[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur lösbaren Halterung eines von
einer Wand abstehenden Trägers nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und 11.
[0002] Durch das DE-U1-296 13 496 ist eine Haltevorrichtung dieser Art bekannt. Der Träger
ist hierbei mittels eines Z-förmig ausgebildeten Beschlagteils in einem einer Öffnung
der Wand eingesetzten Profilteil abgestützt, das mit einer entsprechend gestalteten
Freisparung zur Aufnahme des Beschlagteils versehen ist. Der Träger kann somit zwar
ohne Werkzeug und auf einfache Weise mit dem mit der Wand verspannten Profilteil verrastet
und auch von diesem kurzfristig gelöst werden. Bei unterschiedlich stark bemessenen
Wänden ist jedoch, obwohl sich die Haltevorrichtung in der Praxis bewährt hat, jeweils
eine Anpassung der einzelnen Bauteile an die örtlichen Gegebenheiten vorzunehmen.
Des weiteren erfordert der Einbau des Profilteils mitunter einen größeren Zeitaufwand,
um diesen mit der Wand zu verspannen, so daß der Einsatzbereich der bekannten Haltevorrichtung
begrenzt ist.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Haltevorrichtung der eingangs genannten
Gattung in der Weise auszubilden, daß diese in äußerst kurzer Zeit an Wänden unterschiedlicher
Stärke oder Ausgestaltung anzubringen ist, ohne daß dazu besondere Fachkenntnisse
notwendig sind. Der Bauaufwand, mit dem dies zu bewerkstelligen ist, soll äußerst
gering gehalten werden. Dennoch soll eine stets sichere Abstützung des Trägers gewährleistet
sein.
[0004] Diese Aufgabe wird die Merkmale des Hauptanspruchs 1 und des Nebenanspruchs 11 gelöst.
[0005] In den Unteransprüchen sind vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen der Vorrichtung
nach Anspruch 1 angegeben.
[0006] Wird eine Vorrichtung zur lösbaren Halterung eines von einer Wand abstehenden Trägers
gemäß der Erfindung ausgebildet, so ist es auf sehr einfache Weise möglich, in kurzer
Zeit nicht nur den mit dem in besonderer Weise ausgebildeten Profilstück versehenen
Träger zu montieren und zu demontieren, ohne daß dazu Fachkenntnisse oder ggf. Werkzeuge
erforderlich sind, sondern der Träger kann auch an unterschiedlich stark bemessenen
oder ausgebildeten Wänden befestigt werden. Dies erfolgt einerseits durch die in den
flanschförmigen Schenkel des Profilstückes eingearbeiteten Ausnehmungen und/oder Freisparungen,
wodurch das Profilstück nämlich ohne Schwierigkeiten in Wandteile eingehängt werden
kann. Da das Profilstück durch die Gewichtskraft an dem Wandteil abgestützt ist, ist
trotz der einfachen Gestaltung des Profilstückes stets eine zuverlässige und auch
hoch belastbare Abstützung des Trägers sichergestellt.
[0007] Andererseits wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Vorrichtung einen in eine Wandbohrung
einschiebbaren Einsatz umfaßt, der mit einem Druckelement und einem geschlitzten Ring
so zusammenwirkt, daß sich der Ring mit den genannten Bauteilen und der Bohrungswandung
verspannt und auf diese Weise eine feste Verankerung von Einsatz, geschlitztem Ring
und Druckelement herbeiführt. In dem derart verankerten Einsatz kann das Profilstück
beispielsweise über einen Schenkel eingehängt werden. Sofern eine gewisse Mindestwandstärke
vorhanden ist, kann die erfindungsgemäße Befestigung unabhängig von der Wandstärke
eingesetzt werden.
[0008] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist zur Führung des Rings auf dem Einsatz
an diesem eine Anlaufschräge angebracht, die einer entsprechenden schrägen Anlagefläche
am Einsatz gegenübersteht. Dabei sind die beiden schrägen Flächen so ausgebildet,
daß der Ring sich aufspreizt, wenn er durch Heranziehen des Druckelements auf den
Einsatz in Richtung Bohrungsöffnung geschoben wird. Damit wird eine vergleichsweise
einfache Ausführungsform realisiert, mit der der geschlitzte Ring aufgeweitet und
so an einer Bohrungswandung verspannt werden kann.
