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EP 0 902 154 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.04.2004 Patentblatt 2004/17 |
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Anmeldetag: 07.07.1998 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E06B 5/16 |
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Brandschutzverglasung
Fireproof glazing
Vitrage pare-feu
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE LI |
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Priorität: |
12.09.1997 DE 29716390 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.03.1999 Patentblatt 1999/11 |
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Patentinhaber: Richter-System GmbH & Co. KG |
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64347 Griesheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Knauf, Alfons Jean
65189 Wiesbaden (DE)
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Vertreter: Katscher, Helmut, Dipl.-Ing. |
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Patentanwalt,
Fröbelweg 1 64291 Darmstadt 64291 Darmstadt (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-U- 8 019 472 DE-U- 29 703 401
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DE-U- 8 800 593 DE-U- 29 716 390
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Brandschutzverglasung für Trennwände in Trockenbauweise
mit mindestens einer Glasscheibe und im Einbauzustand einer aus feuerhemmendem Material
bestehenden Auskleidung der Laibung der Bauöffnung, wie z.B. aus DE-U-29 703 401 bekannt.
[0002] Bei herkömmlichen Brandschutzverglasungen an Trennwänden in Trockenbauweise muß die
Laibung der Bauöffnung zunächst mit einem Streifen aus feuerhemmendem Material ausgekleidet
werden, um einen wirksamen Brandschutz zu erreichen. Hierfür werden beispielsweise
Streifen aus feuerhemmend ausgeführten Gipskartonplatten verwendet. Diese Bauweise
bietet sich insbesondere dann an, wenn auch die beiderseitigen Wandschalen der Trennwand
aus Gipskartonplatten bestehen. Das Auskleiden der Bauöffnung vor dem Einsetzen der
Brandschutzverglasung stellt einen zusätzlichen Arbeitsgang dar, der mit Zeit- und
Kostenaufwand verbunden ist.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Brandschutzverglasung der eingangs genannten
Gattung so auszubilden, daß der Arbeitsaufwand hierfür verringert wird.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß am Rand der Glasscheibe ein
aus feuerhemmendem Material bestehender Brandschutzrahmen angebracht ist, der die
Auskleidung der Laibung der Bauöffnung bildet.
[0005] Die Brandschutzverglasung kann hierbei zusammen mit dem Brandschutzrahmen als ein
Bauelement vorgefertigt werden, das auf der Baustelle nur noch in die hierfür vorgesehene
Bauöffnung der Trennwand eingesetzt wird. Damit entfällt die Notwendigkeit, auf der
Baustelle an der Laibung der Bauöffnung eine Auskleidung aus einem Gipskartonstreifen
o.dgl. anzubringen. Der die Verglasung umgebende Brandschutzrahmen bildet zugleich
die Auskleidung.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß der Brandschutzrahmen
an die Bauöffnung umgebenden Ständern bzw. Riegeln der Trennwand angeschraubt ist.
Damit wird in einfacher weise und mit geringem Arbeitsaufwand eine Festlegung der
Brandschutzverglasung in der Trennwand erreicht.
[0007] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführung ist vorgesehen, daß der Brandschutzrahmen
ein im Querschnitt winkelförmiges Rahmengrundprofil aufweist, in das der Rand der
Glasscheibe sowie eine Glashalteleiste eingesetzt sind.
[0008] Durch die über die gesamte Wandbreite durchgehende Ausführung des Rahmengrundprofils
wird einerseits eine hohe Stabilität des Brandschutzrahmens und andererseits eine
wirksame, einen Brandschutz gewährleistende durchgehende Auskleidung der Laibung der
Bauöffnung erreicht.
[0009] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand weiterer
Unteransprüche.
[0010] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele näher erläutert, die in der Zeichnung dargestellt
sind. Es zeigt:
Fig. 1 in räumlicher Darstellung einen Abschnitt im Rahmenbereich einer mit einem
Brandschutzrahmen versehenen Brandschutzverglasung sowie den anschließenden Abschnitt
der Bauöffnung einer Trennwand,
Fig. 2 einen Schnitt im Rahmenbereich der Fig. 1,
Fig. 3 in einem Schnitt entsprechend der Fig. 2 eine abgewandelte Ausführungsform,
Fig. 4 und 5 in räumlicher Darstellung jeweils Abschnitte im Rahmenbereich bei abgewandelten
Ausführungen.
