| (19) |
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(11) |
EP 0 901 894 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.11.2004 Patentblatt 2004/48 |
| (22) |
Anmeldetag: 09.09.1998 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B27N 3/24 |
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| (54) |
Verfahren und Presse zum Verpressen, insbes. kontinuierlichen Verpressen
Process and press for pressing, particularly for continuous pressing
Procédé et presse pour le pressage, en particulier pressage en continu
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FI FR GB IT SE |
| (30) |
Priorität: |
13.09.1997 DE 19740325 03.07.1998 DE 19829741 03.07.1998 DE 19829742
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.03.1999 Patentblatt 1999/11 |
| (60) |
Teilanmeldung: |
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03020741.9 / 1371466 |
| (73) |
Patentinhaber: Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH & Co.KG |
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47803 Krefeld (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Weiss, Horst
47799 Krefeld (DE)
- Sebastian, Lothar, Dipl.-Ing.
44789 Bochum (DE)
- Schürmann, Klaus, Dipl.-Ing.
41363 Jüchen (DE)
- Gawlitta,Werner
5931 GP Tegelen (NL)
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| (74) |
Vertreter: Honke, Manfred, Dr.-Ing. et al |
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Patentanwälte,
Andrejewski, Honke & Sozien,
Theaterplatz 3 45127 Essen 45127 Essen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 4 405 342 DE-C- 4 433 641
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DE-A- 19 518 879 DE-C- 4 433 643
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verpressen von Pressgutmatten zu Pressgutplatten
im Zuge der Herstellung von Spanplatten, Faserplatten und anderen Holzwerkstoffplatten
in einer kontinuierlichen Presse mit einlaufseitig vorkragenden hochbiegeelastischen
Einlaufplatten, welche ein Einlaufmaul bilden, wobei an der oberen/oder unteren Einlaufplatte
zur Einstellung einer Einlaufkontur des Einlaufmauls in vorgegebener Verteilung angeordnete
und gegen Pressenoberteil und/oder Pressenunterteil abgestützte Zylinder-Kolbenanordnungen
angelenkt sind, die über ein Hydrauliksystem mit einer angeschlossenen Steuer-/Regeleinrichtung
betätigt werden.
[0002] Ein Verfahren der eingangs beschriebenen Art wird im großen und ganzen in der deutschen
Patentanmeldung 197 40 325 beschrieben. Die Einstellung der Einlaufkontur eines Einlaufmauls
mittels einer Einrichtung ist auch Gegenstand der deutschen Patentschrift 44 33 641
sowie der deutschen
Offenlegungsschrift 195 18 879.
[0003] Bei den vorerwähnten Verfahren besteht ein Problem darin, dass die Einlaufkontur
einen mehr oder minder fest eingestellten Verlauf aufweist, welcher unterschiedlichen
Betriebsbedingungen beim Verpressen keine Rechnung trägt. Auch sind Überbeanspruchungen
der Einlaufplatten nicht generell ausgeschlossen. - Hier will die Erfindung insgesamt
Abhilfe schaffen.
[0004] Ferner kennt man eine Presse mit Pressenplatten, die unmittelbar oder mittelbar unter
Zwischenschaltung eines Holmes an Arbeitszylinderkolbenanordnungen angeschlossen sind,
die sich ihrerseits am Pressenrahmen abstützen. Dabei dienen die Arbeitszylinderkolbenanordnungen
zur Steuerung der Pressenplatte mit Hilfe eines Steuer- und/oder Regelaggregates über
ein Hydrauliksystem. Hierdurch bildet die obere Pressenplatte gegenüber der in den
Pressenrahmen mittelbar oder unmittelbar festgelegten unteren Pressenplatte einen
Pressspalt definierter Spaltdicke (vgl. DE 44 33 643).
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs beschriebenen
Art und Weise so weiter zu bilden, daß unter Berücksichtigung möglichst optimaler
Einlaufbedingungen für eine zu verpressende Preßgutmatte bei verschiedenen Betriebszuständen
Beschädigungen am Einlaufmaul beispielsweise durch unzulässig hohen Druckaufbau zuverlässig
vermieden werden. Außerdem soll eine zur Durchführung besonders geeignete Vorrichtung
angegeben werden.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung bei einem gattungsgemäßen Verfahren,
daß die Einlaufkontur in Abhängigkeit von zumindest den jeweiligen Preßguteigenschaften,
der jeweiligen Mattenhöhe, der jeweiligen Streudichte des Preßgutes, ggf. einer Vorpreßeinstellung
und der jeweils zu erzeugenden Plattenstärke vorgewählt und mittels zumindest einer
Verformung der oberen/unteren Einlaufplatte erfassender und an die Steuer-/Regeleinrichtung
angeschlossener Platten-Verformungsmeßeinrichtung gesteuert oder geregelt und überwacht
wird. Üblicherweise werden mehrere Platten-Verformungsmeßeinrichtungen eingesetzt,
wobei es sich diesbezüglich um zumindest in vorgegebener Verteilung einerseits auf
der oberen und/oder unteren Einlaufplatte angeordnete Platten-Verformungssensoren,
z. B. Dehnungsmeßstreifen, und zwischen der oberen und unteren Einlaufplatte wirksame
Preßspalt-Wegaufnehmer handeln kann. Dabei wird die jeweilige Einlaufkontur in Abhängigkeit
von in einem Labor ermittelten Kompressionskurven des Preßgutes eingestellt. Die Einstellung
und Überwachung der Einlaufkontur des Einlaufmauls erfolgt in der Regel kontinuierlich
während des Betriebs der Presse. Aus der Verformung des Einlaufmauls bzw. der eingestellten
Einlaufkontur des Einlaufmauls lassen sich hieraus resultierende Preßdrücke in den
zu verpressenden Preßgutmatten ermitteln bzw. abschätzen. Dabei werden regelmäßig
die Verformung des Einlaufmauls und die daraus resultierenden Preßdrücke in den zu
verpressenden Preßgutmatten auf Zulässigkeit und/oder Plausibilität hin in der Steuer-/Regeleinrichtung
überprüft. Erst nach Freigabe durch die Steuer-/Regeleinrichtung werden entsprechende
Steuer-/Regelsignale an die Zylinder-Kolbenanordnungen zur Einstellung der Einlaufkontur
des Einlaufmauls übermittelt.
[0007] Im einzelnen wird hierzu das Einlaufmaul in einzelne Bereiche oder Sektionen unterteilt
und hierfür der sich aus der Einlaufkontur ergebende Preßdruck errechnet. Sofern dieser
Preßdruck zu zulässigen Verformungen des Preßgutes bzw. der Preßgutmatten korrespondiert
und auch Beschädigungen des Einlaufmauls durch den sich im Preßgut einstellenden Gegendruck
nicht zu befürchten sind, erfolgt eine Freigabe durch die Steuer-/Regeleinrichtung.
Diese Freigabe bewirkt, daß die Zylinder-Kolbenanordnungen eine entsprechende Verformung
des Einlaufmauls vornehmen. Selbstverständlich wird für den Fall, daß eine zuverlässige
Verformung bereits eingestellt ist, keine Verstellung der Zylinder-Kolbenanordnungen
durchgeführt. Sollte eine unzulässige Einlaufkontur des Einlaufmauls vorliegen, so
besteht entweder die Möglichkeit, diese über die Steuer-/Regeleinrichtung zu korrigieren
oder die Zylinder-Kolbenanordnungen mittels der Steuer-/Regeleinrichtung drucklos
zu schalten. Dies wird üblicherweise im Falle von außerhalb eines zulässigen Bereiches
liegenden Werten für die Verformung des Einlaufmauls und/oder den sich einstellenden
Preßdruck durchgeführt.
