[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung der Qualität einer Crimpverbindung
zwischen einem Leiter und einem Kontakt, wobei eine Einrichtung eine Crimpkraft erzeugt,
mittels welcher der Kontakt mit dem Leiter elektrisch und mechanisch unlösbar verbindbar
sind.
[0002] Der Begriff "Crimpen" ist international eingeführt und normungstechnisch festgelegt.
In der Praxis werden aber auch Ausdrücke wie Pressen, Quetschen, Anschlagen oder Ansetzen
benutzt. Unter Crimpen versteht man die Herstellung einer nicht lösbaren elektrischen
und mechanischen Verbindung zwischen einem Leiter und einem Kontakt. Beim Crimpvorgang
wird das zu verbindende Material plastisch, dauerhaft verformt. Dabei werden, falls
vorhanden, schlecht leitende Oberflächenschichten aufgebrochen, was die elektrische
Leitfähigkeiten begünstigt. Eine korrekte Crimpung verhindert aber auch das Eindringen
korrosiver Medien selbst unter erschwerten Betriebsbedingungen wie Temperaturwechsel
oder Vibration.
[0003] Ziel der Crimpung ist die Herstellung einer guten mechanischen und elektrischen Verbindung,
die auf die Dauer qualitativ unverändert bleibt.
[0004] Zum Crimpen werden kontaktspezifische Crimpwerkzeuge verwendet mit einem feststehenden
Crimpamboss unten und vertikal verschiebbaren Crimpstempeln oben. (Fig. 1 bis Fig.
3). Im Crimpwerkzeug sind der Drahtcrimper und der Isolationscrimper montiert, welche
meistens über Rasterscheiben mit unterschiedlichen Höhennocken unabhängig voneinander
in vertikaler Richtung auf den Drahtdurchmesser bzw. Isolationsdurchmesser eingestellt
werden können. Diese Einstellungen beeinflussen direkt die Qualität der Crimpverbindung.
[0005] Bei offenen Crimpkontakten (Fig. 4 und Fig. 5) erfolgt die Leiterzuführung oberhalb
des Kontaktes. Der zuvor abisolierte Leiter wird üblicherweise von Automaten gleichzeitig
in radialer und axialer Richtung gegenüber dem Kontakt korrekt für den Crimpvorgang
positioniert. Durch die Abwärtsbewegung des Crimpstempels wird zuerst der Leiter über
eine Mechanik in die nach oben geöffneten Draht- und Isolationscrimpkrallen abgesenkt,
danach beginnt der eigentliche Crimpvorgang mit Umformen der Laschen entsprechend
der Crimpstempelformen. Nach dem Hub des Crimpstempels hat der Crimp die gewollte
Form-Verpressung. (Fig. 5), die wiederum vom verwendeten Kontaktblech, vom Drahtquerschnitt,
vom Kupfer des Drahtes und von der Abisolierung abhängig ist. Bei geschlossenen Kontakten
muss nach radialer Ausrichtung axial in den als Rohr ausgeformten Crimpbereich eingefahren
werden.
[0006] Ein Schnittbild einer fehlerfrei ausgeführten Crimpverbindung zeigt die ursprünglich
einzelnen runden Litzendrähte des Leiters kompakt zu Vielecken gegeneinander gepresst.
Die innere Fläche im Crimpbereich des Kontaktes zeigt Verformungen der Berührungsstellen
der Einzellitzen. Beim Drahtcrimp müssen alle Einzeldrähte umfasst sein. Am vorderen
Ende des Drahtcrimps müssen die Einzeldrähte je nach Querschnitt etwa 0,5 mm herausragen
und dürfen nicht im Crimp verschwinden. In dem zwischen Drahtcrimp und Isolationscrimp
liegenden Fenster müssen Leiter und Leiterisolation sichtbar sein. Der Isolationscrimp
muss die Isolation umschliessen ohne in diese einzudringen.
[0007] Wichtige Kriterien für die Beurteilung einer Crimpverbindung sind die Crimpform,
die Crimphöhe und die Drahtausreiss-Festigkeit. Diese Art Kriterien eignen sich aber
nur beim Einrichten der Crimpmaschine und während der Produktion bei Stichproben.
