[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Transportieren eines Gleisabschnitts,
insbesondere Weiche, Kreuzung oder Herzstückbereich, zu einem Verlegeort, wobei der
Gleisabschnitt auf zumindest einem ersten Transportwagen auf einem Standardgleis in
die Nähe des Verlegeortes transportiert wird und sodann mittels Kränen von dem Transportwagen
angehoben wird, die ihrerseits mit dem Gleisabschnitt auf einem Hilfsgleis zu dem
Verlegeort verfahren werden, um schließlich den Gleisabschnitt abzusenken und einzubauen.
[0002] Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine Vorrichtung zum Transportieren eines Gleisabschnitts
zu einem Verlegeort, wobei der Gleisabschnitt gegebenenfalls über eine Traverse mittels
zumindest zweier Kräne von zumindest einem ersten Transportwagen angehoben und auf
einem Hilfsgleis zu dem Verlegeort verfahrbar ist.
[0003] Auf Schwellen montierte Weichen werden häufig von einer Fabrikationsstätte zum Verlegeort
mittels schienengebundener Fahrzeuge transportiert und sodann verlegt. Nach dem Stand
der Technik wird ein entsprechender Gleisabschnitt von einer Traverse abgestützt und
mittels dieser transportiert. Am Ort des Einbaus kann der Gleisabschnitt auf Hilfstraversen
übergeben und sodann mittels dieser abgesetzt und eingebaut werden.
[0004] Da die Gleisabschnitte Längen von 50 m und mehr aufweisen können, bereitet das Umsetzen
von der Transporttraverse auf die Hilfstraversen erhebliche Probleme. Daher ist in
der EP 0 146 164 B1 vorgesehen, dass während des Transports die Traverse von Kränen
gehalten werden, die ihrerseits auf einem mit Rädern versehenen Chassis montiert sind,
um auf ein Standardgleis verfahren zu werden. Um die Traverse an den Verlegeort zu
bringen, werden außerhalb der Transportschienen verlaufende Hilfsschienen angeordnet,
auf die sich die Chassis über Hilfsfahrgestelle abstützen, die über Zylinder ausfahrbar
sind, um sodann die Kräne zu dem Verlegeort zu fahren. Als Kräne selbst gelangen Auslegerkräne
zum Einsatz.
[0005] Nach der DE 33 40 739 A1 ist ein Gleis von einer Traverse herabhängend auf einem
Fahrwerk abstützbar, welches auf einem Gleis verfahrbar ist. Das Fahrwerk selbst wiederum
ist mittels einer Raupe, welches neben dem Gleis verfahrbar ist, anheb- und absenkbar.
[0006] Die DE 29 28 152 bezieht sich auf eine Einrichtung zum Aufnehmen bzw. Verlegen von
Gleisweichen und -kreuzungen. Dabei wird ebenfalls ein Raupenfahrzeug benutzt, welches
in gewünschtem Umfang zur Gleislängsachse drehbar ist.
[0007] Die US 5,127,335 sieht zum Verlegen von Kreuzungen und Weichen Raupenfahrzeuge vor,
die integraler Bestandteil einer das zu verlegende Gleisteil tragenden Traverse ist.
[0008] Die FR 2 561 275 bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verlegen eines Gleisteils,
wobei ein über Räder abstützbares Fahrzeug verwendet wird, das sich zu beiden Seiten
der Schienen des Gleises abstützt.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass mit konstruktiv einfachen Maßnahmen
auch flächenmäßig, insbesondere hinsichtlich der Breite große Gleisabschnitte verlegt
werden können, wobei ggf. auch hohe Lasten tragende Kräne zum Einsatz gelangen sollen,
die problemlos sowohl auf Standardgleisen als auch auf dem Hilfsgleis verfahrbar sind.
[0010] Verfahrensmäßig wird das Problem im Wesentlichen dadurch gelöst, dass als Kräne Portalkräne
verwendet werden, die während ihres Transportes auf dem Standardgleis mit eingeklappten
Rahmenbeinen auf zumindest einem zweiten Transportwagen derart transportiert werden,
dass die beim Verfahren auf dem Hilfsgleis in einer quer zu dessen Längsrichtung verlaufenden
Ebene sich abstützenden Rahmenbeinen in Längsrichtung des Standardgleises ausgerichtet
werden, dass zum Aufsetzen des Portalkrans auf das Hilfsgleis dieser zunächst mittels
einer von dem zweiten. Transportwagen ausgehenden Hebeeinrichtung angehoben und sodann
um 90° oder in etwa 90° gedreht wird, die Rahmenbeinen in einem Umfang ausgeklappt
werden, dass diese auf dem Hilfsgleis positioniert sind, und dass anschließend der
Portalkran zu dem Gleisabschnitt positioniert, der Gleisabschnitt angehoben und mittels
des Kranes zu dem Verlegeort transportiert und dort abgesenkt wird. Dabei sollte vor
dem Positionieren des Portalkrans zu dem Gleisabschnitt der Portalkran bei sich auf
dem Hilfsgleis abstützenden Rahmenbeinen weiterhin angehoben werden, bis dass die
Rahmenschenkel bildende Abschnitte im erforderlichen Umfang zueinander ausgerichtet
und sodann gesichert werden.
[0011] Erfindungsgemäß werden zum Aufnehmen des Gleisabschnitts von dem ersten Transportwagen
und zur Übergabe auf das Hilfsgleis, über das der Gleisabschnitt an den Verlegeort
transportiert wird, Portalkräne benutzt, die wie der Gleisabschnitt auf Transportwagen
transportiert werden, ohne dass es gesonderter Gleise bedarf; denn durch die zusammenklappbaren
Beine sowie das Ausrichten des Portalkrans während des Transportes auf dem Standardgleis
wird das zulässige Raumprofil eines Standardgleises nicht überschritten, so dass ein
üblicher Transport erfolgen kann. Erst wenn der Portalkran auf das Hilfsgleis umgesetzt
werden soll, dessen Spur erheblich breiter als die des Standardgleises ist, erfolgt
ein Drehen des Portalkrans und ein Ausklappen dessen Beine, so dass der Portalkran
über den zu verlegenden Gleisabschnitt verfahren werden kann, um den Gleisabschnitt
anzuheben und zum Verlegeort transportieren zu können.
[0012] Dabei ist der Gleisabschnitt vorzugsweise über eine Traverse unmittelbar auf dem
bzw. den ersten Transportwagen gelagert, so dass die Portalkräne selbst zur Sicherung
des Gleisabschnittes nicht benutzt werden müssen.