[0008] Der durch das Einlaufen der Preßgutmatte in das Einlaufmaul zu erwartende Gegendruck
der Preßgutmatte wird im allgemeinen außerhalb der Presse mittels einer Preßgutmatten-Verformungsmeßeinrichtung
simuliert oder ermittelt. Es besteht aber auch die Möglichkeit, den durch das Einlaufen
der Preßgutmatte in das Einlaufmaul zu erwartenden Gegendruck der Preßgutmatte aus
Anfangsparametern bei der Herstellung der Preßgutmatte, z. B. Streudichte des Preßgutes,
Mattenhöhe sowie evtl. Vorpreßeinstellungen zu errechnen.
[0009] Regelmäßig wird die Einlaufkontur des Einlaufmauls während des Betriebs der Presse
kontinuierlich mittels der Verformungsmeßeinrichtung erfaßt und zusammen mit den sich
einstellenden Preßdrücken in der Preßgutmatte auf Zulässigkeit und/oder Plausibilität
hin überprüft. Für den Fall, daß diese Werte außerhalb eines definierbaren Zulässigkeitsbereiches
liegen, erfolgt die bereits angesprochene Drucklosschaltung der Zylinder-Kolbenanordnungen
oder eine entsprechende Korrektur bzw. Einstellung der Einlaufkontur des Einlaufmauls.
Im Rahmen der Erfindung liegt es schließlich, vorzugsweise den gesamten Preßbereich,
also das Einlaufmaul und die sich daran anschließenden beheizbaren Preßplatten, zu
überwachen. Selbstverständlich können auch die Einlaufplatten im Bereich des Einlaufmauls
beheizbar ausgeführt sein.
[0010] Gegenstand der Erfindung ist auch eine Presse nach Patentanspruch 11. Vorteilhafte
Ausgestaltungen dieser Presse sind in den Patentansprüchen 12 bis 20 beschrieben.
[0011] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen,
daß sich zum einen optimale Einlaufbedingungen für die zu verpressenden Preßgutmatten
unter Berücksichtigung verschiedener Betriebszustände, insbesondere im Hinblick auf
einen wechselnden Aufbau der Preßgutmatte einstellen lassen, zum anderen Beschädigungen
des Einlaufmauls wie der sich hieran anschließenden Preßplatten zuverlässig vermieden
werden. Unter optimalen Einlaufbedingungen sind im Rahmen der Erfindung solche Voraussetzungen
zu verstehen, die das Erreichen hoher (Zeit-) Gradienten für den Weg, die Geschwindigkeit
und/oder die Beschleunigung der Preßgutmatte ermöglichen. D. h., es sollen im Bereich
des Einlaufmauls möglichst optimale Werte für die Verpressung hinsichtlich der Wegund
Geschwindigkeitsänderungen (pro Zeiteinheit) und somit der Beschleunigung erzielt
werden.
[0012] Da die Preßgutmatte im Einlaufmaul und anschließend im Preßspalt gleichsam "verengt"
wird, muß im kontinuierlichen Betrieb diese "Engstelle" mit erhöhter Geschwindigkeit
passiert werden (vgl. Flüssigkeiten und Gase; Bernoulli-Gleichung), so daß sich aus
dieser Geschwindigkeits- und demzufolge Druckzunahme die vorstehenden Erläuterungen
erklären. Jedenfalls dient hauptsächlich das Einlaufmaul dazu, die im Preßspalt für
die kontinuierliche Förderung notwendige Geschwindigkeit zu erreichen und demzufolge
auch für eine entsprechende Druckbeaufschlagung zu sorgen. Dies kann nach Lehre der
Erfindung nunmehr unter optimaler Anpassung an das zu verarbeitende Preßgut erfolgen,
ohne daß Beschädigungen des Einlaufmauls und der hergestellten Spanplatte, Faserplatte
oder Werkstoffplatte zu befürchten sind. Immer ist gewährleistet, daß die das Einlaufmaul
bildenden beheizbaren Einlaufplatten nur im zulässigen Bereich verformt werden. Um
die sich jeweils einstellende Verformung der Preßgutmatte im Zuge des Einlaufens abzuschätzen,
kann entweder extern mit einer Preßgutmatten-Verformungsmeßeinrichtung oder gleichsam
intern mit einem Verformungsmodell gearbeitet werden. Dieses Verformungsmodell berücksichtigt
Anfangsparameter der Preßgutmatte, wie z. B. Streugewicht, Schütthöhe wie evtl. Vorpreßdruck.
Selbstverständlich muß ggf. auch der Feuchtegehalt der Preßgutspäne berücksichtigt
werden.
[0013] Je nach den zu erwartenden Verformungen der Preßgutmatte und den sich hieraus ergebenden
Gegendrücken, kann nun eine Grundeinstellung für die Einlaufkontur des Einlaufmauls
vorgenommen werden. Diese Grundeinstellung läßt sich im Betrieb, praktisch "online"
überprüfen und auf Zulässigkeit und/oder Plausibilität hin abklopfen. Die Plausibilitätsprüfung
kann dabei so erfolgen, daß die an bestimmten Positionen des Einlaufmauls zu erwartenden
Preßdrücke mit beispielsweise von aus Preßspalt-Wegaufnehmern ermittelten Wegmeßwerten
abgeleiteten Preßdrücken verglichen werden.
[0014] Die Berechnung des zu einem bestimmten Preßspalt gehörigen Preßdruckes kann zusammen
mit der sich einstellenden Verformung des Einlaufmauls anhand von Finite-Elemente-Berechnungen
(FE-Berechnungen) abgeschätzt werden. In diesem Zusammenhang läßt sich das Einlaufmaul
mit den Einlaufplatten in eine sogenannte FE-Balkenstruktur mit zwei Freiheitsgraden
(eine Translation, eine Rotation) aufteilen.
[0015] Die Erfindung betrifft ferner eine kontinuierliche Presse zum Verpressen von Preßgutmatten
zu Preßgutplatten, mit Pressenunterteil und Pressenoberteil, im Pressenunterteil und
Pressenoberteil endlos umlaufenden Stahlpreßbändern,
wobei im Pressenunterteil und im Pressenoberteil jeweils zumindest eine Preßplatte
angeordnet ist,
wobei die Stahlpreßbänder an den Preßplatten unter Zwischenschaltung von Wälzkörpern
abgestützt sind,
wobei zur Einstellung der Preßplatten eine Mehrzahl von Zylinderkolbenanordnungen,
insbes. Differentialzylindern, in vorgegebener Verteilung an die obere und/oder untere
Preßplatte unter Bildung jeweils eines Drucksystems mit jeweils einem oder mehreren
Wegaufnehmern angeschlossen und gegen das Pressenoberteil und/oder Pressenunterteil
abgestützt ist,
wobei ein Hydrauliksystem mit einer Steuer- oder Regeleinrichtung und einem Rechner
an die Zylinderkolbenanordnungen angeschlossen ist.
[0016] Der Erfindung liegt die weitere Aufgabe zugrunde, eine kontinuierliche Presse der
eingangs beschriebenen Ausführungsform zu schaffen, bei welcher sich stets optimale
Bedingungen für die zu verpressenden Preßgutmatten einstellen lassen und die Einstellungen
der Preßplatten und/oder Einlaufplatten auf ihre Zulässigkeit ohne konstruktiven Aufwand
überprüft werden können.
[0017] Diese Aufgabe löst die Erfindung bei einer gattungsgemäßen kontinuierlichen Presse
dadurch, daß der Rechner mit den Wegaufnehmern und/oder dem betreffenden Drucksystem
als Überwachungsrechner in Verbindung steht, der in Abhängigkeit von der jeweiligen
Preßplatteneinstellung oder -endstellung die sich aus dem Preßplattenabstand und/oder
Preßplattendruck resultierenden Spannungen auf Plausibilität und eventueller Überlastung
der betreffenden Preßplatte(n) prüft und (nur) bei Zulässigkeit die jeweils gewählte
Preßplatteneinstellung bzw. -endstellung freigibt.
