[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Ständer für Plakate und ähnliche Informationsträger,
welcher aus zwei tafelartigen Aufnahmeeinheiten aufgebaut ist, die an ihrem oberen
Rand scharnierartig miteinander verbunden sind und zum Aufstellen in eine Dachstellung
auseinanderklappbar sind.
[0002] Ständer vorgenannter Art sind in verschiedenen Ausführungen bekannt, wobei aber bei
diesen bekannten Ständern verschiedene Nachteile vorliegen, und zwar insbesondere
hinsichtlich der Herstellung und des mit der Herstellung einhergehenden Aufwandes.
So werden hölzerne Rahmen oder Tafeln paarweise mit aufgeschraubten Scharnieren verbunden
um Plakatständer zu bilden, oder es werden Rahmen aus Metallrohren gebogen und diese
Metallrohre mit Scharnierteilen integriert, um jeweils zwei solcher Metallrohrrahmen
scharnierartig zu einem Ständer zusammenzufügen; derartige Lösungen erfordern nicht
nur einen verhältnismäßig hohen Arbeitsaufwand bei der Herstellung, sondern auch spezielle
Fertigungseinrichtungen, welche zumeist nur für ein spezielles Format der tafelartigen
Aufnahmeeinheiten ausgebildet sind; all dies ist von Nachteil. Dies gilt auch hinsichtlich
des in der US-A-4,253,260 beschriebenen Plakatständers, der aus zwei mit einem speziellen
Format hergestellten Tafeln gebildet ist, welche an den Enden ihres oberen Randes
angeformte Scharnierteile tragen, welche zum Verbinden der beiden Tafeln ineinandersteckbar
sind.
[0003] Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Ständer eingangs erwähnter Art
zu schaffen, bei dem die Nachteile der bekannten Konzepte weitgehend vermieden sind
und dessen Komponenten einfach, mit geringem Aufwand an Arbeit und Materialkosten
herstellbar und zum verwendungsbereiten Ständer zusammenfügbar sind. Der zu schaffende
Ständer soll auch über eine gute Stabilität verfügen, und es soll auch das Anbringen
der Informationsträger auf einfache Weise ausführbar sein.
[0004] Der erfindungsgemäße Ständer eingangs erwähnter Art ist dadurch gekennzeichnet, daß
der obere Rand der tafelartigen Aufnahmeeinheiten je durch eine Profilleiste gebildet
ist und dabei die an der einen Aufnahmeeinheit vorgesehene Profilleiste an der der
anderen Aufnahmeeinheit zugewandten Seite eine in Längsrichtung dieser Profilleiste
im wesentlichen über die ganze Länge dieser Profilleiste verlaufende und mindestens
zu einer Endfläche der Profilleiste offene Nut mit einer sich im Querschnitt über
mehr als 180° erstreckenden zylindrischen Innenwandseite und die an der anderen Aufnahmeeinheit
vorgesehene Profilleiste einen in Längsrichtung dieser Profilleiste im wesentlichen
über deren ganze Länge verlaufenden an einem Steg sitzenden Stab aufweist, welcher
in die an der erstgenannten Profilleiste vorgesehene Nut paßt und in diese Nut eingefügt
ist, wobei der Steg, im Querschnitt gesehen, eine geringere Breite als die Ausmündung
der Nut aufweist und so ein scharnierartiges Schwenken der beiden Profilleisten zueinander
erlaubt, und daß eine an der Nut und an dem Stab angreifende Verschiebesicherung vorgesehen
ist, die die gegenseitige Längsposition der beiden Profilleisten fixiert. Durch diese
Ausbildung kann der vorstehend angeführten Zielsetzung gut entsprochen werden. Es
kann ein solcher Ständer bei einfachem Aufbau in verschiedenen Ausführungsformen realisiert
werden, wobei mit geringem Materialaufwand und geringem Aufwand für die Fertigung
und Montage der Komponenten das Auslangen gefunden werden kann und trotzdem eine gute
Stabilität erzielt werden kann. Hiezu trägt besonders der praktisch über die ganze
Länge der beiden genannten Profilleisten gegebene Eingriff des genannten Stabes in
die genannte Nut bei. Dieser über die ganze Länge gegebene Eingriff der ein Scharnier
bildenden Komponenten, Stab und Nut, kann durch einfaches Ineinanderschieben dieser
Komponenten hergestellt werden und ermöglicht auch ohne weiteres eine beliebige Wahl
der Länge dieser Profilleisten und damit eine große Freizügigkeit hinsichtlich der
Formate der Aufnahmeeinheiten für die Plakate, ohne daß es für die einzelnen Formate
spezieller formatgebundener Herstellungseinrichtungen bedarf.
