| (19) |
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(11) |
EP 0 899 425 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.12.2003 Patentblatt 2003/49 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.08.1998 |
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| (54) |
Turbinenschaufel einer Gasturbine
Gas turbine blade
Aube pour une turbine à gaz
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE GB |
| (30) |
Priorität: |
01.09.1997 DE 19738065
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.03.1999 Patentblatt 1999/09 |
| (73) |
Patentinhaber: ALSTOM (Switzerland) Ltd |
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5401 Baden (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Endres, Wilhelm, Dr.
5453 Remetschwil (CH)
- Wettstein, Hans, Dr.
5442 Fislisbach (CH)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-98/45577 US-A- 3 051 439 US-A- 5 603 606
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GB-A- 2 202 907 US-A- 5 253 976 US-A- 5 634 766
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 1998, no. 08, 30. Juni 1998 (1998-06-30) -& JP 10 073004
A (TOSHIBA CORP), 17. März 1998 (1998-03-17)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Turbinenschaufel einer Gasturbine gemäss dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Die Leistungssteigerung und die Verbesserung des Wirkungsgrades der heutigen Gasturbinenanlagen
werden nicht zuletzt durch eine Erhöhung der Temperaturen erzielt. Da die Temperaturfestigkeit
des Materials der Gasturbine jedoch begrenzt ist, müssen die den höchsten Temperaturen
ausgesetzten Bauteile gekühlt werden. Dies betrifft insbesondere auch die Leit- und
Laufschaufeln der Gasturbine.
[0003] Dazu sind die Turbinenschaufeln in ihrem Inneren zumindest teilweise hohl ausgebildet
und weisen einen oder mehrere Kühlkanäle auf. Letztere werden von einem Kühlfluid
durchflossen, wobei die Kühlwirkung durch konvektiven Wärmeübergang im Inneren des
Schaufelkörpers entsteht. Eine zusätzliche Filmkühlung ist möglich, indem Teile des
Kühlfluids durch Öffnungen im Schaufelkörper auf die Aussenseite der Turbinenschaufel
geleitet werden. Dort bildet sich ein Kühlfluidfilm, welcher die Aussenseite der Turbinenschaufel
vom heissen Arbeitsmedium der Turbine abschirmt (s. DE 36 42 789 C2). Als Kühlfluid
sind aus dem Verdichter der Gasturbinenanlage oder aus einer externen Quelle stammende
und unter Überdruck stehende Luft oder auch entsprechend aufbereiteter Wasserdampf
bekannt.
[0004] Technisch unterschiedlich sind Dampfkühlsysteme, die den aus einem Dampfkreislauf
stammenden Dampf zunächst in einem geschlossenen Kühlkreislauf halten. Der durch den
konvektiven Kühlprozess erwärmte Dampf wird erneut dem Dampfkreislauf zugeführt (s.
EP 06 98 723 A2). Es sind auch offene Dampfkühlsysteme bekannt, bei denen der erhitzte
Dampf über Öffnungen im Schaufelkörper auf die Aussenseite der Turbinenschaufel geleitet
wird. Zudem gibt es sogenannte hybride Dampfkühlsysteme mit einem geschlossenen Hauptteil
und einem im Bereich der Schaufelhinterkante offenen Kühlsystem, wobei letzteres mit
Dampf oder mit Luft betrieben wird.
[0005] Geschlossene Dampfkühlsysteme besitzen gegenüber offenen und auch gegenüber den genannten
hybriden Dampfkühlsystemen prozessuale Vorteile. Das Einsatzspektrum solcher Systeme
steigt heute insbesondere wegen ihres höheren Wirkungsgrades. Jedoch kann ein geschlossenes
Dampfkühlsystem durch Eindringen von Fremdkörpern in den der Schaufeleintrittskante
benachbarten Kühlkanal stark geschädigt werden. Je nach Anzahl und Grösse der sich
beim Aufschlagen der Fremdkörper in der Schaufeleintrittskante bildenden Löcher, kann
so viel Kühldampf entweichen, dass stromab der Einschlagstelle keine ausreichende
Schaufelkühlung mehr stattfindet. Dadurch wird das Material überhitzt, weshalb gravierende
Folgeschäden auftreten können.