[0013] Dadurch, dass sich der Portalkran nach dem Drehen um 90° und dem Ausklappen der Rahmenbeine
auf dem Hilfsgleis bzw. dessen Schienen abstützt, erfolgt bis zum vollständigen Ausrichten
des Portalkrans eine Lastaufteilung sowohl über die von dem zweiten Transportwagen
ausgehende Hebeeinrichtung, bei der es sich vorzugsweise um einen Scherenhubtisch
handelt, als auch über das Hilfsgleis selbst, so dass erstere entsprechend dimensioniert
werden kann.
[0014] Der Portalkran selbst wird entlang des Hilfsgleises über motorangetriebene Radelemente
abgestützt, so dass ein problemloses und genaues Verfahren möglich ist. Dabei kann
der Portalkran ferngesteuert auf dem Hilfsgleis verfahrbar sein. Insbesondere ist
vorgesehen, dass zwei einander zugeordnete Portalkräne zum Transportieren eines Gleisabschnitts
derart ansteuerbar sind, dass der erste Portalkran über eine erste Fernsteuerung und
der zweite Portalkran über eine zweite Fernsteuerung betätigt werden, wobei die zweite
Femsteuerung derart umstellbar ist, dass sowohl der erste als auch der zweite Portalkran
synchron betätigbar sind. Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, dass nach Ausrichten
des ersten und zweiten Portalkrans zueinander diese gemeinsam derart ansteuerbar sind,
dass im erforderlichen Umfang synchrone Bewegungen wie z.B. das Anheben des Gleisabschnittes
und sodann dessen Verfahren entlang des Hilfsgleises bzw. das Absetzen des Gleisabschnittes
am Verlegeort durchführbar sind.
[0015] Durch die erfindungsgemäße Lehre können auf kostengünstigem Wege Gleisabschnitte
an gewünschten Orten verlegt werden, wobei auf ansonsten erforderliche Sonderkonstruktionen
von üblichen Auslegerkränen verzichtet wird.
[0016] Vorrichtungsmäßig zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, dass die Kräne Portalkräne
mit beim Transport auf zumindest einem zweiten. Transportwagen zusammengeklappten,
von einem Hochrahmen ausgehenden Rahmenbeinen sind, dass jeder Portalkran auf dem
zweiten Transportwagen auf einer Hebevorrichtung befestigt ist, die um eine vertikal
verlaufende Achse zum Ausrichten vom beim Transport in einer in Längsrichtung des
Gleises verlaufenden Ebene angeordneten Rahmenschenkel in eine quer zur Längsrichtung
verlaufende Ebene drehbar ausgebildet ist. Dabei handelt es sich bei der Hebevorrichtung
vorzugsweise um einen Hubtisch, insbesondere Scherenhubtisch, der mittels Spindelantriebs
anheb- bzw. absenkbar ist.
[0017] Durch die erfindungsgemäße Lehre ist mit einfachen Maßnahmen ein eine hohe Last aufnehmender
und auf Gleisen breiter Spur verfahrbarer Portalkran zum Verlegen eines Gleisabschnittes
nutzbar, wobei der Portalkran selbst beim Transport auf Standardgleisen übliche und
damit zulässige Raumprofile nicht überschreitet.
[0018] Dies ermöglicht die erfindungsgemäße Lehre dadurch, dass der Portalkran einerseits
zusammenklappbare Rahmenbeine und andererseits auf einer Dreh- und Hebevorrichtung
auf dem zweiten Transportwagen während des Verfahrens auf dem Standardgleis abgestützt
ist, um zum Ausrichten oder Abstellen auf ein Hilfsgleis im erforderlichen Umfang
gedreht und angehoben zu werden. Der Hubtisch selbst ist vorzugsweise mittels eine
Drehkranzes drehbar ausgebildet, der von einem transportwagenseitigen Rahmen bzw.
einer Grundplatte ausgeht, die bzw. der über den Transportwagenboden durchsetzende
Elemente wie Bolzen unverdrehbar auf dem Transportwagen angeordnet ist. Hierdurch
werden von dem Transportwagen die erforderlichen Gegenkräfte auch zum Drehen des Portalkrans
aufgenommen. Ferner ist der Rahmen bzw. die Grundplatte über transportwagenrandseitige
Halterungen an dem Transportwagen selbst gesichert. Hierbei kann es sich um U-förmige
Bügel handeln, die sich einerseits oberhalb des Rahmens bzw. der Grundplatte und andererseits
unterhalb der Ladefläche des Transportwagens erstrecken.
[0019] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Portalkran eine Laufkatze
aufweist, die mittels eines Zahnstangenantriebs verfahrbar ist.
[0020] Zu den Rahmenbeinen selbst ist anzumerken, dass jedes aus über ein Gelenk verbundenen
Abschnitten besteht, wobei jedes Gelenk schenkelaußenseitig in einer Ebene verläuft,
die bei auf dem Hilfsgleis angeordnetem Portalkran quer zur Längsrichtung des Hilfsgleises
verläuft. Hierdurch besteht die Möglichkeit, den Portalkran zunächst mit in Gleisrichtung
nach außen abgewinkelten Rahmenbeinabschnitten wie -schenkeln auf dem Hilfsgleis während
des Anhebens abzustützen, so dass beim Anheben des Portalkrans eine Lastenverteilung
zwischen Hubtisch und Hilfsgleis selbst erfolgt.
[0021] Des Weiteren ist vorgesehen, dass die in einer Ebene entlang des Hilfsgleises verlaufenden
Rahmenbeine über ein während des Transportes entfernbares Verbindungselement wie Strebe
verbindbar sind. Hierdurch erfährt der Portalkran beim Transport des Gleisabschnittes
eine hohe Stabilität.
[0022] Auch wenn vorzugsweise jedes Rahmenbein endseitig über motorangetriebene Laufräder
auf dem Hilfsgleis abgestützt ist, so besteht selbstverständlich die Möglichkeit,
dass nur einige der Laufräder motorangetrieben sind.
[0023] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur
aus den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen - für sich und/oder in Kombination
-, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung von der Zeichnung zu entnehmenden
bevorzugten Ausführungsbeispielen.
[0024] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Vorderansicht einer ersten Ausführungsform eines Portalkrans zum Verlegen eines
Gleisabschnitts,
- Fig.2
- eine Seitenansicht des Portalkrans nach Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Draufsicht des Portalkrans nach Fig. 1 und 2,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht einer von zwei Portalkränen zu einem Verlegeort transportierbaren
Traverse mit an dieser befestigtem Gleisabschnitt,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform eines Portalkrans in auf ein Hilfsgleis
ausgerichteter-Position,
- Fig. 6
- der Portalkran nach Fig. 5 in auf dem Hilfsgleis abgestützter Position,
- Fig. 7
- einen Ausschnitt eines Hilfsgleises,
- Fig. 8
- einen Schnitt entlang der Linie AA in Fig. 7,
- Fig. 9
- eine Spurhalteeinrichtung für das Hilfsgleis gemäß Fig. 7 in Seitenansicht,
- Fig. 10
- die Spurhalteeinrichtung nach Fig. 9 in Draufsicht,
- Fig. 11
- in Draufsicht auf Stoß miteinander verbundene Schienenabschnittedes Hilfsgleises gemäß
Fig. 7 und
- Fig. 12
- eine Lasche der Verbindung gemäß Fig. 11.
