[0001] Die Erfindung betrifft eine Mischvorrichtung zur Erzeugung eines Gemisches aus Gas
und Verbrennungsluft für einen Brenner gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine derartige Mischvorrichtung ist aus der EP 0 559 280 A1 sowie im wesentlichen
auch aus der EP 0 702 194 A1 bekannt. In beiden Fällen ist eine sich trichterförmig
erweiternde Mischkammer vorhanden, welcher auf der Seite geringeren Durchmessers die
Verbrennungsluft zugeführt wird und in welcher ein Steuerkörper ohne äußeren Antrieb
allein durch die voll der Strömung erzeugte Druckdifferenz axial verstellbar ist.
Der Steuerkörper liegt in, Falle der EP 0 559 280 A1 im Strömungsweg des Gas/Luft-Gemischs
und ist mit einen, zusätzlichen, den Gasstrom steuernden Element ausgestattet. Im
Falle der EP 0 702 194 A1 weist er je einen im Strömungsweg der Verbrennungsluft und
des Gases liegenden Ventilkörper auf. In beiden Fällen ist er also als Doppeldrosselkörper
ausgebildet.
[0003] Alls der DE-OS 19 06 652 ist ein Gasbrenner mit beliebiger Flammenrichtung bekannt.
Dieser weist ein sich stromab konisch erweiterndes Mischrohr auf, in welchem von über
eine Ringkammer mit Ringspalt zuströmendem Gas Luft ansaugbar ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer gattungsgemäßen Mischvorrichtung, die
bei einem äußerst einfachen konstruktiven Aufbau einen hohen Wirkungsgrad aufweist.
[0005] Dies gelingt durch die in, Anspruch 1 gekennzeichnete Mischvorrichtung. Durch die
Verwendung einer Venturi-Düse wird der Modulationsbereich für die Zufuhr des Gas/Luft-Gemischs
in Abhängigkeit vom Wärmebedarf. d.h. die Differenz zwischen minimalem und maximalem
Gemischdurchsatz verbreitert, weil die Venturi-Düse in der vom Gebläse erzeugten Strömung
die Druckdifferenz über Venturi-Düse und Drosselkörper verstärkt. Damit ändert sich
der Strömungswiderstand abhängig vom Durchsatz derart, daß der Drosselkörper bei geringen
Strömungen bereits einen relativ hohen Strömungswiderstand und bei hohem Durchsatz
einen relativ geringen Strömungswiderstand hat. Folglich ist die vom Gebläse erzeugte
Druckdifferenz bei niedrigem Durchsatz hoch. Daraus folgt eine hohe Stabilität bei
niedrigem Durchsatz sowie eine geringe Wahrscheinlichkeit des Entstehens von Brennergeräuschen
bei unterschiedlichen Umgebungsbedingungen. Die Ausbildung der Mischvorrichtung ist
von der Anordnung des Gebläses weitgehend unabhängig. Es kann im Wege des Luftstroms
oder des Gemischstroms oder am Ausgang der Brennkammer angeordnet sein.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sieh aus den Unteransprüchen.
[0007] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispiels
erläutert.
[0008] An einer Tragplatte 1 ist abgedichtet der Auslaßtrichter 2 einer Venturi-Düse befestigt,
der außen von einer Ringkammer 3 umgeben ist. Diese Ringkammer 3 wird gebildet zwischen
einem im wesentlichen hohlzylindrischen Gehäuseteil 4 und der Außenwand des Auslaßtrichters
2. Der Gehäuseteil 4 ist ebenfalls an der Tragplatte 1 abgedichtet befestigt und an
seinem gegenüberliegenden Ende 5 als Einströmtrichter 6 der Venturi-Düse ausgestaltet.
Die Ringkammer 3 steht mit dem Innenraum 7 der Venturi-Düse über einen umlaufenden
Ringspalt 8 in Verbindung. Ein Drosselkörper 9 ist in dem senkrecht stehenden und
nach oben geöffneten Auslaßtrichter 2 freischwebend axial verschiebbar. Die jeweilige
Position des Drosselkörpers 9 wird durch das Kräftegleichgewicht bestimmt, welches
sich aus dem von der Strömung erzeugten Differenzdruck am Drosselkörper 9 einerseits
und dem Drosselkörpergewicht andererseits ergibt. Die aneinander grenzenden Teile
von Auslaßtrichter 2 und Einströmtrichter 6 bilden zusammen den Düsenhals 10 der Venturi-Düse.
[0009] Verbrennungsluft A wird dem Einströmtrichter 6 zugeführt, während das Gas G über
eine Vordrossel 11 vom Einlaß 12 in die Ringkammer 3 gelangt und von dort durch den
Ringspalt 8 hindurch vom Luftstrom A angesaugt wird. Das Gas G strömt im Bereich des
Düsenhalses 10 etwa tangential zu dem die Venturi-Düse durchströmenden Luftstrom A
in die Düse ein, was einerseits zu einer guten Durchmischung von Gas und Luft führt
andererseits aber den Verstärkungseffekt der Venturi-Düse nicht nachteilig beeinflußt.
Der Verstärkungsgrad der Venturi-Düse ist definiert als das Verhältnis der Druckdifferenz
an der Venturi-Düse, gemessen zwischen Einlaß am Einströmtrichter 6 und Gaszufuhrstelle
am Ringspalt 8, und dem Druckabfall, welchen die Venturi-Düse im Hauptstrom, also
in der Luftströmung, verursacht. Das Gemisch M aus Verbrennungsluft A und Gas G verläßt
die Venturi-Düse an deren Auslaß 13.