[0005] Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ständers ist dadurch gekennzeichnet,
daß der in die Nut eingreifende Stab hohl ausgebildet ist. Dies hat den Vorteil, daß
man, ohne eine, im Querschnitt gesehen, größere Materialanhäufung in Kauf nehmen zu
müssen, einen verhältnismäßig großen Durchmesser des Stabumrisses erzielen kann, was
für einen guten Zusammenhalt zwischen dem Stab und der den Stab aufnehmenden Nut wertvoll
ist.
[0006] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform, welche einen einfachen Zusammenbau
der den Ständer bildenden Komponenten und eine effiziente Sicherung der beiden Aufnahmeeinheiten
des Ständers aneinander erzielen läßt, ist vorgesehen, daß als Verschiebesicherung
an den jeweils benachbarten Enden der an der einen Profilleiste vorgesehenen Nut und
des an der anderen Profilleiste befindlichen Stabes Anschläge vorgesehen sind, welche
über das Stabende und das diesem benachbarte Nutende reichen.
[0007] Hiebei ist es weiters günstig, wenn man vorsieht, daß die Anschläge durch den Kopf
einer in den Stab eingedrehten Schraube oder durch eine von einer solchen Schraube
gehaltenen Scheibe gebildet sind.
[0008] Zur einfachen Festlegung der durch Auseinanderklappen der beiden Aufnahmeeinheiten
des Ständers erreichbaren Verwendungsstellung, in der die Forderungen nach guter Sichtbarkeit
der Plakate sowie nach Standfestigkeit des Ständers und auch langer Lebensdauer desselben
optimiert sind, sieht man vorteilhaft vor, daß an den beiden Profilleisten Anschlagflächen
vorgesehen sind, welche beim Auseinanderklappen des Ständers aneinander zur Anlage
kommen und damit das Auseinanderbewegen der beiden Aufnahmeeinheiten des Ständers
begrenzen.
[0009] Im Sinne einer Erleichterung des Eindrehens von Schrauben, welche für die Verschiebesicherung
vorgesehen sind, in axialer Richtung in den den einen Teil der Scharnierverbindung
bildenden Stab ist es vorteilhaft, wenn man vorsieht, daß der längslaufende Stab hohl
mit einer zylindrischen Wandinnenseite ausgebildet ist, in der mindestens eine längslaufende
nutartige Vertiefung vorgesehen ist. Es ist dabei weiter günstig, wenn auch ein vom
Inneren dieses Stabes nach außen führender Schlitz vorgesehen ist.
[0010] Baulich ist es von Vorteil, wenn man vorsieht, daß in den Profilleisten eine Einschiebenut
für eine den Informationsträger stützende Unterlagsplatte vorgesehen ist. Dies läßt
auf einfache Weise eine stabile Zusammenfügung der Profilleisten mit einer die darzubietenden
Plakate unterstützenden Platte erzielen. Hiebei ist es weiter hinsichtlich des bei
der Verwendung des Ständers vorzunehmenden Anbringens von Informationsträgern günstig,
wenn man vorsieht, daß die Einschiebenut eine enge Zone, deren Weite auf die Dicke
der Unterlagsplatte abgestimmt ist, und daran nach außen anschließend eine erweiterte
Zone aufweist, in welche der Rand eines Informationsträgers auf der Unterlagsplatte
liegend einschiebbar ist.
