[0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiete der Verpackungstechnik und betrifft ein Verfahren
und eine Vorrichtung nach den Oberbegriffen der entsprechenden unabhängigen Patentansprüche.
Das Verfahren und die Vorrichtung dienen der Umreifung von im wesentlichen quaderförmigen
Gegenständen oder von Stapeln von Gegenständen, die auf einem Förderweg in eine Umreifungsposition
gefördert, dort gestoppt und umreift und dann aus der Umreifungsposition weggefördert
werden.
[0002] Es ist bekannt, im wesentlichen quaderförmige Gegenstände oder Stapel von Gegenständen
in einer Umreifungsposition quer zum Förderweg zu umreifen, indem in einem schlaufenförmig
um den Förderweg angeordneten Bandkanal eine von einer Vorratsspule abgespulte Bandschlaufe
positioniert wird, indem der zu umreifende Gegenstand in den Bereich des Bandkanals
gefördert wird, indem das Band aus dem Kanal gezogen und dadurch um den Gegenstand
gelegt wird und indem die um den Gegenstand gelegte Bandschlaufe gespannt, geschlossen
und vom Band der Vorratsspule abgetrennt wird. Der umreifte Gegenstand wird dann aus
der Umreifungsposition weggefördert.
[0003] Vorrichtungen mit Bandkanälen zur Durchführung derartiger Querumreifungen sind beispielsweise
beschrieben in den Publikationen US-4520720 oder DE-3814029. Derartige Vorrichtungen
sind in den verschiedensten Anwendungsbereichen einsetzbar und die damit erstellten
Umreifungen erfüllen die an sie gestellten Bedingungen.
[0004] Ein Nachteil der oben beschriebenen, bekannten Querumreifungs-Vorrichtungen besteht
darin, dass sie kompliziert sind und eine grosse Anzahl von bewegten Teilen benötigen.
Der Bandkanal allein, der über seine ganze Länge für das Einführen der Bandschlaufe
geschlossen und für das Herausziehen der Bandschlaufe geöffnet werden muss, ist ein
sehr komplexer Vorrichtungsteil. Soll die Vorrichtung zusätzlich auch einsetzbar sein
für ein Umreifungsmaterial, dessen Eigensteifigkeit nicht derart gross ist, dass das
Material in den Bandkanal gestossen werden kann, wird der Bandkanal noch komplexer.
[0005] Ein weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtungen mit Bandkanal besteht darin, dass
der Umreifungsvorgang nicht an verschiedene Formate von zu umreifenden Gegenständen
anpassbar ist. Die tur eine Umreifung bereitzustellende Bandschlaufe ist unabhängig
vom Format des zu umreifenden Gegenstandes immer gleich gross. Dies bedeutet, dass
bei der Umreifung kleinerer Formate eine grössere Bandlänge wieder zurückgezogen werden
muss, wodurch die Zykluszeit verlängert wird.
[0006] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Umreifen
von Gegenständen oder von Stapeln von Gegenständen zu schaffen, wobei mit dem Verfahren
und der Vorrichtung die oben genannten Nachteile der bekannten Verfahren und Vorrichtungen,
die demselben Zwecke dienen, behoben werden sollen. Das erfindungsgemässe Verfahren
und die erfindungsgemässe Vorrichtung sollen also einfacher sein als bekannte derartige
Verfahren und Vorrichtungen und sie sollen ohne Nachteile anwendbar sein für die Umreifung
von aufeinander folgenden Gegenständen, die sehr verschiedene Formate, insbesondere
sehr verschiedene Höhen haben.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch das Verfahren und die Vorrichtung wie sie in den
Patentansprüchen definiert sind.
