[0001] Die Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung, insbesondere einen Feuerungsautomaten,
für einen Gebläsebrenner der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art.
[0002] Feuerungsautomaten dienen der Steuerung und Überwachung der Verbrennung bei Wärmeerzeugungsanlagen,
die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden. Solche Feuerungsautomaten
sind beipielsweise aus den Landis & Gyr Firmendruckschriften "Feuerungsautomaten für
Öl und Gasbrenner", L..., bekannt. Mit Hilfe eines solchen Feuerungsautomaten werden
Luftgebläse, Brennstoffpumpe (z.B. Ölpumpe), Brennstoffventil und Zündungseinrichtung
gesteuert. Damit ist sowohl der Inbetriebsetzungsvorgang für einen Brenner steuer-
und überwachbar als auch der Betrieb im Anschluß an einen solchen Inbetriebsetzungsvorgang.
[0003] Bei den bekannten Einrichtungen wird mit Hilfe des Luftgebläses ein annähernd konstanter
Luftstrom erzeugt, der mit Hilfe einer vor- oder nachgeschalteten Luftklappe so beeinflußt
wird, daß der gewünschte Luftstrom zum Brenner entsteht. Aus Sicherheitsgründen sind
Luftdruckwächter eingesetzt, die aufgrund des mit dem Luftstrom verbundenen Überdruckes
feststellen, ob eine bestimmte minimale Luftmenge vorbeiströmt. Die Regelung der dem
Brenner zugeführten Luftmenge mit der Luftklappe ist wegen derer gerade im Kleinlastbereich
stark nichtlinearen Kennlinie schwierig. Bei einem modernen Öl- oder Gasbrenner muss
deshalb die Drehzahl des Gebläsemotors in einem grossen Bereich regelbar sein.
[0004] Für den Einsatz bei Brennern kleiner bis mittlerer Leistung eignet sich eine Einrichtung
mit einem Feuerungsautomaten gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1, wie sie in der
europäischen Patentanmeldung EP 614 048 beschrieben ist. Bei solchen Brennern dient
als Gebläseantrieb ein drehzahlsteuerbarer DC-Motor mit integrierter Steuerelektronik
und integriertem Sensor zur Erfassung der Drehzahl, wobei am Motor neben dem Spannungsversorgungsanschluss
ein Steuer- und ein Rückmeldeanschluss für den Soll- bzw. Ist-Wert der Drehzahl vorhanden
sind.
[0005] Ein Feuerungsautomat für einen Gebläsebrenner der im Oberbegriff des Anspruchs 1
genannten Art ist aus der DE 44 10 735 bekannt.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Feuerungsautomaten für einen Gebläsebrenner
vorzuschlagen, bei dem die dem Gebläsebrenner zugeführte Luftmenge ohne Luftklappe
auf einfache Weise steuerbar ist.
[0007] Die genannte Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst durch die Merkmale der Ansprüche
1 und 2. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0008] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert.
[0009] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen von einem Feuerungsautomaten gesteuerten Gebläsebrenner, und
- Fig. 2
- ein Diagramm.
Die Fig. 1 zeigt einen Feuerungsautomaten 1 für einen Gebläsebrenner 2, dem ein stufenlos
verstellbares Brennstoffventil 3 und ein in einem Luftkanal 4 angeordnetes Luftgebläse
5 zugeordnet sind. Der Feuerungsautomat steuert und überwacht den Inbetriebsetzungsvorgang
und den fortlaufenden Betrieb des Gebläsebrenners 2. In Strömungsrichtung hinter dem
Luftgebläse 5 sind ein erster und ein zweiter Luftdruckschalter 6 und 7 angeordnet.
Die Luftdruckschalter 6, 7 schalten von einer AUS-Stellung in die EIN-Stellung, sobald
der vom Luftgebläse 5 geförderte Luftvolumenstrom V
L und damit auch der Druck p
L im Luftkanal 4 vorbestimmte Werte V
L1 und p
L1 bzw. V
L2 und p
L2 überschreiten. Die Signale der Luftdruckschalter 6, 7 werden über Leitungen 8 und
9 an den Feuerungsautomaten 1 übertragen. Zur Steuerung des Motors 10 des Luftgebläses
5 dient ein Drehzahlsteller 11, der seine Steuerbefehle vom Feuerungsautomaten 1 erhält.