[0011] Hinsichtlich des Erzielens einer einfachen arbeitssparenden und kostengünstigen Fertigung
der Profilleisten und auch hinsichtlich der Möglichkeit, die Länge der Profilleisten
und damit auch die Formate der Aufnahmeeinheiten für die Plakate weitgehend frei wählen
zu können, ist es vorteilhaft, wenn man vorsieht, daß die Profilleisten Hohlprofile,
vorzugsweise Extrusionsprofile, sind und daß an die Enden dieser Profilleisten Endabdeckungen
aufgesetzt sind. Hiebei kann eine baulich einfache Ausbildung, welche leicht montierbar
ist und über eine gute Stabilität verfügt, erzielt werden, wenn man vorsieht, daß
die Endabdeckungen mit Zapfen versehen sind, welche in Richtung der Seitenränder der
jeweiligen Aufnahmeeinheit von den Endabdeckungen abstehen und in Ausnehmungen sitzen,
die im Basisteil von zweiteilig ausgebildeten Seitenrandleisten vorgesehen sind, wobei
diese Basisteile je längs eines Seitenrandes der betreffenden Aufnahmeeinheit verlaufen
und eine Einschiebenut für einen Seitenrand einer den Informationsträger stützenden
Unterlagsplatte aufweisen und diese Basisteile mit Deckteilen scharnierartig verbunden
sind, welche in einer Stellung mit einem Randabschnitt gegen die Unterlagsplatte drücken
und aus dieser Stellung zur Freigabe des zur Anordnung des Informationsträgers vorgesehenen
Bereiches der Unterlagsplatte von dieser wegklappbar sind. Dabei ist es für eine einfache
Handhabung beim Anbringen von Informationsträgern günstig, wenn die Basisteile der
Seitenrandleisten an den der Vorderseite der Unterlagsplatte benachbarten Rand der
Einschiebenut anschließend eine senkrecht zur Fläche der Unterlagsplatte aufragende
Führungswand für den Rand von aufzulegenden Informationsträgern aufweisen. Weiters
ist es dabei hinsichtlich der Stabilität der zweiteilig ausgebildeten Seitenrandleisten,
sowie des Auf- und Zuklappens der Deckteile derselben und der Klemmung der Informationsträger
vorteilhaft, wenn die scharnierartige Verbindung der Basisteile mit den Deckteilen
durch eine längslaufende Leiste am betreffenden Basisteil und eine längslaufende Nut
am zugeordneten Deckteil gebildet ist, wobei die Nut eine sich über mehr als 180°
erstreckende zylindrische Wandinnenseite aufweist, die die Leiste passend umfaßt,
und bezüglich der Leiste schwenkbar ist.
[0012] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausbildung des erfindungsgemäßen Ständers ist
vorgesehen, daß die Profilleisten an ihrer von der geometrischen Schwenkachse abgewandten
Außenseite eine glatte und im wesentlichen ebene Außenfläche zum Anbringen von Aufdrucken
und/oder Aufklebern haben. Dies ist dahingehend von Vorteil, daß Teile der Informationsdarbietung,
welche über längere Zeiträume gleichbleiben, wie etwa Firmennamen oder Logos, auf
diesen Außenseiten der Profilleisten vorgesehen werden können, während die Plakate,
die auf dem Ständer anzuordnen sind, nur die wechselnden Informationen beinhalten;
dies läßt Ersparnisse erzielen. Gleichzeitig läßt eine mit dem Vorsehen vergrößerter
Außenflächen an den Profilleisten durch die damit einhergehende Vergrößerung der Querschnittsabmessungen
dieser Profilleisten eine höhere Steifigkeit derselben erzielen, was insbesondere
bei größeren Formaten der unterzubringenden Plakate bedeutsam ist. Außerdem ermöglichen
solch größere Abmessungen der Profilleisten eine bessere und stabilere Verbindung
derselben mit weiteren Bauteilen des Aufstellers, insbesondere mit Standbeinen.
