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EP 0 900 741 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.04.2002 Patentblatt 2002/16 |
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Anmeldetag: 30.07.1998 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B65D 30/24 |
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Packmittel für schüttfähiges Füllgut
Packaging means for pourable materials
Moyen d'emballage pour produits pulvérulants
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FI FR GB IE IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
05.09.1997 DE 29715972 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.03.1999 Patentblatt 1999/10 |
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Patentinhaber: Bischof und Klein GmbH & Co. KG |
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49525 Lengerich (DE) |
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Erfinder: |
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- Huckriede, Klaus
49525 Lengerich (DE)
- Erber, Uwe
49525 Lengerich (DE)
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| (74) |
Vertreter: Busse & Busse
Patentanwälte |
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Postfach 12 26 49002 Osnabrück 49002 Osnabrück (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 669 260 DE-U- 8 914 623
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DE-U- 8 516 470
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Packmittel für schüttfähiges Füllgut, aus Papier, Kunststoffolie
oder dgl. flexiblem Material, in Form eines an beiden Enden geschlossenen Sackes oder
Beutels, in dem für eine Entnahme von Füllgut aus seinem Füllraum in einem Übergangsbereich
zwischen einem der beiden geschlossenen Sackenden und der angrenzenden Schmalseitenwand
des Sackes vom Verbraucher eine Schüttöffnung herzustellen ist.
[0002] Ein solches Packmittel ist z.B. aus dem Dokument DE 89 14 623 U bekannt. Bei bekannten
Packmitteln dieser Art ist durch die Schüttöffnung insbesondere das Ausschütten von
Teilmengen des Füllgutes erleichtert. Zur Durchführung eines Schüttvorgangs ist es
dabei erforderlich, das gefüllte Packmittel anzuheben und zu kippen, damit das Füllgut
aus der Schüttöffnung, die üblicherweise im Bereich einer oberen Ecke des Packmittels
vorgesehen ist, auslaufen kann. Dieses bereitet, insbesondere bei Packmitteln im Sackformat,
wegen des Gewichts des in das Packmittel eingefüllten Füllgutes Schwierigkeiten, die
das Ausschütten, vornehmlich das zielgenaue Ausschütten kleinerer Füllgutteilmengen,
erschweren.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Packmittel für schüttfähiges Füllgut
der eingangs angegebenen Art zu schaffen, dessen Handhabung zur insbesondere portionsweisen
Entnahme riesel- bzw. schüttfähigen Füllgutes erleichtert ist.
[0004] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß in einem der herzustellenden
Schüttöffnung im wesentlichen diagonal gegenüberliegenden Bereich des anderen der
beiden geschlossenen Sackenden eine Haltevorrichtung aus ihrerseits flexiblem Material
vorgesehen ist, die normalerweise innerhalb der Außenkontur des Sackes verläuft, jedoch
zur Durchführung einer Füllgutentnahme mit einem einen außenseitigen Haltegriff bildenden
Teilstück aus dem Sack herausziehbar ist.
[0005] Weitere Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0006] Zur Durchführung eines Schüttvorgangs wird das mit Füllgut gefüllte Packmittel nach
der Erfindung in eine Position gebracht, in der sich die Haltevorrichtung in oder
nahe einer oberen Sackecke und demgemäß die Schüttöffnung, die beispielsweise vom
Verbraucher durch Abschneider einer Sackecke gebildet sein kann, in der der Haltevorrichtung
im wesentlichen diagonal gegenüberliegenden unteren Sackecke befindet. Die während
des Transports und der Lagerung innerhalb der Außenkontur des Sackes befindliche Haltevorrichtung
wird sodann für eine Füllgutentnahme mit einem Teilstück aus dem Sack herausgezogen.
Dieses Teilstück bildet einen Haltegriff, der als Schütthilfe von einer Hand des Benutzers
bequem erfaßt werden kann, um das gefüllte Packmittel mehr oder weniger anzuheben
und den Schüttvorgang durch die zuvor gebildete Schüttöffnung, ggf. durch Unterstützung
des Packmittels mit der anderen Hand unterhalb der Schüttöffnung, durchzuführen. Auf
diese Weise ist die Handhabung wesentlich erleichtert, und es lassen sich insbesondere
portionsweise Entnahmen des Füllgutes vergleichsweise mühelos durchführen.