Der Drehzahlsteller 11 wird derart gesteuert, dass ihm bei jedem Befehl zur Änderung
der Drehzahl eine Zeitspanne t
1 übermittelt wird, während der er mit einer vorgegebenen oder ebenfalls übermittelten
Änderungsrate ΔN
Soll die Drehzahl N ändern soll. Ist der Motor 10 ein Wechselstrommotor, dann ist der
Drehzahlsteller 11 ein Frequenzumformer. Falls der Motor 10 ein Gleichstrommotor ist,
dann ist der Drehzahlsteller 11 z.B. ein Pulsweitenmodulator.
[0010] Im fortlaufenden Betrieb ermittelt ein im Feuerungsautomat 1 integrierter oder ein
externer, mit dem Feuerungsautomat 1 zusammenwirkender Heizkreisregler die zur Deckung
des Wärmebedarfs erforderliche Brennerleistung. In Abhängigkeit von diesem Wärmebedarfssignal
steuert der Feuerungsautomat 1 einerseits stufenlos das Brennstoffventil 3, mit dem
der durch eine Brennstoffleitung 12 geförderte Brennstoff, z.B. Öl oder Gas, der Brennkammer
zugeführt wird, und andererseits den Drehzahlsteller 11 an. Die Grösse des Wärmebedarfssignals
bestimmt also den Öffnungsgrad des Brennstoffventils 3 und den geförderten Luftvolumenstrom
V
L.
[0011] Im Ausführungsbeispiel ist als Motor ein Asynchronmotor vorgesehen. Der Drehzahlsteller
11 ist somit ein Frequenzumformer. Die Ansteuerung des Drehzahlstellers 11 durch den
Feuerungsautomaten 1 erfolgt, indem der Feuerungsautomat 1 die Änderungsrate ΔN
Soll zur Änderung der Drehzahl und die Zeitspanne t
1 vorgibt, worauf der Drehzahlsteller 11 die Drehzahl des Motors 10 entsprechend der
Rate ΔN
Soll während der Zeitspanne t
1 erhöht oder erniedrigt. Falls z.B. die Drehzahl von N
alt=1000 U/Min. auf N
neu=1500 U/Min. erhöht werden soll, dann gibt der Feuerungsautomat 1 beispielsweise eine
Rate ΔN
Soll=25 U/Min/Sek. und eine Zeitspanne t
1 = 20 Sek. vor, da gilt

. Ist die Änderungsrate ΔN
Soll als fester Wert vorgegeben oder parametriert, dann muss der Feuerungsautomat 1 jeweils
nur die Zeitspanne t
1 übertragen.
[0012] Der bei einer bestimmten Drehzahl des Gebläsemotors 10 geförderte Luftvolumenstrom
V
L hängt unter anderem vom Strömungswiderstand des Luftkanals 4, der Brennkammer und
des Abgaskamins ab. Der erste Luftdruckschalter 6 ist so eingestellt, dass er in die
EIN-Stellung schaltet, wenn der Druck im Luftkanal 4 einen vorbestimmten Minimaldruck
p
1 überschreitet. Der zweite Luftdruckschalter 7 schaltet in die EIN-Stellung, wenn
der Druck im Luftkanal 4 einen Wert p
2 erreicht, der dem geförderten Luftvolumenstrom V
L bei Volllast entspricht.
[0013] Es erweist sich als zweckmässig, die einzustellenden Drehzahlen nicht mit absoluten
Werten wie z.B 1400 U/Min., sondern mit relativen Werten in Prozent anzugeben. Der
relativen Drehzahl N
r1, bei der der erste Luftdruckschalter 6 schaltet, wird beispielsweise der Wert 0 Prozent,
der relativen Drehzahl N
r2, bei der der zweite Luftdruckschalter 7 schaltet, der Wert 100 Prozent zugeordnet.
[0014] Bei jeder Inbetriebsetzung durchläuft der Gebläsebrenner 2 zunächst ein eigentliches
Inbetriebsetzungsprogramm, in dessen Verlauf der Feuerungsautomat 1 die Drehzahl des
Gebläsemotors 10 so einstellt, dass der Luftdruck im Luftkanal 4 gerade ausreicht,
dass der erste Luftdruckschalter 6 eingeschaltet ist und bleibt. Um nun einen höheren
Luftvolumenstrom V
x zu erreichen, dem die relative Drehzahl N
r,x entspricht, übermittelt der Feuerungsautomat 1 den Befehl an den Drehzahlsteller
11, die Drehzahl mit der Rate ΔN
soll während der Zeit t
x zu erhöhen. Die Zeit t
x berechnet sich nach der Gleichung

wobei die Grösse ΔN
r,ist eine gemäss einem später erläuterten Messverfahren bestimmte, der Soll-Änderungsrate
ΔN
soll entsprechende Ist-Änderungsrate ist.