[0008] Das erfindungsgemässe Verfahren besteht im wesentlichen darin, das Umreifungsband,
das sich in einer Ausgangsposition im wesentlichen geradlinig von einer Seite des
Förderweges auf eine gegenüberliegende Seite erstreckt, mit Hilfe von zwei auf den
genannten einander gegenüberliegenden Seiten des Förderweges angeordneten Bandpositionierungsmitteln
zu einem Bandbogen zu formen, den zu umreifenden Gegenstand in den Bandbogen zu fördern
und den Bandbogen im Bereiche der Ausgangsposition des Bandes derart um den Gegenstand
zu spannen, zu einer Umreifung zu schliessen (durch Verbinden beispielsweise mittels
Verschweissung) und abzutrennen, dass der Gegenstand umreift ist und das Band wieder
seine Ausgangsposition einnimmt.
[0009] In der Ausgangsposition verläuft das Band beispielsweise unterhalb des Förderweges
und im wesentlichen quer zu diesem und der Bandbogen, der durch Anheben des Bandes
erzeugt wird, liegt im wesentlichen in einer senkrechten Ebene, sodass die Umreifung
eine Querumreifung ist (Ebene der Umreifung senkrecht zum Förderweg). Mit einem auf
dieselbe Weise erstellten Bandbogen, der von einer im wesentlichen mittig senkrecht
oder waagrecht durch den Förderweg verlaufenden Band-Ausgangsposition ausgeht und
in einer Ebene parallel zum Förderweg liegt, können auch senkrechte oder waagrechte
Längsumreifungen (Ebene der Umreifung parallel zum Förderweg) erstellt werden.
[0010] Der mit Hilfe der Bandpositionierungsmittel aufgespannte Bogen wird durch entsprechende
Steuerung der Bandpositionierungsmittel derart auf den zu umreifenden Gegenstand oder
Stapel abgestimmt, dass die für den aufzuspannenden Bogen zusätzlich zur Ausgangsposition
notwendige Bandlänge in keinem Falle grösser ist als die für die Umreifung notwendige
Bandlänge. Dadurch braucht die Vorrichtung keine Mittel zum Zurückziehen des Bandes,
was die Vorrichtung gegenüber bekannten Umreifungsvorrichtungen vereinfacht und die
Zykluszeit verkürzt. Wie noch zu zeigen sein wird, sind auch die Bandpositionierungsmittel
bedeutend einfacher als ein bekannter Bandkanal, sodass die erfindungsgemässe Vorrichtung
gegenüber Umreifungsvorrichtungen mit Bandkanal in zweifacher Hinsicht einfacher sind.
[0011] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens und der erfindungsgemässen
Vorrichtung besteht darin, dass sie in derselben einfachen Weise anwendbar sind auch
für Umreifungsbänder mit einer sehr geringen Eigensteifigkeit, für Umreifungsbänder
also, die zur Bildung einer Bandschlaufe nicht in einen Bandkanal gestossen werden
könnten. Ferner können auch Bänder verwendet werden, deren Qualität bezüglich Längen-
und Dickenkonstanz und bezüglich Verwindung bedeutend weniger hoch ist als dies bei
Vorrichtungen mit Bandkanal vorausgesetzt werden muss.
[0012] Anhand der folgenden Figuren soll das erfindungsgemässe Verfahren und beispielhafte
Ausführungsformen der erfindungsgemässen Vorrichtung mehr im Detail beschrieben werden.
Dabei zeigen:
- Figuren 1 bis 6
- aufeinanderfolgende Phasen eines Zyklus zur Querumreifung nach dem erfindungsgemässen
Verfahren;
- Figur 7
- eine schematische dreidimensionale Darstellung einer weiteren Vorrichtung zur Durchführung
des erfindungsgemässen Verfahrens zur Erstellung von Querumreifungen (gleiche Phase
wie Figur 2);
- Figuren 8 und 9
- zwei beispielhafte Vorrichtungen zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens
zum Erstellen von Längsumreifungen.
- Figur 10
- eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung als schematische dreidimendionale
Darstellung.
