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(11) |
EP 0 894 336 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.12.2002 Patentblatt 2002/51 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.01.1998 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: H01K 1/28 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9800/150 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9803/2158 (23.07.1998 Gazette 1998/29) |
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| (54) |
GLÜHLAMPE MIT REFLEXIONSSCHICHT
INCANDESCENT LAMP WITH REFLECTION COATING
LAMPE A INCANDESCENCE A COUCHE DE REFLEXION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR GB IT NL |
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Priorität: |
20.01.1997 DE 19701794
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.02.1999 Patentblatt 1999/05 |
| (73) |
Patentinhaber: Patent-Treuhand-Gesellschaft für elektrische Glühlampen mbH |
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81543 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BINDER, Ulrich
D-80803 München (DE)
- MÜLLER, Sigbert
D-86356 Neusä (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 237 104 DE-A- 4 420 607 GB-A- 2 144 579 US-A- 4 988 911
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EP-A- 0 281 185 GB-A- 2 082 383 US-A- 4 041 344
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Glühlampe, insbesondere einer Halogenglühlampe mit
IR-Reflexionsschicht gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Diese Art von Lampen wird sowohl in der Allgemeinbeleuchtung, als auch für besondere
Beleuchtungszwecke eingesetzt, in Kombination mit einem Reflektor beispielsweise auch
in der Projektionstechnik.
[0003] Die rotationssymmetrische Form des Lampenkolbens in Verbindung mit einer auf seiner
Innen- und/oder Außenfläche aufgebrachten IR-Strahlung reflektierenden Beschichtung
- im folgenden verkürzend als IR-Schicht bezeichnet - bewirkt, daß ein Großteil der
vom Leuchtkörper abgestrahlten IR-Strahlungsleistung zurückreflektiert wird. Die dadurch
erzielte Erhöhung des Lampenwirkungsgrades läßt sich einerseits bei konstanter elektrischer
Leistungsaufnahme für eine Temperaturerhöhung des Leuchtkörpers und folglich eine
Steigerung des Lichtstromes nutzen. Andererseits läßt sich ein vorgegebener Lichtstrom
mit geringerer elektrischer Leistungsaufnahme erzielen - ein vorteilhafter "Energiespareffekt".
Ein weiterer wünschenswerter Effekt ist, daß aufgrund der IR-Schicht deutlich weniger
IR-Strahlungsleistung durch den Lampenkolben hindurch abgestrahlt und damit die Umgebung
erwärmt wird als bei herkömmlichen Glühlampen.
[0004] Wegen der unvermeidlichen Absorptionsverluste in der IR-Schicht nimmt die Leistungsdichte
der IR-Strahlungsanteile innerhalb des Lampenkolbens mit der Anzahl der Reflexionen
ab und folglich auch der Wirkungsgrad der Glühlampe. Entscheidend für die tatsächlich
erzielbare Steigerung des Wirkungsgrades ist es deshalb, die für eine Rückführung
der einzelnen IR-Strahlen auf den Leuchtkörper erforderliche Anzahl von Reflexionen
zu minimieren. Zu diesem Zweck ist der mit der IR-Schicht versehene Lampenkolben speziell
geformt.
Stand der Technik
[0005] Diese Art von Lampen ist beispielsweise in der US-PS 4 160 929, der EP-A 0 470 496,
DE-OS 30 35 068 und der DE-OS 44 20 607 offenbart. Die US-PS 4 160 929 lehrt, daß
zur Optimierung des Lampenwirkungsgrads die geometrische Form des Leuchtkörpers auf
jene des Lampenkolbens angepaßt sein muß. Außerdem sollte der Leuchtkörper möglichst
exakt im optischen Zentrum des Lampenkolbens positioniert sein. Dadurch wird eine
von der Oberfläche des Leuchtkörpers ausgehende Wellenfront an der Kolbenfläche ungestört
zurückreflektiert. Folglich werden Aberrationsverluste minimiert. Ein kugelförmiger
Lampenkolben beispielsweise sollte im Idealfall einen zentrisch angeordneten ebenfalls
kugelförmigen Leuchtkörper aufweisen. Entsprechende Wendelformen sind aufgrund der
begrenzten Duktilität des dafür in der Regel verwendeten Wolframdrahtes allerdings
nur sehr eingeschränkt realisierbar. Als grobe, aber praktikable Näherung für eine
Kugel wird eine würfelförmige Wendel vorgeschlagen. In einer weiteren Ausführungsform
weist die Wendel in ihrer Mitte den größten Durchmesser auf. Dieser nimmt zu den beiden
Enden der Wendel hin sukzessive ab. Für eine ellipsoide Kolbenform wird vorgeschlagen,
in den zwei Brennpunkten des Ellipsoiden jeweils einen Leuchtkörper anzuordnen.
