[0001] Die Erfindung betrifft einen Werkstückträger aus hitzebeständigem faserverbundkeramischem
Material zum Wärmebehandeln von darauf angeordneten Werkstücken, mit im Gebrauch nach
oben gewandten Werstückauflagebereichen, die in einer Auflageebene voneinander beabstandet
sind, so dass der Werkstückträger insgesamt für flüssige oder gasförmige Behandlungsmedien
offen ist. Der Werkstückträger ist also für die Behandlungsmedien durchdringbar, um
eine allseitige Beaufschlagung der Werkstücke mit den Behandlungsmedien zu ermöglichen.
[0002] Werkstückträger zum Einsatz bei der Wärmebehandlung von Werkstücken, beispielsweise
Glühen, Härten, Löten, CVD-Beschichten sind bekannt.
[0003] Mit der nicht vorveröffentlichten Patentanmeldung Nr. 196 51 408.8 wurde bereits
vorgeschlagen, einen Werkstückträger aus faserverbundkeramischem Material zu fertigen,
der aus streifenförmigen Bauteilen mit randoffenen schlitzförmigen Ausnehmungen gebildet
ist, wobei die streifenförmigen Bauteile über die schlitzförmigen Ausnehmungen ineinandergreifend
zusammengesteckt sind.
[0004] Ein derartiger Werkstückträger ist zwar für viele Verwendungen ausreichend und vorteilhaft;
die Fertigung der streifenförmigen Bauteile und die Ausbildung der randoffenen Schlitze
ist jedoch aufwendig und erweist sich als kostenintensiv. Die schlitzförmigen Verbindungsstellen
schwächen zudem das Material und erfordern eine entsprechend massive Bauweise, womit
ein erhöhter Materialverbrauch einhergeht. Beim Handhaben der Werkstückträger können
sich die gesteckten Verbindungen mitunter lösen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Werkstückträger der vorstehend beschriebenen
Art dahingehend zu verbessern, dass er bei gleichem oder geringerem Materialeinsatz
stabiler und preiswerter hergestellt werden kann. Es soll des Weiteren sicher verhindert
werden, dass sich gefügte Einzelteile unbeabsichtigt lösen.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Werkstückträger einstückig
monolithisch ausgebildet ist oder dadurch, dass er aus einstückig monolitisch ausgebildeten
faserverbundkeramischen Elementen und aus in Bohrungen in diesen Elementen eingesteckten
und diese zusammenhaltenden stangen-, leisten- oder rohrförmigen faserverbundkeramischen
Stützprofilen gebildet ist.
[0007] Dadurch, dass der Werkstückträger nach der ersten Variante der Erfindung einstückig
monolithisch ausgebildet ist, besteht nicht die Gefahr, dass sich gesteckte Verbindungsstellen
lösen. Außerdem können bei geeigneter nachfolgend noch zu beschreibender Herstellungsweise
die Produktionskosten gesenkt werden.
[0008] Wenn vorstehend von einem einstückig monolithischen Werkstückträger gesprochen wird,
so ist hierunter eine fugenlose Bauweise zu verstehen, d. h. der Körper bildet im
fertigen Zustand eine feste handhabbare Einheit. Bereits beim Herstellungsprozess
des faserverbundkeramischen Materials wird eine endformnahe Formgebung des Werkstückträgers
erreicht.
[0009] Nach der zweiten Variante der Erfindung sind mehrere monolithisch ausgebildete Elemente
durch Stangen-, leisten- oder rohrförmige faserverbundkeramische Stützprofile zusammengehalten,
die in Bohrungen in den Elementen eingesteckt sind. Es hat sich gezeigt, dass sich
hierdurch eine wesentlich stabilere Tragkonstruktion für den Werkstückträger verwirklichen
lässt, ohne dass die Wandstärken erhöht werden müssen. Es lassen sich im Vergleich
zur Stecktechnik sogar geringere Wandstärken der faserverbundkeramischen Elemente
bzw. der Stangen oder rohrförmigen Stützprofile verwirklichen. Die Werkstückauflagebereiche
können von den Stützprofilen oder von den die Bohrungen aufweisenden Elementen oder
von beiden gebildet sein.
