[0001] Die Erfindung betrifft eine Stützvorrichtung zur Abstützung und Zentrierung von in
ein Gefäss wie z. B. eine Vase o. ä. eingestellten länglichen Gegenständen, insbesondere
Blumengebinden sowie ein mit einer Stützvorrichtung versehenes Gefäss.
[0002] Wird ein Blumenstrauss in ein Gefäss, insbesondere eine Blumenvase eingestellt, so
ist gewöhnlich die Oeffnung der Vase grösser als der Umfang des Blumenstrausses auf
gleicher Höhe. Der Blumenstrauss steht dann nicht aufrecht in der Vase, sondern hängt,
an den Rand der Oeffnung gelehnt, in ästhetisch unbefriedigender Weise zur Seite.
Diesem bekannten Uebelstand wurde bereits mit verschiedenen Stützvorrichtungen abzuhelfen
versucht.
[0003] Eine bekannte Stützvorrichtung weist eine flache Platte auf, an welcher eine Vielzahl
parallel nach oben weisender nagelartiger Fortsätze befestigt ist. Zur Stützung des
Blumenstrausses wird sein unteres Ende fest gegen die Platte gedrückt und damit die
untersten Abschnitte der Stengel zwischen die Fortsätze gestossen.
[0004] Diese Stützvorrichtung hat jedoch eine Anzahl schwerwiegender Nachteile. Die Verbindung
mit dem Blumenstrauss ist unsicher, da nur der unterste Teil desselben unmittelbar
gestützt wird und sie muss durch eine Verletzung der Stengel erkauft werden. Die Hebelverhältnisse
sind vor allem bei einem hohen Strauss äusserst ungünstig. Die Platte muss daher sehr
schwer ausgebildet sein, damit sie nicht kippt. Die Stützvorrichtung ist auch unbequem
zu installieren und schlecht zu reinigen.
[0005] Eine weitere bekannte Stützvorrichtung besteht aus einem etwa kugelkalottenförmigen
Klumpen aus weichem, porösem Material, in welches die Stengel gestossen werden. Diese
Ausführung hat bezüglich der Zuverlässigkeit der Stützung wenigstens die gleichen
Nachteile wie die erstgenannte. Ausserdem eignet sie sich kaum zur Stützung gebundener
Sträusse, bei denen die Stengel kompakt gebündelt sind.
[0006] Hier soll nun die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie sie in den Ansprüchen
gekennzeichnet ist, schafft eine Stützvorrichtung, welche geeignet ist, auch verhältnismässig
schwere und lange Blumensträusse oder andere in ein Gefäss o. ä. eingestellte Gegenstände
zu stützen, so dass sie in der gewünschten Position, d. h. gewöhnlich aufrecht, gehalten
werden. Ausserdem schafft die Erfindung ein Gefäss mit einer integrierten Stützvorrichtzung,
das zum Einstellen von Blumensträussen u. dgl. sehr gut geeignet ist.
[0007] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren, welche lediglich Ausführungsbeispiele
darstellen, näher erläutert. Es zeigen
- Fig.1a
- eine Draufsicht auf ein erfindungsgemässes Gefäss mit erfindungsgemässer Stützvorrichtung,
- Fig. 1b
- einen axialen Schnitt durch das Gefäss von Fig. 1a und
- Fig. 2
- einen Schnitt durch den Randbereich der Oeffnung einer weiteren Ausführungsform eines
erfindungsgemässen Gefässes mit erfindungsgemässer Stützvorrichtung.
[0008] Fig. 1a,b zeigen ein rundes, sich nach oben leicht erweiterndes Gefäss 1 vorzugsweise
aus Kunststoff, mit einem Boden 2 und einer umlaufenden Seitenwand 3, deren oberer
Rand 4 eine Oeffnung 5 umgibt. Etwas unterhalb der Oeffnung 5 ist im Gefäss 1 eine
Stützvorrichtung 6 auf einem Anschlag 7 abgestützt, der als ringförmig umlaufender
simsartiger Vorsprung an der Innenseite der Seitenwand 3 ausgebildet ist. Sie ist
durch einen oberhalb des Anschlags 7 umlaufenden Wulst 8 gesichert, der eine elastische
Schnappsicherung bildet. Sie ist durch Zug nach oben überwindbar, so dass die Stützvorrichtung
6 aus dem Gefäss 1 entfernt werden kann.
