamte auf das
Torblatt ausgeübte Kraft verloren geht. In jedem Falle ist der Raumaufwand für die
aus solchen Federn gebildete Federeinheit bestimmter Stärke bzw. bestimmten Kraftspeichervermögens
verhältnismäßig groß.
[0007] Ein Tor mit den eingangs genannten Merkmalen der Gewichtsausgleichseinrichtung ist
aus der DE 25 14 841 A1 bekannt; die dort beschriebene Schraubendruckfederanordnung
bedarf zur Führung der äußeren Druckfeder eines umhüllenden Zylinders, der auch bei
Federbruch gegen das Abschleudern von Federbruchteilen wirksam wird.
[0008] Durch die koaxiale Anordnung zweier oder mehrerer Federn gelingt es, auf geringem
Raum eine Gesamtfedercharakteristik hohen Kraftspeichervermögens unterzubringen, und
zwar sowohl im Vergleich mit einer entsprechend starken, großvolumigen Einzelfeder
als auch im Vergleich mit mehreren parallel nebeneinander plazierten weicheren Federn.
Dabei spielt die enge Zuordnung der koaxial ineinander greifenden bzw. einander umhüllenden
Federn eine besondere Rolle, die dadurch möglich wird, daß benachbarte Federn in ein
und derselben Federachsrichtung gesehen entgegengesetzt umlaufend gewendelt sind,
so daß sich die Wendel dieser benachbarten Federn kreuzen und daher in enge Zuordnung
zueinander gebracht werden können, ohne daß die Gefahr besteht, daß die Wendel der
einen Feder in die Gänge zwischen den Wendeln der anderen Feder eingreifen und diese
damit beeinträchtigen kann.
[0009] Mit der Erfindung soll der Raumbedarf solcher Schraubenfedereinrichtungen geringer
gehalten werden können.
[0010] Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Schraubenfedern in Richtung elastisch
kraftspeichernder Verformung als Zugfedern ausgebildet sind und daß die Enden der
eine Federeinheit bildenden beiden koaxialen Federn wenigstens einen gemeinsamen Endes
im Wendelverlauf endend ausgebildet und auf ein gemeinsames Halteelement aufgeschoben
sind, das einen ersten den Federn zugewandten schmaleren Halteabschnitt zur Aufnahme
der jeweils inneren Feder und daran von der inneren Feder abgewandt anschließenden
breiteren Halteabschnitt zur Aufnahme der jeweils äußeren Feder aufweist, welche Halteabschnitte
an ihren Flanken mit widerhakenförmigen, die aufgeschobenen Wendel der Federn gegen
Abziehen gesichert hintergreifenden Vorsprüngen versehen sind, wobei so viele Halteelemente
an einem gemeinsamen Träger wie anzuschließende Federeinheiten ausgebildet sind.
[0011] Durch den Einsatz der koaxial einander zugeordneten Schraubenfedern als Zugfedern
bedarf es einer Führung der einzelnen Federn bei Zugbelastung nicht, was hinsichtlich
des Raumbedarfes vorteilhaft ist. Dabei dient die jeweils innere Feder als Auffangelement
für Bruchstücke der jeweils äußeren Feder und umgekehrt die äußere Feder als zylindrische
Umhüllung der inneren Feder, so daß bei Bruch einer der Federn die andere das Abschleudern
von Bruchstücken der einen Feder verhindert. Die zugbeanspruchten Schraubenfedern
werden stumpf endend ausgebildet und auf Aufnahmekörper geschoben, wie dies beispielsweise
aus der EP 0 288 061 B1 oder der DE 39 24 947 C2 bekannt ist.
[0012] Bei Verwendung von Zugfedern in horizontaler Erstreckung dienen die einander koaxial
zugeordneten Fedem unterschiedlichen Durchmessers darüber hinaus der gegenseitigen
Halterung gegen Durchhängen.
