[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Drucksysteme im allgemeinen. Im spezielleren betrifft
die vorliegende Erfindung eine Transporteinrichtung zur stufenlosen Regulierung eines
bedruckbaren Materials, das von einem Drucksystem verarbeitet wird, um eine Beschädigung
des bedruckbaren Materials zu verhindern.
[0002] Da die Verarbeitungsgeschwindigkeiten von Drucksystemen immer höher werden, wird
deren Handhabung des bedruckbaren Materials, das verarbeitet wird, immer schwieriger.
So nähern sich zum Beispiel im Falle von Drucksystemen, denen ein bahnähnliches bedruckbares
Material zugeführt wird, die gewünschten Verarbeitungsgeschwindigkeiten Geschwindigkeiten
von dreitausend Fuß pro Minute und übersteigen diese sogar.
[0003] Die Verarbeitung eines bahnähnlichen bedruckbaren Materials umfaßt zum Beispiel das
Schneiden des bahnähnlichen bedruckbaren Materials entlang seiner Zuführrichtung in
zwei oder mehrere durchgehende Bahnen oder Bahnstränge. Jeder der Bahnstränge wird
dann separat verarbeitet, um bogenähnliche Signaturen herzustellen, indem jeder Strang
in regelmäßigen Abstanden in einer Richtung quer zur Zuführrichtung geschnitten wird.
Jede sich daraus ergebende Signatur hat eine Vorderkante und eine Hinterkante relativ
zur Zuführrichtung. Die Verarbeitung des bahnähnlichen bedruckbaren Materials kann
zusätzlich beispielsweise ein Falzen des Bahnstrangs umfassen, bevor dieser in einzelne
Signaturen geschnitten wird.
[0004] Um eine Beschädigung der durch das Schneiden des Bahnstrangs hergestellten Signaturen
zu vermeiden, ist es üblich, den Strang auf den Schneidzylinder aufzunadeln. Dieser
Vorgang spannt die Vorderkante des Bahnstrangs wirksam fest, um dessen Beschädigung
zu verhindern. So wird der Bahnstrang beispielsweise auf Schneidzylinder eines zum
Falzen verwendeten Falzapparates aufgenadelt und danach der Strang in Signaturen geschnitten.
Dieses Verfahren erfordert jedoch, daß die aufgenadelte Vorderkante des Bahnstrangs
von jeder sich ergebenden Signatur in einem Nachverarbeitungsgang entfernt wird. Ein
solches Verfahren verschwendet somit bedruckbares Material und beinhaltet eine zusätzliche
Verarbeitung. Dementsprechend sind die jüngeren Entwicklungen bei der Handhabung bahnähnlicher
bedruckbarer Medien auf die Verwendung von sogenannten punkturlosen Falzapparaten
gerichtet.
[0005] Punkturlose Falzapparate erfordern kein Aufnadeln des Bahnstrangs auf den Schneidzylinder
vor dem Querschneiden des Strangs, um die Hinterkante einer nachfolgenden Signatur
von der Vorderkante des Bahnstrangs zu trennen. Punkturlose Falzapparate leiden jedoch
unter einem damit verbundenen Verlust der Kontrolle über die Vorderkante nach dem
Schneidverfahren. Dieser Kontrollverlust kann zu einer nachfolgenden Beschädigung
der Signaturen führen. So können die Signaturen sich beispielsweise an den Ecken der
Vorderkante aufbiegen. Die Verwendung von punkturlosen Falzapparaten begrenzt daher
die Geschwindigkeit, mit der ein bedruckbares Material verarbeitet werden kann. Dementsprechend
haben Versuche, die Verarbeitungsgeschwindigkeit eines Drucksystems ohne Beschädigung
der Signaturen zu erhöhen, zu Bemühungen geführt, die Kontrolle über die Vorderkante
des Bahnstrangs wiederzuerlangen, ohne daß die Vorderkante auf den Schneidzylinder
aufgenadelt werden muß.
[0006] Die beiden Lösungen, die zur Behandlung des vorstehendes Problems eingesetzt werden,
sind: (1) Heften der Vorderkante des Strangs an den Schneidzylinder mittels statischer
Elektrizität, und (2) Wellen des Bahnstrangs, wenn dieser dem Schneidzylinder zugeführt
wird. Diese Lösungen sind jedoch von Nachteilen begleitet. So beinhaltet die erste
Lösung zum Beispiel ein elektrisches Aufladen des Bahnstrangs, damit statische Elektrizität
zum Halten der Vorderkante des Bahnstrangs am Schneidzylinder verwendet werden kann.
Wenn der Strang jedoch gefalzt wurde, bevor er in Signaturen geschnitten wird, verursacht
diese elektrische Aufladung des Strangs Probleme bei der Druckweiterverarbeitung,
wenn die gefalzten Signaturen wieder geöffnet werden müssen. Das heißt, daß die elektrisch
aufgeladenen, gefalzten Signaturen sich einer Öffnung während der Druckweiterverarbeitung
widersetzen.
[0007] Die zweite Lösung beinhaltet ein Aufprägen von Wellen auf den Bahnstrang, um den
Strang für den Transport zu der nächsten Zone mit Zwangsbedingungen versteifen, zum
Beispiel eine nachgeschaltete Signatur-Abbremseinrichtung. Die mechanischen Vorrichtungen,
die zum Wellen des Bahnstrangs verwendet werden, sind jedoch hohem Verschleiß ausgesetzte
Vorrichtungen mit empfindlicher Einstellung. Diese Vorrichtungen an sich sind schwierig
zu warten und erfordern ein hohes Maß an Bedieneingriffen.
[0008] Zusätzlich zu den obigen Nachteilen ist der Einsatz von Verfahren wie Heilen und/oder
Wellen zur Regulierung der Vorderkante eines Bahnstrangs in einem punkturlosen Falzapparat
bei höheren Bahngeschwindigkeiten relativ uneffektiv, zum Beispiel bei Bahngeschwindigkeiten
in der Größenordnung von dreitausend Fuß pro Minute und darüber. Hinzu kommt, daß
diese Verfahren unwirksam werden, wenn das Gewicht der Bahnstrange und/oder der Signaturen
reduziert wird. Diese Verfahren als solche werden als unzuverlässig betrachtet, selbst
wenn sie kombiniert eingesetzt werden.
[0009] Dementsprechend wäre es wünschenswert, ein bedruckbares Material während seiner Verarbeitung
in einem Drucksystem stufenlos regulieren zu können, ohne daß die mit herkömmlichen
Druckverfahren verbundenen Nachteile auftreten.
[0010] Die vorliegende Erfindung richtet sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
stufenlosen Regulierung eines bedruckbaren Materials in einem Drucksystem in der Weise,
daß eine Hochgeschwindigkeitsverarbeitung des bedruckbaren Materials erreicht werden
kann, ohne daß Beschädigungen am Produkt (z.B. bedruckte Signaturen) auftreten. Ausführungsbeispiele
richten sich aufeine Transporteinrichtung, welche das bedruckbare Material von beiden
Seiten kontaktiert (z.B. greift), um eine stufenlose Regulierung des bedruckbaren
Materials zu bewirken, wenn dieses von einer Zone mit Zwangsbedingungen (z.B. eine
Falzeinrichtung eines Falzapparates) zu einer anderen Zone mit Zwangsbedingungen (z.B.
