[0001] Die Erfindung betrifft ein lichtdurchlässiges Plattenelement mit einem äußeren Rahmen,
der einen plattenförmigen Grundkörper an dessen äußerem Rand allseitig umgibt, wobei
der Grundkörper aus zumindest einem Plattenzuschnitt einer lichtdurchlässigen Hohlkammerplatte
besteht, die aus thermoplastischem Kunststoff, vorzugsweise Polycarbonat, hergestellt
ist, zwei im Abstand voneinander angeordnete Deckschichten und diese miteinander verbindende
Stege besitzt und durch die Deckschichten und Stege begrenzte Hohlkammern enthält.
[0002] Derartige lichtdurchlässige Plattenelemente werden im Bauwesen und im Gartenbau bei
Gewächshäusern und Frühbeeten an Stelle von mit Fensterglas als lichtdurchlässigem
Grundkörper versehenen Glasfenstern verwendet.
[0003] Bei bekannten, beispielsweise rechteckigen, lichtdurchlässigen Plattenelementen besteht
der lichtdurchlässige, plattenförmige Grundkörper jeweils aus einem rechteckigen Plattenzuschnitt
einer hochtransparenten Hohlkammerplatte aus hochtransparentem Polycarbonat, während
der Rahmen von vier, auf die geraden Längs- bzw. Querränder der jeweiligen rechteckigen,
hochtransparenten Hohlkammerplatte aufgesteckten, geraden Aluminiumprofilen mit U-Querschnitt
und vier an den Ecken des Plattenelementes angeordneten Kunststoffeckteilen gebildet
wird, die die Aluminiumprofile untereinander paarweise verbinden. Der aus den vier
Aluminiumprofilen und den vier Kunststoffeckteilen bestehende Rahmen umgibt den äußeren
Rand der rechteckigen, hochtransparenten Hohlkammerplatte auf allen Seiten und deckt
die offenen Enden der Hohlkammern nach außen ab. Die Aluminiumprofile des Rahmens
sind mit der Hohlkammerplatte aus hochtransparentem Polycarbonat nur mechanisch durch
Klemmverbindungen verbunden.
[0004] Eine im Extrusionsverfahren aus Polycarbonat hergestellte, hochtransparente Hohlkammerplatte
besteht aus zwei zueinander parallelen und im Abstand voneinander angeordneten, ebenen
Deckschichten bzw. dünnen Folien und aus zahlreichen zu den beiden Deckschichten bzw.
Folien senkrechten und zur Extrusionsrichtung der Hohlkammerplatte parallel verlaufenden
Stegen, die quer zur Extrusionsrichtung im Abstand voneinander angeordnet sind und
die beiden Deckschichten bzw. Folien miteinander verbinden und gleichzeitig auf Abstand
halten. Die extrudierten, hochtransparenten Hohlkammerplatten aus hochtransparenten
Polycarbonat (im englischen Sprachraum als polycarbonate structural sheets bezeichnet)
enthalten zahlreiche, in Extrusionsrichtung langgestreckte und quer zur Extrusionsrichtung
nebeneinander angeordnete Hohlkammern, die zwischen den beiden Deckschichten der Hohlkammerplatte
liegen und durch deren Stege getrennt bzw. seitlich begrenzt werden. An den quer zur
Extrusionsrichtung verlaufenden Rändern der Hohlkammerplatte sind die von ihren Hohlkammern
gebildeten Zellen jeweils nach außen offen. Die von den aus Polycarbonat bestehenden
Deckschichten und Stegen gebildeten Zellwände der Hohlkammern sind sehr flexibel und
führen schon bei sehr geringen Wandstärken, aufgrund der zelligen Struktur der Hohlkammerplatte,
zu einer hohen Eigensteifigkeit der Hohlkammerplatte. Extrudierte hochtransparente
Hohlkammerplatten gleicher Dicke, bezogen auf den gegenseitigen Abstand ihrer beiden
Deckschichten, weisen im Vergleich zu stranggepreßten Aluminiumprofilen relativ große,
herstellungsbedingte Abweichungen in der Plattendicke auf.