[0013] In bevorzugter Ausführung sind die aneinander zur Anlage kommenden Federwendelbereiche
durch Zwischenschalten einer Gleitschicht gegen Reibung geschützt, vorzugsweise dadurch,
daß die Federn einen Kuststoffüberzug hoher Gleitfähigkeit erhalten.
[0014] Bei Deckengliedertoren können solche Zugfedereinheiten, wie sie für das eine Federende
aus dem beiliegenden Zeichnungen ersichtlich sind, parallel zu den etwa horizontalen
Laufschienenabschnitten insbesondere seitlich außen von diesen, angeordnet werden.
Die dem Torblatt abgewandten Federenden werden dabei ortsfest gehalten, während die
anderen Federenden über ihre Aufnahmeeinrichtungen mit einer Rolle versehen sind,
die der Seilführung zur Einleitung der Federkräfte in das Torblatt dienen. Im Sinne
einer weiteren Sicherheitssteigerung sind zwei parallele Seile über entsprechende
nebeneinander angeordnete Führungsrinnen der Rolle und entsprechend gestaltete Halterungen
in ihren Endbereichen geführt, wobei in einem der Endbereiche die Seile über eine
Wippe schwenkbar an der Laufschiene gehalten sind, so daß sich die Zugkraftbeaufschlagung
auf beide Seile gleichmäßig verteilt.
[0015] Eine über die Expansions- bzw. Kompressionsstrecke hinweg gesehen gestaffelte Kraft-Weg-Charakteristik
läßt sich dadurch erreichen, daß nicht sämtliche Federn über diese Strecke hinweg
zugleich betätigt werden, sondern daß beispielsweise eine Feder durch entsprechende
Beabstandung ihres Angriff- bzw. Stützelementes bei ungespannter bzw. im entlasteten
Betriebszustand befindlicher Schraubenfedereinheit gehalten ist und erst im Zuge der
Ausdehnung bzw. Zusammendrückung der Federeinheit nach einer gewissen Anfangsstrecke
beaufschlagt wird.
[0016] Bevorzugte Ausführungen ergeben sich aus den Unteransprüchen, insbesondere im Zusammenhang
mit den in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispielen, deren nachfolgende
Beschreibung die Erfindung näher erläutert:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht auf die Innenseite eines Deckengliedertorblattes mit
der Laufschienenanordnung und angedeuteter Gewichtsausgleichseinrichtung;
- Figur 2
- eine Seitenansicht und eine Draufsicht auf den horizontalen und abgesenkten bzw. bogenförmigen
Verlauf der Laufschieneneinrichtung vom Torblatt aus gesehen bzw. in Draufsicht;
- Figur 3
- eine Übersicht über unterschiedliche Ausgestaltungen einer oder mehrerer parallelgeschalteter
Federeinheiten jeweils aus zwei koaxialen Federn sowie ein schematischer Teilschnitt
durch diese Federanordnung;
- Figur 4
- eine vergrößerte Teildarstellung einer der Ausführungen aus Figur 3 in Seitenansicht
und teilgeschnittener Draufsicht;
- Figur 5
- perspektivische Einzeldarstellungen aus Teilbereichen der Figur 1 in vergrößerter
Darstellung.
[0017] Das in Figur 1 schematisch wiedergegebene Deckengliedertor weist ein Torblatt aus
einer Reihe von Paneelen 10 auf, dessen in Schließstellung oberstes 10' und unterstes
10" sich von den übrigen Paneelen unterscheiden. Mit Ausnahme des obersten Paneel
10' sind die übrigen Paneele in bekannter Weise mittels Rollen 11 in sogenannten ersten
Laufschienen aus je einem horizontalen Abschnitt 12, einem bogenförmigen Abschnitt
12' und einem vertikalen Abschnitt beidseitig des Torblattes geführt, während das
oberste Paneel 10' mit in seinem Oberkantenbereich 13 beidseitig angeordneten Rollen
11 in zweiten Laufschienen aus je einem horizontalen Abschnitt 14, einem zur Toröffnung
hin gesehen abgesenkt verlaufenden Abschnitt 14' und endend in einem abgewinkelten
Abschnitt 14" aufgenommen sind.
