| (19) |
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(11) |
EP 0 900 307 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.11.2000 Patentblatt 2000/45 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.05.1997 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9702/562 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9744/545 (27.11.1997 Gazette 1997/51) |
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| (54) |
VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM ISOLIEREN VON GEBÄUDETEILEN UND EINBAUTEN
METHOD AND DEVICE FOR INSULATING BUILDING PARTS AND INSTALLATIONS
PROCEDE ET DISPOSITIF POUR ISOLER DES PARTIES DE BATIMENTS ET DES ELEMENTS ENCASTRES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR LI NL |
| (30) |
Priorität: |
22.05.1996 DE 19620600
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.03.1999 Patentblatt 1999/10 |
| (73) |
Patentinhaber: Reisacher, Wilhelm |
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87437 Kempten (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Reisacher, Wilhelm
87437 Kempten (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hübner, Hans-Joachim, Dipl.-Ing. |
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Vonnemann, Kloiber, Lewald, Hübner
Edison Strasse 2 87437 Kempten 87437 Kempten (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 665 342 GB-A- 871 635
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FR-A- 1 003 256 US-A- 2 437 831
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
zum Isolieren von, Hohlräume aufweisenden Gebäudeteilen und Gebäudeeinbauten gegen
Wärme und Kälte, bei dem ein schüttfähiger, anorganischer, hochporöser Wärmedämmstoff
in einem Schlauch pneumatisch gefördert und mittels Überdruck in die Hohlräume eingeblasen
und dabei komprimiert und verfestigt wird.
[0002] Ein derartiges Verfahren ist aus der EP 0665342 A bekannt. Nach diesem bekannten
Verfahren wird das Wärmedämmschüttgut kontinuierlich in die Förderleitung eingebracht.
Dazu ist eine Schleuse, z.B. in Form eines Zellenrades erforderlich, die eines mechanischen
Antriebes bedarf um das Material in die unter Förderdruck stehende Förderleitung einzuspeisen.
Die Schleuse erfordert ihrerseits Abdichtungsmaßnahmen, um in der Förderleitung den
nötigen Förderdruck aufrecht zu erhalten. Gleichwohl ist nach diesem Prinzip der Förderdruck
begrenzt.
[0003] Die GB 871 635 A beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Eintragen von
Isolierpulver, z.B. Perlite oder Vermiculite, in Hohlräume. Das Isolierpulver wird
mittels einer Venturidüse in die Förderleitung eingesaugt und zu einer Einbringlanze
gefördert. Mangels eines Überdruckes am Auslaßende der Förderleitung ist ein Komprimieren
und Verfestigen des Isoliermaterials im zu füllenden Hohlraum nicht möglich
[0004] Die DE 4438627 A lehrt die Verwendung eines Isoliermaterials, das aus einer Mischung
aus expandiertem Perlit und einer wäßrigen Lösung von Alkali-Silikaten besteht. Im
Unterschied zum gattungsgemäßen Verfahren wird diese Mischung werkseitig erzeugt.
Nachteilig ist, daß die Mischung nur eine begrenzte Zeit haltbar ist. Das Verfestigen
der Mischung erfordert einen mechanischen Verdichtungsvorgang.
[0005] Die DE 3534706 A beschreibt ein Verpackungsmaterial unter Verwendung von expandiertem
Perlit oder Vermiculit, das mittels eines anorganischen oder organischen Bindemittels
zu einem Formkörper verklebt wird. Auch ist hier der Zusatz von Zellulose angesprochen.
Der Formkörper soll Stöße elastisch oder plastisch auffangen können. Hinsichtlich
eines Verfahrens zum Einbringen von Wärmedämmstoff in Hohlräume ist diesem Dokument
nichts weiter zu entnehmen.
[0006] Die DE 4439428 A schlägt das Einbringen von Wärmedämm-Material in Hohlräume z.B.
Dachhohlräume von Gebäuden vor, wobei anorganische Füll- und Feststoffe mittels Druckluft
in die Hohlräume gefördert werden. Die geförderte Masse, die Perlite enthält soll
erdfeucht sein. Das Einbringen des Wärmedämmschüttgutes erfolgt auch hier kontinuierlich.
Allerdings ist nicht gesagt, wie die Abdichtung zwischen Eingabetrichter und Förderleitung
zu erfolgen hat.