[0007] Die beiden geschlossenen Sackenden des erfindungsgemäßen Packmittels können im übrigen
jeweils die Form eines Kreuz-, Klotz- oder dgl. Formbodens mit paarweise einander
gegenüberliegenden Eckeinschlägen und Bodenseitenumschlägen aufweisen. Derjenige Formboden,
der die nach der Erfindung vorgesehene Haltevorrichtung im Bereich einer Bodenhälfte,
in Bodenlängsrichtung gesehen, aufweist, kann dabei in der anderen Hälfte endseitig
mit einem Füllventil zum Befüllen des Sackes mit dem Füllgut versehen sein. Solche
Füllventile, die ggf. bei Beendigung des Füllvorgangs selbsttätig unter dem Gewicht
des Füllgutes einen Verschluß der Ventilöffnung herbeiführen, sind in zahlreichen
Ausführungsformen in der Sackherstellungs- und -fülltechnik bekannt.
[0008] Der dem Sackboden mit der Haltevorrichtung und ggf. dem Füllventil gegenüberliegende
Sackverschluß bzw. Formboden kann darüber hinaus mit einem Traggriff zum Transport
des gefüllten Sackes von Hand versehen sein. In diesem Fall ist das erfindungsgemäße
Packmittel mit zwei Griffen ausgerüstet, von denen der eine, wie allgemein bei Trageverpackungen
bekannt, als Traggriff zum Sacktransport von außen vom Benutzer von Hand erfaßt werden
kann, während der Griff im anderen, gegenüberliegenden Sack- bzw. Formboden anfänglich
innerhalb der Sackaußenkontur liegt, also nicht ohne weiteres von Hand erfaßt werden
kann, sondern erst zur Durchführung einer Füllgutentnahme, etwa mittels eines Entnahmeschlitzes,
nach Auftrennen einer Perforations- oder dgl. Materialschwächungslinie, zu seiner
Aktivierung vom Verbraucher aus dem Sack herauszuziehen ist, um als Haltegriff zu
dienen.
[0009] Die Erfindung ist im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert, in der zwei
Ausführungsbeispiele des Gegenstands der Erfindung schematisch veranschaulicht sind.
In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels eines gefüllten
Packmittels nach der Erfindung, wobei sich die Haltevorrichtung in ihrer Nichtgebrauchsstellung
innerhalb des Packmittels befindet,
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch den oberen, die Haltevorrichtung enthaltenden Eckbereich
des Packmittels nach Fig. 1,
- Fig. 3 u. 4
- Darstellungen entsprechend den Fig. 1 und 2, wobei jedoch die Haltevorrichtung mit
einem einen außenseitigen Haltegriff bildenden Teilstück aus dem Inneren des Packmittels
herausgezogen ist.
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels eines gefüllten
Packmittels nach der Erfindung mit in ihrer Nicht-Gebrauchsstellung befindlicher Haltevorrichtung,
- Fig. 6
- einen Längsschnitt durch das die Haltevorrichtung enthaltende geschlossene Sackende
gemäß Fig. 5 und
- Fig. 7
- eine Darstellung entsprechend Fig. 5, wobei jedoch die Haltevorrichtung mit einem
einen außenseitigen Haltegriff bildenden Teilstück aus dem Packmittel herausgezogen
ist.
