(19)
(11) EP 0 901 110 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
10.03.1999  Patentblatt  1999/10

(21) Anmeldenummer: 98250301.3

(22) Anmeldetag:  26.08.1998
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6G07D 1/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 03.09.1997 DE 19739459

(71) Anmelder: F. Zimmermann GmbH & Co. KG
10785 Berlin (DE)

(72) Erfinder:
  • Zimmermann, Thomas
    14195 Berlin (DE)

(74) Vertreter: Lüke, Dierck-Wilm, Dipl.-Ing. 
Gelfertstrasse 56
14195 Berlin
14195 Berlin (DE)

   


(54) Verfahren zum Brtrieb eines Kassenterminals und Kassenterminal


(57) Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Betrieb eines Kassenterminals und auf ein Kassenterminal, insbesondere zur Selbstbedienung in Spielcasinos, mit Banknotenannahme- und Münzenein- und -auszahlungs-Einrichtungen sowie mit mindestens einem Münzenbehälter. Um das Kassenterminal mit hoher Arbeitsgeschwindigkeit und großer Aufnahmekapazität für Münzen auszubilden, werden die Münzen (17) von unten aus dem mindestens einen Münzenbehälter (2) nach oben gefördert und die Ausgabe der Münzen (17) erfolgt oberhalb des mindestens einen Münzenbehälters (2) an mindestens einem Auslaß (19, 20, 21).




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Betrieb eines Kassenterminals und auf eine Kassenterminal, insbesondere zur Selbstbedienung, für Spielcasinos gemäß den Merkmalen des Oberbegriffes der Patentansprüche 1 bzw. 3.

[0002] Kassenterminals zur Selbstbedienung sind in Spielcasinos in Form von Wechselautomaten bekannt. Der Kunde kann dort eine Banknote in Münzen wechseln. Alle anderen Wünsche des Kunden müssen vom Personal manuell und halbautomatisch erfüllt werden, z.B. das Rückwechseln von Münzen. Nachteilig sind der notwendige Personalbedarf in den Casinos zum häufigen Auffüllen der Wechselautomaten mit Münzen und das damit verbundene Risiko beim Münzentransport durch das Spielcasino, sowie die geringe Arbeitsgeschwindigkeit und die geringe Aufnahmekapazität der aufgestellten Wechsler für Münzen.

[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Betrieb eines Kassenterminals und ein kompaktes, modular aufgebautes und ergonomisch gestaltetes Kassenterminal, insbesondere Selbstbedienungs-Kassenterminal, mit hoher Arbeitsgeschwindigkeit und großer Aufnahmekapazität für Münzen zu schaffen.

[0004] Die Lösung der Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen der Patentansprüche 1 bzw. 3. Durch die Ausgabe der Münzen oberhalb des Münzenbehälters werden diese in einfacher Weise von unten nach oben gefördert, so daß das Gewicht des schweren Münzenbehälters bodennah verbleibt. Durch die Verwendung eines Münzenliftes zur vertikalen Münzförderung werden eine kompakte Bauweise und eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit erreicht. Die Ausstattung des Münzenliftes mit mindestens einem Auslaß gewährleistet die Erfüllung wichtiger Funktionen des Kassenterminals, wie eine schnelle und sichere Verarbeitung der Münzen.

[0005] Das Kassenterminal ist mit einer großen Aufnahmekapazität für Münzen ausgestattet und ermöglicht eine Zirkulation der Münzen im System für Ein- und Auszahlvorgänge und eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit sowie das Wechseln von Banknoten in Münzen und umgekehrt, wobei Echtheitsprüfung und Rückgabe von Falsifikaten bei Banknoten und Münzen gewährleistet sind.

[0006] Ein Auslaß am Ende der Sortierstrecke dient zum Abfüllen der Münzen in Behältnisse wie Abfüllbeutel oder dgl. auf der Rückseite des Kassenterminals, die für den Kunden nicht zugänglich ist. Dieser Auslaß kann über eine Münzweiche oder einen vierten Auslaß auch dazu verwendet werden, Münzen an den Kunden auf der Vorderseite des Kassenterminals auszuzahlen. Ein weiterer Auslaß dient zum Aussortieren von Münzen, die im Kassenterminal bleiben, wie z.B. das Restgeld beim Wechseln von Münzen in Banknoten durch den Kunden. Ein noch weiterer Auslaß wird zur Münzenrückführung auf die Sortierstrecke zwecks Befüllung der Münzenbehälter verwendet.

[0007] Der erfindungsgemäße Münzenbehälter mit Ablenkblechen ist in Verbindung mit Schwingförderern in der Lage, eine große Menge an Münzen zu speichern und in kleinen Mengen zuverlässig wieder abzugeben und gewährleistet eine kompakte Bauweise. Die Entleerung des Münzenbehälters erfolgt mittels der Schwingförderer.

[0008] Erfindungsgemäß sind die schweren Münzbehälter im unteren Bereich des Kassenterminals unterhalb der Münzenausgabe angeordnet. Die Münzen werden zur Ausgabe nach oben transportiert. Dadurch können die Münzenbehälter fast beliebig groß gewählt werden, sodaß eine einfache und bequeme Befüllung möglich ist. Die Statik des gesamten Kassenterminals wird durch die Verlagerung des Schwerpunktes nach unten günstig beeinflußt. Die Münzenzausgabe ist für den Benutzer in angenehmer Höhe ergonomisch günstig angeordnet.