[0018] Bei einer Ausführungsform, bei welcher sich an die Preßplatten einlaufseitig vorkragende
Einlaufplatten unter Bildung eines Einlaufmauls anschließen und zur Einstellung der
Einlaufkontur des Einlaufmauls eine Mehrzahl von Zylinderkolbenanordnungen, insbes.
Differentialzylindern, in vorgegebener Verteilung an die obere und/oder untere Einlaufplatte
unter Bildung jeweils eines Drucksystems mit jeweils einem oder mehreren Wegaufnehmern
angeschlossen und gegen das Pressenoberteil und/oder Pressenunterteil abgestützt ist,
sieht die Erfindung vor, daß der Rechner mit den Wegaufnehmern und/oder dem betreffenden
Drucksystem als Überwachungsrechner in Verbindung steht, der in Abhängigkeit von der
jeweils eingestellten Einlaufkontur die sich aus dem Einlaufplattenabstand und/oder
Einlaufplattendruck ergebenden Spannungen auf Plausibilität und eventueller Überlastung
der betreffenden Einlaufplatte(n) prüft und (nur) bei Zulässigkeit die jeweils eingestellte
Einlaufkontur freigibt.
[0019] Im Rahmen der Erfindung wird nach einem System gearbeitet, welches zunächst für jede
Preßplatte und/oder Einlaufplatte bestimmte Standardeinstellungen in einer Datenbasis
zu den einzelnen Plattentypen kennt. Wird eine Variation der Preßplatteneinstellung
und/oder Einlaufkontur gewünscht, kann eine Bedienungsperson diese Preßplatteneinstellung
vornehmen und/oder Einlaufkontur einstellen. Bevor die daraus resultierenden Verformungen
der Preßplattten und/oder Einlaufplatten an die Maschinensteuerung der erfindungsgemäßen
Presse freigegeben werden, wird die Zulässigkeit der gewünschten Positionen mit Hilfe
des Überwachungsrechners und eines geeigneten Programms überprüft. In diese Überprüfung
gehen allerdings nicht nur die zu erwartenden Verformungen der Preßplatten und/oder
Einlaufplatten ein, sondern es werden auch die aus den zu verpressenden Preßgutmatten
zu erwartenden Gegendrücke einbezogen, um die Zulässigkeit zu bewerten. Aus der Verformung
der Preßplatten und/oder Einlaufplatten und dem Mattengegendruck ergeben sich Spannungen,
welche z. B. auf Basis von Kompressions-Vergleichskurven für die jeweiligen Produkte
(Span, MDF, OSB) berechnet und für die jeweilige Mattenhöhe umgerechnet werden. Daraus
ergibt sich eine funktionale Abhängigkeit von einerseits Einlaufkontur und Pressenspalt
und andererseits Matten- bzw. Produktdruck.
[0020] Erst nach Überprüfung und Freigabe der gewünschten Preßplatteneinstellung und/oder
Einlaufkontur werden die Stellwerte für die einzelnen Zylinderkolbenanordnungen freigegeben.
Die Daten der Wegaufnehmer werden kontinuierlich zurückgelesen und laufend auf Zulässigkeit
geprüft. So kann unmittelbar ein Zustand erkannt werden, welcher zur Beschädigung
der Preßplatten und/oder Einlaufplatten führt. In einem solchen Fall erfolgt Druckabbau
und Notausfahrt. Einfach ausgedrückt wird nach Lehre der Erfindung jede Einstellung
der Preßplatten und/oder Einlaufkontur auf Zulässigkeit bzw. Unzulässigkeit überprüft.
Dabei besteht auch die Möglichkeit, im Falle der Zulässigkeit der Einlaufkontureinstellung
die entsprechenden Sollwerte an die nachgeschalteten Preßplatten weiterzugeben. Folglich
läßt sich das erfindungsgemäße Konzept der Einlaufüberwachung auf die gesamte Presse
und folglich auch deren Preßplatten übertragen. Es lassen sich allerdings auch die
Preßplatten bzw. deren Einstellung unabhängig von der Einlaufüberwachung auf Zulässigkeit
überwachen. - Im Ergebnis sind Überbelastungen und daraus resultierende Beschädigungen
im Bereich der Einlaufplatten und der Preßplatten bei Neueinstellungen der Preßplatten
und/oder der Einlaufkontur bzw. bei unterschiedlichen Betriebsbedingungen nicht länger
zu befürchten, vielmehr wird insoweit eine in konstruktiver Hinsicht verhältnismäßig
einfache und funktionsgerechte Überwachung sowohl des Einlaufbereiches als auch des
Preßbereiches erzielt.
[0021] Ferner sieht die Erfindung vor, daß der Überwachungsrechner bei zulässiger Preßplatteneinstellung
und/oder Einstellung der Einlaufkontur einen Grenzwert für die Preßplatteneinstellung
und/oder die Einlaufkontur in Abhängigkeit von der jeweiligen Mattenhöhe, dem jeweiligen
Mattenmaterial (Span, MDF, OSB) und/oder der jeweils gewählten Plattenenddicke ermittelt.
Insoweit läßt sich also eine unzulässige Einstellung korrigieren und eine zulässige
Einstellung von der jeweiligen Bedienungsperson in Abhängigkeit von verschiedenen
Parametern herbeiführen. Das gilt auch in Bezug auf die Fahrweise der Presse. In diesem
Zusammenhang besteht auch die Möglichkeit, daß der Überwachungsrechner bei unzulässiger
Einstellung der Preßplatten und/oder der Einlaufkontur einen Grenzwert für die Mattenhöhe
und/oder das Mattenmaterial und/oder der Plattenenddicke unter Beibehaltung der gewählten
Preßplatteneinstellung und/oder der eingestellten Einlaufkontur ermittelt. Nach einer
anderen Variante kann der Überwachungsrechner bei unzulässiger Preßplatteneinstellung
und/oder Einstellung der Einlaufkontur auch einen Grenzwert für die Mattengeschwindigkeit
und Mattenbeschleunigung unter Beibehaltung der Preßplatteneinstellung und/oder eingestellten
Einlaufkontur ermitteln. In diesem Fall wird zwangsläufig auch ein Grenzwert für die
Mattenhöhe und/oder das Mattenmaterial erfaßt.
[0022] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Presse in Seitenansicht,
- Fig. 2
- den Presseneinlauf vergrößert im Bereich des Einlaufmauls mit entsprechenden Werten
für den sich einstellenden Preßspalt,
- Fig. 3
- einen Algorithmus des in der Steuer-/Regeleinrichtung ablaufenden Arbeitsprogrammes,
- Fig. 4
- eine abgewandelte kontinuierliche Presse in schematischer Seitenansicht im Einlaufbereich
und
- Fig. 5
- den Gegenstand nach Fig. 4 im Preßplattenbereich.
[0023] In den Figuren 1 bis 3 ist eine kontinuierliche Presse 1 zum Verpressen von Preßgutmatten
2 zu Preßgutplatten im Zuge der Herstellung von Spanplatten, Faserplatten und anderen
Holzwerkstoffplatten dargestellt. Diese Presse 1 weist ein Pressenunterteil 3 und
ein Pressenoberteil 4 auf, und zwar mit im Pressenunterteil 3 und Pressenoberteil
4 endlos umlaufenden Stahlblechpreßbändern 5 sowie mit einem Einlaufmaul E. Im Pressenunterteil
3 und im Pressenoberteil 4 ist jeweils eine beheizbare Preßplatte 6, 7 angeordnet,
von denen nach dem Ausführungsbeispiel die obere Preßplatte 6 gegen die untere Preßplatte
7 zur Einstellung eines Preßspaltes S verstellbar ist. An die Preßplatten 6, 7 schließen
sich einlaufseitig vorkragende, hochbiegeelastische, beheizbare Einlaufplatten 8,
9 unter Bildung des Einlaufmauls E an.