[0010] Das in der Zeichnung dargestellte Packmittel hat bei den gewählten Ausführungsbeispielen
die Form eines Kreuz-, Klotz- oder dgl. Formbodensackes, der im gefüllten Zustand
eine parallelepipedische Grundgestalt aufweist. Die beiden Sackenden 1 und 2 sind
dabei jeweils durch einen Formboden geschlossen. Der Formboden des Sackendes 1 umfaßt
Bodenseitenumschläge 3, 4 und Eckeinschläge 5, 6, die jeweils paarweise einander gegenüberliegen,
und ein äußeres Bodendeckblatt 7. Entsprechend umfaßt der Formboden des Sackendes
2 Bodenseitenumschläge 8, 9 und Eckeinschläge 10, 11, die ihrerseits jeweils einander
paarweise gegenüberliegen, und ein äußeres Bodendeckblatt 12, das eine leicht von
außen zu erfassende Tragschlaufe 13 aufweist, die als Traggriff zum Transport des
gefüllten Verpackungsbehältnisses von Hand benutzt wird, wobei sich das Verpackungsbehältnis
in einer Position befindet, in der das Sackende 2 oben ist. An ihren beiden Enden
gehen die Formböden der Sackenden 1, 2 jeweils in die Schmalseitenwände 14 und 15
des Sackes über, die ihrerseits zwischen den einander gegenüberliegenden Breitseitenwänden
16 liegen, die die Vorder- und Rückwand des Sackes bilden. Für die Befüllung des Packmittels
bzw. Sackes ist ein nicht näher dargestelltes Füllventil 17 an einem Ende des Formbodens
des Sackendes 1 vorgesehen.
[0011] Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 4 ist der Formboden des Sackendes
2 an einem Ende mit einem Auslaufteil 18 für das Füllgut versehen. Der Auslaufteil
18 ist von einem Materiallappen der Schmalseitenwand 15 gebildet, der entlang einer
an das Sackende 2 angrenzenden Faltlinie 19 aus der Schmalseitenwand 15 zur Bildung
einer Schüttöffnung herausgefaltet werden kann. Zum Herausfalten des Auslaufteils
bzw. Materiallappens 18 wird eine Perforations- oder dgl. Schwächungslinie 20 in der
Schmalseitenwand 15 aufgebrochen. Hinter dem Materiallappen 18 ist an der Innenseite
des Packmittels ein Materialzuschnitt 21, z.B. mittels einer rundumlaufenden Klebeverbindung
22, befestigt, der ebenfalls über eine nicht näher dargestellte Perforations- oder
dgl. Schwächungslinie aufgetrennt wird, ggf. teilweise aus der sich in der Schmalseitenwand
15 bildenden Öffnung herausgezogen wird und zur Bildung der Schüttöffnung nach Art
einer Ausschütt-Tülle beiträgt.
[0012] In dem dem Auslaufteil 18 diagonal gegenüberliegenden Eckübergangsbereich zwischen
dem Sackende 1 und der Schmalseitenwand 14, d.h. an dem dem Füllventil 17 gegenüberliegenden
Ende des Formbodens des Sackendes 1, ist eine Haltevorrichtung 23 an der Sackinnenseite
befestigt. Die Haltevorrichtung 23 besteht, wie das Packmittel selbst, aus Papier,
Kunststoffolie oder dgl. flexiblem Material und ist von einem flexiblen Längsstreifen
24 gebildet, der in seiner Länge auf den Eckübergangsbereich beschränkt ist und an
dessen Querrändern 25 und 26 sackinnenseitige Befestigungsstellen 27 und 28, z.B.
durch Hotmelt- oder Klebeverbindungen zwischen dem Längsstreifen 24 und der Innenseite
der Schmalseitenwand 14 bzw. der Innenseite des Eckeinschlags 5 des Sackendes 1 gebildet
sind. In seiner Länge weist der Längsstreifen 24 zwischen seinen beiden Befestigungsstellen
27 und 28 ein Übermaß in Form einer Materialspeicherfalte 29 auf.
[0013] Innenseitig ist der Längsstreifen 24 von einem an der Sackinnenseite befestigten
Abdeckblatt 30 übergriffen, das zugleich als Trägerblatt für den Längsstreifen 24
dient, indem dieser durch Klebe- oder dgl. Verbindungen 31, 32 mit seiner Unterseite
auf der Oberseite des Abdeckblattes 30 befestigt ist. Der Längsstreifen 24 und das
Abdeckblatt 30 können somit als Einheit bei der Herstellung des Packmittels gehandhabt
und an dessen Innenseite befestigt werden. Diese Befestigung an der Sackinnenseite
erfolgt mittels der Klebeverbindungen 27 und 28, die sich beidseits der Querränder
25, 26 des Längsstreifens 24 auf dem Abdeckblatt 30 ununterbrochen fortsetzen, und
senkrecht zu diesen verlaufender Klebeverbindungen 33, 34 des Abdeckblattes 30 mit
der Sackinnenseite.