[0013] Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die Zeichnung, in welcher Beispiele schematisch
dargestellt sind, weiter erläutert, wobei im Interesse einer möglichst übersichtlichen
Darstellung die Proportionen gegenüber praktischen Ausführungsformen verändert sind
und einzelne Details weggelassen sind. In der Zeichnung zeigt
Fig.1 eine Ausführungsform eines erfindungsgemäß ausgebildeten Ständers in einer Schrägansicht,
Fig.2 den oberen Bereich eines solchen Ständers in einem quer zur geometrischen Scharnierachse
geführten Schnitt, an der in Fig.1 mit II angedeuteten Stelle,
Fig.3 den Bereich der Seitenrandleisten in einem quer zu einer solchen Leiste geführten
Schnitt bei zugeklapptem Deckteil, an der in Fig.1 mit III angedeuteten Stelle,
Fig.4 eine zu Fig.3 korrespondierende Schnittdarstellung bei aufgeklapptem Deckteil,
Fig.5 eine Vorderansicht des bei der in Fig.1 mit III bezeichneten Stelle liegenden
Eckbereiches, wobei Teilzonen absatzweise aufgebrochen dargestellt sind,
Fig.6 eine vereinfachte Ausführungsform eines erfindungsgemäß ausgebildeten Ständers
in einer zu Fig.1 korrespondierenden Darstellung, und
Fig.7 eine Variante in einer zu Fig.2 korrespondierenden Schnittdarstellung. In der
Zeichnung sind gleiche Elemente mit gleichen Bezugsziffern bezeichnet.
[0014] Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Ständers
1 ist aus zwei tafelartigen Aufnahmeeinheiten 2, 3 für Plakate 4 und ähnliche Informationsträger
aufgebaut, und es sind diese Aufnahmeeinheiten an ihrem oberen Rand 5 scharnierartig
miteinander verbunden. Durch diese Scharnierverbindung sind die Aufnahmeeinheiten
2, 3 entsprechend dem Doppelpfeil 7 in die in den Fig.1 und 2 dargestellte Dachstellung
auseinanderklappbar, wobei diese Dachstellung, welche dem Ständer eine gute Standfestigkeit
verleiht, zum Aufstellen des Ständers für das Darbieten der Plakate vorgesehen ist.
Die Aufnahmeeinheiten 2, 3 sind mit Standbeinen 6 versehen.
[0015] Der obere Rand 5 der tafelartigen Aufnahmeeinheiten 2, 3 ist je durch eine Profilleiste
8 bzw. 9 gebildet. Die an der einen Aufnahmeeinheit 2 vorgesehene Profilleiste 8 hat
an ihrer der Profilleiste 9 der anderen Aufnahmeeinheit 3 zugewandten Seite eine Nut
11, welche sich in Längsrichtung 10 der Profilleiste 8 im wesentlichen über die ganze
Länge dieser Profilleiste 8 erstreckt und mindestens zu einer Endfläche dieser Profilleiste
hin offen ist. Diese Nut 11 hat eine zylindrische Wandinnenseite 12, welche sich,
im Querschnitt der Profilleiste 8 gesehen, über mehr als 180° erstreckt. Die an der
anderen Aufnahmeeinheit 3 vorgesehene Profilleiste 9 weist einen in Längsrichtung
dieser Profilleiste 9 im wesentlichen über deren ganze Länge verlaufenden Stab 14
auf, der an einem Steg 13 sitzt. Der Stab 14 paßt in die an der Profilleiste 8 vorgesehene
Nut 11 und ist in diese Nut eingefügt. Der Steg 13 hat, im Querschnitt gesehen, eine
geringere Breite als die Ausmündung der Nut 11, und es ist damit ein scharnierartiges
Schwenken der beiden Profilleisten 8, 9 zueinander möglich. Zum Zusammenfügen der
beiden Profilleisten 8, 9 kann man den Stab 14 in die Nut 11 in Längsrichtung 10 der
Profilleisten einschieben, da ja die Nut 11 mindestens zu einer Endfläche der Profilleiste
8 hin offen ist. Um den Stab 14 in der Nut 11 gegen ein unerwünschtes Herauswandern
aus der Nut 11 in Längsrichtung 10 zu sichern, ist eine an der Nut und an dem Stab
angreifende Verschiebesicherung vorgesehen, die die gegenseitige Längsposition der
beiden Profilleisten 8, 9 fixiert. Eine solche Verschiebesicherung kann vorteilhaft
in Form von Anschlägen realisiert werden, welche an den jeweils benachbarten Enden
des Stabes 14 und der Nut 11 plaziert sind und über das Stabende und das diesem benachbarte
Nutende reichen. Im dargestellten Fall ist ein solcher Anschlag durch eine Scheibe
15 gebildet, welche über das Ende des Stabes 14 und das benachbarte Ende der Nut 11
reicht. Diese Scheibe ist durch eine Schraube 16 gehalten, welche in den Stab 14 axial
eingedreht ist. Es wäre auch möglich, bei entsprechender Größe des Schraubenkopfes
diesen als Anschlag zu verwenden. Der Stab 14 ist hohl ausgebildet und hat einen vom
Inneren dieses Stabes nach außen führenden Schlitz 28; der Stab 14 weist eine zylindrische
Wandinnenseite 17 auf, in der eine längslaufende nutartige Vertiefung 19 vorgesehen
ist. Diese nutartige Vertiefung 19 und auch der Schlitz 28 bilden Unterbrechungen
der zylindrischen Wandinnenseite 17 und diese Unterbrechungen erleichtern das axiale
Eindrehen von Schrauben 16 in den Stab 14. Durch die hohle Ausbildung des Stabes 14
kann auch ohne nachteilige Materialanhäufung ein verhältnismäßig großer Stabdurchmesser
vorgesehen werden, was die Stabilität verbessert.
