[0001] Die Erfindung betrifft einen Kamineinsatz mit Backfach, insbesondere zum Einbau in
einen Kachelaufbau, wobei das Backfach auf dem Kamineinsatz aufgesetzt ist und mittels
vom Kamin abgegebener Rauchgaswärme beheizbar ist.
[0002] Zur Verwendung in geschlossenen Räumen sind eine Vielzahl von verschiedenen Kamineinsätzen
bekannt, die zum Einbau in einen Kachelaufbau geeignet sind. Um die abzuführende Rauchgaswärme
weitergehend auszunutzen, ist ein Kamineinsatz mit aufgesetzem Backfach mit gesonderter
Backfachtür bekannt. Das Backfach ist fest auf dem Kamineinsatz montiert, so daß diese
Baueinheit als Ganzes in den Kachelaufbau eingebaut wird. Zur Verschönerung der aus
dem Kachelaufbau sichtbaren Vorderfront wird nachträglich um Kamineinsatz und Backfach
gemeinsam ein Dekorrahmen angeblendet. Die Rauchgaswärme strömt dabei vom Kamineinsatz
in das Backfach, erwärmt den Backfachinnenraumeinsatz und tritt anschließend durch
einen vertikal oder horizontal verlaufenden Rauchrohrabgang in den Schornstein. Nachteilig
bei diesem Kamineinsatz mit Backfach ist, daß die Zugänglichkeit zum Backfach durch
den Aufbau auf dem Kamineinsatz vorgegeben ist. Wenn von dem Backfach Gebrauch gemacht
werden soll, so kann dies grundsätzlich nur von dem Raum aus geschehen, in dem sich
auch die Öffnung für den Kamineinsatz befindet. Weiterhin ist es nicht möglich, das
Backfach von dem Kamineinsatz zu entfernen und durch beispielsweise Nachheizflächen
zu ersetzen. Aufgrund der Größe und des Gewichtes des Kamineinsatzes mit Backfach
ist der Transport- und Einbauaufwand relativ groß.
[0003] Durch die Erfindung wird ein Kamineinsatz mit Backfach derart gestaltet, daß die
Einbaulage und/oder die Gebrauchslage des Backfachs weitgehend unabhängig von derjenigen
des Kamineinsatzes sein kann.
[0004] Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß das Backfach als vom Kamineinsatz
gesondertes Modul ausgebildet ist, das auf den Kamineinsatz unmittelbar oder über
eine Zwischenkonstruktion auch nachträglich aufsetzbar bzw. von diesem abnehmbar ist,
wobei das Modul mit einen Rauchgaseinlaßanschluß und mit einem Rauchgasauslaßanschluß
versehen ist.
[0005] Als besonderes vorteilhaft erweist sich, daß das Backfach derart auf den Kamineinsatz
aufgesetzt werden kann, daß die Türseite des Backfaches in jede beliebige Richtung
zeigen kann. Entsprechend kann das Backfach auch in dieser Orientierung eingebaut
werden. Vorteilhaft erweist sich ein derartiges Backfach beispielsweise in dem Fall,
in dem der Kamineinsatz mit Kachelaufbau zum Beheizen des einen Gebäuderaumes genutzt
wird und das Backfach in einer den Raum von einem anderen Raum trennenden Wand derart
eingebaut wird, daß es zwar auf dem Kamineinsatz montiert ist, jedoch mit seiner Tür
in den anderen Raum weist.
[0006] Da das erfindungsgemäße Backfach als gesondertes Modul ausgebildet ist, kann es nachträglich
auf einen an sich bekannten Kamineinsatz aufgesetzt bzw. auch nachgerüstet werden.
Dazu können die obere Abdeckplatte des Kamineinsatzes sowie die Bodenplatte des Backfachs
jeweils abgenommen bzw. abgeflanscht werden und das Backfach direkt auf den Kamineinsatz
aufgesetzt und am Kamineinsatz befestigt bzw. angeflansch werden. Der Rauchgasauslaßanschluß
am Kamineinsatz sowie der Rauchgaseinlaßanschluß am Backfach werden dabei durch die
Flansche an denselben gebildet.