[0025] Um einen von einer Traverse 10 aussehenden Gleisabschnitt 12 wie Weiche von einer
Fabrikationsstätte zu einem Verlegeort zu transportieren, wird die Traverse 10 mit
dem Gleisabschnitt 12 auf Transportwagen gelagert und in die Nähe des Verlegeortes
auf üblichen Gleisen, die als Standardgleise bezeichnet werden, transportiert. Die
entsprechenden Schienen sind in Fig. 1 und Fig. 6 mit dem Bezugszeichen 14 und 16
versehen.
[0026] Um die Traverse 10 mit dem Gleisabschnitt 12 von den Transportwagen aufzunehmen und
sodann unmittelbar zu dem Verlegeort zu transportieren und dort einzubauen, werden
von weiteren Transportwagen Portalkräne 18, 20 mitgenommen, die das für das Standardgleis
zulässige Raumprofil nicht überschreiten, gleichwenn die Portalkräne 18, 20 zum Umsetzen
der Traverse 10 von dem Transportwagen und sodann zum Verlegeort über ein Hilfsgleis
verfahren werden, dessen Schienen 22, 24 außerhalb der des Standardgleises verlaufen,
also eine erheblich breitere Spur aufweisen.
[0027] Um dies zu bewerkstelligen, weisen die Portalkräne 18, 20 erfindungsgemäß von einem
Hochrahmen 26 ausgehende Rahmenbeine 28, 30, 32, 34 auf, die jeweils zumindest aus
zwei gegeneinander verschwenkbaren Abschnitten, einem äußeren Abschnitt 36, 40 und
einem von dem Hochrahmen 26 ausgehenden inneren Abschnitt 38, 42 zusammengesetzt sind.
Selbstverständlich können auch mehr als zwei zueinander verschwenkbare Abschnitte
36, 38 bzw. 40, 42 jeden oder zumindest einige der Rahmenbeine 28, 30, 32, 34 bilden.
Dabei sind die Abschnitte 36, 38, 40, 42 über ein Scharnier 44, 45, Gelenk oder ein
gleichwirkendes Element verbunden.
[0028] Die Abschnitte 36, 38, 40, 42 sind nach außen klappbar. Hierzu muss zunächst der
Hochrahmen 26 in einem Umfang angehoben und um vorzugsweise 90° gedreht werden, dass
die sich auf einem Transportwagen abstützenden inneren Abschnitte 38, 42 frei sind
und die äußeren Abschnitte 36, 40 verschwenkt werden können, um in nachstehend beschriebener
Art auf das Hilfsgleis bzw. dessen Schienen 22, 24 abgesetzt und sodann wieder angehoben
zu werden, bis die Rahmenbeine 26, 28, 30, 32 bzw. deren Abschnitten 36, 38, 40, 42
im erforderlichen Umfang zueinander ausgerichtet sind. Der Rahmen 26 kann dabei über
nicht dargestellte Teleskopeinrichtungen wie Stempel, die von dem Hochrahmen 26 ausgehen
können, oder einen Hubtisch (Fig. 5, 6) angehoben werden.
[0029] Die in einer Ebene quer zum Hilfsgleis verlaufenden Rahmenbeine, also die Rahmenbeine
28, 30 einerseits und die Rahmenbeine 32, 34 andererseits, können zueinander verschwenkbar
und somit abstandsveränderbar ausgebildet sein, um von den äußeren Abschnitten 36,
40 endseitig ausgehende Laufräder 46, 48, 50, 52 auf die Spur des Hilfsgleises, also
auf den Abstand der Hilfsschienen 22, 24 ausrichten zu können. Hierzu sind an dem
Hochrahmen 26 angelenkte Teleskopstreben 54, 56 vorgesehen, die ihrerseits gelenkig
mit den inneren Abschnitten 38, 42 der Rahmenbeine 28, 30, 32, 34 verbunden sind.
[0030] Vorzugsweise gehen jeweils zwei Laufräder 46, 48 bzw. 50, 52 von jedem äußeren Abschnitt
36, 40 der Rahmenbeine 28, 30, 32, 34 aus, wobei zumindest eines der Räder 46, 52
mittels eines Motors antreibbar ist, um die Portalkräne 18, 20 entlang des Hilfsgleises
verfahren zu können.
[0031] Vom Hochrahmen 26 gehen übliche Hebemittel, Steuer- und Antriebseinrichtungen aus,
um die Traverse 10 mit dem Gleisabschnitt 12 in erforderlichem Umfang anzuheben bzw.
absenken zu können.
[0032] Ferner sind die in einer entlang des Hilfsgleises verlaufenden Ebene angeordneten
Rahmenbeine 30, 32 bzw. 28, 34 über Längsstreben 58 verbindbar, die bei zusammengeklappten
Rahmenbeinen 28, 30, 32, 34 entfernt sind.
[0033] Den Fig. 5 und 6 sind weitere hervorzuhebende und die Erfindung prägende Merkmale
zu entnehmen, wobei für Elemente, die im Zusammenhang mit den Fig. 1 bis 3 beschrieben
worden sind, grundsätzlich gleiche Bezugszeichen verwendet werden.
[0034] Wie aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich, geht von einem Transportwagen 60 ein Hubtisch
62 mit Scherenarmen 64, 66 aus, um den Rahmen 26 und damit den Portalkran im erforderlichen
Umfang anzuheben und drehen zu können. Hierzu ist der Hubtisch 62 auf einem Drehkranz
68 abgestützt, der über eine Grundplatte oder einen Grundrahmen 70 mit dem Transportwagen
60 verbunden ist. Dabei gehen von dem Grundrahmen bzw. der Grundplatte 70 Bolzen aus,
die die Ladefläche 72 des Transportwagens 60 durchsetzen, wodurch die erforderliche
Drehsicherung gegeben ist.
[0035] Die Scherenarme 64, 66, die mittig über eine Achse 67 miteinander verbunden sind,
sind einerseits an einer Basisplatte 74 des Hubtisches 62 und andererseits am Hochrahmen
26 angelenkt. Dies wird durch die Bezugszeichen 76 und 78 angedeutet. Der Scherenarm
64 ist mit seinem freien Ende 80 entlang einer Führungsschiene 82 des Hubtisches 62
verschiebbar. Entsprechend ist der Scherenarm 66 mit seinem freien Ende 84 entlang
einer Führungsschiene 86 verschiebbar, die von dem Hochrahmen 26 ausgeht. Im Bereich
des freien Endes 80 des Schenkels oder Scherenarms 64 ist ein Spindelantrieb 88 befestigt,
der im Ausführungsbeispiel vom Befestigungsbereich des Scherenarms 66 ausgeht. Hierzu
ist am Scherenarm 64 eine Kontermutter befestigt, die von der Spindel des Spindelantriebs
88 durchsetzt ist, um gemäß der Drehrichtung der Spindel 88 die Scherenarme 64, 66
entlang der Führungsschienen 82, 86 zu verfahren. Entsprechend wird der Hochrahmen
26 und damit der Portalkran angehoben bzw. abgesenkt.
