Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem elektromagnetisch betätigbaren Ventil nach der Gattung
des Hauptanspruchs.
[0002] Aus der DE-OS 195 03 224 ist bereits ein elektromagnetisch betätigbares Einspritzventil
bekannt, das eine Ventilnadel aufweist, deren als Verbindungsteil zwischen einem Magnetanker
und einem Ventilschließkörper dienender Schließkörperträger aus Kunststoff ausgeformt
ist. Der kugelförmige Ventilschließkörper und der Schließkörperträger sind dabei durch
eine Schnappverbindung fest miteinander verbunden. Im Schließkörperträger sind mehrere
Queröffnungen vorgesehen, durch die Brennstoff bereits stromaufwärts des Ventilschließkörpers
aus einer inneren Öffnung austreten kann. Der Brennstoff strömt nachfolgend außerhalb
des Schließköperträgers entlang in Richtung zu einer Ventilsitzfläche, wobei er kurz
vor der Ventilsitzfläche am äußeren Umfang des Schließkörperträgers ausgeformte Strömungskanäle
durchströmt. Die Strömungskanäle werden dabei zwischen jeweils zwei Führungsstegen
des Schließkörperträgers gebildet. Somit durchströmt der Brennstoff den Führungsbereich
des Schließkörperträgers über dessen gesamte axiale Erstreckung.
Vorteile der Erfindung
[0003] Das erfindungsgemäße elektromagnetisch betätigbare Ventil mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruchs hat den Vorteil, daß es auf besonders einfache Art und
Weise kostengünstig herstellbar ist. In vorteilhafter Weise übernimmt ein Verbindungsteil
aus Kunststoff als Teil der Ventilnadel die Aufgaben der axialen Führung der Ventilnadel,
als Schließkörperträger der Aufnahme eines Ventilschließkörpers sowie der Strömungsweiterleitung
in Richtung zu einem Ventilsitz. Mit geringem Fertigungsaufwand wird eine optimale
Zuströmung zum Zumeßbereich des Ventils erreicht. Durch die Verwendung eines Verbindungsteils
aus Kunststoff besitzt die Ventilnadel eine geringe Nadelmasse, wodurch eine hohe
Ventildynamik erreicht wird. Im Verbindungsteil sind Strömungsöffnungen vorgesehen,
die erst stromabwärts eines Führungsabschnitts des Verbindungsteils an dessen Außenkontur
münden. Da im Bereich der Führungsfläche keine Mediumströmung erfolgt, kann der Führungsabscbnitt
sehr einfach ohne Stege, Nuten, Kanäle oder dergleichen ausgebildet werden.
[0004] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des im Hauptanspruch angegebenen elektromagnetisch betätigbaren
Ventils möglich.
[0005] Von besonderem Vorteil ist es, daß äußerst einfache und kostengünstige Verbindungen
zwischen den einzelnen Ventilnadelbauteilen durch die Anwendung nichtstoffschlüssiger
Fügeverfahren erzielbar sind. Dabei ist das Verbindungsteil in einem Endbereich zum
Umgreifen des Ventilschließkörpers derart ausgeformt, daß es in stromabwärtiger Richtung
noch über den Äquator des kugelförmigen Ventilschließkörpers hinausragt.
[0006] In besonders vorteilhafter Weise ist eine Ventilnadel mit einem Verbindungsteil aus
Kunststoff herstellbar, indem durch teilweises Umspritzen des Ankers und des Ventilschließkörpers
bei der Ausbildung des Verbindungsteils in einem Kunststoffspritzgießwerkzeug die
festen Verbindungen der Ventilnadelbauteile untereinander erzielt werden.