[0006] Die Schrift US-A-5,634,766 offenbart eine Leitschaufel einer Turbine mit einem geschlossenem
Dampfkühlsystem. Der Dampf wird dabei durch Prallplatten und interne Einsätze geleitet.
Zusätzlich ist ein offenes Kühlsystem, welche mit Luft arbeitet, an der Hinterkante
vorhanden.
[0007] Die Schrift US-A-5,603,606 offenbart eine Turbinenschaufel mit einem internen Kühlsystem,
welches sich in der Vorderkante der Turbinenschaufel befindet. Kühlluft wird von einem
ersten Kanal tangential in einen annähernd kreisförmigen zweiten Kanal geleitet und
dort verwirbelt. Danach wird die Luft durch Filmkühlungslöchern in die die Turbinenschaufel
umgebenden Heissgase eingeblasen.
[0008] Die Schrift WO 98/45577 offenbart eine Turbinenschaufel mit einer Aussenwand, wobei
zumindest eine an die Aussenwand wärmetechnisch gekoppelte Kühlkammer mit einem Einlass
und einem Auslass für ein Kühlfluid vorgesehen ist. Die Kühlfluidzufuhr und die Kühlfluidabführung
sind strömungstechnisch mit der Kühlkammer verbunden.
Darstellung der Erfindung
[0009] Die Erfindung versucht, alle diese Nachteile zu vermeiden. Ihr liegt die Aufgabe
zugrunde, Turbinenschaufeln mit erhöhter Funktionssicherheit zu schaffen.
[0010] Erfindungsgemäss wird dies bei einer Vorrichtung gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs
1 dadurch erreicht, dass
- sowohl Einlass- als auch Auslasskanäle des Dampfkühlsystems sich vom Schaufelfuss
zur Schaufelspitze erstrecken und an der Schaufelspitze miteinander verbunden sind,
- wobei innerhalb des Einlasskühlkanals und/oder des Auslasskühlkanals Rippenwände mit
Verbindungsöffnungen angeordnet sind und
- das offene Kühlsystem im Bereich der Schaufeleintrittskante mit zumindest einem Kühlkanal
und mehreren den Schaufelkörper durchdringenden Filmkühllöchern ausgebildet ist.
[0011] Infolge der Trennung der Schaufelkühlung in zwei getrennte Kühlsysteme, ist bei Fremdkörpereinschlägen
der üblichen Grösse nur das der Schaufeleintrittskante benachbarte, offene Kühlsystem
betroffen. Die mittels Dampf konvektiv erfolgende Kühlung des Hauptteils des Schaufelkörpers
bleibt jedoch gesichert. Im Bereich der Schaufeleintrittskante wird der Schaufelkörper
über das offene Kühlsystem ebenfalls konvektiv und zusätzlich filmgekühlt.
[0012] Besonders vorteilhaft besteht das offene Kühlsystem aus zwei parallel zueinander
angeordneten sowie über mehrere Zuführöffnungen miteinander verbundenen Kühlkanälen.
Bei dieser Ausbildung kann die Kühlung auch stromab einer Leckagestelle des ersten
Kühlkanals durch Zufuhr des Kühlmedium aus dem zweiten Kühlkanal aufrechterhalten
werden.
[0013] In einer ersten Ausgestaltungsform der Erfindung ist der der Schaufeleintrittskante
benachbarte Kühlkanal zumindest annähernd mit kreisförmig ein Querschnitt ausgebildet.
