| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 890 787 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
13.11.2002 Patentblatt 2002/46 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.07.1998 |
|
|
| (54) |
Mischvorrichtung für Gas- und Verbrennungsluft in einer Brenneranlage
Mixing device for gas and combustion air in a combustion installation
Dispositif de mélange pour gaz et comburant dans une installation de combustion
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
DE FR GB IT NL |
| (30) |
Priorität: |
08.07.1997 DE 19729047
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
13.01.1999 Patentblatt 1999/02 |
| (73) |
Patentinhaber: HONEYWELL B.V. |
|
1101 EA Amsterdam Z.O. (NL) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Vrolijk, Enno
7751 BC Dalen (NL)
|
| (74) |
Vertreter: Leson, Thomas Johannes Alois, Dipl.-Ing. et al |
|
Patentanwälte
Tiedtke-Bühling-Kinne & Partner,
Bavariaring 4 80336 München 80336 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 145 920 DE-A- 1 906 652 DE-U- 29 617 621
|
EP-A- 0 559 280 DE-A- 4 137 573 US-A- 5 527 367
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Mischvorrichtung zur Erzeugung eines Gemisches aus Gas
und Verbrennungsluft für einen Brenner gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine derartige Mischvorrichtung ist aus der US 5 527 367 A sowie im wesentlichen
auch aus der EP 0 559 280 A1 und der EP 0 702 194 A1 bekannt. In beiden letzten Fällen
ist eine sich trichterförmig erweiternde Mischkammer vorhanden, welcher auf der Seite
geringeren Durchmessers die Verbrennungsluft zugeführt wird und in welcher ein Steuerkörper
ohne äußeren Antrieb allein durch die von der Strömung erzeugte Druckdifferenz axial
verstellbar ist. Der Steuerkörper liegt im Falle der EP 0 559 280 A1 im Strömungsweg
des Gas/Luft-Gemischs und ist mit einem zusätzlichen, den Gasstrom steuernden Element
ausgestattet. Im Falle der EP 0 702 194 A1 weist er je einen im Strömungsweg der Verbrennungsluft
und des Gases liegenden Ventilkörper auf. In beiden Fällen ist er also als Doppeldrosselkörper
ausgebildet.
[0003] Aus der DE-OS 19 06 652 ist ein Gasbrenner mit beliebiger Flammenrichtung bekannt.
Dieser weist ein sich stromab konisch erweiterndes Mischrohr auf, in welchem von über
eine Ringkammer mit Ringspalt zuströmendem Gas Luft ansaugbar ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer gattungsgemäßen Mischvorrichtung, die
bei einem äußerst einfachen konstruktiven Aufbau einen hohen Wirkungsgrad aufweist.
[0005] Dies gelingt durch die im Anspruch 1 gekennzeichnete Mischvorrichtung. Durch die
Verwendung einer Venturi-Düse wird der Modulationsbereich für die Zufuhr des Gas/Luft-Gemischs
in Abhängigkeit vom Wärmebedarf, d.h. die Differenz zwischen minimalem und maximalem
Gemischdurchsatz verbreitert, weil die Venturi-Düse in der vom Gebläse erzeugten Strömung
die Druckdifferenz über Venturi-Düse und Drosselkörper verstärkt. Damit ändert sich
der Strömungswiderstand abhängig vom Durchsatz derart, daß der Drosselkörper bei geringen
Strömungen bereits einen relativ hohen Strömungswiderstand und bei hohem Durchsatz
einen relativ geringen Strömungswiderstand hat. Folglich ist die vom Gebläse erzeugte
Druckdifferenz bei niedrigem Durchsatz hoch. Daraus folgt eine hohe Stabilität bei
niedrigem Durchsatz sowie eine geringe Wahrscheinlichkeit des Entstehens von Brennergeräuschen
bei unterschiedlichen Umgebungsbedingungen. Die Ausbildung der Mischvorrichtung ist
von der Anordnung des Gebläses weitgehend unabhängig. Es kann im Wege des Luftstroms
oder des Gemischstroms oder am Ausgang der Brennkammer angeordnet sein.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0007] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispiels
erläutert.
