[0001] Die Erfindung betrifft eine im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 näher beschriebene
Anordnung, wie sie beispielsweise aus der DE 24 41 829 A1 bekannt ist. Darin ist eine
vorteilhafte Befestigung des einen Scharnierflügels an der Karosseriesäule beschrieben.
Dagegen wird auf die türseitige Befestigung des anderen Scharnierflügels nicht näher
eingegangen.
[0002] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den Befestigungsbereich
des anderen, also des türseitigen Scharnierflügels konstruktiv so zu gestalten, daß
nicht nur eine leichte Türmontage, sondern auch eine problemlose Einstellung der Tür
in der x, z-Ebene im Hinblick auf einen paßgenauen Sitz bei kleinen Spaltmaßen zwischen
Tür und Karosserie möglich ist.
[0003] Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Anordnung mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst. Durch die Befestigung des türseitigen Scharnierflügels
im Türinnenraum, also zwischen dem Türaußenteil, das gegebenenfalls auch als Außenblech
bezeichnet wird, und dem gegebenenfalls auch Innenblech genannten Türinnenteil ist
die Befestigungsstelle in einen quasi unsichtbaren Bereich verlegt und damit optisch
ansprechender. Zudem erlaubt diese Lösung einen geringeren Abstand zwischen den beiden
sich bei geschlossener Tür gegenüberliegenden Flächen der Säule und der ihr benachbarten
Türschmalseite. Der für eine optimale Einstellung der Tür in der x, z-Ebene erforderliche
Zugang zur Befestigungsstelle ist über das Türinnenteil gewährleistet.
[0004] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0005] An einigen Ausführungsbeispielen wird die Erfindung nachstehend mit Bezug auf die
Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen
- Figur 1
- einen Horizontalschnitt durch den Scharnierbereich einer an einer Fahrzeugkarosserie
angelenkten Tür mit einem gegossenen Türinnenteil in einer ersten Ausführungsform
des Befestigungsbereichs;
- Figur 2
- die Ansicht X in Figur 1 (ohne das Türaußenteil) mit einer zweiten Ausführungsform
des Befestigungsbereichs;
- Figur 3
- einen Schnitt durch die Figur 2 entsprechend der Schnittlinie III-III;
- Figur 4
- die Ansicht X in Figur 1 (ohne das Türaußenteil) des Befestigungsbereichs;
- Figur 5
- einen Schnitt durch die Figur 4 entsprechend der Schnittlinie V-V;
- Figur 6
- eine Anordnung ähnlich Figur 1 mit einem Guß-Innenteil und einem daran befestigten
Einlegeteil als Abstützung für den türseitigen Scharnierflügel;
- Figur 7
- eine Anordnung mit einem in Blech ausgeführten Türinnenteil und
- Figur 8
- eine Anordnung mit einem aus Strangpreß- oder Rollprofilen zusammengesetzten Türinnenteil.
[0006] Gemäß Figur 1 umfaßt die Anordnung im wesentlichen eine Säule 1, z. B. die A-Säule
eines Kraftfahrzeugs, eine Tür 2 sowie mindestens ein Scharnier 3 (in der Regel sind
zwei Scharniere vorhanden), mit dem die Tür 2 an der Säule 1 angelenkt ist. Das Scharnier
3 besteht aus einem Scharnierbolzen 4 und zwei Flügeln, von denen der mit 5 bezeichnete
eine an der Rückseite 6 der Säule 1 anliegt und mit ihr einstellbar verschraubt ist.
Der mit 7 bezeichnete andere Scharnierflügel taucht durch eine Öffnung 8 in der säulennahen
Schmalseite 9 der Tür 2 unter Verwendung einer Dichtung 10 in den von einem Türinnenteil
11 und einem Türaußenteil 12 begrenzten Türinnenraum 13 ein und ist dort mit dem Türinnenteil
11 auf die eine oder andere Weise einstellbar verschraubt. An das Türaußenteil 12
schließt in Fahrtrichtung unter Wahrung eines Spaltes 14 ein Karosserieseitenteil
15, z. B. ein Kotflügel, an, quasi in einer Ebene mit dem Außenteil 12.