[0024] Die Stahlblechpreßbänder 5 sind an den Preßplatten 6, 7 und den Einlaufplatten 8,
9 unter Zwischenschaltung von Wälzkörpern 10 bzw. Rollstäben abgestützt. Ferner findet
sich eine Vorrichtung 11 zur Einstellung des Einlaufmauls E und eine Vorrichtung 12
zur Einstellung der Einlaufkontur des Einlaufmauls E. Die Vorrichtung 12 zur Einstellung
der Einlaufkontur des Einlaufmauls E weist eine Mehrzahl von doppelt wirkenden Zylinder-Kolbenanordnungen,
im Ausführungsbeispiel Differentialzylindern 13, auf. Die Differentialzylinder 13
sind in vorgegebener Verteilung und nach dem Ausführungsbeispiel einerseits an der
oberen Einlaufplatte 8 und/oder an der unteren Einlaufplatte 9 angelenkt. Andererseits
sind die Differentialzylinder 13 gegen das Pressenoberteil 4 und/oder das Pressenunterteil
3 abgestützt. Die Differentialzylinder 13 sind an ein nicht gezeigtes Hydrauliksystem
und eine Steuer-/Regeleinrichtung 17 angeschlossen. Ferner findet sich zumindest eine
Platten-Verformungsmeßeinrichtung 14, bei welcher es sich nach dem Ausführungsbeispiel
um eine die Einlaufkontur des Einlaufmauls E abtastende Mehrzahl von Preßspaltweg-Aufnehmern
15 und auf die obere/ und untere Einlaufplatte 8, 9 aufgebrachte Verformungssensoren
16, nach der Darstellung Dehnungsmeßstreifen 16, handelt.
[0025] Selbstverständlich besteht an dieser Stelle auch die Möglichkeit, als Plattenverformungsmeßeinrichtung
14 einen abtastenden optischen Sensor, z. B. eine Videokamera, oder eine Lichtquellen-/Detektoreinrichtung
vorzusehen. Natürlich können derartige Maßnahmen auch mit Preßspaltweg-Aufnehmern
15 und/oder Verformungssensoren 16 kombiniert werden. Immer erlaubt die Platten-Verformungsmeßeinrichtung
14 die vorzugsweise rechnergestützte Erfassung und Aufbereitung der Einlaufkontur
des Einlaufmauls E, und zwar unabhängig davon, wie diese Platten-Verformungsmeßeinrichtung
14 im Detail aufgebaut ist. Dies gelingt letztlich dadurch, daß die Platten-Verformungsmeßeinrichtung
14 bzw. nach dem Ausführungsbeispiel die Preßspalt-Wegaufnehmer 15 in Kombination
mit den Dehnungsmeßstreifen 16 an die Steuer-/Regeleinrichtung 17 angeschlossen sind.
Dies gilt nach den vorstehenden Ausführungen auch für die Zylinder-Kolbenanordnungen
bzw. Differentialzylinder 13. Insgesamt realisiert die Steuer-/Regeleinrichtung 17
vorwählbare Einlaufkonturen des Einlaufmauls E und überwacht die Einlaufkontur kontinuierlich
während des Betriebs der Presse 1.
[0026] Nicht gezeigt ist eine externe Preßgutmatten-Verformungsmeßeinrichtung zur Ermittlung
der durch die Einlaufkontur des Einlaufmauls E zu erwartenden Preßgutmattenverformung.
Diese Preßgutmattenverformung wird vielmehr in der Steuer-/Regeleinrichtung 17 hochgerechnet,
und zwar anhand von Anfangsparametern bei der Herstellung der Preßgutmatte, z. B.
Streugewicht, Schütthöhe sowie evtl. Vorpreßdruck. Hieraus läßt sich der zu erwartende
Gegendruck der Preßgutmatte 2 ermitteln.
[0027] Die Verformung des Einlaufmauls E und die daraus resultierenden Preßspalte und damit
die Preßdrücke im zu verpressenden Preßgut 2 sind anhand eines Beispiels in der Fig.
2 dargestellt. Hier ist das Einlaufmaul E vergrößert gezeigt, und zwar mit Werten
für den jeweiligen Preßspalt h
0 bis h
7. Diese Preßspaltmeßwerte lassen sich mit Hilfe der Preßspalt-Wegaufnehmer 15 und/oder
Dehnungsmeßstreifen 16 ermitteln. In Verbindung mit der Plattendicke der Preßgutmatte
2 (nach dem Ausführungsbeispiel 16 mm) und der Streudichte (20 kg/m
3) lassen sich bei einem angenommenen Radius R von ca. 33 m für das Einlaufmaul E (durchgezogene
Kurve) die in Fig. 2 angegebenen zugehörigen Spaltbreiten ermitteln. Dabei wurde von
einer ursprünglichen Stärke der Preßgutmatte 2 von 100 mm ausgegangen. Man erkennt,
daß das Einlaufmaul einen Preßspalt mit anfänglicher Spaltweite von h
0 = 110 mm aufweist, welcher sich bis auf die endgültige Plattendicke von h
7 = 16 mm verringert. Diese unter Zugrundelegung eines Einlaufmauls E mit radialem
Einlauf (R = 33 m) ermittelten "Sollwerte" können mit tatsächlich gemessenen "Istwerten"
verglichen werden (vgl. strichpunktierte Kurve in Fig. 2).
[0028] Die Einlaufkontur des Einlaufmauls E wird während des Betriebs der Presse 1 kontinuierlich
mittels der Verformungsmeßeinrichtung 14 bzw. mit Hilfe der Preßspalt-Wegaufnehmer
15 und/oder der Dehnungsmeßstreifen 16 erfaßt und zusammen mit den sich einstellenden
Preßdrücken in der Preßgutmatte 2 auf Zulässigkeit und/oder Plausibilität überprüft.
Sofern die vorgenannten Werte außerhalb eines Zulässigkeitsbereiches liegen, werden
die Kolben-/Zylinderanordnungen 13 von der Steuer-/Regeleinrichtung 17 drucklos geschaltet
und/oder es erfolgt eine entsprechende Anpassung des Einlaufmauls E. Im Rahmen der
Erfindung liegt es, den gesamten Preßbereich, d. h. sowohl die Einlaufplatten 8, 9
als auch die Preßplatten 6, 7 bzw. das Einlaufmaul E und den Preßspalt S zu überwachen.
[0029] In der Fig. 3 ist anhand eines Algorithmus der prinzipielle Ablauf des erfindungsgemäßen
Verfahrens dargestellt. Anhand einer anfänglichen Datenbasis wird zunächst die Einlaufkontur
des Einlaufmauls E beispielsweise in Abhängigkeit von der zu verpressenden Preßgutmatte
2 eingestellt. D. h., anhand der Zusammensetzung und des Aufbaus der Preßgutmatte
2 wird im einfachsten Fall ein Radius R für das Einlaufmaul E vorgegeben (Sollwerte).
Im Anschluß hieran erfolgt eine Messung des tatsächlichen Preßspaltes, d. h. die Ermittlung
der Werte h
0 bis h
7. Diese gleichsam Istwerte werden mit durch die Plattenstärke, Streudichte usw. vorgegebenen
Sollwerten (s. o.) verglichen und nach Prüfung auf Zulässigkeit entweder geändert
oder in die Datenbasis als gleichsam neue Sollwerte eingeschrieben. Für den Fall,
daß zulässige Werte vorliegen, wird die Steuerungs-/Regeleinrichtung 17 freigegeben.
Die Zylinder-/Kolbenanordnungen 13 werden entsprechend angesteuert und die Preßgutmatte
2 wird zugeführt. Im Anschluß hieran wird die Position der Preßgutmatte laufend überprüft.
Dies gilt auch für die zu Anfang durchlaufende Schleife. Sofern unzulässige Werte
für den Preßspalt bzw. den Preßdruck ermittelt werden, wird die Presse 1 drucklos
geschaltet.