Zeichnung
[0007] Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen elektromagnetisch betätigbaren Ventils
ist in der Zeichnung vereinfacht dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung
näher erläutert.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0008] Das in der Zeichnung beispielhaft und teilweise vereinfacht dargestellte, erfindungsgemäße
elektromagnetisch betätigbare Ventil in der Form eines Einspritzventils für Brennstoffeinspritzanlagen
von gemischverdichtenden, fremdgezündeten Brennkraftmaschinen hat einen von einer
Magnetspule 1 umgebenen, als Innenpol und teilweise als Brennstoffdurchfluß dienenden
weitgehend rohrförmigen Kern 2. Zusammen mit einem oberen, scheibenförmigen Abdeckelement
3 ermöglicht der Kern 2 einen besonders kompakten Aufbau des Einspritzventils im Bereich
der Magnetspule 1. Die Magnetspule 1 ist von einem äußeren, ferromagnetischen Ventilmantel
5 als Außenpol umgeben, der die Magnetspule 1 in Umfangsrichtung vollständig umgibt
und an seinem oberen Ende fest mit dem Abdeckelement 3 z. B. durch eine Schweißnaht
6 verbunden ist. Zum Schließen des magnetischen Kreises ist der Ventilmantel 5 an
seinem unteren Ende gestuft ausgeführt, so daß ein Leitabschnitt 8 gebildet ist, der
ähnlich dem Abdeckelement 3 die Magnetspule 1 axial umschließt und der die Begrenzung
des Magnetspulenbereichs 1 nach unten hin bzw. in stromabwärtiger Richtung darstellt.
[0009] Der Leitabschnitt 8 des Ventilmantels 5, die Magnetspule 1 und das Abdeckelement
3 bilden eine innere, konzentrisch zu einer Ventillängsachse 10 verlaufende Öffnung
11 bzw. 11', in der sich eine langgestreckte Hülse 12 erstreckt. Eine innere Längsöffnung
9 der ferritischen Hülse 12 dient teilweise als Führungsöffnung für eine entlang der
Ventillängsachse 10 axial bewegliche Ventilnadel 13. Die Hülse 12 ist deshalb bezüglich
des Innendurchmessers der inneren Öffnung 9 maßgenau gefertigt. Die Hülse 12 endet
in stromabwärtiger Richtung gesehen beispielsweise im Bereich des Leitabschnitts 8
des Ventilmantels 5, mit dem sie beispielsweise mit einer Schweißnaht 14 fest verbunden
ist. Außer der axial beweglichen Ventilnadel 13 ist auch der feststehende Kern 2 in
der Längsöffnung 9 der Hülse 12 angeordnet. Neben der Führung der Ventilnadel 13 bzw.
der Aufnahme des Kerns 2 erfüllt die Hülse 12 auch eine Abdichtfunktion, so daß im
Einspritzventil eine trockene Magnetspule 1 vorliegt. Das wird auch dadurch erreicht,
daß das scheibenförmige Abdeckelement 3 die Magnetspule 1 vollständig an ihrer oberen
Seite überdeckt. Die innere Öffnung 11' im Abdeckelement 3 erlaubt es, die Hülse 12
und somit auch den Kern 2 verlängert auszubilden, so daß beide Bauteile die Öffnung
11' durchragend über das Abdeckelement 3 hinausstehen können.
[0010] An den unteren Leitabschnitt 8 des Ventilmantels 5 schließt sich ein Ventilsitzkörper
15 an, der eine feste Ventilsitzfläche 16 als Ventilsitz aufweist. Der Ventilsitzkörper
15 ist mit einer beispielsweise mittels eines Lasers erzeugten Schweißnaht 18 fest
mit dem Ventilmantel 5 verbunden. Die Ventilnadel 13 wird von einem rohrförmigen Anker
20, einem als Schließkörperträger dienenden Verbindungsteil 21 und einem kugelförmigen
Ventilschließkörper 22 gebildet. An der stromabwärtigen Stirnseite des Ventilsitzkörpers
15 kann eine flache Spritzlochscheibe angeordnet sein, die in der Zeichnung nicht
dargestellt ist. Die in einer solchen Spritzlochscheibe beispielsweise durch Erodieren
oder Stanzen ausgeformten Abspritzöffnungen schließen sich dann in Strömungsrichtung
einer stromabwärts der Ventilsitzfläche 16 ausgebildeten Austrittsöffnung 24 des Ventilsitzkörpers
15 an.
[0011] Die Betätigung des Einspritzventils erfolgt in bekannter Weise elektromagnetisch.
