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EP 0 895 840 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.12.2002 Patentblatt 2002/51 |
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Anmeldetag: 01.08.1998 |
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Form zur maschinellen Herstellung von Betonsteinen
Mould for making concrete building blocks
Moule pour la fabrication de blocs de construction en béton
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE DK FR GB IT NL |
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Priorität: |
06.08.1997 DE 29714044 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.02.1999 Patentblatt 1999/06 |
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Patentinhaber: Rampf Formen GmbH |
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D-89604 Allmendingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Keller, Gottfried
89604 Allmendingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte
Eisele, Otten, Roth & Dobler |
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Karlstrasse 8 88212 Ravensburg 88212 Ravensburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 385 356 DE-C- 658 949 IT-B- 1 257 502
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DE-B- 1 131 583 FR-A- 2 590 834
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Form zur maschinellen Herstellung von Betonsteinen nach
dem Gattungsbegriff des Anspruchs 1. Die DE-A-1 131 583 offenbart solch eine Form.
Bei solchen Formen beziehungsweise bei den Fertigern, für die solche Formen vorgesehen
sind, besteht ganz allgemein das Problem, die Auflast so genau zu führen, daß die
Stempel die Formkammern genau treffen. Auch ein geringer horizontaler Versatz der
Auflast bezüglich des Formrahmens kann zu Beschädigungen an den Stempeln und den Formkammerwänden
führen, die auch Auswirkungen auf die hergestellten Betonsteine haben.
[0002] Neuerdings werden die Formen mit Hilfe von Schnellwechseleinrichtungen im Fertiger
montiert. Dadurch werden Nacheinstellungen erschwert. Das vorgenannte Problem hat
sich insgesamt verschärft.
[0003] Bei Stempeln mit ebenen horizontalen Druckflächen, auch wenn diese nach unten vorstehende
Kanten haben, welche an den Betonsteinen eine umlaufende Fase anformen, wird ein geringer
seitlicher Versatz der Auflast dadurch beherrscht, daß die Formkammern am oberen Rand
eine Fase haben, die gewissermaßen in einem Trichtereffekt die Stempel in die Formkammern
hineinleiten. Wenn aber der Stempel eine zum Rand hin nach unten geneigte oder gewölbte
Druckfläche hat und somit auch Kantenabschnitte der die Druckfläche umrandenden Kante
geneigt oder nach unten gewölbt sind, kommt es zum Aufschlagen der spitzen Ecken-oder
sonstigen Vorsprünge der Stempel auf den Formkammerrand, wodurch schwerwiegende Folgen
eintreten können, jedenfalls aber kostspielige Reparaturarbeiten erforderlich werden.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, mit einer verhältnismäßig einfachen Maßnahme
den Einlauf der Stempel in die Formkammern insbesondere bei den angesprochenen kritischen
Formen zu verbessern, so daß größere Toleranzen für den Horizontalversatz zugelassen
werden können.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmale
eines Formrahmens gelöst. Danach weisen die Formkammern am oberen Rand weiterhin insoweit
eine Fase auf, als die Kante der Druckfläche horizontal verläuft. Wo aber diese Kantenabschnitte
nach unten geneigt oder gewölbt sind, wird eine nach oben offene Wandausnehmung vorgesehen,
die mit der Wandfläche der Formkammer eine zu dem geneigten oder gewölbten Kantenabschnitt
des Stempels parallele Ausnehmungskante bildet. Die Oberfläche der Wandausnehmung
besteht zumindest teilweise aus einer Leitfläche, die - in der Sprache des Mathematikers
- durch eine Parallelverschiebung der linienförmigen Ausnehmungskante erzeugt ist.
Dadurch wird sichergestellt, daß der geneigte oder gewölbte Kantenabschnitt des Stempels
die Leitfläche linienförmig berührt und unter Beibehaltung dieser linienförmigen Berührung
auf der Leitfläche gleitet und dadurch schadlos in die Formkammer hineingeleitet wird.
Bei den bekannten Formen erfolgt die Zentrierung hingegen mehr oder weniger über eine
Punktberührung der Ecken oder Vorsprünge des Stempels mit den abgefasten Formkammerrändern,
so daß sich dort Einlauffurchen bilden und die Ecken an den Stempeln abgeschliffen
und verrundet werden.
