[0001] Die Erfindung betrifft ein Werkzeug zum Binden eines Gegenstands, insbesondere eines
Kabelbaums, mittels eines durch ein Schloß zu schließenden Bandes. Das Werkzeug weist
an der Stirn seines Werkzeugkörpers eine Umschlingungszange, die zumindest teilweise
von beweglich am Werkzeugkörper gehaltenen Zangenteilen gebildet ist, und eine Schloßhalterung
auf. Ferner ist eine Spanneinrichtung zum Spannen des in der Umschlingungszange und
durch das Schloß geführten Bandes und eine Steuerungseinrichtung für das Öffnen der
Umschlingungszange und das Spannen des Bandes vorhanden.
[0002] Bei bekannten Werkzeugen dieser Art (EP 0 428 116, US 4 371 010, US 3 976 108) sind
die Zangenteile mit einem Anlenkpunkt unmittelbar am Werkzeugkörper schwenkbar gelagert,
während an einem anderen Anlenkpunkt ein Betätigungselement angreift, über das die
Öffnungs- bzw. Schließbewegung erzeugt wird. Beim Öffnen schwenken die Zangenteile
im Kreisbogen so weit zur Seite, daß ein zu bindender Gegenstand hindurchgeführt werden
kann. Die Umschlingungszange schließt sich um den zu bindenden Gegenstand und bildet
in diesem Zustand eine geschlossene Führung für ein um den Gegenstand zu schlingendes
Band. Bei einem weiteren bekannten Bindewerkzeug (US-3 810 498) braucht die Umschlingungszange
nicht vollständig geschlossen zu sein, nämlich dann nicht, wenn sich ein übergroßer
Gegenstand zwischen den Zangen befindet und ein vollständiges Schließen der Zangen
nicht möglich ist; dabei wird in Kauf genommen, daß dann keine vollständig geschlossene
Führung für das Band zur Verfügung steht. Das Band wird in der Führung um den Gegenstand
geführt. Das Schloß zum Binden des Bandes kann ein gesonderter Teil sein oder einstückig
mit dem hinteren Ende des Bandes verbunden sein. Es wird spätestens am Ende des Umschlingungsvorgangs
von der Schloßhalterung aufgenommen. Das vorlaufende Ende des Bandes wird dann durch
eine Öffnung in dem Schloß geführt und von der Spanneinrichtung erfaßt. Beim Spannen
legt sich das Band an den Gegenstand an, wobei der Gegenstand an die Schloßhalterung
herangezogen wird bzw. bei feststehendem Gegenstand das Werkzeug mit seiner Schloßhalterung
an den Gegenstand herangezogen wird. Das setzt voraus, daß jenseits des Gegenstands
hinreichender Platz für die vom Werkzeugkörper vorragenden Zangenteile vorhanden ist.
Häufig befindet sich jedoch jenseits des Gegenstands in der Nähe ein Hindernis; dies
kann beispielsweise eine tragende Struktur in den Fällen sein, wenn das Band zum Befestigen
des Gegenstands an einer Befestigungsöse dient, die ihrerseits mit der tragenden Struktur
verbunden ist. Dann stoßen die vom Werkzeugkörper vorragenden Zangenteile gegen die
tragende Struktur und verhindern so, daß das Werkzeug an den Gegenstand herangezogen
werden kann. Stattdessen wird auf den Gegenstand eine Kraft ausgeübt, die ihn an die
Schloßhalterung heranziehen will; dabei kann sich als nachteilige Folge ergeben, daß
der Gegenstand aus seiner Position bewegt wird, wodurch er selbst oder Bauteile wie
die Befestigungsösen, die ihn in seiner Position zu halten suchen, beschädigt werden
können. Ferner ist ein Bindewerkzeug bekannt (US-3 621 889), bei dem die Schloßhalterung
während des Spannvorgangs von dem Werkzeugkörper weg bewegt wird, also zu dem zu bindenden
Gegenstand hinläuft. Damit ist zwar die Gefahr einer Beschädigung von Bauteilen, die
den zu bindenden Gegenstand in seiner Position halten, vermindert, jedoch ist dabei
nachteilig, daß es geschehen kann, daß nach dem Bindevorgang das Band nicht die gewünschte
Bandspannung aufweist, da sich die Schloßhalterung nicht vollständig an den Gegenstand
annähern konnte. Die bekannten Werkzeuge machen häufig zusätzliche, aufwendige Handarbeit
erforderlich.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden.
[0004] Die Erfindung hat erkannt, daß das Binden eines Gegenstands dann problemlos erfolgen
kann, wenn die aufgeklappten, vom Werkzeugkörper vorragenden Zangenteile spätestens
während des Spannens des Bandes aus dem jenseits des Gegenstands liegenden Bereich
entfernt werden. Die Erfindung ermöglicht dies dadurch, daß sie ein Werkzeug zur Verfügung
stellt, bei dem die Umschlingungszange vor oder während des Spannens des Bandes geöffnet
wird, und die Umschlingungszange um einen wesentlichen Teil der Ausladung, die sie
im geschlossenen Zustand nach vorne aufweist, zurückziehbar ist. Im Gegensatz zu bekannten
Werkzeugen, bei denen die Öffnungsschwenkbewegung der Zangenteile sich auf einen Kreisbogen
beschränkt, der hauptsächlich zur Seite führt und nur eine geringere nach rückwärts
gerichtete Komponente umfaßt, ist bei dem erfindungsgemäßen Werkzeug eine nach hinten
gerichtete Bewegung mit der seitlichen Öffnungsbewegung überlagert oder daran anschließend
vorgesehen.
