[0001] Die Erfindung betrifft Kraftfahrzeuge, bei denen die Karosserie zumindest in Teilen
nicht mehr in herkömmlicher Weise aus Blech oder als selbsttragender Blechkörper hergestellt
wird. So zeichnet sich ab, daß in Zukunft vermehrt Teile oder Bereiche der Karosserie
und sogar komplette Karossen aus Kunststoff hergestellt werden oder daß man Rahmenkonstruktionen
mit einer Beplankung aus Kunststoff versieht. Kunststoffe werden auch, mit entsprechender
Veredelung, Oberflächenbehandlung und Beschichtung, als Material für Kfz-Fensterscheiben
Verwendung finden.
[0002] Je nach dem Grad der Substitution der bisher üblichen Werkstoffe können sich vollkommen
neue Voraussetzungen und Bedingungen für die Auswahl und die Ausführung von Antennen
für Empfangs- und bzw. oder Sendebetrieb und für ihre Zuordnung zum Fahrzeug ergeben.
Hinzu kommt, daß die Zahl der Antennen für verschiedenartige Aufgaben, die am Fahrzeug
installiert werden müssen, zunimmt. So sind in der Endkonsequenz nicht wenige neue
Antennen mit unterschiedlichen Frequenzbereichen und Strahlungscharakteristika zusätzlich
zu den heute bekannten Systemen in das moderne Fahrzeug zu integrieren.
[0003] Die neuen Prämissen für die Antennenkonfiguration resultieren vor allem aus einer
veränderten Beeinflussung des elektromagnetischen Felds, innerhalb dessen sich das
Fahrzeug befindet bzw. bewegt. Der Fahrzeugkörper stellt sich bisher dar als eine
Art Quader aus Blech. Ein Teil der Dachfläche ruht gemeinhin auf stabartigen Elementen,
den Holmen, zwischen denen sich große, im wesentlichen rechteckige Öffnungen - Fenster
- befinden, die mit dielektrischem Material - Glasscheiben verschlossen sind. Dieses
Gebilde befindet sich dicht über der großen Masse der Erdoberfläche und ist von einem
elektromagnetischen Feld umgeben, das aus einer Vielzahl von Quellen herrührt, darunter
den Sendern, deren Signale empfangen werden sollen. Darüber hinaus kann das Fahrzeug
selbst sendende Strahler tragen.
Die Metallteile der Karosserie und das Dielektrikum der Scheiben führen zu einer charakteristischen
Verformung des umgebenden Felds und zu unterschiedlichen Feldkonzentrationen um das
Fahrzeug herum und im Bereich der Fensteröffnungen. Aus diesem Feld werden heute vor
allem mit Stabantennen und mit Strahlerstrukturen in den Fensterscheiben Signale ausgekoppelt.
Dabei unterstützt die metallische Karosserie zum einen, in bestimmten Bereichen, die
Funktion der Antennen als Wellentypwandler und Koppelelemente, und zum anderen liefern
die Metallflächen das notwendige Massepotential für die Antennen.
[0004] Wenn nun einige oder alle Blechflächen des Fahrzeugs durch solche aus Kunststoff
ersetzt werden, dann wird die Feldbildung und Feldkonzentration um das Fahrzeug herum
geändert, und das Massepotential, als das man das Fahrzeug betrachten kann, fehlt
oder ändert sich gravierend.
Die Folge ist, daß sich die Bedingungen für Auswahl und Anordnung der Antennen ändern
bzw. daß bestimmte Konfigurationen gar nicht mehr oder nur noch bedingt anwendbar
sind.
[0005] Auch die Einführung von Fensterscheiben aus Kunststoff und aus Kunststoff/Glas-Kombinationen
zieht Änderungen nach sich. So lassen sich bei dem neuartigen Scheibenaufbau nicht
in gleicher Weise wie bei herkömmlichen Glasscheiben metallkeramische Leiterbahnen
in Hochtemperaturprozessen auftragen, und eine Nutzung von solchen Leiterbahnen und
etwa von eingelegten dünnen Drähten für Heizzwecke ist wegen der notwendigen Temperaturen
des Heizbetriebs bedenklich.
[0006] Für die Scheibenheizung gibt es eine Lösung: Man versieht die Kunststoff-Scheibe
mit einer flächigen, elektrisch leitenden Metallbeschichtung, die an das Gleichstrom-Bordnetz
angeschlossen wird. Man erhält dann bei geeigneter Anordnung der Heizstrom-Anschlüsse
eine gleichmäßige Erwärmung der Scheibenfläche mit nicht zu hohen Flächentemperaturen.
Eine Fensterscheibe mit einer - im wesentlichen - geschlossenen Metallbeschichtung
guter elektrischer Leitfähigkeit ist jedoch kaum noch für die Anordnung von Draht-
und Leiterbahnstrukturen in der bisherigen Weise und für deren Nutzung als Antennen
geeignet.
[0007] Das Problem 'Zuordnung von Antennen zu Karosserieteilen aus Kunststoff' wurde, in
einer Vorstufe der jetzigen Entwicklung, in der deutschen Patentanmeldung Nr. 195
35 250 behandelt. Eine Recherche, die im Zusammenhang mit der Anmeldung erstellt wurde,
hat eine Reihe von Schutzrechten ergeben, die eine gute Übersicht über die bisherigen
Versuche und Möglichkeiten auf diesem Gebiet darstellen. Bei den dort aufgeführten
Lösungsvorschlägen wird hauptsächlich von einem konventionellen Aufbau der Karosserie
und der Ausführung in Stahlblech ausgegangen, die im Grundsatz auch beibehalten wird.
Nur einzelne Teile der Karosserien werden aus nichtmetallischen Werkstoffen ausgeführt.