[0006] In der EP-A 0 470 496 ist eine Lampe mit kugelförmigem Kolben offenbart, in dessen
Zentrum ein zylindrischer Leuchtkörper angeordnet ist. Diese Schrift lehrt, daß die
Einbuße an Effizienz durch die Abweichung des Leuchtkörpers von der idealen Kugelform
unter folgenden Voraussetzungen auf ein akzeptables Maß begrenzt werden kann. Entweder
müssen Kolbendurchmesser und Leuchtkörperdurchmesser bzw. -länge innerhalb eines Toleranzbereichs
sorgfältig aufeinander abgestimmt werden, oder aber der Durchmesser des Leuchtkörpers
muß deutlich kleiner sein (kleiner Faktor 0,05) als der des Lampenkolbens. Außerdem
ist eine Lampe mit ellipsoidem Kolben angegeben, in dessen Brennlinie ein länglicher
Leuchtkörper axial angeordnet ist.
[0007] Die DE-OS 30 35 068 gibt eine Lehre an zur Minimierung der auch bei letztgenannter
Ausführungsform unvermeidlichen Aberrationsverluste. Danach liegen die zwei Brennpunkte
des ellipsoiden Lampenkolbens auf der Achse des zylindrischen Leuchtkörpers und in
vorgegebenen Abständen von dessen jeweiligen Enden.
[0008] Die DE-OS 44 20 607 schließlich offenbart eine Halogenglühlampe mit einem Lampenkolben,
der als ellipsoider oder ellipsoidähnlicher Tonnenkörper geformt und mit einer IR-Schicht
versehenen ist. Der ellipsoide oder ggf. ellipsoidähnliche Teil der Kontur des Tonnenkörpers
wird durch einen Ellipsenabschnitt erzeugt, dessen kleine Halbachse b senkrecht zur
Lampenlängsachse, d.h. der Rotationsachse des Lampenkolbens, angeordnet ist. Außerdem
ist die kleine Halbachse der Erzeugenden kleiner als der halbe Kolbendurchmesser D/2
und ca. um den Radius d/2 des Leuchtkörpers parallel zur Rotationsachse verschoben
ist, wodurch letztendlich der Tonnenkörper resultiert. Die Länge des Leuchtkörpers
entspricht ca. dem Abstand der beiden Brennpunkte des erzeugenden Ellipsenabschnitts.
Außerdem ist der Leuchtkörper so innerhalb des Lampenkolbens positioniert, daß - in
der Darstellung eines Längsschnittes - die beiden Brennpunkte mit den beiden korrespondierenden
Eckpunkten des Leuchtkörpers näherungsweise zusammenfallen. Allerdings wird die Wendel
dadurch ungleichmäßig erwärmt. Weiterhin nachteilig bei dieser Lösung ist, daß die
erzielbare Verbesserung des Lampenwirkungsgrades relativ stark von der Dimensionierung
und Positionierung des Leuchtkörpers innerhalb des Lampenkolbens abhängt.
Darstellung der Erfindung
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die genannten Nachteile zu beseitigen und
eine Glühlampe anzugeben, die sich durch eine effiziente Rückführung der emittierten
IR-Strahlung auf den Leuchtkörper und folglich einen hohen Wirkungsgrad auszeichnet.
Außerdem sollen kompakte Lampenabmessungen bei hohen Leuchtdichten ermöglicht werden,
wie dies insbesondere für Niedervolt-Halogenglühlampen angestrebt wird.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs
1 gelöst. Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
erläutert.
[0011] Zur Erläuterung des Erfindungsgedankens wird im folgenden Bezug auf die Figur 1 genommen.
Sie zeigt eine schematische Darstellung der prinzipiellen Zusammenhänge und führt
einige für das Verständnis der Erfindung wesentliche Größen ein. Gezeigt ist unter
anderem eine Ellipse 1 mit der großen und der kleinen Halbachse a bzw. b sowie mit
den zwei Brennpunkten F
1 und F
2.