[0005] Die Umschlingungszange wird im Verhältnis zu ihrer Querbewegung deutlich zurückgezogen.
Dadurch wird nicht nur erreicht, daß das Binden eines Gegenstands und ggf. dessen
gleichzeitiges Verbinden mit einer feststehenden Halterung stets problemlos möglich
ist; es wird zusätzlich ermöglicht, Gegenstände zu binden, die in unmittelbarer Nähe
zu irgendwelchen Hindernissen, wie beispielsweise eine Tragstruktur, liegen, ohne
daß die Zangenteile gegen diese Hindernisse stoßen. Mit dem erfindungsgemäßen Werkzeug
ist folglich auch ein Binden in eng begrenztem Raum möglich.
[0006] Daß die Umschlingungszange um einen wesentlichen Teil der Ausladung, die sie im geschlossenen
Zustand nach vorne aufweist, zurückgezogen wird, bedeutet vorzugsweise, daß sie um
wenigstens die Hälfte ihrer nach vorne gerichteten Ausladung zurückziehbar ist. Dabei
ist die Ausladung von der Schloßhalterung ausgehend zu messen. Ferner soll sie vorzugsweise
um wenigstens ein Viertel, weiter vorzugsweise um wenigstens die Hälfte ihrer maximalen
Öffnungsweite zurückziehbar sein.
[0007] Die Öffnungsbewegung kann beginnen, sobald das Band von der Spanneinrichtung erfaßt
ist. Demgegenüber muß die Zurückziehbewegung so auf die Öffnungsbewegung abgestimmt
sein, daß die engsten Teile der Zange - das sind im allgemeinen die Zangenspitzen
- hinreichend weit um den Umriß des zu bindenden Gegenstands herumgeführt werden.
Dies verlangt, daß eine starke Zurückziehbewegung erst dann stattfindet, wenn die
Zange sich mindestens etwa so weit geöffnet hat, wie der Gegenstand breit ist.
[0008] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind an den klappbaren Zangenteilen
jeweils zwei Anlenkpunkte vorgesehen, die längs vorbestimmter Bahnen am Werkzeugkörper
geführt sind. Durch entsprechende Gestaltung des Verlaufs der vorbestimmten Bahnen
kann der Bewegungsverlauf der Zangen in der gewünschten Weise gesteuert werden. Eine
vorteilhafte Ausführungsmöglichkeit für eine solche Führungsbahn ist die Anordnung
eines Anlenkpunkts am Ende eines Lenkers, dessen anderes Ende mit dem Werkzeugkörper
schwenkbar verbunden ist. Diese Führungsbahn ist dann als Kreisbogen ausgebildet.
Das bedeutet nicht, daß auch die die Umschlingungsführung bildenden Teile der Zange
sich längs eines Kreisbogens bewegen müssen, da dies auch noch von der Form der anderen
Führungsbahn abhängig ist. Diese kann gleichfalls von einem mit dem Werkzeug verbundenen
Lenker gebildet sein. Bei einer anderen Ausführungsform wird sie von einer Gleitführung
am Werkzeugkörper und einem damit zusammenwirkenden Gleiter gebildet, wobei der Gleiter
mit dem zweiten Anlenkpunkt verbunden ist.
[0009] Die Verwendung des Werkzeugs für Bänder unterschiedlicher Querschnittsmaße und Längen
kann die Auswechslung der Umschlingungszange erforderlich machen. Bei bekannten Werkzeugen
geschieht dies dadurch, daß die Schwenk- und Antriebsverbindungen der Zange mit dem
Werkzeugkörper lösbar gestaltet werden. Dies ist auch im Zusammenhang der vorliegenden
Erfindung möglich. Da aber eine zusätzliche Führungsverbindung vorgesehen ist, ist
es in der Regel komplizierter. Die Erfindung sieht deshalb vor, daß nicht die ganzen
Zangenteile ausgewechselt werden, sondern die Zangenteile zusammengesetzt sind aus
einem auswechselbaren, vorderen Teil und einem nicht auswechselbaren Basisteil, an
dem wenigstens teilweise die Anlenkpunkte und die Antriebsverbindung angeordnet sind.
[0010] Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn die freien Enden der Zangenteile mit einem formschlüssigen
Anschluß an eine Befestigungsöse versehen sind, wobei dann die Befestigungsöse einen
Teil der Umschlingungsführung bildet.
[0011] Dies gewährleistet einen glatten Durchgang der Umschlingungsführung auch im Bereich
der Befestigungsöse, so daß Störungen durch einen an dieser Stelle gehemmten Banddurchgang
während des Umschlingens nicht zu befürchten sind. Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn
die Befestigungsöse an ihrer dem Gegenstand zugewendeten Seite mindestens einen Vorsprung
aufweist, der die Zangenteile, wenn sie an der Befestigungsöse geschlossen sind, hintergreift.
