[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Kraftfahrzeug-Wagenheber mit ankuppelbarer Elektromotor-Antriebsvorrichtung
gemäß Patentanspruch 1. Kraftfahrzeug-Wagenheber mit an deren Antriebswelle ansteckbarer
Elektromotor-Antriebsvorrichtung sind durch die DE 16 03 765 A1 bzw. die DE 78 17
326 U1 bekannt.
[0002] Im Fall der DE 16 03 765 A1 ist die Abtriebswelle des Elektromotors eines revolverförmigen
Handwerkzeuges mit einer Fassung für Steckschlüssel kuppelbar, der auf den Abtriebszapfen
des Wagenhebers aufsteckbar ist; zwischen Elektromotor und Abtriebszapfen kann zusätzlich
ein Untersetzungsgetriebe vorgesehen sein. Beim motorischen Antrieb des Wagenhebers
durch das Handwerkzeug ist dieses von der Bedienperson zu führen und zu halten.
[0003] Durch die DE 78 17 326 U1 ist eine an die Stromquelle eines Autos anschließbare Hebevorrichtung
bekannt, die aus einem Gleichstrommotor und einem damit fest verbundenen Getriebe
besteht, wobei der Gleichstrommotor und das Getriebe eine bauliche Einheit darstellen
und das Getriebe mit einer oder mehreren, mit unterschiedlicher Drehzahl umlaufenden
Abtriebswellen versehen ist, die jeweils als Aufsteckwelle auf eine entsprechende
Aufsteckvorrichtung einer Spindel eines Parallogramm-Wagenhebers aufsteckbar sind;
auch in diesem Fall bleibt die Führung und Halterung der Elektromotor-Antriebsvorrichtung
allein der jeweiligen Bedienperson überlassen.
[0004] Gemäß Aufgabe vorliegender Erfindung soll die Bedienung eines Kraftfahrzeug-Wagenhebers
mit einer angekuppelten Elektromotor-Antriebsvorrichtung, insbesondere hinsichtlich
der körperlichen Belastung der Bedienperson, vereinfacht werden.
[0005] Die Lösung der vorgenannten Aufgabe gelingt erfindungsgemäß durch einen Kraftfahrzeug-Wagenheber
gemäß der Lehre des Patentanspruchs 1; vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
sind jeweils Gegenstand der Unteransprüche.
[0006] Bei den erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug-Wagenheber wird bei dem Ankuppelvorgang der
Elektromotor-Antriebsvorrichtung an den Wagenheber die Antriebsvorrichtung durch die
formschlüssige Fixierung derart gesichtert, das die Bedienperson selbst nicht mehr
dem Rückdrehmoment entgegenwirken muß, das nach dem Einschalten der Elektromotor-Antriebsvorrichtung
in Gegendrehrichtung zur Antriebsdrehrichtung des Wagenhebers entsteht.
[0007] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist die formschlüssige Fixierung durch eine
tangentiale Verklink-Schwenkbewegung nach einer vorherigen formschlüssigen axialen
Kupplungs-Steckbewegung, jeweils relativ zur Antriebswelle des Wagenhebers, vorgesehen;
dadurch kann zunächst beim Ankuppeln eine axiale Steckkupplung zur formschlüssigen
motorischen Antriebsverbindung - z.B. nach Art einer Zahnstangenverbindung - in ihrer
Ausrichtung unabhängig von dem Fixierungsvorgang erfolgen und anschließend, bei gleichzeitigem
Mitdrehen der bereits erfolgten Kupplungs-Steckverbindung, die Elektromotor-Antriebsvorrichtung
ohne Behinderung durch eine bestimmte Steck-Ausrichtung durch Verschwenken der Elektromotor-Antriebsvorrichtung
relativ zu dem Wagenheber in ihre Fixierungsverbindung zu dem Wagenheber gebracht
werden.
[0008] In vorteilhafter Weise ist als Elektromotor-Antriebsvorrichtung ein an sich vorhandener
, z.B. durch die EP 0 133 527 B2 bekannter, Kraftfahrzeug-Fensterheberantrieb vorgesehen,
dessen Getriebe-Abtriebswelle mit der Antriebswelle eines Wagenhebers, insbesondere
eines über die gleiche Steckkupplung auch durch eine Handkurbel antreibbaren üblichen
Standard-Wagenhebers, vorgesehen.
