[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kraftstoff-Einspritzung in eine gestufte
Gasturbinen-Brennkammer mit separaten Kraftstoff-Einspritzdüsen für jede Stufe, wobei
zumindest eine Stufe für bestimmte Betriebszustände durch Unterbrechung der Kraftstoffzufuhr
abschaltbar ist. Ferner betrifft die Erfindung eine Kraftstoffeinspritzvorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Kraftstoff-Einspritzverfahrens. Zum bekannten
Stand der Technik wird lediglich beispielshalber auf die WO 95/17632 verwiesen.
[0002] Im Dokument US-A-3 688 495 wird ein getaktetes Brennstoffventil für eine Gasturbine
beschrieben.
[0003] Gasturbinen-Brennkammern, insbesondere Ring-Brennkammern von Gasturbinen, die mit
gestufter Verbrennung bzw. gestufter Kraftstoff-Einspritzung arbeiten, gewinnen zunehmend
an Bedeutung. Üblicherweise ist eine Pilot-Brennkammer sowie eine Haupt-Brennkammer
vorgesehen, die jeweils eine sog. Stufe bilden. Selbstverständlich können neben diesen
beiden Stufen noch weitere Abstufungen bzw. Stufen vorgesehen sein. Die Pilot-Brennkammer
besitzt als erste Stufe einen oder mehrere Pilot-Brenner, die im bevorzugten Anwendungsfall
einer Ring-Brennkammer aus ringförmig angeordneten Kraftstoff-Einspritzdüsen bestehen,
ebenso besitzt die zweite Stufe, nämlich die Haupt-Brennkammer, mehrere Haupt-Brenner,
ebenfalls in Form mehrerer vorzugsweise wieder ringförmig angeordneter Einspritzdüsen.
[0004] Eine Prinzipdarstellung für eine derartige gestufte Gasturbinen-Brennkammer zeigt
die beigefügte Fig. 2. Hier ist die Brennkammer-Außenwand mit der Bezugsziffer 20
und die Brennkammer-Innenwand mit der Bezugsziffer 21 bezeichnet. Diese beiden Wände
20, 21 sind noch von Hüllwänden 20a, 21a umgeben, welche letztlich auch linksseitig
den Brennkammer-Eintritt 22a und rechtsseitig den Brennkammer-Austritt 22b definieren.
Ferner ist die Mittellinie 23 dieser als Ring-Brennkammer ausgebildeten Gasturbinen-Brennkammer
dargestellt.
[0005] Innerhalb der linken Hälfte dieser Brennkammer ist eine Trennwandstruktur 24 vorgesehen.
Zwischen dieser Trennwandstruktur 24 sowie der Mittelachse 23 liegt die sog. Pilot-Brennkammer
25a, während sich unterhalb dieser Trennwandstruktur 24 die sog. Haupt-Brennkammer
25b befindet. Der Pilot-Brennkammer 25a sind Pilot-Brenner 26a zugeordnet, während
für die Haupt-Brennkammer 25b Haupt-Brenner 26b vorgesehen sind. Über diese Brenner
26a, 26b wird Kraftstoff bzw. ein Kraftstoff-Luft-Gemisch in die Brennkammern eingeführt,
während ein Hauptluftstrom 27 über den Brennkammer-Eintritt 22a in die einzelnen Brennkammern
25a, 25b gelangt. Ferner kann Zumischluft 28 über Durchbrüche in der Außenwand 20,
in der Innenwand 21, sowie in der Trennwandstruktur 24 in die einzelnen Brennkammern
25a, 25b eintreten. Das in der Pilot-Brennkammer 25a bzw. in der Haupt-Brennkammer
25b sowie in der Zusammenführung dieser beiden Brennkammern verbrannte Kraftstoff-Luft-Gemisch
wird schließlich über den Brennkammer-Austritt 22b abgeführt.