[0018] Auch diese Ausführung mit zweiten Laufschienen ist bekannt. Das Tor ist mit einer
Gewichtsausgleichseinrichtung 15 versehen, die aus Schraubenzugfedern und zugeordneten
Seilzügen besteht, wie dies grundsätzlich auch bekannt ist, dergestalt, daß sich je
horizontalem Abschnitt der Laufschienen eine Schraubenzugfeder parallel dazu erstreckt,
die gebäudeinnenseitig gehalten und dem Torblatt zugewandt an eine Umlenkrolle angeschlossen
ist, um welche ein Seil herumgeführt ist, das einen Endes im unteren Kantenbereich
des untersten Paneels und anderen Endes ortsfest - im weiteren Sinne an zargenfesten
Teilen - festgelegt ist. Das vorliegende Ausführungsbeispiel zeigt die Anordnung einer
Zugfedereinrichtung an jeder der voneinander abgewandten Seitenbereiche der horizontalen
Laufschienenabschnitte 12 und 14 derart, daß diese Schraubenzugfedereinrichtung den
Raum oberhalb und unterhalb der zugeordneten Laufschienen praktisch nicht beanspruchen.
Der seitliche Platzbedarf der Schraubenzugfedereinrichtungen ist dadurch klein gehalten,
daß diese aus Schraubenzugfedereinheiten 16 bestehen, von denen - in Anpassung an
den Kraftbedarf bzw. das Torblattgewicht und zur Absturzsicherung bei Federbruch -
vorzugsweise mehrere parallel verlaufend untereinander angeordnet sind. Jeder Federeinheit
besteht dabei aus zwei koaxial ineinander bzw. umeinander herum angeordneten einzelnen
Schraubenzugfedern, deren innere 17 und deren zugehörige äußere 18 in ein und derselben
Federachsrichtung gesehen in unterschiedlicher Umlaufrichtung gewendelt sind, so daß
bei Sicht senkrecht zur Federachsrichtung die Wendel der beiden Federn sich unter
spitzen Winkel kreuzen, wie dies aus den Figuren 3 und 4 genauer ersichtlich ist.
[0019] Die jeweils aus einer oder mehreren parallelgeschalteten Federeinheiten 16 bestehenden
Zugfedereinrichtungen je horizontalem Laufschienenabschnitt sind im gebäudefesten
Bereich, nämlich im von der Toröffnung abgewandten Endbereich der horizontalen Laufschienen
12, 14 gehalten - Figur 5 - und weisen an ihrem zusammengefaßten toröffnungsseitigen
Ende eine Umlenkrolle in Form eines Rollenpaares 25 bzw. einer Rolle mit zwei parallelen
Fürhungsrillen auf, über welche zwei Seile 21 geführt sind, die parallel verlaufend
an ihren jeweiligen Enden praktisch an denselben Einrichtungen, nämlich zum einen
an einem gemeinsamen Festlegepunkt 22 bekannter Ausgestaltung im unteren Kantenbereich
23 des in der Schließstellung untersten Paneels 10" und ortsfest im toröffnungsnahen
Endbereich der horizontalen Laufschienen 12, 14, festgelegt sind. Dabei werden die
Seile zwischen dem Umlenkrollenpaar 25 und dem torblattseitigen Festlegepunkt 22 jeweils
über eine Umrichtrolle 24 geführt, um die Lageveränderung des Festlegepunktes mit
der Bewegung des Torblattes gegenüber der gleichbleibenden Federachsrichtung der Federeinheiten
auszugleichen.