[0006] Die folgenden Vorschläge befassen sich speziell mit einer Form zur Herstellung von
Beton-Bordsteinen. Der Stempel einer solchen für gerade Bordsteine vorgesehenen Form
hat einen stark nach unten geneigten Druckflächenbereich, der mit einer vertikalen
Seitenfläche des Stempels eine horizontale Schneide bildet. Er wird deshalb auch als
Profilschwert bezeichnet. Mit den vertikalen Stirnflächen bildet der geneigte Druckflächenbereich
zumindest im unteren Teil geradlinige Kantenabschnitte. Die Ausnehmung in der jeweiligen
Stirnwand der Formkammer ist einerseits begrenzt durch die Formkammerseitenwand, welche
sich in die Ausnehmung hinein erstreckt, und andererseits durch eine mit der Formkammerstirnwand
gebildete geneigte Ausnehmungskante, die mit dem geneigten Kantenabschnitt des Stempels
möglichst genau parallel verläuft.
[0007] Im einfachsten Fall ist die Leitfläche eine ebene Fläche, die an der Ausnehmungskante
beginnt und mit der Formkammerstirnfläche einen zweckmäßig wählbaren Winkel bildet.
Ist der Winkel steiler, so ist ein größerer Horizontalversatz in Richtung der Schneide
des Profilschwerts möglich. Bei einem flacheren Winkel wird die Ausnehmung nicht so
tief. Die Leitfläche kann aber auch mehrere zueinander geneigte Streifenflächen umfassen,
wobei die vorhandenen Kanten oder Hohlkehlen alle zueinander und zu den Ausnehmungskanten
parallel verlaufen. Ferner kann die Leitfläche eindimensional gewölbt sein.
[0008] Die Ausnehmungen können jeweils eine zu der Stirnfläche der Formkammer parallele
Bodenfläche aufweisen. Dies empfiehlt sich zum Beispiel, wenn die Schneide des Profilschwerts
nicht ganz scharf ist, sondern eine bestimmte Dicke hat. Die Tiefe der Ausnehmung
richtet sich jeweils nach dem zu erwartenden Versatz des Stempels.
[0009] Schließlich können die Aussparungen Auskleidungen oder Einsätze aus einem anderen
Werkstoff als der Werkstoff der Formwände enthalten. Die Auskleidung kann angeschraubt
oder auf andere Weise befestigt werden.
[0010] Um zu verhindern, daß sich in den Ausnehmungen Beton ansetzt, wird vorgeschlagen,
daß an der Oberseite des Stempels Reinigungselemente angeordnet sind, welche beim
Hochfahren des Stempels aus der Formkammer bzw. beim Absenken der Formkammer nach
dem Entschalen des Betonsteins, die Aussparungen reinigen. Die Reinigungselemente
können Bürsten oder gegebenenfalls unter Federdruck oder Schwerkraft stehende Klinken
oder horizontal bewegliche Schieber sein.
[0011] Die Erfindung erstreckt sich auch auf Formen mit Stempeln, die zu den Ecken oder
zu einer Ecke hin heruntergezogene Druckflächenkanten haben. Hierbei ergeben sich
Aussparungen, die sich über die Ecke der Formkammer erstrecken. Sie bilden gewissermaßen
eine zur Formkammer hin abfallende Einlaufrinne, welche bei horizontalem Versatz des
einlaufenden Stempels mit dessen tiefliegenden geneigten Kantenabschnitten in Linienberührung
treten.
[0012] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend an Hand der Zeichnung erläutert.