[0007] Das Innenteil 11 ist als Gußkonstruktion ausgeführt und weist im Bereich der Scharnierbefestigung
eine massive Rippe 16 auf mit einer Anlagefläche 17 für den Scharnierflügel 7. Ein
Schraubbolzen 18 durchsetzt ein Loch 19 in der Rippe 16 und greift in ein Muttergewinde
20 im Scharnierflügel 7 ein. Mit seinem Kopf 21 stützt sich der Schraubbolzen 18 in
einer hinreichend tiefen Einsenkung 22 in der Rippe 16 ab, so daß der Kopf 21 nicht
über die Kontur der Rippe 16 hervorsteht, um nicht im Falle eines Unfalls ein Verletzungsrisiko
darzustellen. Die Querabmessung des Loches 19 (wie auch die der Öffnung 8) ist so
gewählt, daß eine Einstellbarkeit der Tür 2 in der x, z-Ebene, beispielsweise zur
Erlangung einer gleichmäßigen Spaltbreite am Spalt 14, gewährleistet ist.
[0008] Bei den Ausführungen gemäß den Figuren 2 bis 5 ist das Türinnenteil 11 im Bereich
der Scharnierbefestigungsstelle mit mehreren Rippen 16 versehen, die zur Abstützung
des Scharnierflügels 7 herangezogen werden.
[0009] Im Falle der Ausführung nach Figur 2 und 3 liegen die beiden Schraubbolzen 18 zwischen
zwei Rippen 16, von denen eine in ihrem Endbereich einen Absatz mit einer Stützschulter
23 und einer Anschlagfläche 24 für den Randabschnitt 25 des Scharnierflügels 7 versehen
ist.
[0010] Dagegen sind bei der Ausführungsform nach Figur 4 und 5 die Rippen 16 bereichsweise
verdickt und weisen in diesem Bereich ein Durchgangsloch 26 zum Durchstecken des Schraubbolzens
18 auf. In diesem Falle können die Rippen 16 enger beieinander liegen als bei der
Ausführungsform nach Figur 2 und 3.
[0011] Bei einer in Figur 6 dargestellten anderen Gestaltung des ebenfalls als Gußkonstruktion
ausgeführten Türinnenteils 11 wird in dessen Hohlraum 27 ein Einlegeteil 28 eingeschweißt,
das mit einer Anlagefläche 29 zur Abstützung des Scharnierflügels 7 versehen ist.
Das Einlegeteil 28 weist wenigstens ein Durchgangsloch 30 für den Schraubbolzen 18
auf, der jetzt wesentlich kürzer ist als bei den vorher beschriebenen Ausführungsformen.
Das Zuführen des Schraubbolzens 18 und sein Anziehen bzw. Lösen erfolgt auch hier
wieder durch ein Montageloch 31 (bzw. bei Verwendung mehrerer Schraubbolzen durch
je ein Montageloch) im Wandbereich 32. Da in diesem Falle der Schraubenkopf 21 sich
unmittelbar auf dem Einlegeteil 28 abstützt und das Loch 31 ein reines Montageloch
ist, braucht es auch nicht in einer Einsenkung zu liegen.
[0012] Figur 7 zeigt ein als Blechkonstruktion ausgeführtes Türinnenteil 11 mit einem eingeschweißten
Versteifungswinkel 33, der die für den Scharnierflügel 7 erforderliche Anlagefläche
34 aufweist. Auch in diesem Falle benötigt man nur einen Schraubbolzen 18 (erforderlichenfalls
auch mehrere) von geringer Länge, der wiederum durch ein Montageloch 31 in dem der
Anlagefläche 34 gegenüberliegenden Wandbereich des Türinnenteils 11, das jetzt berechtigterweise
auch als Türinnenblech bezeichnet werden kann, eingeführt und montiert wird.
