[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Vergleichmäßlgung der Gasdruckverteilung
über die Austrittsöffnung einer Flachstrahldüse, insbesondere einer Flachstrahldüse
zum Abblasen von flüssig aufgetragenem Schutzmetall von Stahlblechen.
[0002] Zur Produktion von verzinktem Stahlblech werden sogenannte Abstreifdüsen verwendet,
die das überschüssige Zink des aus dem Zinkbad austretenden Stahlblechs mittels Gasdruck
abblasen. (DE 40 24 229 C1, DE-OS 20 46 441) Zur Erzielung eines gleichmäßig beschichteten
Stahlblechs müssen die Abstreifdüsen über ihre gesamte Länge einen möglichst gleichen
Gasaustrittsdruck haben. Dies ist besonders wichtig bei sehr geringen Abblasdrücken.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die den vor
der Flachstrahldüse anstehenden Gasdruck soweit vergleichmäßigt, daß der austretende
Gasstrahl über die gesamte Düsenlänge einen außerordentlich gleichmäßigen Gasaustrittsdruck
aufweist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Vorrichtung gelöst, die ein mit aus
der Flachstrahldüse auszublasenden Gas beaufschlagbares Innenrohr und ein dieses bündig
umschließendes Außenrohr aufweist, wobei das Innenrohr und das Außenrohr jeweils eine
Vielzahl zueinander beabstandeter, in Rohrlängsrichtung angeordneter Gasaustrittsöffnungen
aufweisen und relativ zueinander derart verstellbar sind, daß die Gasaustrittsöffnungen
des Innenrohrs mit den Gasaustrittsöffnungen des Außenrohrs je nach Grad der Verstellung
teilweise oder vollständig in Überdeckung gelangen, wobei die Gasaustrittsöffnungen
des Innenrohres und des Außenrohres bei teilweiser oder vollständiger Überdeckung
im wesentlichen symmetrisch zur Austrittsöffnung der Flachstrahldüse angeordnet sind.
[0005] Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird eine optimale Vergleichmäßigung der Gasdruckverteilung
über die Austrittsöffnung einer Flachstrahldüse erreicht, so daß mit einer solchen
Düse das überschüssige Zink eines aus einem Zinkbad austretenden Stahlblechs besonders
gleichmäßig abgestreift werden kann. Durch Verstellen des Innenrohres gegenüber dem
Außenrohr können die Öffnungen des Außenrohres und des Innenrohres derart in Überdeckung
gebracht werden, daß das unter einem höheren Druck stehende Gas im Innenrohr gleichmäßig,
geregelt und zeitlich dem Produktionsprozeß angepaßt in den Innenraum der Abblasdüse
gelangt. Die Zinkabblasdüse wird somit über die gesamte Düsenlänge mit dem gleichen
Vordruck beaufschlagt und kann ihrerseits einen gleichmäßigen Abblasdruck über die
gesamte Düsenlänge auf das zu verzinkende Stahlblech abgeben. Es ist so möglich, den
geforderten gleichmäßigen Abblasdruck auch bei niedrigen Abblasdrücken zu erreichen.
[0006] Eine bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet,
daß entweder das Innenrohr oder das Außenrohr fixiert und das andere Rohr drehbar
gelagert ist. Auf diese Weise kann der an der Austrittsöffnung der Flachstrahldüse
austretende Gasdruck sehr genau und fein gesteuert werden.
[0007] Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung besteht darin, daß das Innenrohr von zwei
Seiten mit Gas beaufschlagbar ist. Durch diese Ausgestaltung läßt sich die Vergleichmäßigung
der Gasdruckverteilung weiter optimieren.
[0008] Vorzugsweise haben die Gasaustrittsöffnungen im Innenrohr einen größeren Querschnitt
als die damit korrespondierenden Gasaustrittsöffnungen im Außenrohr. Auch diese Ausgestaltung
trägt vorteilhaft zur Vergleichmäßigung der Gasdruckverteilung an der Austrittsöffnung
der Flachstrahldüse bei.
[0009] Die Gasaustrittsöffnungen im Innenrohr sind vorzugsweise in Form von Schlitzen ausgebildet,
die quer zur Längsachse des Innenrohrs verlaufen. Die mit den Gasaustrittsöffnungen
im Innenrohr korrespondierenden Gasaustrittsöffnungen im Außenrohr können vorzugsweise
ebenfalls aus quer zur Rohrlängsachse verlaufenden Schlitzen bestehen. Diese vorteilhafte
Ausgestaltung ermöglicht eine stufenlose Regelung des Gasaustrittsdrucks an der Flachstrahldüse.
[0010] Sofern eine stufenweise Regelung des Gasaustrittsdrucks erwünscht ist, können die
Gasaustrittsöffnungen im Außenrohr aber alternativ auch aus mehreren parallelen Lochreihen
bestehen, die sich über einen Teil des Rohrumfangs erstrecken.