[0010] Ein Beispiel eines faserverbundkeramischen Materials ist CFC (Carbon Fibre Reinforced
Carbon), wobei die Fasern aus Kohlenstoff und ein sogenannter Matrixprecursor aus
Pech oder Harz besteht. Der Matrixprecursor wird während des Herstellungsverfahrens
in Kohlenstoff bzw. Graphit umgewandelt. Zur Oxidationsbeständigkeit und als Verschleißschutz
können die hergestellten monolithischen Elemente auch beschichtet werden.
[0011] Zur Herstellung eines einstückig monolithisch ausgebildeten Werkstückträgers kann
in vorteilhafter Weise eine Nasswickeltechnik angewandt werden, wobei ein mit Bindemittel
getränktes Faserbündel oder auch eine streifenförmige Faserbahn auf einen sich drehenden
Kern aufgewickelt wird. Hierbei entsteht ein Hohlstrang, von dem dann Längsabschnitte
zur Bildung des monolithischen Werkstückträgers abgetrennt werden können. Wenn bei
Verwendung einer streifenförmigen Faserbahn die Streifenbreite bereits der Höhe des
herzustellenden Werkstückträgers entspricht, so wird dieser bereits nach dem Aushärten
der gewickelten Form erhalten, ohne dass ein zusätzlicher Trennvorgang erforderlich
ist.
[0012] Zur Ausbildung der Werkstückauflagebereiche können vorzugsweise gefräste randoffene
Ausnehmungen vorgesehen sein. Dies eröffnet die Möglichkeit, die Werkstückträger in
vorteilhafter Weise übereinanderzustapeln.
[0013] Um ein seitliches Verrutschen von übereinandergestapelten Werkstückträgern zu verhindern,
sind in vorteilhafter Weise randoffene Freischneidungen vorgesehen, deren Begrenzungsflächen
als Anschläge zwischen den Werkstückträgern dienen und diese in Position halten.
[0014] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform eines monolithischen Werkstückträgers
ist dieser in Form einer geprägten Flachmaterialbahn eines mit Bindemittel getränkten
Faserstoffs gebildet, wobei durch die Prägung Erhebungen und Vertiefungen geformt
sind. Die Prägung wird vorzugsweise in einer geheizten Pressform durchgeführt, wobei
mehrere Flachmaterialbahnen laminatartig übereinander angeordnet sind, so dass der
Vorgang des Aushärtens in der erhitzten Pressform durchgeführt werden kann.
[0015] In bevorzugter Weise werden durch die Prägung Erhebungen und Vertiefungen mit verrundeter
Gestalt gebildet, die in einem regelmäßigen Muster angeordnet sind, was die Möglichkeit
eröffnet, die Werkstückträger unter Verwendung von Distanzstücken in definierter Lage
übereinander anzuordnen.
[0016] Als einstückig monolithisch ausgebildeter Werkstückträger wird auch ein solcher verstanden,
der aus einer Mehrzahl von in Nasswickeltechnik hergestellten Hohlstrangelementen
mit polygonaler Querschnittsform gebildet ist, die im nassen Zustand miteinander verpresst
und anschließend zur Bildung des monolithischen Körpers ausgehärtet sind (Figur 3).
[0017] Zwischen den miteinander verpressten Hohlstrangelementen oder auch zur Zusammenfassung
einer Gruppe von Hohlstrangelementen können getränkte imprägnierte Fasermatten verwendet
werden, die im nassen Zustand zwischen den Hohlstrangelementen angeordnet sind, um
deren Anbindung aneinander zu verbessern, oder zur Bildung eines Bündels um die Hohlelemente
herumgewickelt sind. In jedem Fall wird nach dem Aushärten ein einstückiger fugenfreier
monolithischer Werkstückträger erhalten.
