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(11) |
EP 0 897 998 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.12.2001 Patentblatt 2001/49 |
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Anmeldetag: 31.07.1998 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: C23C 18/36 |
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Reduktives Ni-Bad
Reductive nickel bath
Bain de nickel reducteur
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE LI |
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Priorität: |
06.08.1997 DE 19733991
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.02.1999 Patentblatt 1999/08 |
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Patentinhaber: AMI Doduco GmbH |
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75181 Pforzheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Freudenberger, Renate, Dr.
70738 Stuttgart (DE)
- Macht, Walter
75180 Pforzheim (DE)
- Stiesch, Heidemarie
75449 Wurmberg (DE)
- Marka, Erwin
75203 Königsbach-Stein (DE)
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| (74) |
Vertreter: Twelmeier, Ulrich, Dipl.Phys. et al |
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Zerrennerstrasse 23-25 75172 Pforzheim 75172 Pforzheim (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 346 265 US-A- 3 489 576
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EP-A- 0 692 554 US-A- 4 483 711
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- KEPING H ET AL: "A SUPER HIGH SPEED ELECTROLESS NICKEL PLATING PROCESS" TRANSACTIONS
OF THE INSTITUTE OF METAL FINISHING, Bd. 74, Nr. PART 03, 1. Mai 1996, Seiten 91-94,
XP000594644
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein wässriges. saures, reduktiv abscheidendes Bad zum stromlosen
Abscheiden von Nickei.
[0002] Solche Bäder sind aus Wolfgang Riedel: Funkticneile Chemische Vernickelung, Eugen
G. Lenze Verlag in Saulgau/Württ. 1989 bekannt. Eine typische Anwendung ist das stromlose
Aufbringen einer Nickelschicht auf verkupferte Leiterplatten. An diese Nickelschicht
in Verbindung mit einer anschließend aufzubringenden Goldschicht mitteis Austauschvergoldung
werden hohe Anforderungen bezügiich einer guten Lötbarkeit, guten Bondbarkeit. Korrosionsbeständigkeit
und der Ausbildung planarer Pads, die für die folgende Bestückung mit Bauteilen notwendig
ist, gestellt. Die chemische Nickelschicht zwischen der Kupfer- und der Goldschicht
wirkt hier als eine Art Barriere, so daß möglichst kein Gold in die Kupferschicht
diffundieren kann, was die Lötfähigkeit verschlechtern würde. Für eine gute Nickel/Gold-Haftung
ist eine möglichst reine Nickelschicht nötig, wobei ein Phosphoranteil von unter 10
% erstrebenswert ist. Die bekannten Nickelbäder enthalten das abzuscheidende Nickel
in Form von Nickelsulfat oder Nickelchlorid. Das als Kation vorliegende Nickel muß
zum Zwecke seiner Abscheidung reduziert werden. Diese Aufgabe übernimmt Natriumhypophoshit.
Als Komplexbildner für das Nickel sind Zitronen-, Glycol-. Milch-, Äpfel-, Essig-,
Aminoessig-. Propion-. Bernsteinsäure, Ammonium-, Natrium-, Natriumhydroxyacetat,
Natriumzitrat. Natriumglyconat, Hydroxylaminsulfat und Mischungen von manchen dieser
Säuren bekannt. Um eine höhere Nickeiabscheiderate zu erhalten, ist im Bad ein Beschleuniger
enthalten. Als Beschleuniger ist Thioharnstoff (TU) bekannt. Dieser ist thermisch
jedoch nicht sonderlicn stabil. Zur Stabilisierung dieser Bäder sind Stabilisatoren
nötig. Bekannt sind Blei-, Zinn-, Arsen- und Molybdänverbindungen. Der Stabilisator
vermindert jedoch die Abscheiderate.
