[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines hohlprofilförmigen Bauteils
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Ein gattungsgemäßes Verfahren ist aus der DE 195 06 160 A1 bekannt. Hierbei werden
hohlprofilförmige Bauteile einer Kraftfahrzeugkarosserie aus Aluminium, insbesondere
Knotenelemente in der Rahmenkonstruktion mittels Innenhochdruckumformen hergestellt.
Die Herstellung von anderen Leichtmetallbauteilen, bei denen wesentlich höhere Umformgrade
als die zur Erzeugung der Endkontur von Knotenelementen erforderlichen Umformgrade
auftreten, ist mit üblichen Innenhochdruckumformverfahren jedoch nicht möglich, da
aufgrund der im Vergleich zu beispielsweise Stahlwerkstoffen erheblich geringeren
Bruchdehnung von Leichtmetallen die Berstgrenze der Hohlprofile sehr schnell erreicht
ist, so daß ein Versagen des Werkstoffes eintritt, bevor das Hohlprofil an der Werkzeugkontur
zur Erreichung der gewünschten Endform zur Anlage kommt. Dadurch werden mit hoher
Wahrscheinlichkeit Ausschußteile produziert.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Verfahren dahingehend
weiterzuentwickeln, daß in einfacher Weise hohlprofilförmige Bauteile auf Leichtmetallbasis
oder auf Basis anderer Werkstoffe mit geringer Bruchdehnung auch mit hohen Umformgraden
prozeßsicher hergestellt werden können.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
[0005] Durch das in einfacher Weise erfolgende Aufschieben einer als Massenware erhältlichen
Hülse aus einem bezüglich Leichtmetall duktileren Werkstoff auf das Leichtmetallhohlprofil
kann der von der Hülse abgedeckte Bereich des Hohlprofiles über dessen Berstgrenze
hinaus - also gerade so weit, daß das Hohlprofil birst - aufgeweitet werden, wonach
die Hülse nach dem Bersten des Hohlprofiles zur weiteren Aufweitung an dessen Stelle
in diesem Bereich tritt und dort nach abgeschlossener Aufweitung den Formverlauf der
gewünschten Kontur des Bauteiles bildet. Die Hülse läßt sich dabei aufgrund ihres
duktileren Werkstoffes vom Innenhochdruck um ein Vielfaches mehr dehnen als das Hohlprofil
ohne daß ein Versagen durch Rißbildung auftritt. Somit kann ein Bauteil auf Leichtmetallbasis
prozeßsicher hergestellt werden, das aufgrund seiner Ausformung sehr hohe Umformgrade
erfordert. Weder das Hohlprofil noch die Hülse müssen besonderen Qualitätsanforderungen
genügen, so daß die Herstellung kostengünstig ist. Außerdem besteht bei der Herstellung
kein wesentlicher apparativer Mehraufwand. Undichtigkeiten an den Enden der Hülse
können beim erfindungsgemäßen Verfahren im übrigen nicht auftreten, da diese infolge
der außerhalb des Berstbereiches bestehenden Anlage an der Werkzeuggravur durch den
Aufweitdruck am Hohlprofil in einem Preßsitz gehalten wird.
[0006] Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung können den Unteransprüchen entnommen werden;
im übrigen ist die Erfindung anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles
nachfolgend näher erläutert; dabei zeigt:
Fig. 1 abschnittsweise in einer perspektivischen Darstellung einen vorderen nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Dachrahmen eines Kraftfahrzeuges,
Fig. 2 in einer prerspektivischen Darstellung eine auf ein längliches Hohlprofil aufgeschobene
Hülse,
Fig. 3 in einem Querschnitt ein erfindungsgemäß herzustellendes Bauteil mit einem
Hohlprofil und einer auf dieses aufgeschobenen Hülse vor dem Aufweitvorgang innerhalb
eines Innennochdruck-Umformwerkzeuges,
Fig. 4 in einem Querschnitt das Bauteil von Fig. 3 in gemeinsam aufgeweitetem Zustand
von Hohlprofil und Hülse in Endform des Hohlprofils,
Fig. 5 in einem Querschnitt das fertigumgeformte Bauteil von Fig. 3 mit geborstenem
Hohlprofil.
