[0001] Die Erfindung betrifft eine orthopädische Einlage bestehend aus der Kombination einer
Grundplatte und einer Fußformplatte, wobei die Fußformplatte gegenüber der Grundplatte
höhenverstellbar ist.
[0002] Gemäß herkömmlicher Bauweise von orthopädischen Einlagen arbeitet man in der Form,
daß Einlagen durch aufwendiges Bearbeiten von Rohlingen (Schleifen, Treiben, Aufbauen,
Einschäumen, usw.) gefertigt werden. Dabei kennt man die Problematik, daß die Einlage
kein genaues Negativrelief darstellen, sondern im Bereich gewisser Punkte, z.B. Fersenbeinbalkon,
Gelenks- und 2. bis 4. Mittelfußknochen, einen Gegendruck in Form des Bodendruckes
aufweisen soll, um das Fußskelett an krankhaft verformten Stellen sowie an den Gelenksflächen
wieder in die anatomisch richtige Form zu bringen und so Schmerzen zu lindern bzw.
zu verhindern.
[0003] Bei der bekannten Bauweise wird aber meist überkorrekt gearbeitet, d.h. die Reliefierung
der Fußstütze ist überhöht und im Moment zu stark, als zur Gewöhnung nötig gewesen
wäre, so daß dadurch eine Besserung der Muskeln, Sehnen, Bänder, Gelenke, usw. nicht
immer erzielbar ist, sondern im Gegenteil sogar oft noch stärkere Schmerzen auftreten.
Als Folge hiervon wird der Gehbehelf von vielen Patienten gar nicht oder höchstens
nur sehr kurzzeitig verwendet, sodaß dadurch weder Heilung noch Vorbeugung gewährleistet
werden kann.
[0004] Herkömmlicherweise werden Schuheinlagen oder Fußbette beispielsweise entsprechend
der DE 1 913 755 B so hergestellt, daß auf einer Grundplatte je nach den Erfordernissen
unterschiedliche Stützelemente oder Keilstücke angeordnet und miteinander verklebt
werden.
[0005] Aus den DE 20 36 544 A, DE 868 052 C und DE 477 396 C sind unterschiedliche Ausführungsformen
von verstellbaren Fußgewölbestützen bekannt, deren Wölbung durch ein zwischen einer
unteren und oberen Platte angeordnetes bzw. an der oberen Platte angreifendes Verstellorgan
veränderbar ist. Diese hieraus bekannten Konstruktionen von Fußstützen sind jedoch
aufwendig und umständlich sowie zum Teil elastich bei Belastung nachgebend und stellen
jedenfalls nur in sehr, beschränktem Umfang oder auch überhaupt nicht eine den individuellen
orthopädischen Erfordernissen des Fußes entsprechende Fußstütze dar.
[0006] Die US 2 113 898 A offenbart eine Fußstütze mit einstellbarer Wölbung. Die Fußstütze
umfaßt eine flexible obere Lage, eine Grundplatte und ein zwischen oberer Lage und
Grundplatte angeordnetes gewölbtes Stützelement. Dieses Stützelement weist in seinem
gewölbten Mittelteil sowie an den Enden daran anschließender, sich in Längsrichtung
der Fußstütze erstreckender Fortsätze Längsschlitze auf, durch welche Schrauben geführt
sind, die in in der Grundplatte vorgesehene Löcher eingreifen. Mittels der durch den
gewölbten Mittelteil geführten Schraube ist die Wölbung der Fußstütze einstellbar,
wobei die durch die Längsschlitze der Fortsätze geführten Schrauben der Lagefixierung
der Fußstützenteile dienen.