[0014] Wie insbesondere die Fig. 1 und 3 zeigen, hat das Abdeckblatt 30 eine die des Längsstreifens
24 übersteigende Breite, die auch noch geringfügig die Breite der Schmalseitenwand
14 übersteigt. Das Abdeckblatt 30 ist somit durch die rundumlaufenden Verbindungen
25, 26, 33, 34 durchgehend an der Sackinnenseite festgelegt und bildet auf diese Weise
mit dem ihm zugewandten Bereich der Sackinnenseite eine allseitig geschlossene Aufnahmetasche
für den Längsstreifen 24. Hierdurch ist die Haltevorrichtung 23 mit ihrem Längsstreifen
24 gegenüber dem Füllraum des Packmittels abgeschirmt. Der Längsstreifen 24 mit seiner
Materialspeicherfalte 29 kann somit vom Füllgut des Packmittels weder verunreinigt
noch blockiert werden, wenn der normalerweise innerhalb des Packmittels nahe der Sackinnenseite
verlaufende Längsstreifen 24 im Zusammenhang mit der Durchführung einer Füllgutentnahme
mit einem Teilstück aus dem Sackinneren herausgezogen wird, um einen außenseitigen
Haltegriff 35 nach Art einer Materialschlaufe zu bilden (Fig. 3 und 4).
[0015] Damit das den Haltegriff 35 bildende Teilstück des Längsstreifens 24 aus dem Sackinneren
herausgezogen werden kann, ist ein quer zur Längserstreckung des Längsstreifens 24
verlaufender Entnahmeschlitz 36 im Übergangsbereich zwischen dem Sackende 1 und der
Schmalseitenwand 14, d.h. am Ende des Formbodens des Sackendes 1, vorgesehen. Der
Entnahmeschlitz 36 wird durch Auftrennen einer Perforations- oder dgl. Materialschwächungslinie
im Sackmaterial gebildet. Das den schlaufenförmigen Haltegriff 35 bildende Teilstück
des Längsstreifens 24 läßt sich dann mühelos aus dem Sackinneren herausziehen, da
dieses Teilstück bzw. bei dem dargestellten Beispiel der Längsstreifen 24 insgesamt
eine die Länge des Entnahmeschlitzes 36 unterschreitende Breite aufweist. Die Materialspeicherfalte
29 wird während des Herausziehens zwanglos aufgelöst und bildet sodann den schlaufenförmigen
Haltegriff 35.
[0016] Durch Anheben des Packmittels an der Halteschlaufe 35 von Hand und Kippen in Richtung
auf den diagonal am anderen Sackende 2 gegenüberliegenden Auslaufteil 18 erfolgt nach
dessen Öffnen zur Bildung der Schüttöffnung das Ausschütten von Füllgut, insbesondere
von Füllgutportionen. Es versteht sich hierbei, daß nach Durchführung eines Teilentnahmevorgangs
von Füllgut sowohl der Auslaufteil 18 wieder zurückgeklappt und geschlossen als auch,
falls gewünscht, das den Haltegriff 35 bildende Teilstück des Längsstreifens 24 wieder
durch den Schlitz 36 in die sackinnenseitige Aufnahmetasche der Haltevorrichtung zurückgesteckt
werden kann. Das Herausziehen des lose eingesteckten Teilstücks ist danach bei erneuten
Füllgutentnahmen wieder jederzeit ohne Schwierigkeiten möglich.
[0017] Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 5 bis 7 werden für gleiche bzw. funktionell
übereinstimmende Teile die gleichen Bezugszeichen wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel
ohne nochmalige Beschreibung verwendet. Der Grundaufbau des Packmittels nach den Fig.
5 bis 7 mit den jeweils von einem Formboden geschlossenen Sackenden 1 und 2, die jeweils
Bodenseitenumschläge 3, 4 bzw. 8, 9 und Eckeinschläge 5, 6 bzw. 10, 11 und ein äußeres
Bodendeckblatt 7 bzw. 12, letzteres mit der Tragschlaufe 13, umfassen, ist der gleiche
wie bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 4.