An diesen Teilen sind Antennen angebracht. Die Antennen sind z.B. in und unter Dachschalen
aus Kunststoff, im Faltdach oder dem Hardtop eines Cabriolets, in Kofferraum-oder
Motorhauben und in Stoßfängern angeordnet.
[0008] Es folgen einige Beispiele für die bekannten Antennenlösungen in Kunststoff-Teilen
an Karosserien:
In US-Patent Nr. 4 370 658 wird ein flächiges Teil beschrieben, das aus mehreren dünnen
Schichten eines Kunststoff-Laminats hergestellt wird. Zwischen den einzelnen Schichten
befinden sich drahtartige Metallstrukturen, die als Antennen betrieben werden.
Es wird angegeben, daß diese Kunststoff-Platte als Luftleitelement (auf dem Dach der
Fahrerkabine eines Lkw) oder als Dach für einen Traktor geeignet ist.
Es ist zu bezweifeln, daß der Aufbau der Platte, in der mehrere Antennenstrukturen
mit ganz geringem Abstand übereinander geschichtet sein sollen, den Betrieb von mehr
als einer Antenne ohne gegenseitige Störungen und Verkopplungen gewährleistet. über
die Bauweise der Fahrzeuge selbst, auf die die Platte montiert werden kann, wird nichts
gesagt. Die Fahrzeug-Beispiele in der Anmeldung (von 1981) haben offensichtlich alle
Metall-Karossen.
[0009] In Europa Nr. 0 278 069 wird eine Flachantenne vom "U"- oder "L"-Typ beschrieben,
die zwischen der äußeren Dachschale und der Dach-Innenverkleidung eines Fahrzeugs
angeordnet ist. Das Dach besteht aus Kunststoff.
Die "U"-Antenne wird von einem Hohlraumresonator gebildet, der laut der Schrift aus
zwei mit kleinem, definiertem Abstand übereinanderliegenden rechteckigen Blechflächen
und einem Verbindungssteg an einer Seite besteht. Die obere Blechfläche ist mit dem
Innenleiter und die untere mit dem Außenleiter eines Antennenkabels verbunden. Der
Steg wirkt als Kurzschluß. Die Antenne arbeitet mit Rundumcharakteristik und wird
für Mobilfunk im GHz-Bereich verwendet. In der Beschreibung wird noch ein Blech unterhalb
der Antenne erwähnt, dessen Abmessungen größer als die der Blechflächen sind und das
nach aller Erfahrung mit als Massebezugsfläche wirkt. Der Innenraum des Fahrzeugs
ist durch eine Aluminiumfolie gegen die Strahlungsenergie im Sendefall geschützt.
Die räumlichen Verhältnisse (Höhe des Zwischenraums) erlauben sicherlich nicht mehr
als eine Antenne diesen Aufbaus unter dem Fahrzeugdach.
[0010] In UK-Patent Nr. 2 290 417 wird eine Streifenleitungs-Antenne (patch antenna) für
5,8 GHz (Telematic, Verkehrslenkung) geschildert. Sie ist in die Schichten einer Verbundglasscheibe
eines Fahrzeugs integriert. Antennen für diese Frequenzen können auf Grund ihrer geringen
Abmessungen überall am Fahrzeug angeordnet werden. Sie sind deshalb weitgehend unabhängig
vom Aufbau des Fahrzeugs.
[0011] Das FR-Patent Nr. 2 742 584 betrifft eine Kurzstabantenne, die im Bereich eines Kotflügels
eines Pkw zwischen der Außenhaut und der Innenverkleidung angeordnet ist. Die Antenne
ist mit sehr kleiner Massefläche dargestellt. Die Stabantenne ist an der angegebenen
Position zwar sehr gut versteckt, doch scheinen nach aller Erfahrung der Ort - auch
die geringe Höhe der Anbringung - und das geringe Massepotential nicht gerade günstig
für die Funktion einer Antenne vom Typ Monopol. Es würde wohl notwendig sein, die
Antenne mit Verstärkung zu betreiben und an dem Fahrzeug mehr als eine Antenne für
den fraglichen Frequenzbereich anzuordnen (Frage der Kosten).
[0012] In Europa Nr. 0 383 017 wird die Anbringung von mehreren Antennen in den Eckbereichen
der Stoßfänger eines Pkw vorgeschlagen, die als Mehrantennenanordnung für eine Frequenz
dienen (zur phasenrichtigen Summierung eines Signals oder für Diversity). Der Anbringungsort
ist jedoch ungünstig. Stoßfänger dienen dem Zweck, sich bei Kollisionen zu verformen;
andererseits sind die Antennen im Stoßfänger sehr niedrig angeordnet und werden z.B.
von anderen Fahrzeugen abgeschattet. Nicht zuletzt ist der Abstand zwischen der Antennenstruktur
und dem Blech des Fahrzeugkörpers in aller Regel gering. Das beeinflußt die Antennenfunktion
ebenfalls ungünstig.
[0013] In Europa 0 561 272 und 0 720 253 werden Antennen beschrieben, die in einer Kfz-Scheibe
konfiguriert werden können, die mit einer transparenten Metallfläche versehen wurde.
Die Lösungen gehen von einem umlaufenden Streifen aus, der nicht metallisiert ist,
und bezeichnen diesen Streifen als umlaufende Schlitzantenne.
In beiden Fällen wird der umlaufende Schlitz als eine separate Antenne genutzt. Dabei
scheint fraglich, ob die Anordnung tatsächlich als Schlitzantenne arbeitet. Die bisherige
Nutzung einer Scheibe ohne Metallisierung mit bis zu 15 Antennen für unterschiedliche
Frequenzen wäre damit auf eine einzige Antenne reduziert.