[0007] Aus der DE 179 431 A ist eine Vorrichtung zur Behandlung von Plattfüßen bekannt,
die eine auf einer festen Unterlagsplatte angebrachte gewölbte Stützplatte angebracht
ist. Die Stützplatte ist durch vom gewölbten Rand ausgehende Einschnitte federnd gemacht
und mittels einer in der Unterlagsplatte gelagerten Druckschraube in ihrer Wölbung
veränderbar. Dabei wirkt die Druckschraube auf eine Blattfeder, die im Bereich unterhalb
der durch die Einschnitte gebildeten Zungen der Stützplatte angeordnet ist.
[0008] In der FR 2 445 138 A1 ist eine orthopädische Schuheinlage geoffenbart, die eine
obere und untere Platte umfaßt, welche Platten im Vorder- und Hinterbereich sowie
im Außenbereich der Einlage miteinander verbunden sind. Im Innenbereich der Einlage
sind zwischen der oberen und unteren Platte mehrere längsverstellbare Verbindungselemente
angeordnet, mittels welcher der Abstand zwischen oberer und unterer Platte im dem
Längsgewölbebereich des Fußes entsprechenden Innenbereich der Einlage wahlweise verändert
werden kann. Die Längsverstellung ist dabei durch eine in mit den Merkmalen vom Oberbegrift
von Anspruch 1, eine auf der Fußformplatte angeordnete Gewindhülse eingeschraubte
Schraube möglich, die aber nur von oben her nach Entfernung einer oberen Abdeckdecklage
betätigbar ist.
[0009] Diese aus der FR-A1 bekannte Konstruktion einer Einlage läßt aber keine wirklich
den anatomischen Erfordernissen des Fußes gerecht werdende punktuell genaue Verstellung
zu, wobei beim gegebenen Aufbau dieser bekannten Einlage der Verstellmöglichkeit von
vorneherein sehr enge, den tatsächlichen orthopädischen Bedürfnissen nicht Rechnung
tragende Grenzen gesetzt sind. Außerdem treten bei Verstellung der Verbindungselemente
nicht nur auf die obere Platte sondern ebenso auf die untere Platte wirkende Verformungskräfte
auf, die zu einer Verformung der Einlage in Bereichen führen, die für die angestrebte
richtige orthopädische Wirkung der Einlage abträglich und unerwünscht sind.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer orthopädischen Einlage, die mit den
dargelegten Nachteilen von bekannten Einlagen nicht behaftet ist, in äußerst einfacher
Weise den jeweiligen individuellen orthopädischen Bedürfnissen des Fußes entsprechend
geformt bzw. angepaßt werden kann und eine leichte punktgenaue und äußerst exakte
Justierbarkeit sowie Nachjustierbarkeit zuläßt. Bei alledem soll eine solche Einlage
einen konstruktiv einfachen Aufbau haben und einfach und kostengünstig herstellbar
sein.
[0011] Diese Aufgaben werden gemäß der Erfindung mit einer orthopädischen Einlage gelöst,
die dadurch gekennzeichnet ist, daß die Fußformplatte von ihren Rändern ausgehende,
Lappen bildende, Einschnitte aufweist und zur Höhenverstellung mehrere, jeweils an
einem einzelnen Lappen angreifende Verstellvorrichtungen vorgesehen sind.
[0012] Mit dieser neuartigen Konstruktion kann die Richtigstellung des Fußes langsam, punktgenau
und äußerst exakt erfolgen, wobei Knochen und Gelenke ruhiggestellt werden, ein Absenken
des Längs- und Quergewölbes verhindert und eine Erholung der erkrankten Gelenkflächen
gewährleistet wird.
[0013] Dabei ist es auch möglich, Einlagen entsprechender Fuß- und Schuhgrößen vorzufertigen,
wobei die Einlagen für den Gebrauch vom Orthopäden den jeweiligen orthopädischen Erfordernissen
des Fußes eines Patienten entsprechend individuell eingestellt bzw. geformt werden
können.
[0014] Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Fußformplatte eine Pelotte
aufweist, in derem Bereich vom vorderen Rand der Fußformplatte ausgehende Einschnitte
unter Bildung von vorzugsweise dem zweiten, dritten und vierten Strahl entsprechende
Lappen vorgesehen sind.