Dadurch wird ausgeschlossen, daß das Werkzeug im geschlossenen Zustand während des
Bindevorgangs durch eine ungewollte Bewegung seinen führungssicheren Anschluß an die
Befestigungsöse verliert. Zu diesem Zweck weist wenigstens eines der freien Enden
der Zangenteile ein Paar von im geschlossenen Zustand die Befestigungsöse zwischen
sich einfassenden Fingern auf, die hinter den seitlich angeordneten Vorsprung bzw.
die Vorsprünge fassen. Jedoch sind auch andere, an den Zangenenden und an der Befestigungsöse
zusammenwirkende Formschlußelemente denkbar, die den gegenseitigen Anschluß gewährleisten.
Beispielsweise können an den Zangenenden vorgesehene Vorsprünge in Ausnehmungen der
Öse eingreifen. Diese Ausnehmungen der Öse können auch ganz oder teilweise von der
in der Öse befindlichen Durchgangsöffnung für das Band gebildet sein.
[0012] Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn die Befestigungsöse an einer tragenden
Struktur verankert ist. Besonders zweckmäßig ist die formschlüssige Anschlußgestaltung
der freien Enden bei auswechselbaren vorderen Zangenteilen; dabei können für unterschiedliche
Befestigungsösen verschiedene auswechselbare vordere Zangenteile mit jeweils an die
Befestigungsöse angepaßtem formschlüssigen Anschluß vorgesehen sein.
[0013] Wenn - wie soeben angegeben - wenigstens eines der freien Enden der Zangenteile ein
Paar von die Befestigungsöse einfassenden Fingern aufweist, kann nach einem weiteren
Merkmal der Erfindung die Breitenbemessung der Öse in verschiedenen Richtungen so
erfolgen, daß sie nur in derjenigen Position zwischen die Finger paßt, in der ihre
Bandöffnung die Umschlingungsführung in den Zangenteilen fluchtend fortsetzt. Zu diesem
Zweck ist die Breite der Befestigungsöse gemessen quer zur Richtung ihrer Bandöffnung
ein wenig kleiner oder höchstens gleich dem lichten Abstand der Finger, wahrend sie,
gemessen in Richtung parallel zur Bandöffnung, größer als der lichte Abstand der Finger
voneinander ist.
[0014] Es ist bekannt, Bindewerkzeuge so auszuführen, daß der Umschlingungsvorgang erst
dann ausgelöst wird, wenn die Zangenteile ihre die Umschlingungsführung schließende
Endposition erreicht haben. Dieses Merkmal ist besonders zweckmäßig in Verbindung
mit dem formschlüssigen Zusammenwirken der Zangenenden mit der Befestigungsöse. Wenn
die Endposition der Zangenteile nämlich erst dann erreicht werden kann, wenn sie formschlüssig
korrekt mit der Befestigungsöse zusammenwirken, ist gewährleistet, daß der Umschlingungsvorgang
nur bei korrekter Stellung der Befestigungsöse im Verhältnis zum Werkzeug stattfinden
kann.
[0015] Um das Ansetzen des Werkzeugs an die Befestigungsöse zu erleichtern, kann diese lösbar
mit einer Führungseinrichtung verbunden sein, die zur Befestigungsöse hinführende
Führungsflächen für die Zangenteile aufweist. Wenn zur Halterung eines zu bindenden
Kabelbaums oder dergleichen ein Legebrett verwendet wird, sollte die Führungseinrichtung
daran befestigt sein und eine Halterung für die Befestigungsöse aufweisen oder bilden.
Dadurch wird nicht nur die Lage der Befestigungsöse im Verhältnis zu dem zu bindenden
Gegenstand eindeutig festgelegt, sondern auch gewährleistet, daß sie sich genau an
derjenigen Stelle befindet, die der Lage einer Verankerungseinrichtung an der tragenden
Struktur entspricht, an der der Gegenstand später montiert werden soll. Es können
Vorkehrungen dafür getroffen sein, daß die Befestigungsöse nur in einer solchen Stellung
mit der Halteeinrichtung verbunden werden kann, die ihrer gewünschten Ausrichtung
im Verhältnis zur Führungseinrichtung und zur Bandrichtung entspricht. Zu diesem Zweck
können an dem die Befestigungsöse bildenden Befestigungselement und der dafür vorgesehenen
Halterung formschlüssig zusammenwirkende Ausrichtmittel vorgesehen sein.
[0016] Zusätzlich zu oder anstatt der rückziehbaren Zangenglieder kann vorgesehen sein,
daß sich die Schloßhalterung während des Spannens von dem Werkzeugkörper weg bewegt
und zu dem zu bindenden Gegenstand hinläuft. Zweckmäßigerweise ist dabei der Vorlauf
der Schloßhalterung so gesteuert, daß die durch den Vorlauf der Schloßhalterung und
des darin gehaltenen Schlosses sich ergebende Verkleinerung der Bandschlinge nicht
kleiner ist als die von der Spanneinrichtung transportierte freie Bandlänge. Der Vorlauf
der Schloßhalterung kann jedoch auch passiv erfolgen, d. h., das Schloß und die Schloßhalterung
wandern als Folge der während des Spannens des Bandes erzielten Verkleinerung der
Bandschlinge ohne eigenen Antrieb vorwärts. Zweckmäßigerweise erfolgt ein Öffnen und
Rückziehen der Zange erst dann, wenn die vorlaufende Schloßhalterung eine von dem
Werkzeugkörper entfernte Position erreicht hat; vorteilhafterweise erst, wenn die
Schloßhalterung bzw. das von ihr gehaltene Schloß an dem zu bindenden Gegenstand einen
Anschlag findet. Ggf. kann auf die Öffnungs- und Rückziehbewegung der Zangenglieder
auch ganz verzichtet werden. Ein Vorteil dieser Ausführungsform ist, daß der Vorlauf
der Schloßhalterung häufig von der Antriebsseite her einfach auszuführen ist, nicht
zuletzt aus dem Grund, daß die Bewegungskinematik lediglich eine eindimensionale Längsbewegung
der Schloßhalterung erfordert. Dadurch, daß die Zangenglieder zumindest am Anfang
des Spannvorgangs noch geschlossen sind, ist das Werkzeug insbesondere in den Fällen,
wenn die Zangenenden an einer Struktur oder einem Befestigungselement anliegen, leicht
und positionsgenau zu führen.