[0011] Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Brandschutzverglasung ist in einer Bauöffnung
einer Trennwand 1 angeordnet, die in Trockenbauweise errichtet ist und in dem dargestellten
Teilbereich einen aus Blech bestehenden Ständer 2 oder einen Riegel aufweist, an dem
beiderseits Wandschalen 3, 4 aus feuerhemmendem Material angeschraubt sind, beispielsweise
zementgebundene Brandschutzplatten oder Gipsfaserplatten.
[0012] Die in die Bauöffnung eingesetzte Brandschutzverglasung weist eine Glasscheibe 5
auf, deren Rand in einem Brandschutzrahmen 6 aufgenommen ist. Der Brandschutzrahmen
6 besteht aus einem im Querschnitt winkelförmigen Rahmengrundprofil 7 aus feuerhemmendem
Material, beispielsweise zementgebundenen Brandschutzplatten oder Gipsfaserplatten,
und einer an dem einen Rahmenschenkel 7a angesetzten Glashalteleiste 8 aus vorzugsweise
dem gleichen Material.
[0013] Der Rand der Glasscheibe 5 liegt unter Einfügung einer Dichtung 9 an dem anderen
Schenkel 7b des winkelförmigen Rahmengrundprofils 7 an. Auch auf der der Glasleiste
8 zugekehrten Seite des Randes der Glasscheibe 5 ist eine Dichtung 10 eingelegt.
[0014] Der Brandschutzrahmen 6 ist am Ständer 2 der Trennwand 1 angeschraubt. Hierzu sind
Schnellbauschrauben 11 durch das Rahmengrundprofil 7 in die Seitenfläche des Ständers
2 eingeschraubt. Die Glashalteleiste 8 ist mittels einer Schnellbauschraube 12 durch
den einen Schenkel 7a des winkelförmigen Rahmengrundprofils 7 hindurch am Ständer
2 bzw. einem-Riegel der Tragkonstruktion der Trennwand 1 angeschraubt.
[0015] Das Rahmengrundprofil 7 und somit der Brandschutzrahmen 6 erstrecken sich über die
gesamte Wanddicke der Trennwand 1 und bilden somit eine feuerhemmende Auskleidung
der Laibung 13 der Bauöffnung der Trennwand 1. Die Teile des Brandschutzrahmens 6
werden in vorgefertigter und an die Abmessungen der Brandschutzverglasung angepaßter
Form an die Baustelle geliefert und müssen dort nur noch eingesetzt und angeschraubt
werden, wobei auch die Glasscheibe 5 eingesetzt wird. Stattdessen ist es auch möglich,
die Brandschutzverglasung mit dem Brandschutzrahmen 6 vollständig vorzumontieren und
in dieser Form als Einheit in die Bauöffnung einzusetzen.
[0016] Die in den Fig. 3-5 dargestellte Ausführungsbeispiele unterscheiden sich von dem
Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 im wesentlichen dadurch, daß die Glashalteleiste
8' mit einer vorspringenden Rippe 14 versehen ist, die in eine Längsnut 15 des Schenkels
7a des Rahmengrundprofils 7 passend eingreift. Auf diese Weise ist eine exakte Lagezentrierung
der Glashalteleiste 8' gegenüber dem Rahmengrundprofil 7 gewährleistet.
[0017] Beispielsweise kann auf der einen Wandseite (Fig. 3) oder beiden Wandseiten (Fig.
5) ein Verkleidungsprofil 16 vorgesehen werden, das über den Rand des Brandschutzrahmens
6' und den Rand der anschließenden Wandschale 4 greift. Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen
ist das Verkleidungsprofil 16 auf eine Schraube 11' angeclipst, mit der das Rahmengrundprofil
7 am Ständer 2 angeschraubt ist. Stattdessen kann das Verkleidungsprofil auch aufgeklebt
oder aufgeschraubt werden. Es kann aus Metall, Holz oder PVC bestehen.
[0018] Fig. 4 zeigt eine Ausführung mit einer Glashalteleiste 8' in Fig. 3, jedoch ohne
Verkleidungsprofil.