Transportbänder und/oder eine Signatur-Abbremseinrichtung hinter den Schneidzylindern)
transportiert wird.
[0011] Allgemein gesprochen betreffen Ausführungsbeispiele ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur stufenlosen (d.h. aktiven) Regulierung eines bedruckbaren Materials, das von einem
Drucksystem verarbeitet wird, die folgendes umfassen: Eine Vorrichtung zum Kontaktieren
eines bedruckbaren Materials von einer ersten und einer zweiten Seite des bedruckbaren
Materials, und eine Vorrichtung zum Antrieb der Kontaktierungsvorrichtung entlang
eines Transportwegs des bedruckbaren Materials im Gleichlauf mit dem bedruckbaren
Material. Gemäß den Ausführungsbeispielen kann die Antriebsvorrichtung eine erste
Rollenketten-Transporteinrichtung umfassen, die auf einer ersten Seite des bedruckbaren
Materials angeordnet ist, und eine zweite Rollenketten-Transporteinrichtung, die sich
auf einer zweiten Seite des bedruckbaren Materials befindet. Die erste und die zweite
Rollenträger-Transporteinrichtung können jeweils Kontaktierungsvorrichtungen umfassen,
zum Beispiel Traversen. Die Traversen der ersten Rollenketten-Transporteinrichtung
werden im Gleichlauf mit den Traversen der zweiten Rollenketten-Transporteinrichtung
in der Weise angetrieben, daß eine Traverse von der ersten Rollenketten-Transporteinrichtung
und eine Traverse von der zweiten Rollenketten-Transporteinrichtung jeweils ein Traversenpaar
bilden. Jedes Traversenpaar kontaktiert das bedruckbare Material von entgegengesetzten
Seiten und führt das bedruckbare Material in Verbindung mit der Rollenketten-Transporteinrichtung
von einer Zone mit Zwangsbedingungen zur nächsten.
[0012] Andere Ziele und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden sich dem Fachmann aus
der nachfolgenden genauen Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Zuhilfenahme
der beiliegenden Zeichnungen erschließen. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Darstellung eines Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2
- Merkmale des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 1 in näherem Detail an einer Stelle,
an der eine Hinterkante von einer Signatur von einem Bahnstrang geschnitten wird;
- Fig. 3
- einen beispielhaften Bewegungsablauf und das Drehen von Traversen aus dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 bei deren Bewegung entlang des Transportwegs eines Bahnstrangs;
- Fig. 4
- die Darstellung eines Transports einer Signatur gemäß dem Ausführungsbeispiel nach
Fig. 1 in näherem Detail;
- Fig. 5
- eine beispielhafte Art und Weise, in der Traversen gemäß den Ausführungsbeispielen
nach Fig. 1 und Fig. 3 mittels einer Nockenbahn-Vorrichtung gedreht werden, und
- Fig. 6
- einen Teil der Nockenbahn-Vorrichtung des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 5 und einen
Bewegungsablauf eines Traversenpaars, während dieses das bedruckbare Material greift.
[0013] Fig. 1 zeigt ein Beispiel einer Transporteinrichtung 100, die in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung konfiguriert ist. Die Transporteinrichtung 100 gemäß
Fig. 1 ist in Verbindung mit einem modifizierten Schneidzylinderpaar 102 dargestellt.
Die Transporteinrichtung 100 transportiert ein bedruckbares Material, zum Beispiel
einen Bahnstrang 104, von einer früheren Zone mit Zwangsbedingungen (z.B. eine Falzvorrichtung
eines punkturlosen Falzapparats) entlang eines Transportwegs 106 zu dem modifizierten
Schneidzylinderpaar 102. Zusätzlich zu einem Transport einer Vorderkante des Bahnstrang
an dem modifizierten Schneidzylinderpaar 102 vorbei, transportiert die beispielhafte
Transporteinrichtung 100 auch die geschnittenen Signaturen von dem modifizierten Schneidzylinderpaar
zu einer nächsten Zone mit Zwangsbedingungen, wie zum Beispiel eine nachgeordnete
Transporteinrichtung (zum Beispiel eine Signatur-Abbremsvorrichtung, die der Deutlichkeit
halber in Fig. 1 nicht abgebildet ist).
[0014] Das modifizierte Schneidzylinderpaar 102 schneidet eine Hinterkante einer nachgeordneten
Signatur 108 von dem Bahnstrang und stellt dabei die Vorderkante einer Signatur davor
her. Fig. 1 zeigt das Schneidzylinderpaar 102 beim Schneiden einer Hinterkante der
zweiten Signatur 108. In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist auch eine nachgeordnete
Signatur 110, die zuvor hergestellt wurde, dargestellt.
[0015] In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 umfaßt das modifizierte Schneidzylinderpaar
102 einen modifizierten Messerzylinder 112. Darüber hinaus umfaßt das Schneidzylinderpaar
einen Amboßzylinder 114, der in Übereinstimmung mit einem Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung modifiziert wurde. Die Modifikationen am Messerzylinder 112
und am Amboßzylinder 114 umfassen eine Konfiguration des Umfangs des jeweiligen Zylinders,
die es ermöglicht, daß Artikel der Transporteinrichtung 100 zwischen dem Schneidzylinderpaar
hindurchgeführt werden und dadurch eine stuferlose Regulierung des Bahnstrangs und
der daraus produzierten Signaturen während des Schneidvorgangs aufrechterhalten wird.
Der Einfachheit halber sind die Halterungen für den Messerzylinder 112 und den Amboßzylinder
114 in Fig. 1 nicht abgebildet. Der Fachmann weiß jedoch, daß diese Zylinder in einer
bekannten Art und Weise befestigt sein können und daß das, was einen Teil des Ausführungsbeispiels
der Erfindung darstellt, die Konfiguration dieser Zylinder und deren Wechselbeziehung
mit der Transporteinrichtung 100 sind.
[0016] Die Transporteinrichtung 100, wie in dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 dargestellt,
umfaßt eine erste Rollenketten-Transporteinrichtung 120 zum Kontaktieren des bedruckbaren
Materials von einer Seite und eine zweite Rollenketten-Transporteinrichtung 122 zum
Kontaktieren des bedruckbaren Material von einer entgegengesetzten Seite. Die erste
und die zweite Rollerketten-Transporteinrichtung arbeiten im Gleichlauf zur stufenlosen
Regulierung eines Transports des Bahnstrangs 104 von einer Zone mit Zwangsbedingungen
vor dem Schneidzylinderpaar 102 durch das Schneidzylinderpaar, wo Signaturen gebildet
werden. Die erste und die zweite Rollerketten-Transporteinrichtung erhalten eine stufenlose
Regulierung der Signaturen aufrecht, wenn diese zu einer nachgeordneten Zone mit Zwangsbedingungen
transportiert werden.
[0017] Wie in Fig. 1 dargestellt, umfaßt die erste Rollerketten-Transporteinrichtrnng 120
eine erste eine Schleife durchlaufende Antriebskette 124, die über ein erstes Getriebe
(zum Beispiel ein Kettenzahnrad) 126 angetrieben wird, und ein zweites Getriebe 128.