[0016] Um das Auseinanderklappen des Ständers 1, bzw. das Auseinanderbewegen der beiden
Aufnahmeeinheiten 2, 3 dieses Ständers zu begrenzen, sind an den beiden Profilleisten
8, 9 Anschlagflächen 18 vorgesehen, welche beim Auseinanderklappen des Ständers im
Sinne des Doppelpfeiles 7 aneinander zur Anlage kommen.
[0017] Die Profilleisten 8, 9 sind im dargestellten Fall als Hohlprofile ausgebildet und
können vorzugsweise Extrusionsprofile sein, und es sind an die Enden dieser Profilleisten
8, 9 plattenartige Endabdeckungen 22 aufgesetzt. Zur Fixierung dieser Endabdeckungen
22 sind in den Profilleisten 8, 9 Buchsennuten 23 eingeformt, in welche für diese
Fixierung vorgesehene Halteschrauben oder Haltestifte eingefügt werden können.
[0018] In den Profilleisten 8, 9 sind Einschiebenuten 20 vorgesehen, in welche eine Unterlagsplatte
21 eingeschoben ist, die zur flächenhaften Unterstützung der Plakate 4 bzw. plakatähnlicher
Informationsträger dient. Diese Unterlagsplatte 21 reicht bis zu unteren Randleisten
26. Die Einschiebenuten 20 haben eine enge Zone 29, deren Weite auf die Dicke der
Unterlagsplatte 21 abgestimmt ist, und daran anschließend eine erweiterte Zone 30,
in welche der Rand eines plakatartigen Informationsträgers 4, auf der Unterlagsplatte
21 liegend, einschiebbar ist.
[0019] Zur Fixierung der plakatartigen Informationsträger 4 ist bei der in den Fig.1 bis
5 dargestellten Ausführungsform eine Klemmbefestigung vorgesehen; die plakatartigen
Informationsträger 4 werden mit ihrem oberen Rand in die Zone 30 der am oberen Rand
der betreffenden Aufnahmeeinheit 2 oder 3 befindlichen Profilleiste 8 oder 9 eingeschoben
und mit ihrem unteren Rand korrespondierend in eine erweiterte Zone einer Einschiebenut
der unteren Randleiste 26 der betreffenden Aufnahmeeinheit 2 oder 3; an ihren seitlichen
Rändern werden die plakatartigen Informationsträger 4 mit als Klemmleisten wirkenden
Seitenrandleisten 27 an die Unterlagsplatte 21 angedrückt; bei der in den Fig.1 bis
5 dargestellten Ausführungsform sind die Seitenrandleisten 27 zweiteilig ausgebildet
und haben einen Basisteil 31 und einen mit diesem Basisteil scharnierartig verbundenen
Deckteil 32; die Basisteile 31 der Seitenrandleisten 27 sind mit den Endabdeckungen
22 und damit auch mit den Profilleisten 8 bzw. 9 und mit den unteren Randleisten 26
dadurch verbunden, daß die Endabdeckungen 22 mit Zapfen 34 versehen sind, welche in
Richtung der Seitenränder der Aufnahmeeinheiten 2, 3 von den Endabdeckungen 22 abstehen
und in Ausnehmungen 33 sitzen, welche in den Basisteilen 31 vorgesehen sind; die Basisteile