1. Brandschutzverglasung für Trennwände (1) in Trockenbauweise, die eine Bauöffnung mit
einer Leibung (13), umgeben von Ständern (2) bzw. Riegeln der Trennwand, aufweisen,
mit mindestens einer Glasscheibe (5), an deren Rand ein aus feuerhemmendem Material
bestehender Brandschutzrahmen (6, 6') angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Brandschutzrahmen (6, 6') im Einbauzustand zugleich die Auskleidung der Laibung
(13) der Bauöffnung bildet.
2. Brandschutzverglasung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Brandschutzrahmen (6, 6') an die die Bauöffnung umgebenden Ständer (2) bzw. Riegel
der Trennwand (1) anschraubbar ist.
3. Brandschutzverglasung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Brandschutzrahmen (6, 6') ein im Querschnitt winkelförmiges Rahmengrundprofil
(7) aufweist, in das der Rand der Glasscheibe (5) sowie eine Glashalteleiste (8, 8')
eingesetzt sind.
4. Brandschutzverglasung nach Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Glashalteleiste (8, 8') durch den einen Schenkel (7a) des winkelförmigen Rahmengrudnprofils
(7) hindurch am Ständer (2) bzw. Riegel der Trennwand (1) angeschraubt ist.
5. Brandschutzverglasung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Glashalteleiste (8') mit einer vorspringenden Rippe (14) in eine Längsnut (15)
des einen Schenkels (7a) des winkelförmigen Rahmengrundprofils (7) greift.
1. Fire-resistant glazing for dry-construction partition walls (1) which have a structural
opening with a reveal (13), enclosed by uprights (2) and crossmembers of the partition
wall, having at least one glass panel (5) with a fire-resistant frame (6, 6') consisting
of a fire-retardant material fitted on its border, characterized in that, in the installed state, the fire-resistant frame (6, 6'), at the same time, forms
the lining of the reveal (13) of the structural opening.
2. Fire-resistant glazing according to Claim 1, characterized in that the fire-resistant frame (6, 6') can be screwed onto the uprights (2) and/or crossmembers
of the partition wall (1) which enclose the structural opening.
3. Fire-resistant glazing according to Claim 1, characterized in that the fire-resistant frame (6, 6') has a cross-sectionally angled basic frame profile
(7) into which the border of the glass panel (5) and a glazing bar (8, 8') are inserted.
4. Fire-resistant glazing according to Claims 2 and 3, characterized in that the glazing bar (8, 8') is screwed to the stand (2) and/or crossmember of the partition
wall (1) through one leg (7a) of the angled basic frame profile (7).
5. Fire-resistant glazing according to Claim 3, characterized in that the glazing bar (8') engages, by way of a projecting rib (14), in a longitudinal
groove (15) of one leg (7a) of the angled basic frame profile (7).
1. Vitrage anti-feu pour cloisons de séparation (1) à structure sèche qui présentent
une ouverture dotée d'un chambranle (13) entouré par des montants (2) et des gâches
de la cloison de séparation, avec au moins une vitre (5) sur la bordure de laquelle
est placé un encadrement anti-feu (6, 6') constitué d'un matériau pare-feu, caractérisé en ce que lorsqu'il est monté, l'encadrement anti-feu (6, 6') forme en même temps le revêtement
du chambranle (13) de l'ouverture.
2. Vitrage anti-feu selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'encadrement anti-feu (6, 6') peut être vissé sur le montant (2) qui entoure l'ouverture
ou sur la gâche de la cloison de séparation (1).
3. Vitrage anti-feu selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'encadrement anti-feu (6, 6') présente un encadrement de base (7) profilé de section
transversale en cornière dans lequel sont insérées la bordure de la vitre (5) et une
languette (8, 8') de retenue de la vitre.
4. Vitrage anti-feu selon les revendications 2 et 3, caractérisé en ce que la languette (8, 8') de retenue de la vitre est vissée sur le montant (2) ou la gâche
de la cloison de séparation (1) à travers une aile (7a) de l'encadrement de base (7)
profilé en cornière.
5. Vitrage anti-feu selon la revendication 3, caractérisé en ce que la languette (8, 8') de retenue de la vitre s'engage par une nervure en saillie (14)
dans une rainure longitudinale (15) de l'une (7a) des ailes de l'encadrement de base
(7) profilé en cornière.