[0007] In Fig. 1 ist ein hohlprofilförmiges Bauteil 1 in Form eines vorderen Dachrahmens
eines Kraftfahrzeuges dargestellt, welcher etwa mittig eine Konsole 2 aufweist, an
der ein Innenspiegel 3 angebracht ist. Das Bauteil 1 besteht, wie dessen Ausgangsform
in Fig. 2 zeigt, aus einem Hohlprofil 4 aus einem Leichtmetall, vorzugsweise aus einem
Aluminium-Strangpreßprofil, oder aus einem anderen Material mit geringer Bruchdehnung
wie beispielsweise hochfeste Stähle, insbesondere ZStE-Stähle und einer Hülse 5 aus
einem Stahlwerkstoff, vorzugsweise St 14 oder Edelstahl, welche die Form der späteren
Konsole 2 bildet und auf das Hohlprofil 4 in die vorbestimmte Position der Konsole
2 mit Spiel aufgeschoben ist. In dieser Lage umschließt die Hülse 5 formgetreu das
Hohlprofil 4. Nach dem Aufschieben der Hülse 5 auf das Hohlprofil 4 wird das so entstandene
Verbundprofil in ein geteiltes Innenhochdruckwerkzeug 6 eingelegt, das ein Oberwerkzeug
7 und ein Unterwerkzeug 8 beinhaltet (Fig. 3). Die Gravur 9 des Umformwerkzeuges 6
ist entsprechend der Kontur und den Abmessungen des Verbundprofiles im wesentlichen
rechteckig ausgebildet, weist jedoch (hier: im Oberwerkzeug 7 des Umformwerkzeuges
6) im Bereich der Lage der Hülse 5 zwischen deren Enden 10,11 eine bauchige Aussparung
12 auf, die formnegativ zur Kontur der späteren Konsole 2 ausgebildet ist.
[0008] Nach Schließen des Umformwerkzeuges 6 wird in das Aluminium-Hohlprofil 4 ein Druckfluid
eingeleitet, welches unter Hochdruck gesetzt wird. Hohlprofil 4 und Hülse 5 werden
dabei durch die Einwirkung des Innenhochdruckes gemeinsam aufgeweitet, wobei sich
der Aufweitungsbereich allein auf den Bereich 13 zwischen den beiden Enden 10,11 der
Hülse 5 beschränkt. Diese liegen in jeweils einer Ringnut, die in die Gravur 9 eingearbeitet
ist und zur Aussparung 12 hin axial geöffnet ist. In dieser Lage schließt die Innenseite
der Hülsenenden 10,11 mit der restlichen Kontur der Gravur 9 außerhalb des Bereiches
13 bündig ab. Durch die Anlage der Enden 10,11 an der Gravur 9 des Umformwerkzeuges
6 einerseits und durch den Aufweitdruck andererseits wird die Hülse 5 dichtend eingeklemmt
und erhält die Hülse 5 infolge des Aufweitdruckes, der das Hohlprofil 4 an die Hülse
5 preßt, einen sehr strammen Preßsitz. Der Bereich 13 baucht sich nun gemäß Fig. 4
zur Kontur der Aussparung 12 hin aus. Es ist vorab immer darauf zu achten, daß die
Hülse 5 in ihren Abmessungen so dimensioniert wird, daß sie den Aufweitungsbereich
13, in dem hohe Umformgrade auftreten, vollständig abdeckt.
[0009] Da bis zum theoretischen - wegen der Umschließung der Hülse 5 - mittelbaren Anlegen
des Hohlprofiles 4 an die Kontur der Aussparung 12 sehr hohe Umformgrade erforderlich
sind, ist die Bruchdehnungsgrenze, bzw. die Berstgrenze des Hohlprofiles 4 aufgrund
der geringen Duktilität von Aluminium in der in Fig. 4 gezeigten ausgebauchten Form
des Hohlprofiles 4 schon weit vor der Anlage an der Aussparungskontur erreicht und
wird überstiegen. Hierauf birst das Hohlprofil 4 in dem Aufweitungsbereich 13, wonach
die Hülse 5 über den dabei entstandenen Riß 14 direkt mit dem Druckfluid beaufschlagt
wird (Fig. 5). Für das Hohlprofil 4 entsteht im Aufweitungsbereich 13 Druckausgleich,
so daß keine weitere Aufweitung des Hohlprofiles 4 dort stattfindet. Die mit Innenhochdruck
allein beaufschlagte Hülse 5 weitet sich aufgrund der höheren Dehnfähigkeit, bzw.
