[0001] Die Erfindung betrifft eine Schließvorrichtung für Türen mit einem Beschlagunterteil
und einem darauf verschiebbar geführten und gehaltenen Beschlagoberteil, wobei Beschlagober-
und Beschlagunterteil in der überdeckenden Position mit Hilfe eines Schlosses feststellbar
sind.
[0002] Derartige Schließvorrichtungen sind bekannt (EP 367 000 B1), die insbesondere dazu
dienen, die sichtbare Schlüsseleinstecköffnung bei Schlössern abzudecken und zu sichern.
Der Nachteil hierbei ist, daß eine solche Schließvorrichtung nur dem Zweck des Verschließens
der Schlüsseleinstecköffnung dient.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine solche Schließvorrichtung auch noch
für einen weiteren Verwendungszweck nutzbar zu machen, nämlich als Riegelschloß für
Türen oder für Glastüren.
[0004] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß das Beschlagunterteil in
einen an der Türe befestigbaren Abschnitt und einen an dem Türrahmen anbringbaren
weiteren Abschnitt unterteilt ist und das Beschlagoberteil in der Schließstellung
die Türöffnungskante überbrückt.
[0005] Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, daß an der Türinnenseite den Beschlagunterteilen
an der Türaussenseite weitere Beschlagunterteile zugeordnet sind, die an den Türkanten
mittels im Türspalt angebrachten Verbindungsblechen verbunden und mittels gegen die
Türflügel geschraubte Befestigungsschrauben festgeklemmt sind.
[0006] Eine vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, daß zwischen den Beschlagunterteilen
und den Türflügeln Zwischenlagen aus Gummi oder Kunststoff angeordnet sind.
[0007] Eine vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, daß zum Verschließen der Beschlagteile
im Türbereich ein Schloß mit Stiftzuhaltungen vorgesehen ist.
[0008] Weiterhin ist es vorteilhaft, daß das Beschlagoberteil in der Schließstellung eine
Schließzylinderöffnung im Türrahmen abdeckt.
[0009] Es wird vorgeschlagen, daß der am Türrahmen oder an der Außenseite eines Türflügels
angeordnete Abschnitt des Beschlagunterteils mit einem Anschlag für das Beschlagoberteil
in der Schließstellung versehen ist.
[0010] Eine derartige Schließvorrichtung kann zum zusätzlichen Abschließen von Türen, insbesondere
auch bei Automaten eingesetzt werden, und es läßt sich hierbei die betreffende Tür
zusätzlich zu dem vorhandenen Schloß mit der erfindungsgemäßen Schließvorrichtung
absichern. Eine derartige Schließvorrichtung kann auch zum zusätzlichen Abschließen
an Glastüren eingesetzt werden und zwar sowohl als selbständige Schließvorrichtung
als auch als zusätzliche Schließvorrichtung zum Sichern der Schlüsseleinstecköffnung
eines konventionellen Schlosses.
[0011] Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand von in den Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
[0012] Es zeigen,
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf eine derartige Tür mit Türrahmen,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Ansicht der Schließvorrichtung in der Schließstellung im Aufriß,
- Fig. 3
- einen Schnitt nach der Linie A-A in Fig. 2,
- Fig. 4
- eine Ansicht der Schließvorrichtung in der Öffnungsstellung,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf eine Glastür mit der erfindungsgemäßen Schließvorrichtung gemäß
einer weiteren Ausführungsform und
- Fig. 6
- einen Schnitt nach der Linie B-B in Fig. 5.
[0013] Die Fig. 1 zeigt eine Tür 1, die an Scharnieren 10 an einem Türrahmen 2 angeordnet
ist. Die Tür kann mit einem üblichen Schloß mit eingebautem Schließzylinder versperrt
werden, wobei zum Schutz des Schließzylinders bzw. der entsprechenden Schließzylinderöffnung
8 ein zweiteiliges Beschlagunterteil 4, 5 und ein darauf an randseitigen Führungen
11 gehaltertes und geführtes Beschlagoberteil 3 vorgesehen ist. Das Beschlagunterteil
besteht aus dem an der Tür 1 angeordneten Abschnitt 4 und setzt sich in dem am Türrahmen
2 angebrachten Abschnitt 5 fort, wobei die Teilung an der Türöffnungskante 6 erfolgt.
[0014] Die Ausbildung ergibt sich aus den Figuren 2 bis 4, wobei als randseitige Führungen
11 in den Abschnitten 4, 5 zu beiden Seiten hinterschnittene Nuten 13 vorgesehen sind,
in die Vorsprünge 14 zu beiden Seiten des Beschlagoberteils 3 eingreifen. In der Schließstellung
(Fig. 2) deckt das Beschlagoberteil 3 die beiden Abschnitte 4, 5 des Beschlagunterteiles
ab und das Beschlagoberteil 3 ist hierbei mit Hilfe eines Schlosses, insbesondere
eines Schlosses 7, mit Stiftzuhaltungen gegen Verschiebungen gesichert. Hierbei liegt
das Beschlagoberteil an einem Anschlag 9 am Abschnitt 5 an.
[0015] In der Öffnungsstellung läßt sich das Beschlagoberteil 3 nach dem Öffnen des Schlosses
7 in Pfeilrichtung 15 zurückschieben, wobei die Endstellung (Fig. 4) durch einen Anschlag
festgelegt werden kann. Die Abschnitte 4, 5 des Beschlagunterteils lassen sich mit
Hilfe von Verschraubungen 12 an der Tür 1 bzw. dem Türrahmen 2 befestigen.