Die erste Rollenketten-Transporteinrichtung 120 umfaßt weiterhin eine zweite eine
Schleife durchlaufende Antriebskette 130, die über ein erstes Getriebe 132 und ein
zweites Getriebe 134 angetrieben wird.
[0018] Die zweite Rollenketten-Transporteinrichtung 122 umfaßt eine erste eine Schleife
durchlaufende Antriebskette 136, die über ein erstes und ein zweites Getriebe 138
und 140 angetrieben wird. Wie im Falle der ersten Rollenketten-Transporteinrichtung
120 umfaßt die zweite Rollenketten-Transporteinrichtung 122 eine zweite eine Schleife
durchlaufende Antriebskette 142, die über ein erstes und ein zweites Getriebe 144
bzw. 146 angetrieben wird.
[0019] Die erste und die zweite eine Schleife durchlaufende Antriebskette 124 und 130 der
ersten Rollenketten-Transporteinrichtung 120 werden im gegenseitigen Gleichlauf in
eine erste Richtung 148 angetrieben, während die erste und die zweite Antriebskette
der zweiten Rollenketten-Transporteinrichtung im gegenseitigen Gleichlauf in eine
zweite Richtung 150 angetrieben werden. Das bedeutet, daß das erste und das zweite
Getriebe der ersten eine Schleife durchlaufende Antriebskette 124 fest mit dem ersten
und dem zweiten Getriebe der zweiten eine Schleife durchlaufende Antriebskette 130
jeweils so verbunden sind, daß die erste und die zweite eine Schleife durchlaufende
Antriebskette der ersten Rollenketten-Transporteirrrichtung im Gleichlauf drehen.
In ähnlicher Weise sind das erste und das zweite Getriebe der ersten eine Schleife
durchlaufende Antriebskette 136 fest mit dem ersten und dem zweiten Getriebe der zweiten
eine Schleife durchlaufende Antriebskette 142 jeweils so verbunden, daß die erste
und die zweite eine Schleife durchlaufende Antriebskette der zweiten Rollenketten-Transporteinrichtung
im Gleichlauf drehen.
[0020] Die Drehrichtungen 148 und 150 der ersten und der zweiten Rollenketten-Transporteinrichtung
entsprechen den Richtungen 116 und 118, mit denen der modifizierte Messerzylinder
112 bzw. der modifizierte Amboßzylinder 114 angetrieben werden. Die für den modifizierten
Messer- bzw. den modifizierten Amboßzylinder verwendeten Antriebseinrichtungen sind
herkömmlicher Art und müssen nicht näher beschrieben werden, außer daß anzumerken
ist, daß der Bahnstrang im Gleichlauf mit dem modifizierten Schneidzylinderpaar transportiert
werden kann, so daß die Hinterkanten der Signaturen 108 und 110 in regelmäßigen Abständen
geschnitten werden können, um Signaturen der gewünschten (z.B. gleichmäßigen) Länge
herzustellen. Der Fachmann wird weiterhin erkennen, daß die Antriebseinrichtung für
die Schneidzylinder im Gleichlaufmit einem herkömmlichen Antrieb der ersten und der
zweiten Rollenketten-Transporteinrichtung reguliert werden kann, indem eine herkömmliche
Verkettung (z.B. ein Zahnradantrieb) verwendet wird.
[0021] Die erste und die zweite Rollenketten-Transporteinrichtung 120 und 122 kontaktieren
den Bahnstrang 104 und die Signaturen 108 und 110 der Fig. 1 über Traversen, die jeweils
mit der ersten und der zweiten Rollenketten-Transporteinrichtung verbunden sind. Genauer
gesagt umfaßt im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 die erste Rollenketten-Transporterrrichtung
GreiferTraversen 152 bis 164. Die zweite Rollenketten-Transporteinrichtung 122 umfaßt
Rollen-Traversen 166 bis 174.
[0022] Die Greifer-Traversen der ersten Rollenketten-Transporteinrichtung 120 drehen im
Gleichlauf mit den Rollerleisten der zweiten Rollenketten-Transporteinrichtung in
der Weise, daß der Bahnstrang 104 entlang des Wegs 106 in Richtung des modifizierten
Schneidzylinderpaars transportiert wird, eine Greiferleiste (z.B Greiferleiste 152)
den Bahnstrang 104 von einer Seite kontaktiert, während eine entsprechende Rollenleiste
(z.B. Rollenleiste 166) den Strang von der anderen Seite kontaktiert. Das Greifer-/Rollen-Traversenpaar
bewegt sich dann in eine Richtung des bedruckbaren Materials 104 entlang dem Transportweg
106.
[0023] Gemäß Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung bewegen sich die Greifer/-Rollen-Traversenpaare
(wie zum Beispiel Greiferleiste 152 und Rollenleiste 166) nicht mit derselben Geschwindigkeit,
mit der sich der Bahnstrang 104 bewegt. Vielmehr bewegen sich die Greifer-/Rollen-Traversenpaare
mit einer Geschwindigkeit, die etwas höher ist als die des Bahnstrangs 104, so daß
Greifer 176 der Greiferleiste 152 über eine Oberfläche des Bahnstrangs 104 rollen,
während dieser zu einer Position hinter dem modifizierten Schneidzylinderpaar transportiert
wird.
[0024] In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist jede Greiferleiste so konfiguriert, daß
sie eine Vielzahl der Greifer 176 umfaßt, die fest auf einer Halteleiste 178 angebracht
sind. So umfaßt das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 zum Beispiel Greiferleisten,
bei denen sechs dieser Greifer auf der Halteleiste 178 angeordnet sind. Dagegen umfassen
die Rollenleisten, wie zum Beispiel Rollenleiste 166, jeweils eine Rolle 180, die
auf einer Halteleiste 182 angebracht ist.
[0025] Zum beschleunigten Rollen der Greifer-/Rollenpaare über das bedruckbare Material
ist jede Greifer- und Rollen-Halteleiste drehbar bezüglich der ersten und der zweiten
Rollenketten-Transporteinrichtung gelagert. Das bedeutet, daß jede Greifer-Halteleiste
178 und jede Rollen-Halteleiste 182 in dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 jeweils
drehbar durch die erste und die zweite eine Schleife durchlaufende Antriebskette der
ersten und der zweiten Rollenketten-Transporteinrichtung gelagert ist.
[0026] Fig. 2 zeigt eine Teilansicht der Transporteinrichtung 100 in Verbindung mit dem
modifizierten Schneidzylinderpaar 102. In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 wurde
der Umfang des Messerzylinders 112 und des Amboßzylinders 114 jeweils so konfiguriert,
daß ein Passieren der Greifer- und Rollenleisten durch das Schneidzylinderpaar 102
ermöglicht wird. Das bedeutet, daß der Umfang dieser Zylinder im Durchmesser an allen
Stellen des Umfangs außer an denen, an denen sich die beiden Messer und die beiden
Ambosse befinden, reduziert wurde.