[0018] Wenn nach der zweiten Erfindungsvariante mehrere monolithisch ausgebildete faserverbundkeramische
Elemente durch Stangen-, leisten oder rohrförmige faserverbundkeramische Stützprofile
aneinandergefügt sind, so erweist sich eine Ausführungsform als vorteilhaft, bei der
senkrecht zur Auflageebene erstreckte Hülsenelemente verwendet sind, in denen Querbohrungen
für die Stützprofile eingebracht sind.
[0019] Die Querbohrungen sind dabei vorzugsweise so zueinander versetzt, dass die in die
Querbohrungen eingesteckten Abschnitte der Stützprofile innerhalb der Hülsenelemente
übereinander zu liegen kommen. Dies eröffnet die Möglichkeit, die Stützprofile möglichst
weit in die Hülsenelemente einzuschieben oder gar durch eine weitere fluchtende Querbohrung
auf der anderen Seite wieder austreten zu lassen, wodurch die Stabilität des Werkstückträgers
beträchtlich erhöht wird. Wenn die Stützprofile, wie vorstehend erwähnt, innerhalb
der Hülsenelemente übereinander zu liegen kommen, eröffnet dies des Weiteren die Möglichkeit,
die Hülsenelemente durch Verbindungsmittel, wie Schrauben, Bolzen oder dergleichen,
miteinander zu verbinden.
[0020] Die gegenüberliegenden Längsöffnungen der Hülsenelemente können durch kappenartige
Verschlusselemente abgedeckt sein.
[0021] Die Werkstückträger können nach einem weiteren Ausführungsbeispiel auch mäandrierend
abgewinkelte streifenförmige monolithische Teile umfassen, welche mittels durch Öffnungen
hindurchgreifende stangenförmige Stützprofile, insbesondere Schrauben, gegeneinander
fixiert sind. Solchenfalls bilden die nach oben gewandten Schmalseiten der Streifen
die Werkstückauflagebereiche (Figur 4).
[0022] Es können auch in Nasswickeltechnik ausgebildete Hohlstrangsegmente quer zur Längsachse
ihrer Öffnung durch die durch Bohrungen hindurchgreifenden Stützprofile miteinander
verbunden werden (Figur 6).
[0023] Nach einem ganz besonders vorteilhaften Erfindungsgedanken, der sich auf sämtliche
Ausführungsformen der Erfindung beziehen kann, weist der Werkstückträger Stapelschnittstellen
auf, mit denen Distanzstücke derart zusammenwirken können, dass mehrere Werkstückträger
übereinander stapelbar sind. In bevorzugter Weise sind diese Stapelschnittstellen
durch in Stapelrichtung vorgesehene Ausnehmungen gebildet, in welche Distanzstücke
eingreifen können.
[0024] Diese Ausnehmungen können beispielsweise geprägte oder gestanzte Durchgangsöffnungen
in einem einstückig monolithischen Werkstückträger sein. Wenn der Werkstückträger
ein flächenhaft geprägtes Erhebungen und Vertiefungen aufweisendes Gebilde ist, so
erweist es sich als vorteilhaft, die Öffnungen in den Erhebungen und/oder Vertiefungen
vorzusehen.
[0025] Es kann sich insbesondere bei einer Ausführungsform mit in Stapelrichtung orientierten
Hülsenelementen als vorteilhaft erweisen, wenn die schnittstellenbildenden Ausnehmungen
Gewindeöffnungen sind.
