[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Erfassen und Auswerten von Zeit- und Betriebsdaten.
[0002] Zur rationellen Betriebsführung eines Unternehmens mit einer Mehrzahl von Mitarbeitern
ist eine objektive Erfassung der Arbeitszeiten der Mitarbeiter unumgänglich. Hierzu
sind Zeiterfassungsanlagen bekannt, bei denen die Arbeitszeit durch Einstempeln der
Uhrzeit auf eine Stempelkarte erfaßt wird, wobei der jeweilige Mitarbeiter bei Aufnahme
der Tätigkeit "kommt" und bei Beendigung seiner Tätigkeit "geht" stempelt. Moderne
Zeiterfassungsanlagen weisen statt einer Stempelkarte einen elektronischen Identifikationsausweis
für jeden Mitarbeiter auf, welcher an Terminals im Eingangsbereich des Betriebs eingelesen
wird. Hierbei werden üblicherweise auch Unterbrechungen der Arbeitszeit, beispielsweise
für die Mittagspause oder einen Arztbesuch registriert, indem der jeweilige Mitarbeiter
seinen Identifikationsausweis in das Terminal einsteckt und entsprechende Tasten betätigt.
[0003] Die genannten elektronischen Identifikationsausweise sind in der Regel maschinenlesbare
Karten mit einem Strichcode, einem Magnetstreifen oder einem Speicherchip, welche
eine Identifikation des Mitarbeiters und damit eine Zuordnung zum Personal des Betriebes
ermöglichen.
[0004] In den bekannten Zeiterfassungsanlagen sind die Terminals gewöhnlich fest im Eingangsbereich
eines Betriebs oder einer Abteilung installiert und über ein Netzwerk mit einem zentralen
Rechner verbunden, welcher die erfaßten Identifikationsnummern speichert, der augenblicklichen
Uhrzeit zuordnet und gegebenenfalls Berechtigungen prüft und Zugänge freischaltet.
Die Verwendung eines zentralen Rechners stellt sicher, daß sämtliche Zeitangaben sich
auf eine einzige Referenzzeit beziehen, und ermöglicht eine zentrale Administration
der Berechtigungen und Datenbestände sowie eine ständige aktuelle Übersicht über die
Personalanwesenheit.
[0005] Zeiterfassungsanlagen der eben beschriebenen Art sind Gegenstand beispielweise der
DE 39 38 694 C2 oder der DE 23 57 948 A1.
[0006] Demgegenüber berücksichtigt die vorliegende Erfindung die besonderen Erfordernisse
bei Betrieben mit räumlich auseinanderliegenden und häufig wechselnden Arbeitsstellen,
an denen gewöhnlich keine Installation einer Zeiterfassungsanlage vorgenommen werden
kann. Betriebe dieser Art sind insbesondere Bauunternehmen, welche eine Mehrzahl von
Mitarbeitern auf wechselnden Baustellen einsetzen, sowie Montagebetriebe und Handwerksunternehmen.
Der Einsatzort eines Mitarbeiters eines solchen Betriebs kann täglich verschieden
sein; auch ein Wechsel der Baustelle während eines Tages ist nicht unüblich.
[0007] An den Einsatzorten bedienen die Mitarbeiter Großgeräte, die über deren Betriebszeit
abgerechnet werden. Der Betrieb von Großgeräten, beispielsweise eines Baggers, erfordert
in der Regel besondere Qualifikationen und darf deshalb nicht von jedem Mitarbeiter
vorgenommen werden. In entsprechender Weise ist auch die Benutzung von Fahrzeugen
an Voraussetzungen wie einen Führerschein oder einen Fahrauftrag gebunden.
[0008] Zur Abrechnung der Arbeitsleistung und zur rationellen Betriebsführung ist auch bei
Betrieben mit wechselnden Arbeitsorten die Erfassung der Arbeitszeiten der Mitarbeiter
notwendig. Darüber hinaus ist auch die Erfassung der Betriebsstunden von Fahrzeugen
und Großgeräten sowie der verbrauchten Materialien erforderlich. Bislang wird dies
dadurch bewerkstelligt, daß die an den jeweiligen Arbeitsorten verantwortlichen Personen
über die Arbeitszeiten, die Gerätestunden und die Materialien handgeschriebene Listen
führen, die in regelmäßigen Zeitabständen gesammelt und ausgewertet werden. Die Zugangsberechtigung
für Großgeräte und Fahrzeuge wird üblicherweise ebenso persönlich überwacht.
[0009] Der häufige Wechsel von Personal von einer Baustelle zur anderen, die ungenaue, meist
geschätzte Erfassung der Arbeits- und Betriebszeiten sowie des Materialverbrauchs
führt zu statistischen Schwankungen in den erhobenen Daten, die einer rationellen
Betriebsführung entgegenwirken. Dies kann sogar soweit gehen, daß Mißtrauen gegenüber
den Mitarbeitern und daraus Störungen im Betriebsfrieden entstehen, was sich negativ
auf die Betriebsergebnisse auswirkt. Eine objektive Erfassung der Zeit- und Betriebsdaten
durch technische Maßnahmen senkt deshalb nicht nur die Verluste, sondern trägt durch
höhere Gerechtigkeit auch zur Motivation der Mitarbeiter bei.
[0010] Aus der DE 195 05 330 A1 ist eine Einrichtung zum Erfassen und Auswerten von Zeit-
und/oder Betriebsdaten bekannt, welche sich mit dem Problem befaßt, die Erfassung
von Zeit- und Betriebsdaten auch im Außendienst oder auf einer Baustelle zu ermöglichen.