[0027] In Fig. 2 sind eine Greiferleiste 164 und eine entsprechende Rollenleiste 174 an
einer Stelle der Kontaktierung mit dem Bahnstrang 104 direkt vor dem Schneidzylinderpaar
102 in dem Moment gezeigt, in dem ein Messer und ein Amboß des Schneidzylinderpaares
die Hinterkante der dahinter befindlichen Signatur 108 schneiden. Da die Traversen
entlang des Wegs 106 mit einer Geschwindigkeit transportiert werden, die höher als
die des Bahnstrangs 104 ist, drehen die Greifer 176 und die Rollen 180 von jedem Traversenpaar
über die Oberfläche des Bahnstrangs und in eine Greifposition, die sich hinter dem
Schneidzylinderpaar befindet. In der Greifposition hat sich jeweils ein Greiferfinger
200 von jedem Greifer 176 in eine Position gedreht, an der er die Vorderkante des
Bahnstrangs greift. Die Rollen 180 von jeder Rollerleiste, zum Beispiel Rollenleiste
168, sind mit Schlitzen 202 versehen, die zur Aufnahme eines jeweiligen Greiferfingers
200 an der Greifposition konfiguriert sind.
[0028] Fig. 3 zeigt den Bewegungsablauf eines drehenden Greifers 176 und seines zugehörigen
Greiferfingers 200 während der Greifer sich sowohl längs in die Richtung 106 als auch
drehend über die Strangoberfläche bewegt. Fig. 3 zeigt auch das Zusammenwirken des
Greifers 176 mit einer zugehörigen Rolle 180, die mit einem Schlitz 202 versehen ist.
In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 ist der Greiferfinger 200 unter Verwendung
eines federähnlichen Materials konfiguriert, das drehend an einem Drehpunkt 316 befestigt
ist. Im Betrieb bleibt der Greiferfinger in einem Schlitz 318 des Greifers 176, bis
die durch das Drehen des Greifer hergestellte Trägheit zusammen mit der Schwerkraft
den Greiferfinger dazu bringt, sich aus dem Schlitz und in eine Greifposition zu bewegen.
Der Greiferfinger ist mit einer Öffnung 320 ausgeführt, die zum Greifen einer Kante
des bedruckbaren Materials in der Greifposition ausgeführt ist. Beim Rückwärtsdrehen
des Greifers 176 gibt der Greiferfinger die Kante des bedruckbaren Materials frei
und dreht zurück in Schlitz 318.
[0029] In einem ersten Schritt der Darstellung gemäß Fig. 3, der mit 300 gekennzeichnet
ist, befindet sich der Greiferfinger 200 vor dem Schneidzylinderpaar 102 (d.h. das
Schneidzylinderpaar würde sich in der unteren Hälfte der Darstellung gemäß Fig. 3
befinden). In dem ersten Schritt 300 haben die erste und die zweite Rollenketten-Transporteinrichtung
120 und 122 gemäß Fig. 1 sich so gedreht, daß der Greifer 176 und die Rolle 180 in
Kontakt mit dem Bahnstrang 104 gebracht wurden. Sobald Kontakt mit dem Strang besteht,
bewegen sich der Greifer 176 und die zugehörige Rolle 180 gemeinsam in Längsrichtung
entlang dem Weg 106 mit einer Geschwindigkeit, die höher ist als die, mit welcher
der Bahnstrang 104 transportiert wird. Im Grunde genommen drehen der Greifer 176 und
die Rolle 180 bezüglich des Bahnstrangs in Richtungen, die durch jeweilige Pfeile
326 und 328 angedeutet sind. Die beispielhafte Stellung des Greifers 176 und der Rolle
180 in dem ersten Schritt 300 kann zum Zweck der vorliegenden Erläuterung als eine
Stellung betrachtet werden, die in dem Moment vorliegt, in dem das nachgeordnete Schneidzylinderpaar
die Hinterkante einer Signatur schneidet, die gerade verarbeitet wird (das heißt,
die Position der Greiferleiste 164 und der Rollenleiste 174 in Fig. 2). Somit berühren
der Greifer 176 und die Rolle 180 zwangsläufig den Bahnstrang 104 vor dem Zeitpunkt,
an dem ein Schneidvorgang ausgeführt wird.
[0030] In einer zweiten Stufe 302 des Bewegungsablaufs gemäß Fig. 3 haben sich der Greifer
176 und die Rolle 180 längs entlang dem Transportweg mit einer Geschwindigkeit bewegt,
die höher ist als die des Bahnstrangs 104. Zusätzlich dazu haben sie sich aufgrund
ihrer höheren Geschwindigkeit bezüglich der Geschwindigkeit des Bahnstrangs auch bezüglich
des Bahnstrangs gedreht. Hierzu kann beispielsweise die beispielhafte Stellung des
Greiferfingers 200 und des Schlitzes 202 in dem zweiten Schritt 302 mit deren Stellung
in dem ersten Schritt 300 verglichen werden.
[0031] Die beschleunigte Geschwindigkeit der Greifer- und Rollenleisten ist im Bewegungsablauf
gemäß Fig. 3 dargestellt, indem angedeutet wird, daß diese Elemente die Vorderkante
der Signatur packen, die gerade von dem Bahnstrang getrennt wird, so daß diese Vorderkante
zwangsläufig bis zu dem Zeitpunkt ergriffen werden kann, an dem die Hinterkante der
betreffenden Signatur in Schritt 314 von dem Bahnstrang getrennt wird. Das bedeutet,
ein Drehen der Greifer und Rollen dauert während eines dritten Schritts 304, eines
vierten Schritts 306, eines fünften Schritts 308, eines sechsten Schritts 310 und
eines siebten Schritts 312 der Darstellung gemäß Fig. 3 an, um eine Greifposition
zu erreichen, die durch den achten Schritt 314 dargestellt ist. In dem achten Schritt
ergreift der Greiferfinger 200 tatsächlich eine Vorderkante einer Signatur, die von
dem Bahnstrang 104 getrennt wird. Zusätzlich hat sich der Schlitz 202 der Rollenleiste
180 im Gleichlauf mit dem Greifer 176 an eine Stelle gedreht, an welcher der Schlitz
den Greiferfinger 202 in der Greifposition aufnimmt.
[0032] Das Drehen der Greifer und Rollen entlang dem Bahnstrang 104 mit einer Geschwindigkeit,
die höher ist als die, mit welcher der Bahnstrang transportiert wird, glättet alle
Wellen (z.B. auch umgeknickte Ecken), die sich auf dem bedruckbaren Material bei dessen
Transport bilden könnten. Darüber hinaus beseitigt in dem Umfang, in dem zuvor eine
mögliche Beschädigung am Bahnstrang und/oder an den Signaturen aufgetreten ist, die
beschleunigte Geschwindigkeit, mit der die Greifer- und Rollenpaare über das bedruckbare
Material bewegt werden, Beschädigungen, die möglicherweise vor der Transporteinrichtung
aufgetreten sind. Die beschleunigte Geschwindigkeit der Greifer-und Rollenpaare ermöglicht
es, daß die Greiferfinger 200 und die Schlitze 202 in die Greifposition des achten
Schritts 314 gedreht werden, wo sie eine Vorderkante des bedruckbaren Materials an
einer Stelle hinter dem Schneidzylinderpaar greifen. Zusätzlich verhindert die beschleunigte
Geschwindigkeit der Greifer- und Rollenpaare deren Verrutschen über dem Bahnstrang
und somit Beschädigungen, die durch ein solches Verrutschen verursacht werden könnten.