[0009] Die Stützvorrichtung 6 umfasst einen vorzugsweise aus Kunststoff gefertigten Aussenring
9, welcher eine nach innen bis in die Nähe einer Zentrierachse 10, die in diesem Falle
mit der Achse des Gefässes 1 übereinstimmt, vorstehende elastische Stützstruktur trägt.
Sie besteht aus mehreren in den Aussenring 9 eingegossenen, von seiner Innenfläche
abstehenden radialen Stützelementen 11, 11', deren freie Enden die Zentrierachse 10
allseitig umgeben. Zwischen zwei der acht längeren, bis nahe an die Zentrierachse
10 vorragenden Stützelemente 11 ist jeweils ein etwas kürzeres Stützelement 11' angeordnet,
dessen freies Ende also etwas weiter von der Zentrierachse 10 entfernt ist. Im ganzen
ist die Stützstruktur etwa scheibenförmig mit einer Oeffnung im Bereich der Zentrierachse
10. Es ist natürlich möglich, zwischen zwei Stützelementen 11, 11' jeweils ein weiteres,
noch kürzeres anzuordnen usf.. Jedes der Stützelemente 11, 11' besteht aus einer Vielzahl
im wesentlichen paralleler Borsten, vorzugsweise aus Kunststoff.
[0010] Wird nun z. B. ein Blumenstrauss in das Gefäss 1 eingestellt, so werden die längeren
Stützelemente 11 und bei grösserem Durchmesser des Strausses in gereingerem Mass auch
die kürzeren Stützelemente 11' nach unten gebogen und legen sich dabei etwas an die
Aussenfläche des von den Stengeln gebildeten Bündels an. Die Endbereiche und freien
Enden der Stützelemente 11, 11' bilden somit einen Stützbereich grösserer Fläche,
welcher den Strauss, ohne die Stengel zu verletzen, sicher im Bereich der Zentrierachse
10 in aufrechter Position festhält. Neigt er sich nach einer Seite, so verstärkt sich,
insbesondere durch die Einwirkung der kürzeren Stützelemente 11' die elastische Gegenwirkung
und begrenzt die Neigung. Der Blumenstrauss kann auch ohne Schwierigkeiten wieder
aus dem Gefäss 1 herausgenommen werden, wobei die Stützvorrichtung 6 dank der Schnappverriegelung
an ihrem Platz bleibt. Natürlich kann auch auf eine derartige Verriegelung vezichtet
werden, so dass die Stützvorrichtung 6 mit dem Blumenstrauss aus dem Gefäss 1 entfernt
wird, worauf sie leicht vom Strauss abgezogen werden kann. In jedem Fall ist sie abnehmbar
und leicht zu reinigen.
[0011] Bei der in Fig. 2 dargestellten Abwandlung weist der Aussenring 9 an seiner Aussenseite
einen nach unten weisenden Flansch 12 auf, welcher den Rand 4 der Seitenwand 3 übergreift.
Die Seitenwand 3 kann an ihrer Aussenseite eine umlaufende Ausnehmung aufweisen, die
den Flansch 12 gerade aufnimmt, so dass dessen Aussenfläche in die der Seitenwand
3 glatt übergeht. Der innere Teil des Aussenringes 9 ist etwas nach unten geneigt.
Auch die im übrigen wie bei der Ausführung nach Fig. 1a,b ausgebildeten Stützelemente
11, 11' (letztere nicht dargestellt) weisen etwas nach unten, so dass die Stützstruktur
im ganzen etwa trichterförmig ist. Dies erleichtert die Einstellung des Blumenstrausses
und verbessert die Stützung insofern, als die Stützelemente 11, 11' sich besser an
das von den Stengeln gebildete Bündel anlegen. Der Flansch 12 kann an seiner Innenseite
ein Gewinde tragen, das mit einem Gegengewinde an der Aussenseite der Seitenwand 3
eingreift, so dass die Stützvorrichtung 6 sicher, aber lösbar am Gefäss 1 befestigt
ist.
