[0001] Die vorliegende Erfinding bezieht sich auf eine längliche Montageschiene aus Stahl,
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine derartige Montageschiene aus Stahl ist zum Beispiel aus der EP 0 568 887 bekannt
und wird insbesondere zum Montieren von Rohrschellen für Leitungen und zum Montieren
von Armaturen für Sanitär, Heizungen und Klimaanlagen angewendet.
[0003] Die bekannte Montageschiene ist besonders geeignet zum Montieren von Sanitärarmaturen
und hat dazu zwei Standardabstände zwischen den Löchern, und zwar 100 Millimeter und
153 Millimeter. Die bekannte Montageschiene wird von den Installateurs außer für diese
spezifische Anwendung auch als Universalmontageschiene verwendet. Die bekannte Montageschiene
ist dazu aber zu kostspielig und auch ist das Lochmuster der bekannten Montageschiene
für die in der Praxis oft vorkommenden Montagesituationen nicht optimal geeignet.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Montageschiene
zu schaffen, die kostengünstig hergestellt werden kann und ein Lochmuster aufweist,
das optimal an die Montagesituationen, denen die Installateurs in der Praxis begegnen,
angepaßt ist.
[0005] Die vorliegende Erfindung schafft eine Montageschiene gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1, die dadurch gekennzeichnet ist, daß die Montageschiene eine Breite zwischen 25
und 40 Millimetern, und eine Dicke zwischen 1,5 und 4 Millimetern aufweist,
dadurch, daß das Lochmuster einen sich in Längsrichtung der Montageschiene jeweils
wiederholenden Satz van Löchern umfaßt, welcher Löchersatz besteht aus:
- einem ersten Loch mit einem wirksamen, zwischen 10 und 14 Millimetern liegenden Durchmesser,
- einem zweiten Loch mit einem wirksamen, zwischen 8 und 10 Millimetern liegenden Durchmesser,
- einem dritten Loch mit einem wirksamen, zwischen 6 und 8 Millimetern liegenden Durchmesser,
dadurch, daß das zweite Loch und das dritte Loch nebeneinander liegen, und
dadurch, daß der wirksame Durchmesser der Montageschiene überall zumindestens 25 Quadratmillimeter
beträgt.
[0006] Die erfindungsgemäße Montageschiene ist stabil und dennoch leicht biegbar. Weiter
bietet das Lochmuster gemäß Anspruch 1 die Möglichkeit, in der Praxis häufig vorkommende
Rohrschellengrößen zu montieren, welche dann ihrerseits die Leitungen halten. Diese
am häufigsten vorkommenden Rohrschellengrößen sind dazu ausgelegt, mit einem M6, M8,
oder M10 Schraubenbolzen befestigt zu werden, der durch das jeweilige Loch in der
Montageschiene gesteckt wird und in der Rohrschelle festgeschraubt wird.
[0007] Die vorliegende Erfindung wird nachstehend anhand der optimalen Ausführung der erfindungsgemäßen
Montageschiene, die in der einzigen Figur der Zeichnung gezeigt worden ist, erläutert
werden.
[0008] Die Montageschiene 1 aus Metall ist aus einem Stahlband mit einem rechteckigen Durchschnitt
und einer Dicke von 3 Millimetern und einer Breite von 30 Millimetern hergestellt.
Um Korrosion entgegenzutreten ist die Montageschiene 1 vorzugsweise verzinkt.
[0009] In der Montageschiene 1 ist ein Lochmuster angeordnet, das ausschließlich aus einem
in Längsrichtung der Montageschiene 1 sich im festen Abstand wiederholenden Satz von
drei Löchern besteht. Diese drei Löcher sind:
- ein erstes Loch 2 mit einem Durchmesser, der zwischen 10 und 14 Millimetern liegt,
zum durch dieses Hindurchstecken eines Schraubenbolzens M10, eventuell einer Gummibuchse
mit einem zentralen Loch für einen Schraubenbolzen M10,
- ein zweites Loch 3 mit einem wirksamen Durchmesser, der zwischen 8 und 10 Millimetern
liegt, vorzugsweise etwa 8,5 Millimetern, zum Aufnehmen eines Schraubenbolzens M8,
- ein drittes Loch 4 mit einem wirksamen Durchmesser, der zwischen 6 und 8 Millimetern
liegt, vorzugsweise etwa 6,5 Millimetern, zum Aufnehmen eines Schraubenbolzens M6.