[0003] Ein Nachteil der bekannten Bäder liegt darin, daß zum Erreichen von passabien Abscheideraten
das Bad bei relativ hohen Temperaturen von über 90° C betrieben werden muß. Bei diesen
Temperaturen ist der Thioharnstoff nicht mehr ausreichend stabil und seine Wirkung
ist nicht mehr in vollem Umfang gegeben. Zur Aufrechterhaltung der Abscheiderate muß
deshalb ständig Thioharnstoff nachdosiert werden. Es kommt zu einer allmählichen Anreicherung
der Zersetzungsprodukte des Thioharnstoffs im Bad und somit auch zu einer vermehrten
Einiagerung von Schwefel in die Nickelschicht. Dadurch wird die abgeschiedene Nickelschicht
unedler. Dies führt zu einem erhöhten Auftreten von Korrosion nach der Austausch-Gold-Beschichtung,
im besonderen zur Lochkorrosion in Bohrungen der Leiterplatte. Die Korrosionswerte
verschlechtern sich mit zunehmendem Badalter, da immer mehr Thioharnstoff zugesetzt
werden muß. um die Abscheiderate aufrechtzuerhalten. Daraus ergibt sich für das Bad
nur eine Lebensdauer von ca. 5 MTO (MTO ist von
Metal
Turn -
Over abgeleitet). d.h., daß das gesamte im Bad enthaltene Nickel nur fünfmal umgesetzt
werden kann, bis das Bad verworfen werden muß.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt nun die
Aufgabe zugrunde, eine Zusammensetzung für ein Bad der eingangs genannten Art zu finden,
mit welcher eine qualitativ hochwertige Nickelschichtbildung mit möglichst wenig Fremdeiniagerungen
über eine längere Lebensdauer des Bads mit gleichbleibender Abscheiderate möglich
ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Bad mit der in Anspruch 1 angegebener
Zusammensetzung gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der abhängigen Ansprüche.
[0006] Zwischen der Konzentration des Nickelsalzes und seines Reduktionsmittels ist eine
direkte Beziehung vorhanden, da das Reduktionsmittel möglichst das ganze gelöste Nickel
reduzieren sollte. Eine Unterschreitung der angegebenen Untergrenze für die Nickelkonzentration
im Bad führt dazu, daß die Abscheiderate zu stark abnimmt, da zu wenig Nickel zur
Verfügung steht. Gleiches gilt für die Konzentration des Reduktionsmittels: Beim Unterschreiten
der unteren Konzentrationsgrenze wird zu wenig Nickel reduziert und die Abscheiderate
sinkt. Bei einer Überschreitung der angegebenen Obergrenze der Konzentration kommt
es zu Wildabscheidungen an ungewollten Stellen, so z.B. auch am Badbehälter, und zu
einer Aufsalzung des Bades durch Zersetzung des Reduktionsmittels, weiche mit einer
zunehmenden Viskosität verknüpft ist, welche das Abscheiden von Nickel in Bohrlöchern
von Leiterolatten erschwert.
[0007] Die Grenzen für den Komplexbildner sind so gewählt, daß an der Untergrenze der Konzentration
noch das gesamte Nickel komplexiert werden kann, während eine Überschreitung der Obergrenze
unwirtschaftlich wäre.
[0008] Die erfindungsgemäß verwendeten Beschleuniger. insbesondere das Thioharnstoffderivat.
sind thermisch stabiler und effizienter als die bisher eingesetzten Beschleuniger.
Dadurch ist es möglich sowohl die Konzentration des Beschleunigers als auch die Konzentration
des Stabilisators geringer zu halten als bisher Das hat den Vorteil, daß im Bad weniger
Zersetzunsprodukte entstehen als bisher. zumal die Konzentration des Beschleunigers
und die ihr folgende Konzentration des Stabilisators von vornherein niedriger sein
können als im Stand der Technik. Das führt nicht nur zu einer langeren Lebensdauer,
sondern auch zu einer besseren Beherrschbarkeit des Bades. Erste Erfahrungen zeigen,
daß mit erfindungsgemäßen Bädern Lebensdauern von bis zu 8 MTO erreicht werden.
[0009] Der Beschleuniger soll in der 1- bis 3-fachen Molkonzentration des Stabilisators
im Bad enthalten sein. Wird das Verhältnis zwischen Stabilisator und Beschleuniger
zum Stabilisator hin verschoben, so kommt es vermehrt zur Inhibierung von Leiterzugkanten
und Bohrlöchern. Bei einem Beschleunigerüberschuß kann vermehrt Lochkorrosion auftreten.
[0010] Der saure Charakter des Nickelbades ist durch die Carbon- und Hydroxycarbonsäuren
bestimmt; der pH-Wert wird durch Hinzufügen von Ammoniak zweckmäßigerweise auf einen
Wert zwischen 5 und 6 eingestellt. Eine gewisse Pufferwirkung tritt durch den verwendeten
Komplexbildner ein. Im Laufe der Zeit wird das Bad bedingt durch den Chemismus zunehmend
sauer. Fällt der pH-Wert zu stark ab, so wird er durch Ammoniakzugabe wieder angehoben.