[0009] Damit das Kassenterminal nicht laufend durch volle Münzenbehälter außer Betrieb geht, ist bei der Einund Auszahlung von Münzen eine Zirkulation der Münzen vorgesehen. Alle Ein- und Auszahlvorgänge erfolgen aus einem Münzenbehälter, so daß eingenommene Münzen dem Kunden aus dem gleichen Münzenbehälter auch wieder zurückgegeben werden. Dadurch bildet sich im Kassenterminal ein Gleichgewicht der Münzen heraus, so daß Eingriffe von außen nur gelegentlich, z.B. zur Wartung oder dgl., notwendig werden.

[0010] Erfindungsgemäß erfolgt die Ausscheidung von Münzen aus dem Kassenterminal im oberen Bereich der vertikalen Führungsbahn mit höchster Genauigkeit, indem die bereits in der vorgelagerten horizontalen Führungsbahn getroffene Vorentscheidung in der vertikalen Führungsbahn noch einmal überprüft und zur Entscheidung geführt wird, die ausgewählte Münze im Kassenterminal zu belassen oder auszusortieren.

[0011] Die Einführung des Selbstbedienungs-Kassenterminals in Spielcasinos führt durch höhere Fördergeschwindigkeiten zur schnelleren Versorgung der Kunden mit Münzen und zur Vermeidung von Warteschlangen bei der Rückwechslung von Münzen. Durch die automatische, maschinelle Erkennung und Abweisung von Banknoten- und Münzenfalsifikaten werden eine höhere Sicherheit und alle Anforderungen an ein funktionsfähiges Selbstbedienungs-Kassenterminal erfüllt. Die Abweisung von Falsifikaten ist auch bei hohen Verarbeitungsgeschwindigkeiten gewährleistet. Mit dem erfindungsgemäßen Kassenterminal zur Selbstbedienung in modularer Bauweise mit Bedienerführung über einen Benutzer-Computer mit einem Display mit Touchscreen
  • können die Baugruppen zur Wartung einfach und schnell ausgetauscht werden,
  • ist eine komfortable Bedienung über Display mit Touchscreen möglich,
  • können Banknoten in Münzen, Münzen in Banknoten und Banknoten in Banknoten gewechselt werden,
  • können mehrere Münzensorten verarbeitet werden,
  • werden Münzen und Banknoten auf Echtheit geprüft und Falsifikate dem Kunden zurückgegeben,
  • werden alle Transaktionen gespeichert und ausgewertet,
  • können weitere Kassenterminals vernetzt werden,
  • werden Störungen selbständig erkannt und führen zur Abschaltung des Kassenterminals.


[0012] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

[0013] Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles eines Kassenterminals mit einem Münzenlift und mehreren Münzenbehältern näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1
die Vorderansicht des Kassenterminals mit gestrichelt eingezeichneten Baugruppen,
Fig. 2
die Seitenansicht,
Fig. 3
die Rückansicht,
Fig. 4
die Vorderansicht des Münzenliftes,
Fig. 5
die Seitenansicht des unteren Teils,
Fig. 6
die Seitenansicht des oberen Teils,
Fig. 7
den Münzenbehälter in der ersten Ausführungsform,
Fig. 8
den Münzenbehälter in der zweiten Ausführungsform,
Fig. 9
den Münzenbehälter nach Fig. 8 von vorne,
Fig. 10
den Münzenbehälter nach Fig. 8 von oben,
Fig. 11
die Draufsicht auf die unter den Münzenbehältern befindlichen Schwingförderer,
Fig. 12
die Vorderansicht der Schwingförderer nach Fig. 11,
Fig.13
die Seitenansicht der Schwingförderer nach Fig. 11 und
Fig. 14
den oberen Teil des Münzenliftes in einer gegenüber Fig. 6 abgewandelten Form.


[0014] Das Kassenterminal gemäß den Darstellungen in den Fig. 1 bis 3 umfaßt ein auf der dem Benutzer dienenden Vorderseite V ergonomisch bauchig nach vorne gewölbtes Gehäuse 1 mit einem Aufsatzteil 44, in denen die für die Funktion wichtigen Baugruppen untergebracht sind: vier große Münzenbehälter 2 auf der rechten Seite mit darunterangeordnetem Schwingförderer 50 und Drehteller 34 für die Münzen 17; ein kleiner Münzenbehälter 5 für Zwischensortierungen links neben den großen Münzenbehältern 2; ein Sortierlaufwerk 9 für Münzen 17 oberhalb der Münzenbehälter 2; ein Münzenlift 3 mit seiner horizontalen Münzenförderstrecke 33 unter den Münzenbehältern 2, 5 und der bis in das Aufsatzteil 44 des Gehäuses 1 reichenden vertikalen Führungsbahn 15 links neben dem kleinen Münzenbehälter 5 und einer die Führungsbahnen 15, 33 verbindenden Umlenkbahn 35; ein Münzenbecher 11 im Aufsatzteil 44 links neben dem oberen Ende der vertikalen Führungsbahn 15 des Münzenliftes 3; ein Münzenannahmebehälter 51 in der Mitte des Aufsatzteiles 44; eine Banknotenannahme 7 auf der rechten Seite des Aufsatzteils 44;eine Geldschein-WechselgeldAusgabe 4 unter bzw. vor dem Münzenbecher 11 am oberen Ende einer Geldscheinbearbeitungsvorrichtung 68; einen Münzenwechselgeldkasten 52 und eine Fremdmünzenausgabe 6 im Zentrum des Gehäuses 1; einen Kundencomputer 8 mit Display und Touchscreen in der Mitte auf der Vorderseite V des Aufsatzteiles 44 sowie ein Administrations-Computer 10 zur Steuerung aller Funktionen auf der in Fig. 3 dargestellten Rückseite R des Gehäuses 1, auf der mehrere verschließ- und schwenkbare Türen 45 am Gehäuse 1 und ein Auslaß 21 zur Münzenabfüllung in Beutel angeordnet sind.