[0017] Die Erfindung wird im folgenden näher unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert,
die vorteilhafte Ausführungsbeispiele schematisch veranschaulicht. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht des Werkzeugs,
- Fig. 2 u. 3
- Seitenansichten des Werkzeuges in unterschiedlichen Funktionsstellungen,
- Fig. 4 u. 5
- die Verwendung des Werkzeuges bei der Anbringung eines Kabelbaumes an Befestigungsösen,
- Fig. 6
- eine Teilansicht eines Zangenteils,
- Fig. 7
- eine weitere Ausführungsform,
- Fig. 8
- die Draufsicht auf ein Legebrett mit Kabelbaum,
- Fig. 9
- einen Längsschnitt durch eine Halterung für einen Kabelbaum mit einem Teil des Werkzeuges,
gemäß einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 10 u. 11
- zwei Draufsichten auf die Halterung in unterschiedlichen Funktionsstadien der Zangenteile
des Werkzeuges,
- Fig. 12 - 14
- eine Draufsicht, eine Seitenansicht und eine Stirnansicht der Befestigungsöse mit
den Zangenteilen des Werkzeuges in größerem Maßstab,
- Fig. 15
- eine Aufnahme für eine Befestigungsöse in einer Halterung, und
- Fig. 16a, b
- Teilansichten des Werkzeugs in einer Ausführungsform mit beweglicher Schloßhalterung.
[0018] Das Werkzeug besitzt einen Werkzeugkörper 1 mit einem pistolenartig angeordneten
Handgriff 2, an dem sich ein Auslöseknopf 3 zum Ingangsetzen des Bindevorgangs befindet.
Das Werkzeug enthält - wie bekannt - einen Antriebsmotor und eine Steuerungseinrichtung
für die verschiedenen Werkzeugfunktionen, insbesondere die Bewegung der Umschlingungszange
und das Spannen des Bandes. An der vorderen Stirnseite des insgesamt länglichen Werkzeugkörpers
befindet sich die Umschlingungszange 4, die überwiegend von zwei Zangenteilen 5 gebildet
wird, die beweglich am Werkzeugkörper 1 gelagert sind. Die Umschlingungsführung kann
außerdem teilweise im Bereich 6 von dem Werkzeugkörper oder von mit dem Werkzeugkörper
verbundenen Teilen gebildet sein. Auch andere Teile, wie eine Befestigungsöse 7 (Fig.
5, 11-14), an die sich die Zangenteile 5 im geschlossenen Zustand anschließen, können
sich an der Bildung der Umschlingungsführung beteiligen. Die Führung wird durch eine
Nut 8 in den Zangenteilen 5 gebildet. Ein aus der Stirn des Werkzeugkörpers mit dem
freien Ende voran austretendes Band wird durch die Nut 8 um den zu bindenden Gegenstand
und zurück zur Werkzeugstirn geführt. Dort ist eine Schloßhalterung 9 vorgesehen,
die durch den Umriß des gestrichelt angedeuteten Schlosses 10 schematisch dargestellt
ist. Das Schloß 10 nimmt das vorlaufende Ende 11 des Bandes auf. Dieses gelangt sodann
in eine nicht gezeigte Spanneinrichtung, die es um den zu bindenden Gegenstand straff
zieht. Dabei wird dieser an die Schloßhalterung 9 herangezogen bzw. umgekehrt wird
das Werkzeug mit seiner Schloßhalterung an den Gegenstand herangezogen. Dieser Fall
ist in Fig. 2 und 3 angedeutet. Ein zu bindender Kabelbaum 12 ist durch irgendeine
Einrichtung 13, die sich neben dem Werkzeug (unterhalb der Zeichenebene) befindet,
in geringem Abstand vor der Wand 14 festgehalten, so daß der Kabelbaum 12 sich bei
geschlossener Umschlingungszange 4 fern von der Schloßhalterung 9 befindet. Der Kabelbaum
12 kann aus dieser Position nicht ohne schädlichen Zwang an die Schloßhalterung herangezogen
werden, da er einerseits durch die Einrichtung 13 festgehalten ist und andererseits
die an der Wand 14 anschlagende Umschlingungszange 4 eine Näherung des Werkzeugs an
den Kabelbaum verhindert. Erfindungsgemäß ist deshalb vorgesehen, daß die die Umschlingungszange
4 bildenden Zangenteile 5 vor dem Spannen des Bandes oder spätestens während des Spannens
so zurückgezogen werden, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist. Der Werkzeugkörper kann
sich nun dem Kabelbaum 12 nähern. Dies gilt entsprechend in dem in Fig. 8 und 9 dargestellten
Fall, wenn der Kabelbaum 12 auf einem Legebrett 42 angeordnet ist.