[0015] Auf diese Weise ist auch im Bereich der Pelotte eine genaue und individuell regulierbare
Formung der Einlage möglich.
[0016] Die Erfindung besteht ferner darin, daß jedem Lappen eine Verstellvorrichtung zugeordnet
ist, wodurch eine sehr feine, punktgenaue und exakte Reliefierung der justierbaren
Einlage erzielbar ist.
[0017] Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Verstellvorrichtungen in
an sich bekannter Weise jeweils aus einer auf der Grundplatte fest angeordneten, in
Richtung der Fußformplatte weisenden Gewindehülse und einer darin bewegbaren Schraube
gebildet ist, wobei jedoch die Gewindehülse um ein oder in einem Loch in der Grundplatte
angeordnet und die Schraube von der Grundplattenseite her verstellbar ist. Vorzugsweise
ist die Schraube eine Wurmschraube, die z.B. mittels Schraubenziehers in der Gewindehülse
verstellt werden kann. Nicht nur daß auf diese Weise ganz einfach eine entsprechende
Justierung der Einlage vorgenommen werden kann, so gewährleistet diese Ausbildung
und Anordnung der Verstellvorrichtung eine jederzeit mögliche Nachjustierung der Einlage.
Dabei sind die Verstellschrauben ganz leicht zugänglich, ohne daß es zur Vertsellung
der Schrauben vorher einer Entfernung einer sie allenfalls überdeckenden Lage bedarf.
Nach einem alternativen Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß die Verstellvorrichtungen
jeweils aus einem auf der Grundplatte und/oder den Lappen der Fußformplatte befestigbaren
Einschubkeil gebildet sind.
[0018] Die Einlage gemäß der Erfindung ist ferner dadurch gekennzeichnet, daß die vom medialen
Rand ausgehenden Einschnitte länger sind als die gegenüberliegenden vom lateralen
Rand ausge-henden Einschnitte und vorzugsweise bis über die Hälfte zur Längsmittellinie
der Einlage hineinreichen. Diese Ausbildung der Fußformplatte gewährleistet in einfacher
Weise ein Heben des inneren Fußrandes, wobei die Supination auch ganz exakt den orthopädischen
Erfordernissen entsprechend eingestellt werden kann.
[0019] Um vorgefertigte Einlagen an unterschiedliche Längenverhältnisse der Mittelfußknochen
einfach und exakt anpassen zu können, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß auf den
Pelottenlappen jeweils ein Kragstück verschieblich angeordnet ist.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung weist hierzu das Kragstück in seinem hinteren
Endteil eine Langöffnung auf, in der eine mit dem darunterliegenden Pelottenlappen
verbundene Klemmschraube geführt ist.
[0020] Die Einlage ist gemäß der Erfindung ferner dadurch gekennzeichnet, daß die Fußformplatte
mit der Grundplatte im Bereich der Längsmittellinie der Einlage, vorzugsweise durch
Nieten, oder durch Verschweißung, Verklebung oder lösbar mittels Schrauben, verbunden
ist.
[0021] Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung anhand zweier beispielsweiser Ausführungsformen
näher veranschaulicht, worin Fig. 1 eine erfindungsgemäße Einlage in Draufsicht, Fig.
2 einen Schnitt entlang der Linie II-II der Fig. 1 in vereinfachter Darstellung, Fig.
3 einen Schnitt entlang der Linie III-III der Fig. 1, Fig. 4 einen Schnitt entlang
der Linie IV-IV der Fig. 1, Fig. 5 eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Einlage in Draufsicht und Fig. 6 einen Schnitt entlang der Linie VI-VI der Fig. 5
in vereinfachter Darstellung zeigen.