[0007] Eine weitere Möglichkeit, das Backfach auf den Kamineinsatz aufzusetzen, besteht
darin, daß die obere Abdeckplatte auf dem Kamineinsatz verbleibt und nur der Rauchgaseinlaßanschluß
des Backfaches auf den bzw. in den Rauchgasauslaßstutzen des Kamineinsatzes aufgesteckt
bzw. eingesteckt wird. Der Rauchgaseinlaßanschluß und der Rauchgasauslaßanschluß am
Backfach können vorzugsweise jeweils als vom Backfach abstehender Rohrstutzen ausgebildet
sein.
[0008] Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß das Backfach auf dem Kamineinsatz
um eine Schwenkachse schwenkbar ist. Die Schwenkachse wird dabei von den ineinandergesteckten
Rohranschlüssen gebildet. Dies hat nicht nur für den Einbau eines Backfaches große
Vorteile, indem das Backfach von einer günstigen Position aus auf den Kamineinsatz
aufgesetzt und dann in die gewünschte Montagelage, in der das Backfach verbleiben
soll, geschwenkt werden kann. Es kann auch vorgesehen werden, daß das Backfach nach
dem Einbau für seinen Gebrauch z.B. zwischen zwei Räumen hin- und hergeschwenkt werden
kann. Für diesen Fall ist es natürlich erforderlich, in z.B. dem Kachelaufbau um das
Backfach herum genügend Platz zu lassen, um das Backfach gegebenenfalls um 360° auf
dem Kamineinsatz schwenken zu können.
[0009] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, zwischen dem
Kamineinsatz und dem Backfach einen das Backfach tragenden rauchgasführenden Tragkasten
anzuordnen. Der Tragkasten seinerseits weist dazu einen Rauchgaseinlaßanschluß und
einen zu diesem versetzt angeordneten Rauchgasauslaßanschluß auf, wobei der Rauchgaseinlaßanschluß
auf den Rauchgasauslaßstutzen des Kamineinsatzes aufgesetzt ist, während auf den Rauchgasauslaßanschluß
des Tragkastens der Rauchgaseinlaßanschluß des Backfaches aufgesetzt ist. Das Rauchgas
strömt dabei aus dem Kamineinsatz in den Tragkasten und von diesem in das Backfach.
[0010] Ein derartiger zwischen Kamineinsatz und Backfach angeordneter Tragkasten hat den
Vorteil, daß das Backfach nicht in einer zu dem Kamineinsatz vertikalen Ebene angeordnet
werden muß. Es besteht die Möglichkeit, das Backfach beispielsweise gegenüber dem
Kamineinsazt vorstehen zu lassen bzw. es gegenüber dem Kamineinsatz in den Kachelaufbau
eingerückt aufzusetzen. Ebenso besteht für den Einbaufall, bei dem das Backfach mit
seiner Tür in einen an den Kachelaufbau angrenzenden Raum weisen soll, die Möglichkeit,
größere Abstände wie z.B. dickeres Mauerwerk zu überbrücken.
[0011] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist der Tragkasten als Teleskoparm ausgebildet,
so daß das Backfach gegenüber dem Kamineinsatz horizontal verfahrbar ist. Auch hierbei
weist der Tragkasten einen Rauchgaseinlaßanschluß und einen Rauchgasauslaßanschluß
auf, wobei der Rauchgaseinlaßanschluß auf den Rauchgasauslaßstutzen des Kamineinsatzes
aufgesetzt ist, während auf den Rauchgasauslaßanschluß des Tragkastens der Rauchgaseinlaßanschluß
des Backfaches aufgesetzt ist. Die besonderen Vorteil bei dieser Ausführungsform bestehen
zum einen darin, daß das Bachfach beim Einbau auf den Kamineinsatz horizontal zum
Kamineinsatz soweit heraus- bzw. hineinverfahrbar ist, wie es die gegebenen Umstände
am Einbauort verlangen. Durch den horizontal verfahrbaren Tragkasten kann das Backfach
direkt über dem Kamineinsatz angeordnet, es kann aber auch in einem viel größeren,
vor allem variableren Bereich eingesetzt werden. Das von dem Teleskoparm getragene
Backfach kann somit in einer Entfernung von dem Kamineinsatz angeordnet bzw. eingebaut
werden. Besonders zur Überbrückung von eventuell stärkerem Mauerwerk beim Einbau in
einer Wohnung ist diese Ausführungsform vorteilhaft. Es ist jedoch auch möglich, das
montierte Backfach z.B. aus dem Kachelaufbau horizontal aus diesem in den Raum hinein
zu verfahren zu können, um das Backfach zu bestücken bzw. etwas aus diesem herauszunehmen.