[0007] Die US 2,200,713 A zeigt ein Verfahren zum Einbringen von körnigem oder fasrigem
Isoliermaterial in Hohlräume von Gebäuden unter Verwendung eines sich verengenden
Rohres am Auslaßende einer Schlauchleitung. Durch die Verengung soll eine Druckerhöhung
erreicht werden, was aber physikalisch zweifelhaft ist, da durch eine Querschnittsverengung
der Auslaßdüse zwar eine erhöhte Geschwindigkeit aber kaum eine Druckerhöhung erzielbar
ist. Auch hier erfolgt die Eingabe des Isolierschüttgutes kontinuierlich in die Förderleitung
wie beim eingangs genannten Stand der Technik, sodaß dieselben Nachteile vorhanden
sind.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs genannten Art vorzuschlagen,
das mit einer einfacheren und leicht transportierbaren Vorrichtung durchführbar ist
und das den Einsatz eines höheren Förderdruckes erlaubt, um beim Einbringen des Materials
in die Hohlräume eine pneumatische Verfestigung zu gewährleisten.
[0009] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren und einer Vorrichtung gemäß den Merkmalen
der Ansprüche 1 und 6 gelöst.
[0010] Das erfindungsgemäße Verfahren arbeitet diskontinuierlich, indem das Wärmeisolierschüttgut
in einen drucklosen Behälter eingebracht wird, der dann mittels eines einfachen Absperrorgans
abgesperrt wird, wonach mittels eines Kompressors der Förderdruck im Behälter aufgebaut
wird. Bei diesem Verfahren kann der Förderdruck wesentlich höher gewählt werden, als
bei einem kontinuierlichen Prozeß, womit zwei Vorteile gleichzeitig erreicht werden.
Einmal kann erheblich mehr Schüttgut pro Zeiteinheit gefördert werden, womit der Nachteil
kompensiert wird, der einem diskontinuierlichen Verfahren prinzipiell anhaftet, daß
während der Beladung des Behälters das eigentliche Isolierverfahren unterbrochen ist,
somit also Zeit verloren geht. Der zweite Vorteil betrifft die Art des Einbringens
der klebrigen Masse in die Hohlräume und dieser Vorteil ist für das Arbeitsergebnis
entscheidend. Dank des hohen Förderdruckes kann die Masse in beliebigen Richtungen,
also auch aufwärts in die Hohlräume eingespritzt werden und beim Auftreffen der mit
hoher Geschwindigkeit eingeschossenen Masseteilchen findet eine innige Verbindung
mit der vorhandenen Beaufschlagungsfläche statt. Der hohe Förderdruck erlaubt weiterhin
das Einschießen der Partikel in enge und sogar verwinkelte Kanäle, sodaß auch "tote
Ecken" erreicht werden.
Folgende Rezepturen der klebrigen Trockenmasse haben sich bewährt:
Beispiel 1:
[0011] 60 Gew.% Perlite mit einer Korngröße von 2 mm werden mit 40 Gew.% wäßrigem Natriumwasserglas
gut gemischt. Es ergibt sich eine Trockenmasse mit ausreichender Klebrigkeit, die
sich für das Isolieren großvolumiger Hohlräume eignet, wie sie beispielsweise die
Dachsparren-Zwischenräume von Hausdächern darstellen.
Beispiel 2:
[0012] Auf eine Mischung von 25 Gew.% Perlite mit einer Korngröße 0 mm und 25 Gew.% Perlite
mit einer Korngröße von 1 mm werden 50 Gew.% Caliumwasserglas verteilt. Die Mischung
ist etwas klebriger als diejenige des Beispiels 1 und auch feinkörniger und eignet
sich daher zur Erzeugung von kleinvolumigen bzw. schmalen Isolier-Formkörpern, in
Türen, Profilen und mit Edelstahlrohren sanierten Kaminschächten.
Beispiel 3:
[0013] 40 Gew.% Kieselsol werden mit einem Gemisch aus 40 Gew.% Perlite, Korngröße 2 mm
und 20 Gew.% Vermiculit, Korngröße 1 mm vermischt. Diese Wärmedämm-Masse ist besonders
für feuerfeste Auskleidungen geeignet. Die Schüttdichte von Vermiculit ist höher als
diejenige von Perlite und die Oberflächenstrukturen sind unterschiedlich, was zu einem
höheren Bindevermögen führt.