[0018] Eine Abwandlung gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel ist hinsichtlich der Haltevorrichtung
23' vorgenommen, die bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel in den Formboden des
geschlossenen Sackendes 1 eingearbeitet und außenseitig von dem auf die Außenseite
des Formbodens des geschlossenen Sackendes 1 insbesondere durch Verklebung befestigten
äußeren Abdeckblatt 7 übergriffen und mit diesem seinerseits insbesondere durch Verklebung
fest verbunden ist. Der Längsstreifen 24' hat hierbei in der aus Fig. 5 ersichtlichen
Nichtgebrauchsstellung, mit der eingelegten Materialspeicherfalte 29 (Fig. 6), die
gleiche Länge wie das Bodendeckblatt 7, ist jedoch schmaler als dieses. Das Bodendeckblatt
7 und der Längsstreifen 24' werden als miteinander verbundene bzw. verklebte Einheit
mit den Außenseiten der einwärts gefalteten Bodenseitenumschläge 3 und 4 des Formbodens
verbunden bzw. verklebt.
[0019] In Fig. 6 ist eine Verklebung des Längsstreifens 24' mit dem Bodendeckblatt 7 und
den Bodenseitenumschlägen 3 und 4 schematisch dargestellt. Durch Kreuzschraffur ist
der den Längsstreifen 24' mit dem Bodendeckblatt 7 verbindende Klebstoff 37 und durch
Schrägschraffur der den Längsstreifen 24' und daneben die Unterseite des Bodendeckblatts
7 mit den Bodenseitenumschlägen 3, 4 verbindende Klebstoff 38 sichtbar gemacht. Wie
Fig. 6 ferner zeigt, ist die Materialspeicherfalte 29 Z-förmig ausgebildet. Die äußere
Teillänge 39 der Speicherfalte 29 ist dabei durch den Klebstoff 39 fest mit dem Abdeckblatt
7 verbunden, während ihre an die Bodenseitenumschläge 3, 4 angrenzenden innere Teillänge
40 mit diesen infolge einer Aussparung im Klebstoff 38 nicht verklebt ist.
[0020] Der Entnahmeschlitz 36' umfaßt bei diesem Ausführungsbeispiel eine Ausstanzung 41
nach Art eines Daumenloches und eine sich daran beidseits anschließende, insgesamt
U-förmige Perforationslinie, 36a im Bodendeckblatt 7. Beim Auftrennen der Perforationslinie
36a vom Benutzer unter Eingreifen in das Daumenloch 41 wird das in Nicht-Gebrauchsstellung
innerhalb der Außenkontur des Sackes liegende, den Haltegriff 35 bildende Teilstück
der Haltevorrichtung 23', d.h. die Z-förmige Materialspeicherfalte 29, aus dem Entnahmeschlitz
36', mit der äußeren Teillänge 39 an dem U-förmig entlang der Perforationslinie 36a
abgetrennten Teilstück des Bodendeckblattes 7 anhaftend, aus dem Formboden des Sackendes
1 etwa in die aus Fig. 7 ersichtliche Position unter zwangloser Auflösung herausgezogen.
In dieser Position kann der Haltegriff 35 von Hand erfaßt werden, um einen Schüttvorgang
zur Füllgutentnahme durch eine Schüttöffnung durchzuführen, die zuvor vom Verbraucher
in der dem Haltegriff 35 etwa diagonal gegenüberliegenden unteren Sackecke, z.B. durch
Abschneiden dieser Sackecke entlang der strichpunktiert in Fig. 7 eingezeichneten
Linie 42, gebildet worden ist.