[0012] Nach einer Weiterbildung der Erfindung besteht die Möglichkeit, den Tragkasten selbst
auf dem Kamineinsatz schwenkbar auszubilden. Die Schwenkachse liegt dabei in der Mitte
der Verbindung der beiden Rauchgasanschlüsse, um die der Tragkasten geschwenkt werden
kann. Besonders vorteilhaft ist auch hier die Vereinfachung des Einbaues z.B. in einen
Kachelaufbau. Weiterhin vorteilhaft ist, wenn das horizontal gegenüber dem Kamineinsatz
ausgefahrene Backfach z.B. zwischen zwei Räumen durch z.B. eine Durchreiche hindurch
schwenkbar ist. Sofern das Backfach immer außerhalb des Kachelaufbaues verbleiben
soll und sich zum Hin- und Herschwenken zwischen zwei Räumen eignen soll, wird lediglich
ein horizontaler Schlitz in dem Kachelaufbau benötigt in dem der Tragkasten bewegt
werden kann.
[0013] Vorteilhafterweise ist auch das Backfach gegenüber dem Tragkasten schwenkbar ausgebildet.
Besonders für den Einbau eines Kamineinsatzes mit Backfach, bei dem das Backfach nicht
gegenüberliegend zu dem Kamineinsatz, also in einem Abstand und/oder in einem Horizontalwinkel
zu dem Kamineinsatz in einen anderen Raum eingebaut werden soll, ist diese Schwenkbarkeit
des Tragkastens gegenüber dem Kamineinsatz und zusätzlich die Schwenkbarkeit des Backfaches
gegenüber dem Tragkasten besonders günstig. Auch für die vorhergehende Ausführungsform
zum Schwenken des Backfaches nach der Montage zwischen zwei Räumen erweist es sich
als günstig, auch das Backfach mit seiner Tür in die gewünschte Richtung gegenüber
dem Tragkasten verschwenken zu können.
[0014] Um eine gute Schwenkbarkeit der einzelnen Teile zu gewährleisten, können der Rauchgaseinlaßanschluß
am Backfach bzw. der Rauchgasauslaßstutzen am Kamineinsatz bzw. die Rauchgasanschlüsse
am Tragkasten jeweils mit einem Drehlager versehen sein. Es besteht auch die Möglichkeit,
das Backfach gegenüber dem Kamineinsatz bzw. den Tragkasten gegenüber dem Kamineinsatz
und das Backfach gegenüber dem Tragkasten um 360° verschwenken zu können.
[0015] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die Rauchgasanschlußverbindung zwischen
dem Kamineinsatz und dem Backfach bzw. zwischen dem Kamineinsatz und dem Tragkasten
und/oder dem Tragkasten und dem Backfach höhenverstellbar. Eine Möglichkeit der Höhenverstellbarkeit
der Anschlüsse besteht darin, die Rohrstutzen am Kamineinsatz und/oder dem Backfach
bzw. dem Tragkasten als vertikal verschiebbare Teleskoprohre auszubilden. Es ist aber
auch möglich, die ineinanderzusteckenden Rohrstutzen selbst entsprechend lang auszubilden
und diese bei der Montage soweit ineinander zu stecken und drehfest zu befestigen,
wie es die Einbaubedingungen erfordern.