Die Filmkühllöcher sind tangential von diesem ersten Kühlkanal ausgehend angeordnet,
während die Zuführöffnungen tangential vom zweiten Kühlkanal ausgehen und ebenfalls
tangential in den ersten Kühlkanal münden. Dadurch wird dem Kühlmedium im ersten Kühlkanal
eine rotierende Bewegung aufgeprägt. Dieser Wirbel des Kühlmediums sorgt sowohl für
eine verbesserte konvektive Kühlung im Innenraum als auch für eine effektive Filmkühlung
des Schaufelkörpers.
[0014] Es ist besonders zweckmässig, wenn die Filmkühllöcher zur saugseitigen Wand und zumindest
annähernd in Strömungsrichtung des Arbeitsfluids der Gasturbine ausgerichtet sind.
Dem mit hoher Geschwindigkeit aus den Filmkühllöchern austretenden Kühlmedium wird
somit die gewünschte Strömungsrichtung bereits vorgegeben. Auf diese Weise kann eine
bessere Wirkung des sich auf der saugseitigen Wand der Turbinenschaufel ausbreitenden
Kühlfilmes und somit eine verbesserte Filmkühlung erreicht werden.
[0015] Entsprechend der Erfindung besteht das geschlossene Dampfkühlsystem ebenfalls aus
zumindest zwei parallel zueinander angeordneten Kühlkanälen, welche über Verbindungsöffnungen
miteinander verbunden sind. Nach Einschlägen von Fremdkörpern strömt das Kühlmedium
durch die Verbindungsöffnungen zu den entsprechenden Einschlagstellen, so dass sich
die kühlseitig stromab liegende Kühlstrecken wieder mit Kühlmedium füllen können.
Auf diese Weise kann die Funktionssicherheit der Turbinenschaufeln weiter erhöht werden.
[0016] Schliesslich wird je nach Verfügbarkeit im offenen Kühlsystem Luft oder, wie im geschlossenen
Kühlsystem, Dampf als Kühlmedium eingesetzt.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0017] In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele anhand der Laufschaufel einer Gasturbine
dargestellt.
[0018] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Teillängsschnitt einer Laufschaufel mit einem geschlossenen und einem offenen
Kühlsystem nach dem Stand der Technik;
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch Fig. 1 in der Ebene II-II (vergrössert);
- Fig. 3
- einen Teillängsschnitt einer Laufschaufel mit einem geschlossenen und einem offenen
Kühlsystem gemäss der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch Fig. 3 in der Ebene IV-IV (vergrössert).
[0019] Es sind nur die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Elemente gezeigt.
Nicht dargestellt sind von der Gasturbinenanlage beispielsweise der Verdichter, die
Brennkammer und die Leitschaufeln der Gasturbine. Die Strömungsrichtung der Arbeitsmittel
ist mit Pfeilen bezeichnet.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0020] Die nicht dargestellte Gasturbine besitzt mehrere Reihen von Lauf- und Leitschaufeln.
In Figur 1 ist eine der Laufschaufeln 1 nach dem Stand der Technik dargestellt. Sie
besteht aus einem Schaufelfuss 2 und einem Schaufelkörper 3. Der Schaufelkörper 3
der Laufschaufel 1 weist eine saugseitige Wand 4, eine dieser gegenüberliegende, druckseitige
Wand 5, eine Schaufeleintrittskante 6 und eine Schaufelaustrittskante 7 auf. Er besitzt
einen hohlen Innenraum 8, welcher im Bereich der saugseitigen Wand 4, der druckseitigen
Wand 5 und der Schaufelaustrittskante 7 ein geschlossenes Dampfkühlsystem 9, mit einem
Kühlkanal 10 aufnimmt (Fig. 2). Dagegen ist im Bereich der Schaufeleintrittskante
6 ein offenes Kühlsystem 11 mit zwei parallel zueinander angeordneten Kühlkanälen
14, 15 ausgebildet. Zwischen dem geschlossenen Dampfkühlsystem 9 und dem offenen Kühlsystem
11 ist eine Trennwand 16 angeordnet.