[0012] Erfindungsgemäß ist die Kontur des rotationssymmetrischen Lampenkolbens 2 (stark
schematisch dargestellt; die Stromzuführungen und die Quetschung(en) sind zur Vereinfachung
nicht dargestellt) im wesentlichen durch einen Ellipsenabschnitt 3 (in Figur 1 durch
eine größere Strichstärke herausgehoben) der Ellipse 1 erzeugt, wobei der Ellipsenabschnitt
3 gezielt so gewählt ist, daß die große Halbachse a senkrecht zur Rotationsachse RA
des Lampenkolbens 2 orientiert ist. Ein Leuchtkörper 4 mit rotationssymmetrischer,
z.B. kreiszylindrischer, Außenkontur (im schematischen Längsschnitt der Figur 1 als
Rechteck dargestellt) ist zentrisch axial innerhalb des Lampenkolbens 2 angeordnet.
Dadurch ist auch die Brennachse

- das ist die Verbindungsgerade der beiden Brennpunkte F
1 , F
2 der Erzeugenden 3-senkrecht zur Rotationsachse RA des Lampenkolbens 2 orientiert.
Insbesondere ist die große Halbachse a der Erzeugenden länger als der Radius R des
Lampenkolbens 2, d.h. mindestens die durch die kleine Halbachse b festgelegten Scheitelpunkte
der Ellipse 1 sind vom Ellipsenabschnitt 3 nicht umfaßt. Dadurch hat der Lampenkolben
2 nicht mehr die Form eines "echten" Rotationsellipsoiden. Überraschenderweise hat
es sich gezeigt, daß durch diese Abkehr von der bisherigen Lehre eine deutliche Steigerung
der Lampeneffizienz und eine gleichmäßigere Aufheizung des Leuchtkörpers 4 erzielt
wird.
[0013] In Hinblick auf eine hohe Effizienz hat es sich zudem als vorteilhaft erwiesen, wenn
die Länge der großen Halbachse a aus dem Bereich R < a < R + 5·w
r gewählt wird, insbesondere aus dem Bereich R + w
r ≤ a < R + 3 · w
r. Dabei bezeichnen R und w
r den größten Radius des Lampenkolbens 2 bzw. den Radius des zylindrischen oder zylinderähnlichen
Leuchtkörpers 4. Die kleine Halbachse b des erzeugenden Ellipsenabschnitts 3 beträgt
ca. die doppelte Länge des Leuchtkörpers 4.
[0014] Der Unterschied zum Stand der Technik wird bei einem Vergleich mit den schematischen
Prinzipdarstellungen in den Figuren 2a und 2b deutlich. Die Figur 2a entspricht im
wesentlichen den Verhältnissen in der DE-OS 30 35 068. Sie zeigt einen ellipsoiden
Lampenkolben 5, in dessen Innern zentrisch axial ein Leuchtkörper 6 so angeordnet
ist, daß die beiden Brennpunkte F
1 und F
2 des Rotationsellipsoiden mit den Enden des Leuchtkörpers 6 zusammenfallen. Die Brennachse

ist folglich parallel zur Rotationsachse RA des Lampenkolbens 5 orientiert, im Unterschied
zu vorliegenden Erfindung.
[0015] Die Figur 2b gibt schließlich die Verhältnisse in der DE-OS 44 20 607 wieder. Hier
ist der Lampenkolben 7 als ellipsoider oder ellipsoidähnlicher Tonnenkörper geformt.
In der schematischen Schnittdarstellung sind zwei Ellipsenhälften zu erkennen, die
mittels zweier Geradenstücke miteinander verbunden sind. Dabei fallen die Brennpunktepaare
F
1, F
2 bzw. F
1', F
2' beider Ellipsenhälften mit den Eckpunkten des Leuchtkörpers 8 zusammen. Folglich
sind die Brennachsen

bzw.

- wiederum im Unterschied zur vorliegenden Erfindung - parallel zur Rotationsachse
RA des Lampenkolbens orientiert.
[0016] Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung ist - außer der Effizienzsteigerung - die
ebenfalls erhöhte Gleichmäßigkeit, mit der die IR-Strahlung auf die Wendel zurückreflektiert
wird. Dadurch werden lokale Überhitzungen, die zu einer vorzeitigen Zerstörung der
Wendel führen können, vermieden. Vorteilhaft ist ferner, daß die erzielbare Verbesserung
des Lampenwirkungsgrades im Vergleich zur DE-OS 44 20 607 weniger von fertigungsbedingten
Schwankungen der Positionierung des Leuchtkörpers innerhalb des Kolbens abhängt.