Im einzelnen zeigt
- Figur 1
- einen Vertikalschnitt I-I einer Maschinenform zur Herstellung eines einzelnen geraden
Betonbordsteins,
- Figur 2
- einen Längsschnitt II-II des Formrahmens und eine entsprechende Ansicht der Auflast,
- Figur 3
- die Draufsicht des Rahmens beziehungsweise der Formkammer dieser Form,
- Figur 4
- eine Teilansicht einer Ecke der Formkammer in räumlicher Darstellung und größerem
Maßstab mit einem Teil des Profilschwerts in mehreren Stellungen,
- Figur 5
- eine räumliche Darstellung einer Formwandpartie mit ebener Leitfläche,
- Figur 6-8
- Horizontalschnitte der Formwandpartie wie in Figur 5 angedeutet, mit verschiedenen
Alternativen der Leitfläche,
- Figur 9
- die räumliche Darstellung einer Formwandecke mit Einlaufrinne für einen anderen Stempel,
- Figur 10
- einen Vertikalschnitt durch eine Formkammer wie Figur 4 und die Ansicht des Stempels
mit einer Reinigungsklinke,
- Figur 11
- einen Teilschnitt XI-XI gemäß Figur 10 und die Seitenansicht eines Teils des Stempels
und
- Figur 12
- die schematische Draufsicht der Reinigungsklinke, wobei die Formwand schraffiert angedeutet
ist.
[0013] Die Figuren 1-3 sollen in vereinfachter Darstellung ein Beispiel einer Form zur Herstellung
von Bordsteinen 1 geben, von denen einer in Figur 1 im Querschnitt dargestellt ist.
Eine oben und unten offene Formkammer 2 wird von zwei Seitenwänden 3 und 4 und von
zwei Stirnwänden 5 und 6 umgrenzt. Normalerweise sind mehrere solcher Formkammern
2 mit ihren Breitseiten aneinandergereiht und bilden so einen größeren Formrahmen,
der auf einem Rütteltisch steht und in Höhenrichtung geführt ist. Dieser Formrahmen
wirkt mit einer Auflast zusammen, die ebenfalls im Steinfertiger in Höhenrichtung
geführt ist und an der die entsprechenden Stempel befestigt sind.
[0014] Der zur dargestellten Formkammer 2 gehörige Stempel 7, ein sogenanntes Profilschwert,
ist in hochgefahrener Position über der Formkammer 2 dargestellt. Er hat oben eine
plattenförmige Partie 8, die über eine Rundung in ein keilförmiges Schwert 9 übergeht,
das unten eine Schneide 10 hat. Die plattenförmige Partie 8 ist mit einer Anschraubplatte
11 verschraubt, die an Stempelrohren 12 angeschweißt ist, welche ihrerseits mit der
nicht dargestellten Auflast verbunden sind.
[0015] Insoweit ist diese Form bekannt. Nach Füllung der Formkammer 2 mit Beton fährt der
Stempel 7 nach unten. Der Beton wird durch zusätzliche Rüttelwirkung verdichtet, wobei
die Druckfläche des Stempels die Sichtflächen des Bordsteins 1 formt. Zum Entschalen
hält der Stempel den Bordstein 1 zurück und die Formkammer 2 wird nach oben gezogen.
Letztlich wird dann der Stempel 7 nach oben aus der Formkammer 2 gefahren.
[0016] Verständlicherweise sind die kritischen Stellen beim Einfahren des Stempels in die
Formkammer die Ecken der Schneide 10. Ein Stempelversatz in Querrichtung der länglichen
Formkammer ist dabei nicht kritisch. Er kann durch die in dieser Darstellung nicht
gezeigte Fase am oberen Rand der Seitenwand 3 aufgefangen werden. Bei einem Versatz
in Längsrichtung der Seitenwände erfolgt die Berührung jedoch an der überstehenden
Ecke, was zu Beschädigungen führt. Aus diesem Grund sind an diesen Stellen der Stirnwände
5 und 6 Ausnehmungen 13 und 14 angebracht, die im folgenden näher beschrieben werden.
[0017] Figur 4 zeigt von der Rückseite her betrachtet die schwertseitige Partie der Stirnwand
6, wobei zur Verdeutlichung die Seitenwand 3 weggeschnitten und nur strichpunktiert
angedeutet ist. Diese Figur zeigt auch die bisher übliche Fase 15 an der Stirnwand
6 und 16 an der Seitenwand 3. Dargestellt ist die einfachste Ausführungsform der Erfindung:
Eine Ausnehmung, die einerseits durch die Seitenwand 3 und andererseits durch eine
ebene Leitfläche 17 gebildet ist. Das wesentliche Merkmal der Leitfläche 17 beziehungsweise
der Ausnehmung ist die mit der Innenfläche der Stirnwand 6 gebildete Ausnehmungskante
18. Sie verläuft parallel zu der geneigten Druckflächenkante 19 des Schwerts 9. Das
vertikal bewegliche Schwert 9 ist so eingezeichnet, daß seine vertikale Fläche in
der Ebene der Innenfläche der Seitenwand 3 liegt. Insoweit ist das Schwert also nicht
horizontal versetzt. Hingegen weist das Schwert in der dazu senkrechten Richtung zur
Stirnwand 6 hin einen Längsversatz a auf.