[0014] Ein letztes Beispiel für den bekannten Stand der Technik sei US 5 402 134. Es wird
eine Fahrerkabine für einen Lkw beschrieben, die laut Text u.a. auch aus Kunststoff
ausgebildet sein kann.
Die Variante der Karosse aus Kunststoff wird aber in dem Text offensichtlich nur erwähnt,
um darauf aufmerksam zu machen, daß die Autoren bei einer solchen Karosse Probleme
für den Massebezug von Antennen sehen, die an oder in einem solchen Gehäuse angeordnet
sind. Im übrigen wird die Erfindung in der Schrift ausschließlich auf ein Dach aus
Kunststoff bezogen, und für ein solches Dach wird eine flachbauende Antennenkonfiguration
vorgeschlagen.
In bezug auf den konstruktiven Aufbau einer Lkw-Fahrerkabine und speziell der Ausführung
aus Kunststoff wird in der Schrift nichts gesagt, das im Sinne der vorliegenden Erfindung
verwertbar wäre. Das ist mit Sicherheit auch darin begründet, daß es generell kaum
Gemeinsamkeiten zwischen diesen beiden Spezialgebieten des Karosseriebaus gibt.
[0015] Die bekannten und bewährten Antennentypen für Kraftfahrzeuge bauen im allgemeinen
auf dem Vorhandensein des Blechkörpers der Karosse auf und nutzen das dadurch gegebene
Massepotential und die durch die metallische Karosse gegebene Beeinflussung und Ausbildung
des umgebenden Felds.
Die Erfindung geht dagegen von einem Zustand aus, der im Extremfall darin besteht,
daß von dem oben erwähnten "Blechquader" als einzige Metallteile das Antriebsaggregat
und Teile des Fahrwerks übrig bleiben, umgeben von Bauelementen aus dielektrischem
Material mit evtl. unterschiedlichstem ε
r, und daß vielleicht ausgerechnet die Fensterscheiben - die bisher bevorzugt als Träger
integrierter Antennen dienten - durch eine elektrisch gut leitende Metallbeschichtung
für diese Aufgabe nicht mehr oder nur noch eingeschränkt geeignet sind. Man kann sagen,
daß die durch ein derart beschaffenes Gebilde bedingte Felddeformation heute weder
experimentell abzusehen noch mit vertretbarem Aufwand rechnerisch nachzubilden ist.
Es ist zu erwarten, daß sich hier die gebräuchlichen und bewährten Methoden der Antennenkonfiguration
nicht anwenden lassen.
[0016] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine prinzipielle Lösung und einen Weg
zu finden, um Kraftfahrzeuge, deren Karosserie unter teilweiser bis weitgehender Verwendung
von flächigen Teilen aus Kunststoff hergestellt wird, mit Antennen auszustatten, sowie
um die Funktion derartiger Antennen experimentell und rechnerisch zu optimieren. Dabei
sind die Antennen vorzugsweise unter dem Gesichtspunkt auszuwählen, daß sie in den
Fahrzeugaufbau integriert werden können und den Formfluß der Karosse nicht stören.
[0017] Diese Aufgabe wird mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Die Unteransprüche
enthalten bevorzugte Ausführungsvarianten und -details. Der Stand der Technik wird
durch das Dokument DE 195 35 250 mit den Merkmaken des Oberbegriffs des Anspruchs
1 illustriert.
[0018] Die Erfindung besteht nicht etwa lapidar darin, daß der alte Zustand unter neuen
Vorzeichen wiederhergestellt wird, d.h. daß z.B. mit einer durchgängigen Metallbeschichtung
der Kunststoffteile oder der Beschichtung einer kompletten Kunststoff-Beplankung ein
quasi-Blech-Auto hergestellt wird. Die Erfindung nutzt im Gegenteil die geänderte
Ausgangssituation, um der Konfiguration von Antennen am Fahrzeugkörper vollkommen
neue Wege zu öffnen und den Gedanken der Antennen-Integration in den Fahrzeugaufbau
erstmals tatsächlich in aller Konsequenz zu verwirklichen.
[0019] Das gesamte Fahrzeug wird komplexer Antennenträger, und die unterschiedlichen Strahler
werden an und in ihm angeordnet, wo und wie sie gemäß ihrem Wirkprinzip den höchsten
bzw. optimalen Effekt gewährleisten und kostengünstig zu realisieren sind. Gegenüber
dem bekannten Stand der Technik bedeutet dies: Gewinn an Freiheitsgraden für die Antennengestaltung.
Dabei sind weitgehend alle Arten flächiger und in Flächen integrierbarer Antennen,
die dem Fachmann bekannt sind, anwendbar, von Leiterbahn-Strukturen, ähnlich der Fensterscheiben-Antenne,
und Streifenleiter-Antennen (patch antennas) über Schlitzantennen bis hin zu Flächenstrahlern
und auf Flächen nachgebildeten Monopolen und Dipolen. Metallisierte Flächen, die -
mit welcher Funktion auch immer - hinter Strahlerstrukturen liegen, lassen sich in
unterschiedlichen Abständen zu davor liegenden Strahlern anordnen, bedingt durch den
heute üblichen zweischaligen Aufbau der meisten Karosserieelemente.
Neben den Funktionen als Strahler und als Massebezugsflächen (Erdungsflächen) können
die Metallisierungszonen für Zwecke der Abschirmung genutzt werden, indem man sie
solchen funktionellen Erfordernissen entsprechend anordnet und ausbildet.
[0020] Gleichzeitig wurde in Gestalt des Simulationsmodells eine Möglichkeit geschaffen,
alle diese Konfigurationen zu testen und unter weitgehend realistischen Bedingungen
zu messen und zu optimieren und, auf Grund des schematisierenden Aufbaus des Modells,
auch in der rechnerischen Simulation vergleichbar darzustellen.