[0012] Die Erfindung kann natürlich in vielfacher Weise abgewandelt werden, ohne dass der
Grundgedanke verlassen würde. So kann die Stützvorrichtung statt wie dargestellt im
Bereich der Oeffnung auch tiefer im Inneren des Gefässes angebracht sein. Sie muss
jedoch vom Boden beabstandet sein und ihre Wirkung ist aufgrund der Hebelverhältnisse
umso besser, je höher sie angeordnet ist. Ergänzend kann der Boden des Gefässes so
ausgebildet sein, dass ein seitliches Verrutschen eines dort abgestützten Blumenstrausses
o. dgl. unterbunden oder begrenzt wird. Es ist auch möglich, zwei oder mehr übereinanderliegende
Stützvorrichtungen vorzusehen oder eine Stützvorrichtung, die auf mehreren Höhen oder
über einen grösseren Höhenbereich wirksam ist. Besonders in diesen Fällen ist eine
Abstützung des Strausses am Boden u. U. nicht erforderlich. Er kann allein von der
Stützvorrichtung oder den Stützvorrichtungen gehalten werden, so dass seine Höhenlage
anpassbar ist.
[0013] Auch die Ausbildung der Stützelemente kann in einem weiten Bereich abgewandelt werden,
z. B. können sie als elastische oder elastisch gelagerte radial oder auch schräg gerichtete
gerade oder gebogene Zungen ausgebildet sein. Die Stützstruktur braucht auch nicht
aus einzelnen Stützelementen zu bestehen, sondern kann z. B. als kreisringförmige
elastische Membran ausgebildet sein. Die Verwendung einzelner Stützelemente, insbesondere
wie in der beschriebenen Lösung als Bündel von Borsten ausgebildet, ist jedoch bezüglich
Funktion wie Herstellung besonders günstig.
[0014] Insbesondere erlaubt sie ausser der sicheren Fixierung gebundener Sträusse auch das
Einordnen einzelner Blumen, deren Stengel auch zwischen den Stützelementen fixiert
werden könen.
[0015] Schliesslich können Stützvorrichtungen auch so ausgebildet werden, dass sie nicht
ausschliesslich oder vorwiegend für den Gebrauch mit einem auf sie abgestimmten Gefäss
geeignet sind, sondern auch in anderen Vasen o. dgl. verwendet werden können. Z. B.
kann der Aussenring einen etwa radialen durchgehenden Spalt aufweisen, so dass er
begrenzt zusammendrückbar und dadurch an verschiedene Innendurchmesser anpassbar ist
und sich elastisch festklemmt. Oder er kann zum gleichen Zweck auch an der Aussenseite
elastische Elemente aufweisen, beispielsweise können die Borsten so eingegossen sein,
dass sie auch über seine Aussenfläche vorstehen. Andererseits können Stützvorrichtungen
auch fest in das Gefäss integriert sein, z. B. mit direkt in die Seitenwand eingegossenen
Stützelementen.
1. Stützvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine mit einem Aussenrand verankerte Stützstruktur umfasst, welche einen eine
Zentrierachse (10) umgebenden elastisch nachgiebigen Stützbereich bildet.
2. Stützvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützstruktur an einer die Zentrierachse (10) ringartig umgebenden Zone verankert
ist.
3. Stützvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützstruktur die Zentrierachse (10) scheiben- oder trichterförmig umgibt.
4. Stützvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Aussenring (9) umfasst, an welchem die Stützstruktur verankert ist.
5. Stützvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützstruktur aus Kunststoff besteht.
6. Stützvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützstruktur eine Mehrzahl länglicher elastischer Stützelemente (11, 11') aufweist
mit freien Enden, welche die Zentrierachse (10) allseitig umgeben.
7. Stützvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden der Stützelemente (11, 11') von der Zentrierachse (10) abwechselnd
unterschiedlich weit entfernt sind.
8. Stützvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützelemente (11, 11') gerade sind.
9. Stützvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Stützelemente (11, 11') aus einer Mehrzahl im wesentlichen paralleler Borsten
besteht.
10. Gefäss mit einem Boden (2) und einer oberhalb desselben angeordneten Oeffnung (5)
sowie mindestens einer Stützvorrichtung (6) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, welche
im Bereich der Oeffnung (5) oder zwischen derselben und dem Boden (2) angeordnet ist.
11. Gefäss nach Anspruch 10, mit mindestens einer Stützvorrichtung (6) nach einem der
Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussenring (9) am Gefäss (1) abgestützt ist.
12. Gefäss nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussenring (1) auf einem innerhalb der Oeffnung (5) angeordneten Anschlag (7)
aufliegt.
13. Gefäss nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussenring (9) den Rand (4) der Oeffnung (5) übergreift.
14. Gefäss nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussenring (9) am Gefäss (1) lösbar befestigt ist.
15. Gefäss nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussenring (9) am Gefäss (1) schnappverriegelt ist.
16. Gefäss nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussenring (9) mit dem Gefäss (1) verschraubt ist.