(19)
(11) EP 0 890 009 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
12.06.2002  Patentblatt  2002/24

(21) Anmeldenummer: 97920569.7

(22) Anmeldetag:  01.04.1997
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7E05D 13/00, F16F 3/04
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE9700/660
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9737/097 (09.10.1997 Gazette  1997/43)

(54)

TOR MIT EINER SCHRAUBENFEDER-GEWICHTSAUSGLEICHSEINRICHTUNG

DOOR HAVING A WEIGHT-BALANCING DEVICE USING HELICAL SPRINGS

PORTE AVEC SYSTEME D'EQUILIBRAGE DE POIDS A RESSORTS HELICOIDAUX


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IT LI NL PT SE

(30) Priorität: 29.03.1996 DE 29605912 U
13.09.1996 DE 29615973 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
13.01.1999  Patentblatt  1999/02

(73) Patentinhaber: Hörmann KG Brockhagen
33803 Steinhagen (DE)

(72) Erfinder:
  • HÖRMANN, Thomas, J.
    D-66606 St. Wendel (DE)

(74) Vertreter: Flügel, Otto, Dipl.-Ing. 
Lesser, Flügel & Kastel, Wissmannstrasse 14
81929 München
81929 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 288 061
DE-A- 3 200 982
DE-A- 2 514 841
FR-A- 1 520 692
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Tor mit einem zwischen Schließ- und Öffnungsstellung über Kopf bewegbar geführten Torblatt, beispielsweise Hub-, Deckenglieder-, Roll-, Kipp- oder Schwingtor, und mit einer einen Endes an das Torblatt angeschlossenen und anderen Endes ortsfest gehaltenen Gewichtsausgleichseinrichtung, die eine oder mehrere Schraubenfedereinheiten umfaßt, die oder deren zumindest eine aus wenigstens zwei parallel belastet betriebenen Schraubenfedern besteht, deren jeweils innere Feder einen kleineren Wendelaußendurchmesser als der Wendelinnendurchmesser der jeweils äußeren Feder aufweist, die koaxial ineinander bzw. einander umfassend angeordnet sind und deren eine Feder in derselben Federlängsachsrichtung gesehen linksumlaufend und deren jeweils benachbarte Feder rechtsumlaufend gewendelt ist, so daß sich die Wendel benachbarter Federn kreuzen.

    [0002] Es ist bekannt, bei Toren mit über Kopf bewegbaren Torblättern Gewichtsausgleichsmaßnahmen zu ergreifen, die es ermöglichen, die auf das Torblatt zu dessen Bewegung zwischen der Schließ- und Öffnungsbewegung erforderliche Kraft klein zu halten. Neben sogenannten Torsionsfedern, die über eine Gewichtsausgleichswelle mittels Seilen auf die Torblätter einwirken, werden auch Schraubenfedern verwendet, und zwar sowohl solche, die auf Zug beansprucht werden, wie auch solche, die durch Druck beaufschlagt arbeiten.

    [0003] Vor allem bei Verwendung der letztgenannten Schraubenfedern sind Schutzmaßnahmen gegen das Abschleudern von Federteilen wichtig, die bei Federbruch entstehen können, wobei sowohl Schutzeinrichtungen in Form rohrförmiger Hülsen, die gegebenenfalls bei Federbeaufschlagung teleskopartig ineinander schiebbar sind, wie auch solche, die durch den von der Wendel der jeweiligen Feder umgriffenen Raum geführt sind und damit bei Federbruch entstehende Federteile auffangen.

    [0004] Bei den von Hülsen umgriffenen Schraubenfedern wird der Hülsendurchmesser um so größer, je größer der Durchmesser der Federwendel ist, und zwar derart im Zusammenhang mit der Federkennlinie, daß der Wendeldurchmesser bei höhere Kräfte aufnehmenden Federn größer ist als bei solchen geringerer aufzunehmender Kraft.

    [0005] Bei zugbelasteten Schraubenfedem hat man bereits mehrere weichere Federn in Parallelanordnung anstelle einer einzelnen entsprechend stärkeren Feder vorgesehen; dann aber muß jede einzelne dieser weicheren Federn in Parallelanordnung im Zuge der Sicherung mit einem von der Wendel umgriffenen Raum durchdringenden Schutzelement versehen werden.