[0016] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist zwischen dem Rauchgasauslaßanschluß des
Kamineinsatzes und dem Rauchgaseinlaßanschluß des Backfaches ein Bypaß mit einer Umschaltklappe
angeordnet. Für den Fall, daß der Kamineisatz/Kamin beheizt werden soll und dabei
das Backfach nicht betrieben werden soll, kann durch Betätigen der Umschaltklappe
erreicht werden, daß das Rauchgas nicht in das Backfach sondern in den Bypass geleitet
wird. Dieser Bypaß mit Umschaltklappe kann aber auch zur Regulierung der in das Backfach
einstömenden Rauchgasmenge und damit der Wärmezufuhr in das Backfach dienen, indem
die Umschaltklappe z.B. derartig eingestellt wird, daß die Rauchgasmenge zum Teil
in das Backfach und zum Teil in den Bypass geführt wird. Der Bypass selbst kann seinerseits
zum Beheizen von beispielsweise zusätzlichen Heizplatten im Kamin benutzt werden.
[0017] Es ist aber auch möglich, einen Bypaß direkt im Backfach anzuordnen. Auch bei dieser
Ausführungsform kann eine Umschaltklappe an dem Backfach selbst angeordnet sein, die
das in das Bachfach eingeleitete Rauchgas in z.B. eine Nebenkammer des Backfaches,
in den Raum in dem sich die Heizflächen befinden oder teilweise in die Nebenkammer
und teilweise in das Backfach leitet. Der Rauchgasaußlasanschluß im Backfach ist in
diesem Fall sowohl an den Raum, in dem sich die Heizfläche befindet, als auch an die
Nebenkammer angeschlossen.
[0018] Der Rauchgasauslaßanschluß am Backfach kann wahlweise an der Rückseite und/oder an
der Oberseite des Backfaches vorgesehen sein. Die Wahl des Anschlusses wird sich je
nach Einbauart des Backfaches richten.
[0019] Der Rauchgasauslaßanschluß am Backfach weist bei allen Ausführungsformen eine Rauchgasableitung
zum bzw. in den Schornstein auf, wobei diese Rauchgasableitung je nach Ausführungsform
als starres Rohr, als teleskopartig verfahrbares Rohr oder z.B. als flexibler Schlauch
ausgebildet sein kann. Der Rauchgasauslaßanschluß des Backfaches kann gegenüber der
Rauchgasableitung verschwenkbar sein.
[0020] Die Erfindung wird anhand beispielgebenden Ausführungsformen erläutert, die aus der
Zeichnung wenigstens schematisch ersichtlich sind. In der Zeichung zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Kamineinsatzes mit direkt aufgesetzten Backfach;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines Kamineinsatzes mit einem aufgesetzen Backfach
ohne Kachelaufbau;
- Fig. 3
- einen Kamineinsatz mit Tragkasten und Backfach in schematische Seitenansicht;
- Fig. 4
- den Kamineinsatz mit Tragkasten und Backfach aus Fig. 3 in Draufsicht.
[0021] In Fig. 1 ist ist ein Kamineinsatz 1 mit einem direkt aufgesetzten Backfach 2 dargestellt,
wobei das als Modul ausgebildete Backfach 2 mit seiner Türseite 6 in die gleiche Richtung
weist wie die des Kamineinsatzes 1. Bei dieser Ausführungsform werden zunächst die
Abdeckplatte (nicht dargestellt) des Kamineinsatzes 1 sowie die Bodenplatte (nicht
dargestellt) des Backfaches 2 entfernt und anschließend das Backfach 2 auf den Kamineinsatz
1 aufgesetzt und luftdicht miteinander verbunden, so daß das aus dem Kamineinsatz
1 entweichende Rauchgas in das Backfach 2 aufsteigt. Das warme Rauchgas strömt vom
Kamineinsatz 1 durch dessen Rauchgasauslaß (nicht dargestellt), der durch die abgenommene
Abdeckplatte gebildet ist in den Rauchgaseinlaß des Backfaches 2, der durch die entfernte
Bodenplatte in demselben gebildet ist und durch den Rauchgasauslaßanschluß 5 des Backfaches
2 durch die Rauchgasableitung (nicht dargestellt) in den Schornstein.