Hierzu wird die Datenerfassung mittels einer mobilen Identifikationskarte in der Größe
und Ausführung eines Taschenrechners vorgenommen, welche über eine Tastatur, eine
Anzeige, eine Datenverarbeitungseinheit, eine Speichereinheit und eine Datenschnittstelle
verfügt. Jeder Mitarbeiter eines Betriebs besitzt eine solche für ihn personalisierte
mobile Identifikationskarte, die er für die klassischen Stempelvorgänge jeweils kurzzeitig
mit an den jeweiligen Arbeitsorten fest installierten Terminals verbindet, welche
im wesentlichen lediglich aus einer Codierung, zum Beispiel einem Codierstecker, bestehen.
Die gesammelten Daten werden in der mobilen Identifikationskarte mit der Uhrzeit verknüpft
und gespeichert und sind über die Anzeige auslesbar. In regelmäßigen Abrechnungsintervallen
sollen sämtliche mobile Identifikationskarten über die Datenschnittstelle mit einem
fest installierten Zentralrechner verbunden werden, in welchem die Auswertung der
Datensätze erfolgt. Die Zuordnung der Daten zu bestimmten Personen, Tätigkeiten, Kostenstellen,
Maschinen usw. erfolgt in der mobilen Identifikationskarte selbst, indem gespeicherte
Daten mit den entstandenen Datensätzen und Tastatureingaben verknüpft und abgespeichert
werden.
[0011] Dieses aus der DE 195 05 330 A1 bekannte System stellt die Umkehrung der bisher bekannten
Zeiterfassungsanlagen dar. Die Funktionen des Zentralrechners, insbesondere die Zeitdatenerfassung,
die Bearbeitung von Stempelvorgängen sowie die Kostenstellenrechnung werden zum überwiegenden
Teil in die mobile Identifikationskarte verlegt; die Identifikation der Zugangsorte
erfolgt durch die codierten Terminals, die damit dieselbe Funktion übernehmen, die
zuvor die Identifikationskarten hatten. Daraus ergeben sich hohe Anforderungen an
die Miniaturisierung und die Leistungsfähigkeit des Mikroprozessors, was sich in hohen
Kosten je Mitarbeiter niederschlägt. Darüber hinaus ergeben sich Probleme hinsichtlich
einer Manipulierbarkeit der Daten, hinsichtlich des Bedienungsaufwandes sowie der
Empfindlichkeit gegen Umgebungseinflüsse, wie sie typischerweise auf Baustellen auftreten.
Es bestehen Bedenken bezüglich der Datensicherheit.
[0012] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zum Erfassen und Auswerten
von Zeit- und Betriebsdaten für Betriebe mit wechselnden und räumlich auseinanderliegenden
Arbeitsstellen vorzuschlagen, welche mit vertretbarem technischen Aufwand ein Höchstmaß
an Verläßlichkeit und Datensicherheit bietet.
[0013] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch eine Anordnung mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0014] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den
Ansprüchen 2 bis 15.
[0015] Die Anordnung zum Erfassen und Auswerten von Zeit- und Betriebsdaten nach der Erfindung
umfaßt je eine Identifikationskarte für jeden Mitarbeiter, eine Anzahl von tragbaren
Handgeräten mit jeweils einer Lesevorrichtung für die Identifikationskarten, einer
Uhr, einem Datenspeicher für Informationen wie Namen, Kostenstellen, Projektnummern
und dergleichen sowie mit Mitteln zur Datenverarbeitung, welche die von den Identifikationskarten
gelesenen Daten mit der Uhrzeit und mit gespeicherten Daten zu Ereignisdatensätzen
verknüpfen und abspeichern. Ferner ist eine Anzahl von Terminals mit mindestens einer
bidirektionalen Schnittstelle vorgesehen, über welche ein Datenaustausch zwischen
einem Terminal und einem Handgerät stattfinden kann. Schließlich umfaßt die Anordnung
auch eine Datenverarbeitungsanlage, welche mittels Datenleitungen ortsfest mit den
Terminals verbunden ist.
[0016] Die Handgeräte, die Terminals und die Datenverarbeitungsanlage sind erfindungsgemäß
so ausgebildet, daß die in einem Handgerät beim Lesen einer Identifikationskarte gebildeten
und abgespeicherten Ereignisdatensätze beim Verbinden des Handgeräts mit einem der
Terminals in dieses kopiert und dort zwischengespeichert werden. Die Datenverarbeitungsanlage
greift bei Bedarf auf alle in den Terminals zwischengespeicherten Ereignisdatensätze
zu, wertet sie zentral aus und versieht korrekt und vollständig ausgewertete Ereignisdatensätze
mit einem Freigabevermerk. Der Freigabevermerk wird an die Terminals ausgegeben und
dort bereitgehalten. Die in den Handgeräten gespeicherten Ereignisdatensätze werden
erst dann zum Löschen freigegeben, wenn das jeweilige Handgerät mit einem Terminal
verbunden ist, in welchem ein Freigabevermerk für den entsprechenden Ereignisdatensatz
vorliegt.
[0017] Mit der erfindungsgemäßen Anordnung wird also ein System zur Zeit- und Betriebsdatenerfassung
vorgeschlagen, mit dem die Bedürfnisse von Betrieben erfüllt werden können, die eine
Mehrzahl von Mitarbeitern im Außendienst einsetzen. Durch die Mobilität der Handgeräte
können die An- und Abstempelvorgänge direkt auf die Baustelle verlegt werden, wobei
keine festen Installationen von Terminals oder etwa Verkabelungen erforderlich sind.