[0030] Bei der Ausführungsform nach den Figuren 4 und 5 sind die Differentialzylinder 13
an ein nicht gezeigtes Hydrauliksystem und eine Steuer-/Regeleinrichtung 18 mit einem
Rechner 19 angeschlossen. Ferner ist eine die Einlaufkontur des Einlaufmauls E abtastende
Mehrzahl von Wegaufnehmern 20 an der oberen und/oder unteren Einlaufplatte 8, 9 vorgesehen.
[0031] Der Rechner steht mit den Wegaufnehmern 20 und/oder dem betreffenden Drucksystem
als Überwachungsrechner 19 in Verbindung. Der Überwachungsrechner 19 prüft in Abhängigkeit
von der jeweils eingestellten Einlaufkontur die sich aus dem Einlaufplattenabstand
und/oder Einlaufplattendruck resultierenden Spannungen auf Plausibilität und eventueller
Überlastung der betreffenden Einlaufplatte(n) 8, 9. Nur bei Zulässigkeit gibt der
Überwachungsrechner 19 die jeweils eingestellte Einlaufkontur frei.
[0032] Stets erlauben die Wegaufnehmer 16 die rechnergestützte Erfassung und Aufbereitung
der Einlaufkontur des Einlaufmauls E und sind dazu an die Steuer-/Regeleinrichtung
18 angeschlossen. Das gilt nach dem Ausführungsbeispiel auch für die Zylinderkolbenanordnungen
bzw. Differentialzylinder 13, welche zu dem Drucksystem gehören. Während die Steuer/Regeleinrichtung
18 die jeweils eingestellten Einlaufkonturen des Einlaufmauls E realisiert, erfolgt
deren Überprüfung auf Zulässigkeit mittels des entsprechend programmierten Überwachungsrechners
19. Falls die aus der Einstellung der Einlaufkontur des Einlaufmauls E resultierenden
Spannungen der Einlaufplatten 8, 9 außerhalb des Zulässigkeitsbereiches liegen, werden
die Zylinderkolbenanordnungen bzw. Differentialzylinder 13 drucklos geschaltet. Im
Rahmen der Erfindung liegt es, den gesamten Preßbereich, d. h. sowohl die Einlaufplatten
8, 9 als auch die Preßplatten 6, 7 bzw. das Einlaufmaul E und den Preßspalt S zu überwachen.
[0033] Denn auch zur Einstellung der Preßplatten 6, 7 ist eine Mehrzahl von Zylinderkolbenanordnungen
21, insbes. Differentialzylindern, in vorgegebener Verteilung an die obere und/oder
untere Preßplatte 6 bzw. 7 unter Bildung jeweils eines Drucksystems mit jeweils einem
oder mehreren Wegaufnehmern 22 angeschlossen und gegen das Pressenoberteil 4 und/oder
Pressenunterteil 3 abgestützt. Für diese Zylinderkolbenanordnungen 21 ist ebenso ein
nicht dargestelltes Hydrauliksystem mit einer Steuer- oder Regeleinrichtung 23 und
einem Rechner 24 vorgesehen. Der Rechner steht mit den Wegaufnehmern 22 und/oder dem
betreffenden Drucksystem als Überwachungsrechner 24 in Verbindung, der in Abhängigkeit
von der jeweiligen Preßplatteneinstellung oder -endstellung die sich aus dem Preßplattenabstand
und/oder Preßplattendruck resultierenden Spannungen auf Plausibilität und eventuell
Überlastung der betreffenden Preßplatte(n) 6 oder 7 prüft und nur bei Zulässigkeit
die jeweils gewählte Preßplatteneinstellung bzw. -endstellung freigibt. Der Überwachungsrechner
19 für die Einstellung der Einlaufkontur kann auch als Überwachungsrechner für die
Preßplatteneinstellung bzw. -endstellung herangezogen werden, so daß man mit einem
Überwachungsrechner 19 oder 24 auskommt.
1. Verfahren zum Verpressen von Preßgutmatten (2) zu Preßgutplatten im Zuge der Herstellung
von Spanplatten, Faserplatten und anderen Holzwerkstoffplatten in einer kontinuierlichen
Presse (1) mit einlaufseitig vorkragenden hochbiegeelastischen Einlaufplatten (8,
9), welche ein Einlaufmaul (E) bilden, wobei an der oberen und/oder unteren Einlaufplatte
(8, 9) zur Einstellung einer Einlaufkontur des Einlaufmauls (E) in vorgegebener Verteilung
angeordnete und gegen Pressenoberteil (4) und/oder Pressenunterteil (3) abgestützte
Zylinder-Kolbenanordnungen (13) angelenkt sind, die über ein Hydrauliksystem mit einer
angeschlossenen Steuer-/Regeleinrichtung (17) betätigt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlaufkontur in Abhängigkeit von zumindest den jeweiligen Preßguteigenschaften,
der jeweiligen Mattenhöhe, der jeweiligen Streudichte (des Preßgutes) ggf. einer Vorpreßeinstellung
und der jeweils zu erzeugenden Plattenstärke vorgewählt und mittels zumindest einer
Verformungen der oberen und/oder unteren Einlaufplatte (8, 9) erfassender und an die
Steuer-/Regeleinrichtung (17) angeschlossener Platten-Verformungsmeßeinrichtung (14)
gesteuert oder geregelt und überwacht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Platten-Verformungsmeßeinrichtungen (14) zumindest in vorgegebener Verteilung
einerseits auf der oberen und/oder unteren Einlaufplatte (8, 9) angeordnete Platten-Verformungssensoren
(16) , z. B. Dehnungsmeßstreifen (16) , und zwischen der oberen und unteren Einlaufplatte
(8, 9) wirksame Preßspalt-Wegaufnehmer (15) eingesetzt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweilige Einlaufkontur in Abhängigkeit von in einem Labor ermittelten Kompressionskurven
eingestellt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung und Überwachung der Einlaufkontur des Einlaufmauls (E) kontinuierlich
während des Betriebs der Presse (1) erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verformung des Einlaufmauls (E) und die daraus resultierenden Preßdrücke in den
zu pressenden Preßgutmatten (2) auf Zulässigkeit und/oder Plausibilität hin in der
Steuer-/Regeleinrichtung (17) überprüft und erst nach Freigabe entsprechende Steuer-/Regelsignale
an die Zylinder-/Kolbenanordnungen (13) zur Einstellung der Einlaufkontur des Einlaufmauls
(E) übermittelt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der durch das Einlaufen der Preßgutmatte (2) in das Einlaufmaul (E) zu erwartende
Gegendruck der Preßgutmatte (2) außerhalb der Presse (1) mit einer Preßgutmatten-Verformungsmeßeinrichtung
simuliert oder ermittelt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der durch das Einlaufen der Preßgutmatte (2) in das Einlaufmaul (E) zu erwartende
Gegendruck der Preßgutmatte (2) aus Anfangsparametern bei der Herstellung der Preßgutmatte
(2), z. B. Streudichte, Mattenhöhe sowie evtl. Vorpreßdruck, errechnet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlaufkontur des Einlaufmauls (E) kontinuierlich mittels der Platten-Verformungsmeßeinrichtung
(14) erfaßt und zusammen mit den sich einstellenden Preßdrücken in der Preßgutmatte
(2) auf Zulässigkeit und/oder Stabilität überprüft wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß im Falle von außerhalb eines Zulässigkeitsbereiches liegenden Werten für die Verformung
des Einlaufmauls (E) und/oder des sich einstellenden Preßdruckes die Zylinder-/Kolbenanordnungen
(13) von der Steuer-/Regeleinrichtung (14) drucklos geschaltet werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der gesamte Preßbereich, also das Einlaufmaul (E) und die sich daran anschließenden
beheizbaren Preßplatten (6, 7) überwacht werden.