[0013] Figuren 1 bis 6 zeigen anhand einer sehr schematisch dargestellten, beispielhaften Ausführungsform
der erfindungsgemässen Vorrichtung aufeinanderfolgende Phasen eines Umreifungszyklus
(Querumreifung) nach dem erfindungsgemässen Umreifungsverfahren. Die Figuren 1 bis
6 zeigen die Vorrichtung mit Blickwinkel parallel zum Förderweg, auf dem die zu umreifenden
Gegenstände oder Stapel in die Umreifungsposition U gefördert und aus dieser weggefördert
werden. Die Förderrichtung verläuft also senkrecht zur Papierebene der Figuren.
[0014] Die wesentlichen Elemente der erfindungsgemässen Vorrichtung und ihre Funktionen
sind (Figur 1):
- ein Fördermittel 1 (beispielsweise eine Anordnung von Förderbändern, die schematisch
als strichpunktierte Auflagefläche dargestellt sind), mit Hilfe dessen ein zu umreifender
Gegenstand oder Stapel in die Umreifungsposition U gefördert und nach der Umreifung
aus der Umreifungsposition weggefördert wird, wobei die Auflagefläche des Fördermittels
1 im Bereiche der Umreifungsposition eine sich quer über den Förderweg erstreckende
und mindestens für die Umreifung geöffnete Lücke aufweist;
- zwei Bandzuführungsmittel 2 und 2' (beispielsweise Vorratsspule 21, Führungsrolle
22 und Klemmbackenpaar 23) für die Zuführung von Umreifungsband 3 und 3' zur Umreifungsposition
und zur Erzeugung einer Bandspannung (zwischen Vorratsspule 21 und Klemmbackenpaar
23 kann in bekannter Weise auch ein Bandspeicher beispielsweise in Form einer Anordnung
von Tänzerrollen angeordnet sein), welche Bandzuführungsmittel auf einander gegenüberliegenden
Seiten des Förderweges angeordnet sind;
- zwei auf denselben, einander gegenüberliegenden Seiten des Förderwegs angeordnete
Bandpositionierungsmittel 4 und 4' deren distales Ende zur Erzeugung des Bandbogens
im wesentlichen senkrecht verschiebbar ist und eine Bandführung 41 (beispielsweise
wie dargestellt eine Nut oder eine Führungsrolle mit zum Bandverlauf quer angeordneter
Achse) aufweist;
- zwei unterhalb der Auflagefläche der Fördermittel angeordnete, quer zum Förderweg
verschiebbare Bandspann-verbindungs-trenn-Mittel 5 und 5' (beispielsweise wie beschrieben
in der Publikation EP-0592049, Endra) zum Spannen des Bandbogens um einen zu umreifenden
Gegenstand, zum Schliessen des Bandes zu einer Umreifung und zum Abtrennen des um
den Gegenstand geschlossenen Bandes derart, dass das weiter zugeführte Band wieder
die Bandausgangsposition einnimmt.
- Steuermittel (nicht dargestellt) zur Ansteuerung des Fördermittels 1, der Bandzuführungsmittel
2 und 2', der Bandpositionierungsmittel 4 und 4' und der Bandspann-verbindungs-trenn-Mittel
5 und 5' zur Durchführung des erfindungsgemässen Umreifungsverfahrens.
[0015] Ein Umreifungszyklus besteht im wesentlichen aus den aufeinanderfolgenden Phasen,
die in den Figuren 1 bis 6 illustriert sind.
[0016] Figur 1 stellt die Ausgangsposition dar: das Umreifungsband 3/3' erstreckt sich unterhalb
des Förderweges (im Bereiche der genannten Lücke der Förderbänder) im wesentlichen
geradlinig und quer zum Förderweg von dessen einer Seite zur gegenüberliegenden Seite,
bzw. von einem seitlich des Förderweges angeordneten Bandzuführungsmittel 2 zum auf
der gegenüberliegenden Seite angeordneten Bandzuführungsmittel 2'. Der zu umreifende
Gegenstand ist noch nicht in der Umreifungsposition. Seine für die Umreifung relevanten
Ausmasse (Ausmasse des für den nächsten zu umreifenden Gegenstand freizuhaltenden
Förderweges) sind mit strichpunktierten Linien G' dargestellt. Die Bandpositionierungsmittel
4 und 4' und die Bandspann-verbindungs-trenn-Mittel 5 und 5' sind in ihren Ausgangspositionen,
derart, dass das Band 3/3' seine Ausgangsposition ungestört durch diese Mittel einnehmen
kann.