[0036] Entlang der Oberseite des Hochrahmens 28 ist eine Laufkatze 90 mittels eines Zahnstangenantriebs
verfahrbar. Hierzu ist an dem Hochrahmen 26 eine Zahnstange angeordnet, mit der ein
von der Laufkatze 90 über einen Motor 92 antreibbares Zahnrad kämmt.
[0037] Um ein Anheben bzw. Absenken der äußeren verschwenkbaren Abschnitte 36, 40 der Rahmenbeine
28, 30, 32, 34 zu ermöglichen, weist der Hochrahmen 26 im Bereich seiner Stirnseiten
galgenförmige Halterungen 94, 96 auf, von denen wiederum Hebezüge 98, 100 ausgehen,
die mit den äußeren Abschnitten 36, 40 der Rahmenbeine 28, 30, 32, 34 verbindbar sind.
[0038] Außerdem verläuft im Bereich einer Stirnseite des Hochrahmens 26 eine Kabeltrommel
101, die ihrerseits über einen Motor 102 betätigbar ist.
[0039] Beim Transport des Portalkrans ist dieser mittels des Hubtisches 62 bzw. des Drehkranzes
68 in Richtung des Standardgleises derart ausgerichtet, dass die beim Verfahren des
Portalkrans in einer quer zur Längsrichtung des Hilfsgleises verlaufenden Ebene angeordneten
Rahmenbeine 28, 30 bzw. 32, 34 in einer in Längsrichtung des Standardgleises verlaufenden
Ebene ausgerichtet sind.
[0040] Mit anderen Worten verlaufen die Längsseiten des Portalkrans, die in den Fig. 5 und
6 dargestellt sind, in Fahrtrichtung des Standardgleises, sind also zu der den Fig.
5 und 6 zu entnehmenden Position um 90° gedreht. Hierdurch weist der Portalkran mit
seinen hochgeklappten Rahmenbeinen 28, 30, 32, 34 ein Raumprofil auf, das für übliche
Standardgleise zulässig ist. Soll der Portalkran auf ein Hilfsgleis aufgesetzt werden,
um die von der Traverse 10 ausgehende Weiche oder sonstigen Gleisabschnitt 12 aufzunehmen
und an einen Verlegeort zu transportieren, wird der Hochrahmen 26 zunächst mittels
des Hubtisches 62 durch Betätigen des Spindelantriebs 88 in einem Umfang angehoben,
dass der Portalkran zu der Ladefläche 72 des Transportwagens 60 in einem Umfang beabstandet
ist, dass der Hubtisch 62 mittels des Drehkranzes 68 um 90° gedreht werden kann.
[0041] Sodann werden die äußeren Abschnitte 36, 40 der Rahmenbeine 28, 30, 32, 34 mittels
der Hebezüge 98, 100 herabgelassen, bis die Laufräder 46, 48, 50, 52 auf den Schienen
22, 24 des Hilfsgleises positioniert sind. In dieser Stellung sind die äußeren Abschnitte
36, 40 der Rahmenbeine 28, 30, 32, 34 nach außen abgewinkelt, übertragen jedoch bereits
Kräfte des Portalkrans auf das Hilfsgleis. Während des weiteren Anhebens des Portalkrans
mittels des Spindelantriebs 88 und damit des Hubtischs 62 gleiten die Scherenarme-oder
schenkel 64, 66 mit ihren freien Enden 80, 84 entlang der Führungsschienen 82, 86
des Hubtisches 62 bzw. des Hochrahmens 26, wie durch die Fig. 6 angedeutet wird. Sobald
die äußeren Abschnitte 36, 40 der Rahmenbeine 28, 30, 32, 34 zu den Innenabschnitten
38, 42 ausgerichtet sind, werden die Abschnitte 36, 38 bzw. 40, 42 über von diesen
ausgehende Flansche miteinander verbunden. Sodann wird der Scherenarme-oder schenkel
64 von dem Hochrahmen 26 gelöst, so dass die Schenkel oder Arme 64, 66 in ihre Ausgangspositionen
zurückgleiten können.
[0042] Die jeweils auf eine der Schienen 22, 24 angeordneten Rahmenbeine 28, 30 bzw. 32,
34 werden über eine Strebe miteinander verbunden, um eine hohe Stabilität sicherzustellen.
Sodann kann der Portalkran entlang des Hilfsgleises, also der Hilfsschienen 22, 24
verfahren werden, wobei zumindest jeweils ein Laufrad 46, 48, 50, 52 eines jeden Rahmenbeins
28, 30, 32, 34 motorangetrieben sein sollte.
[0043] Den Fig. 7 bis 12 ist ein Hilfsgleis 110 zuentnehmer, entlang dessen ein Kran verfahrbar
ist, der eine Konstruktion aufweiset, wie diese zuvor beschrieben ist. Mit einem bzw.
mehreren entsprechenden Kränen kann sodann ein Gleisabschnitt wie Abschnitt einer
Weiche zu einem Verlegeort verfahren und dort eingebaut werden.
[0044] Das Hilfsgleis 110, das die Schienen 22, 24 umfasst, muss hinsichtlich der Spurbreite
überaus genau verlegt sein. Um dies mit einfachen Maßnahmen sicherzustellen, wobei
gleichzeitig die Möglichkeit gegeben sein soll, das Gleis 110 schnell auf- bzw. abzubauen
bzw. zu verlegen, sind folgende Maßnahmen vorgesehen.
[0045] Jede Schiene 22, 24 ist zumindest abschnittsweise in Halterungen 112, 113 ortsfest
angeordnet. Jede Halterung 112, 113 besteht aus einem L- oder U-Profil, von dessen
Boden 116 Schrauben 118 ausgehen, über die gegebenenfalls über eine Zwischenlage 119
eine Rippenplatte 120 befestigt ist, auf der die Schiene 22, 24 mittels Spannklemmen
122, 124 befestigbar ist. Insoweit wird jedoch auf hinlänglich bekannte Konstruktionen
verwiesen.