Hypophosphit entfaltet seine reduzierende Wirkung im schwach sauren Bereich. Bei einem
pH-Wert oberhalb 6 vermindert sich die reduzierende Wirkung des Hypophosphits. Dasselbe
gilt für einen pH-Wert unter 5. Das Hypophosphit erreicht seine optimale reduzierende
Wirkung für pH-Werte zwischen 4,6 und 5,5. Das vorliegende Bad ist sehr gut dazu geeignet
Leiterplatten mit einer edlen Nickel-Haftschicht mit einem Phosphoranteil kleiner
als 10 % zu beschichten. Eine daran anschließende Überziehung der edlen Nickelschicht
mit einer Austausch-Goldschicht bewirkt eine Verminderung der Korrosion gegenüber
einer unedleren - mit Gold beschichteten - Nickelschicht. Das Austausch-Goldbad kann
in einem großen pH-Bereich zwischen 5.5 und 6,5 gefahren werden.
[0011] Zweckmäßigerweise iiegt die Badtemperatur zwischen 80° und 90° C, bevorzugt wird
eine Temperatur von 85° bis 90° C. In diesen Temperaturbereichen erhält man besonders
wirtschaftliche Abscheideraten. Oberhalb von 90° C wird der Beschleuniger vermehrt
zersetzt und es reichem sich Fremdatome im Bad an die dann zusammen mit dem Nickel
abgeschieden werden können und Lochkorrosion hervorrufen könnten.
[0012] Um eine Zersetzung des Stabilisators zu unterdrücken und damit einer Anreicherung
des metallischen Kations des Stabilisators im Bad entgegenzuwirken, ist erfindungsgemäß
vorgesehen, daß zusätzlich ein spezifisch den Stabilisator komplexierender Komplexbildner
zugesetzt ist. Vorzugsweise handelt es sich hierbei um Methylglycin-Diessigsäure,
die vorzugsweise in einem Konzentrationsverhältnis von 0,5 bis 5 ml pro Liter Badflüssigkeit
zugesetzt ist. Dadurch wird verhindert, daß das Kation des Stabilisators ausfällt
und sich bevorzugt an Kanten oder Bohrlöcher niederschlägt. Dadurch wird der sogenannten
Kantenschwäche entgegengewirkt, dies bedeutet, daß an den Kanten keine Inhibierung
durch den Stabilisator stattfindet, der die Nickelabscheidung lokal hemmen würde.
Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß sich der Stabilisator nicht so schnell verbraucht
und nachdosiert werden muß. Durch das Zusetzen des weiteren Komplexbildners wird verblüffenderweise
die Stabilität des Bades nicht beeinträchtigt. Ein Gehalt in dem genannten Bereich
ist vorteilhaft, jedoch ist durch eine höhere Konzentration keine Verschlechterung
der Badeigenschaften zu erkennen.
[0013] Vorzugsweise liegt der Nickelgehalt zwischen 6 und 8 g pro Liter Badflüssigkeit und
die Konzentration des Reduktionsmittels zwischen 25 und 35 g pro Liter Badflüssigkeit.
In diesen Konzentrationsbereichen ist das stöchiometrische Verhältnis zwischen dem
gelösten Nickel und seinem Reduktionsmittel besonders vorteilhaft, so daß sich eine
gleichbleibende Abscheiderate über mehrere MTO ergibt
[0014] Vorzugsweise liegt die Konzentration des Reduktionsmittels bei 30 g pro Liter Badflüssigkeit.
[0015] Vorzugsweise enthalten die Carbon oder Hydroxicarbonsäuren nicht mehr als 16 C-Atome.
[0016] Vorzugsweise enthalten die im Beschleuniger vorhandenen Alkyl-Gruppen nicht mehr
als 6, vorzugsweise nicht mehr als 4 C-Atome, bzw. die Aryl-Gruppen enthalten nicht
mehr als 9, vorzugsweise nicht mehr als 6 C-Atome.