[0015] Soll nun im weiteren Verlauf der Volumenstrom V
y eingestellt werden, dem die relative Drehzahl N
r,y entspricht, dann übermittelt der Feuerungsautomat 1 den Befehl an den Drehzahlsteller
11, die Drehzahl mit der Rate ΔN
soll während der Zeit t
y zu erhöhen oder zu erniedrigen, je nachdem, ob der neue Volumenstrom V
y grösser oder kleiner als der momentane Volumenstrom V
x ist. Die Zeit t
y berechnet sich dann nach der Gleichung

[0016] Die Soll-Änderungsrate ΔN
soll wird in der Regel mit absoluten Drehzahlen bezeichnet, z.B. als 50 U/Min./Sek. oder
als 500 U/Min./Sek. Die Ist-Änderungsrate ΔN
r,ist wird bei der ersten Inbetriebsetzung des Gebläsebrenners 2 gemäss den Schritten a
- d des folgenden Messverfahrens bestimmt:
a) Der Motor 10 des Luftgebläses 5 steht still. Die Luftdruckschalter 6 und 7 sind
somit ausgeschaltet.
b) Der Feuerungsautomat 1 gibt dem Drehzahlsteller 11 den Befehl, die Drehzahl des
Motors 10 mit der Soll-Änderungsrate ΔNsoll zu erhöhen.
c) Der Feuerungsautomat 1 misst die Zeitspanne Δt, die zwischen dem Einschalten des
ersten Luftdruckschalters 6 und dem Einschalten des zweiten Luftdruckschalters 7 verstreicht.
d) Der Feuerungsautomat 1 berechnet die Ist-Änderungsrate ΔNr,ist zu

[0017] Für den an die Inbetriebsetzung anschliessenden Reglerbetrieb des Gebläsebrenners
2 ist es vorteilhaft, die Drehzahl des Motors 10 relativ langsam zu ändern, da die
Wärmeregelung oftmals nur kleine Änderungen verlangt. Beim Inbetriebsetzungsvorgang
des Gebläsebrenners 2 ist es jedoch meistens erwünscht, dass die Inbetriebsetzung
so schnell wie möglich erfolgt. Das Inbetriebsetzungsprogramm beginnt mit einer Spülung
der Brennkammer. Dazu wird die Drehzahl des Luftgebläses 5 so schnell wie möglich
aufdie der Volllast entsprechende Maximaldrehzahl erhöht. Die Kalibrierung der Ist-Änderungsrate
ΔN
r,ist erfolgt daher bei relativ kleiner Soll-Änderungsrate ΔN
soll, damit im Reglerbetrieb eine genaue Regelung des Luftvolumenstroms möglich ist, während
die Inbetriebsetzung des Gebläsebrenners 2 mit einer möglichst grossen Soll-Änderungsrate
erfolgt.
[0018] Vorteilhaft ist vorgesehen, dass der Feuerungsautomat 1 periodisch, z.B. bei jeder
20. Inbetriebsetzung, die Kalibrierung der Ist-Änderungsrate ΔN
r,ist wiederholt und zudem einen Plausibilitätstest durchführt, ob die neue Ist-Änderungsrate
ΔN
r,ist innerhalb vorgegebener Toleranzwerte der alten Ist-Änderungsrate entspricht. Bei
zu grosser Abweichung könnte nämlich ein Bruch in der starren Kopplung zwischen dem
Motor 10 und dem Luftgebläse 5 vorliegen. In diesem Fall führt der Feuerungsautomat
1 eine Sicherheitsabschaltung durch.