[0005] Hochtransparente Hohlkammerplatten aus Polycarbonat sind im Vergleich zu gleich großen
und gleich dicken Glasplatten aus herkömmlichem Fensterglas wesentlich leichter und
praktisch unzerbrechlich. Darüberhinaus besitzen sie aufgrund ihrer zelligen Struktur
ein ausgezeichnetes Wärmedämmungsvermögen und ein geringes Schalleitvermögen.
[0006] Die mechanische Verbindung einer hochtransparenten Hohlkammerplatte aus Polycarbonat,
die eine hohe Eigensteifigkeit aber sehr dünne und sehr flexible Deckschichten und
Stege mit Wandstärken im Bereich von 0,001 bis 0,003 mm besitzt, mit den Aluminiumprofilen
des Rahmens mit ihrem U-Querschnitt und Wandstärken im Bereich von 0,5 bis 3 mm ist
sehr schwierig und mit einer Reihe von Nachteilen verbunden, die durch die unterschiedlichen
Wandstärken und die unterschiedlichen mechanischen Materialeigenschaften der Polycarbonat-Hohlkammerplatte
einerseits und der Aluminium-U-Profile anderseits bedingt sind. Dazu kommt noch, daß
sich die mechanischen Verbindungen zwischen den Polycarbonat-Hohlkammerplatten und
den Aluminium-U-Profilen durch das unterschiedliche Verhalten der Hohlkammerplatten
und Rahmenprofile während des Gebrauches der lichtdurchlässigen Plattenelemente nicht
lockern bzw. lösen sollen, beispielsweise beim Ausdehnen und Zusammenziehen bei steigenden
bzw. sinkenden Außentemperaturen oder bei durch örtlich unterschiedliche Sonneneinstrahlung
bedingten, örtlichen Temperaturunterschieden an verschiedenen Stellen der Hohlkammerplatte
bzw. des Aluminiumprofiles oder bei größeren bzw. wechselnden Temperaturunterschieden
an der Außenseite bzw. der Innenseite des jeweiligen lichtdurchlässigen Plattenelementes.
[0007] Beim Herstellen der mechanischen Verbindung zwischen einer Polycarbonat-Hohlkammerplatte
mit ihren sehr dünnen und sehr flexiblen Deckschichten und Stegen und einem demgegenüber
sehr steifen Aluminium-U-Profil mit seiner relativ dicken Basis und seinen relativ
dicken Profilschenkeln müssen die herstellungsbedingten Abweichungen in der Plattendicke
der Polycarbonat-Hohlkammerplatten berücksichtigt werden. Innerhalb des lichtdurchlässigen
Plattenelementes umgreift das U-Profil jeweils einen Randbereich der betreffenden
Polycarbonat-Hohlkammerplatte, wobei die Basis des U-Profiles die offenen Enden der
Hohlkammern am Plattenrand der Hohlkammerplatte abdeckt, während seine beiden Profilschenkel
der Oberseite bzw. der Unterseite der Hohlkammerplatte benachbart angeordnet sind
und sich parallel zur Oberseite bzw. der Unterseite der Hohlkammerplatte erstrecken.
[0008] Zur Herstellung der mechanischen Verbindung zwischen der Polycarbonat-Hohlkammerplatte
und dem Aluminium-U-Profil ist es bekannt, in den Profilschenkeln des Metallprofiles
in Längsrichtung im Abstand voneinander angeordnete, kleine Ausstanzungen vorzusehen,
die als kleine Widerhaken nach innen in den vom Metallprofil umschlossenen Hohlraum
hineingedrückt werden bis sie die elastischen Deckschichten der Hohlkammerplatte durchdringen
und in einzelne Hohlkammern der Hohlkammerplatte ragen. Diese Verklammerung zwischen
den Metallwiderhaken und den Kunststoffzellwänden ist nicht sehr dauerhaft, weil das
unterschiedliche Dehnungsverhalten der beiden Werkstoffe Polycarbonat und Aluminium
bei wechselnden Temperaturen während des Gebrauches des lichtdurchlässigen Plattenelementes
z. B. als Seitenwand oder obere Abdeckung eines Frühbeetes, sehr bald zum Ausreißen
der Widerhaken aus der Hohlkammerplatte führt.