Um den heutigen Qualitätsanforderungen für sämtliche Crimpverbindungen zu genügen,
müssen Mittel zur Verfügung sein, welche über jede Crimpverbindung während des Crimpvorganges
Crimpdaten aufnehmen, auswerten, speichern und ergebnisorientiert Maschinendaten beeinflussen
können. Zur Beurteilung der Crimpverbindung (ohne mechanische Zerstörung der Crimpverbindung)
wird die Crimpkraft in Relation zum Crimpweg oder zur Crimpzeit gesetzt. Mit entsprechender
Auswertung der Crimpdaten kann die Güte einer Crimpverbindung verlässlich beurteilt
werden.
[0008] Eine Verfahren bzw. eine Einrichtung zur Beurteilung der Qualität einer Crimpverbindung
muss Crimpfehler wie falsche Isolationscrimp-Höhe, falsche Drahtcrimp-Höhe, nicht
erfasste Litzendrähte beim Drahtcrimp, falsche oder keine Abisolierlänge, falsche
Einlegetiefe oder beim Abisolieren abgeschnittene Litzendrähte erkennen und entsprechende
Fehlermeldungen erzeugen.
[0009] Aus der Anmeldeschrift EP 0 460 441 ist ein Verfahren zur Detektion von fehlenden
Litzen oder von eingecrimpter Leiterisolation in einer Crimpverbindung anhand des
Crimpkraftverlaufes bekannt geworden. Während eines Crimpvorganges werden Wertepaare
bestehend aus Crimpkraft und Position des Crimpstempels gemessen und gespeichert.
Die während der Herstellung einer Crimpverbindung gemessenen Wertepaare ergeben den
Crimpkraftverlauf des Crimpvorganges mit der Crimpkraft in Abhängigkeit der Position
des Crimpstempels. Der Kurvenabschnitt mit starkem Kraftanstieg wird linearisiert
und ein Punkt aus dem Mittel der minimalen und maximalen Crimpkraft bestimmt. Der
Punkt wird mit einem Referenzwert verglichen. Falls der Punkt innerhalb einer vorbestimmten
Abweichung vom Referenzwert liegt, ist die Crimpverbindung von akzeptabler Qualität.
Bei der Auswertung des Crimpkraftverlaufes des Crimpvorganges wird auch die maximale
Crimpkraft mitberücksichtigt. Falls die maximale Crimpkraft gegenüber einem Referenzwert
übermässig abweicht, wird die Crimpverbindung als unbrauchbar zurückgewiesen. Der
Punkt im Kurvenabschnitt mit starkem Kraftanstieg und die maximale Crimpkraft geben
Aufschluss über fehlende Litzen bzw. über eingecrimpte Leiterisolation in der Crimpverbindung.
[0010] Bei einer marktgängigen Crimppresse erfasst ein Kraftsensor während des Crimpvorganges
die Kraft, die in digitaler Form als kraftabhängiger Kurvenverlauf abgespeichert wird.
Dieser wird mit einer Referenzkurve verglichen. Je nach Grösse der Abweichung zur
Referenz wird auf den Typ des Crimpfehlers geschlossen.
[0011] Nachteilig bei diesem Verfahren ist, dass trotz grossem Rechner-, Speicher- und Rechenaufwand
keine differenzierte Aussage über die Qualität der Crimpverbindung möglich ist.
[0012] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie sie in Anspruch 1 gekennzeichnet
ist, löst die Aufgabe, die Nachteile der bekannten Einrichtung zu vermeiden und ein
Verfahren mit verbesserter Fehlersensibilität zu schaffen.
[0013] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen,
dass mit der besseren Auflösung der Fehler eine Qualitätssteigerung möglich ist, dass
mit der sensibleren Fehlerdiagnose weniger Ausschuss entsteht und dass Folgefehler,
beispielsweise eine Panne eines Personenwagens wegen Wackelkontaktes in einer Steckerverbindung
vermieden werden.