[0009] Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gemäß Merkmalen
der Unteransprüche werden im folgenden anhand eines schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels
anhand eines Säulen-Wagenhebers in der Zeichnung näher erläutert; darin zeigen:
- FIG 1
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug-Wagenhebers in gegenseitiger
Explosionsdarstellung von Wagenheber, wagenheberseitigem Fixierungsteil und Elektromotor-Antriebsvorrichtung
mit bereits montierter motorseitiger Fixierungshilfe;
- FIG 2
- in einem um 90° gegenüber FIG 1 gedrehten Blickwinkel die bereits an den Wagenheber
angekuppelte, jedoch noch nicht in ihre Fixierungsstellung verschwenkte Elektromotor-Antriebsvorrichtung;
- FIG 3
- die Anordnung gemäß FIG 2 nach ihrem Verschwenken in die formschlüssige Fixierungsstellung;
- FIG 4
- die Anordnung gemäß FIG 1 nach ihrer betriebsfertigen gegenseitigen Ankupplung und
formschlüssigen Fixierung.
[0010] Die Ausführungsbeispiele erläutern die Erfindung anhand eines Säulen-Wagenhebers
3, der in seinem grundsätzlichen Aufbau z.B. durch die DE 16 03 765 A1 bekannt ist.
In einer Hubsäule wird in hier nicht näher beschriebener Weise eine Spindel über ein
Kegelgetriebe 3.3 von einer Antriebswelle 3.2 in der einen oder anderen Drehrichtung
angetrieben, wodurch ein Spindelschlitten mit einer Auflage 3.4 für das zu hebende
oder zu senkende Kraftfahrzeug entlang der Spindel auf- und abbewegt wird. Die erfindungsgemäße
formschlüssige Fixierung der Elektromotor-Antriebsvorrichtung ist nicht auf die Anwendung
bei einem Säulen-Wagenheber beschränkt, sondern kann in äquivalenter Weise auch für
einen Parallelogramm-Wagenheber angewendet werden, der z.B. durch die DE 78 17 326
U1 bekannt ist.
[0011] Für den motorischen Antrieb der Spindel des Wagenhebers 3 ist eine Elektromotor-Antriebsvorrichtung
1;2 vorgesehen, die aus einer Baueinheit eines Elektromotors 1 und eines daran angeflanschten
Getriebes 2 besteht. In vorteilhafter Weise ist für eine derartige Elektromotor-Antriebsvorrichtung
ein an sich bekannter, bereits in Serienproduktion befindlicher Kraftfahrzeug-Fensterheberantrieb
vorgesehen, wie er z.B. aus FIG 1 der EP 0 133 527 B1 entnehmbar ist.
[0012] Zur Drehmomentübertragung von der Elektromotor-Antriebsvorrichtung 1;2 auf die Spindel
des Wagenhebers 3 ist die Elektromotor-Antriebsvorrichtung 1;2 durch eine axiale Kupplungs-Steckbewegung
in Richtung F mit ihrer Abtriebswelle 2.1 in eine Kupplung 3.1 mit der Antriebswelle
3.2 des Wagenhebers 3 im Sinne einer formschlüssigen Drehmitnahme einsteckbar; zur
formschlüssigen Drehmitnahme ist zweckmäßigerweise eine Zahnstangen-Mitnahme derart
vorgesehen, daß z.B. die Abtriebswelle 2.1 der Elektromotor-Antriebsvorrichtung 1;2
mit einer Außenzahnung und die hülsenförmige Kupplung 3.1 mit einer korrespondierenden
Innenzahnung versehen ist.
[0013] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Kupplung 3.1 als Universal-Kupplung
derart ausgebildet, daß gegebenenfalls anstelle der Abtriebswelle 2.1 der Elektromotor-Antriebsvorrichtung
1;2 auch eine Handkurbel mit entsprechender Außenzahnung einsetzbar und derart im
Notbetrieb der Wagenheber auch händisch durch eine Handkurbel betätigbar ist.