[0009] Außerdem ist es besonders günstig, wenn das Druckelement eine Hülse umfaßt, die sich
beim Heranziehen in Richtung Einsatz zumindest teilweise auf diesen aufschiebt. Dadurch
kann eine einfache Führung des Druckelements am Einsatz verwirklicht werden.
[0010] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn das Verbindungsmittel zwischen Einsatz und Hülse
eine Schraube umfaßt, die in Richtung der Bohrungsachse durch eine Bohrung in der
Rückwand des Einsatzes eingesteckt und in der in Bohrungsrichtung dahinterliegenden
Hülse eingeschraubt ist. Dabei ist es bevorzugt die Schraube zentrisch anzuordnen.
Durch Eindrehen der Schraube wird die Hülse in Richtung Einsatz gegen den geschlitzten
Ring gedrückt. Der Ring versucht an den schrägen, konusartigen Anlageflächen auszuweichen
und spreizt sich auf, bis er vollständig an der Bohrungsinnenwandung anliegt und sich
mit dieser verspannt. Das Anbringen der Halterung beschränkt sich somit auf das Festziehen
einer Schraube.
[0011] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Vorrichtung zur lösbaren Halterung
eines von einer Wand abstehenden Trägers wiedergegeben, die nachfolgend im Einzelnen
erläutert sind. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel der Vorrichtung in einer Explosionszeichung in perspektivischer
Darstellung,
- Fig. 2-6
- das bei der Vorrichtung nach Figur 1 verwendete Profilstück, angebracht an unterschiedlich
ausgebildeten Wänden, jeweils in einer Seitenansicht.
- Figur 7
- ein weiters Ausführungsbeispiel in einer Explosionszeichnung in perspektivischer Ansicht,
- Fig 8-12
- das in Figur 7 dargestellte Ausführungsbeispiel in verschiedenen Anwendungsfällen
- Fig. 13
- ein weiteres Ausführungsbeispiel in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht,
- Fig. 14a und b
- einen erfindungsgemäßen geschlitzten Ring, so wie er in dem in Fig. 13 dargestellten
Ausführungsbeispiel eingesetzt wird, in der Seiten- und Vorderansicht und
- Fig. 15a und b
- ein Druckelement in der Seiten- und Vorderansicht, so wie es in dem in Fig. 13 dargestellten
Ausführungsbeispiel zur Anwendung kommt.
[0012] Die in Fig. 1 dargestellte und mit 1 bezeichnete Vorrichtung dient zur lösbaren Halterung
eines Trägers 6 an einer Wand 2 und besteht aus einem als Platte 12 ausgebildeten
Profilstück 11, das mittels angeformter Schenkel 13 und 14 in die Wand 2 eingearbeitete
Schlitze 3 einhängbar ist. Das Profilstück 11 ist hierbei mittels Schrauben 32, die
Bohrungen 33 durchgreifen, fest mit dem von der Wand 2 abstehenden Träger 6 verbunden,
der dazu mit einer Platte 7 versehen ist, in die die Schrauben 32 aufnehmende Gewindebohrungen
34 eingearbeitet sind. Außerdem weist das Profilstück 11 auf der Frontseite eine horizontal
verlaufende Nut 31 auf, in die die Platte 7 eingesetzt und der Träger 6 somit zusätzlich
abgestützt ist.
[0013] Um das Profilstück 11 an unterschiedlich stark bemessenen Wänden 2, 2', 2'' oder
auch an einer mit Sprossen 5 ausgestatteten Wand 2''' unmittelbar oder, wie dies der
Figur 6 zu entnehmen ist, mit Hilfe eines Zwischenstückes 10 befestigen zu können,
sind in die beiden mit Abstand zueinander vertikal übereinander angeordneten Schenkel
13 und 14 des Profilstückes 11 mehrere Ausnehmungen 15, 17 und 19 bzw. Freisparungen
21 und 23 eingearbeitet, durch die Anlageflächen 16, 18, und 20 bzw. Stützflächen
22 und 24 gebildet sind. Außerdem sind an dem gestuft ausgebildeten vertikal unteren
Schenkel 14 auf der den Freisparungen 21 und 23 gegenüberliegenden Seite eine Anlagefläche
25 und an dem Profilstück 11 eine Stützfläche 26 vorgesehen, über die dieses an der
Wand 2 abgestützt ist.