[0020] Zur Verdeutlichung der Anordnung der Federeinheiten 16 in räumlicher Zuordnung zu
den horizontalen Laufschienenabschnitten 12, 14 wird auf Figur 2 hingewiesen, in welcher
schematisiert die Federeinheiten aus jeweils zwei koaxial angeordneten Schraubenfedern
entgegengesetzter Wendelung und der Verlauf der Führung der beiden parallelen Seile
pro Federeinrichtung wiedergegeben sind. Aus diesen Figuren - Seitenansicht in der
Mitte schematisiert - ist die Formgebung bzw. räumliche Zuordnung zwischen den horizontalen
Laufschienenabschnitten 14 und 15 und einer Schraubenzugfedereinrichtung aus zwei
untereinander angeordneten Federeinheiten 16 ersichtlich. Der durch Unterbrechung
der Seitenansicht im horizontalen Laufschienenbereich gewonnene Darstellungsraum zeigt
einen Schnitt senkrecht zur Längsrichtung der Laufschienen. Weiterhin ist aus Figur
2 - Seitenansicht - im gebäudeinneren Endbereich des horizontalen Laufschienenabschnitt
14 eine Stanzlochreihe 40 ersichtlich, die mit einem an dem gebäudeinneren Ende der
Federeinheiten 16 befestigten Anker 37 zusammenarbeitet, wie dies noch anhand der
Figur 5 erläutert wird.
[0021] Figur 3 zeigt in einer Art Sprengansicht drei Ausführungsformen von Zugfedereinrichtungen,
wie sie an den Seitenbereichen der horizontalen Laufschienenabschnitte 12 und 14 angeordnet
sind, und zwar in unterschiedlichen Ausführungen, nämlich mit einer einzigen Federeinheit
16, mit zwei und mit drei parallel untereinander angeordneten Federeinheiten 16, deren
jede aus zwei koaxial zueinander angeordneten Federn 17 und 18, deren Längsmittelbereich
verkürzt dargestellt ist. Der jeweiligen Ausführung mit einer, zwei oder drei Federeinheiten
sind beidseitig zugeordnet Träger 30 mit Rollenhaltern 35, 36 und Anker 37 mit Fahnen
38, 39 wiedergegeben, die an die Anzahl der vorgesehenen Federeinheiten 16 durch eine
entsprechende Anzahl von Halteelementen 31, 31', 31" angepaßt ausgebildet sind, wie
dies die Figur ohne weiteres erkennen läßt. Unter den unterschiedlichen Ausführungen
in Seitenansicht ist eine entsprechende Draufsicht wiedergegeben. Die Anschlüsse der
Federn der Federeinheiten an den Halteelementen wird im Zusammenhang mit Figur 4 noch
näher erläutert.
[0022] Figur 3 unten zeigt einen Ausschnitt aus dem Längsverlauf einer Federeinheit aus
zwei koaxialen Federn, nämlich einer inneren Feder 17 und einer diese umgebenden äußeren
Feder 18. Wie angedeutet, sind die beiden Federn 17 und 18 in ein und derselben Richtung
der Federachse 29 in entgegengesetzter Richtung umlaufend gewendelt, d.h. die Federwendel
20 der beiden Federn 17 und 18 kreuzen sich unter spitzem Winkel. Die innere Feder
17 hat einen kleineren Außendurchmesser Da, als der Innendurchmesser Di der äußeren
Feder 18 groß ist. Dadurch können sich die Federn unabhängig voneinander bewegen,
ohne daß Wendelabschnitte der einen Feder in Abstände zwischen benachbarten Wendelabschnitten
der anderen Feder eingreifen, obwohl die Durchmesserdifferenz Di - Da klein gehalten
werden kann. Um eine Reibbeanspruchung zwischen benachbarten Bereichen der Federwendeln
20 herabzusetzen, kann in diesen Abschnitten ein reibarmer Schirm vorgesehen sein,
beispielsweise durch auf die Nachbarbereiche der Wendel beschränkte im Querschnitt
muldenförmige Umreifung der Wendel oder durch deren Umhüllung aus einem entsprechend
gegen Reibungsbeanspruchung unempfindlichen Kunststoff.