[0009] Zur Herstellung der mechanischen Verbindung zwischen der Polycarbonat-Hohlkammerplatte
und dem Aluminium-U-Profil ist es weiters bekannt, die beiden Profilschenkel des Metallprofiles
an ihren freien Enden über die gesamte Länge des U-Profiles jeweils bis auf einen
gegenseitigen Abstand zueinander zu drücken, der kleiner ist als die Mindestplattendicke
der Polycarbonat-Hohlkammerplatte. Dabei wird die Hohlkammerplatte durch die freien
Ränder der Profilschenkel an ihren Deckschichten und Stegen zusammengedrückt, wobei
die zusammengedrückten und auf Knicken beanspruchten, elastischen Stege der Hohlkammerplatte
die nicht sehr dauerhafte Klemmwirkung dieser Verbindung erzeugen.
[0010] Zur Herstellung der mechanischen Verbindung zwischen der Polycarbonat-Hohlkammerplatte
und dem Aluminium-U-Profil Ist es weiters bekannt, die die Aluminiumprofile untereinander
paarweise verbindenden Kunststoffeckteile des Rahmen jeweils mit seitlich abstehenden
Kunststoffdübeln zu versehen, die in das stirnseitige Ende des jeweiligen U-Profiles
und in den von diesem umschlossenen Randbereich der jeweiligen Hohlkammerplatte eingeführt
werden, um dort die beiden Deckschichten der Hohlkammerplatte jeweils zwischen sich
und dem jeweiligen Profilschenkel des Metallprofiles einzuklemmen und so die mechanische
Verbindung zwischen der Polycarbonat-Hohlkammerplatte und dem Aluminium-U-Profil herzustellen.
Diese Kunststoffdübel sind jeweils mit spitzen, schneidenförmigen Enden versehen,
mit denen sie die quer zu ihrer Einführrichtung verlaufenden Stege der Hohlkammerplatte
beim Einführen in das jeweilige Aluminium-U-Pprofil durchschneiden, um ihren an die
Spitze anschließenden Klemmabschnitt zwischen den beiden Deckschichten der Hohlkammerplatte
quer zu deren Stege in den jeweiligen Randbereich der Hohlkammerplatte einzuführen.
[0011] Bei den bekannten lichtdurchlässigen Plattenelementen decken die Aluminium-U-Pprofile
des äußeren Rahmens mit ihren Basisabschnitten jeweils die offenen Enden der Hohlkammern
am Plattenrand des jeweiligen, aus einer hochtransparenten Polycarbonat-Hohlkammerplatte
hergestellten Plattenzuschnittes nach außen ab, ohne die Hohlkammern an ihren offenen
Enden abzudichten. In der Praxis bildet sich im Inneren der Hohlkammern, beispielsweise
durch Kondenswasser oder Regen verursacht, Feuchtigkeit, die zusammen mit in der Luft
befindlichen mikroskopisch kleinen Sporen schon nach kurzer Zeit im Randbereich des
jeweiligen hochtransparenten Plattenzuschnittes zu einem unschönen Algenwachstum führt.