11. Presse (1), insbesondere kontinuierliche Presse (1), zum Verpressen von Pressgutmatten
(2) zu Pressgutplatten im Zuge der Herstellung von Spanplatten, Faserplatten und anderen
Holzwerkstoffplatten, zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis
10, mit Pressenunterteil (3) und Pressenoberteil 4, mit Einlaufmaul (E), und mit einlaufseitig
vorkragenden beheizbaren und hochbiegeelastischen Einlaufplatten (8, 9) unter Bildung
des Einlaufmauls (E),
wobei zumindest eine Vorrichtung (12) zur Einstellung der Einlaufkontur des Einlaufmauls
(E) vorgesehen ist, die eine Mehrzahl von Zylinder-Kolbenanordnungen (13), insbesondere
Differentialzylinder (13), in vorgegebener Verteilung aufweist,
wobei die Zylinder-Kolbenanordnungen (13) einerseits an der oberen und/oder unteren
Einlaufplatte (8, 9) angelenkt, andererseits gegen das Pressenoberteil (4) und/oder
Pressenunterteil (3) abgestützt sind, und an ein Hydrauliksystem mit einer Steuer-/Regeleinrichtung
(17) angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, dass
für die obere/oder untere Einlaufplatte (8, 9) zumindest eine Platten-Verformungsmesseinrichtung
(14) vorgesehen ist und diese Platten-Verformungsmesseinrichtung (14) an die Steuer-/Regeleinrichtung
(17) angeschlossen ist,
wobei die Einlaufkontur in Abhängigkeit von zumindest den jeweiligen Pressguteigenschaften,
der jeweiligen Mattenhöhe, der jeweiligen Streudichte des Pressgutes, ggf. einer Vorpresseinstellung
und der jeweils zu erzeugenden Plattenstärke vorgewählt und mittels zumindest einer
Verformung der oberen/unteren Einlaufplatte erfassender und an die Steuer-/Regeleinrichtung
angeschlossener Plattenverformungsmesseinrichtung gesteuert oder geregelt und überwacht
wird.
12. Presse (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten-Verformungsmeßeinrichtung (14) als eine die Einlaufkontur des Einlaufmauls
(E) abtastende Mehrzahl von Preßspalt-Wegaufnehmern (15) und auf die obere und/oder
untere Einlaufplatte (8, 9) aufgebrachte Verformungssensoren (17), z. B. Dehnungsmeßstreifen
(16), ausgebildet ist.
13. Presse nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten-Verformungsmeßeinrichtung (14) als die Einlaufkontur des Einlaufmauls
(E) abtastender optischer Sensor, z. B. eine Videokamera oder eine Lichtquellen-/Detektoreinrichtung,
ausgebildet ist.
14. Presse nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten-Verformungsmeßeinrichtung (14) als Kombinationssensoreinrichtung aus
einem oder mehreren der Aufnehmer bzw. Sensoren nach den Ansprüchen 12 bis 13 ausgebildet
ist.
15. Presse nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß eine externe Preßgutmatten-Verformungsmeßeinrichtung zur Ermittlung der durch die
Einlaufkontur des Einlaufmauls (E) zu erwartenden Preßgutmattenverformung vorgesehen
ist.
16. Presse nach Anspruch 11, mit im Pressenunterteil und Pressenoberteil endlos umlaufenden
Stahlpressbändern,
wobei die Stahlpressbänder an den Pressplatten unter Zwischenschaltung von Wälzkörpern
abgestützt sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rechner mit den Wegaufnehmern (22) und/oder dem betreffenden Drucksystem als
Überwachungsrechner (24) in Verbindung steht, der in Abhängigkeit von der jeweiligen
Pressplatteneinstellung oder -endstellung die sich aus dem Pressplattenabstand und/oder
Pressplattendruck resultierenden Spannungen auf Plausibilität und eventueller Überlastung
der betreffenden Pressplatte(n) (6, 7) prüft und (nur) bei Zulässigkeit die jeweils
gewählte Pressplatteneinstellung bzw. -endstellung freigibt.
17. Presse nach Anspruch 11, mit Pressenunterteil und Pressenoberteil, im Pressenunterteil
und Pressenoberteil endlos umlaufenden Stahlpressbändern, und mit einem Einlaufmaul,
wobei die Stahlpressbänder an den Pressplatten und Einlaufplatten unter Zwischenschaltung
von Wälzkörpern abgestützt sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rechner mit den Wegaufnehmern (20) und/oder dem betreffenden Drucksystem als
Überwachungsrechner (19) in Verbindung steht, der in Abhängigkeit von der jeweils
eingestellten Einlaufkontur die sich aus dem Einlaufplattenabstand und/oder Einlaufplattendruck
resultierenden Spannungen auf Plausibilität und eventueller Überlastung der betreffenden
Einlaufplatte(n) (8, 9) prüft und (nur) bei Zulässigkeit die jeweils eingestellte
Einlaufkontur freigibt.
18. Presse nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Überwachungsrechner (19, 24) bei unzulässiger Preßplatteneinstellung und/oder
Einstellung der Einlaufkontur einen Grenzwert für die Preßplatteneinstellung und/oder
Einlaufkontur in Abhängigkeit von der Mattenhöhe, dem Mattenmaterial und/oder der
Plattenenddicke ermittelt.
19. Presse nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Überwachungsrechner (19, 24) bei unzulässiger Preßplatteneinstellung und/oder
Einstellung der Einlaufkontur einen Grenzwert für die Mattenhöhe und/oder das Mattenmaterial
und/oder die Plattenenddicke unter Beibehaltung der Preßplatteneinstellung und/oder
der eingestellten Einlaufkontur ermittelt.
20. Presse nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Überwachungsrechner (19, 24) bei unzulässiger Preßplatteneinstellung und/oder
Einstellung der Einlaufkontur einen Grenzwert für die Mattengeschwindigkeit und Mattenbeschleunigung
unter Beibehaltung der gewählten Preßplatteneinstellung und/oder eingestellten Einlaufkontur
ermittelt.
1. A method of pressing mats of pressed material (2) to form boards of pressed material
in the course of manufacturing particle boards, fibre boards and other timber product
boards in a continuous press (1) comprising highly flexurally elastic input platens
(8, 9) which protrude at the input side and which form an input aperture (E), wherein
cylinder-and-piston arrangements (13), which are disposed in a predetermined distribution,
which are supported against the press upper part (4) and/or press lower part (3),
and which are operated via a hydraulic system comprising a connected controller/adjusting
device (17), are coupled to the upper and/or lower input platen (8, 9) for setting
an input contour of the input aperture (E), characterised in that the input contour is selected depending at least on the respective pressed material
properties, on the respective mat height, on the respective dispersed density (of
the pressed material), on a pre-pressing setting if applicable, and on the board thickness
to be produced in each case, and is controlled or adjusted and is monitored by means
of at least one board deformation measuring device (14) which detects deformations
of the upper and/or lower input platen (8, 9) and which is connected to the controller/adjusting
device (17).
2. A method according to claim 1, characterised in that board deformation sensors (16), e.g. extensometer strips (16), and press gap distance
sensors (15) which act between the upper and lower input platens (8, 9), which are
disposed at least in a predetermined distribution on one side of the upper and lower
input platens (8, 9), are used as board deformation measuring devices (14).
3. A method according to claim 1 or 2, characterised in that the respective input contour is set depending on a compression curve determined in
the laboratory.
4. A method according to any one of claims 1 to 3, characterised in that setting and monitoring of the input contour of the input aperture (E) is effected
continuously during the operation of the press (1).
5. A method according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the deformation of the input aperture (E), and the pressing pressures in the mats
of pressed material (2) to be pressed which result therefrom, are checked for admissibility
and/or plausibility in the controller/adjusting device (17) and are not transmitted
to the cylinder-and-piston arrangements (13) in order to set the input contour of
the input aperture (E) until corresponding control/adjusting signals have been enabled.