[0006] In niedrigeren Lastpunkten der Gasturbine werden lediglich die Pilot-Brenner 26a
betrieben, was bedeutet, daß die Einspritzdüsen der Haupt-Brenner 26b nicht mit Kraftstoff
versorgt werden. In höheren Lastpunkten der Gasturbine werden zusätzlich zu den Pilot-Brennern
26a die Haupt-Brenner 26b betrieben, so daß deren Einspritzdüsen dann mit Kraftstoff
versorgt werden. Üblicherweise wird die Pilot-Brennkammer 25a, die auch zum Starten
der Gasturbine und zum Hochfahren in den Leerlauf alleinig betrieben wird, im gesamten
Betriebskennfeld der Gasturbine, insbesondere Flug-Gasturbine betrieben, um eine Zündquelle
für die nur bedarfsweise zugeschalteten Haupt-Brenner 26b zu schaffen. Der Zweck der
gestuften Verbrennung liegt in der Minimierung von Schadstoffemissionen, insbesondere
von NO
x. Erreicht wird dies dadurch, daß die jeweilige Brennergröße besser an den jeweiligen
Leistungsbedarf angepaßt werden kann. So sollte zur NO
x-Reduzierung die Verbrennungstemperatur möglichst gering sein, was durch gezielte
Luftzufuhr (Zumischluft 28) in die Verbrennungszone erreichbar ist. Dabei sind die
jeweiligen Stufen, nämlich die Pilot-Brenner 26a bzw. die Haupt-Brenner 26b auf spezielle
Luft-Kraftstoff-Verhältnisse hin ausgelegt. Bei niedrigen Lastpunkten der Gasturbine,
in denen insgesamt nur relativ wenig Kraftstoff verbrannt wird, wäre das den Haupt-Brennern
26b zukommende Luft-Kraftstoff-Verhältnis zu groß, um überhaupt eine sinnvolle Verbrennung
unterstützen zu können. Daher werden die Haupt-Brenner 26b erst in höheren Lastpunkten
der Gasturbine zugeschaltet.
[0007] Nach welcher Strategie die einzelnen Brenner, nämlich die Pilot-Brenner 26a sowie
die Haupt-Brenner 26b hierbei mit Kraftstoff versorgt werden, ist in Fig. 3 dargestellt.
Auf der Abszisse dieses Diagrammes ist der Summen-Kraftstoff-Fluß für die beiden Brenner
aufgetragen, auf der Ordinate der prozentuale Anteil der Pilot-Brenner 26a bzw. der
Haupt-Brenner 26b an diesem Summen-Kraftstoff-Fluß. Die entsprechende Kennlinie des
Pilot-Brenners 26a ist mit dem Buchstaben A bezeichnet, diejenige der Haupt-Brenner
26b mit dem Buchstaben B. Man erkennt, daß bei zunächst nur geringem Summen-Kraftstoff-Fluß,
d. h. im linken Teilbereich dieses Diagrammes lediglich die Pilot-Brenner 26a betrieben
werden, so daß deren Anteil am Summen-Kraftstoff-Fluß 100 % beträgt. Bei zunehmendem
Summen-Kraftstoff-Fluß werden nun die Haupt-Brenner 26b zugeschaltet, und zwar im
Zuschaltpunkt Z. Hierbei soll jedoch kein schlagartiger Leistungszuwachs erfolgen.