Obwohl sich der hochtransparente Plattenzuschnitt bei intensiver Sonneneinstrahlung
soweit erwärmt, daß die Algen im Inneren der Hohlkammern absterben, bleibt davon ein
schwarzer Belag an den Innenseiten der Hohlkammern zurück, der Lichtdurchlässigkeit
des hochtransparenten Plattenzuschnittes verringert und ein unschönes Aussehen mit
sich bringt. Dieser schwarzer Belag an den Innenseiten der Hohlkammern wird bei jedem
neuerlichen Auftreten von Feuchtigkeit im Inneren der Hohlkammern jeweils um ein Stück
größer und kann ohne Zerstören des lichtdurchlässigen Plattenelementes nicht aus den
Hohlkammern entfernt werden, weil diese durch die Aluminiumprofile des Rahmens abgedeckt
und daher unzugänglich sind. Beim Zerlegen des lichtdurchlässigen Plattenelementes
in seine Einzelteile müßten die mechanischen Verbindungen zwischen der Polycarbonat-Hohlkammerplatte
und den Aluminiumprofilen des Rahmens aufgelöst werden, was ohne Zerstörung der jeweiligen
Hohikammerplatte bzw. ihrer Deckschichten nicht möglich ist.
[0012] Aufgabe der Erfindung ist es, lichtdurchlässige Plattenelemente anzugeben, die einen
verstärkten Rand besitzen und bei denen die Hohlkammern des jeweiligen lichtdurchlässigen
Plattenzuschnittes des plattenförmigen Grundkörpers nach außen abgedichtet sind.
[0013] Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Lichtdurchlässiges Plattenelement vorgeschlagen,
bei dem ein äußerer Rahmen einen plattenförmigen Grundkörper an dessen äußerem Rand
allseitig umgibt und bei dem der Grundkörper aus zumindest einem Plattenzuschnitt
einer lichtdurchlässigen Hohlkammerplatte besteht, die aus thermoplastischem Kunststoff,
vorzugsweise Polycarbonat, hergestellt ist, zwei im Abstand voneinander angeordnete
Deckschichten und diese miteinander verbindende Stege besitzt und durch die Deckschichten
und Stege begrenzte Hohlkammern enthält.
[0014] Dieses lichtdurchlässige Plattenelement ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet,
daß ein entlang zumindest eines Teiles des gesamten Randes des Grundkörpers mit diesem
einstückig verbundener Kunststoffrahmen vorgesehen ist, der aus einem Kunststoff besteht,
dessen Schmelzpunkt niedriger als der der Hohlkammerplatte ist und der die am Rand
des Grundkörpers offenen Hohlkammern des jeweiligen Plattenzuschnittes verschließt
und nach außen Abdichtet. Bei dem erfindungsgemäß vollständig aus Kunststoff bestehenden
und jeweils als Verbundelementen ausgebildeten, lichtdurchlässigen Plattenelementen
sind die äußeren Enden der Hohlkammern im Randbereich des Grundkörpers durch den mit
dem Grundkörper einstückig verbundenen Kunststoffrahmen nicht nur verschlossen sondern
auch adgedichtet, sodaß während des Gebrauches des Plattenelementes auch keine mikroskopisch
kleinen Sporen in die Hohlkammern eindringen können.
[0015] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß der Grundkörper
im Randbereich zum Verschließen der Hohlkammern zusammengedrückt und mit einem die
Hohlkammern dicht verschließenden Kunststoffrahmen umspritzt ist.
[0016] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß ein aus hochtransparentem,
elastischem Kunststoff bestehender und an seinen Rändern elastisch zusammengedrückter
Grundkörper vorgesehen ist, der einstückig mit dem auf den elastisch zusammengedrückten
Rand des Grundkörpers aufgespritzten Kunststoffrahmen ausgebildet ist.
[0017] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß der Plattenzuschnitt
des Grundkörpers von einer Hohlkammerplatte aus hochtransparentem Polycarbonat gebildet
wird und der auf die elastisch zusammengedrückten Ränder des Grundkörpers aufgespritzte
Kunststoffrahmen aus einem mit Glasfasern versetzten, UV-stabilisierten Polystyrol
besteht.