[0026] Eine weitere Erfindungsvariante von eigenständiger Bedeutung wird in einem gattungsgemäßen
Werkstückträger gesehen, der so ausgebildet ist, dass die Werkstückauflagebereiche
von gitterförmig auf eine ebene Profilkonstruktion aufgewickelten Fasersträngen gebildet
sind, wobei die Ganghöhe der Wicklung den Abstand der Gitterstruktur defininiert (Figur
7). Bei der Profilkonstruktion kann es sich um eine Konstruktion der vorstehend beschriebenen
Art mit monolithisch ausgebildeten Elementen und aus in Bohrungen in diesen Elementen
eingesteckten Stützprofilen, auf welche die Faserstränge aufgewickelt sind, handeln.
[0027] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten
Patentansprüchen und der zeichnerischen Darstellung und nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung. In der Zeichnung zeigt:
- Figur 1
- eine monolithische Ausführungsform eines erfindungsgemäßen in Nasswickeltechnik hergestellten
Werkstückträgers zur Aufnahme von gekröpften Langteilen;
- Figur 2
- eine monolitische Ausführungsform eines erfindungsgemäßen in Flächenpresstechnik hergestellten
Werkstückträgers;
- Figur 2
- a die Verdeutlichung eines Stapelprinzips für den Werkstückträger nach Figur 2;
- Figur 3
- die Herstellungsschritte einer weiteren Ausführungsform eines monolithischen Werkstückträgers;
- Figur 4
- eine Ausführungsform eines Werkstückträgers aus mehreren lösbar zusammengefügten monolithischen
Elementen;
- Figur 5
- eine weitere Ausführungsform eines Werkstückträgers aus mehreren lösbar zusammengefügten
monolithischen Elementen;
- Figur 5
- a verdeutlicht ein Stapelprinzip für den Werkstückträger nach Figur 5;
- Figur 6
- eine weitere Ausführungsform eines Werkstückträgers aus mehreren lösbar zusammengefügten
monolithischen Elementen;
- Figur 7
- eine weitere Ausführungsform eines Werkstückträgers aus mehreren lösbar zusammengefügten
monolithischen Elementen mit einem Werkstückauflagebereich, der von gitterförmig aufgewickelten
Fasersträngen gebildet ist.
[0028] Figur 1 zeigt einen Werkstückträger 1, der aus einem in Nasswickeltechnik hergestellten
Hohlprofil abgetrennt wurde und durch gezielte Fräsbearbeitungen an den Seiten Auflageflächen
12, 13 und Stapelflächen 16, 17 erhält. Dadurch ist es möglich, gekröpfte Längsteile
21 in einem einteiligen Werkstückträger aufzunehmen und mehrere Werkstückträger übereinander
zu stapeln 11. Nasen 14 und 15 hindern die Werkstücke daran, auf den Auflageflächen
12, 13 bis an die Seiten heranzurutschen und dadurch das Wärmebehandlungsergebnis
negativ zu beeinflussen. Die Werkstückträger 1 können unter einem Winkel von 45° gestapelt
werden. Die Stapelflächen 16 und 17 gewährleisten eine sichere Stapelbarkeit, wobei
durch Freischneidungen gebildete Anschläge 18 und 19 des darüberliegenden Werkstückträgers
eine definierte Position gewährleisten. Die Nasen 14 und 20 verhindern ein Verrutschen
in Querrichtung.
[0029] Für ungekröpfte Längsteile ist es möglich, den umlaufenden monolithischen Rahmen
(Hohlprofil) ohne die Aussparungen der Auflageflächen 12, 13 zu fertigen und durch
Aufbohren der Seitenwände 22 und 23 Öffnungen zu erzeugen, durch die mindestens zwei
Querrohre als Auflagefläche für die Längsteile gesteckt werden (ohne Abb.). Der umlaufende
Rahmen hält dabei die Werkstücke auf ihrer Position.
[0030] Figur 2 zeigt einen monolithischen Werkstückträger 2 (Grundrost), hergestellt in
Prepreg-Technik. Die mit Matrixprecursor getränkten Gewebe werden auf eine Pressform
mit Erhöhungen 24 und Vertiefungen 25 gelegt und anschließend verpresst. Nach der
Aushärtung und Umwandlung in faserverbundkeramisches Material werden in die verwendeten
Erhöhungen 24 durch einen Flachschleifprozess Öffnungen 26 eingebracht, und es entsteht
eine plane Oberfläche zur Aufnahme von Werkstücken.