[0017] Figur 2 stellt den für die Querumreifung erstellten Bandbogen dar. Zur Erstellung dieses
Bandbogens wird das Umreifungsband 3/3' durch einen entsprechenden Hub der Bandpositionierungsmittel
4 und 4' derart angehoben, dass es sich bogenförmig um den Förderweg erstreckt und
diesen nach vollendeter Positionierung freigibt. Für die Positionierung des Bandbogens
wird das Band 3/3' im wesentlichen ohne Bremsung durch die Bandzuführungsmittel 2
und 2' zugeführt. Der Hub der Bandpositionierungsmittel 4 und 4' wird dabei so dimensioniert
(Pfeile H), dass der Bandbogen wenig höher ist als der als nächster zu umreifende
Gegenstand.
[0018] Es ist auch denkbar, nicht nur die Höhe des Bandbogens durch entsprechendes Anheben
der distalen Enden der Bandpositionierungsmittel 4 und 4' an die Höhe des zu umreifenden
Gegenstandes anzupassen sondern auch an dessen Breite, was durch eine Verschiebung
der Bandpositionierungsmittel zur Veränderung des Abstandes der Bandführungen voneinander
(Pfeil B) realisierbar ist.
[0019] Figur 3 zeigt den zu umreifenden Gegenstand G der in der Umreifungsposition U, das heisst
unter oder in dem um den Förderweg aufgespannten Bandbogen positioniert ist.
[0020] Figur 4 zeigt die Bandpositionierungsmittel 4 und 4' wieder in ihrer Ausgangsposition, wodurch
das Band 3/3' auf dem zu umreifenden Gegenstand G aufliegt. Die Bandspann-verbindungs-trenn-Mittel
5 und 5' werden gegeneinander bewegt, wobei sie das Band, dessen Zuführung jetzt zur
Erzeugung einer Bandspannung gebremst wird, schlaufenförmig mitführen.
[0021] Figur 5 zeigt die Bandspann-verbindungs-trenn-Mittel 5 und 5', die aufeinander getroffen
sind und zum Verbinden und Abtrennen des Bandes initiiert werden, derart, dass das
um den Gegenstand G gelegte Band zu einer Umreifung geschlossen (beispielsweise verschweisst)
wird, dass die Umreifung von dem zugeführten Band 3/3' abgetrennt wird und dessen
zwei freie Enden wieder zusammengefügt werden.
[0022] Figur 6 zeigt den fertig umreiften Gegenstand G und das an der Stelle 31 zusammengefügte
Umreifungsband 3/3', das wiederum seine Ausgangsposition wie in Figur 1 einnimmt.
Auch die Bandspann-verbindungs-trenn-Mittel 5 und 5' sind wieder in ihrer Ausgangsposition.
[0023] Alle für den Umreifungsvorgang notwendigen Bewegungen spielen sich im Bereiche der
oben genannten Lücke in der Auflagefläche des Fördermittels 1 ab, durch die das Umreifungsband
3/3' und die Bandpositionierungsmittel 4 und 4' von ihrer Ausgangsposition unterhalb
der Auflagefläche des Fördermittels 1 über diese Auflagefläche bewegt werden.
[0024] Aus diesem Grunde ist eine Bewegung der Bandspann-verbindungs-trenn-Mittel 5 und
5' gegeneinander erst möglich, wenn die Bandpositionierungsmittel 4 und 4' aus ihrem
Bereich, das heisst im wesentlichen in ihre Ausgangsposition zurück bewegt sind.