    [0006] Mit solchen mehreren parallel neben einander angeordneten schwächeren Federn hat man den Vorteil, daß bei Bruch einer der Federn nicht sogleich die gesamte auf das Torblatt ausgeübte Kraft verloren geht. In jedem Falle ist der Raumaufwand für die aus solchen Federn gebildete Federeinheit bestimmter Stärke bzw. bestimmten Kraftspeichervermögens verhältnismäßig groß.

    [0007] Ein Tor mit den eingangs genannten Merkmalen der Gewichtsausgleichseinrichtung ist aus der DE 25 14 841 A1 bekannt; die dort beschriebene Schraubendruckfederanordnung bedarf zur Führung der äußeren Druckfeder eines umhüllenden Zylinders, der auch bei Federbruch gegen das Abschleudern von Federbruchteilen wirksam wird.

    [0008] Durch die koaxiale Anordnung zweier oder mehrerer Federn gelingt es, auf geringem Raum eine Gesamtfedercharakteristik hohen Kraftspeichervermögens unterzubringen, und zwar sowohl im Vergleich mit einer entsprechend starken, großvolumigen Einzelfeder als auch im Vergleich mit mehreren parallel nebeneinander plazierten weicheren Federn. Dabei spielt die enge Zuordnung der koaxial ineinander greifenden bzw. einander umhüllenden Federn eine besondere Rolle, die dadurch möglich wird, daß benachbarte Federn in ein und derselben Federachsrichtung gesehen entgegengesetzt umlaufend gewendelt sind, so daß sich die Wendel dieser benachbarten Federn kreuzen und daher in enge Zuordnung zueinander gebracht werden können, ohne daß die Gefahr besteht, daß die Wendel der einen Feder in die Gänge zwischen den Wendeln der anderen Feder eingreifen und diese damit beeinträchtigen kann.

    [0009] Mit der Erfindung soll der Raumbedarf solcher Schraubenfedereinrichtungen geringer gehalten werden können.

    [0010] Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Schraubenfedern in Richtung elastisch kraftspeichernder Verformung als Zugfedern ausgebildet sind und daß die Enden der eine Federeinheit bildenden beiden koaxialen Federn wenigstens einen gemeinsamen Endes im Wendelverlauf endend ausgebildet und auf ein gemeinsames Halteelement aufgeschoben sind, das einen ersten den Federn zugewandten schmaleren Halteabschnitt zur Aufnahme der jeweils inneren Feder und daran von der inneren Feder abgewandt anschließenden breiteren Halteabschnitt zur Aufnahme der jeweils äußeren Feder aufweist, welche Halteabschnitte an ihren Flanken mit widerhakenförmigen, die aufgeschobenen Wendel der Federn gegen Abziehen gesichert hintergreifenden Vorsprüngen versehen sind, wobei so viele Halteelemente an einem gemeinsamen Träger wie anzuschließende Federeinheiten ausgebildet sind.

    [0011] Durch den Einsatz der koaxial einander zugeordneten Schraubenfedern als Zugfedern bedarf es einer Führung der einzelnen Federn bei Zugbelastung nicht, was hinsichtlich des Raumbedarfes vorteilhaft ist. Dabei dient die jeweils innere Feder als Auffangelement für Bruchstücke der jeweils äußeren Feder und umgekehrt die äußere Feder als zylindrische Umhüllung der inneren Feder, so daß bei Bruch einer der Federn die andere das Abschleudern von Bruchstücken der einen Feder verhindert. Die zugbeanspruchten Schraubenfedern werden stumpf endend ausgebildet und auf Aufnahmekörper geschoben, wie dies beispielsweise aus der EP 0 288 061 B1 oder der DE 39 24 947 C2 bekannt ist.

    [0012] Bei Verwendung von Zugfedern in horizontaler Erstreckung dienen die einander koaxial zugeordneten Fedem unterschiedlichen Durchmessers darüber hinaus der gegenseitigen Halterung gegen Durchhängen.

    [0013] In bevorzugter Ausführung sind die aneinander zur Anlage kommenden Federwendelbereiche durch Zwischenschalten einer Gleitschicht gegen Reibung geschützt, vorzugsweise dadurch, daß die Federn einen Kuststoffüberzug hoher Gleitfähigkeit erhalten.