[0022] Die Einlage besteht aus einer Fußformplatte 1, die aus beispielsweise rostfreiem
Stahl oder Kunststoff gefertigt sein kann und mit einer Weichbettung sowie einem Lederüberzug
(nicht dargestellt) versehen ist. Die Fußformplatte 1 ist mit einer Grundplatte 2
an einer Längsmittellinie 3 der Einlage durch Nieten 4 verbunden. Unter "Längsmittellinie"
der Einlage wird eine etwa durch die Fersenmitte und den Bereich des dritten Mittelfußknochens
der Einlage gehende horizontale Achse verstanden. Die Verbindung der Fußformplatte
1 mit der Grundplatte 2 kann aber ebenso mittels Punktschweißung, Verklebung oder
mittels Schrauben lösbar erfolgen. Die Grundplatte 2, die vorzugsweise aus rostfreiem
Stahl besteht, aber auch aus einem Kunststoffmaterial gefertigt sein kann, besitzt
eine Absatz- und Spitzensprengung und erhält trotz geringer Materialstärke eine hohe
Stabilität, weil der Rand von der Basis des 1. Mittelfußknochens ansteigend über die
Ferse hin und wieder abfallend bis zur Basis des 5. Mittelfußknochens vorzugsweise
in einer Breite von ca. 5 mm mit etwa 30° fußsohlenwärts aufgebogen ist. Durch die
Absatz- und Spitzensprengung wird eine Abrollung ermöglicht, wodurch das Gehen unbeschwert
und ohne Probleme gewährleistet ist. Schwierigkeiten, die oft durch steife Gelenke
auftreten, z.B. Ausschlupf der Ferse, werden auf ein Minimum reduziert.
[0023] Dieser grundsätzliche Aufbau der Einlage bringt als Vorteil neben der Verwendung
geringer Materialstärken und dennoch gegebener großer Stabilität auch ein geringes
Gewicht und eine minimale Stärke der gesamten Einlage mit sich. Außerdem entfällt
eine Umarbeitung des Konfektionsschuhs im Bereich des Schuhgelenks, da die Grundplatte
2 die Stabilisierung übernimmt und ein Absenken und Verwringen des Schuhgelenks oder
auch ein Bruch desselben verhindert wird.
[0024] Die Fußformplatte 1 ist entsprechend einer der normalen Ausbildung des Fußes folgenden
Grundform anatomisch vorgeformt, wobei im Voderfußbereich auch eine bereits entsprechend
vorgeformte Pelotte 5 vorgesehen ist. Die Fußformplatte 1 weist von ihren Seitenrändern
und ihrem Hinterrand ausgehende Einschnitte 6 auf, wobei die vom medialen Innenrand
7 ausgehenden Einschnitte 6 länger sind und weiter in die Fußformplatte 1 hineinreichen
als die vom lateralen Außenrand 8 oder Fersenrand 9 ausgehenden. Ebenso ist die Pelotte
5 mit vom Vorderrand 10 der Fußformplatte 1 ausgehenden Einschnitten 11 versehen.
[0025] Durch die Einschnitte 6, 11 werden Lappen 12, 13 gebildet, wobei die Pelotte 5 drei
Lappen 13 umfaßt, die dem zweiten, dritten und vierten Strahl entsprechen. Den Lappen
12, 13 ist jeweils eine Verstellvorrichtung 14 zugeordnet, deren eines Ende mit der
Grundplatte 2 fest verbunden ist und deren anderes Ende von unten her jeweils an einem
Lappen 12, 13 angreift.
[0026] Die Verstellvorrichtung 14 umfaßt eine Gewindehülse 15, die um ein oder in einem
Loch 16 in der Grundplatte 2 fest angeordnet und zur Fußformplatte 1 bzw. deren Lappen
12, 13 hin ausgerichtet ist. In der Gewindehülse 15 ist ein Gewindebolzen oder eine
Schraube 17, vorzugsweise eine Wurmschraube, bewegbar angeordnet. Mittels eines von
unten in das Loch 16 der Grundplatte 2 eingeführten Schraubenziehers kann die Wurmschraube
17, die mit ihrem oberen Ende an der Unterseite des Lappens 12, 13 angreift, betätigt
werden.
