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EP 0 894 908 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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03.02.1999 Patentblatt 1999/05 |
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Anmeldetag: 08.07.1998 |
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
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Priorität: |
31.07.1997 DE 29713584 U
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Anmelder: Pflieger, Adrian, Dipl.-Ing. |
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72135 Dettenhausen (DE) |
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Erfinder: |
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- Pflieger, Adrian, Dipl.-Ing.
72135 Dettenhausen (DE)
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Vertreter: Möbus, Rudolf, Dipl.-Ing. |
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Dipl.-Ing. Rudolf Möbus,
Dr.-Ing. Daniela Möbus,
Dipl.-Ing. Gerhard Schwan,
Hindenburgstrasse 65 72762 Reutlingen 72762 Reutlingen (DE) |
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Dichtung für Fugen von Gebäuden und Verkehrswegen |
(57) Eine Dichtung für Fugen (10) von Gebäuden und Verkehrswegen in Form eines bandförmigen
Hohlkörpers (13.1) mit mindestens bereichsweise elastischer Wandung, wobei der Hohlkörper
(13.1) nach Einlegen in die Fuge (10) mit einem zähfließenden und/oder aushärtenden
Medium (13.2) ausfüllbar und dadurch ausdehnbar und mit den Fugenrändern (10.1, 10.2)
verpreßbar ist.
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[0001] Zur Abdeckung von Fugen an Gebäuden, insbesondere an Wohngebäuden in Plattenbauweise,
aber auch zwischen Fahrbahnplatten oder in Klärbecken werden heutzutage Fugenbänder
eingesetzt. Diese aus einem Elastomer bestehenden Bänder dichten die Fuge aufgrund
ihrer elastischen Verformung ab. Sie weisen hierzu einen gegenüber dem Fugenquerschnitt
vergrößerten Querschnitt auf und werden beispielsweise durch Einschlagen oder Einpressen
in die Fuge gedrückt, wodurch die Bänder komprimiert werden. Die dadurch entstehenden
Rückstellkräfte des Fugenbandes sorgen für eine Abdichtung des Fugenhohlraums. Die
bisher im Einsatz befindlichen Fugenbänder sind zwar wirksam, jedoch nur unter großem
Zeit- und Arbeitsaufwand verlegbar.
[0002] Zur Abdichtung von Türen zu Reinräumen, Personenschleusen und dergleichen sind bereits
Dichtungen bekannt, die aus einem Hohlprofil bestehen, das mittels Druckluft aufblasbar
ist. Diese Dichtungen eignen sich jedoch nicht für Gebäudefugen und Fahrbahnbeläge,
da die Dichtwirkung von der Eigendichtigkeit der Hohlprofile abhängt. Sobald die Druckluft
beispielsweise durch mechanische Verletzung oder durch Materialermüdung aus der Dichtung
entweicht, ist die Dichtwirkung nicht mehr gegeben.
[0003] Zur Abhilfe dieses Problems schlägt die vorliegende Erfindung eine Dichtung für Fugen
von Gebäuden und Verkehrswegen in Form eines bandförmigen Hohlkörpers mit mindestens
bereichsweise elastischer Wandung vor, wobei der Hohlkörper nach Einlegen in die Fuge
mit einem zähfließenden und/oder aushärtenden Medium ausfüllbar und dadurch ausdehnbar
und mit den Fugenrändern verpreßbar ist. Als Füllmedien können beispielsweise Harze,
Gele oder auch aushärtende Schäume verwendet werden. Auch Wachse aller Art, Bitumen
oder ähnliche, für Straßenbeläge eingesetzte Materialien können als Füllmedien verwendet
werden. Hierdurch ist gewährleistet, daß bei einer Materialermüdung des Fugenbandes,
das vorzugsweise aus einem Elastomer gefertigt sein kann, das Füllmedium nicht entweichen
kann. Die Dichtwirkung bleibt also auch über sehr lange Zeiträume hinweg erhalten.
Erfindungsgemäße Dichtungen sind außerdem weniger anfällig gegen mechanische Zerstörungen
wie druckluftbefüllte Hohlkörperdichtungen, bei denen stets eine Verletzung der Außenhaut
und ein damit verbundener Verlust der Dichtwirkung befürchtet werden muß. Die Dichtung
kann zweckmäßigerweise eine dem Fugenquerschnitt angepaßte Querschnittsform aufweisen.
So sind beispielsweise mehreckige, trapezförmige, ovale oder runde Querschnittsformen,
aber auch jede andere, technisch herstellbare Querschnittsform, denkbar. Im nicht
ausgefüllten Zustand ist der Querschnitt des Fugenbandes kleiner als derjenige des
Fugenhohlraums. Hierdurch läßt sich das Fugenband problemlos verlegen. Ein Einschlagen
oder Einpressen wie bei massiven Fugenbändern ist hier nicht notwendig. Die Dichtwirkung
entsteht erst mit Befüllen des Hohlkörpers mit dem zähfließenden und/oder aushärtenden
Medium. Zur Erhöhung der Haftung des Fugenbandes im Fugenhohlraum kann die äußere
Oberfläche der Dichtung mindestens an den an den Fugenbändern anliegenden Stellen
aufgerauht sein.
[0004] Die erfindungsgemäßen Dichtungen können durch die verwendeten Materialien und durch
die Ausgestaltung als mit einem Medium gefüllter Hohlkörper auch Bewegungen der Fugenränder
ausgleichen. So ist die Fugenabdichtung beispielsweise auch zwischen zwei sich gegeneinander
verschiebenden Platten gewährleistet.
[0005] Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Dichtung
anhand der Zeichnung näher beschrieben.
[0006] Die einzige Figur zeigt eine Fuge 10 zwischen zwei Platten 11 und 12, wobei die Fuge
10 an ihrem oberen Ende durch eine Dichtung 13 abgedichtet ist. Die Dichtung 13 besteht
aus einem Hohlprofilkörper 13.1, der in seinem Inneren mit einem zähfließenden und/oder
aushärtenden Material wie ein Harz, ein Gel oder ein Schaum 13.2 ausgefüllt ist. Der
Hohlkörper 13.1 besteht aus einem Elastomer und wird beim Einfüllen des Materials
13.2 gedehnt, wodurch er sich unter Druck gegen die Fugenränder 10.1 und 10.2 anlegt.
Aufgrund der zumindest begrenzt elastischen Eigenschaften der Dichtung 13 kann diese
auch Relativbewegungen der beiden Platten 11 und 12 zueinander, die durch Pfeile 14,
15 und 16 angedeutet sind, ausgleichen.
1. Dichtung für Fugen von Gebäuden und Verkehrswegen in Form eines bandförmigen Hohlkörpers
(13.1) mit mindestens bereichsweise elastischer Wandung, wobei der Hohlkörper (13.1)
nach Einlegen in die Fuge (10) mit einem zähfließenden und/oder aushärtenden Medium
(13.2) ausfüllbar und dadurch ausdehnbar und mit den Fugenrändern (10.1, 10.2) verpreßbar
ist.
2. Dichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Oberfläche der Dichtung
(13) mindestens an den an den Fugenrändern (10.1, 10.2) anliegenden Stellen aufgerauht
ist.
3. Dichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit Harz ausfüllbar
ist.
4. Dichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einem Gel ausfüllbar
ist.
5. Dichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einem aushärtenden
Schaum ausfüllbar ist.
6. Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine dem
Fugenquerschnitt angepaßte Querschnittsform aufweist.
7. Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper
(13.1) aus einem Elastomer gefertigt ist.