    [0014] Bei Deckengliedertoren können solche Zugfedereinheiten, wie sie für das eine Federende aus dem beiliegenden Zeichnungen ersichtlich sind, parallel zu den etwa horizontalen Laufschienenabschnitten insbesondere seitlich außen von diesen, angeordnet werden. Die dem Torblatt abgewandten Federenden werden dabei ortsfest gehalten, während die anderen Federenden über ihre Aufnahmeeinrichtungen mit einer Rolle versehen sind, die der Seilführung zur Einleitung der Federkräfte in das Torblatt dienen. Im Sinne einer weiteren Sicherheitssteigerung sind zwei parallele Seile über entsprechende nebeneinander angeordnete Führungsrinnen der Rolle und entsprechend gestaltete Halterungen in ihren Endbereichen geführt, wobei in einem der Endbereiche die Seile über eine Wippe schwenkbar an der Laufschiene gehalten sind, so daß sich die Zugkraftbeaufschlagung auf beide Seile gleichmäßig verteilt.

    [0015] Eine über die Expansions- bzw. Kompressionsstrecke hinweg gesehen gestaffelte Kraft-Weg-Charakteristik läßt sich dadurch erreichen, daß nicht sämtliche Federn über diese Strecke hinweg zugleich betätigt werden, sondern daß beispielsweise eine Feder durch entsprechende Beabstandung ihres Angriff- bzw. Stützelementes bei ungespannter bzw. im entlasteten Betriebszustand befindlicher Schraubenfedereinheit gehalten ist und erst im Zuge der Ausdehnung bzw. Zusammendrückung der Federeinheit nach einer gewissen Anfangsstrecke beaufschlagt wird.

    [0016] Bevorzugte Ausführungen ergeben sich aus den Unteransprüchen, insbesondere im Zusammenhang mit den in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispielen, deren nachfolgende Beschreibung die Erfindung näher erläutert:
    Figur 1
    eine perspektivische Ansicht auf die Innenseite eines Deckengliedertorblattes mit der Laufschienenanordnung und angedeuteter Gewichtsausgleichseinrichtung;
    Figur 2
    eine Seitenansicht und eine Draufsicht auf den horizontalen und abgesenkten bzw. bogenförmigen Verlauf der Laufschieneneinrichtung vom Torblatt aus gesehen bzw. in Draufsicht;
    Figur 3
    eine Übersicht über unterschiedliche Ausgestaltungen einer oder mehrerer parallelgeschalteter Federeinheiten jeweils aus zwei koaxialen Federn sowie ein schematischer Teilschnitt durch diese Federanordnung;
    Figur 4
    eine vergrößerte Teildarstellung einer der Ausführungen aus Figur 3 in Seitenansicht und teilgeschnittener Draufsicht;
    Figur 5
    perspektivische Einzeldarstellungen aus Teilbereichen der Figur 1 in vergrößerter Darstellung.


    [0017] Das in Figur 1 schematisch wiedergegebene Deckengliedertor weist ein Torblatt aus einer Reihe von Paneelen 10 auf, dessen in Schließstellung oberstes 10' und unterstes 10" sich von den übrigen Paneelen unterscheiden. Mit Ausnahme des obersten Paneel 10' sind die übrigen Paneele in bekannter Weise mittels Rollen 11 in sogenannten ersten Laufschienen aus je einem horizontalen Abschnitt 12, einem bogenförmigen Abschnitt 12' und einem vertikalen Abschnitt beidseitig des Torblattes geführt, während das oberste Paneel 10' mit in seinem Oberkantenbereich 13 beidseitig angeordneten Rollen 11 in zweiten Laufschienen aus je einem horizontalen Abschnitt 14, einem zur Toröffnung hin gesehen abgesenkt verlaufenden Abschnitt 14' und endend in einem abgewinkelten Abschnitt 14" aufgenommen sind.