[0033] Fig. 4 zeigt eine Vorderkante einer Signatur 108, deren Hinterkante gerade von dem
vorgeschalteten Schneidzylinderpaar geschnitten wird. Weiterhin zeigt Fig. 4 eine
Signatur 110 direkt vor einer Freigabe ihrer Vorderkante in eine dahinterliegende
Zone mit Zwangsbedingungen, zum Beispiel eine dahinter angeordnete Abbremseinrichtung
402.
[0034] In der Darstellung gemäß Fig. 4 ist ein Greifer 176 an einer Stelle 400 gezeigt,
an welcher der Greiferfinger 200 gerade die Vorderkante der Signatur 110 an die Abbremseinrichtung
402 freigibt. Sobald der Greifer 176 in Fig. 4 die Vorderkante freigibt, wird diese
von der dahinter angeordneten Abbremseinrichtung 402 erfaßt, zum Beispiel durch den
Greiferarm einer Abbremstrommel, die in US 5,452,886 und US 5,560,599 beschrieben
ist, die gemeinsam übertragen wurden. Diese Patente betreffen stufenlos regulierbare
Abbremstrommeln, die zur Verringerung der Transportgeschwindigkeit der geschnittenen
Signaturen zur nachgeordneten Verarbeitung verwendet werden. Diese Patente werden
hiermit durch Bezugnahme in ihrer Gesamtheit Bestandteil des Vorliegenden.
[0035] In der Darstellung gemäß Fig. 4 ist die erste Rollenketten-Transporteinrichtung 120
als sich in vertikaler Richtung der Darstellung unter die zweite Rollenketten-Transporteinrichtung
122 erstreckend gezeigt. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist diese Abweichung
in der Länge der beiden Rollenketten-Transporteinrichtungen vorgesehen, um Platz für
die Abbremseinrichtung 402 zu bieten, die sich entlang des gestrichelten Wegs 404
dreht.
[0036] Wie der Fachmann verstehen wird, wird die Transportgeschwindigkeit in Verbindung
mit der ersten Rollenketten-Transporteinrichtung mit einer Geschwindigkeit der Abbremseinrichtung
402 an dem Punkt synchronisiert, an dem der Greiferfinger 200 die Vorderkante an die
Abbremseinrichtung 402 an Position 400 freigibt. Die Abbremseinrichtung 402 verzögert
dann die Geschwindigkeit, mit der die Signatur in bekannter Art und Weise transportiert
wird.
[0037] In der Darstellung gemäß Fig. 4 ist eine davorgelegene Position 406 bezüglich einer
Vorderkante einer Signatur 108 gezeigt. An der davorgelegenen Position 406 hat sich
ein Greiferfinger 200 eines Greifers 176 entlang einer Oberfläche eines Bahnstrangs
zu der Greifposition gedreht, an der er eine Vorderkante des Bahnstrangs zu einem
Zeitpunkt ergriffen hat, der ungefähr dem des Abtrennens der mit der Signatur 108
verbundenen Hinterkante entspricht. Dieses Greifen der Vorderkante durch den Greiferfinger
200 in Fig. 4 entspricht dem Schritt 314 in Fig. 3. Der Greiferfinger 200 erhält einen
zwangsläufigen Griff an der Vorderkante der abgetrennten Signatur 108 aufrecht, um
die Signatur zu der dahinter angeordneten Position 400 zu transportieren, an der die
Signatur an die Abbremseinrichtung 402 freigegeben wird.
[0038] Dieser Beschreibung einer allgemeinen Konfiguration einer Transporteinrichtung zur
stufenlosen Regulierung während des Transports eines Bahnstrangs und/oder von diesem
abgetrennten Signaturen folgt nun eine nähere Erläuterung einer beispielhaften Art
und Weise, durch welche die Greiferfinger 200 und die Schlitze 202 so angetrieben
werden, daß sie eine Vorderkante eines Bahnstrangs greifen und danach öffnen, um die
Vorderkante der Signatur einer Einrichtung zur stufenlosen Regulierung freizugeben,
wie zum Beispiel die Abbremseinrichtung 402.
[0039] In Fig. 5 ist das Drehen der Greiferleisten und der zugehörigen Rollenleisten dargestellt.
Um das Drehen der Greifer- und Rollen-Halteleisten 178 und 182 zu ermöglichen, sind
die gegenüberliegenden Enden der Halteleisten drehbar angebracht. Zum Beispiel sind
die Halteleisten der Greifer und Rollen drehbar in Blöcken angebracht, die an die
erste und die zweite eine Schleife durchlaufende Antriebskette angebunden sind. Zum
Anbinden einer drehbaren Halteleiste an die Ketten-Transporteinrichtungen kann jeder
beliebige Koppelmechanismen verwendet werden. Hierzu zählen von der Browning Manufacturing
Inc., U.S.A., erhältliche Halterungen, wie in deren Katalog Nr. 11 von 1991 beschrieben.
[0040] Das Drehen der Greifer- und Rollenleisten bezüglich des bedruckbaren Materials wird
mittels einer Nockenbahn-Einrichtung erreicht. So wird zum Beispiel das Drehen der
Greifer bezüglich des bedruckbaren Materials durch eine Nockenbahn 500 der ersten
Ro`lenketten-Transporteinrichtung 120 reguliert. Eine ähnliche Nockenbahn ist bezüglich
der zweiten Rollenketten-Transporteinrichtung 122 der Fig. 1 vorgesehen. Zur Vereinfachung
der nachfolgenden Erläuterung sind in Fig. 5 jedoch nur die erste Rollenketten-Transporteinrichtung
120 und die zugehörige Nockenbahn dargestellt.
[0041] Jede der Greiferleisten wird durch die Wirkungsweise eines Nockenstößels 502 und
einer zugehörigen Gegenradanordnung gedreht, die zum Drehen der Halteleiste 178 betrieben
wird. Die Nockenbahn 500 umfaßt mehrere Abschnitte zum Drehen der Greifer, wobei jeder
Abschnitt mit einem unterschiedlichen Nockenbahnprofil ausgeführt ist. Ein erster
Abschnitt 504 der Nockenbahn 500 dreht die Halteleiste 178 und die daran angebrachten
Greiferfinger in eine erste Drehrichtung um einen ersten Drehwinkel (zum Beispiel
180 Grad) zur Greifposition, an der die Greiferfinger eine Vorderkante des Bahnstrangs
greifen, bevor eine Hinterkante einer Signatur von dem Bahnstrang getrennt wird. Ein
zweiter Abschnitt 505 der Nockenbahn 500 hält die Halteleiste 178 in einem festen
Drehzustand, in dem die Greifer die Vorderkante des Bahnstrangs im Griff behalten.
Ein dritter Abschnitt 506 der Nockenbahn dreht die Halteleiste 178 und die daran angebrachten
Greiferfinger in eine zweite Richtung entgegengesetzt zur ersten Richtung, um die
Vorderkante einer geschnittenen Signatur freizugeben.