Duktilität seines Stahlwerkstoffes auf ohne zu reißen und legt sich an die Kontur
der Aussparung 12 der Gravur 9 konturgerecht an. In diesem Moment ist die Endform
des Bauteils 1 erreicht. Das Druckfluid wird nun entspannt und nach Öffnen des Umformwerkzeuges
6 das Bauteil 1 entnommen.
[0010] Im Rahmen der Erfindung ist es denkbar, daß auch die außerhalb des mit hohen Umformgraden
umzuformenden Bereiches 13 liegenden Profilabschnitte 15,16 mittels Innenhochdruck
in eine Endform gebracht werden.
[0011] Um hierbei eine qualitativ hochwertige Ausbildung dieser Profilabschnitte 15,16 zu
erreichen, werden nach Einlegen des Hohlprofiles 4 in eine entsprechend angepaßte
Gravur 9 des Umformwerkzeuges 6 zunächst durch eine erste Aufweitung des Hohlprofils
4 mittels Innenhochdruck dessen Profilabschnitte 15 und 16 aufgeweitet und kalibriert.
Erst danach wird die Hülse 5 über die fertigumgeformten Profilabschnitte 15,16 hinweg
auf die Stelle des mit hohen Umformgraden umzuformenden Bereiches 13 des Hohlprofiles
4 geschoben, wonach dort durch eine weitere Aufweitung mittels Innenhochdruck das
Hohlprofil 4 innerhalb dieses Bereiches 13 über die Berstgrenze hinaus aufgeweitet
wird. Dabei ist denkbar, für die erste Aufweitung ein bezüglich der weiteren Aufweitung
gesondertes Innenhochdruck-Umformwerkzeug 6 zu verwenden. In diesem Falle werden für
eine Umformung mit hohen Umformgraden ungünstige Spannungsverhältnisse im Bereich
13, die sich ansonsten aufgrund einer vor der weiteren Aufweitung erfolgenden Kaltverfestigung
in der Hülse 5 und dem abgedeckten Bereich 13 ergeben, vermieden. Außerdem ergibt
sich dadurch werkzeugtechnisch vorteilhaft ein sehr einfacher Gravurverlauf, sowohl
bei dem Umformwerkzeug für die erste als auch bei dem Umformwerkzeug für die weitere
Aufweitung. Bei Verwendung des gleichen Werkzeuges für beide Aufweitungen - was natürlich
auch möglich wäre - müßte die zur Umformung mit hohen Umformgraden ausgebildete Aussparung
12 der Gravur 9 für die erste Aufweitung von einem Einlegestück oder einem Schieber
abgedeckt sein, wodurch zwar im Vergleich zur vorigen Ausführung ein Umformwerkzeug
entfällt, sich jedoch ein durch den Schieber oder das Einlegestück begründeter apparativer
Zusatzaufwand ergibt. Die Abdeckung der Aussparung 12 ist dabei deshalb notwendig,
weil die Profilabschnitte 15,16 nur dann in eine qualitativ hochwertige Endform umgeformt
werden können, wenn sich noch kein Versagen des Hohlprofiles 4 im Bereich 13 eingestellt
hat.
[0012] Auch könnte sonst die Hülse 5 nicht nachträglich auf das Hohlprofil 4 aufgeschoben
werden, da das Hohlprofil 4 gerade im Bereich 13, über den hinweg die Hülse 5 positioniert
werden soll, bei Innenhochdruckbeaufschlagung sich in die Aussparung 12 ausbaucht.