[0011] Für die Regelung des Gasaustrittsdrucks ist es ferner vorteilhaft, wenn entweder
das Innenrohr oder das Außenrohr mit einem Drehantrieb gekoppelt ist.
[0012] Die erfindungsgemäße Vorrichtung läßt sich sowohl bei neuen als auch bei bereits
vorhandenen Flachstrahldüsen verwirklichen. Sofern genügend Platz vorhanden ist, kann
die erfindungsgemäße Vorrichtung bei einer vorhandenen Flachstrahldüse innerhalb eines
an der Flachstrahldüse angebrachten, eine Öffnung zum Innenraum der Flachstrahldüse
aufweisenden Gehäuse montiert werden. Platzsparend kann die Vorrichtung aber auch
innerhalb der Flachstrahldüse montiert werden. Diese Anordnung ist insbesondere bei
neu herzustellenden Flachstrahldüsen zweckmäßig.
[0013] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnung
näher erläutert. Darin zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit quer zur Längsachse
des Außenrohrs verlaufenden Schlitzen für den Gasaustritt;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
mit im Außenrohr ausgebildeten Lochreihen für den Gasaustritt;
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch eine innerhalb bzw. an einer Flachstrahldüse montierten erfindungsgemäßen
Vorrichtung mit einseitigem Gaseintritt;
- Fig. 4
- einen Längsschnitt durch eine innerhalb bzw. an einer Flachstrahldüse montierten erfindungsgemäßen
Vorrichtung mit einem von zwei Seiten mit Gas beaufschlagbaren Innenrohr;
- Fig. 5
- einen Querschnitt durch das Außenrohr und das Innenrohr der Vorrichtung gemäß Fig.
1, wobei Fig. 5a eine halb geöffnete Stellung und Fig. 5b eine voll geöffnete Stellung
der Gasaustrittsöffnungen zeigen;
- Fig. 6
- einen Querschnitt durch das Außenrohr und das Innenrohr der Vorrichtung gemäß Fig.
2, wobei Fig. 6a eine halb geöffnete Stellung und Fig. 6b eine voll geöffnete Stellung
der Gasaustrittsöffnungen zeigen;
- Fig. 7
- einen Querschnitt durch eine Zinkabstreifdüse, auf der eine erfindungsgemäße Vorrichtung
in einem Zusatzgehäuse montiert ist; und
- Fig. 8
- einen Querschnitt durch eine Zinkabstreifdüse, in deren Innenraum eine erfindungsgemäße
Vorrichtung angeordnet ist.
[0014] Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Die Vorrichtung besteht aus einem feststehenden, an einem Ende geschlossenen Außenrohr
1 und einem darin drehbar gelagerten Innenrohr 2. An dem Innenrohr 2 ist über einen
Drehanschluß 3 eine stationäre Gaszuleitung 4 angeschlossen, über die das Abblasgas
12 zugeführt wird. Ferner ist an dem Innenrohr 2 ein Hebel 10 angebracht, der mit
einem nicht dargestellten Drehantrieb gekoppelt ist. Das Außenrohr 1 ist über kehlenförmige
Lager an der Flachstrahldüse (nicht gezeigt) fixiert.
[0015] Das Außenrohr 1 und das Innenrohr 2 weisen jeweils eine Vielzahl paralleler, quer
zur Rohrlängsachse verlaufende Schlitze für den Gasaustritt auf. Wie in den Figuren
5a und 5b gezeigt ist, werden durch eine Drehbewegung 11 über den Hebel 10 die im
Innenrohr 2 ausgebildeten Schlitze 7 mit den Schlitzen 5 im Außenrohr 1 in Überdeckung
gebracht. Während in Fig. 5a eine teilweise Überdeckung der Schlitze 5 und 7, nämlich
eine halb geöffnete Stellung gezeigt ist, zeigt Fig. 5b eine vollständige Überdeckung
bzw. die voll geöffnete Stellung. Der Grad der Überdeckung der Schlitze 5 und 7 richtet
sich nach dem Druckbedarf 14, der auf ein zu verzinkendes Stahlblech 15 wirken soll
(vgl. Figuren 7 und 8).
[0016] Wie aus Figur 2 in Verbindungen mit den Figuren 6a und 6b zu erkennen ist, können
im Außenrohr 1 anstelle von Schlitzen auch parallel zueinander verlaufende Lochreihen
6 vorgesehen sein, die sich über einen Teil des Rohrumfangs erstrecken. Durch Drehen
des Innenrohres 2 können die Gasaustrittsöffnungen 6 im Außenrohr 1 stufenweise mit
den zugeordneten Schlitzen 7 des Innenrohrs 2 in Überdeckung gebracht werden.