[0046] Da die Schienen 22, 24 ortsfest in der Halterung 112, 113 befestigt sind, muss nur
noch sichergestellt werden, dass die Halterungen 112, 113 selbst zueinander einen
vorgegebenen Abstand einhalten. Hierzu sind Spurhalteeinrichtungen 126, 128, 130 vorgesehen,
die in regelmäßigen Abständen die Halterungen 112, 113 untereinander verbinden.
[0047] Merkmale entsprechender Spurhalterungen 126, 128, 130 sind den Fig. 9 und 10 zu entnehmen.
So weist jede Spurhalteeinrichtung ein Abstandselement 132 auf, dessen jeweiliges
Ende eine als Stufe 134, 136 ausgebildete rechteckige Ausnehmung aufweist, wobei ein
in der zeichnerischen Darstellung vertikal verlaufender Schenkel 138, 140 außenseitig
entlang des innenliegenden Schenkels 142, 144 der Halterung 112, 113 verläuft. Oberhalb
der Schenkel 142, 144 erstreckt sich ein vorzugweise senkrecht zu dem Schenkel 138,
140 verlaufender Abschnitt 148, 150 der Stufen 134, 136, der auf dem Längsrand des
Schenkels 142, 144 bei ordnungsgemäßer Positionierung der Spurhalteeinrichtung 126,
128, 130 abgestützt ist.
[0048] Jedes Abstandselement 132 ist in seinem Endbereich 152, 154 gabelförmig ausgebildet,
weist demzufolge zwei parallel zueinander in Seitenansicht L-förmige Schenkel 156,
158 bzw. 160, 162 auf, wobei der jeweilige horizontale Schenkel der Abschnitt 148
bzw. 150 ist.
[0049] Zwischen den Schenkeln 156, 158 bzw. 160, 162 erstreckt sich ein im Schnitt klauen-
oder U-förmiges vorzugsweise aus Flacheisen bestehendes Element 164, 166 mit einer
Aussparung 168, 170, innerhalb der der Seitenschenkel 142, 144 der Halterung 112,
113 verläuft.
[0050] Innerhalb der Halterung 112, 113 weist das U- bzw. klauenförmige Element 164, 166
einen sich entlang des Bodens bzw. Querschenkels 116, 117 verlaufenden Abschnitt 172,
174 auf, der mit einem Vorsprung 176, 178 bei ordnungsgemäßer Positionierung unterhalb
des Fußes 181 der Schiene 22, 24 verläuft.
[0051] Die lichte Weite der Aussparung 168, 170 des Elementes 164, 166 ist breiter als die
Dicke des Seitenschenkels 142, 144, wie der Zeichnung zu entnehmen ist.
[0052] Im Überlappungsbereich zwischen den Schenkeln 156, 158 bzw. 160, 162 des gabelförmig
ausgebildeten Endbereichs des Abstandselementes 132 und dem Element 164, 166 sind
Längsschlitze überlappend vorgesehen, die ganz allgemein mit den Bezugszeichen 180,
182 versehen sind. Diese Längsschlitze 180, 182 sind von jeweils einem Keilelement
184, 186 derart durchsetzbar, dass das Abstandselement 132 verschiebbar ist, um mit
seinem vertikal verlaufenden Schenkel 138, 140 an die Außenseite des Querschenkels
142, 144 der Halterung 112, 113 zum Liegen zu kommen. Gleichzeitig liegt das Element
164, 166 innenseitig an dem Schenkel 142, 144 an. Auf diese Weise ist eine eindeutige
Positionierung des Abstandselements 132 zu den Außenschenkeln 142, 144 der Halterungen
112, 113 sichergestellt, wodurch wiederum die Spur des Hilfsgleises 110 eindeutig
festgelegt ist.
[0053] Die Keilelemente 184, 186 können jeweils mittels Federsteckern 188, 187 gesichert
sein, sofern diese nicht selbstklemmend in den Langlöchern 180, 182 fixiert sind.
[0054] Wie die Fig. 9 des Weiteren verdeutlicht, verläuft zwischen den freien Enden der
horizontal verlaufenden Schenkel 148, 150 der gabelförmig ausgebildeten Enden des
Abstandselements 132 und dem nasenförmigen Vorsprung 176, 178 des klauenförmigen Elements
164, 166 ein Freiraum, innerhalb der sich der Schienenfuß 181 mit seinem Längsrand
erstrecken kann. Da die Schiene 22, 24 in der Halterung 112, 113 ortsfest befestigt
ist, erfolgt hierdurch eine Sicherung der Spurhalteeinrichtung.
[0055] Um Abschnitte 188, 190 der Schiene 22, 24 untereinander zu verbinden, wird bevorzugter
Weise eine Konstruktion entsprechend der Fig. 11 und 12 benutzt, mit der die Abschnitte
188, 190 keilverspannt sind, so dass die Stirnflächen der Abschnitte 188, 190 aufeinander
gepresst sind.
[0056] Hierzu verlaufen entlang der jeweiligen Stege 192, 194 der Schienenabschnitte 188,
190 Laschen 196, 198, die Bohrungen 200, 202, 204, 206 im Bereich des Abschnitts 188
bzw. des Abschnitts 190 aufweisen. Entsprechend der Position der Bohrung 200, 202
bzw. 204, 206 sind in den Stegen 192 bzw. 194 Bohrungen vorgesehen, um auf diese Weise
die Laschen 196, 198 mit dem Abschnitt 188 bzw. 190 zu verbinden. Da zwischen den
Schrauben 208 und der jeweiligen Bohrung ein Spiel besteht, muss sichergestellt sein,
dass sich zwischen den Schienenabschnitten 188, 190 im Stoßbereich kein Spalt ausbildet.
Daher ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Laschen 196, 198 im Bereich des jeweiligen
Schienenabschnitts 188, 190 Langlöcher 210, 212 aufweisen, denen entsprechende Langlöcher
in den Stegen 192, 194 der Schienenabschnitte 188, 190 überlappend zugeordnet sind.
Durch die zumindest in jedem Schienenabschnitt 188, 190 teilweise überlappenden Langlöchern
wird nun jeweils ein Keilelement 214 bzw. 216 geschoben, wodurch eine Relativverschiebung
zwischen den Laschen 196 und 198 und den Schienenabschnitten 188, 190 derart erfolgt,
dass die Stoßflächen der Abschnitte 188, 190 auf Stoß aufeinanderzuliegen kommen,
so dass sich ein Spalt zwischen den Schienenabschnitten 188, 190 nicht ausbildet.
[0057] Die Keilelemente 214, 216 können - wie die Keilelemente 184, 186 zur Sicherung der
Spurhalteeinrichtungen - mittels Federsteckern gesichert sein, die im schmalen Bereich
der Keilelemente 214, 216 an der Außenfläche der Lasche 198 abgestützt sind, sofern
die Keilelemente 214, 216 nicht selbstklemmend positioniert sind.