[0015] Es wird nun der Münzenlift 3 aus horizontaler und vertikaler Führungsbahn 33 bzw. 15 näher beschrieben. Die Münzen 17 gelangen aus einem Münzenbehälter 2 auf eine mit einem Schwingungserzeuger 36 versehene, unterhalb des Münzenbehälters 2 angeordnete Münzenschale 23 und von dort auf den an diese anschliessenden, mittels eines Antriebsmotors 59 über einen Riementrieb 65 angetriebenen Drehteller 34 (Fig.7), von dort auf die anschliessende untere horizontale Führungsbahn 33 (Fig. 4), über eine viertelkreisförmige Umlenkbahn 35 (Fig. 4) auf die vertikale Führungsbahn 15 (Fig. 4, 5 und 6). Die horizontale Führungsbahn 33, die Umlenkbahn 35 und die vertikale Führungsbahn 15 bestehen aus Bandstahl mit beidseits aufgebrachten Führungsschienen 46, 47, deren Abstand etwas größer ist als der Durchmesser der größten zu fördernden Münze 17.Auf die Führungsschienen 46, 47 sind Führungen 48 aufgeschraubt, deren Innenkanten in einem geringeren Abstand voneinander stehen als der Abstand der Innenkanten der Führungsschienen 46, 47. Es wird somit auf den Führungsbahnen 15, 33 und der Umlenkbahn 35, den Führungsschienen 46, 47 und den Führungen 48 ein C- bzw. U-förmiger Führungskanal 43 für Münzen 17 gebildet (Fig.5, 6). Der Führungskanal 43 wird zwischen einer linken Führungskante 40 und einer rechten Führungskante 41 (gestrichelte Linien in Fig. 5, 6) gebildet.

[0016] Um zu ermöglichen, daß die Münzen 17 über die Auslässe 19 und 20 ausgegeben werden können, muß sichergestellt sein, daß die Münzen 17 an der rechten Führungskante 41 als Bezugskante laufen. Dies wird durch eine in der vertikalen Führungsbahn 15 angeordnete Schikane 39 bewirkt. Diese ist durch Ausbuchtungen der Führungskanten 40, 41 bis zu den Außenkanten 42, 43 gebildet. Der Abstand D zwischen der im Bereich der Schikane 39 liegenden Außenkanten 42, 43 der Ausbuchtungen der Führungskanten 40, 41 ist so gewählt, daß die kleinste zu fördernde Münze 17 nach rechts an die als Bezugskante dienende rechte Führungskante 41 gelenkt wird und nicht geradeaus durch die Schikane 39 hindurch-laufen kann. Dadurch ist gewährleistet, daß die Münzen 17 sich an der rechten Führungskante 41 befinden. Durch die leichte Schrägführung des Transportriemens 49 auf die als Bezugskante dienende rechte Führungskante 41 zu wird erreicht, daß die Münzen 17 die rechte Führungskante 41 nicht verlassen.

[0017] Da die Haftreibung zwischen dem durch Umlenkrollen 66 und federnde Andrückrollen 67 geführten Transportriemen 49 und den Münzen 17 größer ist als die Gleitreibung zwischen den Münzen 17 und den Führungsbahnen 33, 15 sowie der Umlenkbahn 35, werden die Münzen 17 nahezu schlupffrei zunächst horizontal geführt, dann im Bereich der viertelkreisförmigen Umlenkbahn 35 in eine vertikale Richtung umgelenkt und anschließend entlang der vertikalen Führungsbahn 15 vertikal aufwärts gefördert, wobei aufgrund der größeren Haftreibung zwischen Münze 17 und Transportriemen 49 und der geringeren Gleitreibung zwischen Münze 17 und Führungsbahnen 15, 33 eine problemlose Vertikalförderung der Münzen 17 bis zum oberen Auslaß 38 der vertikalen Führungsbahn 15 und dann zum Auslaß 21 (Fig. 3) auf der Rückseite R des Kassenterminals zum Abfüllen von Münzen 17 in Beutel erfolgt.