31, welche je längs eines Seitenrandes der betreffenden Aufnahmeeinheit 2 bzw. 3 verlaufen,
haben eine Einschiebenut 35 für einen Seitenrand der den Informationsträger 4 stützenden
Unterlagsplatte 21. Die mit den Basisteilen 31 scharnierartig verbundenen Deckteile
32 drücken in der in den Fig.1, 3 und 5 dargestellten zugeklappten Stellung mit einem
Randabschnitt 36 gegen die Unterlagsplatte 21 und klemmen damit einen auf der Unterlagsplatte
angeordneten Informationsträger 4 fest. Zum Erzeugen der Druckkraft kann man vorzugsweise
Federn vorsehen. Auch Magnete oder Rastverschlüsse oder dergl. sind zum Erzeugen der
Druckkraft geeignet. Zur Freigabe des zur Anordnung des Informationsträgers 4 vorgesehenen
Bereiches der Unterlagsplatte 21 sind die Deckteile 32 von der Unterlagsplatte 21
in die in Fig.4 dargestellte Stellung wegklappbar. Um dabei die Deckteile 32 in der
in Fig.4 dargestellten weggeklappten Stellung zu halten, sieht man vorzugsweise entsprechend
vorgespannte Federn vor, wobei vorteilhaft Federn eingesetzt werden können, welche
zwischen Basisteil und Deckteil eingefügt sind und zusammen mit den durch die Schwenkbarkeit
des Deckteiles gegebenen geometrischen Zusammenhängen den Deckteil einerseits in der
Position gemäß Fig.3 und andererseits in der Position gemäß Fig.4 stabil halten. Im
Interesse einer einfachen Darstellung sind solche Federn in der Zeichnung nicht eingezeichnet.
[0020] Um die Manipulation beim Auflegen der Informationsträger zu erleichtern, sind die
bei der Ausführungsform nach den Fig.1 bis 5 vorgesehenen Basisteile 31 der Seitenrandleisten
27 an dem der Vorderseite 37 der Unterlagsplatte 21 benachbarten Rand der Einschiebenut
35 mit einer senkrecht zur Fläche der Unterlagsplatte 21 aufragenden Führungswand
38 versehen, die den Rand der Informationsträger bei Auflegen derselben leitet. Die
scharnierartige Verbindung der Basisteile 31 der Seitenrandleisten mit den Deckteilen
32 derselben kann konstruktiv auf verschiedene Art ausgeführt werden. Bei der in den
Fig.1 bis 5 dargestellten Ausführungsform ist hiezu am betreffenden Basisteil 31 eine
längslaufende Leiste 39 und am zugeordneten Deckteil 32 eine längslaufende Nut 40
mit einer sich über mehr als 180° erstreckenden zylindrischen Wandinnenseite 41 gebildet,
die die Leiste 39 passend umfaßt und bezüglich dieser Leiste schwenkbar ist. Der solcherart
gegebene Zusammenhalt von Basisteil und Deckteil über die Längserstreckung derselben
ergibt eine gute Führung beim Wegklappen und Zuklappen des Deckteiles und eine gute
Stabilität dieser zweiteiligen Kombination, die auch eine gleichmäßige Klemmwirkung
für die Informationsträger erzielen läßt.