Erwünscht ist vielmehr ein sanfter Leistungszuwachs, so daß mit einer zunächst relativ
geringen Versorgung der Haupt-Brenner 26b gleichzeitig die Pilot-Brenner 26a mit einer
geringeren Kraftstoffmenge versorgt werden. Dieser Zuschaltpunkt Z ist hinsichtlich
seiner Auslegung daher äußerst kritisch, da sowohl in den Pilot-Brennern 26a, als
auch in den Haupt-Brennern 26b stets ein geeignetes Kraftstoff-Luftverhältnis vorliegen
muß. Die gleichen Überlegungen gelten dabei auch bezüglich einer Leistungsrücknahme
der Gasturbine, wenn also die zunächst betriebenen Haupt-Brenner 26b wieder abgeschaltet
werden. Um Instabilitäten in der direkten Umgebung dieses Zuschaltpunktes Z zu vermeiden,
wird in der eingangs genannten WO 95/17632 hierfür eine Steuerung vorgeschlagen, die
eine Hysterese enthält. Bei zunehmendem Schub werden die Haupt-Brenner erst bei einem
höheren Gesamt-Kraftstoffdurchsatz zugeschaltet, als sie bei abnehmendem Schub abgeschaltet
werden.
[0008] Da es jedoch erwünscht ist, in einem definierten Lastpunkt bzw. Schubzustand der
Gasturbine stets auch einen definierten Kraftstoffdurchsatz zu haben - d. h. unabhängig
davon, ob es sich um eine Schubzunahme oder um eine Schubrücknahme handelt -, hat
sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, eine andere Lösung für die oben geschilderte
Problematik im Zusammenhang mit dem Zuschalten einer zweiten Stufe zu einer ersten
Stufe aufzuzeigen.
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß zumindest die abschaltbare Stufe mit gepulster
Kraftstoff-Einspritzung betreibbar ist. Geeignete Kraftstoffeinspritzvorrichtungen
zur Durchführung dieses erfindungsgemäßen Kraftstoff-Einspritzverfahrens sind in den
Ansprüchen 5 und 6 beschrieben, während die weiteren Unteransprüche vorteilhafte Aus-
und Weiterbildungen zum Inhalt haben.
[0009] Erfindungsgemäß ist zumindest die abschaltbare Stufe, d. h. bevorzugt die oben erläuterte
Haupt-Brennkammer 25b, mit gepulster Kraftstoff-Einspritzung betreibbar. Dies bedeutet,
daß dann keine kontinuierliche, sondern eine diskontinuierliche Kraftstoff-Einspritzung
erfolgt. Der Kraftstoff wird somit quasi getaktet in die Brennkammer eingeführt, wobei
die Pulsationsfrequenz im Bereich zwischen einzigen Hz bis zu einigen 100 Hz liegen
kann. Diese gepulste Einspritzung hat zumindest theoretisch eine ebenso gepulste Verbrennung
zur Folge. Für jeden Einspritzimpuls bzw. für jeden sog. Verbrennungs-Impuls ist dabei
ein günstiges Kraftstoff-Luft-Verhältnis einstellbar. Dadurch, daß zumindest bei niedrigen
Kraftstoffmengen nicht mehr kontinuierlich, sondern nurmehr zeitweise Kraftstoff eingespritzt
wird, kann somit bei Einstellung günstiger Kraftstoff-Luft-Verhältnisse insgesamt
deutlich weniger Kraftstoff eingespritzt werden, als dies bei einer herkömmlichen
kontinuierlichen Einspritzung möglich ist. Insbesondere sind aufgrund der gepulsten
Einspritzung im sog. Zuschaltpunkt Z auch keine Instabilitäten zu befürchten, so daß
zum einen ein weicher Übergang beim Zuschalten der zweiten Stufe erzielbar ist und
zum anderen tatsächlich für jeden Betriebspunkt bzw. Schubwert eine definierte Kraftstoffmenge
in die Brennkammer eingeführt wird, unabhängig davon, ob es sich nun um eine Schubzunahme
oder um eine Schubrücknahme handelt.