[0014] Bei der Ausgestaltung nach Fig. 2 ist das Profilstück 11 in einen durch die in die
Wand 2 eingearbeiteten Schlitze 3 gebildeten Steg 4 eingehängt, der in die rechteckige
Ausnehmung 17 des winkelförmig gestalteten vertikal oberen Schenkels 13 und in die
Freisparung 21 des Schenkels 14 eingreift. Außerdem liegt der Steg 4 an der Anlagefläche
18 und der Stützfläche 22 an, so daß das Profilstück 11 und somit der Träger 6 gegen
Verkanten gesichert sind und eine zuverlässige Halterung gewährleistet ist.
[0015] Gemäß Fig. 3 greift der durch in die stärker bemessene Wand 2' eingearbeitete Schlitze
3' gebildete Steg 4' in die trapezförmig gestaltete Ausnehmung 19 des Schenkels 13
und in die Freisparung 23 des Schenkels 14 ein. Ein Verkanten wird hierbei durch Anlage
des Steges 4' an der Anlagefläche 20 und der Stutzfläche 24 verhindert.
[0016] Bei der Ausführungsvariante nach Figur 4 übergreift der winkelförmig gestaltete Schenkel
13 die wiederum stärker bemessene Wand 2'' derart, daß der durch die Schlitze 3''
gebildete Steg 4'' in die Ausnehmung 15 eingreift und der Schenkel 14 mit der Anlagefläche
25 auf der Wand 2'' aufliegt. Die Abstützung des Profilstückes 11 ist hierbei durch
die Anlagefläche 16 des Schenkels 13 sowie die an dem Profilstück 11 vorgesehene Stützfläche
26 gewährleistet.
[0017] In Fig. 5 greifen die Sprossen 5 der Wand 2''' in die Ausnehmung 19 des Schenkels
13 und die Freisparung 23 des Schenkels 14 ein, außerdem liegen die Sprossen 5 an
der Anlagefläche 20 und der Stützfläche 24 der Ausnehmung 19 bzw. der Freisparung
23 an. Gemäß Fig. 6 dient zur Halterung des Profilstückes 11 ein profiliert gestaltetes
Zwischenstück 10, das an der Wand 2'' angeschraubt und in seiner Gestaltung den Ausnehmungen
17 und 15 sowie der Freisparung 21 der Schenkel 13 bzw. 14 angepaßt ist.
[0018] Bei allen Ausführungsvarianten kann das Profilstück 11 durch Einführen der Schenkel
13 und 14 in die Schlitze 3,3',3'' bzw. die Sprossen 5 bzw. in das Zwischenstück 10,
in dem der untere Teil des Profilstückes 11 nach vorne geneigt wird, mit den Stegen
4,4' oder 4'' bzw. den Sprossen 5 bzw. das Zwischenstück 10 verrastet und somit kurzfristig
an den unterschiedlich stark bemessenen Wänden 2, 2',2'' oder 2''' angebracht oder
von diesen abgenommen werden.
[0019] Fig. 7 zeigt eine weitere Ausführungsvariante der Erfindung. Die zugehörigen Figuren
8-12 zeigen die entsprechenden Einbaubeispiele.
[0020] Die Vorrichtung 41 gemmäß Fig. 7 besteht aus einem kreisförmigen Profilstück 42 mit
einer frontseitigen Bohrung 43 zur Aufnahme eines Trägers 44. Der vorzugsweise rohrförmige
Träger 44 weist endseitig einen Gewindeanschluß 45 auf, mittels welchem der Träger
44 über eine Schraubverbindung 46 in der Bohrung 43 fixierbar ist. Ein nasenförmiger
Vorsprung 47 dient zusammen mit einer nicht näher dargestellten Nut im Träger 44 als
Fixiersicherung.