[0021] Der erste Kühlkanal 14 des offenen Kühlsystems 11 ist der Schaufeleintrittskante
6 benachbart, kreisförmig ausgebildet und mit dem zweiten Kühlkanal 15 über mehrere
in einer Zwischenwand 17 angeordnete Zuführöffnungen 18 verbunden. Natürlich kann
der erste Kühlkanal 14 auch andere geeignete Formen, wie beispielsweise eine annähernd
kreisförmige, eine ellipsen- oder eine kartoffelförmige Ausbildung aufweisen (nicht
dargestellt). Die Zwischenwand 17 ist im Bereich des Schaufelfusses 2 über ein Verbindungsstück
19 mit der saugseitigen Wand 4 verbunden, wobei im Verbindungsstück 19 mehrere Kühllöcher
20 zur lokalen Kühlung der saugseitigen Wand 4 angeordnet sind.
[0022] Die in der Zwischenwand 17 angeordneten Zuführöffnungen 18 schliessen tangential
an die beiden Kühlkanäle 14, 15 an. Ausgehend vom ersten Kühlkanal 14 ist im Schaufelkörper
3, diesen durchdringend, eine Filmlochreihe 21 mit jeweils mehreren tangentialen,
zur saugseitigen Wand 4 sowie annähernd in Strömungsrichtung 12 des Arbeitsfluids
13 der Gasturbine ausgerichteten Filmkühllöchern 22 ausgebildet. Im Schaufelkörper
3 können auch mehrere Filmlochreihen 21 angeordnet sein, was in Figur 3 durch eine
zweite, gestrichelt dargestellte Filmlochreihe 21 angedeutet ist.
[0023] Beim Betrieb der Gasturbinenanlage wird das aus der Brennkammer stammende heisse
Arbeitsfluid 13 in die Gasturbine eingeleitet und dort über die Laufschaufeln 1 entspannt.
Dabei können feste Partikel in die Gasturbine eindringen und mit deren Bauteilen kollidieren.
Weil das offene Kühlsystem 11 im Bereich der Schaufeleintrittskante 6 und damit in
Strömungsrichtung 12 des Arbeitsfluids 13 der Gasturbine am weitesten stromauf angeordnet
ist, können die im Arbeitsfluid 13 enthaltenen und auf dem Schaufelkörper 3 der Laufschaufel
1 auftreffenden Partikel fast ausschliesslich das offene Kühlsystem 11 beschädigen,
während das von diesem getrennte, geschlossene Kühlsystem 9 geschützt ist. Aus diesem
Grund ist die Kühlung des Hauptteils des Schaufelkörpers 3 von vornherein abgesichert.
[0024] Im offenen Kühlsystem 11 wird entweder aus dem Verdichter der Gasturbinenanlage oder
aus einer externen Quelle stammende und unter Überdruck stehende Luft als Kühlmedium
23 eingesetzt. Die Luft 23 wird über einen im Schaufelfuss 2 angeordneten Zuführkanal
24 in den zweiten Kühlkanal 15 eingeleitet und dient dort der konvektiven Kühlung
des Schaufelkörpers 3. Anschliessend gelangt die Luft 23 über die Zuführöffnungen
18 in den ersten Kühlkanal 14, wo sie den Schaufelkörper 3 ebenfalls konvektiv kühlt.
Infolge der kreisförmigen Ausbildung des ersten Kühlkanals 14 und ihrer tangentialen
Eindüsung erfährt die Luft 23 eine rotierende Bewegung, was die Kühlwirkung deutlich
verbessert. Ausgehend vom ersten Kühlkanal 14 gelangt die Luft 23 durch die ebenfalls
tangential angeordneten Filmkühllöcher 22 auf die saugseitige Wand 4. Dort bildet
sie einen dünnen Kühlfilm aus, weicher die äussere Oberfläche des Schaufelkörpers
3 vom heissen Arbeitsfluid 13 der Gasturbine abschirmt. Durch die Ausrichtung der
Filmkühllöcher 22 wird die Luft 23 bereits annähernd in Strömungsrichtung 12 des Arbeitsfluids
13 der Gasturbine ausgedüst, was die Filmkühlung weiter verbessert.