    [0018] Auch diese Ausführung mit zweiten Laufschienen ist bekannt. Das Tor ist mit einer Gewichtsausgleichseinrichtung 15 versehen, die aus Schraubenzugfedern und zugeordneten Seilzügen besteht, wie dies grundsätzlich auch bekannt ist, dergestalt, daß sich je horizontalem Abschnitt der Laufschienen eine Schraubenzugfeder parallel dazu erstreckt, die gebäudeinnenseitig gehalten und dem Torblatt zugewandt an eine Umlenkrolle angeschlossen ist, um welche ein Seil herumgeführt ist, das einen Endes im unteren Kantenbereich des untersten Paneels und anderen Endes ortsfest - im weiteren Sinne an zargenfesten Teilen - festgelegt ist. Das vorliegende Ausführungsbeispiel zeigt die Anordnung einer Zugfedereinrichtung an jeder der voneinander abgewandten Seitenbereiche der horizontalen Laufschienenabschnitte 12 und 14 derart, daß diese Schraubenzugfedereinrichtung den Raum oberhalb und unterhalb der zugeordneten Laufschienen praktisch nicht beanspruchen. Der seitliche Platzbedarf der Schraubenzugfedereinrichtungen ist dadurch klein gehalten, daß diese aus Schraubenzugfedereinheiten 16 bestehen, von denen - in Anpassung an den Kraftbedarf bzw. das Torblattgewicht und zur Absturzsicherung bei Federbruch - vorzugsweise mehrere parallel verlaufend untereinander angeordnet sind. Jeder Federeinheit besteht dabei aus zwei koaxial ineinander bzw. umeinander herum angeordneten einzelnen Schraubenzugfedern, deren innere 17 und deren zugehörige äußere 18 in ein und derselben Federachsrichtung gesehen in unterschiedlicher Umlaufrichtung gewendelt sind, so daß bei Sicht senkrecht zur Federachsrichtung die Wendel der beiden Federn sich unter spitzen Winkel kreuzen, wie dies aus den Figuren 3 und 4 genauer ersichtlich ist.

    [0019] Die jeweils aus einer oder mehreren parallelgeschalteten Federeinheiten 16 bestehenden Zugfedereinrichtungen je horizontalem Laufschienenabschnitt sind im gebäudefesten Bereich, nämlich im von der Toröffnung abgewandten Endbereich der horizontalen Laufschienen 12, 14 gehalten - Figur 5 - und weisen an ihrem zusammengefaßten toröffnungsseitigen Ende eine Umlenkrolle in Form eines Rollenpaares 25 bzw. einer Rolle mit zwei parallelen Fürhungsrillen auf, über welche zwei Seile 21 geführt sind, die parallel verlaufend an ihren jeweiligen Enden praktisch an denselben Einrichtungen, nämlich zum einen an einem gemeinsamen Festlegepunkt 22 bekannter Ausgestaltung im unteren Kantenbereich 23 des in der Schließstellung untersten Paneels 10" und ortsfest im toröffnungsnahen Endbereich der horizontalen Laufschienen 12, 14, festgelegt sind. Dabei werden die Seile zwischen dem Umlenkrollenpaar 25 und dem torblattseitigen Festlegepunkt 22 jeweils über eine Umrichtrolle 24 geführt, um die Lageveränderung des Festlegepunktes mit der Bewegung des Torblattes gegenüber der gleichbleibenden Federachsrichtung der Federeinheiten auszugleichen.

    [0020] Zur Verdeutlichung der Anordnung der Federeinheiten 16 in räumlicher Zuordnung zu den horizontalen Laufschienenabschnitten 12, 14 wird auf Figur 2 hingewiesen, in welcher schematisiert die Federeinheiten aus jeweils zwei koaxial angeordneten Schraubenfedern entgegengesetzter Wendelung und der Verlauf der Führung der beiden parallelen Seile pro Federeinrichtung wiedergegeben sind. Aus diesen Figuren - Seitenansicht in der Mitte schematisiert - ist die Formgebung bzw. räumliche Zuordnung zwischen den horizontalen Laufschienenabschnitten 14 und 15 und einer Schraubenzugfedereinrichtung aus zwei untereinander angeordneten Federeinheiten 16 ersichtlich. Der durch Unterbrechung der Seitenansicht im horizontalen Laufschienenbereich gewonnene Darstellungsraum zeigt einen Schnitt senkrecht zur Längsrichtung der Laufschienen. Weiterhin ist aus Figur 2 - Seitenansicht - im gebäudeinneren Endbereich des horizontalen Laufschienenabschnitt 14 eine Stanzlochreihe 40 ersichtlich, die mit einem an dem gebäudeinneren Ende der Federeinheiten 16 befestigten Anker 37 zusammenarbeitet, wie dies noch anhand der Figur 5 erläutert wird.