[0017] Vorteilhafterweise wird als Komplexbildner eine Mischung aus Milch-, Äpfel- und/oder
Essigsäure verwendet, dessen Molverhältnis vorzugsweise etwa 11 : 4 : 1 lautet. Dieses
Verhältnis hat sich als besonders förderlich in Bezug auf die Komplexierung des ionogenen
Nickels herausgestellt. Vorteilhaft entfaltet sich die Wirkung des Komplexbildners
für eine Molkonzentration zwischen 0,6 und 0,8 Mol pro Liter. Für den Stabilisator
ist ein Gehalt von ungefähr 1 mg pro Liter Badflüssigkeit günstig.
[0018] Als bevorzugter Beschleuniger wird N-Ethyl-Thicharnstoff oder Benzyl-lsothioharnstoff
verwendet Diese beiden Stoffe sind thermisch stabil, so daß kaum eine Zersetzung stattfindet,
welche eine Nachdosierung nötig machen würde. Durch die geringe Bildung von Schwefel
erhält man eine sehr reine Nickelschicht mit wenig eingebauten Fremdatomen, was zu
einer guten Korrosionsbeständigkeit führt.
[0019] Ein erstes Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Nickelbad enthält in 1 Liter
Badflüssigkeit:
◆ 7 g Nickel in Form eines Nickelsulfats
◆ 35 g Natriumhypophosphit als Reduktionsmittel
◆ 27 g Milchsäure 90 %ig
◆ 23 g Bemsteinsäure
◆ 6 g Essigsäure
◆ 2 mg Blei in Form von Bleiacetat
◆ 1 mg N, N'-Ethylen-Thioharnstoff
◆ 2 ml Methylglycindiessigsäure
◆ Rest ist Wasser und Ammoniak.
[0020] Der pH-Wert des Bades soll 5,0 betragen und wird mit Ammoniaklösung eingestellt.
Das Bad wird bei einer Temperatur von 88-90° C betrieben und ermöglicht eine Abscheiderate
von 15 bis 21 µm pro Stunde.
[0021] Die Vorteile und Verbesserungen gegenüber dem Stand der Technik dieses Ausführungsbeispiels
sind vielfältig. So wird eine gleichbleibende Abscheiderate bis zu einem Badalter
von ca. 8 MTO erzielt - was gegenüber den bekannten Badern eine betrachtliche Steigerung
bedeutet - wobei keine Wildabscheidungen stattfinden. Das Nickel wird nur an den dafür
vorgesehenen Stellen abgeschieden so wird es z.B. nicht über den Bereich des zu beschichtenden
Leiterzuges hinaus auf der Leiterplatte abgeschieden. Überraschenderweise liegt der
Phosphorgehalt in der Nickelschicht unter 10 %. Dies läßt sich aus der Gleichmäßigkeit
der Abscheiderate - bedingt durch ein abgestimmtes Beschleuniger/Stabilisator-Verhältnis
zusammen mit einem abgestimmten Komplexbildner-Verhältniserklären. Die verringerte
Mitabscheidung von Phosphor hat jedenfalls den Vorteil, daß die Haftung von Gold auf
dem abgeschiedenen Nickel verbessert wird. Durch das Verwenden des neuen Beschleunigers,
insbesondere N-Ethyl-Thioharnstoff, verringert sich die Gefahr von Lochkorrosion,
da die Einlagerung von Schwefel in die abgeschiedene Nickelschicht verringert wird.
Besonders vorteilhaft wirkt sich die gute Haftung von Gold auf der Nickelschicht -
bedingt durch einen Phosphor-Anteil kleiner 10 % - auf Leiterplatten aus. Außerdem
erhält man bei diesen geringen Phosphor-Anteilen in der Nickelschicht gut löt- und
bondbare Nickel/Gold-Schichten auf der Leiterplatte über das gesamte Badalter des
Nickelbades.
[0022] Ein zweites Ausführungsbeispiel unterscheidet sich vom ersten nur dadurch, daß dem
Nickelbad 3 ml Methylglycin-Diessigsäure beigesetzt ist. Dadurch wird erreicht. daß
der Stabilisator teilweise komplexiert wird, wodurch überraschenderweise die Anreicherung
von Blei, z.B. an einer Leiterzugkante, vermindert wird.
[0023] Diese Inhibierung des Stabilisators Blei hat sonst zur Folge, daß an diesen Stellen
die Abscheidung von Nickel gehemmt ist, was als Kantenfehler bezeichnet wird.