[0018] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird ein Verfahren zum Herstellen von lichtdurchlässigen
Kunststoff-Plattenelementen vorgeschlagen, welches durch die folgenden Schritte gekennzeichnet
ist:
1) Anfertigen von Plattenzuschnitten von hochtransparenten Hohlkammerplatten, die
aus thermoplastischem Kunststoff, vorzugsweise aus Polycarbonat bestehen und nebeneinander
angeordnete und an entgegengesetzten Plattenrändern nach außen offene Hohlkammern
besitzen,
2) Behandeln der Plattenzuschnitte mit Heißluft zum Trocknen der Hohlkammern und Erwärmen
der Plattenzuschnitte,
3) Einlegen eines oder mehrerer Plattenzuschnitte in ein den Rahmen eines Plattenelementes
formendes Spritzgußwerkzeug, das zumindest den, offene Hohlkammerenden aufweisenden
Randbereichen des jeweiligen Plattenzuschnittes zugeordnete, beheizte Quetschkanten
zum Zusammendrücken der betreffenden Randbereiche beim Schließen des Spritzgußwerkzeuges
besitzt,
4) Schließen des Spritzgußwerkzeuges und Zusammendrücken der Randbereiche des jeweiligen
Plattenzuschnittes durch die dem betreffenden Randbereich jeweils zugeordneten, beheizten
Quetschkanten des Spritzgußwerkzeuges,
5) Einspritzen eines Kunststoffes in das geschlossene Spritzgußwerkzeug, der einen
niedrigeren Schmelzpunkt als jener der Hohlkammerplatte besitzt und der vorzugsweise
ein mit Glasfasern versetztes, UV-stabilisiertes Polystyrol ist,
6) Abkühlen des in das geschlossene Spritzgußwerkzeug eingespritzten Kunststoffes,
und
7) Öffnen des Spritzgußwerkzeuges und Entnehmen des einstückigen, lichtdurchlässigen
und mit einem äußeren Kunststoffrahmen versehenen Kunststoff-Plattenelementes.
[0019] Bei diesem Verfahren werden die Hohlkammern vor dem Einlegen des jeweiligen Plattenzuschnittes
in das Spritzgußwerkzeug getrocknet und allfällige mikroskopisch kleinen Sporen aus
der Heißluft ausgefiltert. Anschließend werden die Hohlkammern durch das Spritzgußwerkzeug
geschlossen und an ihren äußeren Enden mit dem Kunststoffrahmen umspritzt, sodaß in
der Luft vorhandene mikroskopisch kleinen Sporen nicht mehr von außen in die durch
den Kunststoffrahmen dicht verschlossenen Hohlkammern eindringen können.
[0020] In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
lichtdurchlässigen Kunststoff-Plattenelementes dargestellt. Figur 1 zeigt ein rechteckiges,
als Fenster ausgebildetes Plattenelement in Draufsicht und Figur 2 einen Schnitt durch
das lichtdurchlässige Plattenelement der Figur entlang der Linie II - II in Figur
1.
[0021] Das lichtdurchlässige Plattenelement 1 besitzt einen äußeren Rahmen 2, der einen
plattenförmigen Grundkörper 3 an dessen äußerem Rand allseitig umgibt. Der Grundkörper
besteht aus einem Plattenzuschnitt einer lichtdurchlässigen Hohlkammerplatte 4, die
ihrerseits aus thermoplastischem Kunststoff, vorzugsweise hochtransparentem Polycarbonat
besteht. Die Hohlkammerplatte 4 weist zwei im Abstand voneinander angeordnete, zueinander
parallele Deckschichten 5, 6 und zu diesen senkrechte und diese miteinander verbindende
Stege 7 auf. Die Hohlkammerplatte 4 enthält durch die Deckschichten 5, 6 und Stege
7 begrenzte Hohlkammern 8. Die Hohlkammerplatte 4 ist an ihrem äußeren Rand flach
zusammengedrückt und mit diesem flach zusammengedrückten Randbereich 9 in dem auf
diesen Randbereich 9 aufgespritzten Rahmen 2 aufgenommen. Die im diesem Randbereich
9 flach zusammengedrückten Hohlkammern 8 werden von dem Kunststoffrahmen 2 verschlossen
und nach außen abgedichtet. Der Kunststoff des Kunststoffrahmens 2 besitzt einen niedrigeren
Schmelzpunkt als das hochtransparente Polycarbonat der Hohlkammerplatte. Dieser Kunststoff
ist vorzugsweise ein mit Glasfasern versetztes, UV-stabilisiertes Polystyrol.