[0025] Figur 7 zeigt als schematische, dreidimensionale Darstellung eine weitere Ausführungsform
der erfindungsgemässen Vorrichtung für Querumreifungen. Mit dieser Ausführungsform
ist eine im wesentlichen simultane Bewegung der Bandspann-verbindungs-trenn-Mittel
und der Bandpositionierungsmittel möglich, wodurch die für einen Umreifungszyklus
notwendige Zeit weiter verkürzt werden kann.
[0026] Die Vorrichtung gemäss Figur 7 unterscheidet sich von der Vorrichtung gemäss Figuren
1 bis 6 nur in den Bandpositionierungsmitteln 6 und 6'. Die anderen Vorrichtungselemente
sind im wesentlichen dieselben und sind auch mit denselben Bezugsziffern bezeichnet.
[0027] Die Bandpositionierungsmittel 6 und 6' sind in Richtung des Förderweges gegenüber
der Lücke 11 im Fördermittel 1 verschoben angeordnet und die Bandführung am distalen
Ende der Bandführungsmittel (hier als Führungsrolle 61 mit senkrecht zum Bandverlauf
angeordneter Achse ausgebildet) ist an einem im wesentlichen parallel zum Förderweg
ausladenden Schwenkhebel 62 angeordnet. Der Schwenkhebel 62 ist gegenüber dem Bandpositionierungsmittel
6 bzw. 6' verschwenkbar (Pfeil C) in eine operative Stellung, in der er in der Figur
7 dargestellt ist, und in eine Ruhestellung, in der die Bandführungsrolle 61 aus dem
Bereich des Bandverlaufes, beispielsweise gegen unten ausgeschwenkt ist.
[0028] Wenn der zu umreifende Gegenstand unter dem aufgespannten Bandbogen positioniert
ist, werden die Bandführungen (61/62) der Bandpositionierungsmittel 6 und 6' in ihre
Ruhepositionen geschwenkt. Damit sind die Bandpositionierungsmittel 6 und 6' ganz
aus dem Bereich zwischen zu umreifendem Gegenstand und Bandbogen entfernt und die
Bandspann-verbindungs-trenn-Mittel 5 und 5' können gegeneinander bewegt werden. Gleichzeitig
damit oder zu einem späteren Zeitpunkt werden die Bandpositionierungsmittel 6 und
6' abgesenkt und, wenn ihr distales Ende unter den Bandspann-verbindungs-trenn-Mitteln
5 und 5' angelangt ist, werden die Bandführungen (61/62) wieder in ihre operative
Position geschwenkt.
[0029] Selbstverständlich wäre es auch möglich, die Ausgangsposition des Bandes oberhalb
des Förderweges anzuordnen und zur Bildung des Bandbogens dieses durch einen entsprechenden
Hub der Bandpositionierungsmittel abwärts unter die Auflagefläche des zu umreifenden
Gegenstandes zu bewegen. Eine derartige Ausführungsform ist aber weniger vorteilhaft,
weil für eine Anpassung der Bogenhöhe an die Höhe des zu umreifenden Gegenstandes
nicht nur der Hub der Bandpositionierungsmittel 4 und 4' (bzw. 6 und 6') sondern auch
die Höhe der Bandspann-verbindungs-trenn-Mittel 5 und 5' angepasst werden muss.
[0030] Die in den Figuren 1 bis 7 dargestellten Vorrichtungsteile sind für den Fachmann
einfach zu realisieren, sodass sie nicht detaillierter beschrieben werden müssen.
Die Antriebe für die bewegten Teile sind beispielsweise in beiden Richtungen betätigbare,
pneumatisch, hydraulisch oder motorisch angetriebene Kolben. Auch die für die Duchführung
der erfindungsgemässen Umreifung notwendige Steuerung der einzelnen Vorrichtungselemente
ist für den Fachmann ohne Probleme realisierbar.
[0031] Anstatt das Umreifungsband von zwei einander gegenüberliegenden Seiten des Förderweges
zuzuführen, kann es auch von nur einer Seite zugeführt und auf der anderen Seite entsprechend
festgehalten werden, beispielsweise durch das eine der Bandspann-verbindungs-trenn-Mittel
5 oder 5', wie dies auch von Längsumreifungen gemäss dem Stande der Technik bekannt
ist.