1. Wässriges, saures, reduktiv abscheidendes Bad zum stromlosen Abscheiden von Nickel,
welches in 1 Liter Badflüssigkeit folgende Mengen an gelösten Stoffen enthält:
◆ 3 bis 10 g Nickel in Form eines Nickelsalzes,
◆ 5 bis 45 g eines Hypophosphits als Reduktionsmittel,
◆ 0,4 bis 1 Mol einer oder mehrerer Verbindungen aus der Gruppe der Carbon- und Hydroxicarbonsäuren,
einschließlich ihrer Di- und Tricarbonsäuren, als Komplexbildner für das Nickel,
◆ 0,5 bis 3 mg eines Blei-, Zinn-, Arsen-, Thallium- oder Molybdän-Acetats oder -Sulfats
als Stabilisator,
◆ als Beschleuniger ein Thioharnstoff-, Isothioharnstoff- oder Rhodanidderivat, welche
als Substituenten, am Stickstoff oder Schwefel, Alkyl- und/oder Aryl-Gruppen aufweisen,
in der 1 bis 3-fachen Molkonzentration des Stabilisator und
◆ ein spezifisch den Stabilisator komplexierender Komplexbildner zugesetzt ist.
2. Bad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Komplexbildner für den Stabilisator Methylglycin-Diessigsäure zugesetzt ist.
3. Bad nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Nickelgehalt zwischen 6 und 8 g pro Liter Badflüssigkeit liegt
4. Bad nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration des Reduktionsmittels zwischen 25 und 35 g pro Liter Badflüssigkeit
liegt
5. Bad nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration des Reduktionsmittels bei 30 g pro Liter Badflüssigkeit liegt.
6. Bad nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Carbon- oder Hydroxicarbonsäuren nicht mehr als 16 C-Atome enthalten.
7. Bad nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Komplexbildner für das Nickel Milch-, Äpfel- und/oder Essigsäure enthält.
8. Bad nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Komplexbildner für das Nickel aus Milch-, Äpfel- und Essigsäure im Molverhältnis
von etwa 11 : 4 : 1 besteht.
9. Bad nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration des Komplexbildners für das Nickel zwischen 0,6 und 0,8 Mol pro
Liter Badflüssigkeit liegt.
10. Bad nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration des Stabilisators etwa 1 mg pro Liter Badflüssigkeit beträgt.
11. Bad nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration des den Stabilisator komplexierenden Komplexbildners zwischen 0,5
und 5 ml pro Liter Badflüssigkeit liegt.
12. Bad nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die im Beschleuniger vorhandenen Alkyl-Gruppen nicht mehr als 6, vorzugsweise nicht
mehr als 4 C-Atome, bzw. die Aryl-Gruppen nicht mehr als 9, vorzugsweise nicht mehr
als 6 C-Atome, enthalten.
13. Bad nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Thioharnstoffderivat ein N-Ethyl-Thioharnstoff ist.
14. Bad nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Isothioharnstoffderivat ein Benzyl-Isothioharnstoff ist.
1. An aqueous, acidic reducing bath for the electroless deposition of nickel, containing
the following quantities of solved substances in 1 litre of bath liquid:
- 3 to 10 grams of nickel in the form of a nickel salt;
- 5 to 45 grams of a hypophosphite as a reductive agent;
- 0.4 to 1 mol of one or more compounds from the group of carbonic and hydroxy acids,
including their dicarbonic and tricarbonic acids, as a complexing agent for the nickel;
- 0.5 to 3 mg of a lead, tin, arsenic, thallium or molybdenum acetate or a lead, tin,
arsenic, thallium or molybdenum sulphate as a stabiliser;
- a derivative of thiourea, isothiourea or rhodanite, as an accelerator, containing
alkyl and/or aryl groups as substituents on the nitrogen or sulphur, in 1 to 3 times
the mol concentration of the stabiliser; and
- a complexing agent for complexing specifically the stabiliser.
2. The bath as defined in Claim 1, characterised in that methyl glycine diacidic acid has been added as a complexing agent for the stabiliser.
3. The bath as defined in any of the preceding claims, characterised in that the nickel content is between 6 and 8 grams per litre of the bath liquid.
4. The bath as defined in any of the preceding claims, characterised in that the concentration of the reducing agent is between 25 and 35 grams per litre of the
bath liquid.
5. The bath as defined in any of the preceding claims, characterised in that the concentration of the reducing agent is 30 grams per litre of the bath liquid.