[0022] Die Hohlkammerplatte kann auch aus Acryl bestehen. Der Rahmen 2 kann alle für die
Verbindung des lichtdurchlässigen Plattenelementes mit einem anderen lichtdurchlässigen
Plattenelement oder einer Seitenwand eines Frühbeetes oder einer Ziegelmauer etc.
erforderlichen Verbindungselemente, wie Scharniere und dergleichen, enthalten. Gleiches
gilt für Handgriffe und andere Betätigungsorgane zum Bewegen des Plattenelementes
oder zum Verriegeln des Plattenelementes in einer bestimmten Stellung gegenüber einer
Seitenwand eines Frühbeetes oder einer Ziegelmauer etc.
[0023] Der Rahmen 2 kann in sich geschlossen sein, um die Eigensteifigkeit des lichtdurchlässigen
Plattenelementes zu erhöhen. Der Rahmen 2 aber auch nur aus zwei einander gegenüberliegenden
Leisten bestehen, die die Hohlkammern des Plattenzuschnittes nur an den quer zur Längsrichtung
der Hohlkammern verlaufenden Ränder des Plattenzuschnittes verschließen.
1. Lichtdurchlässiges Plattenelement (1) mit einem äußeren Rahmen (2), der einen plattenförmigen
Grundkörper (3) an dessen äußerem Rand allseitig umgibt, wobei der Grundkörper (3)
aus zumindest einem Plattenzuschnitt einer lichtdurchlässigen Hohlkammerplatte (4)
besteht, die aus thermoplastischem Kunststoff, vorzugsweise Polycarbonat, hergestellt
ist, zwei im Abstand voneinander angeordnete Deckschichten (5, 6) und diese miteinander
verbindende Stege (7) besitzt und durch die Deckschichten (5, 6) und Stege (7) begrenzte
Hohlkammern (8) enthält, dadurch gekennzeichnet, daß ein entlang zumindest eines Teiles des gesamten Randes des Grundkörpers (3) mit diesem
einstückig verbundener Kunststoffrahmen (2) vorgesehen ist, der aus einem Kunststoff
besteht, dessen Schmelzpunkt niedriger als der der Hohlkammerplatte (4) ist und der
die am Rand des Grundkörpers (3) offenen Hohlkammern (8) des jeweiligen Plattenzuschnittes
verschließt, und nach außen abdichtet.
2. Plattenelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (3) im Randbereich zum Verschließen der Hohlkammern (8) zusammengedrückt
(9) und mit einem die Hohlkammern (8) dicht verschließenden Kunststoffrahmen (2) umspritzt
ist.
3. Plattenelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein aus hochtransparentem, elastischem Kunststoff bestehender und an seinen Rändern
(9) elastisch zusammengedrückter Grundkörper (3) vorgesehen ist, der einstückig mit
dem auf den elastisch zusammengedrückten Rand (9) des Grundkörpers (3) aufgespritzten
Kunststoffrahmen (2) ausgebildet ist.
4. Plattenelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Plattenzuschnitt des Grundkörpers (3) von einer Hohlkammerplatte (4) aus hochtransparentem
Polycarbonat gebildet wird und der auf die elastisch zusammengedrückten Ränder (9)
des Grundkörpers (3) aufgespritzte Kunststoffrahmen (2) aus einem mit Glasfasern versetzten,
UV-stabilisierten Polystyrol besteht.