[0013] Alternativ ist es möglich, die Hülse 5 vor dem ersten Aufweitvorgang auf das Hohlprofil
4 in den von der Hülse 5 abzudeckenden Bereich 13 zu schieben. Die Profilabschnitte
15,16 werden in einem einzigen Umformwerkzeug 6 mit entsprechend ausgebildeter Gravur
9 in die Fertigform des Bauteils 1 durch Aufweiten mittels Innennochdruck gebracht,
wobei die lose aufgeschobene Hülse 5 einen Preßsitz auf dem Hohlprofil 4 erhält. Aufgrund
der schon vor dem Aufweiten aufgeschobenen Hülse 5 kann auf einen im Bereich 13 angeordneten
Schieber verzichtet werden, wodurch das Umformwerkzeug 6 vereinfacht wird, da beim
Reißen des Hohlprofiles 4 beim Aufweiten über die Berstgrenze hinaus es aufgrund der
abdichtenden Hülse 5 zu keinem Druckabfall kommt und somit eine Kalibrierung der Profilabschnitte
15,16 in die Endform des Bauteiles 1 ermöglicht wird. In dieser Verfahrensausführung
kann auf ein zwischenzeitliches Öffnen des Umformwerkzeuges 6 und Entnehmen des Hohlprofiles
4 für das nach dem ersten Aufweiten zu erfolgende Aufschieben der Hülse 5 verzichtet
werden, wodurch Prozeßzeit gewonnen wird. Die Hülse 5 sollte im übrigen so gestaltet
sein, daß deren beide Enden 10,11 den engsten Querschnitt über den gesamten Verlauf
der Hülsenform aufweisen, so daß beim weiteren Aufweiten die Dichtigkeit der Hülse
5 durch den Preßsitz gegeben ist. Zwischen den beiden Enden 10,11 kann die Hülse 5
im Rahmen des auszubauchenden Aufweitvolumens und der Geometrie der Endform des Bauteils
1 im Bereich 13 jede denkbare Ausgangsform besitzen.
[0014] Es ist zusätzlich vorteilhaft, wenn die Hülse 5 über ihre gesamte Länge hinweg im
Schiebesitz bzw. Preßsitz am Hohlprofil 4 anliegt, da dadurch beim weiteren Aufweiten
Hülse 5 und Hohlprofil 4 gemeinsam aufgeweitet werden und die Hülse 5 aus ihrer Umformbewegung
infolge des Aufweitens des Hohlprofiles 4 heraus beim Bersten des Hohlprofiles 4 quasi
in fließendem Übergang prozeßsicher und nicht schlagartig direkt mit dem Innenhochdruck
beaufschlagt wird und dabei selbst reißt. Die gesamte Umformung der Hülse erfolgt
somit - auch bei der Rißbildung des Hohlprofiles 4 - in einer einzigen kontinuierlichen
Umformbewegung.
[0015] Des weiteren ist es zweckmäßig, daß das Hohlprofil 4 in dem über die Berstgrenze
hinausgehenden Aufweitvorgang mittels Innenhochdruck in dem mit hohen Umformgraden
umzuformenden Bereich 13 des Hohlprofiles 4 lokal konzentriert und gezielt mittels
Innenhochdruck aufgerissen wird, so daß an vorbestimmter Stelle, an der die mechanische
Belastung des fertigumgeformten Bauteiles 1 nicht sehr groß ist und an der somit die
Kerbwirkung des am Hohlprofil 4 entstandenen Risses 14 nicht oder nur in für die Stabilität
des Bauteiles 1 unschädlichem begrenzten Maße stattfindet, die Rißbildung festgelegt
wird. Das gezielte Aufreißen wird durch eine Einprägung in das Hohlprofil 4 im Bereich
13 an der gewünschten Stelle erreicht, wobei diese Stelle eine zur Umgebung vergleichsweise
geringere Wandstärke aufweist. Diese Sollbruchstelle kann punktuell oder linienförmig
sein.
[0016] Schließlich ist bei der Einrichtung einer Sollbruchstelle sehr vorteilhaft, diese
in Form einer in sich geschlossenen Kurve auszubilden. Dadurch wird aus dem Hohlprofil
4 in dem über die Berstgrenze hinausgehenden Aufweitvorgang mittels Innenhochdruck
quasi ein Butzen herausgerissen, wobei aufgrund des Fehlens einer Rißrichtung infolge
der in sich geschlossenen Rißkurve eine bei einer mechanischen Belastung des Bauteils
1 etwaig auftretende Kerbwirkung von vornherein unterbunden wird.