[0010] Die Pulsationsfrequenz, die bevorzugt variierbar sein soll, um in einer Vielzahl
von Betriebspunkten eine jeweils günstige Verbrennung einstellen zu können, kann bevorzugt
oberhalb der charakteristischen Frequenzen von möglichen Brennkammer-Schwingungen
liegen, so daß keine negativen Auswirkungen auf den Verbrennungswirkungsgrad bzw.
auf den Schub sowie die Lärmerzeugung zu befürchten sind. Vielmehr ist stets eine
Verbrennung mit einem günstigen Wirkungsgrad erreichbar, da für jeden Verbrennungs-
bzw. Einspritzimpuls ein günstiges Kraftstoff-Luft-Verhältnis vorliegt. Während bei
der heute üblichen kontinuierlichen Kraftstoff-Einspritzung in die (abschaltbare)
Hauptbrennkammer der Minimalwert des Kraftstoffdurchsatzes durch die Instabilität
der Verbrennung durch ein zu mageres Kraftstoff-Luft-Gemisch bestimmt ist, ist bei
einer erfindungsgemäßen gepulsten Kraftstoff-Einspritzung für jeden Kraftstoffimpuls
ein größeres Kraftstoff-Luft-Verhältnis realisierbar, so daß durch gezielte Auswahl
der Pulsationsfrequenz auch bei deutlich geringerer Kraftstoff-Summenzufuhr noch eine
stabile Verbrennung bzw. eine Reihe von stabilen Verbrennungs-Impulsen erzielbar ist.
[0011] Wie bereits erläutert, kann die Pulsationsfrequenz der diskontinuierlichen Kraftstoff-Einspritzung
variiert werden, um die in einer gewissen Zeitspanne eingespritzte Kraftstoff-Summenmenge
an den jeweiligen Betriebspunkt der Gasturbine anpassen zu können. Es ist aber auch
erwünscht, die mit jedem Einspritz-Impuls einbringbare Kraftstoffmenge variieren zu
können, wobei hierfür mehrere Möglichkeiten existieren. Zum einen kann bei einer konstanten
Kraftstoffmenge je Zeiteinheit die Einspritzdauer geändert werden, zum anderen kann
bei einer konstanten Einspritzdauer die hierbei eingebrachte Kraftstoffmenge verändert
werden. Selbstverständlich ist es auch möglich, diese beiden Strategien miteinander
zu kombinieren, ebenfalls wie zusätzlich die Pulsationsfrequenz angepaßt werden kann,
so daß insgesamt durch die vielen Variationsmöglichkeiten für jeden Betriebspunkt
der Gasturbine die jeweils optimale Kraftstoff-Einspritzung gewählt werden kann. Dabei
sei darauf hingewiesen, daß in Hochlast-Betriebspunkten selbstverständlich von der
gepulsten Einspritzung auf eine kontinuierliche Kraftstoff-Einspritzung umgeschaltet
werden kann.
[0012] Ferner sei noch auf einen weiteren Vorteil der gepulsten Kraftstoff-Einspritzung
hingewiesen. Durch gezielte Auswahl der Pulsationsfrequenz können nämlich die üblichen
Verbrennungsfrequenzen derart gesteuert werden, daß das sog. "Verbrennungs-Brummen",
das bei instabiler Verbrennung bei geringem Kraftstoffdurchsatz auftreten kann aus
den charakteristischen Frequenzen von möglichen Brennkammer-Schwingungen resultiert,
minimiert werden kann. Im übrigen sei noch darauf hingewiesen, daß bevorzugt die erste
Stufe oder Pilotbrennkammer, welche üblicherweise nicht in bestimmten Betriebszuständen
abgeschaltet wird, mit einer kontinuierlichen Kraftstoff-Einspritzung arbeiten kann
bzw. sollte, insbesondere auch um eine sichere Zündung des Brennstoff-Luft-Gemisches
in der zweiten Stufe oder Hauptbrennkammer zu gewährleisten.