[0023] Figur 4 zeigt am Beispiel des dem jeweiligen Umlenkrollenpaar 25 zugeordneten Endbereich
einer Schraubenzugfedereinrichtung aus drei Federeinheiten 16 den Anschluß der Federn
dieser Einheiten über einen zusammenfassenden Träger 30. Der flächig ausgebildete
Träger 30 ist mit drei dem Federeinheiten zugewandt abstrebenden Halteelementen 31,
31' und 31" versehen, die in einer Ebene liegen und jeweils einen schmaleren Halteabschnitt
32 und einen zwischen diesem und dem Träger 30 gelegenen breiteren Halteabschnitt
33 aufweisen. Wie sowohl Seitenansicht als auch Draufsicht in Figur 4 erkennen lassen,
ist die äußere Feder 18 der jeweilig betrachteten Federeinheit 16, die einen größeren
Durchmesser als die innere Feder 17 besitzt, bis in den Nahbereich des Trägers auf
dem breiteren Halteabschnitt 33 aufgeschoben, derart, daß der aufgeschobene Wendelbereich
19 widerhakenförmige Vorsprünge 34 an den Flanken 47 des Halteabschnittes hintergreift
und damit zwar aufgeschoben werden kann aber gegen Abziehen gesichert ist. In gleicher
Weise ist die innere Feder 17 kleineren Durchmessers auf den weiter gegen sie vorspringenden
schmaleren Halteabschnitt 32 des zugehörigen Halteelementes ausgeschoben und gesichert
festgelegt, wobei die um 180° zwischen den beiden Abschnitten 32 und 33 gedrehte Flankengestalt
aus Vorsprüngen 34 und Vertiefungen 48 erkennen läßt, daß die äußere Feder 18 und
die innere Feder 17 entgegengesetzten Wickelsinn aufweisen.
[0024] An dem den Halteelementen 31 ... abgewandten Trägerbereich ist ein Rollenhalter 35
aus einem mit dem Träger 30 einstückigen Wangenlager und einem Lagergegenstück 36
ausgebildet, welch letzterer durch Einhängen mit dem Träger 30 verbunden ist, wie
dies die Draufsicht zeigt; die beiden Teile 35 und 36 sind durch einen Hohlniet zusammengehalten,
der zugleich die Achse für die als Umlenkrollenpaar 25 ausgebildete Umlenkrolle darstellt.
[0025] Figur 5 zeigt eine Reihe von Einzeldarstellungen aus Figur 1 in vergrößerter Darstellung,
nämlich Figur 5a die Ausbildung der längenveränderlichen gebäudeseitigen Festlegung
der durch eine Feder symbolisch wiedergegebenen Schraubenzugfedereinrichtung aus einer
oder mehreren parallel untereinander angeordneten Federeinheiten 16, an deren gebäudeinnenseitigem
Ende ein Anker 37 entsprechend der Darstellung in Figur 3 angeschlossen ist. Der Anker
37 ist wahlweise in eines der Löcher einer Stanzlochreihe 40 einsetzbar, und zwar
mit einer in Richtung der Feder abstrebenden Fahne 39, die bei Einsetzen in ein Stanzloch
unter der Wirkung der Feder 16 in einen Hintergriff mit der Wandung des horizontalen
Laufschienenabschnittes 14 gerät. Eine in Gegenrichtung der Fahne 39 von der Feder
abstrebend ausgebildete Fahne 38 ist mit einer Bohrung versehen, die mit einer der
von der ersten Fahne 39 durchgriffenen Stanzbohrung benachbarten Stanzbohrung zur
Deckung kommt, wenn der Hintergriffvorgang der ersten Fahne 38 Platz gegriffen hat.
Durch diese Stanzbohrung und die Bohrung in der Fahne 38 wird ein Sicherungsbolzen
geführt; diese Vorgänge sind in den Figuren 5a, 5b und 5c wiedergegeben. Der Handhabung
des Ankers 37 in der vorgeschilderten Weise dient ein an diesem ausgebildeter Einhängebügel
46.