[0019] Im Normalbetrieb des Gebläsebrenners 2 wird die Drehzahl N des Motors 10 entsprechend
dem Leistungsbedarf gesteuert oder geregelt. Daher erhält der Drehzahlsteller 11 fortlaufend
Stellbefehle. Eine Vielzahl dieser Stellbefehle bewirktjedoch nur kleine Änderungen
der Drehzahl N. Da die Kombination von Motor 10 und Luftgebläse 5 wegen der involvierten
Massen eher träge ist, kann es sein, dass nach m Stellbefehlen der Zeitspannen t
1, t
2,...,t
m die Drehzahl N nicht den Wert aufweist, den sie hätte, wenn ein einziger Stellbefehl
der Zeitspanne

ergangen wäre. Es ist deshalb mit
[0020] Vorteil vorgesehen, Nachkalibrierungen der Ist-Änderungsrate ΔN
r,ist durchzuführen. Die Nachkalibrierung kann z.B. jeweils nach einer vorbestimmten Anzahl
von Stellbefehlen erfolgen. Die Nachkalibrierung kann aber auch immer dann erfolgen,
wenn einer der Luftdruckschalter 6, 7 ohnehin angefahren wird. Die Nachkalibrierung
kann zudem auch dann vorgesehen sein, wenn die Luftdruckschalter 6, 7 während einer
vorbestimmten Zeitdauer nicht angefahren wurden. Bei einer Nachkalibrierung im Reglerbetrieb
veranlasst der Feuerungsautomat 1 also, dass die Drehzahl N des Motors 10 entweder
erhöht wird, bis der zweite Luftdruckschalter 7 einschaltet, oder erniedrigt wird,
bis der erste Luftdruckschalter 6 ausschaltet und dann vergleicht, ob die dazu benötigte
Zeit mit der gemäss der Gleichung (2) berechneten Zeit übereinstimmt oder nicht, wobei
für N
r,y der Wert N
r1 bzw. N
r2 einzusetzen ist. Vorteilhaft wird der naherliegende der Luftdruckschalter 6, 7 angefahren.
Bei kleineren Abweichungen kann eine Korrektur des Ist-Wertes der Änderungsrate ΔN
r,ist vorgenommen werden. Bei grösseren Abweichungen kann entweder eine Neubestimmung der
Änderungsrate ΔN
r,ist gemäss dem erfindungsgemässen Verfahren vorgenommen werden oder es kann eine Sicherheitsabschaltung
des Gebläsebrenners 2 erfolgen.
[0021] Die Fig. 2 zeigt einen möglichen Verlauf des Luftdruckes p im Luftkanal 4 (Fig. 1)
bzw. der Drehzahl N des Motors 10 des Luftgebläses 5. Bei der Inbetriebsetzung des
Gebläsebrenners 2 übermittelt der Feuerungsautomat 1 an den Drehzahlsteller 11 den
Befehl, die Drehzahl des Motors 10 mit der Rate ΔN
soll zu erhöhen. Sobald der erste Luftdruckschalter 6 einschaltet, weil der vorgegebene
Minimaldruck p
1 im Luftkanal 4 erreicht ist, startet der Feuerungsautomat 1 die Zeitmessung zur Bestimmung
der Zeitspanne Δt. Die Zeitmessung wird gestoppt, sobald der zweite Luftdruckschalter
7 einschaltet, weil der vorgegebene Druck p
2 im Luftkanal 4 erreicht ist. Zugleich übermittelt der Feuerungsautomat 1 an den Drehzahlsteller
11 den Befehl, die Drehzahl des Motors 10 nicht mehr weiter zu erhöhen. Der Feuerungsautomat
berechnet nun den Ist-Wert der Rate ΔN
ist gemäss der Gleichung (3). Wie dem Diagramm weiter zu entnehmen ist, werden der Luftkanal
4 und die Brennkammer anschliessend gründlich mit Luft durchgespült. Daraufhin wird
der geförderte Luftvolumenstrom wieder reduziert auf einen Wert, der etwa den Minimaldruck
p
1 erzeugt. Nach der Zündung der Flamme können nun beliebige Luftvolumenströme gemäss
der Gleichung (2) eingestellt werden.
[0022] Die Erfindung lässt sich auch anwenden, wenn nur der Luftdruckschalter 7 vorhanden
ist, der einschaltet, wenn der Luftdruck p einen vorgegebenen Maximalwert p
2 erreicht. In diesem Fall ermittelt der Feuerungsautomat 1 die Rate ΔN
ist durch Messen der Zeitspanne, die der Motor 10 benötigt, um aus dem Stillstand anzufahren
und die Drehzahl N
2 zu erreichen, bei der der Luftdruckschalter 7 meldet, dass der Druck p
2 erreicht ist.
[0023] Es gibt Fälle, dass infolge der Trägheit des Motors 10 und des Luftgebläses 5 die
Formeln (1) und (2) dahingehend modifiziert werden müssen, dass die Zeit t
x bzw. t
y bei der Erhöhung der Drehzahl um einen Wert τ
1 erhöht und bei der Erniedrigung der Drehzahl um einen Wert τ
2 erniedrigt werden muss.