    [0021] Figur 3 zeigt in einer Art Sprengansicht drei Ausführungsformen von Zugfedereinrichtungen, wie sie an den Seitenbereichen der horizontalen Laufschienenabschnitte 12 und 14 angeordnet sind, und zwar in unterschiedlichen Ausführungen, nämlich mit einer einzigen Federeinheit 16, mit zwei und mit drei parallel untereinander angeordneten Federeinheiten 16, deren jede aus zwei koaxial zueinander angeordneten Federn 17 und 18, deren Längsmittelbereich verkürzt dargestellt ist. Der jeweiligen Ausführung mit einer, zwei oder drei Federeinheiten sind beidseitig zugeordnet Träger 30 mit Rollenhaltern 35, 36 und Anker 37 mit Fahnen 38, 39 wiedergegeben, die an die Anzahl der vorgesehenen Federeinheiten 16 durch eine entsprechende Anzahl von Halteelementen 31, 31', 31" angepaßt ausgebildet sind, wie dies die Figur ohne weiteres erkennen läßt. Unter den unterschiedlichen Ausführungen in Seitenansicht ist eine entsprechende Draufsicht wiedergegeben. Die Anschlüsse der Federn der Federeinheiten an den Halteelementen wird im Zusammenhang mit Figur 4 noch näher erläutert.

    [0022] Figur 3 unten zeigt einen Ausschnitt aus dem Längsverlauf einer Federeinheit aus zwei koaxialen Federn, nämlich einer inneren Feder 17 und einer diese umgebenden äußeren Feder 18. Wie angedeutet, sind die beiden Federn 17 und 18 in ein und derselben Richtung der Federachse 29 in entgegengesetzter Richtung umlaufend gewendelt, d.h. die Federwendel 20 der beiden Federn 17 und 18 kreuzen sich unter spitzem Winkel. Die innere Feder 17 hat einen kleineren Außendurchmesser Da, als der Innendurchmesser Di der äußeren Feder 18 groß ist. Dadurch können sich die Federn unabhängig voneinander bewegen, ohne daß Wendelabschnitte der einen Feder in Abstände zwischen benachbarten Wendelabschnitten der anderen Feder eingreifen, obwohl die Durchmesserdifferenz Di - Da klein gehalten werden kann. Um eine Reibbeanspruchung zwischen benachbarten Bereichen der Federwendeln 20 herabzusetzen, kann in diesen Abschnitten ein reibarmer Schirm vorgesehen sein, beispielsweise durch auf die Nachbarbereiche der Wendel beschränkte im Querschnitt muldenförmige Umreifung der Wendel oder durch deren Umhüllung aus einem entsprechend gegen Reibungsbeanspruchung unempfindlichen Kunststoff.

    [0023] Figur 4 zeigt am Beispiel des dem jeweiligen Umlenkrollenpaar 25 zugeordneten Endbereich einer Schraubenzugfedereinrichtung aus drei Federeinheiten 16 den Anschluß der Federn dieser Einheiten über einen zusammenfassenden Träger 30. Der flächig ausgebildete Träger 30 ist mit drei dem Federeinheiten zugewandt abstrebenden Halteelementen 31, 31' und 31" versehen, die in einer Ebene liegen und jeweils einen schmaleren Halteabschnitt 32 und einen zwischen diesem und dem Träger 30 gelegenen breiteren Halteabschnitt 33 aufweisen. Wie sowohl Seitenansicht als auch Draufsicht in Figur 4 erkennen lassen, ist die äußere Feder 18 der jeweilig betrachteten Federeinheit 16, die einen größeren Durchmesser als die innere Feder 17 besitzt, bis in den Nahbereich des Trägers auf dem breiteren Halteabschnitt 33 aufgeschoben, derart, daß der aufgeschobene Wendelbereich 19 widerhakenförmige Vorsprünge 34 an den Flanken 47 des Halteabschnittes hintergreift und damit zwar aufgeschoben werden kann aber gegen Abziehen gesichert ist. In gleicher Weise ist die innere Feder 17 kleineren Durchmessers auf den weiter gegen sie vorspringenden schmaleren Halteabschnitt 32 des zugehörigen Halteelementes ausgeschoben und gesichert festgelegt, wobei die um 180° zwischen den beiden Abschnitten 32 und 33 gedrehte Flankengestalt aus Vorsprüngen 34 und Vertiefungen 48 erkennen läßt, daß die äußere Feder 18 und die innere Feder 17 entgegengesetzten Wickelsinn aufweisen.

    [0024] An dem den Halteelementen 31 ... abgewandten Trägerbereich ist ein Rollenhalter 35 aus einem mit dem Träger 30 einstückigen Wangenlager und einem Lagergegenstück 36 ausgebildet, welch letzterer durch Einhängen mit dem Träger 30 verbunden ist, wie dies die Draufsicht zeigt; die beiden Teile 35 und 36 sind durch einen Hohlniet zusammengehalten, der zugleich die Achse für die als Umlenkrollenpaar 25 ausgebildete Umlenkrolle darstellt.