5. Verfahren zum Herstellen von lichtdurchlässigen Kunststoff-Plattenelementen
gekennzeichnet durch die Schritte:
1) Anfertigen von Plattenzuschnitten von hochtransparenten Hohlkammerplatten, die
aus thermoplastischem Kunststoff, vorzugsweise aus Polycarbonat bestehen und nebeneinander
angeordnete und an entgegengesetzten Plattenrändern nach außen offene Hohlkammern
besitzen,
2) Behandeln der Plattenzuschnitte mit Heißluft zum Trocknen der Hohlkammern und Erwärmen
der Plattenzuschnitte,
3) Einlegen eines oder mehrerer Plattenzuschnitte in ein den Rahmen eines Plattenelementes
formendes Spritzgußwerkzeug, das zumindest den, offene Hohlkammerenden aufweisenden
Randbereichen des jeweiligen Plattenzuschnittes zugeordnete, beheizte Quetschkanten
zum Zusammendrücken der betreffenden Randbereiche beim Schließen des Spritzgußwerkzeuges
besitzt,
4) Schließen des Spritzgußwerkzeuges und Zusammendrücken der Randbereiche des jeweiligen
Plattenzuschnittes durch die dem betreffenden Randbereich jeweils zugeordneten, beheizten Quetschkanten des
Spritzgußwerkzeuges,
5) Einspritzen eines Kunststoffes in das geschlossene Spritzgußwerkzeug, der einen
niedrigeren Schmelzpunkt als jener der Hohlkammerplatte besitzt und der vorzugsweise
ein mit Glasfasern versetztes, UV-stabilisiertes Polystyrol ist,
6) Abkühlen des in das geschlossene Spritzgußwerkzeug eingespritzten Kunststoffes,
und
7) Öffnen des Spritzgußwerkzeuges und Entnehmen des einstückigen, lichtdurchlässigen
und mit einem äußeren Kunststoffrahmen versehenen Kunststoff-Plattenelementes.
1. Transparent plate element (1) having an outer frame (2) which surrounds a plate-like
base body (3) along its outer edge and on all sides thereof, with the base body (3)
consisting of at least one plate blank of a transparent hollow-chamber plate (4) which
is made from thermoplastic plastics material, preferably polycarbonate, has two cover
layers (5, 6) arranged at a distance from each other and webs (7) connecting the latter
together, and contains hollow chambers (8) delimited by the cover layers (5, 6) and
webs (7), characterised in that a plastics frame (2) is provided that is connected in one piece to the base body
(3) along at least one portion of the whole of the edge of the base body (3), consists
of a plastics material the melting point of which is lower than that of the hollow-chamber
plate (4), and closes and outwardly seals the hollow chambers (8) of the respective
plate blank that are open at the edge of the base body (3).
2. Plate element according to claim 1, characterised in that the base body (3) is compressed (9) in the edge region in order to close the hollow
chambers (8), and a plastics frame (2) that tightly closes the hollow chambers (8)
is injection-moulded around it.
3. Plate element according to claim 1 or 2, characterised in that a base body (3) which consists of highly transparent elastic plastics material and
is elastically compressed at its edges (9) is provided that is formed so as to be
in one piece with the plastics frame (2) that is injection-moulded onto the elastically
compressed edge (9) of the base body (3).
4. Plate element according to claim 3, characterised in that the plate blank of the base body (3) is formed by a hollow-chamber plate (4) made
of highly transparent polycarbonate, and the plastics frame (2) that is injection-moulded
onto the elastically compressed edges (9) of the base body (3) consists of a UV-stabilized
polystyrene mixed with glass fibres.
5. Method for producing transparent plastics plate elements,
characterised by the steps:
1) manufacture of plate blanks of highly transparent hollow-chamber plates which consist
of thermoplastic plastics material, preferably of polycarbonate, and have hollow chambers
which are arranged side by side and are open outwards on opposite plate edges,
2) treatment of the plate blanks with hot air to dry the hollow chambers and heat
the plate blanks,
3) insertion of one or more plate blanks into an injection-moulding die that shapes
the frame of a plate element and has heated squeezing edges, associated at least with
the edge regions of the respective plate blank that have open hollow-chamber ends,
in order to compress the relevant edge regions when the injection-moulding die is
closed,
4) closure of the injection-moulding die and compression of the edge regions of the
respective plate blank by means of the respective heated squeezing edges of the injection-moulding
die that are associated with the relevant edge region,
5) injection of a plastics material into the closed injection-moulding die, which
material has a lower melting point than that of the hollow-chamber plate and is preferably
a UV-stabilized polystyrene mixed with glass fibres,
6) cooling of the plastics material injected into the closed injection-moulding die,
and
7) opening of the injection-moulding die and removal of the one-piece, transparent
plastics plate element provided with an outer plastics frame.