[0008] An einer Tragplatte 1 ist abgedichtet der Auslaßtrichter 2 einer Venturi-Düse befestigt,
der außen von einer Ringkammer 3 umgeben ist. Diese Ringkammer 3 wird gebildet zwischen
einem im wesentlichen hohlzylindrischen Gehäuseteil 4 und der Außenwand des Auslaßtrichters
2. Der Gehäuseteil 4 ist ebenfalls an der Tragplatte 1 abgedichtet befestigt und an
seinem gegenüberliegenden Ende 5 als Einströmtrichter 6 der Venturi-Düse ausgestaltet.
Die Ringkammer 3 steht mit dem Innenraum 7 der Venturi-Düse über einen umlaufenden
Ringspalt 8 in Verbindung. Ein Drosselkörper 9 ist in dem senkrecht stehenden und
nach oben geöffneten Auslaßtrichter 2 freischwebend axial verschiebbar. Die jeweilige
Position des Drosselkörpers 9 wird durch das Kräftegleichgewicht bestimmt, welches
sich aus dem von der Strömung erzeugten Differenzdruck am Drosselkörper 9 einerseits
und dem Drosselkörpergewicht andererseits ergibt. Die aneinander grenzenden Teile
von Auslaßtrichter 2 und Einströmtrichter 6 bilden zusammen den Düsenhals 10 der Venturi-Düse.
[0009] Verbrennungsluft A wird dem Einströmtrichter 6 zugeführt, während das Gas G über
eine Vordrossel 11 vom Einlaß 12 in die Ringkammer 3 gelangt und von dort durch den
Ringspalt 8 hindurch vom Luftstrom A angesaugt wird. Das Gas G strömt im Bereich des
Düsenhalses 10 etwa tangential zu dem die Venturi-Düse durchströmenden Luftstrom A
in die Düse ein, was einerseits zu einer guten Durchmischung von Gas und Luft führt,
andererseits aber den Verstärkungseffekt der Venturi-Düse nicht nachteilig beeinflußt.
Der Verstärkungsgrad der Venturi-Düse ist definiert als das Verhältnis der Druckdifferenz
an der Venturi-Düse, gemessen zwischen Einlaß am Einströmtrichter 6 und Gaszufuhrstelle
am Ringspalt 8, und dem Druckabfall, welchen die Venturi-Düse im Hauptstrom, also
in der Luftströmung, verursacht. Das Gemisch M aus Verbrennungsluft A und Gas G verläßt
die Venturi-Düse an deren Auslaß 13.
[0010] Im gczeigten einfachsten Ausführungsbeispiel wird der Drosselkörper 9 durch den Gemischstrom
freischwebend und zentriert gehalten, weil etwaige radiale Verschiebungen des Drosselkörpers
9 zu unterschiedlichen Druckabfällen im Ringspalt 14 zwischen Drosselkörper 9 und
Auslaßtrichter 2 führen und hierdurch eine radiale Rückverschiebung in die Zentrallage
bewirken würde. Zusätzlich kann der Drosselkörper 9 durch Führungsmittel 15 in Achsrichtung
verschiebbar geführt sein. Ferner können in der Zeichnung nur teilweise dargestellte
Begrenzungsmittel 16 den axialen Hub des Drosselkörpers 9 in einer oder in beiden
Richtungen begrenzen.