[0017] Als Leuchtkörper werden axial angeordnete Einfach- oder Doppelwendeln aus Wolfram
verwendet. Die geometrische Dimensionierung, also Durchmesser, Steigung und Länge
hängt u.a. vom angestrebten elektrischen Widerstand R der Wendel ab und dieser wiederum
von der gewünschten elektrischen Leistungsaufnahme P bei vorgegebener Versorgungsspannung
U. Wegen P = U
2/R sind die Wendeln bei Hochvolt(HV)lampen in der Regel länger als bei Niedervolt(NV)typen.
[0018] Der Leuchtkörper ist mit zwei Stromzuführungen elektrisch leitend verbunden, die
entweder beide gemeinsam an einem Ende des Lampenkolbens oder aber getrennt an den
beiden gegenüberliegenden Enden des Lampenkolbens gasdicht nach außen geführt sind.
Die Dichtung erfolgt im allgemeinen über eine Quetschung. Möglich ist aber auch eine
andere Verschließtechnik, z.B. eine Tellereinschmelzung. Die einseitig verschlossene
Ausführung eignet sich insbesondere für NV-Anwendungen. In diesem Fall lassen sich
aufgrund der relativ kurzen Leuchtkörper sehr kompakte Lampenabmessungen realisieren.
[0019] Zur Optimierung der Effizienz der Lampe ist es vorteilhaft, wenn ein möglichst großer
Teil der Kolbenwand als effektive Reflexionsfläche genutzt werden kann. Dies läßt
sich insbesondere dadurch realisieren, daß der Lampenkolben an einem oder ggf. jeweils
an beiden Enden im Bereich der Stromdurchführung einen Lampenhals aufweist. Der Lampenhals
umgibt die Stromdurchführung möglichst eng und geht in eine Dichtung über. Details
hierzu finden sich in der DE-OS 44 20 607.
[0020] Der Lampenkolben ist üblicherweise mit Inertgas gefüllt, beispielsweise mit N
2, Xe, Ar und/oder Kr. Insbesondere enthält er Halogenzusätze, die einen Wolfram-Halogen-Kreisprozeß
aufrechterhalten, um einer Kolbenschwärzung entgegenzuwirken. Der Lampenkolben besteht
aus einem lichtdurchlässigen Material, beispielsweise Quarzglas.
[0021] Die Lampe kann mit einem Außenkolben betrieben werden. Wird eine besonders starke
Reduzierung der in die Umgebung abgestrahlten IR-Leistung gewünscht, kann dieser ebenfalls
eine IR-Schicht aufweisen.
[0022] Die IR-Schicht kann beispielsweise als an sich bekanntes Interferenzfilter - üblicherweise
eine Folge alternierender dielektrischer Schichten unterschiedlicher Brechzahlen -
ausgeführt sein. Der prinzipielle Aufbau geeigneter IR-Schichten ist z.B. in der EP-A
0 470 496 erläutert.
Beschreibung der Zeichnungen
[0023] Im folgenden soll die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele näher erläutert
werden. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung des Prinzips der Erfindung,
- Figur 2
- eine schematische Darstellung des Standes der Technik,
- Figur 3
- ein Ausführungsbeispiel einer NV-Halogenglühlampe mit IR-Schicht und einer Wendel
mit Innenrückführung sowie einer erfindungsgemäß optimierten Kolbenform.