[0021] Gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel, bei dem sich der Haltegriff 35 in seiner
aus dem Sack herausgezogenen Gebrauchsstellung direkt im Eckbereich zwischen der Schmalseitenwand
14 und dem Formboden des Sackendes 1 befindet, ist bei dem zweiten Ausführungsbeispiel
nach den Fig. 5 bis 7 der Haltegriff 35 von dieser Sackecke mehr zur Bodenmitte hin
verlegt worden. Die zweckmäßige Position des Haltegriffs 35 in seiner Gebrauchsstellung
richtet sich insbesondere nach den Abmessungen des Packmittels, dem Füllgut sowie
Art und Anordnung der vom Packmittelhersteller vorgegebenen oder vom Verbraucher herzustellenden
Schüttöffnung im Eckbereich des Sackendes 2 bzw. im unteren Endbereich der Schmalseitenwand
15. Sie sollte aber in jedem Fall im Bereich zwischen der von der Schmalseitenwand
14 und dem Sackende 1 gebildeten Sackecke und der Quermittellinie 43 des Sackendes
1 liegen.
1. Packmittel für schüttfähiges Füllgut, aus Papier, Kunststoffolie oder dgl. flexiblem
Material, in Form eines an beiden Enden (1,2) geschlossenen Sackes oder Beutels, in
dem für eine Entnahme von Füllgut aus seinem Füllraum in einem Übergangsbereich zwischen
einem der beiden geschlossenen Sackenden (1,2) und der angrenzenden Schmalseitenwand
(15) des Sackes vom Verbraucher eine Schüttöffnung herzustellen ist, dadurch gekennzeichnet, daß in einem der herzustellenden Schüttöffnung im wesentlichen diagonal gegenüberliegenden
Bereich des anderen (1) der beiden geschlossenen Sackenden (1,2) eine Haltevorrichtung
(23;23') aus ihrerseits flexiblem Material vorgesehen ist, die normalerweise innerhalb
der Außenkontur des Sackes verläuft, jedoch zur Durchführung einer Füllgutentnahme
mit einem einen außenseitigen Haltegriff (35) bildenden Teilstück aus dem Sack herausziehbar
ist.
2. Packmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung (23;23') von einem flexiblen Längsstreifen (24;24') gebildet
ist, ausgehend von dessen Querrändern (25,26) Befestigungsstellen (27,28) mit dem
Sackmaterial gebildet sind, und daß der Längsstreifen (24;24') in seiner Länge ein
Übermaß zwischen seinen beiden Befestigungsstellen (27,28) aufweist.
3. Packmittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Längsstreifen (24;24') in einem Längenbereich zwischen seinen beiden Befestigungsstellen
(27,28) mit einer sein Längenübermaß aufnehmenden Materialspeicherfalte (29) versehen
ist.
4. Packmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das den Haltegriff (35) bildende Teilstück der Haltevorrichtung (23;23') mittels
eines Entnahmeschlitzes (36) aus dem Sack herausziehbar ist.
5. Packmittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Entnahmeschlitz (36;36') durch Auftrennen einer Perforations- oder dgl. Materialschwächungslinie
im Sackmaterial zu bilden ist.
6. Packmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung (23) an der Sackinnenseite befestigt und innenseitig von einem
seinerseits an der Sackinnenseite befestigten inneren Abdeckblatt (30) übergriffen
ist.
7. Packmittel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckblatt (30) mit dem ihm zugewandten Bereich der Sackinnenseite eine allseitig
geschlossene Aufnahmetasche für die Haltevorrichtung (23) bildet.
8. Packmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung (23) in das geschlossene Sackende (1), insbesondere einem Formboden,
eingearbeitet und außenseitig von einem auf der Außenseite des geschlossenen Sackendes
(1) befestigten äußeren Abdeckblatt (7) übergriffen sowie mit diesem fest verbunden
ist.
9. Packmittel nach Anspruch 8 in Verbindung mit Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Materialspeicherfalte (29) Z-förmig ausgebildet und ihre an das äußere Abdeckblatt
(7) angrenzende äußere Teillänge (39) fest mit diesem verbunden ist, während ihre
innere Teillänge (40) von einer Verbindung mit dem Material des geschlossenen Sackendes
(1) freigehalten ist.
10. Packmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schüttöffnung von einem Auslaufteil (18) für das Füllgut vorgegeben ist, der
einen entlang einer an das geschlossene Sackende (2) angrenzenden Querfaltlinie (19)
aus der Schmalseitenwand (15) zur Bildung der Schüttöffnung herausfaltbaren Materiallappen
umfaßt.
11. Packmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden geschlossenen Sackenden (1,2) jeweils die Form eines Kreuz-, Klotz- oder
dgl. Formbodens aufweisen, wobei der im Bereich eines seiner beiden Hälften die Haltevorrichtung
(23;23') aufweisende Formboden in seiner anderen Hälfte endseitig mit einem Füllventil
(17) zum Befüllen des Sackes versehen ist.
12. Packmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das dem die Haltevorrichtung (23;23') aufweisenden geschlossenen Sackende (1) gegenüberliegende,
seinerseits geschlossene Sackende (2) mit einem Traggriff (13) zum Transport des gefüllten
Sackes von Hand versehen ist.
1. Packing means for pourable filling material, the packing means manufactured from paper,
plastic film or similar flexible material, in the form of a carrier bag or bag sealed
at both ends (1, 2), in which a pouring opening must be made by the consumer for removing
filling material from a filling space in a transitional area between one of the two
sealed bag ends (1, 2) and the adjacent narrow side wall (15) of the bag, characterised in that a holding device (23; 23'), also of flexible material, is provided in one area of
the other (1) of the two sealed bag ends (1, 2) essentially diagonally opposite the
pouring opening to be produced, which device runs inside the outer contour of the
bag, but can be removed from the bag in order to empty the pouring material with a
handle (35) provided on the outside.
2. Packing means according to claim 1, characterised in that the holding device (23; 23') is formed from a flexible longitudinal strip (24; 24'),
in that fastening points (27, 28) are formed with the bag material starting from the transverse
ends (25, 26) of this strip, and in that the longitudinal strip (24; 24') exhibits over its length an over-dimension between
its two fastening points (27, 28).
3. Packing means according to claim 2, characterised in that the longitudinal strip (24; 24') is provided with a material storage fold (29) to
receive its length over-dimension in a longitudinal area between its two fastening
points (27, 28).
4. Packing means according to one of claims 1 to 3, characterised in that the part of the holding device (23; 23') forming the handle (35) can be removed from
the bag by means of a withdrawal slot (36).
5. Packing means according to claim 4, characterised in that the withdrawal slot (36; 36') may be formed by tearing along a perforation or similar
material weakening line in the bag material.
6. Packing means according to one of claims 1 to 5, characterised in that the holding device (23) is secured on the inside of the bag and is on the inside
overlapped by an inner cover sheet (30) also secured to the inside of the bag.
7. Packing means according to claim 6, characterised in that the cover sheet (30) forms with the area of the bag interior facing it a receiving
pocket that is sealed on all sides for the holding device (23).
8. Packing means according to one of claims 1 to 5, characterised in that the holding device (23) is worked into the sealed bag end (1), in particular a moulded
bottom, and is overlapped on the outside by an outer cover sheet (7) secured on the
outside of the sealed bag end (2) and is securely connected to it.
9. Packing means according to claim 8 in conjunction with claim 3, characterised in that the material storage fold (29) is Z-shaped in design and in that its outer partial length (39), adjacent to the outer cover sheet (7) is securely
connected to it, whilst its inner partial length (40) is kept clear of a connection
to the material of the sealed bag end (1).
10. Packing means according to one of claims 1 to 9, characterised in that the pouring opening is formed by an outlet section (18) for the filling material,
which section includes a patch of material that can be folded out of the narrow side
wall (15) along a transverse folding line (19) adjacent to the sealed bag end (2)
to form the pouring opening.
11. Packing means according to one of claims 1 to 10, characterised in that the two sealed bag ends (1, 2) each exhibit the shape of a cross, block or similar
moulded bottom, the moulded bottom exhibiting the holding device (23; 23') in the
area of one of its two halves, being provided with a filling valve (17) in its other
half, on the end, for filling the bag.
12. Packing means according to one of claims 1 to 11, characterised in that the sealed bag end (2) opposing the sealed bag end (1) exhibiting the holding device
(23; 23') is provided with a handle (13) for transporting the filled bag by hand.