[0021] Die in Fig.6 dargestellte Ausführungsform eines erfindungsgemäß ausgebildeten Ständers
1 ist analog wie die in den Fig.1 bis 5 dargestellte Ausführungsform aus zwei tafelartigen
Aufnahmeeinheiten 2, 3 für plakatartige Informationsträger aufgebaut, welche scharnierartig
miteinander verbunden sind. Die Informationsträger sind zwecks Vereinfachung der Darstellung
in Fig.6 ebenso wie in den Fig.1 und 5 nicht eingezeichnet. Analog, wie dies aus den
Fig.1 und 2 ersichtlich ist, ist die Scharnierverbindung mittels Profilleisten 8,
9 realisiert, welche den oberen Rand der Aufnahmeeinheiten 2, 3 bilden, wobei die
eine Profilleiste 8 eine in Längsrichtung im wesentlichen über die ganze Länge dieser
Leiste verlaufende Nut und die andere Profilleiste 9 einen in Längsrichtung im wesentlichen
über deren ganze Länge verlaufenden, an einem Steg sitzenden Stab aufweist, der in
die genannte Nut schwenkbar paßt und in diese Nut eingefügt ist. Der Stab ist in Axialrichtung
in die Nut eingeschoben und es ist die Längsposition der beiden Profilleisten 8, 9
zueinander mittels Anschlägen fixiert. Diese Anschläge können z.B. wie dargestellt
durch eine Scheibe 15 und eine axial in den Stab eingesetzte Schraube 16 gebildet
sein; auch andere Ausführungen, z.B. quer in die Profilleisten 8, 9 an deren Enden
eingesetzte Stifte, sind möglich. Eine Unterlagsplatte 21 reicht von der am oberen
Rand der Aufnahmeeinheiten vorgesehenen Profilleiste 8 bzw. 9 bis zu der jeweils am
unteren Rand vorgesehenen unteren Randleiste 26. Bei jeder Aufnahmeeinheit sind die
obere Randleiste 8 bzw. 9, die Unterlagsplatte 21, die untere Randleiste 26 und die
Standbeine 6 miteinander verbunden. Zur Fixierung der plakatartigen Informationsträger
an den Aufnahmeeinheiten können verschiedene Techniken vorgesehen werden, z.B. Klebetechniken,
Magnetfixierungen oder ähnliches. Auch eine Befestigung durch Festklemmen ist möglich,
wobei an den Seitenrändern einfache Klemmen oder längs dieser Ränder durchgehende
Klemmleisten 42, welche strichliert angedeutet sind, vorgesehen werden können.
[0022] Bei der in Fig.7 dargestellten Variante sind die Profilleisten 8, 9 breiter als bei
den in den Fig.1 bis 5 und in Fig.6 dargestellten Ausführungsformen ausgebildet und
haben an ihrer von der geometrischen Schwenkachse 24 abgewandten Außenseite eine glatte
und im wesentlichen ebene Außenfläche 25, welche zum Anbringen von Aufdrucken und/oder
Aufklebern vorgesehen ist. Diese verbreiterte Ausbildung der Profilleisten 8, 9 schafft
auch eine weitere Verbesserung der Stabilität.
1. Ständer für Plakate und ähnliche Informationsträger, welcher aus zwei tafelartigen
Aufnahmeeinheiten aufgebaut ist, die an ihrem oberen Rand scharnierartig miteinander
verbunden sind und zum Aufstellen in eine Dachstellung auseinanderklappbar sind, dadurch
gekennzeichnet, daß der obere Rand der tafelartigen Aufnahmeeinheiten (2, 3) je durch
eine Profilleiste (8, 9) gebildet ist und dabei die an der einen Aufnahmeeinheit (2)
vorgesehene Profilleiste (8) an der der anderen Aufnahmeeinheit (3) zugewandten Seite
eine in Längsrichtung (10) dieser Profilleiste (8) im wesentlichen über die ganze
Länge dieser Profilleiste (8) verlaufende und mindestens zu einer Endfläche der Profilleiste
offene Nut (11) mit einer sich im Querschnitt über mehr als 180° erstreckenden zylindrischen
Innenwandseite (12) und die an der anderen Aufnahmeeinheit (3) vorgesehene Profilleiste
(9) einen in Längsrichtung (10) dieser Profilleiste (9) im wesentlichen über deren
ganze Länge verlaufenden an einem Steg (13) sitzenden Stab (14) aufweist, welcher
in die an der erstgenannten Profilleiste (8) vorgesehene Nut (11) schwenkbar paßt
und in diese Nut eingefügt ist, wobei der Steg (13), im Querschnitt gesehen, eine
geringere Breite als die Ausmündung der Nut (11) aufweist und so ein scharnierartiges
Schwenken der beiden Profilleisten (8, 9) zueinander erlaubt, und daß eine an der
Nut (11) und an dem Stab (14) angreifende Verschiebesicherung (15, 16) vorgesehen
ist, die die gegenseitige Längsposition der beiden Profilleisten (8, 9) fixiert.
2. Ständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der in die Nut (11) eingreifende
Stab (14) hohl ausgebildet ist.