[0021] Das Profilstück 42 weist wiederum auf seiner Rückseite einen horizontal vorstehenden
flanschförmigen Schenkel oder Ausleger 48 auf, der ebenso wie das Profilstück 42 im
Querschnitt kreiszylindrisch gehalten ist. Auf seiner Unterseite weist der flanschformige
Schenkel 48 wiederum abgestufte oder treppenförmige Ausnehmungen 50, 51 auf, deren
Breite b1 bzw. b2 derart bemessen ist, daß unterschiedliche Wandstärken der in den
Fig. 8-12 dargestellten Wände 54-60 berücksichtigt bzw. eingeklemmt werden können.
[0022] Das in der Fig. 7 dargestellte, im Querschnitt vorzugsweise kreiszylindrische Profilstück
42 weist einen nach unten gerichteten, im Querschnitt im Wesentlichen rechteckförmigen
Abstützarm 61 auf, der wiederum an seiner Rückseite einen weiteren, horizontal ausgerichteten
flanschförmigen Schenkel oder Ausleger 62 aufweist. Auch dieser flanschförmige Vorsprung
weist an seiner unteren Seite 63 eine U-förmige Ausnehmung 64 auf, die als untere,
vertikale Verlängerung der oberen u-förmigen Ausnehmung 50, ebenfalls mit einer Breite
b1 ausgebildet ist. Auch diese Ausnehmung 63 dient zum Umschließen bzw. zum Einhängen
einer zugehörigen Wand 54.
[0023] Die Verwendung der Vorrichtung 41 ist in verschiedenen Varianten in den Fig. 8-12
dargestellt. Hierfür weist die Wandung eine obere 65 und untere 66 Bohrung auf, die
gemäß Ausführungsbeispiel nach den Fig. 7-12 im Allgemeinen kreiszylindrisch ausgeführt
sind.
[0024] Der Durchmesser D
1 bzw. D
2 der Bohrungen 65, 66 bzw. deren lichte Weite ist derart bemessen, daß zumindest der
Druchmesser D
3 des oberen flanschförmigen Schenkels 48 die Bohrung 65 durchtreten kann (D
1 ≈ D
3). Der Durchmesser D
4 des unteren flanschförmigen Schenkels 62 ist in aller Regel kleiner ausgeführt, als
der Durchmesser D
2 der zugehörigen Wandungsbohrung 66.
[0025] Die Bohrungen 65, 66 in den Wandungen 54ff werden demzufolge derart ausgeführt, daß
der obere und untere Schenkel 48, 62 horizontal eingeführt werden können. Nach der
horizontalen Einführung wird die jeweilige Wandung in eine jeweilige Ausnehmung 50,
51, 64 eingebracht, das heißt die Ausnehmungen 50, 51, 64 umgreifen mit ihren seitlichen
Anlageflächen 52, 53, 67 den jeweiligen Wandungsabschnitt. Demzufolge müssen die Unterkanten
68, 69 der Bohrungen 65, 66 in ihrem Abstand l
1 abgestimmt sein auf den jeweiligen Abstand l
2 der entsprechenden Auflageflächen der Ausnehmungen 50, 51, 64. Dabei kann auch die
untere Abschlußkante 70 des unteren flanschförmigen Schenkels 62 eine entsprechende
Anlagefläche bilden (siehe Fig. 9).
[0026] Wie aus den Fig. 8, 9 ersichtlich, wird demzufolge das Profilstück 42 mit dem oberen
flanschförmigen Schenkel 48 sowie dem unteren flanschförmigen Schenkel 62 in die jeweilige
Bohrung 65, 66 einer unterschiedlichen dicken Wandung 54, 55 horizontal eingesetzt
und nach unten geschoben. Die Breite B
1 der Wandung 54 wird dann beim senkrechten Herabschieben durch die Breite b
1 der Ausnehmungen 50, 64 umschlossen. Gleichermaßen wird die größere Breite B
2 der Wandung 55 durch die hieran angepaßte größere Breite b
2 der Ausnehmung 51 seitlich umfaßt, so daß es zu einer formschlüssigen Einbettung
kommt. Im unteren Bereich steht die untere Abschlußkante 70 als Auflagefläche des
flanschförmigen Schenkels 62 in der Bohrung 66 zur Verfügung. Der untere Schenkel
62 dient zugleich als Verdrehsicherung der Vorrichtung.