6. A method according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the anticipated opposing pressure of the mat of pressed material (2) due to the mat
of pressed material (2) running into the input aperture (E) is simulated or determined
outside the press (1) by a deformation measuring device for the mat of pressed material.
7. A method according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the anticipated opposing pressure of the mat of pressed material (2) due to the mat
of pressed material (2) running into the input aperture (E) during the production
of the mat of pressed material (2) is calculated from initial parameters, e.g. dispersed
density, mat height and pre-pressing pressure if applicable.
8. A method according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the input contour of the input aperture (E) is continuously determined by means of
the board deformation measuring device (14), and, together with the pressing pressures
in the mat of pressed material (2) which set in, is checked for admissibility and/or
stability.
9. A method according to any one of claims 1 to 8, characterised in that in the event of values of the deformation of the input aperture (E) and/or of the
pressing pressure which sets in which fall outside a range of admissibility the cylinder-and-piston
units (13) are depressurised by the controller/adjusting device (14).
10. A method according to any one of claims 1 to 9, characterised in that the entire pressing region, namely the inlet aperture (E) and the heatable press
platens (6, 7) which adjoin it, is monitored.
11. A press (1), particularly a continuous press (1), for pressing mats of pressed material
(2) to form boards of pressed material in the course of manufacturing particle boards,
fibre boards and other timber product boards in a continuous press (1), for carrying
out the method according to any one of claims 1 to 10, comprising a press lower part
(3) and a press upper part (4), comprising an input aperture (E), and comprising heatable,
highly flexurally elastic input platens (8, 9) which protrude at the input side and
which form the input aperture (E),
wherein at least one device (12) is provided for setting the input contour of the
input aperture (E), which device comprises a multiplicity of cylinder-and-piston arrangements
(13), particularly differential cylinders (13), in a predetermined distribution,
wherein the cylinder-and-piston arrangements (13) are coupled at one end to the upper
and/or lower input platen (8, 9) and are supported at their other end against the
press upper part (4) and/or press lower part (3), and are connected to a hydraulic
system comprising a controller/adjusting device (17), characterised in that
at least one board deformation measuring device (14) is provided for the upper and/or
lower input platen (8, 9), and said board deformation measuring device (14) is connected
to the controller/adjusting device (17),
wherein the input contour is selected depending at least on the respective pressed
material properties, on the respective mat height, on the respective dispersed density
(of the pressed material), on a pre-pressing setting if applicable, and on the board
thickness to be produced in each case, and is controlled or adjusted and is monitored
by means of at least one board deformation measuring device which detects a deformation
of the upper/lower input platen and which is connected to the controller/adjusting
device.
12. A press (1) according to claim 11, characterised in that the board deformation measuring device (14) is formed as a multiplicity of press
gap distance sensors (15) which scan the input contour of the input aperture (E),
and as deformation sensors (17), e.g. extensometer strips (16), which are mounted
on the upper and/or lower input platens (8, 9).
13. A press according to claim 10 or 11, characterised in that the board deformation measuring device (14) is formed as an optical sensor, e.g.
a video camera or a light source detector device, which scans the input contour of
the input aperture (E).
14. A press according to any one of claims 11 to 13, characterised in that the board deformation measuring device (14) is formed as a combination sensor device
comprising one or both of the sensing elements or sensors according to claims 12 and
13.
15. A press according to any one of claims 11 to 14, characterised in that an external pressed material mat deformation measuring device is provided for determining
the anticipated material mat deformation due to the input contour of the input aperture
(E).
16. A press according to claim 11, comprising steel pressing belts which continuously
circulate in the press lower part and press upper part, wherein the steel pressing
belts are supported on the press platens with rolling bodies interposed therebetween,
characterised in that
the computer communicates with the distance sensors (22) and/or with the corresponding
pressure system as a monitoring computer (24) which checks the stresses which result
from the press platen spacing and/or press platen pressure for plausibility and optionally
for overloading of the corresponding press platen(s) (6, 7) depending on the respective
press platen setting or end position, and which (only) enables the press platen setting
or limit of travel selected in each case if there is admissibility.
17. A press according to claim 11, comprising a press lower part and a press upper part,
and steel pressing belts which continuously circulate in the press lower part and
press upper part, and comprising an input aperture,
wherein the steel pressing belts are supported on the press platens and input platens
with rolling bodies interposed therebetween,
characterised in that
the computer communicates with the distance sensors (20) and/or with the corresponding
pressure system as a monitoring computer (19) which checks the stresses which result
from the input platen spacing and/or input platen pressure for plausibility and optionally
for overloading of the corresponding input platen(s) (8, 9) depending on the input
contour which is set in each case, and which (only) enables the input contour which
is set in each case if there is admissibility.
18. A press according to claim 16 or 17, characterised in that if the press platen setting and/or the setting of the input contour are/is inadmissible
the monitoring computer (19, 24) determines a limiting value for the press platen
setting and/or for the setting of the input contour depending on the mat height, the
mat material and/or the board thickness.
19. A press according to claim 16 or 17, characterised in that if the press platen setting and/or the setting of the input contour are/is inadmissible
the monitoring computer (19, 24) determines a limiting value for the mat height and/or
for the mat material and/or for the board thickness, with the press platen setting
and/or the set input contour being retained.
20. A press according to claim 16 or 17, characterised in that if the press platen setting and/or the setting of the input contour are/is inadmissible
the monitoring computer (19, 24) determines a limiting value for the mat velocity
and mat acceleration, with the selected press platen setting and/or the set input
contour being retained.
1. Procédé de pressage de mats de matières à presser (2) pour produire des plaques de
matières pressées au cours de la fabrication de panneaux de particules, de panneaux
de fibres et autres panneaux en matériau dérivé du bois dans une presse en continu
(1), avec des plaques d'introduction à haute élasticité en flexion (8, 9), faisant
saillie côté introduction, lesquelles forment une gueule d'introduction (E), des agencements
cylindre - piston (13) étant articulés, disposés contre la plaque d'introduction (8,
9) supérieure et / ou inférieure, en vue du réglage d'un profil d'introduction de
la gueule d'introduction (E), suivant une distribution prédéterminée et appuyés contre
la partie supérieure de la presse (4) et / ou la partie inférieure de la presse (3),
agencements qui sont actionnés par l'intermédiaire d'un système hydraulique avec un
dispositif de commande / de régulation (17) raccordé, caractérisé en ce que le profil d'introduction est présélectionné en fonction d'au moins les propriétés
des matières à presser respectives, de la hauteur des mats respectifs, de la densité
respective de dispersion (de la matière à presser), le cas échéant d'un réglage de
préformage et de l'épaisseur de la plaque, à produire respectivement et commandé ou
régulé et surveillé au moyen au moins d'un dispositif de mesure de déformation des
panneaux (14), qui détecte les déformations de la plaque d'introduction supérieure
et / ou inférieure (8, 9) et qui est raccordé au dispositif de commande / de régulation
(17).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on met en oeuvre, en tant que dispositifs de mesure de déformation des panneaux (14),
au moins, suivant une distribution prédéterminée, d'une part, des détecteurs de déformation
de plaques (16), disposés sur la plaque d'introduction supérieure et / ou inférieure
(8, 9), par ex. des jauges d'allongement (16) et, entre les plaques d'introduction
supérieure et inférieure (8, 9), des capteurs de course de l'intervalle de presse
efficaces (15).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le profil d'introduction respectif est réglé en fonction de courbes de compression,
déterminées en laboratoire.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le réglage et la surveillance du profil d'introduction de la gueule d'introduction
(E) ont lieu en continu pendant l'exploitation de la presse (1).
5. Procédé selon la revendication 1 à 4, caractérisé en ce que la déformation de la gueule d'introduction (E) et les pressions de compression, qui
en résultent, sont examinées dans les mats de matières à presser (2) à comprimer,
quant à l'admissibilité et / ou la vraisemblance, dans le dispositif de commande /
de régulation (17) et que des signaux de commande / de régulation correspondants ne
sont transmis aux agencements cylindre / piston (13), en vue du réglage du profil
d'introduction de la gueule d'introduction (E) qu'après validation.