[0031] Figur 2a zeigt beispielhaft ein Verbindungs- bzw. Distanzstück 27 als Stapelhilfe
für den erfindungsgemäßen Werkstückträger 2 in Figur 2. Ein Rohr 28 aus faserverbundkeramischem
Material wirkt als Distanzstück 27 zwischen oberem und unterem Werkstückträger. Die
sechs jeweils am Umfang der Rohrenden angebrachten Zapfen 29 greifen dabei in die
Öffnungen 26 und verhindern ein Verrutschen des Distanzstücks 27.
[0032] Figur 3 zeigt eine modifizierte Wickeltechnik zur Herstellung einer monolithischen
wabenförmigen Struktur bei einem Werkstückträger 3. Die einzelnen Waben werden auf
einen entsprechenden Kern 30 aufgewickelt, so dass Hohlprofile 31 entstehen. Anschließend
werden die noch nassen, gewickelten Hohlprofile 31 zusammengelegt, verpresst und ausgehärtet.
Es entsteht ein monolithischer Grundkörper 32, der nach Entnahme der Kerne auf die
endgültige Form 3 zugeschnitten werden kann. Dabei wird die obere oder untere Schmalseite
der Wabensegmente 35 als Auflagefläche für die Werkstücke genutzt.
[0033] Da die einzelnen Waben nur über die Matrix verbunden sind, kann die Biegefestigkeit
des gesamten Rostes durch Einlegen oder Wickeln von imprägnierten Fasermatten 34 zwischen
die einzelnen Hohlprofile 31 oder um das ganze Gebilde herum verbessert werden. Werden
die Hohlprofile 31 anschließend verpresst, ausgehärtet und karbonisiert, so gibt es
auch Faserorientierungen zwischen den einzelnen Waben im Verbund.
[0034] Durch Aufwickeln von Fasersträngen können nur langgezogene Hohlkörper 31 gefertigt
werden, da die Fasern schräg und über Kreuz aufgewickelt werden müssen. Um einen schmalen
Rost zu erzeugen, muss das aus gestapelten, langgezogenen Hohlkörpern hergestellte
Gebilde in Segmente 35 getrennt werden. Um das Trennen zu ersparen, kann diese Wickeltechnik
modifiziert werden, indem bereits ein auf Rostbreite gewebtes Band imprägniert und
dann auf einen Kern gewickelt wird. Dieses Band weist eine Breite, welche der Höhe
des herzustellenden Werkstückträgers entspricht, auf und kann gleichzeitig zur Verstärkung
der Verbindung zwischen den Hohlprofilen eingesetzt werden.
[0035] In Figur 4 sind mäandrierend abgewinkelte streifenförmige Teile 41 versetzt aneinandergestellt
und an den Verbindungsflächen 42 einzeln mit Schrauben 43 zusammengefügt, wobei ein
stufenförmiges Teil 41 mit Bohrungen 45 und das angrenzende mit Gewinde 46 versehen
ist. Noch günstiger ist eine durchgehende Stange 47, welche Bohrungen 48 in den streifenförmigen
Teilen 41 durchsetzt und mit einer Verschraubung am Ende fixiert sein kann. Dadurch
kann die Quersteifigkeit erhöht und der Montageaufwand minimiert werden. Gleichzeitig
können durch die elastische Wabenstruktur Spannungen aufgrund unterschiedlicher Wärmeausdehnung
von Schraubverbindung und der abgewinkelten streifenförmigen Teile 41 ausgeglichen
werden.