[0027] Mittels der Verstellvorrichtungen 14 können die einzelnen Lappen 12, 13 der Fußformplatte
1 sowie der Pelotte 5 höhenverstellt werden, so daß man durch entsprechende Justierung
der Verstellvorrichtungen 14 eine die verschiedensten, an eine orthopädische Senk-,
Spreiz- und Knickfußeinlage gestellten Anforderungen erfüllende Einlage erhält. Diese
Einlage ist leicht justierbar und nachjustierbar. Durch Justieren der Fußformplatte
1 am medialen Einlagenrand 7, von welchem die Lappen 12 gegen dessen Mittelbereich
hin zunehmend bis über die Hälfte zur Längsmittellinie 3 der Einlage hineinreichen,
wird eine Supinati- onsstellung und am lateralen Einlagenrand 8 eine Pronationsstellung
zur Korrektur verschiedenster Fußfehlformen erzielt. Durch spezielles Justieren im
Bereich des Fußfersenbeinbalkons ist eine Fersenbeinstütze gegeben.
[0028] Anstelle der aus Gewindehülse und Justierschraube bestehenden Verstellvorrichtung
können auch Einschubkeile, die beispielsweise mittels Klebeflächen, Klettverschluß
oder dgl. auf der Grundplatte 2 und/oder den Lappen 12, 13 der Fußformplatte 1 befestigbar
sind. Für diesem Fall ist es zweckmäßig, daß der einfacheren Handhabung wegen die
Grundplatte 2 lösbar, z.B. mittels Schrauben, mit der Fußformplatte 1 verbunden ist.
Als Verstellvorrichtung 14 können auch Exzenterschrauben eingesetzt werden.
[0029] In nicht dargestellter Weise sind diese Einlagen wie üblich mit einem Lederüberzug
versehen.
[0030] In Fig. 5 und 6 ist eine weitere Ausführungsform der Einlage gezeigt, bei der auf
den Lappen 13 der auf der Fußformplatte 1 befindlichen Pelotte 5 jeweils ein Kragstück
18 in Längsrichtung des Lappens 13 verschieblich angeordnet ist. Das Kragstück 18
weist in seinem hinteren Endteil 19 eine Langöffnung 20 auf, in der eine mit dem darunterliegenden
Pelottenlappen 13 verbundene Klemmschraube 21 geführt ist. Der in der Fußformplatte
1 verankerten bzw. eingeschraubten Klemmschraube 21 gegenüberliegend ist in der Grundplatte
2 jeweils eine Öffnung 22 vorgesehen, durch welche die Klemmschraube 21 betätigbar
ist. Mit dieser Konstruktion kann auf ganz einfache Weise eine Verlängerung der dem
zweiten bis vierten Strahl entsprechenden Lappen 13 und somit eine punktgenaue und
exakte Anpassung an unterschiedliche Längenverhältnisse der Mittelfußknochen erzielt
werden.
[0031] Der ganz große Vorteil dieser erfindungsgemäßen Einlage liegt darin, daß sie serienweise
unterschiedlichen Schuh- bzw. Fußgrößen entsprechend vorfertigbar sind, wobei sie
gegebenenfalls auch noch, je nach orthopädischem Einsatzzweck als Senk-, Spreiz- und
Knickfußeinlage, insbesondere mit unterschiedlich vorgeformten Fußformplatten ausgestattet
sein können. Die an sich gebrauchsfertig vorgefertigten Einlagen sind vom Orthopäden
leicht justierbar sowie auch nachjustierbar. Neben ihrer technisch gesehen einfachen
Konstruktion ist die erfindungsgemäße Einlage auch in wirtschaftlicher Hinsicht sehr
vorteilhaft, da sie einfach und wenig aufwendig herstellbar und vollständig vorfertigbar
ist.