[0013] Schließlich soll noch eine weitere Ausführungsform des Türinnenteils 11 erwähnt werden,
wie es in Figur 8 angedeutet ist. Das Türinnenteil 11 enthält zumindest im Bereich
der Scharnierbefestigung ein im Querschnitt kastenförmiges Strangpreß- oder Rollprofil
35, dessen eine Seite 36 die erforderliche Anlagefläche 37 für den Scharnierflügel
7 und das Durchgangsloch 38 für den Schraubbolzen 18 und dessen gegenüberliegende
Seite 39 wiederum das Montageloch 31 aufweist.
[0014] Allen Ausführungsformen gemeinsam sind die Ausrichtung des türseitigen Scharnierflügels
7, seine Befestigung im Türinnenraum 13 an dem Türinnenteil 11 sowie der Zugang zur
Befestigungsstelle von einem bei geschlossener Tür dem Fahrzeuginnenraum zugekehrten
Wandabschnitt 32 des Türinnenteils 11.
1. Anordnung mit einer Säule (1) einer Fahrzeugkarosserie und einer mittels Zweiflügelscharnieren
(3) daran befestigten, aus einem Außenteil (12) und einem Innenteil (11) zusammengesetzten
Tür (2), wobei ein Flügel (5) eines jeden Scharniers quer zur Fahrzeuglängsachse auf
der Außenseite der Säule (1) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der jeweils
andere Flügel (7) durch eine Öffnung (8) in der säulennahen Schmalseite der Tür (2)
in deren Innenraum (13) eintaucht und dort über eine durch das Innenteil (11) zugängliche
Stelle (19) einstellbar befestigt ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigung des anderen
Flügels (7) an der Tür (2) über wenigstens eine Schraubverbindung (18, 20) erfolgt.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung der Schraubverbindung
der andere Flügel (7) ein Muttergewinde (20) aufweist, dem ein mit einem Kopf (21)
versehener Schraubbolzen (18) zugeordnet ist.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenteil (11) mit einer
den Kopf (21) des Schraubbolzens (18) vollständig aufnehmenden Einsenkung (22) versehen
ist.
5. Anordnung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem Innenteil (11) eine
mit diesem fest verbundene Anlagefläche (17) für den anderen Flügel (7) zugeordnet
ist, die ein Loch (19) zum Durchstecken des Schraubbolzens (18) aufweist.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlagefläche (29) zu einem
mit dem Innenteil (11) verschweißten Einlegeteil (28) gehört.
7. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenteil (11) als Blechkonstruktion
(Fig. 7) ausgeführt ist und die Anlagefläche (34) zu einem mit dem Innenteil (11)
verschweißten Versteifungswinkel (33) gehört.
8. Anordnung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenteil (11) als
Gußkonstruktion (Fig. 1 - 6) ausgeführt ist.
9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenteil (11) zumindest
eine Rippe (16) aufweist, auf der sich der andere Flügel (7) abstützt.
10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippe (16) eine Stützschulter
(23) mit einer Anschlagfläche (24) aufweist.
11. Anordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippe (16) einen Bereich
mit einer Durchgangsöffnung (26) zum Durchstecken des Schraubbolzens (18) aufweist.
12. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenteil (11) als Rahmenkonstruktion
(Fig. 8) wahlweise mit Strangpreßprofilen oder Rollprofilen ausgebildet ist.
13. Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Strangpreß- oder Rollprofil
zumindest im Bereich der Scharnierbefestigung als Vierkanthohlprofil (35) ausgebildet
ist, dessen eine Außenfläche (37) als Anlagefläche für den anderen Flügel (7) dient,
der mit der ihm benachbarten einen Profilwand (36) verschraubt ist, wobei der Schraubbolzen
(18) durch eine Montageöffnung (31) in der der einen Profilwand (36) gegenüberliegenden
weiteren Profilwand (39) in den Profilhohlraum einbringbar ist.