Ereignisdatensätze werden dann gebildet, wenn ein Mitarbeiter seine Identifikationskarte
in das mobile Handgerät einsteckt, wenn also ein Zusammentreffen von Mitarbeiter und
verantwortlicher Person stattfindet. Hierbei wird das bewährte Konzept der einfachen
Ausweiskarte, wie es aus ortsfesten Zeiterfassungsanlagen vertraut ist, auf den mobilen
Bereich übertragen.
[0018] Durch die Art und Weise des Datenflusses ist es möglich, daß ein Mitarbeiter an jedem
ihm zugänglichen Handgerät Stempelvorgänge vornehmen kann. Das ist insbesondere bei
Mitarbeitern, die ihren Einsatzort häufig wechseln, von großem Vorteil, denn diese
können beispielsweise ohne weiteres an einem Handgerät "kommen" und an einem anderen
Handgerät "gehen" stempeln.
[0019] Mit dem erfindungsgemäßen Gegenstrom-Datenfluß-Konzept, bei welchem das Handgerät
sämtliche Ereignisdatensätze speichert, diese bei jedem Verbinden mit dem Terminal
der Datenverarbeitungsanlage vorlegt und erst aufgrund eines Freigabevermerks löscht,
also garantiert erst nach der Auswertung der Ereignisdatensätze, ist die gewünschte
Datenzuverlässigkeit erreicht: Der Weg eines Mitarbeiters durch verschiedene Einsatzorte
und Kostenstellen kann stets vollständig verfolgt und nachvollzogen werden, und zwar
auch dann, wenn einzelne Handgeräte zum normalerweise vorgesehenen Abrechnungszeitraum
nicht ausgelesen wurden. Das Gegenstrom-Datenfluß-Konzept stellt sicher, daß keine
Ereignisdatensätze verlorengehen. Das Manipulieren von Ereignisdatensätzen ist praktisch
unmöglich.
[0020] Das Datenhandling beim erfindungsgemäßen Datenflußkonzept wird erheblich vereinfacht,
wenn jeder in einem Handgerät gebildete Ereignisdatensatz mit einer einmaligen Ereignisnummer
versehen und zusammen mit dieser abgespeichert wird.
[0021] Die Datensicherheit wird noch verbessert, wenn die Identifikationskarten der Mitarbeiter
ebenfalls einen Datenspeicher, beispielsweise einen Chip, enthalten, in welchen die
im Handgerät beim Einlesen gebildeten Ereignisdatensätze geschrieben werden. Die auch
für den Mitarbeiter wichtigen Ereignisdatensätze liegen somit identisch sowohl im
Handgerät als auch beim Mitarbeiter vor und können jederzeit verglichen und gegebenenfalls
rekonstruiert werden.
[0022] Die Handgeräte, die Terminals und die Datenverarbeitungsanlage sind vorzugsweise
so ausgebildet, daß beim Datenaustausch zwischen einem Handgerät und einem der Terminals
Informationen, wie Personaldatensätze, Kostenstellendatensätze, Projektinformationen
und dergleichen, in den Datenspeicher des Handgeräts geschrieben werden. Sind solche
Informationen im Datenspeicher bereits vorhanden, werden diese aktualisiert. Für die
Entstehung von Ereignisdatensätzen im Handgerät werden daher automatisch immer aktuelle
Daten aus dem Datenspeicher verwendet; ein manuelles Einlesen oder Aktualisieren der
gespeicherten Daten ist nicht notwendig und aus Datensicherheitsgründen auch nicht
möglich. Gleichwohl muß das Handgerät nicht zu festgelegten Zeiten mit der Datenverarbeitungsanlage
bzw. einem der Terminals verbunden werden, da die aktuellen Daten in den Terminals
vorgehalten und bei jedem Verbinden des Handgeräts mit einem der Terminals mit den
im Datenspeicher des Handgeräts vorhandenen Daten abgeglichen werden.
[0023] Wenn die Handgeräte jeweils ein Display aufweisen, können die in dessen Speicher
vorhandenen Ereignisdatensätze zur Information abgerufen werden. Auch der gegebenenfalls
aktualisierte Inhalt des Datenspeichers kann über das Display angezeigt werden; so
ist es auch problemlos möglich, für einzelne Mitarbeiter bestimmte Nachrichten in
dem Moment anzuzeigen, in welchem der Mitarbeiter seine Identifikationskarte mit dem
Handgerät verbindet.
[0024] Die Handgeräte können jeweils eine Tastatur zur Eingabe von Ereignisdaten aufweisen,
wobei die im Handgerät vorhandenen Mittel zur Datenverarbeitung die von den Identifikationskarten
gelesenen Daten mit der intern vorhandenen Uhrzeit, mit ausgewählten gespeicherten
Daten und mit über die Tastatur eingegebenen Daten zu Ereignisdaten verknüpfen. Die
Flexibilität in der Handhabung des Handgeräts wird dadurch deutlich erhöht. Es können
beispielsweise Mengen an verbrauchtem Material, ein Kostenstellenwechsel eines Mitarbeiters
oder der Einsatzort des Handgeräts von Hand eingegeben werden. Hierbei ist es sinnvoll,
wenn die Verknüpfung von Daten mit über die Tastatur eingegebenen Daten nur dann erfolgt,
wenn der Identifikationskarte des Bedieners eine entsprechende Zugriffsberechtigung
zugeordnet ist. Dies setzt voraus, daß im Handgerät von der Datenverarbeitungsanlage
stammende Informationen vorhanden sind, die den einzelnen Identifikationskarten unterschiedliche
Zugriffsberechtigungen zuordnen.