    [0025] Figur 5 zeigt eine Reihe von Einzeldarstellungen aus Figur 1 in vergrößerter Darstellung, nämlich Figur 5a die Ausbildung der längenveränderlichen gebäudeseitigen Festlegung der durch eine Feder symbolisch wiedergegebenen Schraubenzugfedereinrichtung aus einer oder mehreren parallel untereinander angeordneten Federeinheiten 16, an deren gebäudeinnenseitigem Ende ein Anker 37 entsprechend der Darstellung in Figur 3 angeschlossen ist. Der Anker 37 ist wahlweise in eines der Löcher einer Stanzlochreihe 40 einsetzbar, und zwar mit einer in Richtung der Feder abstrebenden Fahne 39, die bei Einsetzen in ein Stanzloch unter der Wirkung der Feder 16 in einen Hintergriff mit der Wandung des horizontalen Laufschienenabschnittes 14 gerät. Eine in Gegenrichtung der Fahne 39 von der Feder abstrebend ausgebildete Fahne 38 ist mit einer Bohrung versehen, die mit einer der von der ersten Fahne 39 durchgriffenen Stanzbohrung benachbarten Stanzbohrung zur Deckung kommt, wenn der Hintergriffvorgang der ersten Fahne 38 Platz gegriffen hat. Durch diese Stanzbohrung und die Bohrung in der Fahne 38 wird ein Sicherungsbolzen geführt; diese Vorgänge sind in den Figuren 5a, 5b und 5c wiedergegeben. Der Handhabung des Ankers 37 in der vorgeschilderten Weise dient ein an diesem ausgebildeter Einhängebügel 46.

    [0026] Figur 5d zeigt die ortsfeste Halterung der toröffnungsseitigen Enden der beiden parallelen Seile 21 pro Torblattseite. Die verdickt ausgebildeten Seilenden 44 sind in Einhängeausbildungen 43 aufgenommen, vorzugsweise nach Art eines Bouwdenverschlusses, in welcher Lage sie unter der Kraft der an der zugehörigen Umlenkrolle 25 angreifenden Federeinheiten gehalten sind. Diese als Einhängungen ausgestalteten Festlegeausbildungen sind an einer Wippe 41 vorgesehen, die um eine Achse 42 verschwenkbar ist, so daß Längendifferenzen zwischen den beiden Seilen 21 durch Verschwenken der Wippe mit dem Resultat gleicher Lastverteilung ausgeglichen werden. Im Interesse einer großen Ausgleichsmöglichkeit sind die Festlegeausbildungen 43 beidseits der Achse 42 weiter von dem Umlenkrollenpaar 25 beabstandet vorgesehen als die Achse 42. Im Sinne einer längenveränderlichen Ausbildung dieser ortsfesten Halterung ist die Wippe 41 in eine Öffnung einer sich in Längsrichtung der Laufschienenabschnittes 14 erstreckenden Öffnungsreihe 45 wahlweise einsetzbar, so daß Justierungen hinsichtlich der einzustellenden Federkraft, der Anpassung an gegebene Seillängen und an alterungsabhängige Änderungen dieser Werte möglich wird.

    [0027] Die verbleibenden Figuren 5e und 5f zeigen die Anordnung der schlaufenförmig ausgebildeten anderen Enden der Seile 21 an einem Festlegepunkt 22 im Unterkantenbereich 23 des untersten Paneels 10" sowie Lage und Funktion der Umrichtrolle 24 im gebäudenahen Bereich des Laufschnienenabschnittes 14 bzw. 14'.