[0014] Ausgehend von einem ansonsten unverändert übernommenen für einen Handbetrieb vorgesehenen,
gebenenfalls nur durch die Universal-Kupplung 3.1 ergänzten, Wagenheber ist zur formschlüssigen
Fixierung der ankuppelbaren Elektromotor-Antriebsvorrichtung 1;2 in fertigungs- und
montagetechnisch besonders einfacher Weise eine gesonderte wagenheberseitige Fixierungshilfe
4 vorgesehen, die - wie insbesondere aus der Explosionsdarstellung gemäß FIG 1 und
der Fertig-Darstellung gemäß FIG 4 ersichtllich - mit die Hubsäule des Wagenhebers
beidseitig umgreifenden Gabeln 4.2 durch Aufdrücken bzw. Aufclipsen am Wagenheber
3 befestigbar ist.
[0015] Die Fixierungshilfe 4 ist mit einem vorstehenden Fixierungsnocken 4.1 versehen, der
in der Endmontagestellung im Sinne einer Verklinkung in eine Fixierungsausnehmung
5.1 einer Gegenfixierungshilfe 5 eingreift, die in fertigungs- und montagetechnisch
besonders einfacher Weise hülsenförmig vom freien Ende des Elektromotors 1 auf diesen
axial aufgeschoben bzw. aufgedrückt ist. Die endgültige Sicherung zwischen dem Fixierungsnocken
4.1 der Fixierungshülse 4 einerseits und der Fixierungsausnehmung 5.1 der Gegenfixierungshilfe
5 andererseits erfolgt durch einen Fixierungsstift 6, der in eine Stiftbohrung 5.2
der Gegenfixierungshilfe 5 eingesteckt und dabei durch eine Stiftbohrung 4.11 des
in die Fixierungsausnehmung 5.1 eingesteckten Fixierungsstiftes 4.1 durchgesteckt
ist.
[0016] Eine vorteilhafte Unabhängigkeit der Ausrichtung von Elektromotor-Antriebsvorrichtung
1;2 und Wagenheber 3 bei der axialen Kupplungs-Steckbewegung einerseits von der Fixierungs-Schwenkbewegung
andererseits ist nach einer Ausgestaltung der Erfindung dadurch möglich, daß - wie
insbesondere aus FIG 2 im Vergleich zu FIG 3,4 ersichtlich - zunächst durch eine axiale
Kupplungs-Steckbewegung in Richtung F die Abtriebswelle 2.1 des Getriebes 2 der Elektromotor-Antriebsvorrichtung
1;2 in formschlüssigen Eingriff mit der Kupplung 3.1 des Wagenhebers 3 bringbar und
anschließend durch tangentiales Verschwenken in Richtung S aus der Einstecklage gemäß
FIG 2 in die Endlage gemäß FIG 3 die Elektromotor-Antriebsvorrichtung 1;2 an dem Wagenheber
3 durch Eingriff des Fixierungnocken 4.1 in die Fixierungsaufnahme 5.1 mit Durchstecken
des Fixierungsstiftes 6 fixierbar ist.
[0017] Zur einfachen Abstandssicherung der Fixierungshilfe 4 relativ zur Hubsäule des Wagenhebers
3, derart daß beim Verschwenken der Elektromotor-Antriebsvorrichtung 1;2 der Fixierungsnocken
4.1 mit Sicherheit in die Fixierungsausnehmung 5.1 einsteckbar ist, weist die Fixierungshilfe
4 einen Justierarm 4.3 in Richtung der Hubsäule des Wagenhebers 3 auf, der mittels
einer gegen die Hubsäule vorstehenden Justierarm-Fixierung 4.31 mit einer abstandsgenauen
Justierarm-Gegenfixierung 3.5 der Hubsäule - z.B. durch Einclipsen - in Eingriff bringbar
ist.
[0018] In an sich bekannter Art wird die Elektromotor-Antriebsvorrichtung 1;2 über eine
Anschlußleitung 7 und einen Anschlußstecker 7.1 aus dem Bordnetz des Kraftfahrzeuges,
insbesondere aus einer bereits installierten Zigarrenanzünder-Steckdose, gespeist.