[0019] Wenn das Ausmaß der Zurückziehung so groß ist, daß das vordere Ende der Zangenteile
etwa bis zur Stirn 15 der Schloßhalterung 9 oder sogar dahinter zurücktritt, so ist
dadurch für jeden Anwendungsfall hinreichender Spielraum geschaffen. Es genügt, wenn
sie um ihre vordere Ausladung minus die Mindestdicke der zu bindenden Gegenstände
zurückziehbar sind. Die vordere Ausladung 16 (Fig. 2) wird von der Stirn 15 der Schloßhalterung
9 aus bis zum vordersten Punkt der Umschlingungszange 4 gemessen.
[0020] Das erfindungsgemäße Ausmaß der Zurückziehung der Zangenteile kann man auch in Bezug
setzen zu ihrer Öffnungsweite. Dies ist deshalb sinnvoll, weil bei den bekannten Werkzeugen,
deren Zangen auf Kreisbahnen geführt sind, eine verhältnismäßig geringe Zurückziehung
im Verhältnis zur Öffnungsbewegungsstrecke stattfindet. Dabei kommt es auf die Öffnungsweite
der Zangenspitzen im geöffneten Zustand an. In Fig. 1 ist die Öffnungsweite 17 eines
der beiden Zangenteile dargestellt. Die gesamte Öffnungsweite ist doppelt so groß.
Die Zurückziehung sollte mindestens ein Viertel der gesamten Öffnungsweite betragen.
[0021] Für die Zurückziehung wird den Zangenteilen eine zu ihrer Öffnungsbewegung zusätzliche
Bewegungskomponente aufgezwungen. In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 geschieht
dies dadurch, daß jeder Zangenteil zwei Anlenkpunkte 18, 19 aufweist, die auf vorbestimmten
Bahnen geführt sind, die am Werkzeugkörper fest angeordnet sind. Der Anlenkpunkt 18
ist am Ende eines Lenkers 20 schwenkbar angeordnet, dessen anderes Ende bei 21 am
Werkzeugkörper 1 schwenkbar gelagert ist. Die Führungsbahn des Anlenkpunkts 18 ist
demzufolge ein Kreisbogen 22. Der andere Anlenkpunkt 19 weist einen Gleiter auf, der
in einer Führungsnut 23 vor- und zurückgeweglich ist. Der Öffnungs- und Schließantrieb
kann auf herkömmliche Weise erfolgen und beispielsweise kann der Lenker 20 mit einem
hin- und hergehenden Schwenkantrieb verbunden sein, oder der Gleiter 19 ist mit einem
hin und her in Längsrichtung verlaufenden Antrieb verbunden. Die Führungsbahnen 22,
23 sind in ihrer Form so aufeinander abgestimmt, daß das vordere Ende der Zangenteile
5 sich beim Öffnen zuerst seitlich bewegt, um von dem zu bindenden Gegenstand freizukommen,
und dann nach hinten, wie es durch eine Folge strichpunktiert dargestellter Funktionsstadien
in Fig. 1 für einen der beiden Zangenteile veranschaulicht ist.
[0022] Die Führung kann auch auf beliebige andere Weise erfolgen. So können beispielsweise
beide Anlenkpunkte durch Lenker auf Kreisbogen geführt sein, wie dies für den Anlenkpunkt
18 im Ausführungsbeispiel gezeigt ist. Oder beide Anlenkpunkte sind in Gleitführungen
geführt oder der vordere Anlenkpunkt 18 ist in einer Gleitführung geführt und der
hintere 19 an einem Lenker.
[0023] Die Erfindung hat den Vorteil, daß Kabelbinder auch dann gebunden werden können,
wenn sie vor einer Wand 14 örtlich festgelegt sind. Sie können auch an Ösen gebunden
sein, wie die Ausführungsbeispiele in Fig. 4 und 5 dies veranschaulichen.
[0024] Damit Kabelbinder unterschiedlicher Abmessungen verwendet werden können, sind die
Zangenteile 5 teilbar ausgeführt. Wie in Fig. 6 dargestellt, besitzen sie einen hinteren
Basisteil 25, der die Anlenkpunkte 18 und 19 umfaßt. Dieser ist bei einer Fuge 26
über nicht gezeigte, lösbare Verbindungsmittel mit dem vorderen Teil 27 verbunden,
der die eigentliche Umschlingungsführung 4 bildet und ausgetauscht werden kann. Die
Merkmale des Anspruchs 7 verdienen ggf. Schutz unabhängig von den vorgeordneten Ansprüchen.
[0025] Die Führungsbahnen können andere Gestalt haben. Wünscht man beispielsweise, daß die
Seitenbewegungskomponente der Zangenteile der letzten Bewegungsphase geringer ist
als dargestellt, so kann man beispielsweise der Führungsbahn 23 die durch eine strichpunktierte
Linie 24 in Fig. 1 angedeutete, nach hinten außen gerichtete Kontur verleihen.