[0024] Gewisse Drehzahlsteller liefern ein digitales oder analoges Signal, das die momentane
Drehzahl angibt. Das analoge Signal ist z.B. als 0 - 10 Volt Signal verfügbar, wobei
0 V Stillstand und 10 V die maximale Drehzahl bezeichnen. Bei Drehzahlstellern, die
über einen Bus angesteuert werden, ist die momentane Drehzahl als digitale Grösse
abfragbar. Bei solchen Drehzahlstellern ist es zweckmässig, dass der Feueningsautomat
nach einem Befehl zur Änderung der Drehzahl das vom Drehzahlsteller zurückgemeldete
Signal über die momentane Drebzahl analysiert und verarbeitet. Unter der Voraussetzung,
dass das zurückgemeldete Signal den sicherheitstechnischen Auflagen genügt, kann es
direkt zur Überwachung und gegebenenfalls Korrektur der Drehzahl verwendet werden.
1. Steuereinrichtung, insbesondere Feuerungsautomat (1), für einen Gebläsebrenner (2)
mit einem Luftgebläse (5), wobei ein Drehzahlsteller (11) die Drehzahl des Motors
(10) des Luftgebläses (5) steuert, und wobei die Steuereinrichtung (1) einen Inbetriebsetzungsvorgang
und einen fortlaufenden Betrieb des Gebläsebrenners (2) steuert und überwacht,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein erster und ein zweiter Luftdruckschalter (6, 7) vorhanden ist, wobei der erste
Luftdruckschalter (6) anspricht, wenn das Luftgebläse (5) einen ersten Luftdruck p
1 erzeugt und wobei der zweite Luftdruckschalter (7) anspricht, wenn das Luftgebläse
(5) einen zweiten Luftdruck p
2 erzeugt, dass die Steuereinrichtung (1) bei jeder oder bei gewissen Inbetriebsetzungen
a) den Drehzahlsteller (11) anweist, die Drehzahl N des Motors (10) mit einer vorbestimmten
Soll-Änderungsrate ΔNsoll zu erhöhen,
b) die Zeitspanne Δt ermittelt, die zwischen dem Ansprechen des ersten und des zweiten
Luftdruckschalters (6, 7) verstreicht, und
c) eine Ist-Änderungsrate ΔNr,ist berechnet, und
dass die Steuereinrichtung (1) eingerichtet ist, im Normalbetrieb am Motor (10) eine
beliebige Drehzahl einzustellen, indem sie den Drehzahlsteller (11) anweist, die Drehzahl
N mit der vorbestimmten Soll-Änderungsrate ΔN
soll während einer entsprechend der Ist-Änderungsrate ΔN
r,ist berechneten Zeitspanne t
1 zu ändern.
2. Steuereinrichtung, insbesondere Feuerungsautomat (1), für einen Gebläsebrenner (2)
mit einem Luftgebläse (5), wobei ein Drehzahlsteller (11) die Drehzahl des Motors
(10) des Luftgebläses (5) steuert, und wobei die Steuereinrichtung (1) einen Inbetriebsetzungsvorgang
und einen fortlaufenden Betrieb des Gebläsebrenners (2) steuert und überwacht, d
adurch gekennzeichnet,
dass ein Luftdruckschalter (7) vorhanden ist, der anspricht, wenn das Luftgebläse (5)
einen maximalen Luftdruck p
2 erzeugt, dass die Steuereinrichtung (1) bei jeder oder einer gewissen Inbetriebsetzung
a) den Drehzahlsteller (11) anweist, die Drehzahl N des Motors (10) aus dem Stillstand
mit einer vorbestimmten Soll-Änderungsrate ΔNsoll erhöhen,
b) die Zeitspanne Δt ermittelt, die zwischen dem Anlaufen des Motors (10) und dem
Ansprechen des Luftdruckschalters (6) verstreicht, und
c) eine Ist-Änderungsrate ΔNr,ist berechnet, und
dass die Steuereinrichtung (1) eingerichtet ist, im Normalbetrieb am Motor (10) eine
beliebige Drehzahl einzustellen, indem sie den Drehzahlsteller (11) anweist, die Drehzahl
N mit der vorbestimmten Soll-Änderungsrate ΔN
soll während einer entsprechend der Ist-Änderungsrate ΔN
r,ist berechneten Zeitspanne t
1 zu ändern.
3. Steuereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie zur Steuerung eines für einen Wechselstrommotor ausgelegten Drehzahlstellers
(11), insbesondere eines Frequenzumrichters, ausgelegt ist.
4. Steuereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie zur Steuerung eines für einen Gleichstrommotor ausgelegten Drehzahlstellers (11)
ausgelegt ist.
5. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie im Normalbetrieb des Gebläsebrenners (2) Nachkalibrierungen der Ist-Rate ΔNist durchführt.
6. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die berechnete Zeitspanne t1 um einen die Trägheit des Systems Motor (10) und Luftgebläse (5) berücksichtigenden
Wert τ erhöht oder erniedrigt wird.