1. Moyen d'emballage pour un produit de remplissage déversable, constitué de papier,
d'une feuille de matériau synthétique ou d'un matériau souple similaire, sous la forme
d'un sac ou d'un sachet fermé aux deux extrémités (1,2), dans lequel, pour retirer
du produit de remplissage de son espace de remplissage, l'utilisateur devra ménager
une ouverture de déversement dans une zone de transition entre une des deux extrémités
fermées (1,2) du sac et la paroi latérale étroite limitrophe (15) du sac, caractérisé en ce qu'il est prévu, dans une zone de l'autre (1) des deux extrémités fermées (1,2) du sac
opposée sensiblement en diagonale à l'ouverture de déversement à ménager, un dispositif
de retenue (23;23') constitué d'un matériau souple pour sa part, qui s'étend normalement
à l'intérieur du contour externe du sac, mais peut être extrait du sac au moyen d'un
élément formant une prise de retenue externe (35) pour procéder à un retrait de produit
de remplissage.
2. Moyen d'emballage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de retenue (23;23') est formé d'une bande longitudinale souple (24;24'),
en ce que des emplacements de fixation (27,28) avec le matériau du sac sont formés à partir
de ses bords transversaux (25,26) et en ce que la bande longitudinale (24;24') présente sur sa longueur un excès entre ses deux
emplacements de fixation (27,28).
3. Moyen d'emballage selon la revendication 2, caractérisé en ce que la bande longitudinale (24;24') est pourvue, dans une zone longitudinale comprise
entre ses deux emplacements de fixation (27,28), d'un pli de matériau accumulé (29)
recevant sa surlongueur.
4. Moyen d'emballage selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la pièce partielle du dispositif de retenue (23;23') formant la prise de retenue
(35) peut être retirée du sac au moyen d'une fente de retrait (36).
5. Moyen d'emballage selon la revendication 4, caractérisé en ce que la fente de retrait (36;36') peut être formée par séparation d'une ligne de perforation
ou d'une ligne d'affaiblissement de matériau similaire.
6. Moyen d'emballage selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le dispositif de retenue (23) est fixé sur la face interne du sac et est recouvert,
côté intérieur, par une feuille de recouvrement interne (30) fixée pour sa part à
la face interne du sac.
7. Moyen d'emballage selon la revendication 6, caractérisé en ce que la feuille de recouvrement (30) forme avec la zone de la face interne du sac tournée
vers celle-ci une poche réceptrice fermée de toutes parts pour le dispositif de retenue
(23).
8. Moyen d'emballage selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le dispositif de retenue (23) est intégré dans l'extrémité fermée (1) du sac, en
particulier un fond façonné, et recouvert extérieurement par une feuille de recouvrement
externe (7) fixée à la face externe de l'extrémité fermée (1) du sac et également
raccordé solidement à celle-ci.
9. Moyen d'emballage selon la revendication 8 en liaison avec la revendication 3, caractérisé en ce que le pli de matériau accumulé (29) a une forme en Z et en ce que sa longueur partielle (39) limitrophe de la feuille de recouvrement externe (7) est
liée solidement à celle-ci, tandis que sa longueur partielle interne (40) est maintenue
libre d'une liaison avec le matériau de l'extrémité fermée (1) du sac.
10. Moyen d'emballage selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'ouverture de déversement est munie d'un élément de sortie (18) pour le produit
de remplissage, qui comprend une patte de matériau qui peut se déplier, le long d'une
ligne de pliage transversale (19) limitrophe de l'extrémité fermée (2) du sac, de
la paroi latérale étroite (15) pour former l'ouverture de déversement.
11. Moyen d'emballage selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que les deux extrémités fermées (1,2) du sac ont chaque fois la forme d'un fond en croix,
en bloc ou d'un fond façonné similaire, le fond façonné présentant le dispositif de
retenue (23;23') dans la zone d'une de ses deux moitiés étant pourvu, dans son autre
moitié côté extrémité, d'une soupape de remplissage (17) pour remplir le sac.
12. Moyen d'emballage selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que l'extrémité pour sa part fermée (2) opposée à l'extrémité fermée (1) du sac présentant
le dispositif de retenue (23;23') est pourvue d'une poignée de transport pour le transport
du sac rempli à la main.