[0018] Im Bereich der unteren horizontalen Führungsbahn 33 kann mittels einer nicht dargestellten Erkennungs- und Zähleinrichtung eine Erkennung und Zählung der Münzen 17 erfolgen, während die Sortierung und Ausgabe der Münzen 17 im Bereich der vertikalen Führungsbahn 15 (Fig. 4) im Münzenlift 3 erfolgen. Die horizontalen und vertikalen Führungsbahnen 33, 15 sind identisch aufgebaut. Die Transportriemen 49 werden durch einen vom Antriebsmotor 59 betriebenen Kettenantrieb 16 ziehend angetrieben. Entsprechend der Darstellung in der Fig. 6 weist die vertikale Führungsbahn 15 des Münzenliftes 3 eine Aussortiervorrichtung 12 auf. An dieser Stelle wird für jede Münze 17 einzeln entschieden, ob diese auf der Führungsbahn 15 bleibt oder über einen der Auslässe 19, 20, 38 aussortiert wird.

[0019] Sobald die in der horizontalen Führungsbahn 33 angeordnete Erkennungs und Zähleinrichtung eine Münze 17 festgestellt hat, die auf der Führungsbahn 15 bleiben soll, wird die Aussortierung in Auftrag gegeben. Nachdem diese Münze 17 eine zweite Erkennungseinrichtung 53 in der vertikalen Führungsbahn 15 passiert hat, wird die Aussortiervorrichtung 12 aktiviert, d.h. es wird ein in dieser angeordneter Elektromagnet erregt, der einen horizontalen Stift 14 in die Führungsbahn 15 der Münze 17 so bewegt, daß die Münze 17 von der als Bezugskante dienenden Führungskante 41 und damit aus der Führungsbahn 15 ausgelenkt wird. Die Münze 17 kippt in die Auslaßöffnung 19 und wird durch das Münzenabweiselement 18 auf eine nicht dargestellte Rutsche gelenkt und von dort auf das Sortierlaufwerk 9 (Fig. 1) zurückgeführt.

[0020] Die von der Aussortiervorrichtung 12 durchgelassenen Münzen 17 werden zum Auslaß 20 für den Geldrücklauf weitergefördert und können dort in einen Schacht gefördert werden, der durch einen Servomotor 22 geöffnet oder geschlossen wird. Aus dem Schacht kann der Kunde die angeforderten Münzen 17 entnehmen. Wenn der Geldrücklaufschacht geschlossen ist, werden die Münzen 17 bis zum Auslaß 38 am Ende der vertikalen Führungsbahn 15 gefördert und über den Auslaß 21 (Fig. 3) entnommen und gegebenenfalls in die Spielautomaten des Casinos zurückgeführt. Der Auslaß 21 ist auf der Rückseite R des Kassenterminals (Fig. 3) angeordnet und für die Kunden nicht zugänglich. Eine notwendig werdende Entleerung des Münzbehälters 2 erfolgt von der Rückseite R des Kassenterminals durch den Betreiber über eine dort ausgebildete Bedienkonsole. Über diese können ebenfalls Münzensorten gewählt und abgefüllt werden.

[0021] Bei einer vom Kunden gewünschten Ein- oder Auszahlung von Münzen bzw. Banknoten werden vom Computer 8 für die Kunden und vom Computer 10 für die Administration alle notwendigen Befehle an die Baugruppen des Kassenterminals ausgegeben, um die Ein- bzw. Auszahlung durchzuführen.

[0022] Bei einer Auszahlung von Münzen 17 wird durch den Kunden eine Banknote in die Banknotenannahme 7 auf der rechten Vorderseite V des Aufsatzteiles 44 eingegeben. Am Display mit Touchscreen des Computers 8 wird die gewünschte Münzensorte ausgewählt. Daraufhin werden Münzen 17 aus einem der vier Münzenbehälter 2 mittels des zugehörigen Schwingförderers 50 (Fig. 7) über den Drehteller 34 auf die horizontale Führungsbahn 33 des Münzenlifts 3 gefördert.Aus diesem gelangen die Münzen 17 über den Auslaß 38 am oberen Ende der vertikalen Führungsbahn 15 in den Münzenbecher 11. Der Münzenlift 3 wird nach der gewählten und ausgegebenen Münzenmenge angehalten. Die Restgeldrückgabe bei einer Einzahlung erfolgt in ähnlicher Weise, wobei die Münzen 17 über den Auslaß 20 ausgegeben werden.

[0023] Die Aussortiervorrichtung 12 (Fig. 6) wird benötigt, um nur diejenigen Münzen 17 zu den Auslässen 20, 38 (Fig. 6) durchzulassen, die zur Ausgabe gewünscht werden. Dies ist erforderlich, da die Münzenbehälter 2 einseitig offen und unverschließbar sind und jederzeit nicht gewünschte Münzen 17 in den Münzenlift 3 gelangen können. Die ungewollt in den Münzenlift 3 gelangten Münzen 17 werden über die Aussortiervorrichtung 12 auf das Sortierlaufwerk 9 (Fig. 1) aufgegeben und von dort wieder in die Münzenbehälter 2 sortiert