[0042] In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 hat der erste Abschnitt 504 der Nockenbahn
500 ein ansteigendes Profil, das die Greiferfinger jeder Greiferleiste dazu veranlaßt,
die Vorderkante des Bahnstrangs zu greifen. Der zweite Abschnitt 505 der Nockenbahn
500 hat ein relativ flaches Profil, in dessen Verlauf die Greiferfinger die Vorderkante
im Griff behalten. Der dritte Abschnitt 506 der Nockenbahn 500 hat ein ansteigendes
Profil mit einer Neigung von entgegengesetzter Polarität im Vergleich zum ersten Abschnitt
504, um die Greiferfinger einer jeweiligen Greiferleiste zu veranlassen, die Signatur
freizugeben, wenn das Nockenstößel sich der nachgeschalteten Abbremseinrichtung nähert.
[0043] In Fig. 5 passiert die Halteleiste 178 jeder Greiferleiste die zweite eine Schleife
durchlaufende Antriebskette 130 der ersten Rollenketten-Transporteinrichtung 120,
um mit der Nockenbahn-Einrichtung zusammenzuwirken. Die Halteleisten 182 der Rollenleisten
gemäß Fig. 1 sind ähnlich ausgeführt.
[0044] Fig. 6 zeigt in genauerer Darstellung die Verbindung zwischen dem Nockenstößel 502
und der Halteleiste 178 einer Greiferleiste für den ersten und den zweiten Abschnitt
504 und 505 der Nockenbahn 500. Wie in Fig. 6 gezeigt, erstreckt sich die Halteleiste
178 über die zweite eine Schleife durchlaufende Antriebskette 130 hinaus (die der
Deutlichkeit halber in Fig. 6 nicht dargestellt ist) und durch einen Block 600, der
an verkettete Glieder der zweiten eine Schleife durchlaufende Antriebskette 130 in
herkömmlicher Weise angebracht ist, indem zum Beispiel ein von Browning Manufacturing
Inc., U.S.A., erhältliches Verbindungsglied verwendet wird.
[0045] Der Block 600 ist in bekannter Weise ausgeführt, um für eine drehbare Halterung der
Halteleiste 178 und eines ersten Nockengetriebes 602 zu sorgen. Der Fachmann wird
erkennen, daß die Halteleiste 178 bezüglich des Blocks 600 mittels eines innerhalb
des Blocks enthaltenen herkömmlichen Lagers oder einer drehbaren Vorrichtung dreht.
Eine ähnliche blockgleiche Verbindung kann verwendet werden, um das entgegengesetzte
Ende des Haltearms 178 (das heißt, das Ende des Haltearmes, das sich gegenüber der
Nockenbahn 500 befindet) drehbar anzubringen, und zwar an die erste eine Schleife
durchlaufende Antriebskette 124 der in Fig. 5 gezeigten ersten Rollenketten-Transporteimichtung
120. Der Fachmann wird erkennen, daß die zur Halterung des ersten Nockengetriebes
602 der Fig. 6 verwendete Welle eine kleine Flanschwelle oder ein Bundbolzen sein
kann, der drehbar an den Block 600 angebracht wird, indem eine herkömmliche Verbindungsvorrichtung,
zum Beispiel ein Lager oder eine andere Drehverbindung, verwendet wird. Ein zweites
Nockengetriebe 604 der Fig. 6 ist an einem Ende der Halteleiste 178 neben der Nockenbahn
500 vorgesehen und ist daran fest angebracht, um die Halteleiste 178 in Antwort auf
die Drehung des ersten Nockengetriebes 602 zu drehen.
[0046] Das erste und das zweite Nockengetriebe 602 und 604 sind in Eingriff befindlich so
angeordnet, daß das zweite Nockengetriebe 604 mit dem ersten Nockengetriebe 602 sich
um einen Drehwert dreht, der durch das Übersetzungsverhältnis zwischen den Zähnen
dieser Getriebe vorgegeben wird. Die zur drehbaren Halterung des ersten Nockengetriebes
602 bezüglich des Blocks 600 verwendete Welle wird auch zur festen Anbringung eines
Nocken-Hebelarms 606 verwendet. Der Nocken-Hebelarm kann zum Beispiel fest an die
Welle des ersten Nockengetriebes 602 in beliebiger herkömmlicher Weise angebracht
werden (z.B. Verschrauben, Schweißen, usw.).
[0047] Wie in dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 dargestellt, ist der Nocken-Hebelarm
606 zum Drehen des ersten Nockengetriebes 602 um 90 Grad ausgeführt, wenn der Nockenstößel
502 das Nieder- bis Hochprofil des ersten Nockenbahnabschnitts 504 durchläuft. Von
der rechten Seite des Blattes des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 6 betrachtet, dreht
das zweite Nockengetriebe 604 im Rechtslauf während der Bewegung des Nockenstößels
entlang dem ersten Nockenbahnabschnitt 504 in Antwort auf das erste Nockengetriebe
602, das während des ersten Abschnitts 504 der Nockenbahn 500 im Linkslauf dreht.
[0048] In einem Ausführungsbeispiel ist das Übersetzungsverhältnis so eingestellt, daß eine
90-Grad-Drehung des ersten Nockengetriebes 602 eine 180-Grad-Drehung des zweiten Nockengetriebes
604 und somit der Greifer-Halteleiste 178 bewirkt. In Fig. 6 werden an einer Stelle
608 das zweite Nockengetriebe 604 und die Greifer-Halteleiste 178 nach einer Drehung
um 90 Grad aus ihrem Ausgangspunkt aufgrund einer 45-Grad-Drehung des ersten Nockengetriebes
602 und des Nocken-Hebelarms 606 durch den Nockenstößel 502 gezeigt. Die Greifer-Halteleiste
wird dann nach einer Drehung in eine Greifposition 610 im unteren Teil der Fig. 6
gezeigt, in die sie sich um 180 Grad aus ihrer Ausgangsstellung aufgrund einer 90-Grad-Drehung
des ersten Nockengetriebes 602 und des Nocken-Hebelarms 606 gedreht hat.
[0049] Während der Nockenstößel 502 den ersten Nockenbahnabschnitt 504 von der Nieder-zur
Hochzone durchläuft, werden die Greiferfinger 200 dadurch veranlaßt, mit der Halteleiste
178 im Uhrzeigersinn zur Greifposition zu drehen. Die Rollenleisten gemäß Fig. 1 sind
für einen Betrieb mittels einer ähnlichen Nockenbahn-Einrichtung ausgeführt, die deren
Drehen im Uhrzeigersinn bewirkt, das im Gleichlauf mit der Drehung der Greiferleisten
erfolgt. Dieses Drehen der Greifer- und Rollenleisten setzt sich bis zur Hochzone
des Nockenbahnabschnitts 504 gemäß Fig. 5 fort.
[0050] Sobald der Nockenstößel 502 den relativ flachen zweiten Abschnitt 505 der Nockenbahn
500 erreicht, wird ein Weiterdrehen der Greifer-Halteleiste 178 eingestellt, und die
Halteleiste 178 wird in einer festen Drehposition gehalten. Auch hier werden die Rollen-Halteleisten
in ähnlicher Weise betrieben.