[0025] Natürlich kann auch entsprechend aufbereiteter Wasserdampf als Kühlmedium 23 Verwendung
finden. In diesem Fall werden sowohl das geschlossene als auch das offene Kühlsystem
9, 11 mit dem gleichen Kühlmedium 23, 26 betrieben. Daher ist keine getrennte Kühlmittelzufuhr
erforderlich, so dass die Trennwand zwischen den beiden Kühlsystemen 9, 11 im Bereich
des Schaufelfusses 2 verkürzt ausgebildet werden kann (nicht dargestellt).
[0026] Die im Arbeitsfluid 13 enthaltenen Partikel treffen mit grosser kinetischer Energie
auf die Schaufeleintrittskante 6 der Laufschaufel 1 auf und können diese durchdringen.
Dadurch werden in diesem Bereich Löcher 25 in den Schaufelkörper 3 geschlagen (Fig.
1, Fig. 2). Die durch die Löcher 25 entweichende Luft 23 wird durch zusätzliche Zuführung
von Luft 23 aus dem zweiten Kühlkanal 15 kompensiert. Eventuell eindringendes heisses
Arbeitsfluid 13 der Gasturbine wird zunächst im Zentrum der verwirbelten Luft 23 gehalten
und schliesslich mit dieser verdünnt, so dass die Kühlung im offenen Kühlsystem 11
auch nach Einschlag von Partikeln aufrechterhalten werden kann.
[0027] Das beim Kühlvorgang in das Arbeitsfluid 13 der Gasturbine gelangte Kühlmedium 23
des offenen Kühlsystems 11 wird im stromab liegenden Teil der Turbinenbeschaufelung
entspannt. Demgegenüber wird der im geschlossenen Dampfkühlsystem 9 als Kühlmedium
26 eingesetzte Dampf zurückgeführt und beispielsweise im Dampfkreislauf einer mit
der Gasturbine verbundenen Dampfturbine entspannt (nicht dargestellt).
[0028] Im Ausführungsbeispiel ist das geschlossene Dampfkühlsystem 9 als Serpentinenkühlsystem
ausgebildet. Es besteht aus zwei parallel zueinander angeordneten Kühlkanälen 27,
28, die sich in Schaufellängsrichtung vom Schaufelfuss 2 bis zur Schaufelspitze 29
erstrecken. Die Kühlkanäle 27, 28 werden an der Schaufelspitze 29 in Richtung Schaufelfuss
2 der Laufschaufel 1 umgelenkt (Fig. 3). Zwischen den beiden parallelen und in gleicher
Richtung vom Dampf 26 durchströmten Kühlkanälen 27, 28 sind Rippenwände 30 angeordnet,
welche mehrere Verbindungsöffnungen 31 aufweisen. Natürlich ist auch zwischen den
in entgegengesetzter Richtung durchströmten Kühlkanälen 28, 27 eine Rippenwand 32
angeordnet. Diese besitzt jedoch keine Verbindungsöffnungen 31 (Fig. 4). An der Schaufelspitze
29 befinden sich Austrittsöffnungen 33 für eventuelle Schmutzpartikel oder andere
Fremdkörper des Kühlmediums 26.
[0029] Beim Betrieb einer solchen Gasturbinenanlage können auch Löcher 25 im Bereich des
geschlossenen Dampfkühlsystems 9 kompensiert werden. Kommt es zum Einschlagen von
Fremdkörpern in diesem Bereich der Laufschaufel 1, so strömt das Kühlmedium aus dem
jeweils nicht betroffenen Kühlkanal 27, 28 durch die Verbindungsöffnungen 31 zu den
entsprechenden Löchern 25, so dass sich die kühlseitig stromab liegende Kühlstrecke
wieder mit Dampf 26 füllen kann. Die das offene Kühlsystem 11 betreffenden Verfahrensabläufe
sind analog den zum Beispiel aus Fig. 1 und 2 angegebene.