Beispiel 4:
[0014] Ein Gemisch aus 30 Gew.% Perlite, Korngröße 1 mm und 30 Gew.% Magnesium-Silikat wird
mit 40 Gew.% Lehmwasser versetzt. Es entsteht hier ein besonders kostengünstiges Wärmedämm-Material,
das für normale Isolierzwecke ohne weiteres einsetzbar ist.
[0015] Anhand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel der zur Durchführung des Verfahrens
erforderlichen Anlage zeigt, wird die Erfindung näher beschrieben.
[0016] Es zeigt:
- FIG.1
- eine schematische Ansicht einer zur Durchführung des Isolierverfahrens geeigneten
Vorrichtung,
- FIG.2
- einen Querschnitt durch einen Teil der Vorrichtung längs der Linie A-B der Figur 1,
- FIG.3
- einen Querschnitt im Dachbereich eines Gebäudes mit Darstellung der mit Isoliermasse
zu füllenden Dachsparren-Zwischenräume,
- FIG.4
- das Auslassende der Förderleitung mit Absperrventil und biegsamer Einbringlanze,
- FIG.5
- den Querschnitt einer zweischaligen Trockenbau-Wand, die erfindungsgemäß mit einer
Wärme-Schall-Isolierung versehen wird, und
- FIG.6
- den Querschnitt eines Kamins mit eingezogenem Edelstahlrohr, wobei der Ringraum außerhalb
dieses Rohres die Wärmedämmfüllung erhält.
[0017] Ein Druckbehälter 10 ist über eine Schleuse 12 mit einem darüber stehenden Beschickungstrichter
14 verbunden. Der Trichter weist ein Aufhängegestell 16 für einen strichpunktiert
dargestellten big bag 18 auf, der eine Perlitfüllung enthält. Die Schleuse 12 und
der Trichter 14 bilden eine Baueinheit, die vom Druckbehälter 10 lösbar ist, so daß
beide Teile separat transportiert werden können. In die Schleuse 12 ragt eine Dosierschnecke
20 hinein, die einen motorischen Antrieb hat, der hier nicht dargestellt ist.
[0018] In einem separaten Druckgefäß 22 befindet sich wäßriges Bindemittel oder eine Bindemittelmischung.
Dieses Gefäß 22 ist über eine Verbindungsleitung mit Einspritzdüsen 24 verbunden,
die in der Schleuse 12 umfangsversetzt münden. Aus zeichnerischen Gründen liegen diese
Einspritzdüsen 24 in einer Ebene unterhalb der Dosierschnecke 20, jedoch versteht
sich, daß in der praktischen Ausführung die Einspritzdüsen 24 im Bereich der Dosierschnecke
20 und hier vorzugsweise auch in axialen Abständen münden. Der Anschluß der Schleuse
12 an den Druckbehälter 10 ist mittels eines Absperrorgans 26 druckdicht verschließbar.
In den Druckbehälter 10 mündet eine Druckluftleitung 28, die von einem Kompressor
30 versorgt wird, um im Druckbehälter 10 einen Druck aufbauen zu können. Bodenseitig
schließt sich an den Druckbehälter 10 eine Förderleitung 32 an, die als biegsamer
Druckschlauch von etwa 50 mm Durchmesser ausgeführt ist und eine ausreichende Länge
haben sollte, um bei auf dem Erdboden abgestellter Vorrichtung mit dem Auslassende
das Dach eines Gebäudes erreichen zu können. Am Auslassende der Förderleitung 32 befindet
sich ein Absperrventil 34, an die sich eine biegsame oder gelenkige Lanze 36 mit sich
verengender Auslaßdüse 38 anschließt. Die Lanze hat eine Länge von mindestens 2 m
und läßt sich z.B. durch ein Loch 40 in einer Deckenverkleidung eines Daches hindurch
in den Sparrenzwischenraum einfahren, wobei die Lanze 36 gebogen wird, so daß die
Düse 38 parallel zur Sparrenrichtung eingestellt werden kann.