[0024] In herkömmlichen Selbstbedienungs-Kassenterminals bestehen Engpässe durch die zu geringe Aufnahmekapazität der Münzenbehälter 2, die oft zu schnell entleert oder überfüllt sind und den Betriebsablauf stören. Durch eine besondere Ausbildung der vier großen Münzenbehälter 2 (Fig. 7) und des Bereichs der Übernahme der Münzen 17 vom Drehteller 34 auf die untere Führungsbahn 33 des Münzenliftes 3 sowie durch die Anordnung der Münzenbehälter 2 im unteren Bereich des Kassenterminals wird erreicht, daß die Münzenbehälter 2 eine ausreichend große Münzenmenge aufnehmen können und somit einen zuverlässigen Betrieb des Kassenterminals gewährleisten. Durch die Verlagerung des Schwerpunkts in den unteren Bereich des Kassenterminals kann die Größe der Münzenbehälter 2 fast beliebig gewählt werden.

[0025] In der Fig. 7 ist ein Teilstück des unteren Bereichs des Münzenbehälters 2 in der ersten Ausführungsform mit dem Münzenauslaß 29 auf die Geldschale 23 und der Verbindung zur Geldschale 23 gezeigt. Der Münzenbehälter 2 ist für die Aufnahme und Abgabe einer größeren Menge von Münzen 17 mit einem hohen Gewicht ausgebildet. Die Leerung des Münzenbehälters 2 erfolgt mittels des Schwingförderers 50. Zum Fördern mittels Schwingungserzeugern 36 wird üblicherweise ein Gegengewicht zur Masse des Münzenbehälters 2, einschließlich darin befindlicher Münzen 17, benötigt, das größer ist als die Masse aus Münzenbehälter 2 und darin befindlicher Münzen 17. Um eine kompakte Bauweise zu ermöglichen, kann das Gewicht der Münzen 17 und des Münzenbehälters 2 abgefangen werden, um das Gegengewicht unter Gewährleistung der vollen Funktionalität des Schwingförderers 50 zu minimieren.

[0026] Zum Abfangen des Münzengewichts ist im Münzenbehälter 2 ein dachförmiges Ablenkblech 24 so angeordnet, daß seine im wesentlichen rechtwinklig zueinander angeordneten Seitenbleche 27 mit ihren freien Stirnseiten 28 außerhalb des durch den Münzenauslaß 29 gebildeten Bodenauslasses des Münzbehälters 2 liegen, wie es die gestrichelte Linie 30 (Fig. 7) zeigt. Dadurch wird der Münzendruck seitlich abgefangen und auf die Seitenwände 32, 37 des Münzenbehälters 2 verlagert.Die unter dem Münzenauslaß 29 bzw. der Bodenöffnung des Münzenbehälters 2 liegende Geldschale 23 wird entlastet. Bei defektem Schwingungserzeuger 36 läßt sich der Münzenbehälter 2 durch Abklappen einer stirnseitigen Seitenwand 37 oder Tür 63 öffnen, so daß ein bequemes Entnehmen der Münzen 17 möglich ist.

[0027] Das Ablenkblech 24 ist durch ein Langloch 31 justierbar und wird in einem Abstand d von der Bodenöffnung 29 des Münzenbehälters 2 eingestellt, der mindestens zweimal so groß ist wie der größte Durchmesser der im Münzenbehälter 2 befindlichen Münzen 17. Damit wird eine Verkeilung der Münzen 17 im aus den schrägen Flächen 32 des Münzenbehälters 2 gebildeten Münzenauslaß-Trichter verhindert.

[0028] Die Geldschale 23 wird unabhängig vom Münzenbehälter 2 über den Schwingungserzeuger 36 und über Schwingfederelemente 25 gerüttelt. Durch die Anordnung des Ablenkbleches 24 im Münzenbehälter 2 und das damit erzielte Abfangen des Münzengewichtes wird erreicht, daß das notwendige gehäusefeste Gegengewicht 26 unterhalb der Geldschale 23 eine wesentlich geringere Masse aufweist muß als der gefüllte Münzenbehälter 2. Das Gegengewicht 26 ist mit dem Chassis 69 über Gummipuffer 51 verbunden.

[0029] Bei einem Selbstbedienungs-Kassenterminal ist es sehr wichtig, daß Fehlbedienungen nicht zur AußerbetriebSetzung führen. Um Verklemmungen durch Einwurf von Fremdkörpern, wie Kronenkorken oder dgl. zu vermeiden, ist der Drehteller 34 des Sortierlaufwerkes 9 (Fig. 5) mit einem in dieser Ausführungsform nicht dargestellten Klappmechanismus ausgestattet. Über den Klappmechanismus wird der Drehteller 34 entleert und sein mit Fremdkörpern versehener Inhalt an den Kunden in das Geldrückgabefach 6 (Fig. 1) zurückgegeben.