[0027] Die weiteren Ausführungsbeispiele nach den Fig. 10-12 stellen Varianten der Erfindung
dar. Die Fig. 10 zeigt einen zusätzlichen Einsatz 71 in einer größeren Bohrung 72
in der Wandung 56. Der Einsatz 71 bildet einen umlaufenden Vorsatzflansch 73, dessen
unterer Bereich 74 eine entsprechende Auflagebohrung bildet, wie dies analog Fig.
9 zeigt. Die Abmessungen der Vorrichtung 41 sind derart bemessen, daß der untere flanschförmige
Schenkel 62 an der Außenwandung 56 aufliegt, während der obere Bereich des Profilstücks
42 am Vorsatzflansch 73 anliegt. Eine Verdrehsicherung ist gegeben durch eine Anlagefläche
76 (siehe Fig. 10), die formschlüssig in eine Aussparung des Einsatzes 71 paßt.
[0028] Die Ausführungsvariante nach Fig. 11 zeigt eine analoge Darstellung zu Fig. 8, wobei
jedoch die Wandung 54 als Wandung 58 gegen eine weitere Wandung 57 verschraubt ist.
Die Schraubverbindung ist mit 75 dargestellt.
[0029] Schließlich zeigt die Darstellung nach Fig. 12 eine kombinierte Verwendung mehrerer
Wandungen 59, 60 deren Gesamtbreite B3 der Breite b2 der Ausnehmung 51 entspricht.
Grundsätzlich sind die Wandungsbreiten in Alleinstellung oder in einer Zusammensetzung
von Wandungen derart bemessen, daß sie formschlüssig von den Ausnehmungen 50, 51 des
oberen flanschförmigen Schenkels 48 umschlossen werden. Im unteren Bereich der Vorrichtung
41 kann im Allgemeinen die untere Abschlußkante 70 des flanschförmigen Schenkels 62
als Auflagefläche verwendet werden und hierbei auch als Verdrehsicherung dienen.
[0030] Die in Fig. 13 dargestellte Vorrichtung 1 zur lösbaren Halterung eines für eine Wandhalterung
dienenden Profilstücks 80 umfaßt einen Einsatz 81, der in eine Bohrung 82 einer Wand
83 einschiebbar ist, einen geschlitzten Ring 84, der auf einen hinteren, verjüngten
Abschnitt 85 des Einsatzes 81 aufgeschoben ist, sowie eine Hülse 86, die in ihrem
vorderen Bereich 87 auf den verjüngten Abschnitt 85 aufgeschoben ist. Das Profilstück
80 ist über einen flanschförmigen Schenkel z.B. in eine Aussparung 95 im Einsatz 81
der Vorrichtung eingehängt. Der geschlitzte Ring 84 sowie die Hülse 86 sind zu besseren
Verständnis jeweils in Alleinstellung in einer Seitenansicht und einer Vorderansicht
in den Figuren 14a und b bzw. 15a und b dargestellt.
[0031] Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 wird durch folgenden Verspannmechanismus in der
Bohrung 82 verankert: Mittels einer Schraube (nicht gezeigt), die in eine z. B. zentrische
Bohrung 88 in der Rückwand 89 des Einsatzes 81 eingesteckt und in einer Bohrung 90
mit entsprechendem Gewinde im Boden 91 der Hülse 86 eingeschraubt ist, wird die Hülse
86 gegen den Einsatz 81 gezogen und schiebt sich dabei weiter über den verjüngten
Abschnitt 85 des Einsatzes 81 gegen den geschlitzten Ring 84. Der geschlitzte Ring
84 liegt jedoch an seinem der Hülse gegenüberliegenden Ende mit einer schrägen konusartigen
Anlagefläche 92 einer entsprechend ausgebildeten Anlaufschräge 93 am Beginn des verjüngten
Abschnitts 85 des Einsatzes 81 gegenüber; so daß eine axiale Bewegung des Rings durch
die Druckkraft der Hülse 86 über die schrägen Flächen auch in eine radiale Bewegung
nach außen umgelenkt wird. Dadurch spreizt sich der Ring, der einen Schlitz 94 besitzt
soweit auf, bis er an der Innenwand der Bohrung 82 anschlägt und sich dort verspannt.