[0032] Für die Umreifung insbesondere von Stapeln ist es vorteilhaft, zusätzlich zu den
in den Figuren 1 bis 7 gezeigten Vorrichtungselementen auch Mittel zum Pressen des
zu umreifenden Stapels und/oder Mittel zur seitlichen Stabilisierung des zu umreifenden
Stapels vorzusehen.
[0033] Figuren 8 und 9 zeigen zwei beispielhafte Varianten von Längsumreifung nach dem erfindungsgemässen
Verfahren. Beide Figuren zeigen dieselbe Zyklusphase wie die Figur 3, wobei der Blick
für die Figuren 8 und 9 quer zum Förderweg (Pfeil F) gerichtet ist. Da die meisten
Bestandteile der Vorrichtungen dieselben sind, wie für die Figuren 1 bis 7 beschrieben,
sind sie, sofern sie überhaupt dargestellt sind, auch mit denselben Bezugsziffern
bezeichnet.
[0034] Für die in der Figur 8 dargestellte Variante einer senkrechten Längsumreifung sind
die Bandpositionierungsmittel 4 und 4' oberhalb und unterhalb des Förderweges angeordnet
und ihr distales Ende ist in waagrechter Richtung verschiebbar. In der Ausgangsposition
verläuft das Band 3/3' im wesentlichen senkrecht beispielsweise mittig durch den Förderweg.
Der Bandbogen liegt in einer im wesentlichen senkrechten Ebene, die parallel zum Förderweg
verläuft und wird auf der Hinterseite des zu umreifenden Gegenstandes G geschlossen.
[0035] Für die in der Figur 9 dargestellte Variante einer waagrechten Längsumreifung sind
die Bandpositionierungsmittel 4 und 4' links und rechts des Förderweges angeordnet
und ihr distales Ende ist in waagrechter Richtung verschiebbar. In der Ausgangsposition
verläuft das Band 3/3' im wesentlichen waagrecht beispielsweise mittig durch den Förderweg.
Der Bandbogen liegt in einer im wesentlichen waagrechten Ebene, die parallel zum Förderweg
verläuft und wird auf der Hinterseite des zu umreifenden Gegenstandes G geschlossen.
[0036] Auch für die durch die Figuren 8 und 9 dargestellten Längsumreifungsverfahren können
zusätzliche Press- und/oder seitliche Stabilisierungsmittel zur Anwendung kommen.
[0037] Im Gegensatz zu bekannten Längsumreifungs-Verfahren, in denen ein durch den Förderweg
aufgespanntes Umreifungsband durch die Zuförderbewegung des zu umreifenden Gegenstandes
um diesen gelegt und auf der Hinterseite des Gegenstandes geschlossen wird, hat nach
den Verfahrensvarianten gemäss Figuren 8 und 9 das Band keine Wirkung auf den sich
bewegenden, noch nicht umreiften Gegenstand, wodurch viel empfindlichere Gegenstände
und insbesondere unstabilere Stapel problemlos längsumreift werden können.
[0038] Figur 10 zeigt in derselben Darstellungsweise wie Figur 7 noch eine weitere, beispielhafte
Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung. Diese unterscheidet sich von den
vorgehend beschriebenen Ausführungsformen insbesondere durch die Ausgestaltung der
Bandpositionierungsmittel 7 und 7'.
[0039] Die übrigen Vorrichtungsteile sind im wesentlichen dieselben, wie im Zusammenhang
mit den Figuren 1 bis 7 beschrieben, und sind auch mit denselben Bezugsnummern bezeichnet.
Die Bandpositionierungsmittel 7 und 7' wirken von oben und ziehen das Band zur Bildung
eines senkrechten Bandbogens gegen oben, während die Bandpositionierungsmittel der
Figuren 1 bis 9 das Band zur Bildung des Bandbogens aus der Ausgangsposition stossen.