[0018] Bei der angedeuteten Mittelstellung des Schwerts 9 befindet sich dessen Schneide
10 in der Ebene der Formkammer-Oberseite. Die gefährdete linke untere Ecke des Schwerts
liegt frei. Schiebt sich das Schwert weiter nach unten, so gleitet dessen vertikale
Fläche an der Seitenwand 3. Die Druckflächenkante 19 berührt die Leitfläche 17 noch
nicht. Erst in der unteren der drei wiedergegebenen Stellungen des Schwerts kommt
die Linienberührung zustande. Von hier ab wird der weiter nach unten vordringende
Keil durch die schräge Leitfläche nach rechts abgedrängt. Die zunehmend länger werdende
Berührungslinie "19" gleitet auf der Fläche nach rechts bis schließlich die Ausnehmungskante
18 erreicht ist und das Schwert 9 seine mittige Position erreicht hat. Von da ab gleitet
die Stirnfläche des Schwerts auf der Stirnwand 6 bis schließlich die endgültige Verdichtungsstellung
erreicht ist. Dabei wird die gesamte Ausnehmung vom Schwert 9 abgedeckt und die Formkammer
abgedichtet.
[0019] Figur 5 verdeutlicht, daß der Winkel, den die Leitfläche 17 mit der Stirnwand 6 bildet
im Belieben des Konstrukteurs liegt. Es sind vier Flächen angedeutet, die wie Buchseiten
um die Ausnehmungskante 18 als Achse klappbar sind. Die Fläche 20 stimmt mit der in
dicken Strichen dargestellten Leitfläche 17 überein. Die Leitflächen, die sich bei
den anderen Klappstellungen ergeben, sind in dünnen Strichen angedeutet. Je steiler
der Winkel ist, desto größer kann der zugelassenen Längsversatz des Stempels sein.
[0020] Figur 6 zeigt, daß die Leitfläche auch abgeknickt sein kann. Sie besteht aus einem
flacheren, zur Ausnehmungskante 18 parallelen Streifen 21 und einer steileren Restfläche
22. Nach Figur 7 geht der Knick in die andere Richtung. Hier hat die Ausnehmung einen
zur Stirnwand 6 parallelen Boden 23 und nach Figur 8 ist die Leitfläche eindimensional
gewölbt. Auch die Höhe der Ausnehmung ist wählbar. Bei gegebenem Winkel der Leitfläche
zur Stirnwand beeinflußt diese Höhe die mögliche Versatztoleranz. Die untere Spitze
der Leitfläche sollte entfallen, wenn die Schneide 10 wie in Figur 4 angedeutet, abgestumpft
ist. Dadurch wird erreicht, daß der Stempel 7 kurz nach dem Zentrieren die Formkammer
abdichtet.
[0021] Die Figur 9 zeigt als weiteres Ausführungsbeispiel eine Ausnehmung an der Ecke einer
rechtwinkligen Formkammer, wobei der Stempel 24 eine horizontale Druckfläche aufweist,
deren gezeigte Ecke nach unten geneigt ist. Dadurch ergeben sich zwei geneigte Abschnitte
25 und 26 der Druckflächenkanten, welche durch zwei Ausnehmungskanten 27 und 28 parallel
abgebildet sind. Die Ausnehmung hat somit zwei durch eine Hohlkehle 29 getrennte Leitflächen
30 und 31 für die beiden Druckflächenkanten 25 und 26.