[0030] Die für die Münzen- und Banknotenverarbeitung im Kassenterminal installierten Baugruppen sind gleichermaßen für den Kundenbereich auf der Vorderseite V (Fig. 1) als auch für den Betreiberbereich auf der Rückseite R (Fig. 3) des Kassenterminals nutzbar. Der Betreiber des Kassenterminals kann von der Rückseite R die Entleerung des Kassenterminals ohne Beeinträchtigung seiner Betriebsfähigkeit im laufenden Betrieb auf der für den Kunden zugänglichen Vorderseite V (Fig. 1) vornehmen. Der Kundenbereich hat dabei Priorität.Der Entleerungsvorgang der Münzenbehälter 2 wird unterbrochen, wenn ein Kunde von der Vorderseite V aus dem gerade in der Entleerung befindlichen Behälter 2 Münzen 17 abfordert. Die Bearbeitung des Kundenwunsches wird nur kurzzeitig verzögert, nämlich bis der Entleerungsvorgang unterbrochen und die Priorität des Kundenwunsches wirksam geworden sind.

[0031] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Möglichkeit der Rückgabe des vom Kunden in das Kassenterminal eingebrachten Geldbetrages zu Kontrollzwecken vorgesehen. Der Kunde kann am Touchscreen des Computers 8 die Rückgabe seiner eingeworfenen Münzen 17 bewirken, um z.B. die erfolgte Zählung und die Anzeige des Geldbetrages auf dem Display des Computers 8 durch eine Wiederholung des Vorgangs zu kontrollieren. Dazu ist entsprechend der Darstellung in der Fig. 1 neben den großen Münzenbehältern 2 der kleine Münzenbehälter 5 mit einer nicht gezeigten Ausfallöffnung im Boden vorgesehen. Die vom Kunden eingebrachten Münzen 17 fallen auf das Sortierlaufwerk 9 und werden nach dem Zählvorgang über eine besondere Sortieröffnung in den Münzenbehälter 5 transportiert. Wenn der Kunde den auf dem Display des Computers 8 angezeigte Geldbetrag durch eine entsprechende Tastenberührung nicht akzeptiert, wird im kleinen Münzenbehälter 5 die Bodenklappe geöffnet, und die Münzen 17 fallen auf die horizontale Führungsbahn 33, auf der diese über die vertikale Führungsbahn 15 auf das Sortierlaufwerk 9 hoch transportiert und von dort in die Münzenbehälter 2 sortiert werden.

[0032] Wenn der Kunde den auf dem Display des Computers 8 angezeigten Betrag durch entsprechende Tastenberührung nicht akzeptiert, werden die Münzen 17 aus dem Münzenbehälter 5 auf die horizontale Führungsbahn 33 ausgeworfen und von dort über die vertikale Führungsbahn 3 nach oben in den Becher 11 gefördert.

[0033] Die Figuren 8, 9 und 10 zeigen den großen Münzenbehälter 2 in einer alternativen Ausführungsform, bei der das dachförmige Ablenkblech 24 gemäß Fig. 7 durch eine Mehrzahl von schrägen Ablenkblechen 60 ersetzt ist, die von der Außenseite durch Schlitze in den Seitenwänden 61 des Münzenbehälters 2 hindurchgesteckt und mit den Seitenwänden 61 verschweißt sind, so daß auf der Innenseite des Münzenbehälters 2 keine den Münzenfluß behindernde Verschraubungen vorhanden sind. Die einzelnen Ablenkbleche 60 sind gemäß Fig. 8, 9 und 10 unterschiedlich gestaltet und jeweils schräg nach unten zum Münzenauslaß 29 ausgerichtet angeordnet. Die schrägen Ablenkbleche 60 dienen dazu, das Gewicht der im Münzenbehälter 2 befindlichen Münzen 17 abzustützen, um Verklemmungen, wie Brückenbildungen der Münzen 17 zu vermeiden. Der Münzenauslaß 29 selbst ist bogenförmig bzw. rund ausgebildet, wie es in Fig. 9 dargestellt ist. Dies bewirkt einen günstigen Fluß der Münzen 17 auf die jeweils unterhalb des Münzenbehälters 2 befindliche Geldschale 23 mit Schwingförderer 50.

[0034] Die Fig. 8 zeigt links neben dem Münzenauslaß 29 einen nach unten freihängenden Gummilappen 62, welcher der Münzenführung auf die Geldschale 23 dient. Ferner ist auf der in Fig. 8 gezeigten linken Seite des Münzenbehälters 2 eine Tür 63 angeordnet, die um eine in ihrem unteren Bereich liegende, im wesentlichen horizontal angeordnete Achse schwenkbar ist, um in den Münzenbehälter 2 zwecks Beseitigung von Verklemmungen einzugreifen. Ein in Fig. 8 nach unten ragender Ansatz 64 der Tür 63 dient dazu, ein Herausfallen der Münzen 17 beim Öffnen der Tür 63 zu verhindern.