[0026] Ein Ausführungsbeispiel dieser Art ist in Fig. 7 schematisch dargestellt. Die Zangenteile
30 sind an dem Werkzeugkörper 31 zum einen durch je eine Rolle 32 in Führungsnuten
33 gehalten. Zum anderen sind sie am Anlenkpunkt 34 durch einen Lenker 35 geführt,
der um den am Werkzeugkörper 31 festen Punkt 36 schwenkbar gelagert ist. Die Lenker
35 sind durch ineinandergreifende Zahnsegmente 37, deren Zahnung durch Teilkreise
38 angedeutet ist, zu symmetrischer Bewegung verbunden. Der Antrieb für die Öffnungsbewegung
greift zweckmäßigerweise an der Schwenkwelle einer der beiden Lenker 35 an. Bei der
Schwenkbewegung bewegen sich die Anlenkpunkte 34 auf den strichpunktiert angedeuteten
Kreisbögen 39, während die Rollen 32 in den Führungsnuten 33 verbleiben. Links in
Fig. 7 sind einige Stadien I bis III der Öffnungsschwenkbewegung durch Angabe der
jeweiligen Position der Zangenspitzen und der Rollen 32 angedeutet. Man erkennt, daß
die Rückziehstrecke der Zangenspitzen größer ist als ihre seitlich gerichtete Bewegungsstrecke,
d. h. die Rückziehstrecke ist größer als die halbe Öffnungsweite.
[0027] Fig. 7 zeigt vor der Schloßhalterung 40 ein Klötzchen 41, das gestrichelt angedeutete
Führungsnuten für das Band enthält, die in die Führungsnuten 8 der Umschlingungszange
überleiten. Dieses Klötzchen 41 ist nach dem Einfädeln des vorlaufenden Bandendes
in die Schloßhalterung und vor oder bei Beginn des Spannens derart wegschwenkbar,
daß die Schloßhalterung während des Spannens in der Werkzeugstirn 15 liegt.
[0028] Häufig wird der Kabelbaum 12 nicht unmittelbar an der tragenden Struktur gebunden,
sondern wird zur Vorbereitung auf seine Montage an der tragenden Struktur in passender
Weise auf einem Legebrett 42 gebunden (Fig. 8). Auf dem Legebrett 42 ist zur Aufnahme
des zu bindenden Kabelbaums 12 eine Mehrzahl von Halterungen 43 befestigt, die den
Kabelbaum 12 in der ihm vorbestimmten Form halten. Die Halterungen 43 sind, wie man
in Fig. 9 erkennt, U-förmig zur Aufnahme des Kabelbaums 12 in der Vertiefung zwischen
zwei Schenkeln 44 ausgebildet.
[0029] Jede Halterung besitzt zwei Wände 45, von denen zumindest eine, vorzugsweise aber
beide in der in Fig. 9 erkennbaren Form mit zwei Schenkeln 44 zur Aufnahme des Kabelbaums
gestaltet sind. Sie wenden einander Innenflächen 46 zu, die zwischen sich eine Rinne
47 einschließen, die sich zu beiden Enden hin erweitert und in der Mitte am engsten
ist. Ihre Weite an der engsten Stelle ist wenig größer als die Breite 48 der freien
Enden 49 der Zangenteile 5, die am Werkzeugkörper 1 angebracht sind. In ihrer geöffneten
Stellung (Fig. 9) haben sie eine Öffnungsweite, die größer ist als die Dicke des Kabelbaums
12, so daß sie um diesen herum in die Rinne 47 der Halterung 43 gesenkt werden können.
Sollten sie dabei ein wenig schief stehen, wie es in Fig. 10 angedeutet ist, so sorgen
die Innenflächen 46 der Wände 45 sowie die Bodenfläche 52 der Rinne 47 als Führungsflächen
dafür, daß sie während der Schließbewegung, deren Richtung durch Pfeile in Fig. 9
und 10 angedeutet ist, in ihre korrekte Endstellung geführt werden, die in Fig. 11
veranschaulicht ist. Auf diese Weise bildet die Halterung 43 eine Führungseinrichtung
für die freien Enden 49 der Zangenteile 5.
[0030] In der Mitte der Halterung 43 ist die Befestigungsöse 7 lösbar befestigt. Die Befestigungsöse
7 besteht aus einem Ösenteil 54 mit Durchgangsöffnung 55 zur Aufnahme des Bandes und
einem Fußteil 56, der an seinem dem Ösenteil 54 zugewendeten Ende durch einen elastisch
federnden Teller 57 begrenzt ist. Der Fußteil 56 ist dazu bestimmt, bei der endgültigen
Montage des Kabelbaums 12 in einer Bohrung der den Kabelbaum tragenden Struktur, beispielsweise
der Wand 14, fest aufgenommen zu werden. Er ist zu diesem Zweck mit umlaufenden Haltezähnen
ausgebildet, die es gestatten, ihn in die Bohrung einzudrücken, die aber seiner Entfernung
daraus hohen Widerstand entgegensetzen. Der Teller 57 legt sich dabei auf die Oberfläche
der haltenden Struktur auf und macht die Öse wackelfrei. Es versteht sich, daß der
lediglich als Beispiel dargestellte Fuß durch irgendeine andere Haltekonstruktion
ersetzt werden könnte.