[0026] Figur 5d zeigt die ortsfeste Halterung der toröffnungsseitigen Enden der beiden parallelen
Seile 21 pro Torblattseite. Die verdickt ausgebildeten Seilenden 44 sind in Einhängeausbildungen
43 aufgenommen, vorzugsweise nach Art eines Bouwdenverschlusses, in welcher Lage sie
unter der Kraft der an der zugehörigen Umlenkrolle 25 angreifenden Federeinheiten
gehalten sind. Diese als Einhängungen ausgestalteten Festlegeausbildungen sind an
einer Wippe 41 vorgesehen, die um eine Achse 42 verschwenkbar ist, so daß Längendifferenzen
zwischen den beiden Seilen 21 durch Verschwenken der Wippe mit dem Resultat gleicher
Lastverteilung ausgeglichen werden. Im Interesse einer großen Ausgleichsmöglichkeit
sind die Festlegeausbildungen 43 beidseits der Achse 42 weiter von dem Umlenkrollenpaar
25 beabstandet vorgesehen als die Achse 42. Im Sinne einer längenveränderlichen Ausbildung
dieser ortsfesten Halterung ist die Wippe 41 in eine Öffnung einer sich in Längsrichtung
der Laufschienenabschnittes 14 erstreckenden Öffnungsreihe 45 wahlweise einsetzbar,
so daß Justierungen hinsichtlich der einzustellenden Federkraft, der Anpassung an
gegebene Seillängen und an alterungsabhängige Änderungen dieser Werte möglich wird.
[0027] Die verbleibenden Figuren 5e und 5f zeigen die Anordnung der schlaufenförmig ausgebildeten
anderen Enden der Seile 21 an einem Festlegepunkt 22 im Unterkantenbereich 23 des
untersten Paneels 10" sowie Lage und Funktion der Umrichtrolle 24 im gebäudenahen
Bereich des Laufschnienenabschnittes 14 bzw. 14'.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0028]
- 10, 10', 10"
- Torblatt mit oberstem und unterstem Paneel
- 11
- Rollen
- 12, 12', 12"
- erste Laufschienen - horizontaler, bogenförmiger, vertikaler Abschnitt
- 13
- Oberkantenbereich des obersten Paneels
- 14, 14', 14"
- zweite Laufschienen - horizontaler, abgesenkter, abgewinkelter Abschnitte
- 15
- Gewichtsausgleichseinrichtung
- 16
- Schraubenzugfedereinheit = Federeinheit
- 17
- innere Feder
- 18
- äußere Feder
- 19
- aufgeschobener Wendelbereich
- 20
- Federwendel
- 21
- Seile
- 22
- Festlegepunkte
- 23
- unterer Kantenbereich des unteren Paneels
- 24
- Umrichtrollen
- 25
- Umlenkrollenpaare
- 26
- ortsfeste Halterung der Seile
- 27
- Seitenbereiche der horizontalen Laufschienenabschnitte
- 28
- gebäudeseitige Festlegung der Federeinheiten
- 29
- Federachse
- 30
- Träger
- 31, 31', 31"
- Halteelemente
- 32
- Halteabschnitte - schmalere
- 33
- Halteabschnitte - breitere
- 34
- Vorsprünge
- 35
- Rollenhalter
- 36
- Rollenhalter - Gegenstück
- 37
- Anker
- 38
- längere Fahne
- 39
- kürzere Fahne
- 40
- Stanzlochreihe
- 41
- Wippe
- 42
- Achse
- 43
- Festlegeausbildungen = Einhängeausbildungen
- 44
- verdickte Seilenden
- 45
- Öffnungsreihe
- 46
- Einhängebügel
- 47
- Flanken
- 48
- Vertiefungen
- Di
- Wendelinnendurchmesser
- Da
- Wendelaußendurchmesser
1. Tor mit einem zwischen Schließ- und Öffnungsstellung über Kopf bewegbar geführten
Torblatt (10; 60), beispielsweise Hub-, Deckenglieder-, Roll-, Kipp- oder Schwingtor,
und mit einer einen Endes an das Torblatt (10) angeschlossenen und anderen Endes ortsfest
gehaltenen Gewichtsausgleichseinrichtung (15), die eine oder mehrere Schraubenfedereinheiten
(16; 50) umfaßt, die oder deren zumindest eine aus wenigstens zwei parallel belastet
betriebenen Schraubenfedem (17, 18; 51, 52) besteht, deren jeweils innere Feder (17;
51) einen kleineren Wendelaußendurchmesser (Da) als der Wendelinnendurchmesser (Di)
der jeweils äußeren Feder (18; 52) aufweist, die koaxial ineinander bzw. einander
umfassend angeordnet sind und deren eine Feder in derselben Federlängsachsrichtung