[0036] Figur 5 zeigt einen Werkstückträger 5, der aus faserverbundkeramischen Rohrprofilen
52, 53 zusammengesteckt wurde. Senkrecht stehende Hülsen 51 (hier sechs Stück) werden
mit CFC-Rohren 52 und 53 verbunden, die in Bohrungen 55 in den Hülsen 51 eingesteckt
werden, und bilden einen Rahmen. Zwischen die drei querliegenden Rohre 53 im Rahmen
werden zur Ausbildung eines Rostes dünnere Rohre 54 gesteckt. Die Fügeverbindung die
den Rahmen zusammenhält, befindet sich im Inneren der senkrecht stehenden Hülse 51
und ist in der Draufsicht 56 separat dargestellt. Die dünnen Rohre 54 werden durch
Bohrungen 55 a in die Querrohre 53 eingesteckt und durch den Rahmen zusammengehalten.
Die zwei längsgerichteten Rohre 52 und die tieferliegenden Querrohre 53 des Rahmens
sind durch einen Bolzen 57 innerhalb der senkrecht stehenden Hülse 51 verbunden. Die
Rohre 52 und 53 können auch beidseitig durch die Hülse 51 gesteckt werden, um damit
die Verwindungssteifigkeit zu erhöhen (ohne Abb.). Die Wärmeausdehnung an den Verbindungsstellen
ist nahezu gleich, so dass Eigenspannungen beim Erwärmen nicht zu erwarten sind. Um
verschleißfeste Auflagepunkte einzubinden, können die Hülsen 51 an den offenen Stellen
durch entsprechende Verschlusselemente 58 aus Stahl oder faserverbundkeramischem Material
geschlossen werden (Figur 5a). Dadurch werden gleichzeitig die Hohlräume des Rohrgebildes
von den umgebenden Medien geschützt und abgedichtet.
[0037] Das Stapelprinzip in Figur 5a des erfindungsgemäßen Werkstückträgers in Figur 5 zeigt,
dass die Hülsen 51 an Ober- und Unterseite mit einem Gewinde 51 a versehen werden
können. Dadurch entsteht eine definierte Schnittstelle zum Stapeln mehrerer Werkstückträger.
Als Distanzstück 59 zwischen den einzelnen Werkstückträgern kann ein an den Enden
verjüngtes Rohr 59 eingesteckt werden. Auflage- bzw. Verschlusselemente 58 werden
durch eine Schraubverbindung in dem Gewinde 51 a befestigt.
[0038] Figur 6 stellt einen mit gleichartigen senkrecht stehenden Hohlprofilen 61 aufgebauten
Werkstückträger 6 dar. Die einzelnen Hohlprofile, die wiederum in Nasswickeltechnik
hergestellt sind, werden durch Rohrprofile 62 zusammengehalten und sind durch das
diagonal eingeschobene Rohr 63 ausreichend fixiert. Die Rohre 62, 63 sind durch miteinander
fluchtende Öffnungen 65 in den Hohlprofilen 61 hindurchgesteckt und können durch eingesteckte
Bolzen an ihren Enden gesichert werden (ohne Abb.). Die Auflagefläche der Werkstücke
64 wird durch die Schmalseite der senkrecht stehenden Hohlprofile 61 erzeugt. Bei
einer Variante dieses Konzepts 66 werden die Hohlprofile versetzt angeordnet. Dadurch
kann auf eine diagonale Rohrverstrebung verzichtet werden.
[0039] Figur 7 zeigt einen Werkstückträger 7, wobei ein großflächiges Gitterhohlprofil 71
eine gleichmäßige, plane Oberfläche bildet. Dieses Gitterhohlprofil 71 wird in Wickeltechnik
hergestellt, wobei die Ganghöhe der Wicklung so groß ist, dass ein Spalt zum benachbarten
Faserbündel 72 entsteht. Zur Aufnahme der Schwerkräfte wird das Gitter durch eine
Rohrkonstruktion 71 gestützt. Die Rohre 73 werden an einem stirnseitigen Quersteg
74 fixiert. Dabei ist der Quersteg 74 bei 75 genutet, um ein Verrutschen in Querrichtung
zu verhindern, und das Rohr 73 ist geschlitzt, um den Steg dazwischen zu klemmen.