    BEZUGSZEICHENLISTE



    [0028] 
    10, 10', 10"
    Torblatt mit oberstem und unterstem Paneel
    11
    Rollen
    12, 12', 12"
    erste Laufschienen - horizontaler, bogenförmiger, vertikaler Abschnitt
    13
    Oberkantenbereich des obersten Paneels
    14, 14', 14"
    zweite Laufschienen - horizontaler, abgesenkter, abgewinkelter Abschnitte
    15
    Gewichtsausgleichseinrichtung
    16
    Schraubenzugfedereinheit = Federeinheit
    17
    innere Feder
    18
    äußere Feder
    19
    aufgeschobener Wendelbereich
    20
    Federwendel
    21
    Seile
    22
    Festlegepunkte
    23
    unterer Kantenbereich des unteren Paneels
    24
    Umrichtrollen
    25
    Umlenkrollenpaare
    26
    ortsfeste Halterung der Seile
    27
    Seitenbereiche der horizontalen Laufschienenabschnitte
    28
    gebäudeseitige Festlegung der Federeinheiten
    29
    Federachse
    30
    Träger
    31, 31', 31"
    Halteelemente
    32
    Halteabschnitte - schmalere
    33
    Halteabschnitte - breitere
    34
    Vorsprünge
    35
    Rollenhalter
    36
    Rollenhalter - Gegenstück
    37
    Anker
    38
    längere Fahne
    39
    kürzere Fahne
    40
    Stanzlochreihe
    41
    Wippe
    42
    Achse
    43
    Festlegeausbildungen = Einhängeausbildungen
    44
    verdickte Seilenden
    45
    Öffnungsreihe
    46
    Einhängebügel
    47
    Flanken
    48
    Vertiefungen
    Di
    Wendelinnendurchmesser
    Da
    Wendelaußendurchmesser



    Ansprüche

    1. Tor mit einem zwischen Schließ- und Öffnungsstellung über Kopf bewegbar geführten Torblatt (10; 60), beispielsweise Hub-, Deckenglieder-, Roll-, Kipp- oder Schwingtor, und mit einer einen Endes an das Torblatt (10) angeschlossenen und anderen Endes ortsfest gehaltenen Gewichtsausgleichseinrichtung (15), die eine oder mehrere Schraubenfedereinheiten (16; 50) umfaßt, die oder deren zumindest eine aus wenigstens zwei parallel belastet betriebenen Schraubenfedem (17, 18; 51, 52) besteht, deren jeweils innere Feder (17; 51) einen kleineren Wendelaußendurchmesser (Da) als der Wendelinnendurchmesser (Di) der jeweils äußeren Feder (18; 52) aufweist, die koaxial ineinander bzw. einander umfassend angeordnet sind und deren eine Feder in derselben Federlängsachsrichtung gesehen linksumlaufend und deren jeweils benachbarte Feder rechtsumlaufend gewendelt ist, so daß sich die Wendel (20) benachbarter Federn (17, 18; 51, 52) kreuzen,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Schraubenfedern (17, 18) in Richtung elastisch kraftspeichernder Verformung als Zugfedern ausgebildet sind und
    daß die Enden der eine Federeinheit (16) bildenden beiden koaxialen Federn (17, 18) wenigstens einen gemeinsamen Endes im Wendelverlauf endend ausgebildet und auf ein gemeinsames Halteelement (31) aufgeschoben sind, das einen ersten den Federn zugewandten schmaleren Halteabschnitt (32) zur Aufnahme der jeweils inneren Feder (17) und daran von der inneren Feder abgewandt anschließenden breiteren Halteabschnitt (33) zur Aufnahme der jeweils äußeren Feder (18) aufweist, welche Halteabschnitte an ihren Flanken (47) mit widerhakenförmigen, die aufgeschobenen Wendel (19) der Federn (17, 18) gegen Abziehen gesichert hintergreifenden Vorsprüngen (34) versehen sind, wobei so viele Halteelemente (31, 31', 31") an einem gemeinsamen Träger (30) wie anzuschließende Federeinheiten (16) ausgebildet sind.
     
    2. Tor nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Federn (17, 18; 51, 52) zumindest an ihren einander zugewandten Wendeloberflächen reibarm ausgebildet sind.
     
    3. Tor nach Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Federwendel (20) mit einem Kunststoffüberzug versehen sind.
     
    4. Tor nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Halteelement (31, 31', 31") in seinem den Halteabschnitten (32, 33) abgewandten Bereich als Rollenhalter (35) für die Umlenkrolle (25) oder als Anker (37) für die Festlegung an der zugehörigen Laufschiene (12) ausgebildet ist.
     
    5. Tor nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Federn einer Schraubenfedereinheit über unterschiedliche Expansions- bzw. Kompressionsstrecken betrieben sind.
     