6. The bath as defined in any of the preceding claims, characterised in that the carbonic or hydroxy acids contain maximally 16 C atoms.
7. The bath as defined in any of the preceding claims, characterised in that the complexing agent for the nickel contains lactic, malic and/or acidic acid.
8. The bath as defined in any of the preceding claims, characterised in that the complexing agent for the nickel consists of lactic, malic and acidic acid in
a mol ratio of about 11 : 4 : 1.
9. The bath as defined in any of the preceding claims, characterised in that the concentration of the complexing agent for the nickel is between 0.6 and 0.8 mols
per litre of the bath liquid.
10. The bath as defined in any of the preceding claims, characterised in that the concentration of the stabiliser is about 1 mg per litre of the bath liquid.
11. The bath as defined in any of the preceding claims, characterised in that the concentration of the complexing agent for complexing the stabiliser is between
0.5 and 5 ml per litre of the bath liquid.
12. The bath as defined in any of the preceding claims, characterised in that the alkyl groups present in the accelerator contain maximally 6, preferably maximally
4 C atoms, and that the aryl groups contain maximally 9, preferably maximally 6 C
atoms.
13. The bath as defined in any of the preceding claims, characterised in that the thiourea derivative is an N-ethyl-thiourea.
14. The bath as defined in any of Claims 1 to 13, characterised in that the isothiourea derivative is a benzyl isothiourea.
1. Bain aqueux, acide de précipitation par réduction pour la précipitation sans courant
de nickel, qui contient, dans 1 litre de liquide du bain, les quantités indiquées
ci-après de substances dissoutes :
- de 3 à 10 g de nickel sous la forme d'un sel de nickel,
- de 5 à 45 g d'un hypophosphite à titre d'agent de réduction,
- de 0,4 à 1 mole d'un ou de plusieurs composés choisis parmi le groupe comprenant
des acides carboxyliques et hydroxycarboxyliques, y compris leurs acides dicarboxyliques
et tricarboxyliques, à titre de formateur de complexe pour le nickel,
- de 0,5 à 3 mg de l'acétate ou d'un sulfate de plomb, d'étain, d'arsenic, de thallium
ou de molybdène, à titre de stabilisateur,
- à titre d'accélérateur, un dérivé de thiourée, d'isothiourée ou de rhodanide qui
présente, à titre de substituants sur l'atome d'azote ou sur l'atome de soufre, des
groupes alkyle et/ou des groupes aryle, en une concentration molaire de 1 à 3 fois
supérieure à celle du stabilisateur, et
- auquel on ajoute un formateur de complexe qui complexe le stabilisateur de manière
spécifique
2. Bain selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on ajoute à titre de formateur de complexe pour le stabilisateur, de l'acide diacétique
de méthylglycine.
3. Bain selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la teneur en nickel se situe entre 6 et 8 g par litre de liquide du bain.
4. Bain selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la concentration de l'agent de réduction se situe entre 25 et 35 g par litre de liquide
du bain.
5. Bain selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la concentration de l'agent de réduction se situe à 30 g par litre de liquide du
bain.
6. Bain selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les acides carboxyliques ou hydroxycarboxyliques ne contiennent pas plus de 16 atomes
de carbone.
7. Bain selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le formateur de complexe pour le nickel contient de l'acide lactique, de l'acide
malique et/ou de l'acide acétique.
8. Bain selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le formateur de complexe pour le nickel est constitué d'acide lactique, d'acide malique
et d'acide acétique dans le rapport molaire d'environ 11:4:1.
9. Bain selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la concentration du formateur de complexe pour le nickel se situe entre 0,6 et 0,8
mole par litre de liquide du bain.
10. Bain selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la concentration du stabilisateur s'élève à environ 1 mg par litre de liquide du
bain.
11. Bain selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la concentration du formateur de complexe complexant le stabilisateur se situe entre
0,5 et 5 ml par litre de liquide du bain.
12. Bain selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les groupes alkyle présents dans l'accélérateur ne contiennent pas plus de 6, de
préférence plus de 4 atomes de carbone, respectivement les groupes aryle ne contiennent
pas plus de 9, de préférence pas plus de 6 atomes de carbone.
13. Bain selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dérivé de thiourée est une N-éthyl-thiourée.
14. Bain selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dérivé d'isothiourée est une benzylisothiourée.