Die beiden äußeren Rohre werden zusätzlich mit einem Bolzen 76 oder einer Schraube
befestigt und halten den Rost zusammen. Um verschleißfreie Auflagepunkte einzubinden,
können an diesen Stellen entsprechende Elemente aus Stahl oder faserverbundkeramischem
Material 77 angebracht werden. Diese Elemente können auch als definierte Schnittstelle
zum Stapeln mehrerer Grundroste aufgebaut werden.
1. Werkstückträger (1 - 7) aus hitzebeständigem faserverbundkeramischem Material zum
Wärmebehandeln von darauf angeordneten Werkstücken, mit im Gebrauch nach oben gewandten
Werkstückauflagebereichen, die in einer Auflageebene voneinander beabstandet sind,
so dass der Werkstückträger insgesamt für flüssige oder gasförmige Behandlungsmedien
offen ist, dadurch gekennzeichnet, dass er einstückig (1, 2, 3) monolithisch ausgebildet ist
oder
dass er (4, 5, 6) aus einstückig monolithisch ausgebildeten faserverbundkeramischen
Elementen (41, 51, 61) und aus in Bohrungen (48, 55, 65) in diesen Elementen eingesteckten
und diese zusammenhaltenden stangen-, leisten- oder rohrförmigen faserverbundkeramischen
Stützprofilen (47, 52, 53, 64) gebildet ist.
2. Werkstückträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der einstückig monolithisch
ausgebildete Werkstückträger (1, 3) in Naßwickeltechnick aus einem mit Bindemittel
getränkten und auf einen sich drehenden Kern (30) aufgewickelten Faserbündel hergestellt
ist.
3. Werkstückträger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der einstückig monolithisch
ausgebildete Werkstückträger als Längsabschnitt (35) von einem in Naßwickeltechnik
hergestellten erhärteten Hohlstrang (31) abgetrennt ist.
4. Werkstückträger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der einstückig monolithisch
ausgebildete Werkstückträger in Naßwickeltechnick aus einer mit Bindemittel getränkten
streifenförmigen Faserbahn, deren Breite der Höhe des Werkstückträgers entspricht
und die auf einen sich drehenden Kern aufgewickelt ist, hergestellt ist.
5. Werkstückträger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
zur Ausbildung der Werkstückauflagebereiche (12, 13) randoffene Ausnehmungen vorgesehen
sind.
6. Werkstückträger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die randoffenen Ausnehmungen
gefräst sind.
7. Werkstückträger nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch randoffene Freischneidungen, welche durch nach verschiedenen Seiten weisende
Schmalflächen begrenzt sind, und dass die Schmalflächen Anschläge (18, 19, 20) bei
übereinander gestapelten Werkstückträgern (1) bilden und diese in Querrichtung formschlüssig
aneinander halten, um ein seitliches Verrutschen zu verhindern.
8. Werkstückträger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der einstückig monolithisch hergestellte Werkstückträger (2) durch eine geprägte Flachmaterialbahn
eines mit Bindemittel getränkten Faserstoffs gebildet ist und durch die Prägung Erhebungen
(24) und Vertiefungen aufweist.
9. Werkstückträger nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebungen (24)
und Vertiefungen verrundete Gestalt aufweisen.
10. Werkstückträger nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebungen (24)
und Vertiefungen nach einem regelmäßigen Muster angeordnet sind.
11. Werkstückträger nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass er (3) aus mehreren einstückig monolithisch ausgebildeten und in Naßwickeltechnik
hergestellten Hohlstrangelementen (31) mit polygonaler Querschnittsform gebildet ist,
indem mehrere solcher Hohlstrangelemente (31) im naßen Zustand verpresst und anschließend
zur Bildung des monolithischen Körpers (32) ausgehärtet sind.