[0016] Die in den Fig. 5 und 6 dargestellte Schließvorrichtung ist für Glastüren vorgesehen
und kannjederzeit nachträglich mit einfachsten Mitteln montiert werden. Dabei kann
die Schließvorrichtung einmal zum Schutz des Schließzylinders bzw. der entsprechenden
Schließzylinderöffnung eingesetzt werden oder aber als selbständige Schließvorrichtung
für eine ein- oder zweiflügelige Glastür.
[0017] Die Schließvorrichtung besteht im wesentlichen aus zwei miteinander verbundenen Beschlagunterteilen
17,5 bzw. 4,18, die den jeweiligen Türflügel 1 bzw. 16 an den aneinanderstoßenden
Türkanten 19 U-förmig umgreifen. Zum Verbinden dieser Beschlagteile 17,5 bzw. 4,18
dienen Verbindungsbleche 20, die entsprechend der Breite des Türspaltes 21 dimensioniert
sind und deren Länge auf die Glasdicke der Türflügel 1 bzw.16 abgestimmt ist.
[0018] Das an der Türaußenseite befindliche Beschlagunterteil 5 bzw. 4 ist mit einer Führung
11 versehen, aufder ein das Teil 4 in der Schließstellung vollständig und das Beschlagunterteil
5 teilweise abdeckendes Beschlagoberteil 3 angeordnet ist, wobei das an der Außenseite
befindliche Beschlagunterteil 5 mit einem Anschlag 22 versehen ist, wo das Beschlagoberteil
3 in der Schließstellung zur Anlage kommt und hierbei den Türspalt 21 überdeckt. Im
Beschlagoberteil 3 befindet sich ein Schloß 7, das vorteilhaft Stiftzuhaltungen aufweist,
die in der Schließstellung in das darunter befindliche Beschlagunterteil 4 einrasten.
Zum Öffnen der Schließvorrichtung wird das Beschlagoberteil 3 in Pfeilrichtung 15
zurückgeschoben und befindet sich hierbei in der in der Zeichnung dargestellten Position.
[0019] Zweckmäßigerweise befindet sich zwischen den Beschlagunterteilen 4,5,17,18 und den
Glastürflügeln 1,16 jeweils eine Zwischenlage 23 aus Gummi oder Kunststoff. Zum Befestigen
der Einheiten 5,17 bzw. 4,18 am jeweiligen Türflügel 1 bzw. 16 dienen Befestigungsschrauben
24, die an dem innenseitigen Beschlagunterteil 17 bzw. 18 gegen die Türflügel 1,16
geschraubt werden, so daß die entsprechenden Teile durch diese Klemmwirkung gehalten
werden.
Bezugszeichenaufstellung
[0020]
- 1
- Tür
- 2
- Türrahmen
- 3
- Beschlagoberteil
- 4
- Beschlagunterteil/Abschnitt
- 5
- Beschlagunterteil/Abschnitt
- 6
- Türöffnungskante
- 7
- Schloß
- 8
- Schließzylinderöffnung
- 9
- Anschlag
- 10
- Scharnier
- 11
- Führungen
- 12
- Verschraubungen
- 13
- Nuten
- 14
- Vorsprünge
- 15
- Pfeilrichtung
- 16
- Türflügel
- 17
- Beschlagunterteil
- 18
- Beschlagunterteil
- 19
- Türkanten
- 20
- Verbindungsbleche
- 21
- Türspalt
- 22
- Anschlag
- 23
- Zwischenlage
- 24
- Befestigungsschrauben
1. Schließvorrichtung für Türen mit einem Beschlagunterteil und einem darauf verschiebbar
geführten und gehaltenen Beschlagoberteil, wobei Beschlagober- und Beschlagunterteil
in der überdeckenden Position mit Hilfe eines Schlosses feststellbar sind, dadurch
gekennzeichnet, daß das Beschlagunterteil in einen an der Tür (1) befestigbaren Abschnitt
(4) und einen an dem Türrahmen (2) anbringbaren weiteren Abschnitt (5) unterteilt
ist und das Beschlagoberteil (3) in der Schließstellung die Türöffnungskante (6) überbrückt.
2. Schließvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Türinnenseite
den Beschlagunterteilen (4,5) an der Türaussenseite weitere Beschlagunterteile (17,18)
zugeordnet sind, die an den Türkanten (19) mittels im Türspalt (21) angebrachten Verbindungsblechen
(20) verbunden und mittels gegen die Türflügel (1,16) geschraubte Befestigungsschrauben
(24 festgeklemmt sind.
3. Schließvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet daß zwischen den Beschlagunterteilen
(4,5,17,18) und den Türflügeln (1, 16) Zwischenlagen (23) aus Gummi oder Kunststoff
angeordnet sind.
4. Schließvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verschließen
der Beschlagteile (4, 3) im Türbereich ein Schloß (7) mit Stiftzuhaltungen vorgesehen
ist.
5. Schließvorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Beschlagoberteil
(3) in der Schließstellung eine Schließzylinderöffnung (8) in einem Türflügel (1,16)
abdeckt.
6. Schließvorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Abschnitt
(5) des Beschlagunterteils mit einem Anschlag (22) für das Beschlagoberteil (3) in
der Schließstellung versehen ist.