[0025] Der Datenaustausch zwischen einem Handgerät und einem Terminal kann durch Einstecken
des Handgeräts in eine dafür vorgesehene Halterung am Terminal ermöglicht werden,
wobei eine elektrische Kontaktierung beispielsweise über Kontaktfedern oder Stecker
erfolgt. Es kann aber auch sehr vorteilhaft sein, wenn der Datenaustausch auch über
kontakfreie nachrichtentechnische Mittel, wie z. B. das Mobilfunknetz oder - mittels
Modem - das normale Telefonnetz erfolgen kann: Die Handgeräte müssen dann nicht mehr
in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen zum Auslesen der Ereignisdatensätze an
den Ort eines Terminals gebracht werden; sie können auch über längere Zeiträume auf
einer Baustelle verbleiben.
[0026] Besondere Vorteile ergeben sich, wenn die erfindungsgemäße Anordnung zusätzlich eine
Anzahl von Maschinenterminals aufweist, die jeweils über eine bidirektionale Schnittstelle
verfügen, an welche ein Handgerät vorübergehend anschließbar ist und über welche ein
Datenaustausch zwischen dem Maschinenterminal und dem Handgerät stattfinden kann;
daneben verfügen die Maschinenterminals jeweils über eine weitere bidirektionale Schnittstelle
zum Datenaustausch mit einer Maschine oder einem Fahrzeug. Solche Maschinenterminals
sind im Zusammenwirken mit einem eingesteckten Handgerät in der Lage, automatisch
und ohne Möglichkeit der Manipulation Gerätenutzungszeiten zu erfassen und gegebenenfalls
auch die Berechtigung des Gerätenutzers dadurch zu überwachen, daß das Gerät nur dann
betrieben werden kann, wenn ein Handgerät mit dem Maschinenterminal verbunden, eine
Identifikationskarte in das Handgerät eingesteckt und der Betrieb der Maschine oder
des Fahrzeugs durch die Identifikationskarte autorisiert ist. Auch Anlagen zur Abgabe
von Treibstoff, Waagen und dergleichen können mit Maschinenterminals versehen werden,
so daß die erfaßten Abgabemengen als Daten über die bidirektionale Schnittstelle des
Maschinenterminals eingelesen, als Ereignisdaten an die Handgeräte übertragen und
dort mit der Uhrzeit, mit gespeicherten Daten, mit von einer Identifikationskarte
gelesenen Daten und gegebenenfalls mit über die Tastatur eingegebenen Daten zu Ereignisdatensätzen
verknüpft und abgespeichert werden.
[0027] Wenn ein kontaktfreier Datenaustausch zwischen den Handgeräten und den Terminals
vorgesehen ist, können die Maschinenterminals, insbesondere wenn diese in Fahrzeugen
mit Mobilfunkausrüstung installiert sind, vorteilhaft hierzu verwendet werden. Das
mechanische Verbinden eines Handgeräts mit einem ortsfest installierten Terminal wird
durch ein mechanisches Verbinden des Handgeräts mit einem Maschinenterminal ersetzt,
welches mobil vor Ort zugänglich ist.
[0028] Die Datenverarbeitungsanlage kann aus einem Netzserver und mindestens einem Auswertecomputer
bestehen, wobei der Netzserver mit sämtlichen Terminals über ein Netz verbunden ist.
Mit dem Netzserver ist eine zentrale Datenverwaltung sichergestellt, auch wenn die
Auswertung der Ereignisdatensätze nicht immer an ein- und demselben Auswertecomputer
erfolgt: Die Ereignisdatensätze können beispielsweise zum Teil in der Personalabteilung
und zum Teil in der Materialverwaltung unabhängig bearbeitet und ausgewertet werden,
wobei der Netzserver den Datenfluß koordiniert und zentral verwaltet. Das (ggf. versehentliche)
Ausschalten eines Auswertecomputers hat wegen des Netzservers keinen Einfluß auf die
Datensicherheit und die Zuverlässigkeit bei der Kommunikation der Datenverarbeitungsanlage
mit den tragbaren Handgeräten.
[0029] Im folgenden soll ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung
näher erläutert werden. Es zeigt:
- Figur 1
- eine Prinzipskizze der erfindungsgemäßen Anordnung.
[0030] Das in Figur 1 dargestellte Ausführungsbeispiel umfaßt eine Anzahl von Identifikationskarten
1, mehrere Handgeräte 2, 2', zwei Terminals 3, 3', ein lokales Netz 4, einen Netzserver
5 und einen Auswertecomputer 6.
[0031] Die Handgeräte 2, 2' sind jeweils mit einer Lesevorrichtung 7 für die Identifikationskarten
1 versehen, sowie mit einem Display 8 und einer Tastatur 9. Zum Verbinden einer Identifikationskarte
1 mit einem Handgerät 2 wird erstere einfach in die Lesevorrichtung 7 eingesteckt.
Vorzugsweise sind die Identifikationskarten 1 handelsübliche Chipkarten; dementsprechend
ist die Lesevorrichtung 7 vorzugsweise als Chipkartenleser ausgebildet.
[0032] Zum Verbinden der Handgeräte 2, 2' mit den Terminals 3, 3' weisen diese jeweils einen
mechanischen Einschub 10, 10' und eine elektrische Schnittstelle 11, 11' auf. Ein
Handgerät 2 wird zur Kommunikation mit einem Terminal 3 also durch einfaches Einstecken
des Handgeräts 2 in den Einschub 10 mit diesem verbunden.