[0022] In den Figuren 10 und 11 finden sich wieder die Einzelteile des Stempels 7, nämlich
die plattenförmige Partie 8, das Schwert 9, die Anschraubplatte 11 und ein Stempelrohr
12. Die Stempeloberfläche ist bündig mit dem oberen Formrand dargestellt, so daß der
Stempel beim Herabfahren in dieser Stellung gerade zentriert ist. In der Nähe der
Ausnehmung 14 ist auf der Anschraubplatte auf einem länglichen Distanzstück 32 ein
Gabellager 33 befestigt, in welchem eine Reinigungsklinke 34 frei schwenkbar gelagert
ist. Ihr meißelförmiges Schürfblatt steht leicht nach oben und ist schräg abgeschnitten,
so daß es - in der Draufsicht nach Fig. 12 - in die Ausnehmung 14 paßt. Eine kleine
Platte des Gabellagers wirkt als Anschlag 35 für die Reinigungsklinke, deren Schürfblatt
in Folge des höheren Gewichts nach unten sinkt. Diese Ruhestellung der Klinke ist
in Figur 10 oben gezeigt.
[0023] Wenn beim Entschalen der Stempel auf den Bordstein liegen bleibt und die Formkammer
hochfährt, gleitet die Schneide der Reinigungsklinke 34 über die Leitfläche der Aussparung
und wird dabei etwas nach rechts geschwenkt. Die Endstellung ist in Figur 10 unten
gezeigt. Wenn dann schließlich der Stempel hochfährt, schabt die Reinigungsklinke
die Aussparung 14 aus und säubert sie.
- 1
- Bordstein
- 2
- Formkammer
- 3
- Seitenwand
- 4
- Seitenwand
- 5
- Seitenwand
- 6
- Stirnwand
- 7
- Stempel
- 8
- plattenförmige Partie
- 9
- Schwert
- 10
- Schneide
- 11
- Anschraubplatte
- 12
- Stempelrohr
- 13
- Ausnehmung, links
- 14
- Ausnehmung, rechts
- 15
- Fase (an 6)
- 16
- Fase (an 3)
- 17
- Leitfläche
- 18
- Ausnehmungskante
- 19
- Druckflächenkante
- 20
- Fläche
- 21
- Streifen
- 22
- Restfläche
- 23
- Boden
- 24
- Stempel
- 25
- Druckflächenkante
- 26
- Druckflächenkante
- 27
- Ausnehmungskante
- 28
- Ausnehmungskante
- 29
- Hohlkehle
- 30
- Leitfläche
- 31
- Leitfläche
- 32
- Distanzstück
- 33
- Gabellager
- 34
- Reinigungsklinke
- 35
- Anschlag
1. Form zur maschinellen Herstellung von Betonsteinen mit einem horizontalen Rahmen und
einer relativ zu diesem vertikal beweglichen Auflast, wobei der Rahmen wenigstens
eine von vertikalen Wänden (3,4,5,6) umgrenzte, unten und oben offene Formkammer (2)
und die Auflast wenigstens einen Stempel (7) aufweist, der bezüglich seines horizontalen
Umrisses in die Formkammer (2) paßt und der bei seiner Abwärtsbewegung nach Eintritt
in die Formkammer (2) den darin enthaltenen Beton (1) verdichtet und die obere Betonfläche
entsprechend seiner Druckfläche formt, wobei wenigstens ein Kantenabschnitt der die
Druckfläche umrandenden Kante nach unten geneigt oder gewölbt ist, dadurch gekennzeichnet, daß im oberen Einlaufbereich der Formkammer (2) eine nach oben offene Wandausnehmung
(13,14) vorgesehen ist, die mit der Wandfläche (6) eine zu dem geneigten oder gewölbten
Kantenabschnitt (19) des Stempels (7) parallele Ausnehmungskante (18) bildet, und
daß als Teil der Oberfläche der Wandausnehmung eine durch Parallelverschiebung der
Ausnehmungskante (18) erzeugte Leitfläche (17) vorgesehen ist, welche den geneigten
oder gewölbten Kantenabschnitt (19) des Stempels (7) linienförmig berührt, wodurch
der Stempel beim Einlauf horizontal zentriert wird.