[0024] In Figur 3 ist ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Lampe 9 schematisch
dargestellt. Es handelt sich hierbei um eine Halogenglühlampe mit einer Nennspannung
von 12 V und einer Nennleistung von 35 W. Sie besteht aus einem einseitig gequetschten
Lampenkolben 10, der als ellipsoidähnlicher Körper geformt ist. Die Erzeugende der
ellipsoiden Teilkontur des Lampenkolbens 10 ist ein Ellipsenabschnitt, dessen große
Halbachse 7,4 mm lang und senkrecht zur Längsachse der Lampe 9 orientiert ist. Die
kleine Halbachse der Erzeugenden ist 6,3 mm lang. Der Lampenkolben 10 ist aus Quarzglas
mit einer Wanddicke von ca. 1 mm gefertigt und hat einen größten Außendurchmesser
von 12 mm. An seinem ersten Ende geht der Lampenkolben 10 in einen Hals 11 über, der
in einer Quetschdichtung 12 endet. An seinem gegenüberliegenden Ende weist der Lampenkolben
10 eine Pumpspitze 13 auf. Auf seiner Außenfläche ist eine IR-Schicht 14 aufgetragen,
bestehend aus einem Interferenzfilter mit mehr als 20 Schichten TiO
2 und SiO
2. Die IR-Schicht überdeckt außerdem noch zusätzlich ca. die Hälfte der Quetschdichtung
12. Auf diese Weise wird zum einen eine besonders maßhaltige Form der IR-Schicht 14
erzielt, da bei der Herstellung des Lampenkolbens 10 dessen Außenfläche die berechnete
Kontur des ellipsoiden Körpers aufgeprägt wird. Zum anderen sind durch die Ausdehnung
der IR-Schicht 14 auf einen Teil der Quetschdichtung 12 die einzelnen Schichten im
Bereich der Kolbenoberfläche besonders gleichmäßig. Dadurch werden Farbfehler reduziert.
Die Länge des Lampenhalses 11 beträgt ca. 2,5 mm bei einem Außendurchmesser von ca.
6 mm. Im Inneren des Lampenkolbens 10 befindet sich eine Füllung aus ca. 6670 hPa
Xenon (Xe) Stickstoff (N) Gemisch im Verhältnis Xe:N=88:12 mit einer Beimengung von
200 ppm Dibrommethan sowie ein axial angeordneter Leuchtkörper 15 mit einer Länge
von 3,07 mm und einem äußeren Durchmesser von 1,87 mm. Der Leuchtkörper 15 ist aus
Wolframdraht mit einem Durchmesser von 152 µm gefertigt. Der Wolframdraht ist zu einer
einfachen Schraubenwendel mit einer Steigung von 243 µm gewickelt.
[0025] Die Stromzuführungen 16a,b sind direkt durch den Wendeldraht gebildet und mit Molybdän-Folien
17a,b in der Quetschdichtung 12 verbunden. Die Molybdän-Folien 17a,b sind ihrerseits
mit äußeren Sockelstiften 18a,b verbunden. Die erste Stromzuführung 16a ist nahezu
parallel zur Lampenlängsachse und im wesentlichen fluchtend zur Mantelfläche des Leuchtkörpers
15 geführt. Die zweite Stromzuführung 16b des Leuchtkörpers 15 ist zur Lampenlängsachse
hingebogen und verläuft zentrisch längs der Achse der Windungen des Leuchtkörpers
15, d.h. innerhalb der Schraubenwendel, zum sockelfernen Ende. Auf diese Weise wird
jegliche Abschattung der Strahlung durch eine Stromzuführung vermieden.
[0026] Die Lampe 9 hat eine Farbtemperatur von ca. 3050 K. Der Lichtstrom beträgt 1000 lm,
entsprechend einer Lichtausbeute von ca. 28 lm/W. Bei einer vergleichbaren Lampe ohne
IR-Schicht ist für den gleichen Lichtstrom eine elektrische Leistungsaufnahme von
ca. 50 W erforderlich. Folglich kann im Vergleich dazu mit der erfindungsgemäßen Lampe
bis zu 42% der elektrischen Leistung eingespart werden.
[0027] Zwei weitere Ausführungsbeispiele für eine 50 W bzw. 65 W Halogenglühlampe - ebenfalls
für 12 V Betrieb - unterscheiden sich nur durch die Ellipsenparameter der Erzeugenden
für die Lampenkolben sowie durch die Wendelparameter. Der Aufbau entspricht jeweils
dem der Figur 1. In der folgenden Tabelle sind die genannten Parameter für die drei
Ausführungsbeispiele gegenübergestellt.

1. Elektrische Glühlampe, insbesondere Halogenglühlampe (9), mit einem eine Längsachse
aufweisenden rotationssymmetrischen Lampenkolben (2; 10), bei dem eine Wandfläche
mit einer IR-Strahlung reflektierenden Schicht (14) versehenen ist und mit einem rotationssymmetrischen
Leuchtkörper (4; 15), der axial innerhalb des Lampenkolbens (2; 10) angeordnet und
mittels zweier Stromzuführungen (16a, 16b) gehaltert ist, wobei die beiden Stromzuführungen
(16a, 16b) an einer oder an zwei Seiten des Lampenkolbens (10) mittels einer bzw.
gegebenenfalls zweier Dichtungen (12) gasdicht nach außen geführt sind, dadurch gekennzeichnet, daß im wesentlichen die gesamte Kontur des Lampenkolbens (2; 10) durch Rotation eines
Ellipsenabschnitts (3) erzeugt ist, wobei die große Halbachse a der zugehörigen Ellipse
(1) senkrecht zur Längsachse, d.h. senkrecht zur Rotationsachse (RA) des Lampenkolbens
(2; 10) orientiert ist und der Ellipsenabschnitt (3) mindestens die durch die kleine
Halbachse b festgelegten Scheitelpunkte der Ellipse (3) nicht umfaßt.