[0019] Der Betrieb startet durch Antrieb der Dosierschnecke 20, so daß aus dem Trichter
14 Perlitkörnchen mit einer vorgegebenen Menge pro Zeiteinheit durch die Schleuse
12 in den Druckbehälter 10 gelangen. Während des Durchganges durch die Dosierschnecke
20 wird Bindemittel durch die Düsen 24 in den Materialstrom eingespritzt und dabei
gleichmäßig verteilt. Zu diesem Zweck ist das Gefäß 22 mit dem laufenden Kompressor
30 verbunden, so daß in dem Gefäß ein Förderdruck herrscht, der das Bindemittel dem
Dämm-Material zuführt. Das in den Druckbehälter 10 gelangende körnige Material hat
eine klebrige Oberfläche. Nach Füllung des Druckbehälters 10 werden gleichzeitig die
Schnecke 20 gestoppt, das nicht dargestellte Auslaßventil für das Bindemittel im Gefäß
22 und die Absperrklappe 26 des Druckbehälters 10 geschlossen und der Kompressor 30
vom Gefäß 22 auf den Druckbehälter 10 umgeschaltet, so daß jetzt ein Druckaufbau im
Druckbehälter 10 erfolgt. Sobald der Betriebsdruck erreicht ist, schaltet der Kompressor
30 - pressostatisch gesteuert - ab und durch Öffnen des Absperrventils 34 am Ende
der Förderleitung 32 kann die klebrige Trockenmasse eingespritzt werden. Durch die
sich verengende Düse 38 tritt in der Lanze eine Materialverdichtung ein und das ausgespritzte
Material verdichtet beim Auftreffen das schon vorhandene Material weiterhin, wobei
das Raumgewicht um mindestens 10% bis zu 35% je nach den gewünschten Eigenschaften
des herzustellenden Isolierkörpers erhöht wird. Durch Verändern der Richtung der Auslaßdüse
38 können auch unzugängliche Ecken von Hohlräumen erreicht werden. Das Loch 40 kann
sich beispielsweise auf mittlerer Dachhöhe befinden, so daß zuerst die Isoliermasse
zur Traufenseite hin eingespritzt und der untere Hohlraum gefüllt wird, wonach die
Düse 38 zum First hin gerichtet wird, um diesen Raum abwärts wachsend zu füllen. Auf
diese Weise wird ein Hohlraum nach dem anderen isoliert. Während der Aushärtung sucht
sich die verdichtete Dämm-Masse zu entspannen und expandiert dabei, so daß die Masse
auch in die kleinsten freigebliebenen Ecken eindringt und keine Lufthohlräume verbleiben.
Nach einer Aushärtezeit von 3-5 Stunden ist die eingespritzte Masse zu einem formstabilen
Dämmkörper mit hohem Wärmedämmwert erstarrt. Dieser Formkörper ist genügend tragfähig,
so daß die vorher ausgeschnittene Platte wieder in das Loch 40 eingefügt und am Formkörper
angeklebt werden kann, so daß die Montagestelle nur noch verspachtelt zu werden braucht.
[0020] Beim Füllen der Kammern einer Trockenbau-Zimmerwand wird ebenfalls lediglich ein
vergleichsweise kleines Loch 40 in einer der Wandplatten benötigt und es ist ohne
weiteres möglich, das Loch 40 zur Bequemlichkeit etwa auf halber Raumhöhe vorzusehen,
da die Isoliermasse in jeder beliebigen Richtung eingebracht werden kann.
[0021] Wie FIG. 6 veranschaulicht können mit dem erfindungsgemäßen Verfahren auch - wenigstens
bereichsweise - recht dünnwandige Isolierformkörper in Hohlräumen erzeugt werden,
die z.B. im Ringraum zwischen einem zylindrischen Edelstahlrohr und einem quadratischen
Kaminschacht eine Kleinstwandstärke von nur wenigen Zentimetern aufweisen. Bei höheren
Kaminen empfiehlt es sich, in jedem Geschoß eine Zugangsöffnung 40 vorzusehen, um
sicherzustellen, daß ein über die ganze Kaminhöhe reichender ununterbrochener Isolierkörper
entsteht.