Zur axialen Bewegung der Ventilnadel 13 und damit zum Öffnen entgegen der Federkraft
einer Rückstellfeder 25 bzw. Schließen des Einspritzventils dient der elektromagnetische
Kreis mit der Magnetspule 1, dem inneren Kern 2, dem äußeren Ventilmantel 5 und dem
Anker 20. Der Anker 20 ist mit dem dem Ventilschließkörper 22 abgewandten Ende auf
den Kern 2 ausgerichtet. Der kugelförmige Ventilschließkörper 22 wirkt mit der sich
in Strömungsrichtung kegelstumpfförmig verjüngenden Ventilsitzfläche 16 des Ventilsitzkörpers
15 zusammen, die in axialer Richtung stromabwärts einer Führungsöffnung 26 im Ventilsitzkörper
15 ausgebildet ist.
[0012] Die Einschubtiefe des Kerns 2 im Einspritzventil ist unter anderem entscheidend für
den Hub der Ventilnadel 13. Dabei ist die eine Endstellung der Ventilnadel 13 bei
nicht erregter Magnetspule 1 durch die Anlage des Ventilschließkörpers 22 an der Ventilsitzfläche
16 des Ventilsitzkörpers 15 festgelegt, während sich die andere Endstellung der Ventilnadel
13 bei erregter Magnetspule 1 durch die Anlage des Ankers 20 am stromäbwartigen Ende
des Kerns 2 ergibt. Die Hubeinstellung erfolgt durch ein axiales Verschieben des Kerns
2 in der Hülse 12, der entsprechend der gewünschten Position nachfolgend fest mit
der Hülse 12 verbunden wird, wobei eine Laserschweißung zur Erzielung einer Schweißnaht
27 sinnvoll ist.
[0013] In eine konzentrisch zu der Ventillängsachse 10 verlaufende Strömungsbohrung 28 des
Kerns 2, die der Zufuhr des Brennstoffs in Richtung der Ventilsitzfläche 16 dient,
ist außer der Rückstellfeder 25 eine Einstellhülse 29 eingeschoben. Die Einstellhülse
29 dient zur Einstellung der Federvorspannung der an der Einstellhülse 29 anliegenden
Rückstellfeder 25, die sich wiederum mit ihrer gegenüberliegenden Seite am Anker 20
abstützt, wobei auch eine Einstellung der dynamischen Abspritzmenge mit der Einstellhülse
29 erfolgt.
[0014] Ein solches Einspritzventil zeichnet sich durch seinen besonders kompakten Aufbau
aus, so daß ein sehr kleines, handliches Einspritzventil entsteht, dessen Ventilmantel
5 beispielsweise einen Außendurchmesser von nur ca. 11 mm aufweist. Die bisher beschriebenen
Bauteile bilden eine vormontierte eigenständige Baugruppe, die als Funktionsteil 30
bezeichnet werden kann. Das fertig eingestellte und montierte Funktionsteil 30 weist
z. B. eine obere Stirnfläche 32 auf, über die beispielsweise zwei Kontaktstifte 33
herausragen. Über die elektrischen Kontaktstifte 33, die als elektrische Verbindungselemente
dienen, erfolgt die elektrische Kontaktierung der Magnetspule 1 und damit deren Erregung.
[0015] Mit einem solchen Funktionsteil 30 ist ein nicht dargestelltes Anschlußteil verbindbar,
das sich vor allen Dingen dadurch auszeichnet, daß es den elektrischen und den hydraulischen
Anschluß des Einspritzventils umfaßt. Eine hydraulische Verbindung von dem nicht dargestellten
Anschlußteil und dem Funktionsteil 30 wird beim vollständig montierten Einspritzventil
dadurch erreicht, daß Strömungsbohrungen beider Baugruppen so zueinander gebracht
werden, daß ein ungehindertes Durchströmen des Brennstoffs gewährleistet ist. Dabei
liegt dann z. B. die Stirnfläche 32 des Funktionsteils 30 unmittelbar an einer unteren
Stirnfläche des Anschlußteils an und ist mit diesem fest verbunden. Bei der Montage
des Anschlußteils auf dem Funktionsteil 30 kann der über die Stirnfläche 32 überstehende
Teil des Kerns 2 und der Hülse 12 zur Erhöhung der Verbindungsstabilitäat in eine
Strömungsbohrung des Anschlußteils hineinragen. Im Verbindungsbereich ist zur sicheren
Abdichtung z. B. ein Dichtring 36 vorgesehen, der auf der Stirnfläche 32 des Abdeckelements
3 aufliegend die Hülse 12 umgibt. Die als elektrische Verbindungselemente dienenden
Kontaktstifte 33 gehen im vollständig montierten Ventil eine sichere elektrische Verbindung
mit korrespondierenden elektrischen Verbindungselementen des Anschlußteils ein.