2. Form zur Herstellung von Beton-Bordsteinen nach Anspruch 1 mit einem als sogenanntes
Profilschwert ausgebildeten Stempel (7), der eine nach unten geneigte Druckfläche
aufweist, welche mit einer vertikalen Seitenfläche eine horizontale Schneide (10)
und mit zwei Stirnflächen (5,6) steil nach unten geneigte Kantenabschnitte (19) bildet,
dadurch gekennzeichnet, daß Ausnehmungen (13,14) vorgesehen sind, die sich zwischen je einer zu den geneigten
Kantenabschnitten (19) des Stempels (7) parallelen Ausnehmungskante (18) an den Stirnwänden
(5,6) und der entsprechenden Seitenwand (3) der Formkammer (2) erstrecken.
3. Form nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Ausnehmungen (13,14) befindlichen Leitflächen (17) um die Ausnehmungskanten
gekippte ebene Flächen sind.
4. Form nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitflächen mehrere zueinander geneigte Streifenflächen (21) umfassen, die zu
den Ausnehmungskanten (18) parallele Kanten bilden.
5. Form nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitflächen gewölbt sind.
6. Form nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen zu den Stirnwänden parallele Bodenflächen (23) aufweisen.
7. Form nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Seitenwandfläche der Formkammer in die Aussparungen (13,14) hinein erstreckt.
8. Form nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparungen Auskleidungen aus vom Werkstoff der Formwände abweichenden Werkstoffen
enthalten.
9. Form nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Oberseite des Stempels Reinigungselemente angeordnet sind, welche beim Hochfahren
des Stempels aus der Formkammer die Aussparungen vom Beton reinigen.
10. Form nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungselemente Bürsten oder unter Federdruck oder Schwerkraft stehende Klinken
(34) oder horizontal bewegliche Schieber sind.
11. Form nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen an der Ecken der Formkammer befindliche, zur Formkammer hin abfallende
Einlaufrinnen sind, welche bei horizontalem Versatz mit geneigten Kantenabschnitten
der Stempel-Druckflächen in Linienberührung treten.
1. Moule pour la fabrication mécanique de blocs en béton, comportant un bâti horizontal
et une charge déplaçable verticalement relativement à celui-ci, le bâti présentant
au moins une chambre de moule (2) ouverte en haut et en bas, limitée par des parois
verticales (3, 4, 5, 6) et la charge présentant au moins un poinçon (7), qui, relativement
à son contour horizontal, s'adapte dans la chambre de moule (2) et qui, lors de son
mouvement vers le bas après l'entrée dans la chambre de moule (2), comprime le béton
(1) contenu dans celle-ci et conforme la surface supérieure du béton de façon correspondant
à sa surface de pression, au moins un tronçon de bord du bord entourant la surface
de pression étant incliné ou cintré vers le bas,
caractérisé en ce que, dans la partie d'entrée supérieure de la chambre de moule (2), il est prévu un évidement
de paroi ouvert vers le haut (13, 14), qui forme, avec la surface de paroi (6), un
bord d'évidement (18) parallèle au tronçon de bord (19) incliné ou cintré du poinçon
(7), et en ce que, comme partie de la surface de l'évidement de paroi, il est prévu une surface de
guidage (17) engendrée par déplacement parallèle du bord d'évidement (18), laquelle
repose linéairement sur le tronçon de bord incliné ou cintré (19) du poinçon (7),
grâce à quoi le poinçon est centré horizontalement lors de l'entrée.
2. Moule pour la fabrication de bordures en béton selon la revendication 1, comportant
un poinçon (7) réalisé comme losange profilé, qui présente une surface de pression
inclinée vers le bas, laquelle forme, avec une surface latérale verticale, une lame
horizontale (10) et, avec deux surfaces frontales (5, 6), des tronçons de bord (19)
fortement inclinés vers le bas,
caractérisé en ce que des évidements (13, 14) sont prévus qui s'étendent entre, à chaque fois, un bord
d'évidement (18) parallèle aux tronçons de bord inclinés (19) du poinçon (7) sur les
parois frontales (5, 6) et la paroi latérale correspondante (3) de la chambre de moule
(2).
3. Moule selon la revendication 2,
caractérisé en ce que les surfaces de guidage (17) se trouvant dans les évidements (13, 14) sont des surfaces
planes, basculées autour des bords d'évidement.