gesehen linksumlaufend und deren jeweils benachbarte Feder rechtsumlaufend gewendelt
ist, so daß sich die Wendel (20) benachbarter Federn (17, 18; 51, 52) kreuzen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schraubenfedern (17, 18) in Richtung elastisch kraftspeichernder Verformung als
Zugfedern ausgebildet sind und
daß die Enden der eine Federeinheit (16) bildenden beiden koaxialen Federn (17, 18) wenigstens
einen gemeinsamen Endes im Wendelverlauf endend ausgebildet und auf ein gemeinsames
Halteelement (31) aufgeschoben sind, das einen ersten den Federn zugewandten schmaleren
Halteabschnitt (32) zur Aufnahme der jeweils inneren Feder (17) und daran von der
inneren Feder abgewandt anschließenden breiteren Halteabschnitt (33) zur Aufnahme
der jeweils äußeren Feder (18) aufweist, welche Halteabschnitte an ihren Flanken (47)
mit widerhakenförmigen, die aufgeschobenen Wendel (19) der Federn (17, 18) gegen Abziehen
gesichert hintergreifenden Vorsprüngen (34) versehen sind, wobei so viele Halteelemente
(31, 31', 31") an einem gemeinsamen Träger (30) wie anzuschließende Federeinheiten
(16) ausgebildet sind.
2. Tor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Federn (17, 18; 51, 52) zumindest an ihren einander zugewandten Wendeloberflächen
reibarm ausgebildet sind.
3. Tor nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Federwendel (20) mit einem Kunststoffüberzug versehen sind.
4. Tor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Halteelement (31, 31', 31") in seinem den Halteabschnitten (32, 33) abgewandten
Bereich als Rollenhalter (35) für die Umlenkrolle (25) oder als Anker (37) für die
Festlegung an der zugehörigen Laufschiene (12) ausgebildet ist.
5. Tor nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Federn einer Schraubenfedereinheit über unterschiedliche Expansions- bzw. Kompressionsstrecken
betrieben sind.
1. A door with a door leaf (10; 60) which can be moved overhead between a closed and
an open position, for example a lifting door, a sectional up-and-over door, a roller
door, a tilting door or a swing-door, and with a weight compensation apparatus (15)
connected to one end of the door leaf (10) and fixed at the other end, including one
or more helical spring units (16; 50) which comprise at least two parallel-loaded
helical springs (17, 18; 51, 52), the respective inner spring (17; 50) of which has
a smaller coil external diameter (Da) than the coil internal diameter (Di) of the
respective outer spring (18; 52), which are disposed coaxially within one another,
or embracing one another, and where seen in the longitudinal direction of the spring,
one spring is coiled anticlockwise and its respective adjacent spring is coiled clockwise
so that the coils (20) of adjacent springs (17, 18; 51, 52) cross, characterised in that the helical springs (17, 18) are configured as tension springs in the direction of
force-saving deformation, and that the ends of the two coaxial springs (17, 18) which
form the one spring unit (16) are configured to end in at least one common end in
the course of the coils and are pushed onto a common holding element (31), which has
a first narrower holding section (32), facing the springs, to receive the respective
interior spring (17) and a wider holding section (33), facing away from the interior
spring, to receive the respective external spring (18), these holding sections being
provided on their sides with barb-shaped projections (34) which, secured against removal,
engage behind the pushed-on coils (19) of the springs (17, 18), wherein there are
an equal number of holding elements (31, 31', 31") and spring units (16), to which
they are to be connected, on a common carrier (30).