[0040] Die Bandpositionierungsmittel 7 und 7' weisen an ihren distalen Enden wiederum betätigbare
Bandführungen auf, beispielsweise schwenkbare, hakenförmige Bandführungen 71. Diese
untergreifen in einer operativen Stellung das Band und lassen es durch Wegschwenken
in eine Ruheposition los (Pfeil C). Vorteilhafterweise sind die betätigbaren Bandführungen
71 über die Bandspannung steuerbar, derart, dass sie bei geringer Bandspannung oder
ohne Bandspannung in ihrer operativen Stellung gehalten sind und durch eine Erhöhung
der Bandspannung (bedingt durch das Einfahren der Bandspann-verbindungs-trenn-Mittel
5 und 5' bei betätigten Bremsmitteln 23) in ihre Ruheposition schnappen, aus der sie
durch entsprechende Steuermittel wieder in die operative Stellung bewegt werden.
[0041] Die Bandpositionierungsmittel 7 und 7' gemäss Figur 10 können zu einem einzigen,
mittigen Bandpositionierungsmittel zusammengefasst werden, das die Bandführungen 71
beispielsweise an seitlich ausladenden Armen trägt. Die Bandpositionierungsmittel
7 und 7' können zusätzlich auch als Mittel zum Pressen oder Stabilisieren eines zu
umreifenden Gegenstandes, insbesondere eines zu umreifenden Stapels ausgebildet sein.
[0042] Die wesentlichen Teile der Bandpositionierungsmittel (4/4', 6/6', 7/7') sind in jedem
Falle die Bandführungen (41, 61, 71), die an distalen Enden der Bandpositionierungsmittel
angeordnet sind. Bandpositionierungsmittel und Bandführungen sind in jedem Falle derart
angeordnet und ausgestaltet, dass die Bandführungen zur Erstellung des Bandbogens
auf je einer von zwei einander gegenüberliegenden Seiten des Förderweges verschiebbar
sind (quer zur Förderrichtung für Querumreifung, parallel zur Förderrichtung für Längsumreifung),
dass sie bei dieser Verschiebung das Band stossend oder ziehend mitnehmen und dass
sie für die effektive Umreifung aus dem Bereich des Bandes entfernbar sind.
[0043] Durch Kombination des erfindungsgemässen Längsumreifungsverfahrens mit dem erfindungsgemässen
Querumreifungsverfahren ergibt sich ein Kreuzumreifungsverfahren, das in einer kombinierten
Vorrichtung durchführbar ist. In derselben Art sind die erfindungsgemässen Umreifungsverfahren
und die erfindungsgemässen Umreifungsvorrichtungen mit Quer- bzw. Längsumreifungsverfahren
und -vorrichtungen gemäss dem Stande der Technik zu Kreuzumreifungsverfahren und -vorrichtungen
kombinierbar.
[0044] Der zentrale Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens und der Erfindungsgemässen
Vorrichtung zur Querumreifung, zur Längsumreifung oder zur Kreuzumreifung ist ihre
Einfachheit, die kleine Zahl von bewegten Vorrichtungsteilen, die Einfachheit dieser
Bewegungen und die Einsparungen in Zykluszeit durch Steuerung des Bandbogens gemäss
Format des zu umreifenden Gegenstandes derart, dass für die Spannung der Umreifung
kein Band zurückgezogen werden muss.