4. Moule selon la revendication 2,
caractérisé en ce que les surfaces de guidage comportent plusieurs bandes (21) inclinées les unes par rapport
aux autres, qui forment des bords parallèles aux bords d'évidement (18).
5. Moule selon la revendication 2,
caractérisé en ce que les surfaces de guidage sont cintrées.
6. Moule selon la revendication 2,
caractérisé en ce que les évidements présentent des surfaces de fond (23) parallèles aux parois frontales.
7. Moule selon la revendication 2,
caractérisé en ce que la surface de paroi latérale de la chambre de moule s'étend dans les évidements (13,
14).
8. Moule selon la revendication 2,
caractérisé en ce que les évidements comportent des revêtements de matières s'écartant de la matière des
parois du moule.
9. Moule selon la revendication 2,
caractérisé en ce que, sur le dessus du poinçon, sont agencés des éléments de nettoyage qui, lors du soulèvement
du poinçon hors de la chambre de moule, nettoient les évidements du béton.
10. Moule selon la revendication 9,
caractérisé en ce que les éléments de nettoyage sont des brosses ou des cliquets (34) soumis à une force
élastique ou à la force de gravité ou des coulisseaux horizontalement mobiles.
11. Moule selon la revendication 1,
caractérisé en ce que les évidements sont des goulottes d'entrée se trouvant aux coins de la chambre de
moule, inclinées vers la chambre de moule, qui, lors du déplacement horizontal, entrent
en contact linéaire avec des tronçons de bord inclinés des surfaces de pression du
poinçon.
1. Mould for mechanically producing concrete building blocks with a horizontal frame
and a load which can be vertically moved relative thereto, the frame comprising at
least one mould chamber (2) which is open at the bottom and top and surrounded by
vertical walls (3, 4, 5, 6), the load having at least one die (7) which, with respect
to its horizontal outline, fits into the mould chamber (2) and during its downward
movement after entry into the mould chamber (2) compresses the concrete (1) contained
therein and shapes the upper concrete face in accordance with its pressure face, at
least one edge portion of the edge surrounding the pressure face being inclined downward
or being curved, characterised in that a wall recess (13, 14) which is open at the top is provided in the upper inflow region
of the mould chamber (2) and, with the wall face (6), forms a recess edge (18) parallel
to the inclined or curved edge portion (19) of the die (7), and in that a guide face (17) produced by parallel displacement of the recess edge (18) is provided
as a part of the surface of the wall recess, the guide face (17) linearly contacting
the inclined or curved edge portion (19) of the die (7) so the die is horizontally
centred during inflow.
2. Mould for producing concrete kerb stones according to claim 1 with a die (7) designed
as a so-called profile sword comprising a pressure face inclined downwards and forming,
with a vertical lateral face, a horizontal cutting edge (10) and, with two end faces
(5, 6), steeply downwardly inclined edge portions (19), characterised in that recesses (13, 14) are provided which extend between a respective recess edge (18)
on the end walls (5, 6) parallel to the inclined edge portions (19) of the die (7)
and the corresponding side wall (3) of the mould chamber (2).
3. Mould according to claim 2, characterised in that the guide faces (17) located in the recesses (13, 14) are flat faces tilted about
the recess edges.
4. Mould according to claim 2, characterised in that the guide faces comprise a plurality of mutually inclined strip faces (21) forming
edges parallel to the recess edges (18).
5. Mould according to claim 2, characterised in that the guide faces are curved.
6. Mould according to claim 2, characterised in that the recesses have bottom faces (23) parallel to the end walls.
7. Mould according to claim 2, characterised in that the side wall face of the mould chamber extends into the recesses (13, 14).
8. Mould according to claim 2, characterised in that the recesses contain linings made of materials different from the material of the
mould walls.
9. Mould according to claim 2, characterised in that cleaning elements are arranged on the upper side of the die which clean the recesses
of concrete when the die is raised out of the mould chamber.
10. Mould according to claim 9, characterised in that the cleaning elements are brushes or latches (34) subjected to spring pressure or
gravity, or horizontally moving slides.
11. Mould according to claim 1, characterised in that the recesses are inflow channels located at the corners of the mould chamber and
sloping toward the mould chamber, which make linear contact with inclined edge portions
of the die pressure faces when horizontally offset.