2. A door according to claim 1, characterised in that the springs (17, 18; 51, 52) are configured to be low-friction, at least on their
facing coil surfaces.
3. A door according to claim 2, characterised in that the spring coils (20) are provided with a plastic coating.
4. A door according to claim 1, characterised in that the holding element (31, 31', 31'') is configured in its area remote from the holding
sections (32, 33) as a roller holder (35) for the return roller (25) or as an anchor
(37) for fixing to the associated rail (12).
5. A door according to one of claims 1 to 4, characterised in that the springs of a helical spring unit are operated with different expansion and compression
strokes.
1. Porte comportant un panneau (10 ; 60) qui, entre sa position de fermeture et sa position
d'ouverture passe au-dessus de la tête, par exemple porte levante, porte à organes
au plafond, porte roulante, porte basculante ou oscillante, porte dans laquelle,
- un dispositif d'équilibrage de poids (15) est raccordé à une de ses extrémités au
panneau de porte (10) et maintenu fixement à son autre extrémité,
- ce dispositif d'équilibrage (15) comprend un ou plusieurs ensembles de ressorts
hélicoïdaux (16; 50) dont au moins un est composé d'au moins deux ressorts hélicoïdaux
(17, 18; 51, 52) chargés en parallèle, disposés coaxialement c'est-à-dire l'un dans
l'autre ou l'un entourant l'autre,
- chaque ressort interne (17; 51) a un diamètre externe des spires (Da) qui est inférieur
au diamètre interne des spires (Di) du ressort externe correspondant,
- un ressort et le ressort voisin, observés selon leur direction axiale commune présentent
des spires tournant à gauche pour l'un, à droite pour l'autre, de sorte que les spires
(20) de ressorts voisins (17, 18; 51, 52) se croisent,
caractérisée en ce que
- les ressorts hélicoïdaux (17, 18) se déforment élastiquement avec accumulation d'énergie
en tant que ressorts de traction,
- les extrémités des deux ressorts coaxiaux (17, 18) constituant une unité élastique
(16) sont glissées sur un élément de maintien (31) commun qui présente en face des
ressorts une première section de maintien (32) plus étroite pour accueillir le ressort
interne (17) suivie, en s'éloignant du ressort interne, d'une section de maintien
(33) plus large pour accueillir le ressort externe (18),
- les sections de maintien (32, 33) présentent sur leurs flancs (47) des saillies
(34) en forme de crochets de retenue, venant en prise derrière les spires emmanchées
(19) des ressorts (17, 18) en les garantissant contre une séparation par traction,
et
- il y a, sur un support commun (30) autant d'éléments de maintien (31, 31', 31")
que d'unités élastiques (16) à raccorder.
2. Porte selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
les ressorts (17, 18; 51, 52) sont constitués de manière à présenter peu de frottement
sur les surfaces en regard de leurs spires respectives.
3. Porte selon la revendication 2,
caractérisée en ce que
les spires de ressort (20) sont revêtues d'une matière plastique.
4. Porte selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'élément de maintien (31, 31', 31"), dans sa zone située à l'opposé des sections
de maintien (32, 33) forme un support (35) de la poulie de renvoi (25), ou un ancrage
(37) servant à fixer l'élément sur le rail de circulation correspondant (12).
5. Porte selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que
les ressorts d'une unité élastique sont mis en action par des mouvements différents
d'expansion ou de compression.