2. Elektrische Glühlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die große Halbachse a des im wesentlichen die gesamte Kontur des Lampenkolbens (2;
10) erzeugenden Ellipsenabschnitts (3) länger als der größte Radius R des Lampenkolbens
(2; 10) ist, d.h. a > R.
3. Elektrische Glühlampe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der großen Halbachse a im Bereich R < a < R + 5 · wr liegt, wobei R und wr den größten Radius des Lampenkolbens (2; 10) bzw. den größten Radius des rotationssymmetrischen
Leuchtkörpers (4; 15) bezeichnen.
4. Elektrische Glühlampe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der großen Halbachse a im Bereich R + wr ≤ a < R + 3 ·wr liegt.
5. Elektrische Glühlampe nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (14) auf der Außenfläche der Lampe (9) aufgebracht ist und den Lampenkolben
(10) sowie mindestens einen Teil der Dichtung(en) (12) umfaßt.
6. Elektrische Glühlampe nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der kleinen Halbachse b des im wesentlichen die gesamte Kontur des Lampenkolbens
(2; 10) erzeugenden Ellipsenabschnitts (3) in folgendem Bereich liegt: wℓ/2 < b < 3·wℓ, wobei die Größe wℓ die Länge des Leuchtkörpers (4; 15) bezeichnet.
7. Elektrische Glühlampe nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Falle der einseitigen Dichtung (12) des Lampenkolbens (10) der Leuchtkörper durch
eine Schraubenwendel (15) realisiert ist, deren dichtungsferne Stromzuführung (16b)
innerhalb der Schraubenwendel (15) zurückgeführt ist.
8. Elektrische Glühlampe nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Lampenkolben (10) mindestens an einem Ende einen Lampenhals (11) aufweist, der
mindestens eine Stromzuführung (16a; 16b) möglichst eng umgibt und dessen kolbenfernes
Ende gasdicht verschlossen ist.
1. Electric incandescent lamp, in particular a halogen incandescent lamp (9), having
a rotationally symmetrical lamp bulb (2; 10) which has a longitudinal axis, in which
a wall surface is provided with a layer (14) which reflects IR radiation, and having
a rotationally symmetrical luminous element (4; 15) which is arranged axially inside
the lamp bulb (2; 10) and held by means of two supply leads (16a, 16b), the two supply
leads (16a, 16b) being guided outwards in a gas-tight fashion on one or on both sides
of the lamp bulb (10) by means of one or, possibly, two seals (12), characterized in that essentially the entire contour of the lamp bulb (2; 10) is produced by rotating a
segment of an ellipse (3), the semimajor axis a of the associated ellipse (1) being
orientated perpendicular to the longitudinal axis, that is to say perpendicular to
the rotation axis (RA) of the lamp bulb (2; 10), and the section of an ellipse (3)
does not comprise at least the apex of the ellipse (3) determined by the semiminor
axis b.
2. Electric incandescent lamp according to Claim 1, characterized in that the semimajor axis a of the segment of an ellipse (3) producing essentially the entire
contour of the lamp bulb (2; 10) is longer than the largest radius R of the lamp bulb
(2; 10), that is to say a > R.
3. Electric incandescent lamp according to Claim 2, characterized in that the length of the semimajor axis a is in the range of R<a<R+5·wr, R and wr denoting the largest radius of the lamp bulb (2; 10) and the largest radius of the
rotationally symmetrical luminous element (4; 15), respectively.
4. Electric incandescent lamp according to Claim 3, characterized in that the length of the semimajor axis a is in the range of R+wr≤a<R+3·wr.
5. Electric incandescent lamp according to Claim 1, 2 or 3, characterized in that the layer (14) is applied to the outer surface of the lamp (9) and covers the lamp
bulb (10) as well as at least a portion of the seal(s) (12).