[0013] Eine vorteilhafte Kraftstoffeinspritzvorrichtung zur Durchführung einer derartigen
gepulsten Kraftstoff-Einspritzung kann aus einem elektromagnetisch und/oder hydraulisch
betätigten Kraftstoff-Einspritzventil bestehen, dessen Öffnungszeitpunkt und Öffnungsdauer
gezielt einstellbar ist. Derartige Kraftstoff-Einspritzventile sind von Hubkolben-Brennkraftmaschinen
her bekannt. Entsprechend abgewandelt können derartige Kraftstoff-Einspritzventile
nun dazu verwendet werden, entweder direkt den Kraftstoff in die Brennkammer einer
Gasturbine einzuspritzen oder sie können einer im wesentlichen üblichen Kraftstoff-Einspritzdüse
vorgeschaltet sein.
[0014] Eine weitere Kraftstoff-Einspritzvorrichtung zur Durchführung einer erfindungsgemäßen
gepulsten Kraftstoff-Einspritzung kann aus einem geeigneten Pulsations-Steuerventil
bestehen, das einer an sich üblichen, in der Brennkammer mündenden Kraftstoff-Einspritzdüse
vorgeschaltet ist. Zusätzlich zum Pulsations-Steuerventil kann dieser Einspritzdüse
ein Dosierventil vorgeschaltet sein, wobei es besonders vorteilhaft ist, das Pulsations-Steuerventil
sowie das Dosierventil in einem Bauelement zusammenzufassen, welches im folgenden
als "Puls-Dosierer" bezeichnet wird.
[0015] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel für einen derartigen Puls-Dosierer ist in Fig.
1 in einem Prinzipschnitt dargestellt und wird im folgenden näher erläutert.
[0016] Mit der Bezugsziffer 1 ist ein Zylinder des beschriebenen Puls-Dosierers bezeichnet,
innerhalb dessen ein Steuerkolben 2 um die Zylinderachse 3 verdrehbar sowie in Richtung
der Zylinderachse 3 verschiebbar angeordnet ist. Über einen Zylinder-Wanddurchbruch
4 ist in den Innenraum des Zylinders 1 Kraftstoff gemäß Pfeil 18a einleitbar, über
einen weiteren als Steuerfenster 5 bezeichneten Durchbruch in der Zylinderwand ist
Kraftstoff aus dem Zylinder-Innenraum gemäß Pfeil 18b abführbar. Der Zylinder-Wanddurchbruch
4 sowie das Steuerfenster 5 sind mit dem Kraftstoff-Versorgungssystem einer abschaltbaren
Stufe einer gestuften Gasturbinen-Brennkammer verbunden, wobei der über das Steuerfenster
5 abgeführte Kraftstoff (Pfeil 18b) zu den Kraftstoff-Einspritzdüsen dieser abschaltbaren
Brennkammer-Stufe hingeführt wird.
[0017] Der Steuerkolben 2 ist zumindest abschnittsweise hohl ausgebildet, so daß ein lediglich
gestrichelt dargestellter Kolben-Innenraum 6 vorliegt, in welchen wie ersichtlich
Kraftstoff, der gemäß Pfeil 18a über den Wanddurchbruch 4 in das Innere des Zylinders
1 einströmte, gelangen kann. Somit ist dieser Kolben-Innenraum 6, der hier in Form
zweier Bohrungen ausgebildet ist, mit dem Kraftstoffversorgungssystem der Gasturbine
verbunden ist. An der Außenwand des Steuerkolbens 2 ist zumindest ein Steuerschlitz
7 vorgesehen, der mit dem Kolben-Innenraum 6 bzw. mit den entsprechenden Bohrungen
in Verbindung steht. Somit kann Kraftstoff, der über den Wanddurchbruch 4 herangeführt
wird, letztlich über den Steuerschlitz 7 austreten.