[0022] In Fig. 2 ist ein Kamineinsatz 1 mit einem aufgesetzten Backfach 2 dargestellt, der
z.B. in einen Kachelaufbau (nicht dargestellt) einbaubar ist. Der Kamineinsatz 1 weist
an seiner Oberseite einen Rauchgasauslaßanschluß 4 auf, der als von der Oberseite
des Kamineinsatzes 2 abstehender Rohrstutzen ausgebildet ist. An diesen Rauchgasauslaßanschluß
4 kann eine Rauchgasableitung angeschlossen sein, die z.B. in den Schornstein (nicht
gezeigt) führt. In Fig. 2 ist jedoch das als Modul ausgebildete Backfach 2 auf den
Kamineinsatz 1 aufgesetzt, indem der Rauchgaseinlaßanschluß 3 des Backfaches 2 auf
den Rauchgasauslaßanschluß 4 aufgesteckt ist. Die Rauchgasanschlüsse sind so stabil
ausgebildet, daß das Backfach 2 allein über diese Rauchgasanschlußverbindung von dem
Kamineinsatz 1 getragen wird.
[0023] Der Rauchgaseinlaßanschluß 3 des Backfachs 2 weist im Inneren ein Drehlager (nicht
gezeigt) auf, wodurch das Backfach auf dem Rauchgasauslaßanschluß 4 gegenüber dem
Kamineinsatz 1 schwenkbar ist. Vorallem bei der Montage des Backfaches 2 auf den Kamineinsatz
1 hat diese Schwenkbarkeit große Vorteile. Das Backfach 2 kann in jeder beliebigen
bzw. nur möglichen Lage auf den Kamineinsatz 1 aufgesetzt werden und dann in die gewünschte
Einbaulage verschwenkt werden. Wie in Fig. 2 dargestellt ist, kann das Backfach 2
so eingbaut werden, daß die Betriebsseite bzw. die Tür 7 des Kamineinsatzes 1 nach
einer Seite bzw. in einen Gebäuderaum (nicht gezeigt) zeigt, während die Betriebsseite
bzw. die Tür 6 des Backfaches 2 in einen angrenzenden Raum (nicht gezeigt) zeigt,
das Backfach 2 also um 180° gegenüber dem Kamineinsatz 1 verschwenkt ist. Es ist auch
möglich, das Backfach 2 in jedem anderen Winkel zur Betriebsseite des Kamineinsatzes
1 zu montieren. Es ist auch möglich, das Backfach nach seinem Einbau für seinen Gebrauch
z.B. in zwei Räumen um seine Schwenkachse, die im Zentrum der Verbindung der Rauchrohranschlüsse
3, 4 liegt hin- und herzuschwenken. In diesem Fall muß in dem Kachelaufbau jedoch
genügend Platz vorhanden sein, damit das Backfach 2 auch hierzu gegenbenefalls um
360° geschwenkt werden kann.
[0024] An der Oberseite des Backfachs 2 ist der Rauchgasauslaßanschluß 5 vorgesehen. An
diesen Rauchgasauslaßanschluß 5 kann eine Rauchgasableitung (nicht gezeigt) angeschlossen
werden, die das Rauchgas in den Schornstein leitet. Das warme Rauchgas strömt vom
beheizten Kamineinsatz 1 durch dessen Rauchgasauslaßanschluß 4 und durch den Rauchgaseinlaßanschluß
3 in das Backfach 2 und durch den Rauchgasauslaßanschluß 5 des Backfaches 2 in die
Rauchgasableitung in den Schornstein. In dem Backfach 2 sind Heizflächen (nicht gezeigt)
ausgebildet, von denen der Backraum (nicht gezeigt) begrenzt wird. Die Heizflächen
nehmen die Rauchgaswärme auf und geben diese an den Backraum ab.