[0030] Natürlich können die nicht dargestellten Leitschaufeln einer Gasturbine bezüglich
ihrer Kühlung analog ausgebildet werden.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 1
- Laufschaufel
- 2
- Schaufelfuss
- 3
- Schaufelkörper
- 4
- saugseitige Wand
- 5
- druckseitige Wand
- 6
- Schaufeleintrittskante
- 7
- Schaufelaustrittskante
- 8
- hohler Innenraum, von 3
- 9
- Dampfkühlsystem, geschlossenes
- 10
- Kühlkanal
- 11
- Kühlsystem, offenes
- 12
- Strömungsrichtung
- 13
- Arbeitsfluid
- 14
- Kühlkanal, erster
- 15
- Kühlkanal, zweiter
- 16
- Trennwand
- 17
- Zwischenwand
- 18
- Zuführöffnung
- 19
- Verbindungsstück
- 20
- Kühlloch
- 21
- Filmlochreihe
- 22
- Filmkühlloch
- 23
- Kühlmedium, Luft, Wasserdampf
- 24
- Zuführkanal
- 25
- Loch
- 26
- Kühlmedium, Dampf
- 27
- Kühlkanal
- 28
- Kühlkanal
- 29
- Schaufelspitze
- 30
- Rippenwand, zwischen 27 und 28
- 31
- Verbindungsöffnung
- 32
- Rippenwand, zwischen 28 und 27
- 33
- Austrittsöffnung
1. Turbinenschaufel einer Gasturbine, mit einem
- aus einer Schaufelspitze und einem Schaufelfuss (2),
- einer Schaufeleintrittskante (6) und einer Schaufelaustrittskante (7),
- einer saugseitigen, sowie einer druckseitigen Wand (4, 5) und
- einem hohlen Innenraum (8) bestehenden Schaufelkörper (3),
- in dessen hohlen Innenraum (8) mehrere, zumindest ein Kühlmedium (23, 26) führende
Kühlkanäle (10, 14, 15, 27, 28) angeordnet sind,
- wobei der Innenraum (8) im Bereich der saugseitigen Wand (4), der druckseitigen
Wand (5) und der Schaufelaustrittskante (7) ein geschlossenes Dampfkühlsystem (9)
mit mindest einem Einlasskühlkanal (10, 27, 28) und mindest einem Auslasskühlkanal
(10, 27, 28) aufweist, und
- wobei im Innenraum zusätzlich mindestens ein offenes Kühlsystem angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- sowohl Einlass- als auch Auslasskanäle (10, 27, 28) des Dampfkühlsystems sich vom
Schaufelfuss (2) zur Schaufelspitze erstrecken und an der Schaufelspitze miteinander
verbunden sind,
- wobei innerhalb des Einlasskühlkanals (10, 27, 28) und/oder des Auslasskühlkanals
(10, 27, 28) Rippenwände (30) mit Verbindungsöffnungen (31) angeordnet sind und
- das offene Kühlsystem (11) im Bereich der Schaufeleintrittskante (6) mit zumindest
einem Kühlkanal (14, 15) und mehreren den Schaufelkörper (3) durchdringenden Filmkühllöchern
(22) ausgebildet ist.
2. Turbinenschaufel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das offene Kühlsystem (11) aus zwei, parallel zueinander angeordneten sowie über mehrere
Zuführöffnungen (18) miteinander verbundenen Kühlkanälen (14, 15) besteht.
3. Turbinenschaufel nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Filmkühllöcher (22) tangential vom der Schaufeleintrittskante (6) benachbarten,
ersten Kühlkanal (14) ausgehend, die Zuführöffnungen (18) tangential vom zweiten Kühlkanal
(15) ausgehend und in den ersten Kühlkanal (14) ebenfalls tangential mündend angeordnet
sind.