[0058] Durch die erfindungsgemäßen Merkmale ist ein einfaches Montieren bzw. Abbauen der
Schienen 22, 24 möglich, wobei gleichzeitig sichergestellt ist, dass die erforderliche
Spur eingehalten wird.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0059]
- 10
- Traverse
- 12
- Gleisabschnitt
- 14, 16
- Schienen (Standardgleis)
- 18, 20
- Portalkräne
- 22, 24
- Schienen (Hilfsgleis)
- 26
- Hochrahmen
- 28, 30, 32, 34
- Rahmenbeine
- 36, 40
- äußerer Abschnitt der Rahmenbeine
- 38, 42
- innerer Abschnitt der Rahmenbeine
- 44, 45
- Scharnier
- 46, 48, 50, 52
- Laufräder
- 54, 56
- Teleskopstreben
- 58
- Längsstreben
- 60
- Transportwagen
- 62
- Hubtisch
- 64, 66.
- Scherenarme
- 67
- Achse
- 68
- Drehkranz
- 70
- Grundrahmen
- 72
- Ladefläche des Transportwagens
- 74
- Basisplatte
- 76, 78
- Anlenkpunkte
- 80
- freies Ende des Scherenarms 64
- 82
- Führungsschiene
- 84
- freies Ende des Scherenarms 66
- 86
- Führungsschiene
- 88
- Spindelantrieb
- 90
- Laufkatze
- 92
- Motor
- 94, 96
- galgenförmige Halterungen
- 98, 100
- Hebezüge
- 101
- Kabeltrommel
- 102
- Motor
- 110
- Hilfsgleis
- 112, 113
- Halterungen
- 1 16
- Boden
- 118
- Schrauben
- 119
- Zwischenlage
- 120
- Rippenplatte
- 122, 124
- Spannklemmen
- 126, 128, 130
- Spurhalteeinrichtungen
- 132
- Abstandselement
- 134, 136
- Stufe
- 138, 140
- vertikaler Schenkel
- 142, 144
- innenliegender Schenkel der Halterung 112, 113
- 148, 150
- Abschnitt
- 152, 154
- Endbereiche
- 156, 158, 160, 162
- L-förmiger Schenkel
- 164, 166
- klauenförmiges Element
- 168, 170
- Aussparung
- 172, 174
- Abschnitt
- 176, 178
- Vorsprung
- 181
- Fuß
- 180, 182
- Längsschlitze
- 184, 186
- Keilelemente
- 185, 187
- Federstecker
- 188, 190
- Abschnitte der Schienen 22, 24
- 192, 194
- Stege
- 196, 198
- Laschen
- 200, 202, 204, 206
- Bohrungen
- 208
- Schraube
- 210, 212
- Langlöcher
- 214, 216
- Keilelement
1. Verfahren zum Transportieren eines Gleisabschnitts (12), insbesondere Weiche, Kreuzung
oder Herzstückbereich, zu einem Verlegeort, wobei der Gleisabschnitt auf zumindest
einem ersten Transportwagen auf einem Standardgleis bis in die Nähe des Verlegeortes
transportiert wird und sodann mittels Kränen (18, 20) von dem Transportwagen angehoben
wird, die ihrerseits mit dem Gleisabschnitt auf einem Verlegeben wird, die ihrerseits
mit dem Gleisabschnitt auf einem Hilfsgleis (110) zu dem Verlegeort verfahren werden,
um schließlich den Gleisabschnitt abzusenken und einzubauen,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Kräne Portalkrane (18, 20) verwendet werden, die während ihres Transportes auf
dem Standardgleis mit zusammengeklappten Rahmenbeinen (28, 30, 32, 34) aut zumindest
einem zweiten Transportwagen derart transportiert werden, dass die beim Verfahren
auf dem Hilfsgleis in einer quer zu dessen Längsrichtung verlaufenden Ebene sich abstützenden
Rahmenbeine in Längsrichtung des Standardgleises ausgerichtet werden, dass zum Aufsetzen
des Portalkrans auf das Hilfsgleis (110) dieser bei weiterhin zusammengeklappten Rahmenbeinen
zunächst mittels einer von dem zweiten Transportwagen ausgehenden Hebeeinrichtung
angehoben und gedreht, sodann die Rahmenbeine ausgeklappt und auf dem Hilfsgleis positioniert
werden und dass anschließend der Kran zu dem zu transportierenden Gleisabschnitt positioniert,
der Gleisabschnitt angehoben und mittels des Krans zum Verlegeort transportiert und
dort abgesenkt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Portalkran (18, 20) bei sich auf dem Hilfsgleis (110) angerichteten und sich
auf diesem abstützenden Rahmenbeinen (28, 30, 32, 34) weiter angehoben wird, bis dass
die Rahmenbeine bildende Abschnitte (36, 30, 40, 42) in erforderlichem Umfang zueinander
ausgerichtet sind und sodann gesichert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Portalkran (18, 20) über motorangetriebene Radelemente (46, 52) auf dem Hilfsgleis
abgestützt wird und/oder ferngesteuert auf dem Hilfsgleis (110) verfahren wird.
4. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwei einander zugeordnete Portalkräne (18, 20) zum Transportieren eines Gleisabschnitts
(12) derart ansteuerbar sind, dass ein erster Portalkran über eine erste Fernsteuerung
und der zweite Portalkran über eine zweite Fernsteuerung unabhängig voneinander betätigt
werden, wobei die zweite Fernsteuerung derart umstellbar ist, dass der erste und der
zweite Portalkran über die zweite Fernsteuerung synchron betätigt werden.
5. Vorrichtung zum Transportieren eines Gleisabschnittes (12) zu einem Verlegeort, wobei
der Gleisabschnitt vorzugsweise über eine Traverse (10) mittels zumindest zweier Kränen
(18, 20) von zumindest einem ersten Transportwagen anhebbar und auf einem Hilfsgleis
(22, 24) zu dem verlegeort verfahrbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kräne (18, 20) Portalkräne mit beim Transport auf zumindest einem zweiten Transportwagen
(60) angeordneten zusammengeklappten von einem Hochrahmen ausgehenden Rahmenbeinen
(28, 30; 32, 34) sind, dass jeder Portalkran auf dem zumindest zweiten Transportwagen
auf einer Hebevorrichtung (62) befestigt ist, die um eine vertikal verlaufende Achse
zum Ausrichten von beim Transport in eine in Längsrichtung des Standardgleises verlaufenden
Ebene angeordnete Rahmenbeine (30, 32; 28, 34) in eine quer zur Längsrichtung verlaufende
Ebene drehbar ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Hebevorrichtung ein Hubtisch (62) ist, der insbesondere mittels eines Spindelantriebs
(88) anheb- bzw. absenkbar und mittels eines Drehkranzes (68) drehbar ist, der seinerseits
von einem Rahmen oder einer Grundplatte (70) ausgeht, der bzw. die über den Transportwagen
(60) bzw. dessen Transportfläche (62) durchsetzende Elemente wie Bolzen drehgesichert
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass jedes Rahmenbein (28, 30, 32) aus über ein Gelenk (44, 45) verbundene Abschnitte
(36, 38, 40, 42) besteht, wobei jedes Gelenk schenkelaußenseitig in einer Ebene verläuft,
die bei auf dem Hilfsgleis (22, 24) angeordnetem Portalkran (10, 12) quer zur Längsrichtung
des Hilfsgleises verläuft.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abschnitte (36, 38, 40, 42) der Rahmenbeine (28, 30, 32, 34) über Flanschplatten
verbindbar sind.
9. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 5-8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die in einer Ebene entlang des Hilfsgleises (22, 24) verlaufenden Rahmenbeine (30,
32; 28, 34) über ein während des Transports entfernbares Verbindungselement (54) wie
Strebe verbindbar ist.
10. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 5-9
dadurch gekennzeichnet,
dass die in einer quer zu dem Hilfsgleis verlaufenden Ebene anordbaren Rahmenbeine (28,
30; 32, 34) über Teleskoprohre (54, 56) abslandsveränderbar sind, die sowohl an dem
Hochrahmen (26) als auch an den Rahmenbeinen angelenkt sind.
11. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 5-10,
dadurch gekennzeichnet,
dass jedes Rahmenbein (28, 30; 32, 34) endseitig vorzugsweise zwei sich auf dem Hilfsgleis
(22, 24) abstützende Laufräder (46, 48, 50, 52) aufweist, von denen zumindest eines
motorgetrieben ist.
12. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 5-11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der auf dem Transportwagen angeordnete Portalkran (18, 20) mit zusammengeklappten
Rahmenbeinen (28, 30, 32, 34) ein für das Standardgleis zulässiges Raumprofil aufweist.
13. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 5-12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der portalkran (10, 12) eine Laufkatze (90) aufweist, die mittels eines Zahnstangenantriebs
verfahrbar ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet.
dass der Rahmen bzw. die Grundplaue (70), von dem bzw. von der der Drehkranz (68) ausgeht,
über transportwagenlängsrandseitig verlaufende Halterungen mit dem Transportwagen
(60) gesichert ist.
1. Process for transporting a track section (12), especially points, intersection or
cross frog region, to an installation location, the track section being transported
on at least one first transportation vehicle on a standard track into the vicinity
of the installation location and then lifted from the transportation vehicle by means
of cranes (18, 20), which are themselves transported with the track section on an
auxiliary track (110) to the installation location, in order eventually to lower and
install the track section, characterised in that the cranes used are gantry cranes (18, 20), which, during their transportation on
the standard track, are transported with collapsed frame legs (28, 30, 32, 34) on
at least one second transportation vehicle in such a way that the frame legs resting
during the process on the auxiliary track in a plane extending transversely to the
longitudinal direction of the auxiliary track are aligned in the longitudinal direction
of the standard track, that, in order to erect the gantry crane on the auxiliary track
(110), said gantry crane, with the frame legs still collapsed, is first lifted and
rotated by means of a lifting device extending from the second transportation vehicle
before the frame legs are then unfolded and positioned on the auxiliary track, and
that subsequently the crane is positioned close to the track section to be transported,
the track section is lifted and transported by means of the crane to the installation
location and is lowered there.
2. Process according to claim 1, characterised in that the gantry crane (18, 20) continues to be raised while the frame legs (28, 30, 32,
34) are erected and rest on the auxiliary track (110), until the sections (36, 38,
40, 42) forming the frame legs are arranged in the required compass in relation to
one another and are then secured.
3. Process according to claim 1 or 2, characterised in that the gantry crane (18, 20) is supported by motor-driven wheel elements (46, 52) on
the auxiliary track and/or is moved by remote control on the auxiliary track (110).
4. Process according to at least one of the preceding claims, characterised in that two gantry cranes (18, 20) for transporting a track section (12) arranged in relation
to one another may be controlled in such a way that a first gantry crane by a first
remote control and the second gantry crane by a second remote control are operated
independently of one another, the second remote control being adjustable in such a
way that the first and the second gantry cranes are operated synchronously by the
second remote control.
5. Device for transporting a track section (12) to an installation location, wherein
the track section may preferably be lifted from at least one first transportation
vehicle via a crossbeam (10) by means of at least two cranes (18, 20) and moved on
an auxiliary track (22, 24) to the installation location, characterised in that the cranes (18, 20) are gantry cranes with collapsed frame legs (28, 30; 32, 34)
extending from an elevated frame and arranged on at least one second transportation
vehicle (60) during transportation, that each gantry crane on the at least second
transportation vehicle is secured to a lifting device (62), which is formed rotatably
around a vertically extending axis to align the frame legs (30, 32; 28, 34) arranged
during transportation in a plane extending in the longitudinal direction of the standard
track in a plane extending transversely to the longitudinal direction.
6. Device according to claim 5, characterised in that the lifting device is a lift table (62), which can be lifted or lowered especially
by means of a spindle drive (88) and rotated by means of a turntable (68), which itself
extends from a frame or a base plate (70), which is secured against rotation by elements
penetrating the transportation vehicle (60) or its transportation surface (62), such
as bolts.
7. Device according to claim 5, characterised in that each frame leg (28, 30, 32) consists of sections (36, 38, 40, 42) connected by a
joint (44, 45), each joint extending externally to the leg in a plane which extends
transversely to the longitudinal direction of the auxiliary track when the gantry
crane (10, 12) is arranged on the auxiliary track (22, 24).
8. Device according to claim 7, characterised in that the sections (36, 38, 40, 42) of the frame legs (28, 30, 32, 34) may be connected
by flange plates.
9. Device according to at least one of claims 5 to 8, characterised in that the frame legs (30, 32; 28, 34) extending in a plane along the auxiliary track (22,
24) may be connected by a connection element (54) which may be removed during transportation,
such as a brace.
10. Device according to at least one of claims 5 to 9, characterised in that the distance between the frame legs (28, 30; 32, 34), which may be arranged in a
plane extending transversely to the auxiliary section, may be altered by telescopic
tubes (54, 56), which are hingedly attached both to the elevated frame (26) and to
the frame legs.
11. Device according to at least one of claims 5 to 10, characterised in that each frame leg (28, 30; 32, 34) has at its end preferably two running wheels (46,
48, 50, 52) resting on the auxiliary track (22, 24), at least one of which is motor
driven.
12. Device according to at least one of claims 5 to 11, characterised in that the gantry crane (18, 20) with collapsed frame legs (28, 30, 32, 34) arranged on
the transportation vehicle has a permissible spatial profile for the standard track.