[0010] Ersichtlich ist, daß jeweils ein einziges zweites Loch 3 und ein einziges drittes
Loch 4, je in einem Abstand neben der Mittellinie 5 der Montageschiene 1, nebeneinander
liegen, und daß die ersten Löcher 2 axial zu den nebeneinander liegenden zweiten und
dritten Löchern 3, 4 verschoben liegen. Weiter liegen die ersten Löcher 2 zentriert
auf der Mittellinie 5 der Montageschiene 1. Der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden
ersten Löchern 2 beträgt hier 50 Millimeter und liegt vorzugsweise zwischen 45 und
80 Millimetern.
[0011] Das zweite Loch 3 und das dritte Loch 4 sind jeweils als Langloch ausgeführt, mit
ihrer Längsabmessung parallel zu der Längsachse der Montageschiene 1. Die Längsabmessung
des zweiten Lochs 3 liegt vorzugsweise zwischen 11 und 15 Millimetern und beträgt
hier 12 Millimeter, während die Längsabmessung des dritten Lochs 4 vorzugsweise zwischen
20 und 30 Millimetern liegt und hier 25 Millimeter beträgt.
[0012] Ersichtlich ist, daß die zweiten und dritten Löcher 3, 4 abwechselnd versetzt zu
der Mittellinie 5 angeordnet liegen. Diese Anordnung der zweiten und dritten Löcher
3, 4 hat den Vorteil, daß ein kleiner Mittenabstand zwischen zwei Leitungen, die jeweils
über eine zugehörige Rohrschelle an der Montageschiene 1 befestigt werden, erreicht
werden kann. Diese Rohrschellen können dann versetzt zu der Mittellinie 5 an der Montageschiene
1 angeordnet werden und dabei teilweise aneinander entlang liegen.
[0013] Um das Biegen der Montageschiene zu erleichtern, sind entlang den Längsrändern der
Montageschiene 1 an gegenüberliegenden Stellen kleine Einkerbungen 6 angeordnet, vorzugsweise
auf der gleichen Höhe eines jeden ersten Lochs 2.
[0014] In einer nicht gezeigten Abwandlung der Montageschiene kann die Breite zwischen 25
und 40 Millimetern und die Dicke zwischen 1,5 und 4 Millimetern liegen, wobei die
Löcher in einem gleichen Muster, wie gezeigt in der Zeichnung, angeordnet sind, und
zwar in solcher Weise, daß über die Länge der Montageschiene 1 gilt, daß der wirksame
Durchschnitt der Montageschiene überall zumindestens 25 Quadratmillimeter beträgt.
Eine derartige Montageschiene ist stabil und kann dennoch, um die Form der Montageschiene
anzupassen, leicht gebogen werden.
[0015] In einer anderen, nicht gezeigten Abwandlung ist die Montageschiene relativ dünn,
zum Beispiel mit einer Dicke von 1,5 - 2 Millimetern, und ist im Durchschnitt gesehen
eine aus der Fläche der Montageschiene hochragende, über die Länge der Montageschiene,
vorzugsweise entlang einem oder beiden Längsrändern der Montageschiene, angeordnete
Rippe. Die Längsrippe führt zu einer Verstärkung der Montageschiene und kann zum Beispiel
durch das Umkanten des Längsrandes der Montageschiene, oder das an dieser Stelle Einrollen
oder Einpressen einer Rippe, erhalten werden.
[0016] Die Montageschiene kann als gerader Streifen hergestellt und dem Installateur angeliefert
werden, zum Beispiel met einer Länge von 2 Metern, oder kann zusammengerollt werden
und kann an der Rolle angeliefert werden.
1. Längliche Montageschiene aus Stahl mit einem im wesentlichen rechteckigen Durchschnitt,
welche Montageschiene mit einem Lochmuster versehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Montageschiene eine Breite hat, die zwischen 25 und 40 Millimetern, und Dicke
hat, die zwischen 1,5 und 4 Millimetern liegt,
daß das Lochmuster einen sich in Längsrichtung der Montageschiene jeweils wiederholenden
Satz van Löchern umfaßt, welcher Löchersatz besteht aus:
- einem ersten Loch (2) mit einem wirksamen, zwischen 10 und 14 Millimetern liegenden
Durchmesser,
- einem zweiten Loch (3) mit einem wirksamen, zwischen 8 und 10 Millimetern liegenden
Durchmesser,
- einem dritten Loch (4) mit einem wirksamen, zwischen 6 und 8 Millimetern liegenden
Durchmesser,
daß das zweite Loch und das dritte Loch nebeneinander liegen, und
daß der wirksame Durchmesser der Montageschiene überall zumindestens 25 Quadratmillimeter
beträgt.
2. Montageschiene nach Anspruch 1, bei der das zweite Loch und das dritte Loch Langlöcher
sind, mit ihrer Längsabmessung in Längsrichtung der Montageschiene.
3. Montageschiene nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei der der
Längsabstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden ersten Löchern zwischen 45 und 80
Millimetern beträgt.
4. Montageschiene nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei der die
Längsabmessung des zweiten Lochs kleiner ist als die des dritten Lochs.
5. Montageschiene nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei der das
zweite Loch und das dritte Loch abwechselnd an verschiedenen Seiten der Schiene liegen.
6. Montageschiene nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei der die
dritten Löcher auf der Mittellinie der Montageschiene liegen und das zweite Loch und
das dritte Loch an beiden Seiten in einem Abstand der Mitellinie liegen.