[0033] Vom lokalen Netz 4 unabhängig, ist schließlich ein Maschinenterminal 12 mit einer
Schnittstelle 13 für ein Handgerät 2' vorgesehen. Über eine weitere Schnittstelle
14 ist das Maschinenterminal 12 fest mit einem Großgerät, hier einem Bagger 15, verbunden.
[0034] Jeder Mitarbeiter des Betriebs erhält eine individuelle Identifikationskarte 1, die
als Chipkarte ausgebildet ist. Diese Chipkarte wird zentral mit individuellen Daten
wie Kartennummer, Personalnummer, Ausstelldatum und weiteren Daten beschrieben, sowie
auf der Kartenoberfläche mit einem sichtbaren Namen versehen.
[0035] Jeder Gruppe von Mitarbeitern steht ein tragbares Handgerät 2 zur Verfügung, an dem
die Mitarbeiter sich, ähnlich wie bei bekannten festen Installationen, mit Hilfe ihrer
Identifikationskarten 1 anmelden und abmelden. Das Display 8 des Handgeräts 2 dient
hierbei zur Kontrolle des Stempelvorgangs im Dialog. Das Stempelereignis wird zusammen
mit der Personalnummer, der Uhrzeit mit Datum, der Kostenstelle sowie mit dem Ereignistyp
und einer einmaligen Ereignisnummer im Handgerät 2 gespeichert und gleichzeitig -
wegen des begrenzten Speicherplatzes unvollständig - auch auf den Chip der Identifikationskarte
1 geschrieben.
[0036] Der Gruppenleiter, für den eine entsprechende Berechtigung eingetragen ist, kann
das Handgerät 2 über die Tastatur 9 so konfigurieren, daß alle danach registrierten
Stempelereignisse einer definierten Kostenstelle zugeordnet werden.
[0037] Der Berechtigte sucht dabei die Kostenstelle aus einer Liste von Kostenstellen aus,
die zuvor im Handgerät 2 gespeichert wurden. Der Stempelvorgang erfolgt nur dann korrekt,
wenn auch die jeweilige Personalnummer in dem im Handgerät gespeicherten Personaldatensatz
enthalten war. Nicht bekannte Personalnummern werden abgelehnt und das Ereignis als
Mißbrauchsversuch gespeichert.
[0038] Am Ende eines Abrechnungszeitraums, üblicherweise einer Woche, werden die Handgeräte
2, 2' von den Arbeitsgruppen zum Betrieb zurückgebracht und dort in ein Terminal 3,
3' eingesteckt. Bei diesem Vorgang wird eine Übertragung der gespeicherten Ereignisdatensätze
zusammen mit Daten, die das jeweilige Handgerät 2, 2' kennzeichnen, zum Terminal 3,
3' ausgelöst, wo alle Daten zwischengespeichert, gesammelt und gegebenenfalls umformatiert
werden. Auf Anforderung werden die Daten in die Datenverarbeitungsanlage 5, 6 weitergegeben.
[0039] Im Auswertecomputer 6 werden die Ereignisdatensätze nach Personalnummern, Kostenstellen
und weiteren Kriterien sortiert. Hierbei werden Ereignispaare gebildet, die einen
Zeitraum beschreiben, zum Beispiel die Arbeitszeit eines Mitarbeiters oder die Betriebszeit
eines Geräts, und für die Weiterverarbeitung aufbereitet. Ereignisse, die auf eine
Fehlbedienung oder einen Mißbrauch hinweisen, werden aufgezeigt und können von Hand
bearbeitet werden. Ebenso ist das Einfügen von Ereignisdaten, beispielsweise wenn
ein Stempelvorgang vergessen wurde, autorisiert möglich. Die vom Auswertecomputer
6 erfaßten Ereignisdaten werden in bekannter Weise für die Personalabrechnung sowie
für die Erzeugung von Bestandsübersichten, Kostenübersichten und dergleichen verwendet.
[0040] Wichtig für die Betriebssicherheit der Anlage ist, daß alle Ereignisdaten im Handgerät
2 mit einer individuellen Ereignisnummer versehen werden. Erst nach der Bearbeitung
eines Ereignisdatensatzes im Auswertecomputer 6 wird dieser zum Löschen freigegeben,
indem die zugehörige Ereignisnummer in eine Löschliste aufgenommen wird, welche an
die Terminals 3, 3' und somit an die Handgeräte 2, 2' ausgegeben wird. Dieses Gegenstrom-Datenfluß-Konzept,
mit gegebenenfalls zusätzlicher Sicherung der jeweiligen Übertragungsschnittstellen
mit digitalen Mitteln der Datensicherung, schafft durch die inhärente Redundanz der
Ereignisdaten die notwendige Datenzuverlässigkeit.
[0041] Beim Einstecken eines Handgeräts 2 in ein Terminal 3 werden neben dem Löschdatensatz
auch ein aktueller Personaldatensatz, ein Gerätedatensatz und ein Kostenstellendatensatz
vom Terminal 3 zum Handgerät 2 übertragen. Diese Datensätze enthalten Listen der Personaldaten,
der Berechtigungen, der verfügbaren Geräte und Kostenstellen. Als weitere Daten kommen
eventuell ein Programm-Update, ein Materialdatensatz sowie ein Datensatz mit Nachrichten
für einzelne Mitarbeiter in Frage.