[0035] Die Figuren 11 bis 13 zeigen den unterhalb der Münzenbehälter 2 befindlichen Schwingförderer 50 mit den zugehörigen Geldschalen 23 und mit diesen zugeordneten Klappen 54, die den darunter befindlichen Drehteller 34 des Münzenliftes 3 U-förmig umgeben. Die unterhalb eines jeden Münzenbehälters 2 angeordneten Geldschalen 23 sind auf der hinteren Seite des Gehäuses 1 durch Winkelbleche 55 abgedeckt. Unterhalb der Geldschalen 23 sind die Schwingungserzeuger 36 der jeweiligen Geldschale 23 angeordnet, die über die Schwingfederelemente 25 (Fig.13) und Gummipuffer mit Federelementen am gehäusefesten Gegengewicht 26 angelenkt sind. Die jeder vibrierbaren Geldschale 23 zugeordneten Klappen 54 sind an gehäusefesten Scharnieren 56 gelagert und mittels gehäusefest angeordneter Servomotoren 57 schwenkbar gelagert. Die an der freien Ausgangsseite der jeweiligen vibrierenden Geldschale 23 angeordneten flachen Klappen 54 dienen der Verhinderung des Ausflusses von Münzen 17 aus der jeweils vibrierenden Geldschale 23, in dem die Klappen 54 selbst unabhängig von der vibrierenden Geldschale 23 über die Scharniere 56 gehäusefest gelagert sind. Erst zum Entleeren der jeweiligen, vibrierenden Geldschale 23 auf den Drehteller 34 wird die jeweilige Klappe 54 mittels des Servomotors 57 abgeklappt, um den Münzenfluß auf den Drehteller 34 zu bewirken.

[0036] Die Fig. 12 zeigt noch die zwischen den jeweiligen Scharnieren 56 einer jeden Klappe 54 angeordneten Bügel 58 zur Halterung der jeweiligen Klappe 54.

[0037] Die Fig. 14 zeigt eine alternative Ausführungsform des oberen Endes der vertikalen Führungsbahn 15 des Münzenliftes 3. Hier sind insgesamt vier Auslässe 70 bis 73 angeordnet, deren oberer Auslaß 70 zum Auslaß 21 zur Abfüllung der Münzen 17 in Beutel auf der Rückseite R des Gehäuses 1 führt, deren nächster Auslaß 71 die Münzen 17 zum Münzenbecher 11 auf der Vorderseite V des Gehäuses 1 führt, deren darunter befindlicher Auslaß 72 die Münzen 17 zum Sortierlaufwerk 9 führt und deren unterster Auslaß 73 die Münzen 17 zur Wechselgeldausgabe 52 führt.

BEZUGSZEICHENLISTE



[0038] 
1
Gehäuse
2
Münzenbehälter (groß)
3
Münzenlift
4
Wechselgeldausgabe/Scheinausgabe
5
Münzenbehälter (klein)
6
Fremdmünzenausgabe
7
Geldscheinannahme
8
Computer mit Display und Touchscreen
9
Sortierlaufwerk
10
Computer zur Administration
11
Münzenbecher
12
Aussortiervorrichtung
13
Stift (vertikal)
14
Stift (horizontal)
15
Führungsbahn (vertikale)
16
Kettenantrieb
17
Münze
18
Münzenabweiser
19,20,21
Auslaß
22
Servomotor
23
Geldschale
24
Ablenkblech
25
Schwingfederelement
26
Gegengewicht
27
Seitenblech
28
Stirnseite
29
Münzenauslaß
30
Linie
31
Langloch
32
Münzenauslaßtrichter
33
Führungsbahn (horizontale)
34
Drehteller
35
Umlenkbahn
36
Schwingungserzeuger
37
Seitenwand
38
Auslaß
39
Schikane
40,41
Führungskante
42,43
Außenkante
44
Aufsatzteil
45
Tür
46,47
Führungsschiene
48
Führung
49
Transportriemen
50
Schwingförderer
51
Münzenannahmebehälter
52
Münzenwechselgeldkasten
53
Erkennungseinrichtung
54
Klappe
55
Winkelblech
56
Scharnier
57
Servomotor
58
Bügel
59
Antriebsmotor
60
Ablenkblech
61
Seitenwand
62
Gummilappen
63
Tür
64
Ansatz
65
Riementrieb
66
Umlenkrolle
67
Ahdrückrolle
68
GeldScheinbearbeitungsvorrichtung
69
Chassis
70 - 73
Auslaß
V
Vorderseite
R
Rückseite
d, D
Abstand



Ansprüche

1. Verfahren zum Betrieb eines Kassenterminals, insbesondere zur Selbstbedienung in Spielcasinos, mit Banknotenannahme- und Banknotenausgabe- und Münzenein- und Münzenauszahlungs-Einrichtungen sowie mit mindestens einem Münzenbehälter,
dadurch gekennzeichnet,

daß die Münzen (17) von unten aus dem mindestens einen Münzenbehälter (2) nach oben gefördert werden und die Ausgabe der Münzen (17) oberhalb des mindestens einen Münzenbehälters (2) an mindestens einem Auslaß (19, 20, 21) erfolgt.


 
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Münzen (17) in den mindestens einen Münzenbehälter (2) eingegeben und aus dem mindestens einen Münzenbehälter (2) wieder ausgegeben werden, so daß eine Münzenzirkulation im gemeinsamen Münzenbehälter (2) des Kassenterminals stattfindet.
 
3. Kassenterminal, insbesondere zur Selbstbedienung in Spielcasinos, mit Banknotenannahme- und Banknotenausgabe- und Münzenein- und Münzenauszahlungs-Ein-richtungen und mit mindestens einem Münzenbehälter,
dadurch gekennzeichnet,

daß die Münzen (17) von unten aus dem mindestens einen Münzenbehälter (2) nach oben gefördert werden und die Ausgabe der Münzen (17) oberhalb des mindestens einen Münzenbehälters (2) an mindestens einem Auslaß (19, 20, 21) erfolgt.