[0051] Während der Durchquerung des dritten Abschnitts durch den Nockenstößel 502 erfolgt
ein Rückwärtsdrehen der Greifer-Halteleite 178 in eine Richtung, die der Richtung
entgegengesetzt ist, die durch den ersten Nockenbahnabschnitt 504 bewirkt wird. Ein
ähnliches Rückwärtsdrehen einer zugehörigen Rollen-Halteleiste erfolgt im Gleichlauf
mit dem Rückwärtsdrehen der Greifer-Halteleiste. Das heißt, die Drehrichtungen der
Greifer-und Rollen-Halteleisten sind gegenläufig, wenn die Nockenstößel die Hochzone
zur Niederzone des Nockenbahnabschnitts 506 durchqueren. Dieses gegenläufige Drehen
der Halteleisten für die Greifer- und Rollenleistenpaare führt dazu, daß die Greiferfinger
öffnen, um eine Signatur an die nachgeschaltete Zone mit Zwangsbedingungen freizugeben,
zum Beispiel den Greifarm der Abbremstrommel.
[0052] Der Fachmann wird natürlich erkennen, daß eine beliebige Anzahl von Nockenbahnen-Ausführungen
verwendet werden kann, um jede gewünschte Wirkung zu erreichen (wie zum Beispiel jedes
beliebige Drehmaß), und daß die Erfindung nicht auf die genaue Nockenbahn-Vorrichtung
beschränkt ist, die in Fig. 5 und Fig. 6 dargestellt ist. Der Fachmann wird auch erkennen,
daß das zwischen dem ersten und dem zweiten Nockengetriebe 602 und 604 gewählte Übersetzungsverhältnis
sowie jeder andere Teil der Verkettung in jeder gewünschten Art und Weise gewählt
werden können, um jedes gewünschte Drehmaß der Halteleisten 178 und 182 zu erreichen.
[0053] Weiterhin wird der Fachmann erkennen, daß, wenngleich die Nockenbahn 500 der Fig.
6 auf einer rechten Seite der ersten Rollenketten-Transporteinrichtung gezeigt ist,
die Erfindung nicht dahingehend beschränkt ist. Vielmehr kann die Nockenbahn auf jeder
Seite der ersten und der zweiten Rollenketten-Transporteinrichtung vorgesehen werden.
Der Fachmann wird auch erkennen, daß die Greifer, Rollen und Traversen sowie alle
anderen Komponenten der hierin beschriebenen Ausführungsbeispiele unter Verwendung
beliebiger herkömmlicher Materialien ausgeführt werden können. Die Rollen und Greifer
können beispielsweise unter Verwendung von Material mit einem höheren Reibungskoeffizienten
ausgeführt werden, wie zum Beispiel Gummi oder Urethan. Die Greiferfinger können als
federähnliche Elemente mittels Federstahl und die Traversen mit Stahlwellen ausgeführt
werden. Die gemäß den Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung verwendeten
Getriebe können ebenfalls auch aus beliebigem Material ausgeführt sein, einschließlich,
ohne jedoch darauf beschränkt zu sein, Kunststoff oder ein beliebiges Metall (zum
Beispiel Bronze, Stahl usw.). Die Nocken-Hebelarme können in ähnlicher Weise aus beliebigem,
leicht erhältlichen Material ausgeführt sein. Darüber hinaus kann eine beliebige Zahl
von Greifern oder Rollen an den Greifer- bzw. Rollen-Halteleisten vorgesehen werden.
LISTE DER BEZUGSZEICHEN
[0054]
- 100
- Transporteinrichtung
- 102
- Schneidzylinderpaar
- 104
- Bahnstrang
- 106
- Transportweg
- 108
- Signatur
- 110
- Signatur
- 112
- Messerzylinder
- 114
- Amboßzylinder
- 116
- Richtung
- 118
- Richtung
- 120
- erste Rollenketten-Transporteinrichtung
- 122
- zweite Rollenketten-Transporteinrichtung
- 124
- erste eine Schleife durchlaufende Antriebskette
- 126
- erstes Getriebe
- 128
- zweites Getriebe
- 130
- zweite eine Schleife durchlaufende Antriebskette
- 132
- erstes Getriebe
- 134
- zweites Getriebe
- 136
- erste eine Schleife durchlaufende Antriebskette
- 138
- erstes Getriebe
- 140
- zweites Getriebe
- 142
- zweite eine Schleife durchlaufende Antriebskette
- 144
- erstes Getriebe
- 146
- zweites Getriebe
- 148
- erste Drehrichtung
- 150
- zweite Drehrichtung
- 152 - 164
- Greiferleisten
- 166 - 174
- Rollenleisten
- 176
- Greifer
- 178
- Halteleiste
- 180
- Rollen
- 182
- Halteleiste
- 200
- Greiferfinger
- 202
- Schlitze
- 300
- erster Schritt
- 302
- zweiter Schritt
- 304
- dritter Schritt
- 306
- vierter Schritt
- 308
- fünfter Schritt
- 310
- sechster Schritt
- 312
- siebter Schritt
- 314
- achter Schritt
- 316
- Drehpunkt
- 318
- Schlitz
- 320
- Öffnung
- 326
- Pfeil
- 328
- Pfeil
- 400
- Position
- 402
- Abbremseinrichtung
- 404
- Weg
- 406
- Position
- 500
- Nockenbahn
- 502
- Nockenstößel
- 504
- erster Abschnitt
- 505
- zweiter Abschnitt
- 506
- dritter Abschnitt
- 600
- Block
- 602
- erstes Nockengetriebe
- 604
- zweites Nockengetriebe
- 606
- Nocken-Hebelarm
- 608
- Stelle
- 610
- Greifposition
1. Vorrichtung zur stufenlosen Regulierung eines bedruckbaren Materials, das in einem
Drucksystem verarbeitet wird, wobei diese Vorrichtung folgendes umfaßt:
Vorrichtung zum Kontaktieren eines bedruckbaren Materials von der ersten und der zweiten
Seite des bedruckbaren Materials, und
Vorrichtung zum Antreiben der Kontaktierungsvorrichtung entlang eines Transportwegs
des bedruckbaren Materials im Gleichlaufmit dem bedruckbaren Material.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebsvorrichtung weiterhin mindestens eine erste Rollenketten-Transporteihrichtung
umfaßt, die auf einer ersten Seite eines Transportwegs des bedruckbaren Materials
angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebsvorrichtung weiterhin eine zweite Rollenketten-Transporteinrichtung
umfaßt, die auf einer zweiten Seite des Transportwegs der ersten Seite gegenüberliegend
angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktierungsvorrichtung weiterhin mindestens eine Greiferleiste umfaßt,
die mindestens eine Vorrichtung zum Greifen einer Kante des bedruckbaren Materials
umfaßt, wobei mindestens eine Greiferleiste drehbar an der starren Rollenketten-Transporteinrichtung
angebracht ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktierungsvorrichtung weiterhin mindestens eine Rollenleiste zum Kontaktieren
des bedruckbaren Materials im Gleichlauf mit mindestens einer Greiferleiste umfaßt,
wobei mindestens eine Rollenleiste drehbar an der zweiten Rollenketten-Transporteinrichtung
angebracht ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Greifvorrichtung weiterhin einen federähnlichen Greiferfinger
zum Greifen der Kante des bedruckbaren Materials umfaßt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebsvorrichtung weiterhin eine Nockenbahn-Einrichtung zum Drehen von mindestens
einer Greiferleiste bezüglich des bedruckbaren Materials umfaßt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Nockenbahn-Einrichtung mindestens eine Rollenleiste im Gleichlauf mit mindestens