[0018] Etwa in Höhe des Steuerschlitzes 7 befindet sich in der Wand des Zylinders 1 das
bereits erläuterte Steuerfenster 5. Wird nun der Steuerkolben 2 um die Zylinderachse
3 kontinuierlich gedreht, so wird über das Steuerfenster 5 Kraftstoff, der über den
Wanddurchbruch 4 herangeführt wurde, gepulst abgeführt. Jedesmal, wenn der Steuerschlitz
7 bei Rotation des Steuerkolbens 2 mit dem Steuerfenster 5 zur Deckung kommt, kann
nämlich eine Kraftstoffteilmenge gemäß Pfeil 18b durch das Steuerfenster 5 austreten
und letztlich zur Kraftstoff-Einspritzdüse der Brennkammer-Stufe gelangen. Sobald
jedoch der rotierende Steuerschlitz 7 das Steuerfenster 5 passiert hat, wird dieser
Kraftstoff-Fluß wieder unterbrochen. Allein durch Rotation des Steuerkolbens 2 im
Zylinder 1 ist somit eine gepulste Kraftstoff-Einspritzung in eine Gasturbinen-Brennkammer-Stufe
erzielbar. Dabei ist die Pulsationsfrequenz durch die Drehgeschwindigkeit des Steuerkolbens
2 im Zylinder 1 vorgegeben, so daß mit gezielter Auswahl der Drehgeschwindigkeit eine
bestimmte Pulsationsfrequenz einstellbar ist.
[0019] Die Menge des über das Steuerfenster 5 abgeführten Kraftstoffes kann zwar auch durch
die Rotationsfrequenz des Steuerkolbens 2 bzw. Steuerschlitzes 7 beeinflußt werden.
Ist jedoch im Hinblick auf gewisse Randbedingungen eine gewisse Rotationsfrequenz
erwünscht, so ist eine bevorzugte Einstellung der je Kraftstoff-Impuls abgegebenen
Kraftstoffmenge dadurch möglich, daß der Steuerkolben 2 längs der Zylinderachse 3
in bzw. gegen Pfeilrichtung 14 verschoben wird. Hierdurch kann die wirksame Länge
I des Steuerschlitzes 7, über welche dieser mit dem Steuerfenster 5 zur Deckung kommt,
verändert werden. Bei einem größeren Wert der Länge I wird eine größere Menge Kraftstoff
über das Steuerfenster 5 abgeführt, bei einer kleineren Länge I eine geringere Kraftstoffmenge.
[0020] In Rotation um die Zylinderachse 3 versetzt werden kann der Steuerkolben 2 von der
gearbox der Gasturbine, aber auch beispielsweise von einem Elektromotor, von dem lediglich
das Abtriebsritzel 8 dargestellt ist, mit welchem ein Getrieberad 9 kämmt, das über
einen Achsstummel 10 mit einem sog. Führungsfortsatz 11 des Steuerkolbens 2 verbunden
ist. Dieser Führungsfortsatz 11 ist ebenfalls innerhalb des Zylinders 1 geführt und
weist eine Stirnseite 12' auf, auf die mit konstantem Druck ein Hydraulikmedium, welches
oberhalb dieses Führungsfortsatzes 11 über eine Steueröffnung 13' in den Innenraum
des Zylinders 1 gelangt, einwirkt. Eine vergleichbare Steueröffnung 13 findet sich
unterhalb des Steuerkolbens 2 im Zylinder 1, so daß auch auf diese untere Stirnseite
12 ein Hydraulikmedium einwirken kann. Wird nun der Hydraulikdruck in der Steueröffnung
13 gegenüber demjenigen in der Steueröffnung 13' erhöht, so wird der Steuerkolben
2 gemäß Pfeilrichtung 14 nach oben verschoben. Eine Erniedrigung des Druckes in der
Steueröffnung 13 gegenüber demjenigen in der Steueröffnung 13' hingegen bewirkt eine
Verschiebung des Steuerkolbens gegen Pfeilrichtung 14 nach unten. Diese beschriebene
Verschiebebewegung in bzw. gegen Pfeilrichtung 14 kann im übrigen auch das Getrieberad
9 bezüglich des Abtriebsritzels 8 durchführen, da letzteres deutlich breiter ausgebildet
ist, als das Getrieberad 9.