3. Ständer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Verschiebesicherung
an den jeweils benachbarten Enden der an der einen Profilleiste (8) vorgesehenen Nut
(11) und des an der anderen Profilleiste (9) befindlichen Stabes (14) Anschläge (15)
vorgesehen sind, welche über das Stabende und das diesem benachbarte Nutende reichen.
4. Ständer nach Anspruch 1 oder 2 und Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge
durch den Kopf einer in den Stab eingedrehten Schraube (16) oder durch eine von einer
solchen Schraube (16) gehaltenen Scheibe (15) gebildet sind.
5. Ständer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an den
beiden Profilleisten (8, 9) Anschlagflächen (18) vorgesehen sind, welche beim Auseinanderklappen
des Ständers (1) aneinander zur Anlage kommen und damit das Auseinanderbewegen der
beiden Aufnahmeeinheiten (2, 3) des Ständers (1) begrenzen.
6. Ständer nach Anspruch 2 und einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der längslaufende Stab (14) hohl mit einer zylindrischen Wandinnenseite (17) ausgebildet
ist, in der mindestens eine längslaufende nutartige Vertiefung (19) vorgesehen ist
und daß vorzugsweise auch ein vom Inneren dieses Stabes nach außen führender Schlitz
(28) vorgesehen ist.
7. Ständer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in den
Profilleisten (8, 9) eine Einschiebenut (20) für eine den Informationsträger (4) stützende
Unterlagsplatte (21) vorgesehen ist.
8. Ständer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschiebenut (20) eine enge
Zone (29), deren Weite auf die Dicke der Unterlagsplatte (21) abgestimmt ist, und
daran nach außen anschließend eine erweiterte Zone (30) aufweist, in welche der Rand
eines Informationsträgers (4) auf der Unterlagsplatte (21) liegend einschiebbar ist.
9. Ständer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilleisten
(8, 9) Hohlprofile, vorzugsweise Extrusionsprofile, sind und daß an die Enden dieser
Profilleisten (8, 9) Endabdeckungen (22) aufgesetzt sind.
10. Ständer nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Endabdeckungen (22) mit Zapfen
(34) versehen sind, welche in Richtung der Seitenränder der jeweiligen Aufnahmeeinheit
(2, 3) von den Endabdeckungen (22) abstehen und in Ausnehmungen (33) sitzen, die im
Basisteil (31) von zweiteilig ausgebildeten Seitenrandleisten (27) vorgesehen sind,
wobei diese Basisteile (31) je längs eines Seitenrandes der betreffenden Aufnahmeeinheit
verlaufen und eine Einschiebenut (35) für einen Seitenrand einer den Informationsträger
stützenden Unterlagsplatte (21) aufweisen und diese Basisteile (31) mit Deckteilen
(32) scharnierartig verbunden sind, welche in einer Stellung mit einem Randabschnitt
(36) gegen die Unterlagsplatte (21) drücken und aus dieser Stellung zur Freigabe des
zur Anordnung des Informationsträgers (4) vorgesehenen Bereiches der Unterlagsplatte
(21) von dieser wegklappbar sind.
11. Ständer nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Basisteile (31) der Seitenrandleisten
(27) an den der Vorderseite (37) der Unterlagsplatte benachbarten Rand der Einschiebenut
(35) anschließend eine senkrecht zur Fläche der Unterlagsplatte (21) aufragende Führungswand
(38) für den Rand von aufzulegenden Informationsträgern (4) aufweisen.
12. Ständer nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die scharnierartige
Verbindung der Basisteile (31) mit den Deckteilen (32) durch eine längslaufende Leiste
(39) am betreffenden Basisteil (31) und eine längslaufende Nut (40) am zugeordneten
Deckteil (32) gebildet ist, wobei die Nut (40) eine sich über mehr als 180° erstreckende
zylindrische Wandinnenseite (41) aufweist, die die Leiste (39) passend umfaßt, und
bezüglich der Leiste schwenkbar ist.
13. Ständer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilleisten
(8, 9) an ihrer von der geometrischen Schwenkachse (24) abgewandten Außenseite eine
glatte und im wesentlichen ebene Außenfläche (25) zum Anbringen von Aufdrucken und/oder
Aufklebern haben.