6. Electric incandescent lamp according to one or more of the preceding claims, characterized in that the length of the semiminor axis b of the segment of an ellipse (3) producing essentially
the entire contour of the lamp bulb (2; 10) is in the following range: Wℓ/2<b<3·wℓ, the variable wℓ denoting the length of the luminous element (4; 15).
7. Electric incandescent lamp according to one or more of the preceding claims, characterized in that in the case of the single-ended seal (12) of the lamp bulb (10) the luminous element
is implemented by a coil filament (15) whose supply lead (16b) remote from the seal
is guided back inside the coil filament (15).
8. Electric incandescent lamp according to one or more of the preceding claims, characterized in that at least at one end the lamp bulb (10) has a lamp neck (11) which surrounds at least
one supply lead (16a; 16b) as narrowly as possible and whose end remote from the bulb
is sealed in a gas-tight fashion.
1. Lampe électrique à incandescence, notamment lampe (9) à incandescence aux halogènes,
comprenant une ampoule (2 ; 10) de lampe de révolution ayant un axe longitudinal,
dans laquelle une surface de la paroi est munie d'une couche (14) réfléchissant le
rayonnement infrarouge et d'un corps lumineux (4 ; 15) qui est disposé axialement
à l'intérieur de l'ampoule (2 ; 10) de la lampe et qui est maintenu au moyen de deux
entrées (16a, 16b) de courant, les deux entrées (16a, 16b) de courant étant guidées
vers l'extérieur d'une manière étanche aux gaz, d'un côté ou des deux côtés de l'ampoule
(10) de la lampe, au moyen d'un ou, le cas échéant, de deux dispositifs (12) d'étanchéité,
caractérisée en ce que pour l'essentiel tout le contour de l'ampoule (2 ; 10) de la lampe est produit par
rotation d'un segment (3) d'ellipse, le demi-grand axe a de l'ellipse (1) associée
étant perpendiculaire à l'axe longitudinal, c'est-à-dire perpendiculaire à l'axe (RA)
de révolution de l'ampoule (2 ; 10) de la lampe, et le segment (3) d'ellipse n'embrassant
pas au moins les sommets de l'ellipse (3) qui sont déterminés par le demi-petit axe
b.
2. Lampe électrique à incandescence suivant la revendication 1, caractérisée en ce que le demi-grand axe a du segment (3) d'ellipse produisant pour l'essentiel tout le
contour de l'ampoule (2 ; 10) de la lampe est plus grand que le rayon R le plus grand
de l'ampoule (2 ; 10) de la lampe, c'est-à-dire a > R.
3. Lampe électrique à incandescence suivant la revendication 2, caractérisée en ce que la longueur du demi-grand axe a est comprise dans l'intervalle R < a < R + 5.wr, R et wr désignant le rayon le plus grand de l'ampoule (2 ; 10) de la lampe et le rayon le
plus grand du corps lumineux (4 ; 15) de révolution.
4. Lampe électrique à incandescence suivant la revendication 3, caractérisée en ce que la longueur du demi-grand axe a est comprise dans l'intervalle R + wr ≤ a < R + 3.wr.
5. Lampe électrique à incandescence suivant la revendication 1, 2 ou 3, caractérisée en ce que la couche (14) est déposée sur la surface extérieure de la lampe (9) et embrasse
l'ampoule (10) de la lampe ainsi qu'au moins une partie du dispositif (12) d'étanchéité.
6. Lampe électrique à incandescence suivant l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la longueur du demi-petit axe b du segment (3) d'ellipse produisant pour l'essentiel
tout le contour de l'ampoule (2 ; 10) de la lampe est dans l'intervalle suivant :
wℓ/2 < b < 3.wℓ, la grandeur wℓ désignant la longueur du corps lumineux (4 ; 15).
7. Lampe électrique à incandescence suivant l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que, dans le cas du dispositif (12) d'étanchéité d'un seul côté de l'ampoule (10) de
la lampe, le corps lumineux est réalisé par un filament (15) hélicoïdal dont l'entrée
de courant qui est éloignée du dispositif d'étanchéité est ramenée à l'intérieur du
filament (15) hélicoïdal.
8. Lampe électrique à incandescence suivant l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'ampoule (10) de la lampe a, au moins à une extrémité, un col (11) de lampe qui
entoure d'une manière aussi étroite que possible au moins une entrée (16a, 16b) de
courant et dont l'extrémité éloignée de l'ampoule est fermée d'une manière étanche
aux gaz.