[0001] Die Erfindung betrifft einen Lockenwickler zum Herstellen von Dauerwellen.
[0002] Es sind längliche hohlzylinderförmige Lockenwickler zum Einrollen in das Haar bekannt
(DE 19 02 709 A).
[0003] Die bekannten Lockenwickler haben jedoch den Nachteil, dass der Durchmesser des Lockenwicklers
auf die Haarlänge abgestimmt sein muss, da sich sonst der Lockenwickler vom Haar löst.
Mir anderen Worten, für kurze Haare müssen Lockenwickler mit kleinerem Durchmesser
als für lange Haare verwendet werden.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Lockenwickler zu schaffen, der für jede Haarlänge
verwendet werden kann.
[0005] Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass der Lockenwickler aus einem hülsenförmigen
Körper mit einer länglichen Öffnung und einem Stöpsel oder Kern aus gummielastischem
Material, insbesondere Gummi besteht, der zum Festklemmen der Haarspitzen an den Lockenwickler
in die Öffnung steckbar ist.
[0006] Mit dem erfindungsgemäßen Lockenwickler wird die Herstellung von Dauerwellen erleichtert.
Auch ist der zu wählende Lockenwicklerdurchmesser nicht mehr von der Haarlänge abhängig,
d.h., mit ein und demselben Lockenwickler kann erfindungsgemäß sowohl kurzes wie langes
Haar eingerollt werden.
[0007] Dadurch lassen sich Wellen von großer Natürlichkeit und beliebiger Größe herstellen,
ohne dass sich der Lockenwickler von den Haaren löst.
[0008] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines erfndungsgemäßen Lockenwicklers
dargestellt. Darin zeigen
- Fig. 1
- eine Seitenansicht des hülsenförmigen Körpers mit den Endteilen;
- Fig. 2
- einen Querschnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht des Kerns aus gummielastischem Material;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht des Lockenwicklers mit durch den Kern eingeklemmten Haarspitzen
und mit losem Spanngummi;
- Fig. 5
- einen Schnitt entlang der Linie V-V in Fig. 4; und
- Fig. 6
- eine Seitenansicht des Lockenwicklers mit aufgewickelten Haaren, die mit dem Spanngummi
befestigt sind, auf dem Kopf.
[0009] Der Lockenwickler besteht aus einem hülsenförmigen Körper z.B. einem Hohlzylinder
1 aus Kunststoff mit Endteilen 2, die einen größeren Durchmesser als der Hohlzylinder
1 aufweisen. Vorzugsweise sind der Hohlzylinder 1 und die Endteile 2 einstückig ausgebildet.
[0010] Der hülsenförmige Körper 1 weist eine Längsöffnung 1a auf, in die ein Kern oder Stöpsel
3 aus einem gummielastischem Material zum Einklemmen der Haarspitzen 4 einer Haarsträhne
drückbar ist.
[0011] Der zylindrische Kern 3 kann z.B. aus Moosgummi oder einem geschäumten Silikongummi
bestehen. Vorzugsweise ist er aus einem gegenüber chemischen Haarpräparaten beständigen
Material hergestellt.
[0012] Die Breite der Längsöffnung 1a und der Durchmesser des Stöpsels 3 sind so aufeinander
abgestimmt, dass der Stöpsel 3 in den Hohlzylinder 1 nach Einklemmen der Haarspitzen
3 durch Klemmsitz sicher gehalten wird. Der Stöpsel 3 weist eine der Länge des Hohlzylinders
1 entsprechende Länge auf. Zur Verbesserung des Klemmsitzes des Stöpsels 3 in dem
Hohlzylinder 1 können an den einander zugewandten Innenseiten der Endteile 2 konvexe
oder in anderer Weise ausgebildete Vorsprünge 2a vorgesehen sein.
[0013] Im in den Hohlzylinder 1 eingesetzten Zustand bildet der Stöpsel 3 zusammen mit dem
Hohlzylinder 1 einen im wesentlichen zylindrischen Körper (Fig. 5). Zu diesem Zweck
nimmt die Wandstärke des Hohlzylinders 1 im Randbereich zu den Längskanten an der
Längsöffnung 1a ab, wie aus Fig. 2 und 5 ersichtlich.
[0014] Zur Befestigung des Lockenwicklers an den Haaren 4 nach dem Einrollen der Haare bis
zur Kopfhaut 6 weist der Lockenwickler einen Spanngummi 5 oder dgl. sich längs des
Lockenwicklers über die Haare erstreckende Halteeinrichtung auf. Der Spanngummi 5
ist an Vorsprüngen 5a und 5b an den Stirnseiten der beiden Endteile 2 befestigbar.
Der Kern oder Stöpsel 3 muss nicht aus einem gummielastischem Material bestehen, beispielsweise
kann er auch aus einer Hülse, die radial einfedert, oder aus einem starren Material
bestehen, falls der hülsenförmige Körper 1 radial federnde Eigenschaften besitzt.
Auch muss der hülsenförmige Körper 1 nicht zylindrisch sein. Vielmehr kann er ebenso
wie der Kern 3 auch oval ausgebildet sein. Eine runde Ausbildung des zylindrischen
Körpers 1 und des Kerns 3 ist jedoch bevorzugt.
1. Lockenwickler zum Herstellen von Dauerwellen, dadurch gekennzeichnet, dass er aus
einem hülsenförmigen Körper (1) mit einer Längsöffnung (1a) und einem Kern (3) besteht,
der seiner Länge nach in die Längsöffnung (1a) zum Festhalten der Haarspitzen (4)
steckbar ist.
2. Lockenwickler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innen- und Außenseite
des hülsenförmigen Körpers (1) und die Außenseite des Kerns (3) im Querschnitt rund
ausgebildet ist.
3. Lockenwickler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (3) in
dem hülsenförmigen Körper (1) durch Klemmsitz gehalten ist.
4. Lockenwickler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (3) radial und/oder
axial einfedernd ausgebildet ist.
5. Lockenwickler nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (3) aus
einem gummielastischem Material besteht.
6. Lockenwickler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der hülsenförmige Körper
(1) aus Kunststoff besteht.
7. Lockenwickler nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der hülsenförmige Körper (1) an beiden Enden mit Endteilen (2) mit einem größeren
Durchmesser versehen ist.
8. Lockenwickler nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der hülsenförmige
Körper (1) mit seinen beiden Endteilen (2) einstückig ausgebildet ist.
9. Lockenwickler nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
zum Festklemmen der um den hülsenförmigen Körper (1) und dem Kern (3) gewickelten
Haare (4) eine sich über den hülsenförmigen Körper (1) der Länge nach erstreckende
Halteeinrichtung (5) am hülsenförmigen Körper (1) befestigt ist.