[0021] Vorgesehen ist ferner ein über eine Stellstange 15a sowie über einen Federteller
15b auf den Steuerkolben 2 einwirkendes Federelement 16, wobei zusätzlich eine Einstellschraube
17 vorgesehen ist, die ebenfalls auf den Federteller 15b einwirken kann, derart, daß
er maximale Kraftstoffdurchfluß über den Steuerschlitz 7 sowie das Steuerfenster 5
eingestellt werden kann. Jedoch kann dies sowie eine Vielzahl von Details, insbesondere
konstruktiver Art durchaus abweichend von diesem gezeigten Ausführungsbeispiel gestaltet
sein, ohne den Inhalt der Patentansprüche zu verlassen. Wesentlich ist vielmehr, daß
ganz allgemein zumindest die abschaltbare Stufe einer gestuften Gasturbinen-Brennkammer
mit gepulster Kraftstoff-Einspritzung betreibbar ist.
1. Verfahren zur Kraftstoff-Einspritzung in eine gestufte Gasturbinen-Brennkammer mit
separaten Kraftstoff-Einspritzdüsen für jede Stufe, wobei zumindest eine Stufe für
bestimmte Betriebszustände durch Unterbrechung der Kraftstoffzufuhr abschaltbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die abschaltbare Stufe mit gepulster Kraftstoff-Einspritzung betreibbar
ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Pulsationsfrequenz der diskontinuierlichen Kraftstoff-Einspritzung variierbar
ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die mit jedem Einspritz-lmpuls einbringbare Kraftstoffmenge variierbar ist.
4. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß von diskontinuierlicher, gepulster Kraftstoff-Einspritzung auf kontinuierliche Einspritzung
umgeschaltet werden kann.
5. Kraftstoff-Einspritzvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche
1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß ein elektromagnetisch und/oder hydraulisch betätigtes Kraftstoff-Einspritzventil
zum Einsatz kommt, dessen Öffnungszeitpunkt und Öffnungsdauer gezielt einstellbar
ist.
6. Kraftstoff-Einspritzvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche
1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß einer in der Brennkammer mündenden Kraftstoff-Einspritzdüse ein Pulsations-Steuerventil
und/oder ein Dosierventil vorgeschaltet ist.
7. Kraftstoff-Einspritzvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Pulsations-Steuerventil und das Dosierventil in einem Bauelement in Form eines
sog. Puls-Dosierers zusammengefaßt sind.
8. Kraftstoff-Einspritzvorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Puls-Dosierer einen in einem Zylinder (1) verdrehbar sowie in Zylinderachsrichtung
(3) verschiebbar angeordneten Steuerkolben (2) aufweist, dessen Außenwand einen mit
dem Kolbeninnenraum (6), der mit dem Kraftstoffversorgungssystem der Brennkammer verbunden
ist, verbundenen Steuerschlitz (7) aufweist, der mit einem Steuerfenster (5) im Zylinder
(1), welches ebenfalls mit dem Kraftstoff-Versorgungssystem verbunden ist, zur Deckung
bringbar ist.
9. Kraftstoff-Einspritzvorrichtung nach Anspruch 8,
gekennzeichnet durch zumindest eines der folgenden Merkmale:
- der Steuerkolben (2) wird von einem Elektromotor oder von der gearbox der Gasturbine
in Rotation versetzt
- der Steuerkolben (2) wird durch auf zumindest eine seiner Stirnseiten (12, 12') einwirkenden Hydraulikdruck in Zylinderachsrichtung
(3) positioniert.
1. Method for fuel injection into a staged gas-turbine combustion chamber with separate
fuel injectors for each stage, where at least one is deactivatable for certain operating
conditions by interruption of the fuel supply, characterized in that at least the deactivatable stage is operable with pulsed fuel injection.
2. Method in accordance with Claim 1, characterized in that the pulsation frequency of the discontinuous fuel injection is variable.