Das Simulationsmodell ermöglicht dem Antennenentwickler die prinzipielle Auswahl und
die Vorab-Konfiguration eines Antennentyps unabhängig von der Bereitstellung des auszurüstenden
Fahrzeugs und unabhängig von dem Grad des Austauschs von metallischen Teilen durch
solche aus Kunststoff.
Auf diese Weise wird dem Problem begegnet, daß die Antenne von den Autoherstellern
vielfach noch als Zubehör betrachtet wird und der Anrtennenentwickler nur wenig Zeit
und kaum Eingriffsmöglichkeiten erhält, um ein "antennen- und empfangs-freundliches
Umfeld" innerhalb der Fahrzeugkonstruktion zu schaffen oder um Neuerungen zu testen.
Das erfindungsgemäße Modell erlaubt nicht nur die breite Erprobung und Anwendung der
unterschiedlichen, dem Fachmann bekannten Antennenprinzipe bei den neuartigen Fahrzeugkonstruktionen,
von denen die Erfindung ausgeht; es ermöglicht in gleicher Weise die Nachbildung herkömmlicher
Karosserien für Grundsatzarbeiten wie auch für die Optimierung von Antennensystemen.
[0021] Die erfindungsgemäßen Strukturierungen metallisierter Flächen der Karosserie, die
u.a. mittels des Simulationsmodells definiert werden können, sind an den Kunststoffteilen
eines Fahrzeugs im Endzustand nicht mehr zu erkennen. Sie verschwinden unter dem Lack,
soweit sie auf die Außenflächen aufgetragen wurden, oder sind - funktionsbedingt -
in für das Auge nicht sichtbaren Bereichen angeordnet.
[0022] Die Erfindung wird im folgenden an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
In der zugehörigen Zeichnung zeigen in schematischer Darstellung Figur 1. Groundplanes
mit Dachkapazität
a) Zwei Strahler über einem großflächigen Massepotential
b) Zwei Strahler über Radials Figur 2. Schlitzantennen in einer Fensterscheibe mit
einer Metallbeschichtung mit guter elektrischer Leitfähigkeit Figur 3. Antennen an
Teilen einer Karosserie-Beplankung aus Kunststoff
a) Zwei Kotflügel und eine Tür
b) Tür
c) geschlossenes Dach Figur 4. Simulationsmodell mit verschiedenartigen Dachausbildungen
a) Grundkörper
b) unterschiedliche Dachteile
[0023] Bei dem Beispiel nach Figur 1a sind zwei Vertikalstäbe 17 mit Dachkapazität 17.1
seitlich auf einer Fahrzeug-Bodenplatte 1 angeordnet (Groundplanes). Die Vertikalstäbe
können als Metallisierung des B-Holms 3 (durchgehender mittlerer Holm zwischen den
Türen) ausgeführt sein, und die Dachkapazität erhält man durch Metallisierung der
seitlichen Dachholme. Die Bodenplatte bestehe aus Blech oder aus einem durchgehend
metallisierten Material. Die beiden Strahler könnten als Antennen für den Rundfunkempfang
im FM-Bereich (als λ/4-Strahler) und im AM-Bereich genutzt werden.
[0024] Figur 1b zeigt zwei Stabstrahler 18 mit Dachkapazität 18.1, die durch Metallisierung
der A-Holme und abschnittsweise Metallisierung der Dachholme über der Frontscheibe
12 gewonnen wurden. Die Radials 19 sind als Massepotential erforderlich, wenn die
Karosserie-Beplankung um den Fußpunkt der Antennen nicht metallisiert ist. Diese Antennen
wären für den Rundfunkempfang bei einem Cabriolet geeignet.
Dabei ist ebenso denkbar, daß eine stab- oder streifenleiterartige Metallisierung
als Vertikalstab bis zur Bodenplatte heruntergeführt wird.
[0025] In Figur 2 werden Antennen gezeigt, die für Scheiben 12, 13 aus Kunststoff mit einer
gut leitenden Metallbeschichtung 15 geeignet sind. Eine flächige, gut leitende Metallbeschichtung
kann notwendig sein, wenn man z.B. eine Kfz-Heckscheibe 13, die aus Kunststoff oder
aus Kunststoff mit einer Dünnglasbeschichtung besteht, beheizen will. Auf dieses Scheibenmaterial
lassen sich die bisher üblichen Leiterstrukturen nicht auftragen, weil bei den Sinterungsprozessen
Temperaturen benötigt werden, die dem neuartigen Scheibenaufbau nicht zuträglich sind.
Die Metallbeschichtung 15 für die Scheibenheizung muß zwar transparent, aber doch
so dicht und dabei gut leitend sein, daß sie sich bei geeignetem Anschluß an eine
Heizstromquelle ausreichend und gleichmäßig erwärmt.
[0026] Das Fehlen der bisher üblichen Leiterstrukturen in den Scheiben macht sich auch bei
der Konfiguration von Antennen bemerkbar - eine Metallbeschichtung guter elektrischer
Leitfähigkeit macht die bis dato üblichen Fensterantennen weitgehend wirkungslos.
Um dennoch Antennen im Fensterbereich anzuordnen, wird von einer Scheibe ausgegangen,
die nur im Sichtbereich mit einer Metallbeschichtung 15 versehen und die von einem
Metallrahmen oder metallbeschichteten Rahmen 16 umgeben ist. Zwischen dem metallisierten
Bereich 15 und dem Rahmen 16 befindet sich rundum ein schmaler freier Streifen 20.
Dieser Streifen wird erfindungsgemäß für die Ausbildung von Schlitzantennen 23 für
unterschiedliche Frequenzen genutzt.