1. Verfahren zum Isolieren von, Hohlräume aufweisenden Gebäudeteilen und Gebäudeeinbauten
gegen Wärme und Kälte, bei dem ein schüttfähiger, anorganischer, hochporöser Wärmedämmstoff,
beispielsweise Perlite, in einem Schlauch pneumatisch gefördert und mittels Überdruck
in die Hohlräume eingeblasen und dabei komrimiert und verfestigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Wärmedämmstoff Kieselgur, Perlit, Magnesium-Silikat oder Vermiculit oder Mischungen
daraus verwendet wird bzw. werden, eine Menge des trockenen Wärmedämmstoffes in einer
Mischkammer mit einer rezeptbezogenen Menge eines wässrigen anorganischen Bindemittels
zu einer klebrigen Trockenmasse vermischt wird, diese Mischung in einen druckfreien
geschlossenen Behälter überführt wird an den der Förderschlauch angeschlossen ist,
der Behälter gegenüber der Mischkammer und dem Förderschlauch abgesperrt und unter
Hochdruck im Bereich von 2 bis 10 bar gesetzt wird, wonach die Absperrung des Förderschlauches
geöffnet und die Charge unter diesem Hochdruck in den Hohlraum eingeblasen wird, wobei
nach dem Aushärten ein, den jeweiligen Hohlraum vollständig ausfüllender, zusammenhängender,
stabiler Isolierformkörper gebildet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Hochdruckeinblasen
das Raumgewicht der klebrigen Trockenmasse in einem Bereich von 10%-40% erhöht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Bindemittel vor
dem Vermischen mit dem Wärmedammstoff lehmhaltiges Trockenmaterial oder Lehmwasser
zugesetzt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel
Kieselsole, flüssiges Wasserglas, Phosphatbinder, Tone und/oder Zemente eingesetzt
werden.
5. Nach dem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4 hergestellte klebrige Trockenmasse,
dadurch gekennzeichnet, daß diese vor dem Aushärten im Bereich von 40 Gew.% - 70 Gew.%
pulveriges und/oder körniges Wärmedämm-Material, insbesondere Perlit enthält.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß oberhalb eines Druckbehälters (10) ein Einfülltrichter (14) angeordnet
und mit dem Druckbehälter (10) durch eine Schleuse (12) verbunden ist, in die eine
motorisch antreibbare Dosierschnecke hineinragt oder in dieser angeordnet ist und
in die, im Bereich der Dosierschnecke (20) umfangsverteilte Einspritzdüsen (24) münden
und daß sich zwischen Schleuse (12) und Druckbehälter (10) ein druckdichtes Absperrorgan
(26) befindet und daß weiterhin im Druckbehälter (10) eine, an einen Kompressor (30)
angeschlossene Druckluftleitung (28) mündet und an dem Druckbehälter (10) bodenseitig
der Förderschlauch (32) mit einem ebenfalls druckdichten Absperrventil (34) angeschlossen
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Absperrventil (34) am
Auslassende des Förderschlauches (32) vorgesehen ist und an das Absperrventil (34)
eine Einbringlanze (36) mit sich verengender Auslaßdüse (38) angeschlossen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einbringlanze
(36) über den größten Teil ihrer Länge biegsam ausgebildet ist oder Biegegelenke aufweist.
1. A method of insulating building installations and building parts having cavities against
heat and cold, where a free-flowing, highly porous, inorganic thermal insulation material
such as perlite is conveyed pneumatically in a tube and is blown into the cavities
by an excess pressure and thereby compressed and solidified, characterized in that
diatomaceous earth, perlite, magnesium silicate or vermiculite or mixtures thereof
is or are used as the thermal insulation material, a quantity of the dry thermal insulation
is mixed with a quantity of an aqueous inorganic binder according to a recipe to form
a sticky dry mass, this mixture is transferred to a closed, pressure-free container
connected to a conveyor tube, the container is blocked off with respect to the mixing
chamber and the conveyor tube and put under a high pressure in the range of 2 to 10
bar, after which the cut-off of the conveyor tube is opened and the batch is blown
into the cavity under this high pressure, forming a stable, cohesive, molded insulating
body that completely fills up the respective cavity after curing.
2. A method according to Claim 1, characterized in that the density of the sticky dry
mass is increased in a range of 10 % to 40 % due to the high-pressure injection.
3. A method according to Claim 1 or 2, characterized in that a loamy dry material or
loamy water is added to the binder before mixing with the thermal insulation material.
4. A method according to one of Claims 1 through 3, characterized in that silica sols,
liquid water glass, phosphate binders, clays and/or cements are used as the binder.
5. A sticky dry mass prepared by the method according to one of Claims 1 through 4, characterized
in that before curing it contains a powdered and/or granular thermal insulation material,
in particular perlite, in an amount in the range of 40 wt% to 70 wt%.