[0014] Im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden
Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1 bis Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines Crimpvorganges,
- Fig. 4
- eine Crimpverbindung zwischen einem Leiter und einem Kontakt,
- Fig. 5
- Einzelheiten eines Drahtcrimps,
- Fig. 6
- eine Crimppresse mit einem Crimpsimulator zur Kalibrierung eines Kraftsensors,
- Fig. 7
- den Crimpsimulator mit einem Stempel in der unteren Totpunktlage,
- Fig. 8
- den Crimpsimulator mit dem Stempel in der oberen Totpunktlage,
- Fig. 9
- Einzelheiten des Crimpsimulators,
- Fig. 9a
- einen Spannungs-Crimpkraftverlauf des Kraftsensors,
- Fig. 10 und Fig. 11
- Einzelheiten des Kraftsensors,
- Fig. 12
- Einzelheiten einer Pressensteuerung,
- Fig. 13 bis Fig. 15
- den Verlauf der Crimpkraft bei unterschiedlichen Crimpfehlern,
- Fig. 16
- den Crimpkraftverlauf mit einer Zoneneinteilung,
- Fig. 17
- Zonenabhängige Mess- und Rechenwerte und
- Fig. 18a bis Fig. 18c
- Grenzwerte für Fehlertypen.
[0015] Fig. 1 bis 3 zeigen einen Crimpvorgang, bei dem das Ende eines Leiters 1 mit einem
Kontakt 2 verbunden wird. Eine offene Crimpzone 3 des Kontaktes 2 weist eine erste
Doppellasche 4 für den Isolationscrimp 5 und eine zweite Doppellasche 6 für einen
Drahtcrimp 7 auf. Fig. 1 zeigt Crimpstempel 8, 9 in der oberen Totpunktlage, das Ende
der Leiterisolation liegt in der ersten Doppellasche 4 und das abisolierte Leiterstück
liegt in der zweiten Doppellasche 6. Wie in Fig. 2 gezeigt werden beim Absenken der
Crimpstempel 8, 9 die Doppellaschen 4, 6 mittels keilförmigen Ausnehmungen 10 der
Crimpstempel 8, 9 gegeneinander gepresst. Als Auflage dient ein Amboss 9.1. Ein kuppelförmiges
oberes Ende der Ausnehmung 10 gibt der Doppellasche 4, 6 zusammen mit der Leiterisolation
bzw. dem Leiterdraht die endgültige Form. Fig. 3 zeigt die fertige Crimpverbindung
mit dem Isolationscrimp 5, bei dem die erste Doppellasche 4 um die Leiterisolation
11 gepresst ist und mit dem Drahtcrimp 7, bei dem die zweite Doppellasche 6 um einen
Leiterdraht 12 gepresst ist.
[0016] Fig. 4 zeigt eine fehlerfreie Crimpverbindung, bei der in einem Fenster 13 die Isolation
11 des Leiterendes 1 und die Einzellitzen des Leiterdrahtes 12 sichtbar sind. Am kontaktseitigen
Ende des Drahtcrimps 7 sind die Einzellitzen erneut sichtbar.
[0017] Fig. 5 zeigt wie bei einem fehlerfreien Drahtcrimp 7 die zweiten Doppellaschen 6
mit dem als Litze ausgebildeten Leiterdraht 12 verquetscht sind.
[0018] In den Fig. 6 bis 12 ist mit 14 ein Ständer ohne rechte Seitenwand bezeichnet, an
dem ein Motor 15 und ein am Ständer 14 gelagertes Getriebe 16 angeordnet ist. Ausserdem
sind am Ständer 14 erste Führungen 17 angeordnet, an denen ein Crimpbär 18 geführt
ist. Eine vom Getriebe 16 angetriebene Welle 19 weist einenends einen Exzenterzapfen
20 auf, anderenends ist ein Resolver 21 zur Erfassung des Drehwinkels angekoppelt.
Der Crimpbär 18 besteht aus einem in den ersten Führungen 17 geführtes Gleitstück
22 und aus einem Werkzeughalter 23 mit Kraftsensor 23.1 und Haltegabel 24. Das Gleitstück
22 steht in loser Verbindung mit dem Exzenterzapfen 20, wobei die Rotationsbewegung
des Exzenterzapfens 20 in eine Linearbewegung des Gleitstückes 22 umgesetzt wird.