[0042] Der Personaldatensatz kann auch für jeden Mitarbeiter Daten zur bisher gebuchten
Arbeitszeit, gegebenenfalls gegliedert nach unterschiedlichen Kategorien wie Überstunden,
Nachtarbeit usw. sowie Angaben über Krankheits- und Urlaubstage enthalten. Diese Daten
können vom Mitarbeiter bei Bedarf am Handgerät 2 ausgelesen werden, indem nach Einlesen
der Identifikationskarte 1 eine entsprechende Info-Taste gedrückt wird.
[0043] Die Erfassung von Gerätenutzungszeiten erfolgt dadurch, daß das Handgerät 2' in ein
Maschinenterminal 12 eingesteckt und die Nutzung des Geräts durch Einstecken einer
Identifikationskarte 1 mit der notwendigen Autorisierung freigegeben wird. Die Autorisierung
erfolgt dadurch, daß im Handgerät 2' die Personalnummer mit den Eintragungen im Personaldatensatz
und der Geräteliste verglichen wird.
[0044] Um einen Mißbrauch zu verhindern, muß die Identifikationskarte 1 während der Gerätenutzung
im Handgerät 2' verbleiben; andernfalls wird ein Alarm aktiviert. Wird die Karte nicht
innerhalb einer definierten Zeit wieder eingeschoben, wird das Abziehereignis zusammen
mit der zuvor erfaßten Personalnummer als Mißbrauchsereignis abgespeichert.
[0045] Alternativ zur Alarmauslösung kann das Maschinenterminal 12 auch so ausgebildet sein,
daß ein Betrieb des damit verbunden Geräts ohne autorisierte Identifikationskarte
1 nicht möglich ist.
[0046] Um zu erreichen, daß alle Mitarbeiter des Betriebs an beliebigen Handgeräten 2, 2'
anstempeln und abstempeln können und somit flexibel von Baustelle zu Baustelle und
von Kostenstelle zu Kostenstelle wechseln können, wird insbesondere das jeweils letzte
Stempelereignis auf dem Chip der Identifikationskarte 1 gespeichert, so daß der Mitarbeiter
die Information über Kostenstelle und Anstempelvorgang zum fremden Handgerät 2, 2'
mitnimmt. Außerdem wird durch die zentrale Datenerfassung in Form von Ereignislisten,
die erst beim Auswerten zu Zeiträumen gepaart werden, der Weg einer Person durch mehrere
Baustellen und Kostenstellen nachvollziehbar. Das Gegenstrom-Datenfluß-Konzept ermöglicht
dabei, daß verschiedene Handgeräte 2, 2' nicht gleichzeitig ausgelesen werden müssen.
[0047] Die tragbaren Handgeräte 2 enthalten zur Erfassung und Bearbeitung der Daten einen
Mikroprozessor mit Programm- und Datenspeicher, Schnittstellen zur bidirektionalen
Datenübertragung zur Identifikationskarte 1 nach dem jeweils gültigen Standard sowie
eine weitere Schnittstelle, über welche ein Datenaustausch mit den Terminals 3 und
den Maschinenterminals 12 möglich ist, sobald das Handgerät 2 in die jeweilige Halterung
eingesteckt ist. Die Handgeräte 2 verfügen zudem jeweils über eine innere Uhr hoher
Genauigkeit, die beim Einstecken in ein Terminal 3 mit der zentralen Zeit der Datenverarbeitungsanlage
5, 6 synchronisiert wird. Die Speicher des Mikroprozessors sind so ausgeführt, daß
auch bei abgeschalteter Spannungsversorgung der Inhalt erhalten bleibt. Die Elektronik
verfügt zudem über eine Betriebsart, in der der Stromverbrauch auf ein Minimum reduziert
wird. Wird das Handgerät 2 längere Zeit nicht benutzt, d. h. weder eine Taste gedrückt
noch eine Karte gesteckt, wird diese Betriebsart automatisch eingestellt. So ist eine
längere Lagerung ohne Datenverlust möglich. Mit Betätigung einer Taste wird das Handgerät
2 sofort wieder reaktiviert.
[0048] Das Handgerät 2 verfügt zudem über weitere Schnittstellen, die nur im Zusammenhang
mit einem Maschinenterminal 12 aktiviert sind und die Ansteuerung eines Relais oder
eines akustischen Signalgebers ermöglichen. Das Maschinenterminal 12 verfügt zudem
über eine interne Logik, die den Alarmgeber auslöst, wenn das zugehörige Fahrzeug
oder die zugehörige Maschine ohne eingestecktes und freigeschaltetes Handgerät 2 in
Betrieb genommen wird. Ferner ist die serielle Schnittstelle des Handgeräts 2 für
Erweiterungszwecke verfügbar.
[0049] Der Dialog mit dem Handgerät 2 erfolgt durch wenige, mit Symbolen beschriftete Tasten,
wobei im Display 8 entsprechende Nachrichten im Klartext sowie Daten angezeigt werden.
Die Symbole erlauben in Verbindung mit einer eingesteckten Identifikationskarte 1,
welche die hierzu erforderlichen Rechte enthält, die Konfiguration des Handgeräts
2, wobei wesentliche Betriebsdaten, wie Seriennummer, Datum und Uhrzeit, eingestellt
werden können. Eine weitere Taste erlaubt, den Inhalt von eingesteckten Identifikationskarten
1 auszulesen, andere Tasten dienen der Wahl einer Kostenstelle sowie der Betriebsart
eines Fahrzeugs. Mit zwei Pfeiltasten kann in den gespeicherten Datensätzen geblättert
werden, so daß die Bedienung sehr einfach durch Selektieren aus Listen erfolgen kann.
Damit sind Fehleingaben nahezu ausgeschlossen.