12. Werkstückträger nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den aneinander
liegenden Hohlstrangelementen (31) oder zwischen Gruppen aus mehreren aneinanderliegenden
Hohlstrangelementen imprägnierte Fasermatten (34) angeordnet sind
13. Werkstückträger nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch senkrecht zur Auflageebene erstreckte monolithisch ausgebildete Hülsenelemente
(51), in denen Querbohrungen (55) eingebracht sind.
14. Werkstückträger nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die in die Querbohrungen
(55) eingesteckten Abschnitte der Stützprofile (52, 53) innerhalb der Hülsenelemente
(51) übereinanderliegen.
15. Werkstückträger nach Anspruch 12 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die eingesteckten
Abschnitte durch Verbindungsmittel (57) innerhalb der rohrförmigen Hülsenelemente
(51) miteinander verbunden sind.
16. Werkstückträger nach einem der Ansprüche 12 - 15, dadurch gekennzeichnet, dass die
Hülsenelemente (51) mit Verschlußelementen (58) abschließbar sind.
17. Werkstückträger nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlußelemente
(58) auf die Hülsenelemente (51) aufschraubbar oder in diese einschraubbar sind.
18. Werkstückträger nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch mäandrierend abgewinkelte flächenhaft aneinander anliegende streifenförmige
Elemente (41) mit Öffnungen (48), die durch in die Öffnungen (48) eingesteckte Stützprofile
(47) gegeneinander fixiert sind.
19. Werkstückträger nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch einstückig in Naßwickeltechnik ausgebildete Hohlstrangsegmente (61) mit Werkstückauflagebereiche
bildenden Schmalseiten, die quer zur Längsachse ihrer Öffnung durch die durch Bohrungen
(65) hindurchgreifenden Stützprofile (62, 63) miteinander verbunden sind.
20. Werkstückträger nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch Stapelschnittstellen, mit denen Distanzstücke (27, 59) derart zusammenwirken,
dass mehrere Werkstückträger (2, 5) übereinander stapelbar sind.
21. Werkstückträger nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Stapelschnittstellen
durch in Stapelrichtung vorgesehene Ausnehmungen (26) gebildet sind, in welche die
Distanzstücke (27, 59) eingreifen.
22. Werkstückträger nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (26)
Durchgangsöffnungen in einem einstückig ausgebildeten monolithischen Werkstückträger
(2) sind.
23. Werkstückträger nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (26)
geprägt oder gestanzt sind.
24. Werkstückträger nach Anspruch 21, 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen
(26) im Bereich von Erhöhungen (24) und Vertiefungen ausgebildet sind.
25. Werkstückträger nach einem der Ansprüche 21 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die
Ausnehmungen Gewindeöffnungen (51 a) sind, in welche die Distanzstücke (59) mit einem
Gewindeabschnitt einschraubbar oder nur einsteckbar sind.
26. Werkstückträger nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindeöffnungen
(51a) in rohrförmigen monolithisch ausgebildeten in Stapelrichtung orientierten Hülsenelementen
(51) eines mehrteiligen Werkstückträgers (5) mit der jeweiligen Rohrlängsachse fluchtend
ausgebildet sind.
27. Werkstückträger (7) aus hitzebeständigem faserverbundkeramischem Material zum Wärmebehandeln
von darauf angeordneten Werkstücken, mit im Gebrauch nach oben gewandten Werkstückauflagebereiche,
die in einer Auflageebene voneinander beabstandet sind, so dass der Werkstückträger
insgesamt für flüssige oder gasförmige Behandlungsmedien offen ist, dadurch gekennzeichnet,
dass die Werkstückauflagebereiche von gitterförmig auf eine ebene Profilkonstruktion
(71) aufgewickelten Fasersträngen (72) gebildet ist, wobei die Ganghöhe der Wicklung
den Abstand der Gitterstruktur definiert.