[0032] Die Einlage ist entweder fest mit dem Schuh verbunden, wobei die Grundplatte auch
Teil des Schuhs sein kann, oder kann in den Schuh eingelegt werden. Außerhalb der
orthopädischen Schuhversorgung findet die Einlage auch zur Unterstützung des Längs-
und Quergewölbes, sowie des Fersenbeines Verwendung.
1. Orthopädische Einlage bestehend aus der Kombination einer Grundplatte (2) und einer
Fußformplatte (1), wobei die Fußformplatte (1) gegenüber der Grundplatte (2) höhenverstellbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Fußformplatte (1) von ihren Rändern (7, 8, 9, 10) ausgehende, Lappen (12, 13)
bildende, Einschnitte (6, 11) aufweist und zur Höhenverstellung mehrere, jeweils an
einem einzelnen Lappen (12, 13) angreifende Verstellvorrichtungen (14) vorgesehen
sind.
2. Einlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fußformplatte (1) eine Pelotte (5) aufweist, in derem Bereich vom vorderen Rand
(10) der Fußformplatte (1) ausgehende Einschnitte (11) unter Bildung von vorzugsweise
dem zweiten, dritten und vierten Strahl entsprechende Lappen (13) vorgesehen sind.
3. Einlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Lappen (12, 13) eine Verstellvorrichtung (14) zugeordnet ist.
4. Einlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellvorrichtungen (14) in an sich bekannter Weise jeweils aus einer auf der
Grundplatte (2) fest angeordneten, in Richtung der Fußformplatte (1) weisenden Gewindehülse
(15) und einer darin bewegbaren Schraube (17) gebildet ist, wobei jedoch die Gewindehülse
(15) um ein oder in einem Loch (16) in der Grundplatte (2) angeordnet und die Schraube
von der Grundplattenseite her verstellbar ist.
5. Einlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellvorrichtungen (14) jeweils aus einem auf der Grundplatte (2) und/oder
den Lappen (12, 13) der Fußformplatte (1) befestigbaren Einschubkeil gebildet sind.
6. Einlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die vom medialen Rand (7) ausgehenden Einschnitte (6) länger sind als die gegenüberliegenden
vom lateralen Rand (8) ausgehenden Einschnitte (6) und vorzugsweise bis über die Hälfte
zur Längsmittellinie (3) der Einlage hineinreichen.
7. Einlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Pelottenlappen (13) jeweils ein Kragstück (18) verschieblich angeordnet ist.
8. Einlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Kragstück (18) in seinem hinteren Endteil (19) eine Langöffnung (20) aufweist,
in der eine mit dem darunterliegenden Pelottenlappen (13) verbundene Klemmschraube
(21) geführt ist.
9. Einlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Fußformplatte (1) mit der Grundplatte (2) im Bereich der Längsmittellinie (3)
der Einlage, vorzugsweise durch Nieten (4), oder durch Verschweißung, Verklebung oder
lösbar mittels Schrauben, verbunden ist.
1. Orthopaedic insert consisting of the combination of a base plate (2) and a foot-shaped
plate (1), wherein the foot-shaped plate (1) is adjustable in height with respect
to the base plate (2), characterised in that the foot-shaped plate (1) has slots (6, 11) extending from its edges (7, 8, 9, 10)
and forming tabs (12, 13) and for height adjustment several adjusting devices (14)
engaging in each case on an individual tab (12, 13) are provided.
2. Insert according to Claim 1, characterised in that the foot-shaped plate (1) has a pelote (5) in the region of which slots (11) starting
from the front edge (10) of the foot-shaped plate (1) are provided with the formation
of tabs (13) corresponding to the second, third and fourth strains.