[0050] Das Handgerät 2 verfügt neben der optischen Anzeige im Display 8 über einen akustischen
Signalgeber, mit dem Quittungstöne bei erfolgreicher Benutzung sowie Alarmtöne bei
Fehlbedienung abgegeben werden.
[0051] Die Dialogführung über das Display 8 des Handgeräts 2 kann in mehreren Sprachen ablaufen,
wobei die passende Sprache aus der eingesteckten Identifikationskarte 1 in Verbindung
mit dem gespeicherten Personaldatensatz automatisch gewählt wird. Damit wird ein Einsatz
auf internationalen Baustellen erleichtert.
[0052] Abschließend soll nochmals auf das erfindungsgemäße Datenflußkonzept eingegangen
werden:
[0053] Ein Personaldatensatz mit einer Liste von Mitarbeitern, deren jeweiligen Personalnummern
und deren Rechten, ein Kostenstellendatensatz mit einer Liste von Kostenstellennummern
und zugehörigen Bezeichnungen, ein Fahrzeug- und Gerätedatensatz mit einer Aufstellung
aller zur Verfügung stehenden Fahrzeuge und Maschinen sowie ein Nachrichtendatensatz
mit Mitteilungen für einzelne Mitarbeiter werden im Auswertecomputer 6 generiert und
verwaltet, im Netzserver 5 gespeichert und über das lokale Netz 4 in die Terminals
3, 3' gespiegelt. Dazu vergleicht die Software der Terminals 3, 3' in regelmäßigen
Abständen von einigen Sekunden Dauer das Datum der im Netzserver 5 vorhandenen Dateien
mit dem der Dateien in den Terminals 3, 3'. Ist eine Datei auf dem Netzserver 5 neuer
als die lokal gespiegelte, wird die letztere aktualisiert. Bei jedem Einstecken eines
Handgeräts 2 in ein Terminal 3 wird ein vollständig neuer Bestand an aktuellen Datensätzen
an das Handgerät 2 überspielt.
[0054] In der entgegengesetzten Richtung werden die in den Handgeräten 2, 2' gesammelten
Ereignisdaten bei jedem Einstecken eines Handgeräts 2 in ein Terminal 3 in das Terminal
3 eingelesen, auf den Netzserver 5 überspielt und damit dem Auswertecomputer 6 zur
Verfügung gestellt. Da im System mehrere Terminals 3, 3' vorhanden sind, werden die
Ereignisdateien auf dem Netzserver 5 nicht einfach überschrieben. Vielmehr prüft das
Terminal 3, ob ein Ereignisdatensatz bereits in der Datei vorkommt. Ist dies nicht
der Fall, wird er an die Ereignisliste in der Datei angehängt. Nach einer erfolgreichen
Übertragung der Ereignisdaten auf den Netzserver 5 werden die Daten im Terminal 3
gelöscht.
[0055] Die auf dem Netzserver 5 vorliegenden Ereignisdaten werden vom Auswertecomputer 6
auf Anforderung eingelesen und in die interne Datenbank übertragen. War der Datenimport
erfolgreich, werden den Ereignisdatensätzen zugeordnete Löschdaten auf den Netzserver
5 geschrieben und anschließend die ursprüngliche Ereignisdatei gelöscht.
[0056] Erkennt ein Terminal 3 eine neue Löschdatendatei auf dem Netzserver 5, wird diese
auf den lokalen Festplattenspeicher des Terminals 3 kopiert.
[0057] Bei einem Einstecken eines Handgeräts 2 in ein Terminal 3 werden die im Terminal
3 vorhandenen Löschdaten auf das Handgerät 2 übertragen; dieses löscht die mit den
Löschdaten korrespondierenden Ereignisdaten und überträgt nur den verbleibenden Ereignisdatenbestand
an das Terminal 3. Nicht oder nicht vollständig ausgewertete Ereignisdaten bleiben
somit im Handgerät 2 erhalten und werden bei jedem Einsteckvorgang jeweils neu an
das Terminal 3 ausgegeben.
Zusammenstellung der Bezugszeichen
[0058]
- 1
- Identifikationskarten
- 2, 2'
- Handgeräte
- 3, 3'
- Terminals
- 4
- Lokales Netz
- 5
- Netzserver
- 6
- Auswertecomputer
- 7
- Lesevorrichtung
- 8
- Display
- 9
- Tastatur
- 10, 10'
- Einschub
- 11, 11'
- Schnittstelle (von 3, 3')
- 12
- Maschinenterminal
- 13
- Schnittstelle (von 12)
- 14
- Weitere Schnittstelle (von 12)
- 15
- Bagger
1. Anordnung zum Erfassen und Auswerten von Zeit- und Betriebsdaten, umfassend:
- eine Identifikationskarte (1) für jeden Mitarbeiter,
- eine Anzahl von tragbaren Handgeräten (2, 2') mit jeweils einer Lesevorrichtung
(7) für die Identifikationskarten (1), mit einer Uhr, mit einem Datenspeicher für
Informationen, wie Namen, Kostenstellen, Projektnummern und dergleichen, sowie mit
Mitteln zur Datenverarbeitung, welche die von den Identifikationskarten (1) gelesenen
Daten mit der Uhrzeit und mit gespeicherten Daten zu Ereignisdatensätzen verknüpfen
und abspeichern,
- eine Anzahl von Terminals (3, 3') mit einer bidirektionalen Schnittstelle (11, 11'),
über welche ein Datenaustausch zwischen einem Terminal (3, 3') und einem Handgerät
(2, 2') stattfinden kann,
- sowie eine Datenverarbeitungsanlage (5, 6), die mittels Datenleitungen (4) ortsfest
mit den Terminals (3, 3') verbunden ist,
wobei die Handgeräte (2, 2'), die Terminals (3, 3') und die Datenverarbeitungsanlage
(5, 6) so ausgebildet sind,
- daß die in einem Handgerät (2) beim Lesen einer Identifikationskarte (1) gebildeten
und abgespeicherten Ereignisdatensätze beim Verbinden des Handgeräts (2) mit einem
der Terminals (3) in dieses kopiert und dort zwischengespeichert werden,
- daß die Datenverarbeitungsanlage (5, 6) auf alle in den Terminals (3, 3') zwischengespeicherten
Ereignisdatensätze zugreift und diese zentral auswertet,
- daß die Datenverarbeitungsanlage (5, 6) korrekt und vollständig ausgewertete Ereignisdatensätze
mit einem Freigabevermerk versieht und an alle Terminals (3, 3') ausgibt,
- und daß die in den Handgeräten (2, 2') gespeicherten Ereignisdatensätze erst dann
zum Löschen freigegeben werden, wenn das jeweilige Handgerät (2) beim Verbinden mit
einem der Terminals (3) einen Freigabevermerk für den entsprechenden Ereignisdatensatz
erhält.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Handgeräte (2, 2') so ausgebildet sind, daß jeder in einem Handgerät (2,
2') gebildete Ereignisdatensatz mit einer einmaligen Ereignisnummer versehen und zusammen
mit dieser abgespeichert wird.
3. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Identifikationskarten (1) einen Datenspeicher enthalten, in welchen zumindest
teilweise die im Handgerät (2) beim Einlesen gebildeten Ereignisdatensätze kopiert
werden.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Handgeräte (2, 2'), die Terminals (3, 3') und die Datenverarbeitungsanlage
(5, 6) so ausgebildet sind, daß beim Datenaustausch zwischen einem Handgerät (2) und
einem der Terminals (3) Informationen, wie Personaldatensätze, Kostenstellendatensätze,
Projektinformationen und dergleichen, in den Datenspeicher des Handgeräts (2) geschrieben
werden.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Handgeräte (2, 2') jeweils ein Display (8) aufweisen.
6. Anordnung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß beim Einlesen einer Identifikationskarte (1) ausgewählte Informationen aus dem
Datenspeicher und/oder der Identifikationskarte (1) auf dem Display (8) eines Handgeräts
(2, 2') anzeigbar sind.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Handgeräte (2, 2') jeweils eine Tastatur (9) zur Eingabe von Ereignisdaten
aufweisen, wobei die im Handgerät (2, 2') vorhandenen Mittel zur Datenverarbeitung
so ausgebildet sind, daß die von den Identifikationskarten (1) gelesenen Daten mit
der Uhrzeit, mit gespeicherten Daten und mit über die Tastatur (9) eingegebenen Daten
zu Ereignisdatensätzen verknüpft werden können.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenspeicher der Handgeräte (2, 2') Daten enthalten, die den einzelnen
Identifikationskarten (1) verschiedene Zugriffsberechtigungen zuordnen.
9. Anordnung nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die im Handgerät (2, 2') vorhandenen Mittel zur Datenverarbeitung so ausgebildet
sind, daß die Verknüpfung mit über die Tastatur (9) eingegebenen Daten nur dann erfolgt,
wenn der Identifikationskarte (1) eine entsprechende Zugriffsberechtigung zugeordnet
ist.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Handgeräte (2, 2') und die Terminals (3, 3') mit Mitteln versehen sind,
über welche ein kontaktfreier Datenaustausch erfolgen kann.
11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich eine Anzahl von Maschinenterminals (12) mit jeweils einer bidirektionalen
Schnittstelle (13), an welche ein Handgerät (2') vorübergehend anschließbar ist und
über welche ein Datenaustausch zwischen dem Maschinenterminal (12) und dem Handgerät
(2') stattfinden kann, sowie mit einer weiteren bidirektionalen Schnittstelle (14)
zum Datenaustausch mit einer Maschine oder einem Fahrzeug vorgesehen ist.
12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschinenterminals (12) jeweils fest mit einem Fahrzeug oder einer Maschine
verbunden und so ausgebildet sind, daß die Maschine oder das Fahrzeug nur dann betrieben
werden kann, wenn ein Handgerät (2') mit dem Maschinenterminal (12) verbunden, eine
Identifikationskarte (1) in das Handgerät (2') eingesteckt und der Betrieb der Maschine
oder des Fahrzeugs durch die Identifikationskarte (1) autorisiert ist.
13. Anordnung nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschinenterminals (12) Informationen, wie Betriebszeiten, Betriebsdaten,
Materialverbrauch und dergleichen, über die bidirektionale Schnittstelle (13) an das
jeweils angeschlossene Handgerät (2') ausgeben und die im Handgerät (2') vorhandenen
Mittel zur Datenverarbeitung so ausgebildet sind, daß die von den Maschinenterminals
(12) erhaltenen Daten mit den von einer Identifikationskarte (1) gelesenen Daten,
mit der Uhrzeit, mit gespeicherten Daten und gegebenenfalls mit über die Tastatur
(9) eingegebenen Daten zu Ereignisdatensätzen verknüpft werden können.
14. Anordnung nach Anspruch 10 und einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum kontaktfreien Datenaustausch die Maschinenterminals (12) umfassen.
15. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenverarbeitungsanlage (5, 6) aus einem mit sämtlichen Terminals (3, 3')
über ein Netz (4) verbundenen Netzserver (5) und mindestens einem Auswertecomputer
(6) besteht.