[0025] In Fig. 3 ist ein Kamineinsatz 1 mit Backfach 2 gezeigt, wobei zwischen diesen ein
Tragkasten 8 angeordnet ist. Der rauchgasführende Tragkasten 8 weist ebenfalls Rauchgasanschlüsse
9, die einerseits mit dem Rauchgasauslaßanschluß 4 des Kamineinsatzes 2 und andererseits
mit dem Rauchgaseinlaß-anschluß 3 des Backfachs 2 verbunden sind. Der Tragkasten 8
ist als horizontal zum Kamineinsatz 1 verfahrbarer Teleskoparm und derart stabil ausgebildet,
daß dieser das Bachfach 2 ohne zusätzliche Stützmittel tragen kann.
[0026] Wie besonders auch aus Fig. 4 zu ersehen ist, ist der Tragkasten gegenüber dem Kamineinsatz
1 schwenkbar ausgebildet. Als besonderes vorteilhaft erweist sich dieser zwischengesetzte
Tragkasten 8 für den Einbau des Kamineinsatzes 1 mit Backfach 2. So kann am Ort der
Montage der je nach den Gegebenheiten gewünschte bzw. erforderliche horizontale Abstand
des Backfaches 2 gegenüber dem Kamineinastz 1 eingestellt werden. Durch die Schwenkbarkeit
des Tragkastens 8 gegenüber dem Kamineinsatz 1 ist der Umfang der Einbaumöglichkeiten
noch um ein Vielfaches erweitert. Wie dargestellt, kann die Gebrauchsseite bzw. die
Tür 7 des Kamineinsatzes 1 in die eine Richtung weisen, während das Bachfach 2 mit
seiner Tür 6, horizontal gegenüber dem Kamineinsatz 1 versetzt, um einen Winkel von
z.B. 90° zu der Tür 7 des Kamineinsatzes 1 verschwenkt ist. Das Backfach 2 kann wahlweise
einen Rauchgasauslaßanschluß 5 an seiner Oberseite und/oder an der der Tür 6 gegenüberliegenden
Rückseite aufweisen.
[0027] Wie in Fig. 4 dargestellt ist, ist zu der vorher beschrieben Ausführungsform zusätzlich
auch das Backfach 2 gegenüber dem Tragkasten 8 verschwenkbar. So kann der Tragkasten
8 gegenüber dem Kamineinsatz 1 und das Backfach 2 gegenüber dem Tragkasten 8 jeweils
um 360° verschwenkbar ausgebildet sein.
1. Kamineinsatz (1) mit Backfach (2), insbesondere zum Einbau in einen Kachelaufbau,
wobei das Backfach (2) auf dem Kamineinsatz (2) aufgesetzt ist und mittels vom Kamin
abgegebener Rauchgaswärme beheizbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Backfach (2) als vom Kamineinsatz (1) gesondertes Modul ausgebildet ist, das auf
den Kamineinsatz (1) unmittelbar oder über eine Zwischenkonstruktion aufsetzbar bzw.
von diesem abnehmbar ist, wobei das Modul mit einem an den Rauchgasauslaßanschluß
(4) des Kamineinsatzes (1) anschließbaren Rauchgaseinlaßanschluß (3) und mit einem
Rauchgasauslaßanschluß (5) versehen ist.
2. Kamineinsatz (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Rauchgaseinlaßanschluß (3) und der Rauchgasauslaßanschluß (5) am Backfach (2)
jeweils als von diesem abstehender Rohrstutzen ausgebildet ist.
3. Kamineinsatz (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Backfach (2) gegenüber dem Kamineinsatz (1) um eine vertikale Schwenkachse schwenkbar
ist, die im Zentrum der Rauchrohranschlußverbindung (3, 4) zwischen Kamineinsatz (1)
und Backfach (2) liegt.