 
4. Kassenterminal nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Münzenlift (3) mit seiner horizontalen Führungsbahn (33) unter dem mindestens einen Münzenbehälter (2) und mit seiner vertikalen Führungsbahn (15) neben dem mindestens einen Münzenbehälter (2) angeordnet ist und daß die Münzenausgabe an mindestens einem Auslaß (19, 20, 21) oberhalb des mindestens einen Münzenbehälters (2) erfolgt.
 
5. Kassenterminal nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Münzeneinzahlungs- und Münzenauszahlungs-Einrichtungen mit mindestens einer Münzenerkennungsvorichtung versehen und über den Münzenlift (3) mit horizontalen und vertikalen Führungsbahnen (33,15), über mindestens einen unterhalb der Münzenausgabe (20) im unteren Bereich des Kassenterminals angeordneten und für alle Ein- und Auszahlungsvorgänge gemeinsamen Münzenbehälter (2) und über Computer (8, 10) zur Steuerung der Funktionen aller Baugruppen miteinander verbunden sind, wobei der Münzenlift (3) zur vertikalen Münzenförderung und zur Aussortierung einzelner Münzen (17) in der vertikalen Führungsbahn (15) mehrere Aussortiervorrichtungen (12, 18, 19) zur Entscheidung über den weiteren Verbleib der Münzen (17), eine Münzenausgabe (20) zur Ausgabe von Münzen an einen Nutzer und eine Einrichtung (21) zur Aussortierung der restlichen Münzen (17) aufweist.
 
6. Kassenterminal nach Anspruch 5, dadurch gekenn zeichnet, daß der mindestens eine Münzenbehälter (2) mindestens ein Ablenkblech (24, 60) und eine unterhalb angeordnete Geldschale (23) aufweist, die mit einem Schwingförderer (50) versehen ist.
 
7. Kassenterminal nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Ablenkblech (24) im Münzenbehälter (2) oberhalb der Münzenaustrittsöffnung (29) in einem Abstand (d) angeordnet ist, der mindestens zweimal so groß ist wie der Durchmesser der größten im Münzenbehälter (2) befindlichen Münze (17) und dessen Stirnseiten (28) sich außerhalb der Münzenaustrittsöffnung (29) des Münzenbehälters (2) befinden.
 
8. Kassenterminal nach Anspruch 7, dadurch gekennkennzeichnet, daß das Ablenkblech (24) im Münzenbehälter (2) höheneinstellbar gelagert ist.
 
9. Kassenterminal nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einstellung des Abstandes (d) des Ablenkbleches (24) vom Münzenauslaß (29) eine mit einem Langloch (31) zusammenwirkende Schraubverbindung vorgesehen ist.
 
10. Kassenterminal nach Anspruch 6, dadurch gekennkennzeichnet, daß mehrere Ablenkbleche (60) im Münzenbehälter (2) in unterschiedlichen Höhen schräg nach unten zum Münzenauslaß (29) gerichtet an den Seitenwänden angeordnet sind.
 
11. Kassenterminal nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussortiervorrichtung (12) mittels Magnetkraft drehbare, vertikal und horizontal in der FÜhrungsbahn (15) der Münzen (17) angeordnete Ablenkelemente (Stifte 13, 14) enthält, über die vorherbestimmte Münzen (17) in den Münzenauslaß (19) abgeleitet werden.
 
12. Kassenterminal nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Aussortiervorrichtung (12) in der vertikalen Münztransportstrecke (15) eine Schikane (39) zum Führen der Münzen (17) an die rechte, als Bezugskante dienende Führungskante (41) angeordnet ist.
 
13. Kassenterminal nach einem der Ansprüche 1 bis 12 dadurch gekennzeichnet, daß die für die Münzen- und Banknotenverarbeitung vorgesehenen Baugruppen (2, 3, 4, 6, 7, 9, 33, 35) sowohl für den Kundenbereich auf der Vorderseite des Kassenterminals als auch für den Betreiberbereich auf dessen Rückseite eingesetzt sind, wobei der Kundenbereich vom Betreiberbereich räumlich getrennt ist.
 
14. Kassenterminal nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein weiterer, kleiner Münzenbehälter (5) neben dem mindestens einen Münzenbehälter (2) vorgesehen ist, der über die horizontale Führungsbahn (33) und den Münzenlift (3) mit einem Sortierlaufwerk (9), einem Münzenbecher (11) und dem Münzenbehälter (2) in Wirkverbindung steht, um die Rückzahlung eines eingebrachten Münzenbetrages zu Kontrollzwecken zu ermöglichen.
 
15. Kassenterminal nach Anspruch 5, dadurch gekenn zeichnet, daß der unterhalb des Münzenbehälters (2) angeordnete, mit einem Schwingförderer (50) versehenen Geldschale (23) eine gehäusefest gelagerte, über einen Servomotor (57) ansteuerbare Klappe (54) zur Überführung der Münzen (17) aus der Geldschale (23) auf den darunter befindlichen Drehteller (34) zugeordnet ist.
 




Zeichnung