[0011] Im Betrieb wird durch ein Gebläse, welches entweder auf der Zufuhrseite A der Luft
oder auf der Abströmseite M des Gemisches oder stromabwärts hiervon am Ausgang der
Brennkammer angeordnet sein kann, eine Strömung in Richtung der Pfeile A und M erzeugt,
welche von der augenblicklichen Gebläseleistung (Drehzahl) abhängt. Diese wiederum
richtet sich in bekannter Weise nach dem Wärmebedarf, den der mit dem Gemisch M versorgte
Brenner befriedigen soll. Bei geringem Wärmebedarf und folglich geringer Strömung
befindet sich der Drosselkörper 9, beispielsweise in der ausgezogen dargestellten
Lage, wo der Ringspalt 14 zwischen Drosselkörper 9 und Auslaßtrichter 2 relativ gering
und folglich der Strömungswiderstand und damit auch der Druckabfall über dem Drosselkörper
9 relativ hoch ist. Bei starkem Wärmebedarf bewegt sich der Drosselkörper 9 in Richtung
der gestrichelten Position 9', wo der Ringspalt 14 größer und somit der Strömungswiderstand
geringer ist. Dies führt zu der oben geschilderten Stabilisierung der Strömung im
Bereich geringen Durchsatzes. Mit der Vordrossel 11 wird die Gaszufuhr so eingeteilt,
daß Luft und Gas in einem vorgegebenen, optimal verbrennenden Mischungsverhältnis
zum Brenner gelangen. Dieses Gas/Luft-Verhältnis bleibt bei allen Positionen des Drosselkörpers
9, d.h. auch bei Durchsatzänderungen gleich.
[0012] Wird die Venturi-Düse nicht wie dargestellt mit vertikaler Achse, sondern mit horizontaler
oder geneigter Achse betrieben, so muß der Drosselkörper 9 axial durch die Führungsmittel
15 geführt und mittels einer Feder in Schließrichtung vorgespannt werden, weil dann
sein Gewicht nicht mehr dem Strömungsdruck entgegenwirkt. Die Anordnung und Ausgestaltung
solcher Führungsmittel und einer Rückstellfeder ist aus EP 0 702 194 A1 bekannt. Die
Führungsmittel
15 können beispielsweise aus mehreren, gleichmäßig über den Umfang der Innenwand des
Auslaßtrichters 2 verteilten, sich axial erstreckenden Rippen bestehen, die, wie gestrichelt
angedeutet, an ihrem unteren Ende zugleich einen Anschlag als Hubbegrenzungsmittel
16 für den Drosselkörper 9 bilden können. Solche Führungsmittel können auch bei, wie
gezeigt, vertikaler Düsenachse von Nutzen sein.
1. Mischvorrichtung für Gas- und Verbrennungsluft in einer Brennanlage, in der ein Gebläse
das Gas/Luftgemisch zum Brenner fördert, wobei
a) zur Mischung von Luft und Gas (G) eine Venturi-Düse (2, 6, 10) vorgesehen ist,
wobei das Gas (G) von einem Einlass (12) zu der Venturi-Düse (2, 6, 10) strömt und
in deren Halsstück (10) aus einer Teile der Venturi-Düse umgebenden Ringkammer (3)
tangential zum die Venturi-Düse durchfließenden Luftstrom (A) eingesaugt wird;
b) im Auslasstrichter (2) der Venturi-Düse (2, 6) axial frei verschiebbar und ohne
besonderen Stellantrieb ein einziger Drosselkörper (9) angeordnet ist, dessen axiale
Lage durch die vom Gebläse erzeugte Druckdifferenz zwischen dem Einströmtrichter (6)
und dem Auslass (13) der Venturi-Düse bestimmt ist, und
c) eine Vordrossel (11) zwischen dem Einlass (12) und der Ringkammer (3) angeordnet
ist, mittels der die Gaszufuhr so eingestellt wird, dass das Gas/Luft-Verhältnis bei
allen Positionen des Drosselkörpers (9) gleich bleibt und einem vorgegebenen Verhältnis
entspricht.
2. Mischvorrichtung nach Anspruch 1, mit senkrecht stehender, sich nach oben erweiternder
Venturi-Düse, dadurch gekennzeichnet, daß der Drosselkörper (9) axial freischwebend im Auslaßtrichter (2) der Venturi-Düse
angeordnet ist.
3. Mischvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine den Drosselkörper (9) in Schließrichtung vorspannende Feder.
4. Mischvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch radiale Führungsmittel (15) zum konzentrischen Führen des Drosselkörpers (9) in Achsrichtung.
5. Mischvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch Hubbegrenzungsmittel (16) für den Drosselkörper (9).
6. Mischvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringkammer (3) über einen, das Halsstück (10) umgebenden Ringspalt (8) in das
Halsstück mündet.
1. Mixing device for gas and combustion air in a burner system in which a blower conveys
the gas/air mixture to the burner, wherein
a) a Venturi (2, 6, 10) is provided for mixing the air and gas (G), the gas (G) flowing
from an inlet (12) to the Venturi (2, 6, 10) and, in the neck (10) of the said Venturi,
being inspired tangentially to the airflow (A) through the Venturi from an annular
chamber (3) surrounding parts of the Venturi;
b) a single flow restrictor (9) whose axial position is determined by the pressure-difference,
generated by the blower, between the intake funnel (6) and the outlet (13) of the
Venturi is arranged axially freely displaceably, and without a special actuating drive,
in the outlet funnel (2) of the Venturi (2, 6); and
c) a choke (11) by means of which the gas feed is adjusted so that the gas-air ratio
remains constant and corresponds to a specified ratio for all positions of the flow
restrictor (9) is arranged between the inlet (12) and the annular chamber (3).
2. Mixing device according to claim 1, with vertical upwards-expanding Venturi, characterised in that the flow restrictor (9) is arranged axially free-floatingly in the outlet funnel
(2) of the Venturi.
3. Mixing device according to claim 1, characterised by a spring preloading the flow restrictor (9) in the closing direction.
4. Mixing device according to any of claims 1 to 3, characterised by radial guide means (15) to guide the flow restrictor (9) concentrically in the axial
direction.
5. Mixing device according to any one of claims 1 to 4, characterised by a strike-limiting means (16) for the flow restrictor (9).
6. Mixing device according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the annular chamber (3) is in communication with the neck (10) via an annulus gap
(8) surrounding the said neck.
1. Dispositif mélangeur pour du gaz et de l'air de combustion dans une installation à
brûleur, dans lequel une soufflante transporte le mélange gaz / air au brûleur, et
pour lequel
a) un venturi (2, 6, 10) est prévu pour le mélange de l'air et du gaz (G), le gaz
(G) s'écoulant vers le venturi (2, 6, 10) depuis une entrée (12) et étant aspiré tangentiellement
dans le courant d'air (A) traversant le venturi dans le col (10) de ce dernier, depuis
une chambre annulaire (3) entourant une partie du venturi ;
b) dans la tuyère de sortie (2) du venturi (2, 6) est disposé un seul élément d'étranglement
(9), déplaçable axialement et sans organe de réglage spécifique, dont la position
axiale est déterminée par la différence de pression engendrée par la soufflante entre
la tuyère d'arrivée du courant (6) et la sortie (13) du venturi, et
c) un étranglement amont (11) est disposé entre l'entrée (12) et la chambre annulaire
(3), à l'aide duquel l'arrivée de gaz est réglée de telle sorte que le rapport gaz
/ air reste le même pour toutes les positions de l'élément d'étranglement (9) et correspond
à un rapport déterminé.
2. Dispositif mélangeur selon la revendication 1, avec un venturi vertical évasé vers
le haut, caractérisé en ce que l'élément d'étranglement (9) est disposé axialement flottant dans la tuyère de sortie
(2) du venturi.
3. Dispositif mélangeur selon la revendication 1, caractérisé par un ressort de précontrainte de l'élément d'étranglement dans le sens de la fermeture.
4. Dispositif mélangeur selon une des revendications 1 à 3, caractérisé par des moyens de guidage radiaux (15) pour un guidage concentrique de l'élément d'étranglement
(9) dans la direction de l'axe.
5. Dispositif mélangeur selon une des revendications 1 à 4, caractérisé par des moyens de limitation de course (16) pour l'élément d'étranglement (9).
6. Dispositif mélangeur selon une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la chambre annulaire (3) débouche dans le col (10) par une fente annulaire (8) entourant
le col.