Mit dem Ring sind auch die Hülse 86 und der über die Schraube verbundene Einsatz 81
in der Bohrung 82 fest verankert.
[0032] Der Winkel α der konusartigen, schrägen Anlagefläche am geschlitzten Ring 84 bzgl.
der Bohrungsachse und der entsprechende Winkel der Anlaufschräge am Einsatz 81 beträgt
bspw. 45°.
[0033] Durch den beschriebenen Verspannmechanismus kann eine Vorrichtung bereitgestellt
werden, die sich, sofern ein Mindestmaß nicht unterschritten wird, bei beliebigen
Wandstärken auf einfachste Weise sicher verankern läßt.
[0034] Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene und dargestellte Ausführungsbeispiel
beschränkt. Sie umfaßt auch vielmehr alle Weiterbildungen im Rahmen der Schutzrechtsansprüche.
1. Vorrichtung zur lösbaren Halterung eines für eine Wandhalterung dienenden Profilstücks
(11, 42, 80) an einer Wand (2, 54 - 60, 83), wobei das Profilstück (11, 42) auf seiner
der Wand zugekehrten Seite wenigstens einen horizontal vorstehenden flanschförmigen
Schenkel (13, 14, 48, 62) aufweist, der zum Einhängen in eine Wandungsaussparung (3,
65, 66) oder in ein zugehöriges Zwischenstück dient, dadurch gekennzeichnet, daß der
flanschförmige Schenkel (13, 48, 62) auf seiner nach unten weisenden Flanschfläche
(49, 63) abgestufte oder treppenförmige Ausnehmungen (15, 17, 19, 59, 51, 64) aufweist,
deren horizontale und vertikale Kanten die Auflageflächen bzw. die Anlageflächen für
eine Wandbefestigung bilden, wobei die Breite der Auflageflächen an unterschiedliche
Wandstärken angepaßt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Profilstück (11, 42,
80) einen oberen und einen unteren flanschförmigen Schenkel (13, 14, 48, 62) aufweist,
wobei zumindest der obere flanschförmige Schenkel (13, 48) in eine entsprechende Aussparung
(3, 65) einer Wandung oder ein Zwischenstück eingreift.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das plattenförmig
ausgerichtete Profilstück 11 auf der der Wand (2) zugekehrten Seite zwei mit Abstand
zueinander und vertikal übereinander angeordnete, abstehende flanschförmige Schenkel
(13, 14) aufweist, das in die Schenkel (13, 14) auf den einander zugekehrten bzw.
voneinander abgewandten Innenflächen unterschiedlich gestaltete Ausnehmungen (15,
17, 19) und/oder Freisparungen (21, 23) eingearbeitet sind, daß der vertikal obere
horizontale flanschförmige Schenkel (13) mit Ausnehmungen (15, 17, 19) versehen ist,
die zumindest auf der dem Profilstück (11) abgewandten Seite mit einer Anlagefläche
(16, 18, 20) für ein in dieses einsetzbare Bauteil der Wand (2, 2',2'',2''') oder
einem Zwischenglied (10) ausgestattet ist, daß vorzugsweise der vertikal untere Schenkel
(14) den Ausnehmungen (15, 17, 19) zugeorndete, auf der dem Profilstück abgewandten
Seite offene Freisparungen (21, 23) und/oder Anlageflächen (25) und/oder Ausnehmungen
aufweist und daß vorzugsweise an dem vertikal unteren Schenkel (14) und/oder dem vertikal
oberen Schenkel (13) und/oder an dem Profilstück (11) mindestens eine Stütz- oder
Anlagefläche (22, 24, 25, 26) zur Anlage des Profilstücks (11) an der Wand (2, 2',
2'') oder dem Zwischenglied (10) vorgesehen sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
vertikal obere Schenkel (13) des Profilstücks (11) winkelförmig mit in diesen eingearbeiteten,
im Querschnitt rechteckig oder trapezförmig ausgebildeten Nuten als Ausnehmungen (15,
17, 19) und der vertikal untere Schenkel (14) stufenförmig ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Profilstück (11) mittels eines im Querschnitt zumindest an einer Ausnehmung (17) und
eine Freisparung (21) der Schenkel (13,14) angepaßten Adapters als Zwischenstück (10)
