[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Heizkreisverteiler mit zwei Verteilerkammern,
einer Vor- und einer Rücklaufkammer, von welchen Verteilerkammern paarweise einander
zugeordnete Anschlußstutzen zur Anbindung einzelner Heizkreise ausgehen, wobei die
zueinander parallelen, rohrförmigen Verteilerkammern in einem wärmeisolierenden Verteilergehäuse
eingebettet und die Anschlußstutzen mit gegenseitigem Abstand in einer dem Verteilergehäuse
entlang verlaufenden Reihe aus dem Verteilergehäuse herausgeführt sind.
[0002] Diese Heizkreisverteiler bestehen bisher meist aus zwei die Verteilerkammem bildenden
Formrohren, die längsseitig aneinandergeschweißt sind, wobei die Anschlußstutzen des
einen Formrohres jeweils das andere Formrohr durchsetzen, um abwechselnd mit den unmittelbar
vom anderen Formrohr ausgehenden Anschlußstutzen die gewünschte Anschlußstutzenreihe
zu erreichen. Abgesehen vom Herstellungsaufwand kommt es hier durch den direkten Kontakt
von Vorlauf- und Rücklaufkammer und die Durchführung der Anschlußstutzen der einen
Kammer durch die andere Kammer zu einem unerwünschten Wärmeaustausch zwischen Vor-
und Rücklauf, was diese Heizkreisverteiler vor allem für den Einsatz bei Fernheizungen
mit ihren verhältnismäßig hohen Temperaturdifferenzen zwischen Vor- und Rücklauftemperaturen
ungeeignet macht. Gemäß der EP 0 071 870 A wurde auch schon ein Heizkreisverteiler
vorgeschlagen, dessen Verteilerkammem unter Zwischenlage einer Wärmeisolation übereinanderliegen
und bei dem auch die Anschlußstutzen der unten liegenden Kammer unter Verwendung isolierter
Durchführungen durch die oben liegende Kammer verlaufen, womit zwar der Wärmeübergang
zwischen Vor- und Rücklauf behindert wird, doch gleichzeitig auf Grund der größeren
Durchmesser der Durchführungen die Strömungswiderstände in der oben liegenden Verteilerkammer
beträchtlich steigen. Trotz des zusätzlichen Installationsaufwandes können auch diese
Heizkreisverteiler weder in wärmetechnischer noch in strömungstechnischer Hinsicht
befriedigen.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Heizkreisverteiler der eingangs
geschilderten Art zu schaffen, der sich bei einwandfreien Strömungsverhältnissen durch
seine vergleichsweise einfache Bauweise und vor allem seine hervorragende Wärmeisolation
zwischen Vor- und Rücklauf auszeichnet.
[0004] Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß die beiden Verteilerkammem samt den
zugehörenden Anschlußstutzen jeweils für sich und voneinander beabstandet im Verteilergehäuse
eingeschäumt sind, daß wenigstens eine Verteilerkammer im Verteilergehäuse gegenüber
der durch die Achsen der aus dem Verteilergehäuse herausgeführten Anschlußstutzen
bestimmten Anschlußebene seitlich versetzt angeordnet ist und daß die der versetzten
Verteilerkammer zugehörenden Anschlußstutzen zur Überwindung des Versatzes innerhalb
des Verteilergehäuses entlang einer die andere Verteilerkammer umgehenden Krümmung
verlaufen. Dadurch wird jeder direkte Kontakt zwischen vorlaufseitigen und rücklaufseitigen
Verteilerkammern und Anschlußstutzen vermieden und durch den verbleibenden, mit wärmeisolierendem
Material ausgeschäumten Zwischenraum zwischen den Verteilerkammem und den Anschlußstutzen
ist auch jede Wärmebrücke zwischen Vor- und Rücklauf wirkungsvoll unterbunden, wobei
die Ausschäumung zusätzlich den Verteilerkammem innerhalb des Verteilergehäuses eine
einwandfreie Halterung bietet. Der Versatz wenigstens der einen Verteilerkammer gegenüber
der Anschlußebene zusammen mit der Krümmung der zugehörenden Anschlußstutzen innerhalb
des Verteilergehäuses erlaubt es dann, bei einer im Querschnitt platzsparenden Raumaufteilung
die Anschlußstutzen um die Verteilerkammern herumzuführen und dennoch die erforderliche
Anschlußstutzenreihe außerhalb des Verteilergehäuses einzuhalten. Es sind demnach
keinerlei Beeinträchtigungen der Strömungsverhältnisse in den Verteilerkammem auf
Grund von Durchführungen der Anschlußstutzen zu befürchten und es gibt auch keine
Gefahr einer Wärmeübertragung im Bereich solcher Durchführungen. Es entsteht ein bestens
für Femheizungen geeigneter Heizkreisverteiler, der sich im Querschnitt durch entsprechende
Wahl der Form und Position der Verteilerkammern gut an unterschiedlichste lnstallationsbedingungen
anpassen läßt.