[0016] Der rohrförmige Anker 20 ist beispielsweise als Drehteil ausgeführt, das eine innere
Längsbohrung 38 als Strömungsweg sowie eine z.B. mehrfach gestufte Außenkontur besitzt.
In der Längsbohrung 38 ist optional ein Filterelement 39 angeordnet, das zusätzlich
zu einem Brennstoffilter im nicht dargestellten Anschlußteil des Ventils vorgesehen
ist. Das als Zweitfilter ausgebildete Filterelement 39 erfüllt den Zweck, eventuell
bei der Ventilmontage in das Innere des Ventils gelangten Schmutz vom Sitzbereich
fernzuhalten. Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Filterelement
39 in der Längsbohrung 38 des Ankers 20 eingepreßt. Alternativ kann das Filterelement
39 auch in dem zur Ventilnadel 13 gehörenden Verbindungsteil 21 aus Kunststoff integriert
sein, indem es beispielsweise miteingespritzt wird. Am äußeren Umfang des Ankers 20
ist eine ringförmige Führungsfläche 40 vorgesehen, die der Führung der axial beweglichen
Ventilnadel 13 in der Hülse 12 dient. Der beispielsweise aus einem ferritischen Material
(Chromstahl) gefertigte Anker 20 weist eine obere, dem Kern 2 zugewandte Anschlagfläche
42 auf, die mit einer Verschleißschutzschicht versehen ist, z. B. verchromt ist.
[0017] Der kugelförmige Ventilschließkörper 22 weist einen senkrecht zur Ventillängsachse
10 verlaufenden Kugeläquator 43 auf, über den sich in stromabwärtiger Richtung gesehen
ein unterer Endbereich 44 des Verbindungsteils 21 hinweg erstreckt. Anders ausgedrückt
wird also mehr als eine Halbkugel und damit der Radius des kugelfömigen Ventilschließkörpers
22 vom Verbindungsteil 21 umgriffen. Das Verbindungsteil 21 besitzt eine innere Öffnung
46, die an ihrem dem Ventilsitz 16 zugewandten unteren Ende in einer kalottenförmigen
Ausnehmung 47 durch den Ventilschließkörper 22 vollständig ausgefüllt ist. Deshalb
verlaufen bereits stromaufwärts des Ventilschließkörpers 22 von der inneren Öffnung
46 ausgehend wenigstens eine, beispielsweise zwei bis acht kanalartige Strömungsöffnungen
48 in einem schrägen Strömungsabschnitt 49 des Verbindungsteils 21 bis hin zu dessen
Außenkontur, um die Brennstoffversorgung am Ventilsitz 16 zu gewährleisten. Die Strömungsöffnungen
48 erstrecken sich entsprechend dem Strömungsabschnitt 49 z.B. schräg zur Ventillängsachse
10, also mit einer radialen und einer axialen Komponente. Genausogut können die Strömungsöffnungen
48 auch vollständig radial verlaufend ausgebildet sein.
[0018] Die festen Verbindungen von Anker 20, Verbindungsteil 21 und Ventilschließkörper
22 sind mittels nichtstoffschlüssiger Fügeverfahren hergestellt. Die Verbindung von
Anker 20 und als Schließkörperträger dienendem Verbindungsteil 21 wird beispielsweise
durch Aufclipsen oder Aufpressen, die Verbindung von Verbindungsteil 21 und Ventilschließkörper
22 z.B. durch Einclipsen, Bördeln oder Einpressen bzw. durch Einpressen und nachfolgendes
Bördeln erzielt, wobei vor allen Dingen der Umgreifungsbereich stromabwärts des Kugeläquators
43 eine sichere Verbindung gewährleistet. In besonders vorteilhafter Weise können
in einem Kunststoffspritzgießwerkzeug sowohl der Anker 20 als auch der Ventilschließkörper
22 zugleich derart umspritzt werden, daß die dargestellte Ventilnadel 13 mit dem Verbindungsteil
21 aus Kunststoff entsteht. Selbstverständlich können jeweils der Anker 20 und der
Ventilschließkörper 22 auch einzeln mit dem Verbindungsteil 21 umspritzt werden. Durch
entsprechende Konturgebungen (Stufen, Absätze, Nuten schwalbenschwanzähnliche Hinterschneidungen
u.ä.) am stromabwärtigen Ende des Ankers 20 und die kugelförmige Gestalt des Ventilschließkörpers
22 sind sehr einfach beim Umspritzen sichere Verbindungen mit dem Verbindungsteil
21 erzielbar.