[0017] Figur 3 zeigt einen Längsschnitt durch die Vorrichtung gemäß Fig. 1, die hier in
einem Zusatzgehäuse einer Flachstrahldüse 8 bzw. im Innenraum 13 einer Flachstrahldüse
9 montiert ist (vgl. Figuren 7 und 8). Das stirnseitig geschlossene Außenrohr 1 ragt
durch eine kreisförmige Öffnung in der Wandung der Flachstrahldüse in deren Innenraum
13. Das Außenrohr 1 weist außerhalb der Flachstrahldüse 8 bzw. 9 einen Flansch auf,
der mit der Flachstrahldüse verschweißt oder verschraubt ist. Es ist zu erkennen,
daß die Gasaustrittsöffnungen symmetrisch innerhalb der Flachstrahldüse angeordnet
sind, d.h. der Abstand der äußersten linken Gasaustrittsöffnung zur linken Düsenstirnwand
und der Abstand der äußersten rechten Gasaustrittsöffnung zur rechten Düsenstirnwand
sind gleich.
[0018] Auch ist deutlich zu erkennen, daß die Gasaustrittsöffnungen im Innenrohr 2 einen
größeren Querschnitt aufweisen als die ihnen zugeordneten Gasaustrittsöffnungen im
Außenrohr 1, und zwar sowohl in bezug auf die Schlitzbreite als auch in bezug auf
die Schlitzlänge (vgl. Figur 5b).
[0019] Fig. 4 zeigt eine bevorzugte Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Hier sind
beide Enden des Innenrohres über Drehanschlüsse 3 jeweils mit einer stationären Gaszuleitung
4 verbunden. Dementsprechend durchdringt das Außenrohr die Flachstrahldüse 8 bzw.
9 sowohl an deren rechten als auch an deren linken Stirnseite.
[0020] Die Montage der aus Außenrohr 1 und Innenrohr 2 bestehenden Regeleinheit kann je
nach Bedarf im Innenraum 13 der Flachstrahldüse 9 (vgl. Fig. 8) oder in einem auf
der Flachstrahldüse 8 angebrachten Gehäuse 16 erfolgen, das zum Innenraum 13 der Flachstrahldüse
8 hin offen ist (vgl. Fig. 7).
1. Vorrichtung zur Vergleichmäßigung der Gasdruckverteilung über die Austrittsöffnung
(14) einer Flachstrahldüse (9),
gekennzeichnet durch
ein mit dem aus der Flachstrahldüse (8,9) auszublasenden Gas beaufschlagbares Innenrohr
(2) und ein dieses bündig umschließendes Außenrohr (1), wobei das Innenrohr (2) und
das Außenrohr (1) jeweils eine Vielzahl in Rohrlängsrichtung angeordneter, zueinander
beabstandeter Gasaustrittsöffnungen (5,6,7) aufweisen und relativ zueinander derart
verstellbar sind, daß die Gasaustrittsöffnungen (7) des Innenrohres (2) mit den Gasaustrittsöffnungen
(5,6) des Außenrohres (1) je nach Grad der Verstellung teilweise oder vollständig
in Überdeckung gelangen, wobei die Gasaustrittsöffnungen (5,6,7) des Innenrohres (2)
und des Außenrohres (1) bei teilweiser oder vollständiger Überdeckung im wesentlichen
symmetrisch zur Austrittsöffnung (14) der Flachstrahldüse (8,9) angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Innenrohr (2) oder das Außenrohr (1) fixiert und das andere Rohr (Innenrohr
(2) oder Außenrohr (1)) drehbar gelagert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Innenrohr (2) von zwei Seiten mit Gas beaufschlagbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die zu den Gasaustrittsöffnungen (5,6) im Außenrohr (1) korrespondierenden Gasaustrittsöffnungen
(7) im Innenrohr (2) einen im Verhältnis größeren Querschnitt aufweisen.
5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gasaustrittsöffnungen (7) im Innenrohr (2) aus quer zu seiner Längsachse
verlaufenden Schlitzen bestehen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gasaustrittsöffnungen im Außenrohr (1) aus quer zu seiner Längsachse verlaufenden
Schlitzen (5) bestehen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gasaustrittsöffnungen im Außenrohr (1) aus über einen Teil seines Umfangs
quer zu seiner Längsachse verlaufenden Lochreihen (6) bestehen.
8. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Innenrohr (2) oder das Außenrohr (1) mit einem Drehantrieb gekoppelt ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß diese innerhalb eines an der Flachstrahldüse (8) angebrachten, eine Öffnung
zum Innenraum der Flachstrahldüse (8) aufweisenden Gehäuse (16) montiert ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß diese innerhalb der Flachstrahldüse (9) montiert ist.