[0017] Das erfindungsgemäß hergestellte Bauteil 1 kann im übrigen nicht nur als Dachrahmen
ausgebildet werden, sondern kann auch einen Fahrwerksträger oder Achsen darstellen.
Selbstverständlich sind auch andere Verwendungen im Kraftfahrzeugbau und in anderen
technischen nichtfahrzeugbezogenen Bereichen denkbar.
1. Verfahren zur Herstellung eines hohlprofilförmigen Bauteils, wobei ein Hohlprofil
aus Leichtmetall oder aus anderen Werkstoffen mit geringer Bruchdehnung mittels Innenhochdruckumformen
aufgeweitet wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf das Hohlprofil (4) eine Hülse (5) aus einem Material mit größerer Duktilität
als Leichtmetall, insbesondere aus einem Stahlwerkstoff, geschoben wird und auf dem
Hohlprofil (4) derart angeordnet wird, daß ein beim späteren Aufweiten mit hohen,
die Dehnfähigkeit des Leichtmetalls übersteigenden Umformgraden umzuformender Bereich
(13) des Hohlprofils (4) abgedeckt wird, und daß in einer Aufweitung mittels Innenhochdruck
das Hohlprofil (4) innerhalb dieses Bereiches (13) bis über die Berstgrenze hinaus
aufgeweitet wird, wonach die Hülse (5) über die geborstene Stelle des fertigumgeformten
Hohlprofils (4) direkt mit Innenhochdruck beaufschlagt allein aufgeweitet wird, bis
die Endform des Bauteils (1) in dem von der an beiden Enden (10,11) im Preßsitz auf
dem Hohlprofil (4) gehaltenen Hülse (5) abgedeckten Bereich (13) erreicht ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß durch eine erste Aufweitung des Hohlprofils (4) mittels Innenhochdruck dessen
außerhalb des mit hohen Umformgraden umzuformenden Bereiches (13) liegende Profilabschnitte
(15,16) in die dortige Endform des Bauteils (1) gebracht werden und daß erst danach
in einer weiteren Aufweitung mittels Innenhochdruck das Hohlprofil (4) innerhalb dieses
Bereiches (13) über die Berstgrenze hinaus aufgeweitet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß vor dem Aufschieben der Hülse (5) die außerhalb des mit hohen Umformgraden umzuformenden
Bereiches (13) liegenden Profilabschnitte (15,16) des Hohlprofiles (4) durch Aufweiten
mittels Innenhochdruck in die dortige Endform des Bauteils (1) gebracht werden.
4. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die außerhalb des mit hohen Umformgraden umzuformenden Bereiches (13 liegenden
Profilabschnitte (15,16) des Hohlprofiles (4) nach dem Aufschieben der Hülse (5) durch
den ersten Aufweitvorgang mittels Innenhochdruck in die dortige Endform des Bauteils
(1) gebracht werden, und daß beim ersten Aufweitvorgang zumindest an beiden Enden
(10,11) der Hülse (5) ein Preßsitz am Hohlprofil (4) ausgebildet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Hohlprofil (4) und die aufgeschobene Hülse (5) bis zum Erreichen der Berstgrenze
des Hohlprofiles (4) in dem mit hohen Umformgraden umzuformenden Bereich (13) gemeinsam
aufgeweitet werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Hohlprofil (4) in dem über die Berstgrenze hinausgehenden Aufweitvorgang mittels
Innenhochdruck in dem mit hohen Umformgraden umzuformenden Bereich (13) eine Sollbruchstelle
ausgebildet wird, an der das Hohlprofil (4) beim Aufweiten über die Berstgrenze lokal
konzentriert aufgerissen wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Hohlprofil (4) in dem über die Berstgrenze hinausgehenden Aufweitvorgang mittels
Innenhochdruck in dem mit hohen Umformgraden umzuformenden Bereich (13) eine Sollbruchstelle
ausgebildet wird, an der das Hohlprofil (4) entlang einer in sich geschlossenen Kurve
aufgerissen wird.