1. Panneau (1) transparent comprenant un cadre (2) extérieur qui entoure de tous côtés
une plaque (3) sur son bord extérieur, la plaque (3) étant constituée d'au moins un
flan d'une plaque (4) transparente à chambre creuse, qui est fabriquée en une matière
plastique thermoplastique, de préférence en polycarbonate, qui a deux couches (5,
6) de finition disposées à distance l'une de l'autre et des entretoises (7) reliant
celles-ci entre elles et qui comporte des chambres (8) creuses délimitées par les
couches (5, 6) de finition et les entretoises (7), caractérisé en ce qu'il est prévu un cadre (2) en matière plastique relié le long d'au moins une partie
de tout le bord de la plaque (3) d'une seule pièce avec celle-ci, ce cadre (2) étant
en une matière plastique dont le point de fusion est plus bas que celui de la plaque
(4) à chambre creuse et fermant les chambres (8) creuses ouvertes sur le bord de la
plaque (3) du flan respectif de plaque et rendant étanche vers l'extérieur.
2. Panneau suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la plaque (3) est comprimée (9) dans la partie marginale pour fermer les chambres
(8) creuses et est extrudée avec un cadre (2) en matière plastique fermant les chambres
(8) creuses de manière étanche.
3. Panneau suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il est prévu une plaque (3) en une matière plastique élastique et très transparente
et comprimée élastiquement sur ses bords (9), le cadre (3) étant constitué d'une pièce
avec le cadre (2) en matière plastique extrudé sur le bord comprimé élastiquement
de la plaque (3).
4. Panneau suivant la revendication 3, caractérisé en ce que le flan de la plaque (3) est formé dans une plaque (4) à chambre creuse en polycarbonate
très transparente, et le cadre (2) en matière plastique appliqué sur les bords (9)
comprimés élastiquement de la plaque (3) est en un polystyrène additionné de fibre
de verre et stabilisé aux rayons UV.
5. Procédé de fabrication de panneaux en matière plastique transparents,
caractérisé par les stades dans lesquels :
1) on prépare des flans de plaque à chambres creuses très transparentes qui sont en
matière plastique thermoplastique, de préférence en polycarbonate, et qui ont des
chambres creuses disposées côte à côte et ouvertes vers l'extérieur sur des bords
opposés de la plaque,
2) on traite les flans de plaque par de l'air chaud pour sécher les chambres creuses
et pour réchauffer les flans de plaque,
3) on met un flan de plaque ou plusieurs flans de plaque dans un outil de moulage
par injection du cadre d'un panneau qui a au moins des bords de compression chauffés,
associés aux parties marginales ayant les extrémités ouvertes des chambres creuses
du flan respectif de plaque, pour comprimer les parties marginales concernées à la
fermeture de l'outil de moulage par injection,
4) on ferme l'outil de moulage par injection et on comprime les parties marginales
du flan respectif de plaque par les bords de compression, chauffés et associés respectivement
à la partie marginale concernée, de l'outil de moulage par injection,
5) on injecte une matière plastique dans l'outil de moulage par injection qui est
fermé, cette matière plastique ayant un point de fusion qui est plus bas que celui
de la plaque à chambres creuses et étant de préférence du polystyrène additionné de
fibre de verre et stabilisé vis-à-vis de la lumière ultraviolette,
6) on refroidit la matière plastique moulée par injection dans l'outil de moulage
par injection qui est fermé, et
7) on ouvre l'outil de moulage par injection et on retire le panneau en matière plastique
d'une seule pièce transparente et muni d'un cadre extérieur en matière plastique.