4. Turbinenschaufel nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Kühlkanal (14) zumindest annähernd mit kreisförmigem Querschnitt ausgebildet
ist.
5. Turbinenschaufel nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Filmkühllöcher (22) zur saugseitigen Wand (4) und zumindest annähernd in Strömungsrichtung
(12) des Arbeitsfluids (13) ausgerichtet sind.
6. Turbinenschaufel nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Auslasskühlkanal (10, 27, 28) der Schaufelaustrittskante (7) benachbart angeordnet
ist.
7. Turbinenschaufel nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Einlasslkühlkanal (10, 27, 28) zwischen dem Auslasskühlkanal (10, 27, 28) und
dem offenem Kühlsystem (11 ) angeordnet ist.
8. Turbinenschaufel nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
innerhalb des geschlossenen Dampfkühlsystems (9) an der Schaufelspitze mindestens
eine Austrittsöffnung (33) für Fremdpartikel angeordnet ist.
9. Turbinenschaufel nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
als Kühlmedium (23) im offenen Kühlsystem (11) Luft oder Dampf einsetzbar ist.
10. Turbinenschaufel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Turbinenschaufel eine Laufschaufel ist.
1. Turbine blade of a gas turbine, having a
- blade body (3) consisting of
- a blade tip and a blade root (2),
- a leading blade edge (6) and a trailing blade edge (7),
- a suction-side and a pressure-side wall (4, 5) and
- a hollow interior space (8),
- in which hollow interior space (8) a plurality of cooling passages (10, 14, 15,
27, 28) carrying at least one cooling medium (23, 26) are arranged,
- the interior space (8) in the region of the suction-side wall (4), the pressure-side
wall (5) and the trailing blade edge (7) having a closed steam-cooling system (9)
with at least one inlet. cooling passage (10, 27, 28) and at least one outlet cooling
passage (10, 27, 28), and
- at least one open cooling system being
additionally arranged in the interior space,
characterized in that
- both the inlet and the outlet passages (10, 27, 28) of the steam-cooling system
extend from the blade root (2) to the blade tip and are connected to one another at
the blade tip,
- rib walls (30) having connecting openings (31) being arranged inside the inlet cooling
passage (10, 27, 28) and/or the outlet cooling passage (10, 27, 28), and
- the open cooling system (11) in the region of the leading blade edge (6) being formed
with at least one cooling passage (14, 15) and a plurality of film-cooling holes (22)
passing through the blade body (3).
2. Turbine blade according to Claim 1, characterized in that the open cooling system (11) consists of two cooling passages (14, 15) arranged parallel
to one another and connected to one another via a plurality of feed openings (18).
3. Turbine blade according to Claim 2, characterized in that the film-cooling holes (22) are arranged so as to start tangentially from the first
cooling passage (14) adjacent to the leading blade edge (6), and the feed openings
(18) are arranged so as to start tangentially from the second cooling passage (15)
and so as to lead, likewise tangentially, into the first cooling passage (14).
4. Turbine blade according to Claim 3, characterized in that the first cooling passage (14) is designed at least approximately with a circular
cross section.
5. Turbine blade according to Claim 4, characterized in. that the film-cooling holes (22) are oriented towards the suction-side wall (4) and at
least approximately in the direction of flow (12) of the working fluid (13).
6. Turbine blade according to one of the preceding claims, characterized in that the. outlet cooling passage (10, 27, 28) is arranged adjacent to the trailing blade
edge (7).
7. Turbine blade according to Claim 6, characterized in that the inlet cooling passage (10, 27, 28) is arranged between the outlet cooling passage
(10, 27, 28) and the open cooling system (11).
8. Turbine blade according to one of the preceding claims, characterized in that at least one outlet opening (33) for foreign particles is arranged at the blade tip
inside the closed steam-cooling system (9).