3. Insert according to Claims 1 or 2, characterised in that an adjusting device (14) is fitted to each tab (12, 13).
4. Insert according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the adjustment device (14) is constructed in a fashion known per se in each case
from a threaded collar (15) directed in the direction towards the foot-shaped plate
(1) and fixedly arranged on the base plate (2) and a screw (17) movable therein, wherein,
however, the threaded collar (15) is arranged around or in a hole (16) in the base
plate (2) and the screw is adjustable from the base plate side.
5. Insert according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the adjustment devices (14) are each constructed from an insertion wedge which can
be fixed on to the base plate (2) and/or the tabs (12, 13) of the foot-shaped plate
(1).
6. Insert according to one of Claims 1 to 5, characterised in that the slots (6) commencing from the medial edge (7) are longer than the slots (6) starting
from the oppositely lying lateral edge (8) and preferably extend up to more than half
way towards the longitudinal centre line (3) of the insert.
7. Insert according to Claim 2, characterised in that in each case a support piece (18) is movably arranged on the pelotte tabs (13).
8. Insert according to Claim 7, characterised in that the support piece (18) has at its rear end part (19) a longitudinal opening (20)
in which is guided a clamping screw (21) connected with the pelote tab (13) lying
thereunder.
9. Insert according to one of Claims 1 to 8, characterised in that the foot-shaped plate (1) is connected with the base plate (2) in the region of the
longitudinal centre line (3) of the insert preferably by rivets (4) or by welding,
adhesion or releasably by means of screws.
1. Semelle orthopédique composée de la combinaison d'une plaque de base (2) et d'une
plaque à la forme du pied (1), la plaque à la forme du pied (1) pouvant être réglable
en hauteur par rapport à la plaque de base (2), caractérisée en ce que la plaque à la forme du pied (1) présente des découpes (6, 11) partant de ses bords
(7, 8, 9, 10) et formant des languettes (12, 13) et que plusieurs dispositifs de réglage
(14) ayant prise respectivement sur une seule languette (12, 13) sont prévues pour
le réglage en hauteur.
2. Semelle selon la revendication 1, caractérisée en ce que la plaque à la forme du pied (1) présente une pelote (5), dans la partie de laquelle
des découpes (11) sont prévues partant du bord (10) avant de la plaque à la forme
du pied (11) en formant des languettes correspondant de préférence au deuxième, troisième
et quatrième rayon.
3. Semelle selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'un dispositif de réglage (14) est attribué à chaque languette (12, 13).
4. Semelle selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les dispositifs de réglage (14) sont formés de manière connue en soi d'une douille
filetée (15) placée de façon fixe sur la plaque de base (2) et tournée en direction
de la plaque à la forme du pied (1) et d'une vis (17) pouvant y être déplacée, la
douille filetée (15) étant cependant placée autour d'un trou (16) ou dans un trou
(16) de la plaque de base (2) et la vis étant réglable depuis la plaque de base.
5. Semelle selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les dispositifs de réglage (14) sont formés respectivement par une cale d'insertion
pouvant être fixée sur la plaque de base (2) et/ou les languettes (12, 13) de la plaque
à la forme du pied (1).
6. Semelle selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que les découpes (6) partant du bord médian (7) sont plus longues que les découpes (6)
opposées partant du bord latéral (8) et s'étendent de préférence au-delà de la moitié
de la distance jusqu'à la ligne médiane longitudinale (3) de la semelle.
7. Semelle selon la revendication 2, caractérisée en ce qu'une pièce à collet (18) est respectivement placée de façon déplaçable sur les languettes
(13) de la pelote.
8. Semelle selon la revendication 7, caractérisée en ce que la pièce à collet (18) présente, sur son extrémité arrière (19), une ouverture longitudinale
(20) dans laquelle est guidée une vis de serrage (21) reliée à la languette (13) de
la pelote située en-dessous.
9. Semelle selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que la plaque à la forme du pied (1) est raccordée à la plaque de base (2) dans la partie
de la ligne médiane longitudinale (3) de la semelle, de préférence par des rivets
(4), ou par soudage, collage ou de façon amovible au moyen de vis.