[0019] Das Verbindungsteil 21 wird zumindest in einem oberen, dem Anker 20 zugewandten Führungsabschnitt
50 maßgenau gefertigt bzw. nachbearbeitet, da die ringförmige Außenkontur des Verbindungsteils
21 in diesem Bereich mit wenigstens einer Führungsfläche 51 neben der Führungsfläche
40 einer weiteren Führung der axial beweglichen Ventilnadel 13 dient. Die Führung
der Ventilnadel 13 erfolgt dabei in der Führungsöffnung 26 gegenüber dem Ventilsitzkörper
15 und/oder dem Ventilmantel 5 an dessen Leitabschnitt 8. Die Strömungsöffnungen 48
münden erst stromabwärts des Führungsabschnitts 50 an der Außenkontur des Verbindungsteils
21; die Brennstoffzufuhr in Richtung zur Ventilsitzfläche 16 erfolgt also völlig separat
vom Führungsabschnitt 50 des Verbindungsteils 21.
1. Elektromagnetisch betätigbares Ventil, insbesondere Einspritzventil für Brennstoffeinspritzanlagen
von Brennkraftmaschinen, mit einer Ventillängsachse, mit einem von einer Magnetspule
wenigstens teilweise umgebenen Kern, mit einer axial bewegbaren Ventilnadel, die einen
Anker und einen Ventilschließkörper sowie ein den Anker und den Ventilschließkörper
fest verbindendes Verbindungsteil aus Kunststoff umfaßt, wobei der Ventilschließkörper
mit einem festen Ventilsitz zusammenwirkt, und das Verbindungsteil eine innere Öffnung
sowie wenigstens eine äußere Führungsfläche zur axialen Führung der Ventilnadel hat,
dadurch gekennzeichnet, daß von der inneren Öffnung (46) des Verbindungsteils (21)
ausgehend wenigstens eine Strömungsöffnung (48) mit einer radialen Komponente ausgebildet
ist, die erst stromabwärts der Führungsfläche (51) an der Außenkontur des Verbindungsteils
(21) mündet.
2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Verbindungsteil (21) zwei bis
acht kanalartige Strömungsöffnungen (48) vorgesehen sind.
3. Ventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungsöffnungen
(48) in einem schräg zur Ventillängsachse (10) verlaufenden Strömungsabschnitt (49)
des Verbindungsteils (21) eingebracht sind, so daß die Strömungsöffnungen (48) sowohl
eine radiale als auch eine axiale Erstreckungskomponente aufweisen.
4. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsfläche (51) ringförmig
umlaufend als Außenkontur eines Führungsabschnitts (50) des Verbindungsteils (21)
ausgebildet ist.
5. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilschließkörper (22) kugelförmig
ausgeformt ist.
6. Ventil nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilschließkörper
(22) mittels Einpressen in einer unteren Ausnehmung (47) der Öffnung (46) des als
Schließkörperträger dienenden Verbindungsteils (21) befestigbar ist.
7. Ventil nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilschließkörper
(22) mittels Bördeln in einer unteren Ausnehmung (47) der Öffnung (46) des als Schließkörperträger
dienenden Verbindungsteils (21) befestigbar ist.
8. Ventil nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilschließkörper
(22) mittels Einclipsen in einer unteren Ausnehmung (47) der Öffnung (46) des als
Schließkörperträger dienenden Verbindungsteils (21) befestigbar ist.
9. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilnadel (13) durch teilweises
Umspritzen des Ankers (20) und/oder des Ventilschließkörpers (22) bei der Ausbildung
des Verbindungsteils (21) aus Kunststoff in einem Kunststoffspritzgießwerkzeug herstellbar
ist.
10. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in einer
inneren Längsbohrung (38) des Ankers (20) und/oder in der inneren Öffnung (46) des
Verbindungsteils (21) ein Filterelement (39) integriert ist.