13. Device according to at least one of claims 5 to 12, characterised in that the gantry crane (10, 12) has a crab (90), which may be transported by means of a
rack-and-pinion drive.
14. Device according to claim 6, characterised in that the frame or base plate (70) from which the turntable (68) extends is secured to
the transportation vehicle (60) by fastenings extending along the longitudinal edge
of the transportation vehicle.
1. Procédé de transport d'une section de voie ferrée (12), notamment d'un aiguillage,
d'un croisement ou d'une zone de coeur, vers un emplacement de destination du déplacement,
la section de voie ferrée étant transportée au moins par une première voiture de transport
sur une voie ferrée normalisée jusqu'à atteindre la proximité de l'emplacement de
destination du déplacement, et ensuite levée de la voiture de transport au moyen de
grues (18, 20), qui, de leur côté, sont dirigées, avec la section de voie ferrée,
vers l'emplacement de destination du déplacement, par une voie ferrée auxiliaire (110)
pour, enfin, abaisser et monter la section de voie ferrée,
caractérisé en ce que
des grues à portique (18, 20) sont utilisées en tant que grues qui, pendant leur transport
sur la voie ferrée normalisée, sont transportées avec des jambes de portiques (28,
30, 32, 34) repliées dans au moins une deuxième voiture de transport, de manière telle
que les jambes de portique s'appuyant lors du déplacement sur la voie ferrée auxiliaire
sur un plan s'étendant transversalement à sa direction longitudinale, soient alignées
avec la direction longitudinale de la voie ferrée normalisée, que pour disposer la
grue à portique sur la voie ferrée auxiliaire (110), celle-ci, les jambes de portique
étant toujours repliées, est d'abord levée au moyen d'un dispositif de levage sortant
de cette deuxième voiture de transport et tournée, qu'ensuite les jambes de portique
sont dépliées et positionnées sur la voie ferrée auxiliaire, et qu'enfin la grue est
positionnée par rapport à la section de voie ferrée à transporter, la section de voie
ferrée levée et, au moyen de la grue, transportée vers l'emplacement de destination
du déplacement et y est abaissée.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la grue à portique (18, 20) avec des jambes de portique (28, 30, 32, 34) installées
sur la voie ferrée auxiliaire (110) et s'appuyant sur celle-ci, est encore levée jusqu'à
ce que les sections (36, 30, 40, 42) formant les jambes de portique soient alignées
de la manière nécessaire les unes par rapport aux autres, et ainsi assurées.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
la grue à portique (18, 20) est en appui sur la voie ferrée auxiliaire au travers
d'éléments de roue (46, 52) entraînés par moteur et/ou est déplacée de façon télécommandée
sur la voie ferrée auxiliaire (110).
4. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
deux grues à portique (18, 20) disposées l'une contre l'autre pour transporter une
section de voie ferrée (12) peuvent être commandées de manière telle, qu'indépendamment,
une première grue à portique puisse être actionnée par une première télécommande et
une deuxième grue à portique par une deuxième télécommande, la deuxième télécommande
pouvant être réglée de façon telle que la première et la deuxième grue à portique
puissent être actionnées de façon synchronisée par la deuxième télécommande.
5. Dispositif de transport d'une section de voie ferrée (12) vers un emplacement de destination
du déplacement, la section de voie ferrée pouvant être déplacée vers un emplacement
de destination du déplacement par une voie ferrée auxiliaire (22, 24), en pouvant
être levée, de préférence au moyen d'une traverse (10) par au moins deux grues (18,
20) d'au moins une première voiture de transport,
caractérisé en ce que
les grues (18, 20) sont des grues à portique comportant des jambes de portique (28,
30, 32, 34) partant d'un châssis supérieur, disposées en étant repliées dans au moins
une deuxième voiture de transport (60), que chaque grue à portique est fixée sur un
dispositif de levage (62) au moins sur la deuxième voiture de transport qui est constituée
de façon à pouvoir tourner autour d'un axe s'étendant verticalement pour l'alignement
de jambes de portique (30, 32, 28, 34) disposées pendant le transport dans un plan
s'étendant dans la direction longitudinale de la voie ferrée normalisée, en un plan
s'étendant transversalement par rapport à la direction longitudinale.
6. Dispositif selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
le dispositif de levage est une plate-forme élévatrice (62), qui peut être levée ou
abaissée, notamment au moyen d'une commande par broche (88), respectivement tournée
au moyen d'une couronne de pivotement (68), qui, de son côté part d'un châssis ou
d'une plaque de base (70), qui est assurée contre la rotation par des éléments tels
des boulons traversant la voiture de transport (60) ou sa surface de transport (62).
7. Dispositif selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
chaque jambe de portique (28, 30, 32) se constitue de sections (36, 38, 40, 42) reliées
par une articulation (44, 45), chaque articulation s'étendant à l'extérieur de la
branche en un plan qui s'étend transversalement à la direction longitudinale de la
voie ferrée auxiliaire lorsque la grue à portique (10, 12) est disposée sur la voie
ferrée auxiliaire (22, 24).
8. Dispositif selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
les sections (36, 38, 40, 42) des jambes de portique (28, 30, 32, 34) peuvent être
reliées par des plaques en bride.
9. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications 5 à 8,
caractérisé en ce que
les jambes de portique (30, 32, 28, 34) s'étendant selon un plan le long des voies
ferrées auxiliaires (22, 24) peuvent être reliées par un élément de liaison (54),
tel des entretoises, pouvant être ôté pendant le transport.
10. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications 5 à 9,
caractérisé en ce que
les jambes de portique (28, 30, 32, 34) pouvant être disposées en un plan étendu transversalement
par rapport à la voie ferrée auxiliaire ont un écartement modifiable au moyen de tubes
télescopiques (54, 56) qui sont articulés tant au châssis supérieur (26) qu'aux jambes
de portique.
11. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications 5 à 10,
caractérisé en ce que
chaque jambe de portique (28, 30, 32, 34) présente en son extrémité, de préférence,
deux roues de roulement (46, 48, 50, 52) s'appuyant sur la voie ferrée auxiliaire
(22, 24), dont au moins une est entraînée par moteur.
12. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications 5 à 11,
caractérisé en ce que
la grue à portique (18, 20) disposée sur la voiture de transport, les jambes de portique
(28, 30, 32, 34) étant repliées, présente un volume d'encombrement compatible avec
une voie ferrée normalisée.
13. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications 5 à 12,
caractérisé en ce que
la grue à portique (10, 12) présente un chariot roulant (90) pouvant être déplacé
au moyen d'une crémaillère.
14. Dispositif selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
le châssis respectivement la plaque de base (70) dont part la couronne de pivotement
(68), est assuré avec la voiture de transport (60) au moyen de maintiens s'étendant
côté bord longitudinal de voiture de transport.