    Claims

    1. A door with a door leaf (10; 60) which can be moved overhead between a closed and an open position, for example a lifting door, a sectional up-and-over door, a roller door, a tilting door or a swing-door, and with a weight compensation apparatus (15) connected to one end of the door leaf (10) and fixed at the other end, including one or more helical spring units (16; 50) which comprise at least two parallel-loaded helical springs (17, 18; 51, 52), the respective inner spring (17; 50) of which has a smaller coil external diameter (Da) than the coil internal diameter (Di) of the respective outer spring (18; 52), which are disposed coaxially within one another, or embracing one another, and where seen in the longitudinal direction of the spring, one spring is coiled anticlockwise and its respective adjacent spring is coiled clockwise so that the coils (20) of adjacent springs (17, 18; 51, 52) cross, characterised in that the helical springs (17, 18) are configured as tension springs in the direction of force-saving deformation, and that the ends of the two coaxial springs (17, 18) which form the one spring unit (16) are configured to end in at least one common end in the course of the coils and are pushed onto a common holding element (31), which has a first narrower holding section (32), facing the springs, to receive the respective interior spring (17) and a wider holding section (33), facing away from the interior spring, to receive the respective external spring (18), these holding sections being provided on their sides with barb-shaped projections (34) which, secured against removal, engage behind the pushed-on coils (19) of the springs (17, 18), wherein there are an equal number of holding elements (31, 31', 31") and spring units (16), to which they are to be connected, on a common carrier (30).
     
    2. A door according to claim 1, characterised in that the springs (17, 18; 51, 52) are configured to be low-friction, at least on their facing coil surfaces.
     
    3. A door according to claim 2, characterised in that the spring coils (20) are provided with a plastic coating.
     
    4. A door according to claim 1, characterised in that the holding element (31, 31', 31'') is configured in its area remote from the holding sections (32, 33) as a roller holder (35) for the return roller (25) or as an anchor (37) for fixing to the associated rail (12).
     
    5. A door according to one of claims 1 to 4, characterised in that the springs of a helical spring unit are operated with different expansion and compression strokes.
     


    Revendications

    1. Porte comportant un panneau (10 ; 60) qui, entre sa position de fermeture et sa position d'ouverture passe au-dessus de la tête, par exemple porte levante, porte à organes au plafond, porte roulante, porte basculante ou oscillante, porte dans laquelle,

    - un dispositif d'équilibrage de poids (15) est raccordé à une de ses extrémités au panneau de porte (10) et maintenu fixement à son autre extrémité,

    - ce dispositif d'équilibrage (15) comprend un ou plusieurs ensembles de ressorts hélicoïdaux (16; 50) dont au moins un est composé d'au moins deux ressorts hélicoïdaux (17, 18; 51, 52) chargés en parallèle, disposés coaxialement c'est-à-dire l'un dans l'autre ou l'un entourant l'autre,

    - chaque ressort interne (17; 51) a un diamètre externe des spires (Da) qui est inférieur au diamètre interne des spires (Di) du ressort externe correspondant,

    - un ressort et le ressort voisin, observés selon leur direction axiale commune présentent des spires tournant à gauche pour l'un, à droite pour l'autre, de sorte que les spires (20) de ressorts voisins (17, 18; 51, 52) se croisent,

    caractérisée en ce que

    - les ressorts hélicoïdaux (17, 18) se déforment élastiquement avec accumulation d'énergie en tant que ressorts de traction,

    - les extrémités des deux ressorts coaxiaux (17, 18) constituant une unité élastique (16) sont glissées sur un élément de maintien (31) commun qui présente en face des ressorts une première section de maintien (32) plus étroite pour accueillir le ressort interne (17) suivie, en s'éloignant du ressort interne, d'une section de maintien (33) plus large pour accueillir le ressort externe (18),

    - les sections de maintien (32, 33) présentent sur leurs flancs (47) des saillies (34) en forme de crochets de retenue, venant en prise derrière les spires emmanchées (19) des ressorts (17, 18) en les garantissant contre une séparation par traction, et

    - il y a, sur un support commun (30) autant d'éléments de maintien (31, 31', 31") que d'unités élastiques (16) à raccorder.


     
    2. Porte selon la revendication 1,
    caractérisée en ce que
    les ressorts (17, 18; 51, 52) sont constitués de manière à présenter peu de frottement sur les surfaces en regard de leurs spires respectives.
     
    3. Porte selon la revendication 2,
    caractérisée en ce que
    les spires de ressort (20) sont revêtues d'une matière plastique.
     
    4. Porte selon la revendication 1,
    caractérisée en ce que
    l'élément de maintien (31, 31', 31"), dans sa zone située à l'opposé des sections de maintien (32, 33) forme un support (35) de la poulie de renvoi (25), ou un ancrage (37) servant à fixer l'élément sur le rail de circulation correspondant (12).
     
    5. Porte selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
    caractérisée en ce que
    les ressorts d'une unité élastique sont mis en action par des mouvements différents d'expansion ou de compression.
     




    Zeichnung