6. A device for carrying out the method according to one of Claims 1 through 5, characterized
in that a feed hopper (14) is arranged above the pressurized container (10) and is
connected to the pressurized container (10) by an air lock (12) into which a motor
driven metering screw projects or is arranged and into which injection nozzles (24)
distributed around the periphery open in the area of the metering screw (20), and
a pressure-proof cut-off element (26) is provided between the air lock (12) and the
pressurized container (10), and furthermore, a compressed air line (28) connected
to a compressor (30) opens into the pressurized container (10), and the conveyor tube
(32) at the bottom of the pressurized container (10) is connected to a cut-off valve
(34) which is also pressure-proof.
7. A device according to Claim 6, characterized in that the cut-off valve (34) is provided
at the outlet end of the conveyor tube (32), and a feed lance (36) with a tapering
outlet nozzle (38) is connected to the cut-off valve (34).
8. A device according to Claim 6 or 7, characterized in that the feed lance (36) is designed
to be flexible over most of its length or it has bending joints.
1. Procédé d'isolation de parties de bâtiments et d'éléments incorporés à des bâtiments
présentant des vides, à la chaleur et au froid, selon lequel une matière isolante
inorganique fortement poreuse à écoulement facile, par exemple des perlites, est transportée
par voie pneumatique dans un tuyau et injectée par surpression dans les vides, pour
y être comprimée et solidifiée, caractérisé en ce qu'on utilise comme matière isolante
à la chaleur du kieselguhr, de la perlite, du silicate de magnésium ou de la vermiculite
ou des mélanges de ceux-ci, en ce qu'une quantité de la matière isolante à la chaleur
sèche est mélangée dans une chambre de mélange avec une quantité formulée d'un liant
inorganique aqueux. pour obtenir une masse sèche collante, en ce que ce mélange est
transféré dans un récipient clos hors pression auquel est raccordé le tuyau d'alimentation,
en ce que le récipient est isolé de la chambre de mélange et du tuyau d'alimentation
et réglé sous haute pression dans la fourchette de 2 à 10 bars, après quoi l'organe
d'isolement du tuyau d'alimentation est ouvert et la charge est insufflée dans le
vide sous cette haute pression, ce qui a pour effet de donner forme, après durcissement,
à un corps isolant moulé stable et cohérent, emplissant complètement le vide.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le poids spécifique de la
masse sèche collante est relevé dans une fourchette de 10 % - 40 % sous l'effet de
l'insufflation sous haute pression.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'avant le mélange avec
la matière isolante à la chaleur, on ajoute au liant une matière sèche contenant du
limon ou de l'eau limoneuse.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'on utilise, comme
liant, des sols de silice, du verre soluble liquide, des liants au phosphate, des
argiles et/ou des ciments.
5. Masse sèche collante préparée selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en
ce qu'elle contient, avant durcissement, une matière isolante à la chaleur pulvérulente
et/ou granulaire, en particulier de la perlite, dans une quantité de 40 % en poids
à 70 % en poids.
6. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce qu'une trémie d'introduction (14) est disposée au-dessus d'un récipient
sous pression (10) et raccordée au récipient sous pression (10) par un sas (12) dans
lequel s'avance ou est montée une vis de dosage pouvant être entraînée par moteur
et dans lequel des buses d'injection (24) distribuées sur la périphérie débouchent
dans la zone de la vis de dosage (20), en ce qu'un organe de vannage (26) tenant à
la pression est localisé entre le sas (12) et le récipient sous pression (10), et
en ce que dans le récipient sous pression (10) débouche encore une conduite d'air
comprimé (28) raccordée à un compresseur (30) et en ce qu'au niveau du récipient sous
pression (10), côté fond, le tuyau d'alimentation (32) est raccordé à une vanne de
barrage (34) tenant elle aussi à la pression.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que la vanne de barrage (34)
est prévue à l'extrémité de sortie du tuyau d'alimentation (32) et en ce qu'une lance
de chargement (36) comprenant une buse de décharge (38) se rétrécissant en section
est raccordée à la vanne de barrage (34).
8. Dispositif selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que la lance de chargement
(36) est flexible sur la majeure partie de sa longueur ou présente des joints de flexion
articulés.