1. Verfahren zum Umreifen von auf einem Förderweg in eine Umreifungsposition (U) zugeförderten
und aus der Umreifungsposition weggeförderten, im wesentlichen quaderförmigen Gegenständen
(G) oder Stapeln von Gegenständen mit einem Umreifungsband (3/3') dadurch gekennzeichnet, dass das Umreifungsband (3/3') mit Hilfe von zwei auf einander gegenüberliegenden
Seiten des Förderweges verschiebbar angeordneten Bandführungen (41, 61, 71) aus einer
Bandausgangsposition, in der es sich im wesentlichen geradlinig von der einen der
einander gegenüberliegenden Seiten des Förderwegs auf die andere erstreckt, gestossen
oder gezogen und zu einem an das Format des zu umreifenden Gegenstandes oder Stapels
angepassten Bandbogen geformt wird, dass der zu umreifende Gegenstand (G) oder Stapel
in den Bandbogen gefördert wird, dass dann die Bandführungen (41, 61, 71) aus dem
Bereich des Bandes entfernt werden und der Bandbogen um den zu umreifenden Gegenstand
(G) oder Stapel gespannt und im Bereiche der Ausgangsposition des Bandes derart geschlossen
und abgetrennt wird, dass die Bandausgangsposition wieder erstellt ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erstellung einer Querumreifung die Bandausgangsposition unterhalb des Förderweges
und der Bandbogen in einer im wesentlichen senkrechten und quer zum Förderweg angeordneten
Ebene liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erstellung einer Längsumreifung das Band (3/3') in seiner Ausgangsposition
sich im wesentlichen senkrecht oder waagrecht durch den Förderweg erstreckt und dass
der Bandbogen in einer im wesentlichen senkrechten oder waagrechten Ebene liegt, die
parallel zum Förderweg angeordnet ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Umreifungsband (3/3') von den beiden einander gegenüberliegenden Seiten
des Förderweges oder von nur einer Seite zugeführt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zum Spannen, Schliessen und Abtrennen des Bandbogens Bandspann-verbindungs-trenn-Mittel
(5, 5') von zwei einander gegenüberliegenden Seiten des Förderweges gegeneinander
bewegt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandspann-verbindungs-trenn-Mittel (5/5') mindestens teilweise simultan
mit den Bandführungen (41, 61, 71) bewegt werden.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, welche
Vorrichtung ein Fördermittel (1) zum Zufördern von zu umreifenden Gegenständen (G)
oder Stapeln in eine Umreifungsposition (U) und zum Wegfördern aus der Umreifungsposition
(U), mindestens ein Bandzuführungsmittel (2/2') zur Zuführung von Umreifungsband (3/3')
zur Umreifungsposition (U) und Bandspann-verbindungs-trenn-Mittel (5/5') zum Spannen
des Umreifungsbandes (3/3') um den zu umreifenden Gegenstand (G) oder Stapel und zum
Verbinden des um den Gegenstand oder Stapel gespannten Bandes (3/3') zu einer Umreifung
und zum Abtrennen der Umreifung vom zugeführten Band aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Erstellung eines an das Format eines zu umreifenden Gegenstandes
oder Stapels angepassten Bandbogens zusätzlich zwei verschiebbare Bandführungen (41,
61, 71), die auf zwei einander gegenüberliegenden Seiten des Förderweges quer oder
parallel zur Förderrichtung verschiebbar sind, und Steuermittel zur Steuerung der
Bandführungen aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandführungen (41, 61, 71) an distalen Enden von Bandpositionierungsmitteln
(4/4', 6/6', 7/7') angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandführungen als Nut oder Bandführungsrolle zum stossenden Mitnehmen des
Bandes oder als hakenförmige Bandführung zum ziehenden Mitnehmen des Bandes ausgebildet
sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Bandführungen (41, 61, 71) an ein Ausmass eines spezifischen
zu umreifenden Gegenstandes (G) oder Stapels anpassbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandführung (61, 71) des Bandpostionierungsmittels (6/6', 7/7') von einer
operativen Position im Bereiche des Bandverlaufes in eine Ruheposition ausserhalb
des Bandverlaufes schwenkbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zur Zuführung des Umreifungsbandes (3/3') auf zwei einander gegenüberliegenden
Seiten des Förderweges oder nur auf einer Seite des Förderweges Bandzuführungsmittel
(2/2') vorgesehen sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandzuführungsmittel (2/2') je eine Vorratsrolle (21), eine Führungsrolle
(22) und ein Bremsmittel (23) aufweisen.