4. Kamineinsatz (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen dem Rauchgasauslaßanschluß (4) des Kamineinsatzes (1) und dem Rauchgaseinlaßanschluß
(3) des Backfaches (2) ein das Backfach (2) tragender rauchgasführender Tragkasten
(8) mit einem Rauchgaseinlaßanschluß (9) und einem Rauchgasauslaßanschluß (9) angeordnet
ist, die am Tragkasten (8) gegeneinander versetzt angeordnet sind.
5. Kamineinsatz (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Backfach (2) horizontal gegenüber dem Kamineinsatz (1) verfahrbar ist, wobei zwischen
dem Rauchgasauslaßanschluß (4) am Kamineinsatz (1) und dem Rauchgaseinlaßanschluß
(3) am Backfach (2) ein das Backfach (2) tragender rauchgasführender Tragkasten (8)
mit einem Rauchgaseinlaßanschluß (9) und einem Rauchgasauslaßanschluß (9) angeordnet
ist, wobei der Tragkasten (8) als Teleskoparm ausgebildet ist.
6. Kamineinsatz (1) nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Tragkasten (8) auf dem Kamineinsatz (1) schwenkbar ausgebildet ist, wobei die
Schwenkachse im Zentrum der Rauchgasanschlußverbindung (4, 9) zwischen Kamineinsatz
(1) und Tragkasten (8) liegt.
7. Kamineinsatz (1) nach Anspruch 4, 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Backfach (2) auf dem Tragkasten (8) um eine vertikale Schwenkachse schwenkbar
ist, wobei die Schwenkachse im Zentrum der Rauchgasanschlußverbindung (3, 9) zwischen
dem Backfach (2) und dem Tragkasten (8) liegt.
8. Kamineinsatz (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Backfach (2) gegenüber dem Kamineinsatz (1) bzw. der Tragkasten (8) gegenüber
dem Kamineinsatz (1) und das Backfach (2) gegenüber dem Tragkasten (8) um 360° verschwenkbar
ist.
9. Kamineinsatz (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 8 bzw. 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Rauchgasanschlußverbindung zwischen dem Kamineinsatz (1) und dem Backfach (2)
bzw. zwischen dem Kamineinsatz (1) und dem Tragkasten (8) und/oder zwischen dem Tragkasten
(8) und dem Backfach (2) höhenverstellbar ist.
10. Kamineinsatz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Umlenkung des Rauchgases wahlweise zum Rauchgaskamin oder zum Backfach (2) zwischen
dem Rauchgasauslaßanschluß (4) des Kamineinsatzes (1) und dem Rauchgaseinlaßanschluß
(3) des Backfaches (2) ein Bypaßkanal mündet und eine die Umlenkung steuernde Umschaltklappe
vorgesehen ist.
11. Kamineinsatz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Backfach (2) einen dessen Heizraum umgehenden Bypaßkanal und eine die Strömung
des Rauchgases wahlweise in den Heizraum und/oder den Bypaßkanal steuernde Umschaltklappe
aufweist.
12. Kamineinsatz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Rauchgaseinlaßanschluß (3) am Backfach (2) bzw. der Rauchgasauslaßanschluß (4)
am Kamineinsatz (1) bzw. die Rauchgasanschlüsse (9) am Tragkasten (8) jeweils mit
einem Drehlager versehen sind.
13. Backfach (2) für einen Kamineinsatz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Backfach (2) einen äußeren Gehaüseteil und einen in diesen eingesetzen, den Innenraum
begrenzenden Einsatz aufweist, wobei zwischen äußerem Gehäuseteil und dem inneren
Einsatz der Heizraum ausgebildet ist und das aus dem Rauchgaseinlaßanschluß (3) in
den Heizraum eintretende Rauchgas den Einsatz, ausgenommen an der Türseite, umspült.
14. Backfach (2) nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Rauchgasauslaßanschluß (5) auf der Oberseite des Backfaches (2) ausgebildet ist.
15. Backfach (2) nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Rauchgasauslaßanschluß (5) an der der Tür (6) des Backfachs (2) gegenüberliegenden
Rückseite des Backfachs (2) angeordnet ist.