Dazu wird die Schlitzlänge durch Zuschalten HF-sperrender Mittel, z.B. Kurzschlußverbindungen
21 und Serienschwingkreise 22, definiert. In den Beispielen ist die jeweilige geometrische
Schlitzlänge durch die Maßpfeile gekennzeichnet.
Wie die Varianten nach Figur 2a bis c zeigen, können Schlitzantennen unterschiedlichster
Länge realisiert werden, die man nebeneinander - d.h. in Reihung entlang des Streifens
20 - und "überlappend" positionieren kann. Überlappende Anordnung heißt, daß, ausgehend
von einem gemeinsamen Anbindungspunkt 21, 22 unterschiedliche Längen zu zwei anderen
Anbindungspunkten 21.1, 22.1 realisiert werden. Der Anbindungspunkt 21.1, 22.1, der
dem Ausgangspunkt am nächsten ist, wird elektrisch so dimensioniert, daß er für die
höhere der beiden Frequenzen sperrend und für die niedrigere durchlässig ist. Für
die niedrigere Frequenz wirkt dann der Anbindungspunkt mit dem größeren Abstand sperrend.
Eine interessante Anwendung dieses Prinzips besteht darin, daß ein Schlitz aus einem
waagerechten Zweig und, über Eck verlaufend, einem Seitenholm-parallelen Zweig bestehen
kann. So lassen sich günstig Felder mit horizontalen und vertikalen Polarisationsanteilen
empfangen.
[0027] In Figur 3 sind Antennenausbildungen unter Nutzung weiterer Flächen der Karosserie
dargestellt. Die beiden Schlitze 23 nach Figur 3a im Kotflügel 5 und in der Tür 9
können unsymmetrisch gespeist werden, um die Eingangsimpedanz in niederohmige Bereiche
zu legen.
Durch die Anordnung im rechten Winkel zueinander ist auch hier der Empfang von Signalanteilen
unterschiedlicher Polarisation oder, bei phasenrichtigem Zusammenschalten, der Empfang
von zirkularer Polarisation möglich. Die Schlitze werden realisiert, indem die sie
umgebenden Flächen durchgängig metallisiert sind, oder sie werden als skeletierte
Schlitze aus Streifenleiterbahnen gebildet.
Im hinteren Kotflügel 6 ist bei dem Beispiel zusätzlich ein sog. dicker Halbwellendipol
24 für lineare Polarisation vorgesehen. Der gefaltete Schlitzstrahler 25 in der Tür
nach Figur 3b bietet sich ebenfalls wegen der für diese Schlitzausbildung charakteristischen
relativ niedrigen Eingangsimpedanz an.
Figur 3c zeigt eine Streifenleiter-Gruppenantenne (patch array) 26 im Dach 11 eines
Pkw. Sie ist für Satelliten-Empfang im GHz-Bereich geeignet. Das dabei erforderliche
Massepotential kann, mit dem nötigen Abstand in Strahlungsrichtung, in Gestalt einer
Metallisierung der Dach-Innenverkleidung vorgesehen werden.
[0028] Aus der beispielhaften Darstellung unterschiedlicher, für die Erfindung geeigneter
Strahlerprinzipe läßt sich ableiten, daß
- auf im wesentlichen waagerechten Bezirken der Karosserie vor allem Antennen mit Rundumstrahlung
(für terrestrischen Betrieb) und solche mit nach oben gerichteter Keule, z.B. für
Satellitenempfang, anzuordnen sind, und
- an im wesentlichen senkrechten Bezirken der Karosserie überwiegend Antennen mit Querstrahlung
vorzusehen sind, wobei hier bei Erfordernis quasi-Rundumstrahlung erzielt wird, indem
mehrere gleiche Antennen für einen Frequenzbereich allseitig am Fahrzeug angeordnet
werden und die Signale summiert oder zu einer Mehrantennen-Anordnung mit Raum-Diversity
kombiniert werden.
[0029] Figur 4 zeigt das erfindungsgemäße Simulationsmodell eines Pkw. Es besteht vorzugsweise
aus einem Stabwerk, das nach Wunsch beplankt wird.
Die Beplankung wird, je nach Erfordernis, teilweise bis vollständig metallisiert und
bzw. oder mit erfindungsgemäß strukturierten Metallflächen versehen.
Das Modell wird vorzugsweise in einen Grundkörper und in variabel hinzuzufügende Anbauelemente
aufgeteilt.
Der Grundkörper besteht bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel aus der Bodenplatte
1 und dem Stabwerk bis zur Höhe der Gürtellinie, zuzüglich dem A-Holm mit der dachseitigen
Umrandung des Frontscheibenbereichs. Türen, Motorhaube und Kofferraumdeckel sind angelenkt.
Die Teile für das Dach 11 sowie die B- und die C-Holme 3, 4 werden modular als Anbauteile
hinzugefügt und sind austauschbar.
Man erhält so wahlweise ein Cabriolet sowie Limousinen mit Stufenheck und mit Fließheck
und eine Caravan-ähnliche Ausbildung. Da an dem Modell an sich nur das Dach 11 in
seinen Abmessungen variiert, kann man mit geringem Aufwand Veränderungen und Ergänzungen
vornehmen.
Das Stabwerk-Prinzip bietet darüber hinaus günstige Voraussetzungen für die Realisierung
doppelschaliger Beplankungsteile. So werden auf einfache Weise die tatsächlichen Verhältnisse
am Fahrzeug nachgebildet; gleichzeitig wird die Ausbildung von Metallisierungsflächen
mit verschiedenartigen Aufgaben und mit unterschiedlichen Abständen zueinander unterstützt.