[0031] Die Halterung 43 enthält in ihrer Bodenfläche 52 in der Mitte der Rinne 47, wo sie
am engsten ist, eine Bohrung 60 als Aufnahme für den Fuß 56 der Befestigungsöse. Die
Bohrung 60 ist so bemessen, daß der Fuß der Befestigungsöse darin zwar sicher für
Montagezwecke gehalten ist, aber ohne wesentlichen Kraftaufwand daraus entnommen werden
kann, wenn der Kabelbaum fertig gebunden ist. Die Anordnung der Befestigungsöse in
der Halterung 43 gestattet es, die freien Enden 49 der Zangenteile 5 derart an den
Ösenteil heranzuführen, daß die Führungsnuten 8, die auf der Innenseite der Zangenteile
vorgesehen sind, sich fluchtend an die Bandöffnung 55 anschließen. Damit dies gewährleistet
ist, muß dafür gesorgt sein, daß die Bandöffnung 55 in Richtung der Rinne 47 der Halterung
43 verläuft. Zu diesem Zweck weist der Fuß 56 der Befestigungsöse mindestens eine
Längsnut 62 auf und ist in der Aufnahmebohrung 60 der Halterung 43 an entsprechender
Stelle ein Vorsprung 63 vorgesehen, der in die Nut 62 paßt. Dargestellt sind zwei
diametral einander gegenüberliegende Vorsprünge 63 in der Aufnahmebohrung 60; entsprechend
ist auch der Fuß 56 mit zwei diametral einander gegenüberliegenden Nuten 62 ausgerüstet.
[0032] Die seitlichen Führungsflächen 46 der Halterung 43 garantieren, daß die freien Enden
49 der Zangenteile 5 zwischen ihnen in bezug auf die Befestigungsöse richtig zentriert
sind. Diese Zentrierung genügt in solchen Fällen, in denen gewährleistet ist, daß
die Befestigungsöse stets nur unter Verwendung einer solchen Halterung bzw. Führungseinrichtung
montiert wird. Damit diese gegebenenfalls entbehrlich ist, ist es vorteilhafter, einen
entsprechenden Formschluß der freien Enden 49 der Zangenteile 5 auch gegenüber der
Befestigungsöse selbst herbeizuführen. Zu diesem Zweck laufen die freien Enden 49
der Zangenteile 5 jeweils in einem Paar von Fingern 64 aus, deren lichter Abstand
65 etwa der Breite 66 des Ösenteils 54 quer zur Richtung der Bandöffnung 55 gleicht
oder ein wenig größer ist. Dadurch nehmen die Finger 64 den Ösenteil zwischen sich
auf und zentrieren ihn. Die Breite 67 des Ösenteils parallel zur Richtung der Bandöffnung
55 ist hingegen ein wenig größer als die lichte Weite 65 zwischen den Fingern 64.
Es ist daher unmöglich, die Befestigungsöse in falscher Richtung zwischen den Fingern
64 unterzubringen. Die Zangenteile 5 können sich bei falscher Positionierung der Befestigungsöse
7 nicht schließen. Da der Bindevorgang nur dann ausgelöst werden kann, wenn sie geschlossen
sind, kann er in diesem Fall nicht stattfinden. Die Tiefe 68 des Zwischenraums zwischen
den Fingern 64 gleicht etwa der halben Breite 67. Es wäre aber auch denkbar, die Finger
64 lediglich an einem der beiden freien Enden 49 der Zangenteile vorzusehen. Ihre
Länge würde dann etwa der Breite 67 gleichen.
[0033] Damit die freien Enden 49 der Zangenteile 5 auch in der Höhe richtig an den Ösenteil
54 anschließen (s. Fig. 12 und 14), ist dieser an seinem oberen Rand mit Leisten 69
versehen, die mit dem Teller 57 oder einem anderen Vorsprung der Befestigungsöse einen
Zwischenraum einschließen, der etwa der Höhe der Finger 64 der Zangenteile 5 gleicht.
Der Formschluß zwischen den Zangenenden und der Befestigungsöse nicht nur in jeder
seitlichen Richtung, sondern auch in Höhenrichtung garantiert daher, daß die in den
Zangenteilen 5 vorgesehenen Führungsnuten 8, deren Flanken mit der Bezugsziffer 50
und deren Boden mit der Bezugsziffer 51 bezeichnet sind, korrekt an die Bandöffnung
55 anschließen, wobei deren Begrenzungen ein wenig weiter als diejenigen der Nuten
8 bemessen sind, damit das Band auch im Falle von üblichen Toleranzabweichungen störungsfrei
hindurchgeleitet wird.
[0034] Das Beispiel zeigt den unmittelbaren Formschluß zwischen dem Werkzeug und der Befestigungsöse.
Wenn diese nur mit Hilfe der Führungseinrichtung 43 montiert wird, kann er ersetzt
werden durch einen mittelbaren Formschluß zwischen dem Werkzeug und der Führungseinrichtung.
[0035] Durch die im Beispiel erläuterte Anordnung erhält man einen Kabelbaum, der mit den
Befestigungselementen verbunden ist und der anschließend sehr einfach montiert werden
kann, weil es nur noch erforderlich ist, die korrekt positionierten Befestigungselemente
in die Halteöffnungen der tragenden Struktur einzusetzen.