3. Method in accordance with Claim 1 or 2, characterized in that the fuel quantity deliverable with each injection pulse is variable.
4. Method in accordance with one of the preceding claims, characterized in that a switch-over can be made from discontinuous, pulsed fuel injection to continuous
fuel injection.
5. Fuel injection device for implementation of the method in accordance with one of the
Claims 1 to 4, characterized in that an electromagnetically and/or hydraulically operated fuel injector is used whose
opening time and opening duration can be positively set.
6. Fuel injection device for implementation of the method in accordance with one of the
Claims 1 to 4, characterized in that a pulsation control valve and/or a metering valve is arranged upstream of the fuel
injector extending into the combustion chamber.
7. Fuel injection device in accordance with Claim 6, characterized in that the pulsation control valve and the metering valve are combined into one unit referred
to as pulsing-metering unit.
8. Fuel injection device in accordance with Claim 7, characterized in that the pulsing-metering unit features a control piston (2) which is rotatable in a cylinder
(1) and which is movable in the direction of the cylinder axis (3), with the outer
wall of the control piston (2) featuring a control slit (7) connecting to the piston
interior (6) and with the piston interior (6) connecting to the fuel supply system
of the combustion chamber, said control slit (7) being settable coincidentally with
a control window (5) in the cylinder (1) which also connects to the fuel supply system.
9. Fuel injection device in accordance with Claim 8
characterized by at least one of the following features:
- the rotation of the control piston (2) is effected by an electric motor or by the
gearbox of the gas turbine,
- the control piston (2) is positioned in the direction of the cylinder axis (3) by
hydraulic pressure applied to a least one of its faces (12, 12').
1. Procédé d'injection de carburant dans une chambre de combustion d'une turbine à gaz
étagée avec des injecteurs de carburant distincts pour chaque étage et au moins un
étage peut être coupé par la coupure de l'alimentation en carburant dans certains
état de fonctionnement,
caractérisé en ce qu'
au moins l'étage susceptible d'être coupé peut fonctionner avec une injection pulsée
de carburant.
2. Procédé selon la revendication 1.
caractérisé en ce que
la fréquence de pulsation de l'injection de carburant discontinue est variable.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
la quantité de carburant injectée à chaque impulsion d'injection est variable.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on peut commuter d'une injection de carburant pulsée, discontinue, sur une injection
continue.
5. Dispositif d'injection de carburant pour la mise en oeuvre du procédé scion l'une
quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce qu'il comporte
un injecteur de carburant à commande électromagnétique et/ou hydraulique dont l'instant
d'ouverture et la durée d'ouverture se règlent de manière précise.
6. Dispositif d'injection de carburant pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une
quelconque des revendications 1 à 4.
caractérisé en ce que
l'injecteur de carburant débouchant dans la chambre de combustion est précédé d'une
soupape de commande à pulsations ou/et d'une soupape de dosage.
7. Dispositif selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
la soupape de commande à pulsations et la soupape de dosage sont regroupées dans un
composant sous la forme d'un doseur impulsionnel.
8. Dispositif selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
le doseur impulsionnel comporte un piston de commande (2) susceptible de tourner dans
un cylindre (1) et de coulisser suivant la direction axiale (3) du cylindre, la paroi
extérteure comporte une lumière de commande (7) reliée à la chambre intérieure (6)
du piston, elle-même reliée au système d'alimentation en carburant de la chambre de
combustion, cette lumière de commande pouvant être mise en coïncidence avec une fenêtre
de commande (5) dans le cylindre (1) relié au système d'alimentation en carburant.
9. Dispositif selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
le piston de commande (2) est mis en rotation par un moteur électrique ou à partir
de la boîte d'engrenage de la turbine à gaz,
le piston de commande (2) est positionné dans la direction axiale (3) du cylindre
par au moins une pression hydraulique agissant sur ses faces frontales (12, 12').