Die Beplankungsteile werden aus den unterschiedlichen geeigneten Kunststoffen hergestellt,
um die Verhältnisse der Praxis, z.B. hinsichtlich unterschiedlicher relativer Dielektrizitätskonstanten,
weitgehend realistisch nachzubilden.
[0030] Um hinsichtlich der Behandlung von HF-Störungen, die von der Fahrzeugelektronik usw.
erzeugt werden, vergleichbare Verhältnisse beim Simulationsmodell und bei einem Fahrzeug
mit teilweiser bis weitgehender Verwendung von Kunststoff-Elementen zu erzielen, wird
davon ausgegangen, daß zumindest der Motoraum des Fahrzeugs gegen die übrigen Fahrzeugbereiche
abgeschirmt, z.B. weitgehend eingekapselt wird.
Anlage zur Patentanmeldung Kraftfahrzeug-Karosserie aus Kunststoff mit Antennen -
Bezugszeichen
[0031]
- 1
- Bodenplatte
- 2
- A-Holm
- 3
- B-Holm
- 4
- C-Holm
- 5
- Kotflügel vorn
- 6
- Kotflügel hinten
- 7
- Motorhaube
- 8
- Kofferraumdeckel
- 9
- Türen vorn
- 10
- Türen hinten
- 11
- Dach
- 12
- Frontscheibe
- 13
- Heckscheibe
- 14
- feststehende Seitenscheibe
- 15
- Metallbeschichtung
- 16
- Scheibenumrandung
- 17
- Vertikalstab
- 17.1
- Dachkapazität
- 18
- Stabstrahler
- 18.1
- Dachkapazität
- 19
- Radials
- 20
- metallfreier Scheibenstreifen
- 21
- Kurzschluß
- 21.1
- Kurzschluß
- 22
- Serienschwingkreis
- 22.1
- Serienschwingkreis
- 23
- Schlitzantenne
- 24
- Halbwellendipol
- 25
- gefalteter Schlitzstrahler
- 26
- Streifenleiter-Gruppenantenne
1. Kraftfahrzeug-Karosserie, die zumindest zu einem Teil aus flächigen und aus stabförmigen
Kunststoff-Elementen besteht, wobei
- die Kunststoff-Elemente mit Antennen für Empfang und Senden auf unterschiedlichen
Frequenzen verbunden sind, indem sie zumindest zu einem Teil mit Flächen und Bahnen
einer unterschiedlich dicken, elektrisch gut leitenden Metallbeschichtung versehen
sind,
- die Metallbeschichtung so strukturiert ist, daß sich einerseits eine Anzahl Antennen
für gleiche und für unterschiedliche Frequenzen und mit unterschiedlichem Funktionsprinzip
und andererseits Massebezugsflächen ergeben, und
- wobei Flächen, die für eine Frequenz als Strahler wirken, für andere Frequenzen
zum Massepotential gehören,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- die durch die Strukturierung erzeugten Antennen und Massebezugsflächen sind über die gesamte
Fläche der Kunststoff-Elemente verteilt und bilden partiell Bereiche, die zusätzlich
zur Antennenfunktion eine abschirmende Wirkung ausüben,
- die Kunststoff-Elemente sind zur Realisierung verschiedenartiger Antennenprinzipe
in zwei hintereinanderliegenden Ebenen, mit einem für die jeweilige Betriebsfrequenz
funktionswesentlichen Abstand zueinander, metallisiert,
- die Trennung der gut leitenden Bereiche erfolgt durch nicht leitende sowie durch nur schwach leitende, im wesentlichen streifenartige Bereiche, wobei insbesondere
die jeweilige Breite dieser Bereiche so dimensioniert ist, daß sie für bestimmte höhere
Frequenzen trennend wirken und für vergleichsweise niedrigere Frequenzen nicht erkennbar
sind,
- Stabantennen (17, 18) sind in stabartige Elemente der Karosserie, wie A-Holm (2)
und B-Holm (3), integriert und mit Dachkapazitäten (17.1, 18.1) versehen.
2. Kraftfahrzeug-Karosserie aus Kunststoff mit Antennen, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Antennen (23, 24, 25) mit Richtwirkungscharakteristik rundum an im wesentlichen
senkrechten Flächen (5, 6, 9, 10) der Karosserie angeordnet sind und eine Rundumcharakteristik
durch phasenrichtiges Zusammenschalten der Signale, in der Art eines Summendiagramms,
entsteht.
3. Kraftfahrzeug-Karosserie aus Kunststoff mit Antennen, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Antennen (23, 24, 25) mit Richtwirkungscharakteristik rundum an im wesentlichen
senkrechten Flächen (5, 6, 9, 10) der Karosserie angeordnet sind und eine Mehrantennen-Anordnung
für Antennendiversity bilden.
4. Kraftfahrzeug-Karosserie aus Kunststoffmit Antennen, nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von Fensterscheiben (12) aus Kunststoff und aus Kunststoff/Glas-Kombinationen
mit jeweils einer elektrisch gut leitenden Metallisierung (15), die jedoch optisch
transparent ist, wobei die Metallisierung von einer nichtleitenden Umrandung (20)
mit einer solchen Breite umgeben ist, daß die Metallisierung für bestimmte Frequenzen
als separate Fläche wirkt, die als Antenne nutzbar ist.
5. Kraftfahrzeug-Karosserie aus Kunststoff mit Antennen, nach Anspruch 1 und 4, gekennzeichnet durch die Verwendung von Fensterscheiben (12) aus Kunststoff und aus Kunststoff/Glas-Kombinationen
mit jeweils einer gut leitenden Metallisierung (15) die jedoch optisch transparent
ist, wobei die Metallisierung ringsum von einer nichtleitenden Umrandung (20) umgeben
ist, in der Schlitzantennen (23) ausgebildet sind.