[0036] In Fig. 16a, b ist eine Ausführungsform des Werkzeugs mit vorlaufender Schloßhalterung
9 dargestellt. Zu Beginn des Spannens des Bandes ist die Schloßhalterung 9 in ihrer
dem Werkzeugkörper 1 nächsten Position (Fig. 16a). Während des durch den Vorschub
des freien Endes 11 des Bandes bewirkten Spannens bewegt sich das Schloß 10 und die
Schloßhalterung 9 vom Werkzeugkörper 1 weg zu der Bandschlinge hin (Fig. 16b). Die
Zangenteile 5 sind hierbei noch geschlossen; dies hat den Vorteil, daß auch noch während
des Spannvorgangs das Werkzeug leichter zu führen ist, beispielsweise durch ein Zusammenwirken
mit einer tragenden Struktur oder eine Befestigungsöse.
1. Werkzeug zum Binden eines Gegenstandes, insbesondere eines Kabelbaums, mittels eines
durch ein Schloß (10) zu schließenden Bandes, das an einer Stirn seines Werkzeugkörpers
(1) eine zumindest teilweise von beweglich am Werkzeugkörper (1) gehaltenen Zangenteilen
(5) gebildete Umschlingungszange (4), eine Schloßhalterung (9), eine Spanneinrichtung
zum Spannen des in der Umschlingungszange (4) und durch das Schloß (10) geführten
Bandes und eine Steuerungseinrichtung für das Öffnen der Umschlingungszange (4) und
das Spannen des Bandes aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerungseinrichtung
so ausgebildet ist, daß die Umschlingungszange (4) vor der Beendigung des Spannens
des Bandes geöffnet und um einen wesentlichen Teil ihrer vorderen Ausladung zurückgezogen
wird.
2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschlingungszange (4) um
wenigstens die Hälfte ihrer von der Schloßhalterung (9) ausgehend gemessenen Ausladung
(16) zurückziehbar ist.
3. Werkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschlingungszange
(4) um wenigstens ein Viertel ihrer größten Öffnungsweite zurückziehbar ist.
4. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an den aufklappbaren
Zangenteilen (5) jeweils zwei Anlenkpunkte (18, 19) vorgesehen sind, die längs vorbestimmter
Bahnen (22, 23, 24) am Werkzeugkörper (1) geführt sind.
5. Werkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Anlenkpunkt (18) mit
dem einen Ende eines am anderen Ende (21) am Werkzeugkörper (1) schwenkbar gelagerten
Lenkers (20) verbunden ist und die Bahnführung für den zweiten Anlenkpunkt (19) von
einer Gleitführung (23, 24) am Werkzeugkörper (1) gebildet ist.
6. Werkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß beide Anlenkpunkte mit dem einen
Ende je eines mit seinem anderen Ende am Werkzeugkörper schwenkbar gelagerten Lenkers
verbunden sind.
7. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zangenteile
(5) einen Basisteil (25), an dem wenigstens ein Anlenkpunkt (18, 19) angeordnet ist,
und einen auswechselbar damit verbundenen Teil (27) umfassen, der einen Bandführungsabschnitt
der Umschlingungszange trägt.
8. Anordnung zum Binden eines Gegenstands, insbesondere eines Kabelbaums (12), unter
Einschluß einer Befestigungsöse (7) mittels eines flexiblen Bandes, die ein Werkzeug
insbesondere nach den Ansprüchen 1 bis 7 umfaßt, das eine zumindest teilweise von
beweglich am Werkzeugkörper (1) gehaltenen Zangenteilen (5) gebildete Umschlingungsführung
zum Führen des Bandes um den Gegenstand (12) bildet, dadurch gekennzeichnet, daß die
freien Enden (49) der Zangenteile (5) sich in ihrem geschlossenen Zustand an die Befestigungsöse
(7) anschließen und diese einen Teil der Umschlingungsführung bildet.
9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Enden (49) der Zangenteile
(5) und die Befestigungsöse (7) unmittelbar oder mittelbar formschlüssig zusammenwirken.
10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsöse (7) an
ihrer dem Gegenstand (12) zugewendeten Seite einen die geschlossenen Zangenteile (5)
hintergreifenden Vorsprung (69) aufweist.
11. Anordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß an den freien
Enden (49) der Zangenteile (5) wenigstens ein Paar von im geschlossenen Zustand die
Befestigungsöse (7) zwischen sich einfassenden Fingern (64) vorgesehen ist und die
Breite (66) der Befestigungsöse (7) gemessen quer zur Richtung ihrer Bandöffnung (55)
wenig kleiner und ihre Breite (67) gemessen in Richtung ihrer Bandöffnung (55) größer
als der lichte Abstand (65) der Finger (64) voneinander ist.
12. Anordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit
der Befestigungsöse (7) lösbar verbundene Führungseinrichtung (43) mit zur Befestigungsöse
(7) hinführenden Führungsflächen (46, 52) für die Zangenteile (5) vorgesehen ist.
13. Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung an
einem Legebrett (42) für Kabelbäume (12) befestigt ist und eine Aufnahme (60) für
die Befestigungsöse (7) aufweist.
14. Anordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme (60) und die
Befestigungsöse (7) mit formschlüssig zusammenwirkenden Mitteln (62, 63) zum Ausrichten
der Befestigungsöse (7) auf die Führungseinrichtung (43) versehen sind.
15. Anordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Schloßhalterung
(9) des Werkzeugs in die von den Zangenteilen (5) gebildete Umschlingungsführung hinbeweglich
ist.
16. Anordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug eine Steuerungseinrichtung
aufweist, die so ausgebildet ist, daß die Bewegung der Schloßhalterung (9) die während
des Spannens erreichte Verkleinerung der von dem Band gebildeten Schlinge kompensiert.