[0010] Im gezeigten einfachsten Ausführungsbeispiel wird der Drosselkörper 9 durch den Gemischstrom
freischwebend und zentriert gehalten, weil etwaige radiale Verschiebungen des Drosselkörpers
9 zu unterschiedlichen Druckabfällen im Ringspalt 14 zwischen Drosselkörper 9 und
Auslaßtrichter 2 führen und hierdurch eine radiale Rückverschiebung in die Zentrallage
bewirken würde. Zusätzlich kann der Drosselkörper 9 durch Führungsmittel 15 in Achsrichtung
verschiebbar geführt sein. Ferner können in der Zeichnung nur teilweise dargestellte
Begrenzungsmittel 16 den axialen Hub des Drosselkörpers 9 in einer oder in beiden
Richtungen begrenzen.
[0011] Im Betrieb wird durch ein Gebläse, welches entweder auf der Zufuhrseite A der Luft
oder auf der Abströmseite M des Gemisches oder stromabwärts hiervon am Ausgang der
Brennkammer angeordnet sein kann, eine Strömung in Richtung der Pfeile A und M erzeugt,
welche von der augenblicklichen Gebläseleistung (Drehzahl) abhängt. Diese wiederum
richtet sieh in bekannter Weise nach dem Wärmebedarf, den der mit dem Gemisch M versorgte
Brenner befriedigen soll. Bei geringem Wärmebedarf und folglich geringer Strömung
befindet sich der Drosselkörper 9, beispielsweise in der ausgezogen dargestellten
Lage, wo der Ringspalt 14 zwischen Drosselkörper 9 und Auslaßtrichter 2 relativ gering
und folglich der Strömungswiderstand und damit auch der Druckabfall über dem Drosselkörper
9 relativ hoch ist. Bei starkem Wärmebedarf bewegt sich der Drosselkörper 9 in Richtung
der gestrichelten Position 9', wo der Ringspalt 14 größer und somit der Strömungswiderstand
geringer ist. Dies führt zu der oben geschilderten Stabilisierung der Strömung im
Bereich geringen Durchsatzes. Mit der Vordrossel 11 wird die Gaszufuhr so eingeteilt,
daß Luft und Gas in einem vorgegebenen, optimal verbrennenden Mischungsverhältnis
zum Brenner gelangen. Dieses Gas/Luft-Verhältnis bleibt bei allen Positionen des Drosselkörpers
9, d.h. auch bei Durchsatzänderungen gleich.
[0012] Wird die Venturi-Düse nicht wie dargestellt mit vertikaler Achse, sondern mit horizontaler
oder geneigter Achse betrieben, so muß der Drosselkörper 9 axial durch die Führungsmittel
15 geführt und mittels einer Feder in Schließrichtung vorgespannt werden, weil dann
sein Gewicht nicht mehr dem Strömungsdruck entgegenwirkt. Die Anordnung und Ausgestaltung
solcher Führungsmittel und einer Rückstellfeder ist aus EP 0702 194 A1 bekannt. Die
Führungsmittel 15 können beispielsweise aus mehreren, gleichmäßig über den Umfang
der Innenwand des Auslaßtrichters 2 verteilten, sich axial erstreckenden Rippen bestehen,
die, wie gestrichelt angedeutet, an ihrem unteren Ende zugleich einen Anschlag als
Hubbegrenzungsmittel 16 für den Drosselkörper 9 bilden können. Solche Führungsmittel
können auch bei, wie gezeigt, vertikaler Düsenachse voll Nutzen sein.
1. Mischvorrichtung zur Erzeugung eines Gemisches aus Gas und Verbrennungsluft für einen
Brenner, dein das Gemisch über ein Gebläse aus einem Auslaßtrichter der Mischvorrichtung
zuführbar ist, in welchem ein axial frei verschiebbarer Steuerkörper angeordnet ist,
dessen axiale Lage durch die vom Gebläse erzeugte Druckdifferenz zwischen Einlaß und
Auslaß des Auslaßtrichters beeinflußt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
a) zur Gemischbildung eine den Auslaßtrichter (2) aufweisende Venturi-Düse vorgesehen
ist, in deren Düsenhals (10) das Gas (G) aus einer Teile der Venturi-Düse umgebenden
Ringkammer (3) etwa tangential zum die Venturi-Düse durchfließenden Luftstrom (A)
einsaugbar ist; und
b) im Auslaßtrichter (2) der Venturi-Düse als Steuerkörper ein einziger Drosselkörper
(9) angeordnet ist.
2. Mischvorrichtung nach Anspruch 1, mit senkrecht stehender, sich nach oben erweiternder
Venturi-Düse, dadurch gekennzeichnet, daß der Drosselkörper (9) axial freischwebend im Auslaßtrichter (2) der Venturi-Düse
angeordnet ist.
3. Mischvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine den Drosselkörper (9)
in Schließrichtung vorspannende Feder.
4. Mischvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch radiale Führungsmittel (15) zum konzentrischen Führen des Drosselkörpers (9) in Achsrichtung.
5. Mischvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch Hubbegrenzungsmittel (16) für den Drosselkörper (9).
6. Mischvorrichtung nach einem der Ansprüch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringkammer (3) über einen, den Düsenhals(10) umgebenden Ringspalt (8) in
den Düsenhals mündet.