6. Procédé selon l'une des revendications. 1 à 5, caractérisé en ce que la contre-pression du mat de matières à presser (2), à escompter à cause de l'introduction
du mat de matières à presser (2) dans la gueule d'introduction (E), est simulée ou
déterminée à l'extérieur de la presse (1) avec un dispositif de mesure de déformation
de mats de matières à presser.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la contre-pression du mat de matières à presser (2), à escompter à cause de l'introduction
du mat de matières à presser (2) dans la gueule d'introduction (E), est calculée à
partir de paramètres initiaux lors de la fabrication du mat de matières à presser
(2), par ex. la densité de dispersion, la hauteur des mats, ainsi que, éventuellement,
la pression de préformage.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le profil d'introduction de la gueule d'introduction (E) est détecté en continu au
moyen du dispositif de mesure de déformation des panneaux (14) et est examiné, conjointement
avec les pressions de compression qui se produisent, dans le mat de matières à presser
(2), quant à l'admissibilité et / ou la stabilité.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que, dans le cas de valeurs, qui se situent en dehors d'une plage d'admissibilité, pour
la déformation de la gueule d'introduction (E) et / ou de la pression de compression
qui se produit, les agencements cylindre / piston (13) sont mis en circuit sans pression
par le dispositif de commande / de régulation (14).
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'ensemble de la zone de pressage, donc la gueule d'introduction (E) et les plaques
de pression (6, 7), pouvant être chauffées, adjacentes, est surveillé.
11. Presse (1), en particulier presse en continu (1), pour le pressage de mats de matières
à presser (2) pour produire des plaques de matières pressées au cours de la fabrication
de panneaux de particules, de panneaux de fibres et autres panneaux en matériau dérivé
du bois, pour exécuter le procédé selon l'une des revendications 1 à 10, avec une
partie inférieure de presse (3) et une partie supérieure de presse (4), avec gueule
d'introduction (E) et avec des plaques d'introduction (8, 9), faisant saillie côté
introduction, pouvant être chauffées et à haute élasticité en flexion, lors de la
formation de la gueule d'introduction,
au moins un mécanisme (12) étant prévu en vue du réglage du profil d'introduction
de la gueule d'introduction (E), qui présente une pluralité d'agencements cylindre
- piston (13), en particulier des cylindres différentiels (13), suivant une distribution
prédéterminée,
les agencements cylindre - piston (13) étant articulés d'une part sur la plaque
d'introduction supérieure et / ou inférieure (8, 9), appuyés d'autre part contre la
partie supérieure de la presse (4) et / ou la partie inférieure de la presse (3) et
étant raccordés à un système hydraulique grâce à un dispositif de commande / de régulation
(17), caractérisée en ce que
pour la plaque d'introduction supérieure ou inférieure (8, 9), il est prévu au
moins un dispositif de mesure de déformation des panneaux (14) et que ce dispositif
de mesure de déformation des panneaux (14) est raccordé au dispositif de commande
/ de régulation (17),
le profil d'introduction étant présélectionné en fonction d'au moins les propriétés
des matières à presser respectives, de la hauteur respective des mats, de la densité
respective de la dispersion de la matière à presser, le cas échéant d'un réglage de
préformage et de l'épaisseur de la plaque, à produire respectivement et commandé ou
régulé et surveillé au moyen au moins d'un dispositif de mesure de déformation des
panneaux, qui détecte une déformation de la plaque d'introduction supérieure / inférieure
et qui est raccordé au dispositif de commande / de régulation.
12. Presse (1) selon la revendication 11, caractérisée en ce que le dispositif de mesure de déformation des panneaux (14) est constitué par une pluralité
de capteurs de course de l'intervalle de presse (15), qui analyse le profil d'introduction
de la gueule d'introduction (E) et des détecteurs de déformation (17), apposés sur
la plaque d'introduction supérieure et / ou inférieure (8, 9), par ex. des jauges
d'allongement (16).
13. Presse selon la revendication 10 ou 11, caractérisée en ce que le dispositif de mesure de déformation des panneaux (14) est constitué en tant que
détecteur optique, qui analyse le profil d'introduction de la gueule d'introduction
(E), par ex. une caméra vidéo ou un dispositif de détection dispositif à sources lumineuses.
14. Presse selon l'une des revendications 11 à 13, caractérisée en ce que le dispositif de mesure de déformation des panneaux (14) est constitué en tant que
dispositif de détection combiné, composé d'un ou de plusieurs des capteurs ou détecteurs
selon les revendications 12 à 13.
15. Presse selon l'une des revendications 11 à 14, caractérisée en ce qu'il est prévu un dispositif de mesure de déformation de mats de matières à presser
externe en vue de la détermination de la déformation de mats de matières pressées,
à escompter du fait du profil d'introduction de la gueule d'introduction (E).
16. Presse selon la revendication 11, avec des bandes de pressage en acier, qui circulent
sans fin dans la partie inférieure de la presse et la partie supérieure de la presse,
les bandes de pressage en acier étant appuyées contre les plaques de pression,
avec intercalage de tables de cylindres,
caractérisée en ce
que le calculateur est en liaison avec les capteurs de déplacement (22) et / ou le système
de pression concerné en tant que calculateur de surveillance (24), qui examine, en
fonction du réglage ou de la position extrême des plaques de pression respectives,
les tensions qui résultent de l'écartement des plaques de pression et / ou de la pression
des plaques de pression, quant à la vraisemblance et à la surcharge éventuelle des
plaques de pression (6, 7) concernées et ne valide le réglage ou la position extrême
des plaques de pression, respectivement choisie, qu'en cas d'admissibilité.
17. Presse selon la revendication 11, avec partie inférieure de la presse et partie supérieure
de la presse, avec des bandes de pressage en acier, qui circulent sans fin dans la
partie inférieure de la presse et la partie supérieure de la presse et avec une gueule
d'introduction,
les bandes de pressage en acier étant appuyées contre les plaques de pression et
les plaques d'introduction, avec intercalage de tables de cylindres,
caractérisée en ce
que le calculateur est en liaison avec les capteurs de déplacement (20) et / ou le système
de pression concerné en tant que calculateur de surveillance (19), qui examine, en
fonction du profil d'introduction, respectivement réglé, les tensions qui résultent
de l'écartement des plaques d'introduction et / ou de la pression des plaques d'introduction,
quant à la vraisemblance et à la surcharge éventuelle des plaques d'introduction (8,
9) concernées et ne valide le profil d'introduction, respectivement réglé, qu'en cas
d'admissibilité.
18. Presse selon la revendication 16 ou 17, caractérisée en ce que le calculateur de surveillance (19, 24) détermine, en cas de réglage des plaques
de pression et / ou de réglage du profil d'introduction non acceptable, une valeur
limite pour le réglage des plaques de pression et / ou le profil d'introduction, en
fonction de la hauteur des mats, du matériau des mats et / ou de l'épaisseur d'extrémité
des plaques.
19. Presse selon la revendication 16 ou 17, caractérisée en ce que le calculateur de surveillance (19, 24) détermine, en cas en cas de réglage des plaques
de pression et / ou de réglage du profil d'introduction non admissible, une valeur
limite pour la hauteur des mats et / ou le matériau des mats et / ou l'épaisseur d'extrémité
des plaques, en conservant le réglage des plaques de pression et / ou du profil d'introduction
réglé.
20. Presse selon la revendication 16 ou 17, caractérisée en ce que le calculateur de surveillance (19, 24) détermine, en cas de réglage des plaques
de pression et / ou de réglage du profil d'introduction non admissible, une valeur
limite pour la vitesse des mats et l'accélération des mats, en conservant le réglage
des plaques de pression choisi et / ou le profil d'introduction réglé.