einer Greiferleiste dreht, wobei die Rollenleiste weiterhin mindestens einen Schlitz
zur Aufnahme des federähnlichen Greiferfingers während der Drehung der Greifervorrichtung
umfaßt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Nockenbahn-Einrichtung weiterhin einen ersten Abschnitt zum Drehen der Greifervorrichtung
in eine erste Richtung, einen zweiten Abschnitt zum Halten der Greifervorrichtung
in einem festen Drehzustand, und einen dritten Abschnitt zum Drehen der Greifervorrichtung
in eine zweite Richtung entgegengesetzt zur ersten Richtung umfaßt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebseinrichtung weiterhin eine Vorrichtung zur wirksamen Verknüpfung von
mindestens einer Greiferleiste mit der Nockenbahn-Einrichtung zur Regulierung der
Drehung von mindestens einer Greifervorrichtung bezüglich des bedruckbaren Materials
umfaßt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verknüpfungsvorrichtung weiterhin mindestens ein Getriebe zum drehbaren Antrieb
der Greiferleiste, einen Nockenstößel zum drehbaren Kontaktieren der Nockenbahn-Einrichtung
und einen Nocken-Hebelarm zum wirksamen Verbinden des Nockenstößels mit mindestens
einem Getriebe umfaßt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein Getriebe der Verknüpfungsvorrichtung weiterhin ein erstes Nockengetriebe,
das wirksam mit dem Nocken-Hebelarm verbunden ist und ein zweites Getriebe, das in
das erste Getriebe eingreifend angeordnet und fest mit mindestens einer Greiferleiste
verbunden ist, umfaßt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12 , welche weiterhin folgende Merkmale umfaßt:
Mindestens ein Schneidzylinderpaar zum Abtrennen des bedruckbaren Materials in einer
Richtung quer zu einer Zuführrichtung des bedruckbaren Materials, wobei das Schneidzylinderpaar
so konfiguriert ist, daß mindestens eine Greiferleiste und
mindestens eine Rollenleiste zwischen dem ersten und dem zweiten Zylinder des Schneidzylinderpaars
im Gleichlaufmit der Drehung des ersten und des zweiten Zylinders passieren können.
14. Verfahren zur stufenlosen Regulierung eines bedruckbaren Materials, das in einem Drucksystem
verarbeitet wird, wobei dieses Verfahren aus folgenden Schritten besteht:
Kontaktieren eines bedruckbaren Materials von einer ersten und einer zweiten Seite
des bedruckbaren Materials mit einer Kontaktierungsvorrichtung und Antreiben der Kontaktierungseinrichtung
entlang eines Transportwegs des bedruckbaren Materials im Gleichlauf mit dem bedruckbaren
Material.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Antriebsschritt weiterhin einen Schritt zum Regulieren der Antriebsvorrichtung
zum Durchlaufen des Transportwegs mit einer Geschwindigkeit umfaßt, die höher ist
als die, mit der das bedruckbare Material den Transportweg entlang transportiert wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schritt des Kontaktierens weiterhin folgende Schritte umfaßt:
Kontaktieren des bedruckbaren Materials an einer Stelle vor einem Schneidvorgang,
bei dem das bedruckbare Material in einer Richtung quer zu einer Zuführrichtung des
bedruckbaren Materials abgetrennt wird, und Bewegen der Kontaktierungsvorrichtung
über eine Oberfläche des bedruckbaren Materials während dessen Transport zu einer
Stelle, an der die Kontaktierungsvorrichtung eine Kante des bedruckbaren Materials
ergreift, das während dieses Schneidvorgangs geschnitten wurde.
17. Verfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schritt des Kontaktierens weiterhin einen Schritt eines Drehens von mindestens
einer Greiferleiste umfaßt, die einen federähnlichen Greiferfinger über einer Oberfläche
des bedruckbaren Materials während des Transport des bedruckbaren Materials hat.
18. Verfahren nach Anspruch 17, das weiterhin einen Schritt eines Antreibens der Kontaktierungsvorrichtung
im Gleichlauf mit dem Schneidvorgang umfaßt.
19. Verfahren nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schritt des Kontaktierens weiterhin folgende Schritte umfaßt:
Drehen der Greiferleiste in eine erste Richtung zum Ergreifen der geschnittenen Ecke
des bedruckbaren Materials und Drehen der Greiferleiste in eine zweite Richtung entgegengesetzt
zur ersten Richtung, um die geschnittene Kante des bedruckbaren Materials freizugeben.
20. Transportvorrichtung zum Herstellen einer stufenlosen Regulierung eines bedruckbaren
Materials, das durch ein Drucksystem verarbeitet wird, wobei das Transportsystem folgende
Merkmale umfaßt:
Mindestens eine erste Rollenketten-Transporteinrichtung, die sich auf der ersten Seite
eines Transportwegs eines bedruckbaren Materials befindet;
Mindestens eine zweite Rollenketten-Transporteinrichtung, die sich auf einer zweiten
Seite des Transportwegs befindet;
Mindestens eine Greiferleiste in wirksamer Verbindung mit mindestens der ersten Rollenketten-Transporteinrichtung,
und
mindestens eine Rollenleiste in wirksamer Verbindung mit der mindestens einen zweiten
Rollenketten-Transporteinrichtung, wobei mindestens eine Greiferleiste und mindestens
eine Rollenleiste im Gleichlauf mit dem bedruckbaren Material angetrieben werden.
21. Transporteinrichtung nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Greiferleiste weiterhin mindestens eine Vorrichtung zum Greifen
einer Kante des bedruckbaren Materials umfaßt.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Greifervorrichtung weiterhin einen federähnlichen Greiferfinger
zum Ergreifen der Kante des bedruckbaren Materials umfaßt.
23. Transporteinrichtung nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Rollenleiste weiterhin einen Schlitz zur Aufnahme des federähnlichen
Greiferfingers während der Drehung von mindestens einer Greifervorrichtung im Gleichlaufmit
der Drehung von mindestens einer Rollenleiste umfaßt.
24. Transporteinrichtung nach Anspruch 23, die weiterhin folgende Merkmale umfaßt:
Eine Nockenbahn-Vorrichtung zum Drehen von mindestens einer Greiferleiste und
mindestens einer Rollenleiste bezüglich des bedruckbaren Materials, wobei die Nockenbahn-Vorrichtung
weiterhin einen ersten Abschnitt zum Drehen der Greiferleiste und der Rollenleiste
in eine erste Richtung, einen zweiten Abschnitt zum Halten der Greiferleiste und der
Rollenleiste in einem festen Drehzustand und
einen dritten Abschnitt zum Drehen der Greiferleiste und der Rollenleiste in eine
zweite Richtung entgegengesetzt zur ersten Richtung umfaßt.