6. Kraftfahrzeug-Karosserie aus Kunststoff mit Antennen, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Karosserie zumindest teilweise aus Rahmenteilen besteht, die komplett mit einer
Beplankung (5 bis 11) aus Kunststoff versehen sind, und daß in die Kunststoff-Beplankung
Antennen integriert sind.
7. Kraftfahrzeug-Karosserie aus Kunststoff mit Antennen, nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmenteile aus Metall bestehen.
8. Kraftfahrzeug-Karosserie aus Kunststoff mit Antennen, nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmenteile aus dielektrischem Material bestehen.
9. Vorrichtung zur experimentellen Auswahl, Positionierung und Bemaßung von Antennen
auf Kunststoff-Elementen einer Kraftfahrzeug-Karosserie, nach Anspruch 1 bis 8,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- die Vorrichtung besteht aus dielektrischem Material und bildet in den Umrissen und
Abmessungen ein Kraftfahrzeug, insbesondere einen Pkw, nach,
- die Vorrichtung besteht aus einer Bodenplatte (1), auf der ein zumindest teilweise
variables Stabwerk (2, 3, 4) angeordnet ist, mit dem ein Personenkraftwagen in verschiedenen
Varianten nachzubilden ist, wobei
- die flächigen Teile (5 bis 11) in Sektionen aufgeteilt sind, die entsprechend der
nachzubildenden Fahrzeugvariante an den Elementen des Stabwerks zu befestigen sind,
- die flächigen Teile vorzugsweise plan sind,
- die Antennenstrukturen und Masseflächen auf den Teilen des Stabwerks und auf den
flächigen Elementen durch aufgelegte Folien und metallische Anstrichschichten ausgebildet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch einen Grundkörper, der das Fahrzeug bis zur Gürtellinie einschließlich A-Holm (2)
mit Umrandung einer Frontscheibe (12) nachbildet, sowie durch verschiedene Dachelementen für die Simulation unterschiedlicher Fahrzeugtypen.
1. Motor vehicle body that consists at least in part of planar and of rod-shaped plastic
elements, whereby
- the plastic elements are connected with antennas for receiving and transmitting
on different frequencies, in that they are provided, at least in part, with surfaces
and tracks of an electrically well conductive metal coating, of varying thickness,
- the metal coating is structured in such a manner that on the one hand, a number
of antennas for the same and for different frequencies and having a different principle
of functioning is obtained, and on the other hand, mass reference surfaces are obtained,
and
- whereby surfaces that act as emitters for a frequency belong to the mass potential
for other frequencies,
characterized by the following characteristics:
- the antennas and mass reference surfaces generated by means of the structuring are
distributed over the entire surface of the plastic elements and form partial regions
that exert a shielding effect, in addition to the antenna function,
- the plastic elements are metallized, for the implementation of different antenna
principles, in two planes that lie behind one another, at a distance from one another
that is essential to the function for the operating frequency, in each instance,
- the separation of the well conductive regions takes place by means of non-conductive
as well as by means of only weakly conductive regions, essentially in strip form,
whereby the width of these regions in each instance, in particular, is dimensioned
in such a manner that they act in separating manner for certain higher frequencies,
and are not evident for comparatively lower frequencies,
- rod antennas (17, 18) are integrated into rod-like elements of the body, such as
the windshield frame (2) and the door frame (3), and provided with roof capacitors
(17.1, 18.1).
2. Motor vehicle body made of plastic, with antennas, according to claim 1, characterized in that several antennas (23, 24, 25) with a directional effect characteristic are disposed
all around on essentially perpendicular surfaces (5, 6, 9, 10) of the body, and that
an all-around characteristic is produced, by means of phase-correct switching together
of the signals, in the manner of a sum diagram.
3. Motor vehicle body made of plastic, with antennas, according to claim 1, characterized in that several antennas (23, 24, 25) with a directional effect characteristic are disposed
all around on essentially perpendicular surfaces (5, 6, 9, 10) of the body, and form
a multi-antenna array for antenna diversity.
4. Motor vehicle body made of plastic, with antennas, according to claim 1, characterized by the use of window panes (12) made of plastic and of plastic/glass combinations, with
an electrically well conductive metallization (15), in each instance, which is, however,
optically transparent, whereby the metallization is surrounded by a non-conductive
edging (20) having such a width that the metallization acts as a separate surface
for certain frequencies, which can be used as an antenna.
5. Motor vehicle body made of plastic, with antennas, according to claim 1 and 4, characterized by the use of window panes (12) made of plastic and of plastic/glass combinations, with
an electrically well conductive metallization (15), in each instance, which is, however,
optically transparent, whereby the metallization is surrounded all around by a non-conductive
edging (20), in which slot antennas (23) are formed.
6. Motor vehicle body made of plastic, with antennas, according to claim 1, characterized in that the body consists at least in part of frame parts that are completely provided with
a planking (5 to 11) made of plastic, and that antennas are integrated into the planking.
7. Motor vehicle body made of plastic, with antennas, according to claim 1 and 6, characterized in that the frame parts consist of metal.
8. Motor vehicle body made of plastic, with antennas, according to claim 1 and 6, characterized in that the frame parts consist of dielectric material.
9. Device for the experimental selection, positioning, and dimensioning of antennas made
of plastic elements of a motor vehicle body, according to claim 1 to 8,
characterized by the following characteristics:
- the device consists of dielectric material and simulates a motor vehicle, particularly
a passenger car, in its outlines and dimensions,
- the device consists of a base plate (1), on which an at least partially variable
rod system (2, 3, 4) is disposed, with which a passenger car can be simulated in various
variants, whereby
- the planar parts (5 to 11) are divided up into sections, which are to be attached
to the elements of the rod system in accordance with the vehicle variant to be simulated,
- the planar parts are preferably flat,
- the antenna structures and mass surfaces are configured on the parts of the rod
system and on the planar elements by means of films and metallic coating layers.