9. Turbine blade according to one of the previous claims, characterized in that air or steam is used as cooling medium (23) in the open cooling system (11).
10. Turbine blade according to one of the preceding claims, characterized in that the turbine blade is a moving blade.
1. Aube de turbine à gaz, comprenant
- un corps d'aube (3) se composant
- d'une pointe d'aube et d'une base d'aube (2),
- d'un bord d'entrée d'aube (6) et d'un bord de fuite d'aube (7),
- d'une paroi du côté aspiration et d'une paroi du côté refoulement (4, 5), et
- d'un espace interne creux (8),
- dans l'espace interne creux (8) duquel sont disposés plusieurs canaux de refroidissement
(10, 14, 15, 27, 28) guidant au moins un fluide de refroidissement (23, 26),
- l'espace interne (8) présentant dans la région de la paroi du côté aspiration (4),
de la paroi du côté refoulement (5) et du bord d'entrée d'aube (7) à chaque fois un
système de refroidissement à vapeur fermé (9) avec au moins un canal de refroidissement
d'entrée (10, 27, 28) et au moins un canal de refroidissemetn de sortie (10, 27, 28),
et
- au moins un système de refroidissement étant en outre disposé dans l'espace creux,
caractérisée en ce que
- à la fois les canaux d'entrée et de sortie (10, 27, 28) du système de refroidissement
à vapeur s'étendent depuis la base de l'aube (2) vers la pointe de l'aube et sont
reliés l'un à l'autre au niveau de la pointe de l'aube,
- à l'intérieur du canal de refroidissement d'entrée (10, 27, 28), et/ou du canal
de refroidissement de sortie (10, 27, 28), des parois nervurées (30) étant prévues
avec des ouvertures de connexion (31) et
- le système de refroidissement ouvert (11) étant réalisé dans la région du bord d'entrée
d'aube (6) avec au moins un canal de refroidissement (14, 15) et plusieurs trous de
refroidissement à film (22) traversant le corps d'aube (3).
2. Aube de turbine selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le système de refroidissement ouvert (11) se compose de deux canaux de refroidissement
(14, 15) parallèles l'un à l'autre et connectés l'un à l'autre par le biais de plusieurs
ouvertures d'alimentation (18).
3. Aube de turbine selon la revendication 2,
caractérisée en ce que
les trous de refroidissement à film (22) sont disposés partant tangentiellement depuis
le premier canal de refroidissement (14) voisin du bord d'entrée d'aube (6), les ouvertures
d'alimentation (18) sont disposées partant tangentiellement du deuxième canal de refroidissement
(15) et débouchant également tangentiellement dans le premier canal de refroidissement
(14).
4. Aube de turbine selon la revendication 3,
caractérisée en ce que
le premier canal de refroidissement (14) est réalisé avec une forme en section transversale
au moins approximativement circulaire.
5. Aube de turbine selon la revendication 4,
caractérisée en ce que
les trous de refroidissement à film (22) sont orientés vers la paroi du côté aspiration
(4) et au moins approximativement dans le sens d'écoulement (12) du fluide de travail
(13).
6. Aube de turbine selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le canal de refroidissement de sortie (10, 27, 28) est disposé adjacent au bord de
sortie d'aube (7).
7. Aube de turbine selon la revendication 6,
caractérisée en ce que
le canal de refroidissement d'entrée (10, 27, 28) est disposé entre le canal de refroidissement
de sortie (10, 27, 28) et le système de refroidissement ouvert (11).
8. Aube de turbine selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
au moins une ouverture de sortie (33) pour des particules étrangères est disposée
à l'intérieur du système de refroidissement à vapeur fermé (9) au niveau de la pointe
de l'aube.
9. Aube de turbine selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
l'on peut utiliser comme fluide de refroidissement (23) dans le système de refroidissement
ouvert (11) de l'air ou de la vapeur.
10. Aube de turbine selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
l'aube de turbine est une aube mobile.