[0019] Mittels eines hier als Wipptaste vorgesehenen Drehrichtungsschalters 8 ist die Stromrichtung
des Speisestroms für den vorzugsweise als Kommutatormotor ausgebildeten Elektromotor
umkehrbar und dementsprechend die Hubrichtung des Auflegers 3.4 des Wagenhebers 3
änderbar.
1. Kraftfahrzeug-Wagenheber mit ankuppelbarer Elektromotor-Antriebsvorrichtung, dessen
Elektromotor-Antriebsvorrichtung (1;2) bei der Ankupplung gleichzeitig im Sinne einer
Rückdrehsicherung an dem Wagenheber (3) formschlüssig fixierbar ist.
2. Kraftfahrzeug-Wagenheber nach Anspruch 1
- mit Verwendung eines üblichen handbetätigbaren Wagenhebers (3) mit einer Kupplung
für die Elektromotor-Antriebsvorrichtung (1;2).
3. Kraftfahrzeug-Wagenheber nach Anspruch 2
- mit einer Universalkupplung (3.1) sowohl für eine Handkurbel-Antriebsvorrichtung
als auch für eine Elektromotor-Antriebsvorrichtung (1;2).
4. Kraftfahrzeug-Wagenheber nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 1-3
- mit einer formschlüssigen Steck-Universalkupplung (3.1) zwischen der axialen Abtriebswelle
(2.1) der Elektromotor-Antriebsvorrichtung (1;2) und einer Antriebswelle (3.2) des
Wagenhebers (3).
5. Kraftfahrzeug-Wagenheber nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 1-3
- mit einer formschlüssigen Fixierung der Elektromotor-Antriebsvorrichtung (1;2) durch
eine tangentiale Verklink-Schwenkbewegung (S) nach einer vorherigen formschlüssigen
axialen Kupplungs-Steckbewegung (F) jeweils relativ zur Antriebswelle (3.2) des Wagenhebers
(3).
6. Kraftfahrzeug-Wagenheber nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 1-5
- mit einer an dem Wagenheber (3) angeordneten, insbesondere anclipsbaren, Fixierungshilfe
(4) zur Fixierungsaufnahme der Elektromotor-Antriebsvorrichtung (1;2).
7. Kraftfahrzeug-Wagenheber nach Anspruch 6
- mit einer die Hubsäule eines Säulen-Wagenhebers (3) gabelartig umgreifenden Fixierungshilfe
(4).
8. Kraftfahrzeug-Wagenheber nach Anspruch 6 und/oder 7
- mit einer an der Elektromotor-Antriebsvorrichtung (1;2) angeordneten, insbesondere
hülsenartig auf das freie Ende des Elektromotors (1) aufsteckbaren, Gegen-Fixierungshilfe
(5).
9. Kraftfahrzeug-Wagenheber nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 1-8
- mit einem Fixierungsnocken (4.1) bzw. einer Fixierungsausnehmung als Teil der Fixierungshilfe
(4) bzw. einer zu dem Fixierungsnocken (4.1) korrespondierenden Fixierungsausnehmung
(5.1) bzw. einem zu der Fixierungsausnehmung korrespondierenden Fixierungsnocken als
Teil der Gegen-Fixierungshilfe (5).
10. Kraftfahrzeug-Wagenheber nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 1-9
- mit einer Elektromotor-Antriebsvorrichtung (1;2) mit einem aus dem Kraftfahrzeug-Bordnetz
speisbaren Elektromotor (1), insbesondere Kommutatormotor.
11. Kraftfahrzeug-Wagenheber nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 1-10
- mit einer Elektromotor-Antriebsvorrichtung (1;2) bestehend aus einem Elektromotor
(1) und einem angekoppelten Untersetzungsgetriebe (2).
12. Kraftfahrzeug-Wagenheber nach Anspruch 11
- mit Verwendung eines an sich bekannten elektromotorischen Kraftfahrzeug-Fensterheberantriebes
bzw. Kraftfahrzeug-Schiebedachantriebes als Elektromotor-Antriebsvorrichtung (1;2).