10. Device according to claim 9, characterized by a base body that simulates the motor vehicle down to the belt line, including the
windshield frame (2), with an edging of the windshield (12), as well as by various
roof elements for simulating different vehicle types.
1. Carrosserie de véhicule automobile, composée au moins en partie d'éléments en matière
synthétique en nappe et en forme de baguettes, où
- les éléments en matière synthétique sont reliés à des antennes pour la réception
et l'émission à différentes fréquences, en étant pourvues au moins en partie de surfaces
et de bandes d'épaisseurs différentes d'un revêtement métallique, bon conducteur électrique,
- le revêtement métallique est structuré de manière à ce qu'en résultent, d'une part,
un certain nombre d'antennes pour des fréquences identiques et différentes et à principes
de fonctionnement différenciés, et, d'autre part, des surfaces de revêtement de masse,
et où
- les surfaces agissant comme émetteurs pour une fréquence, relèvent du potentiel
de masse pour les autres fréquences,
caractérisée par les dispositions suivantes :
- les antennes créées par la structuration et les surfaces de revêtement de masse
sont réparties sur toute la surface des éléments en matière synthétique et forment
partiellement des zones ayant un effet de blindage en supplément de la fonction d'antenne,
- les éléments en matière synthétique sont, pour la réalisation de principes d'antenne
différenciés, métallisés sur deux plans successifs espacés l'un de l'autre d'une distance
fonctionnellement essentielle pour la fréquence de service correspondante,
- la séparation des zones de bonne conduction est effectuée par des zones non conductrices
ou par des zones faiblement conductrices, essentiellement en forme de ruban, la largeur
de chacune de ces zones étant notamment dimensionnée pour que celles-ci aient un effet
de coupure pour certaines hautes fréquences et ne soient pas détectables pour des
fréquences relativement plus basses,
- des antennes en tige (17, 18) sont intégrées dans des éléments en forme de baguettes
de la carrosserie, tels que montant A (2) et montant B (3), et pourvues de capaciteurs
de toit (17.1, 18.1).
2. Carrosserie de véhicule automobile en matière synthétique avec des antennes selon
la revendication 1, caractérisée en ce que plusieurs antennes (23, 24, 25) à caractéristique de directivité sont disposées à
la périphérique de surfaces essentiellement verticales (5, 6, 9, 10) de la carrosserie
et en ce qu'est créée une caractéristique panoramique par interconnexion correcte des phases des
signaux, à la manière d'une représentation de sommes.
3. Carrosserie de véhicule automobile en matière synthétique avec des antennes selon
la revendication 1, caractérisée en ce que plusieurs antennes (23, 24, 25) à caractéristique de directivité sont disposées à
la périphérique de surfaces essentiellement verticales (5, 6, 9, 10) de la carrosserie
et forment un dispositif à plusieurs antennes pour la diversité d'antenne.
4. Carrosserie de véhicule automobile en matière synthétique avec des antennes selon
la revendication 1, caractérisée par l'utilisation de vitres (12) en matière synthétique et en composites matière synthétique/verre
avec une métallisation de bonne conduction électrique (15) mais optiquement transparente,
la métallisation étant entourée d'une bordure (20) non conductrice de largeur telle
que la métallisation agit comme surface séparée, utilisable comme antenne, pour certaines
fréquences.
5. Carrosserie de véhicule automobile en matière synthétique avec des antennes selon
les revendications 1 et 4, caractérisée par l'utilisation de vitres (12) en matière synthétique et en composites matière synthétique/verre
avec une métallisation de bonne conduction électrique (15) mais optiquement transparente,
la métallisation étant entourée d'une bordure (20) non conductrice où sont formées
des antennes fendues (23).
6. Carrosserie de véhicule automobile en matière synthétique avec des antennes selon
la revendication 1, caractérisée en ce que la carrosserie est composée au moins en partie de pièces de châssis entièrement recouvertes
d'un habillage (5 à 11) en matière synthétique, et en ce que des antennes sont intégrées à l'habillage en matière synthétique.
7. Carrosserie de véhicule automobile en matière synthétique avec des antennes selon
les revendications 1 et 6, caractérisée en ce que les pièces de châssis sont en métal.
8. Carrosserie de véhicule automobile en matière synthétique avec des antennes selon
les revendications 1 et 6, caractérisée en ce que les pièces de châssis sont en matériau diélectrique.
9. Dispositif pour la sélection, le positionnement et le dimensionnement expérimentaux
d'antennes en éléments en matière synthétique d'une carrosserie de véhicule automobile
selon les revendications 1 à 8,
caractérisé par les dispositions suivantes :
- le dispositif est en matériau diélectrique et reproduit le contour et les dimensions
d'un véhicule automobile, notamment d'une voiture,
- le dispositif se compose d'une plaque de fond (1) sur laquelle est disposé un ensemble
de baguettes au moins partiellement variable (2, 3, 4), reproduisant les différents
modèles d'une voiture, où
- les surfaces en nappe (5 à 11) sont subdivisées en sections à fixer sur les éléments
de l'ensemble de baguettes en fonction du modèle de voiture à reproduire,
- les surfaces en nappe sont préférentiellement planes,
- les structures d'antenne et surfaces de masse sur les pièces de l'ensemble de baguettes
et sur les éléments en nappe sont formées par application de films et de couches de
peinture métallisée.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé par un corps de base reproduisant le véhicule jusqu'à la ligne de ceinture, montant A
(2) compris, avec bordure d'un pare-brise (12), ainsi que par plusieurs éléments de
toit pour la simulation de différents types de véhicule.