[0005] Sind die beiden aus einem rechteckigen Formrohr bestehenden Verteilerkammem im Querschnitt
gegeneinander um 90° winkelversetzt angeordnet, wobei die eine Verteilerkammer normal
auf die Anschlußebene ausgerichtet ist, lassen sich die Verteilerkammem, insbesondere
innerhalb eines üblichen, im Querschnitt rechteckigen Verteilergehäuses, beispielsweise
seitenparallel anordnen und die Anschlußstutzen können einerseits gerade Rohrstutzen,
anderseits 90°ige Rohrbögen sein, was die Herstellung weiter vereinfacht.
[0006] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand an Hand eines Ausführungsbeispieles
rein schematisch veranschaulicht, und zwar zeigen
Fig. 1 und 2 einen erfindungsgemäßen Heizkreisverteiler im Querschnitt nach der Linie
I-I der Fig. 2 bzw. im Längsschnitt nach der Linie II-II der Fig. 1.
[0007] Ein Heizkreisverteiler 1 umfaßt zwei aus Formrohren bestehende Verteilerkammern 2,
3, von denen paarweise einander zugeordnete Anschlußstutzen 4, 5 zur Anbindung einzelner,
nicht weiter dargestellter Heizkreise ausgehen. Die Verteilerkammern 2, 3 sind samt
den zugehörenden Anschlußstutzen 4, 5 jeweils für sich und voneinander beabstandet
in einem Verteilergehäuse 6 eingeschäumt und dadurch lagestabil in der wärmeisolierenden
Schaumfüllung 7 des geschlossenen Verteilergehäuses 6 eingebettet. Die Verteilerkammern
2, 3 sind im Querschnitt gegeneinander um 90° (α) winkelversetzt, wobei die eine Verteilerkammer
3 mit ihrer Breitseite normal auf die Anschlußebene E ausgerichtet ist, die durch
die Achsen A, B der in einer dem Verteilergehäuse 6 entlang verlaufenden Reihe aus
diesem Verteilergehäuse herausgeführten Anschlußstutzen 4, 5 bestimmt wird. Um den
Versatz e der Vertei-lerkammer 2 gegenüber der Anschlußebene E auszugleichen, verlaufen
die zugehörigen Anschlußstutzen 4 innerhalb des Verteilergehäuses 6 nach einer 90°igen
Krümmung K, wobei wegen des gegenseitigen Höhenunterschiedes h zwischen den beiden
Verteilerkammern 2, 3 eine Durchführung der Anschlußstutzen 4 durch die Verteilerkammer
3 unnötig ist.
[0008] Durch geeignete Rohranschlüsse 8, 9 lassen sich die Verteilerkammern 2, 3 an die
Vor- und Rückläufe einer Heizungsanlage anschließen und damit die an die Anschlüsse
4, 5 angesetzten Heizkreise an diese Heizungsanlage anbinden. Ohne Schwierigkeiten
sind die üblichen Zusatzeinrichtungen für derartige Heizkreisverteiler, wie Entleerungsöffnungen
10 od. dgl., vorzusehen und es entsteht ein in wärmetechnischer wie in strömungstechnischer
Hinsicht auch für Fernheizungen bestens geeigneter Heizkreisverteiler.
1. Heizkreisverteiler (1) mit zwei Verteilerkammern (2, 3), einer Vor- und einer Rücklaufkammer,
von welchen Verteilerkammern (2, 3) paarweise einander zugeordnete Anschlußstutzen
(4, 5) zur Anbindung einzelner Heizkreise ausgehen, wobei die zueinander parallelen,
rohrförmigen Verteilerkammem (2, 3) in einem wärmeisolierenden Verteilergehäuse (6)
eingebettet und die Anschlußstutzen (4, 5) mit gegenseitigem Abstand in einer dem
Verteilergehäuse (6) entlang verlaufenden Reihe aus dem Verteilergehäuse (6) herausgeführt
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Verteilerkammem (2, 3) samt den zugehörenden
Anschlußstutzen (4, 5) jeweils für sich und voneinander beabstandet im Verteilergehäuse
(6) eingeschäumt sind, daß wenigstens eine Verteilerkammer (2) im Verteilergehäuse
(6) gegenüber der durch die Achsen (A, B) der aus dem Verteilergehäuse (6) herausgeführten
Anschlußstutzen (4, 5) bestimmten Anschlußebene (E) seitlich versetzt angeordnet ist
und daß die der versetzten Verteilerkammer (2) zugehörenden Anschlußstutzen (4) zur
Überwindung des Versatzes (e) innerhalb des Verteilergehäuses (6) entlang einer die
andere Verteilerkammer (3) umgehenden Krümmung (K) verlaufen.
2. Heizkreisverteiler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden aus einem
rechteckigen Formrohr bestehenden Verteilerkammern (2, 3) im Querschnitt gegeneinander
um 90° winkelversetzt angeordnet sind, wobei die eine Verteilerkammer (3) normal auf
die Anschlußebene (E) ausgerichtet ist.