an der Wand 2'' befestigbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Profilstück (11) mit dem Träger (6) zum Beispiel mittels Schrauben (32) fest verbunden
ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Profilstück (11) mittels einer in eine in dieses eingearbeiteten, vorzugsweise horizontal
verlaufenden Nut einsetzbares, an dem Träger (6) angearbeiteten Blatt (7) mit diesem
fest verbindbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein
vorzugsweise im Querschnitt kreisförmiges Profilstück (42) vorgesehen ist, mit zentraler
Bohrung (43) zur Aufnahme eines Trägers (44), der vorzugsweise mit einer Schraubverbindung
(45, 46) an das Profilstück befestigbar ist und das vorzugsweise das Profilstück (42)
in seinem hinteren Bereich einen, im Querschnitt vorzugsweise kreisförmigen flanschförmigen
Schenkel (48) aufweist, der an seiner Unterseite (49) treppenförmige bzw. abgestufte
Ausnehmungen (50, 51) aufweist, zur formschlüssigen Aufnahme eines entsprechenden
Wandungsabschnitt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß dem Profilstück 42 ein im
Querschnitt vorzugsweise rechteckförmige Anstützarm (61) zugeordnet ist, der einen
weiteren flanschförmigen Schenkel (62) bildet, der unterhalb des ersten flanschförmigen
Schenkel (48) angeordnet ist, wobei die flanschförmigen Schenkel (48, 62) in zugehörige
Bohrungen (65, 66) einer Wandung (54, 55) eingreifen.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Profilstück (11, 42) über ein Zwischenstück (10) an einer Wandung oder einem, in eine
Wandungsbohrung (72) einsetzbaren Einsatz (71) befestigbar ist, wobei das Zwischenstück
(10) oder der Wandungseinsatz (71) vertikale und horizontale Aufnahmeflächen aufweist,
die mit den Ausnehmungen (15, 17, 19 bzw. 50, 51, 76) bzw. zugehörige Anlageflächen
abgestimmt sind.
11. Vorrichtung zur lösbaren Halterung eines für eine Wandhalterung dienenden Profilstücks
(11, 42, 80) an einer Wand (2, 54-60, 83), wobei das Profilstück auf seiner der Wand
zugekehrten Seite wenigstens einen horizontal vorstehenden flanschförmigen Schenkel
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (1) einen in eine Wandungsbohrung
(82) einschiebbaren Einsatz (81) zur Aufnahme des wenigstens einen Schenkels umfaßt,
daß ein in der Bohrung angeordnetes Druckelement (86) vorhanden ist, das über lösbare
Verbindungsmittel an den Einsatz heranziehbar ist, und daß ein auf dem Einsatz aufgeschobener,
entlang der Bohrungswandung verlaufender, geschlitzter Ring (84) vorgesehen ist, der
auf dem Einsatz (81) derart geführt ist, daß er sich mit der Bohrungswandung, dem
Druckelement und dem Einsatz bei herangezogenem Druckelement verspannt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur Führung des Rings (84)
auf dem Einsatz (81) der Ring eine schräge Anlagefläche (92) aufweist, die einer entsprechenden
Anlaufschräge (93) am Einsatz (81) gegenüber steht, wobei die Anlaufschräge und die
Anlagefläche so ausgebildet sind, daß der Ring sich aufspreizt, wenn er durch Heranziehen
des Druckelements (86) auf den Einsatz geschoben wird.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckelement
eine Hülse (86) umfaßt, die sich beim Heranziehen auf den Einsatz (81) zumindest teilweise
auf diesen aufschiebt.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verbindungsmittel eine Schraube umfaßt, die in Richtung der Bohrungsachse
durch eine Bohrung (88) in der Rückwand(89) des Einsatzes (81) eingesteckt und in
dem in Bohrungsrichtung dahinter liegenden Druckelement (86) eingeschraubt ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraube zentrisch angeordnet
ist.