Der maximale Hub des Gleitstückes 22 wird durch den oberen Totpunkt und den unteren
Totpunkt des Exzenterzapfens 20 bestimmt. Der Werkzeughalter 23 betätigt üblicherweise
ein Werkzeug, das zusammen mit einem zum Werkzeug gehörenden Amboss 9.1 die Crimpverbindung
herstellt. Zur Kalibrierung des Kraftsensors 23.1 ist anstelle des Werkzeugs ein Crimpsimulator
25 eingesetzt. Mittels einer Justierschraube 26 kann der Hub präzise justiert werden.
Als Schnittstelle zwischen Bediener und Crimppresse ist ein Bedienterminal 27 vorgesehen.
Zur Eingabe von Betriebsdaten und Befehlen an eine Steuerung 28 weist das Bedienterminal
27 einen Drehknopf 29 und eine Tastatur 30 auf und zur Visualisierung von Daten ist
eine Anzeige 31 vorgesehen.
[0019] Fig. 7, 8 und 9 zeigen Einzelheiten des Crimpsimulators 25 zur Kalibrierung des Kraftsensors
23.1. Ein in einem Werkzeuggehäuse 32 geführter Stempel 33 weist einen Trägerkopf
34 auf, der in loser Verbindung mit der Haltegabel 24 des Werkzeughalters 23 steht.
An einem Fuss 35 des Werkzeuggehäuses 32 ist beispielsweise mittels einer Schraube
36 eine Grundplatte 37 befestigt, die einen Kraftaufnehmer 38 trägt. Die Kraft des
Stempels 33 wird über ein Zwischenstück 39 auf den Kraftaufnehmer 38 übertragen. Das
Zwischenstück 39 ist elastisch und hat zur Folge, dass bei der Kalibrierung der Kraftanstieg
zeitlich dehnbar ist. Der Kraftaufnehmer 38, beispielsweise ein Quarz-Kraftaufnehmer,
ist teuer, eichbar und hat eine sehr lineare Kennlinie. Der im Werkzeughalter 23 eingebaute
Kraftsensor 23.1 ist billiger und hat einen grösseren Linearitätsfehler. Zur Kalibrierung
des Kraftsensors 23.1 wird der Stempel 33 von der oberen Totpunktlage in die untere
Totpunktlage und wieder in die obere Totpunktlage bewegt und eine Kraft im Verlauf
und in der Grössenordnung eines echten Crimpvorganges erzeugt. Dabei wird der Kraftverlauf
gleichzeitig und ausschliesslich je vom Kraftsensor 23.1 und vom Kraftaufnehmer 38
erfasst und gespeichert, wobei der Kraftaufnehmer 38 den eichbaren Kraftverlauf erfasst.
Damit ist auch eine Krafteichung beim Kraftsensor 23.1 möglich. Der Kraftverlauf und
die durch die Nichtlinearität des Kraftsensors 23.1 bedingten Kraftabweichungen gegenüber
dem gemessenen Kraftverlauf des Kraftaufnehmers 38 werden erfasst und in einer Korrekturtabelle
abgelegt. Nach dem Kalibriervorgang wird der Crimpsimulator 25 ausgebaut und das übliche
Crimpwerkzeug eingesetzt. Falls der Kraftsensor 23.1 ersetzt wird, muss der Kalibriervorgang
wiederholt werden. Zur Messung der Crimpkraft bei der Herstellung von Crimpverbindungen
genügt der Kraftsensor 23.1, weil der Kraftsensor 23.1 geeicht ist und die durch die
Nichtlinearität des Kraftsensors 23.1 bedingten Messabweichungen mittels der Korrekturtabelle
korrigiert werden. Auf diese Weise kann mit einem billigen, an sich ungenauen Kraftsensor
der Crimpkraftverlauf genau und absolut bestimmt werden. Weiter vorteilhaft ist, dass
ein Hersteller von Crimpverbindungen für seinen üblicherweise aus mehreren gleichen
Crimppressen bestehenden Maschinenpark nur einen teuren Crimpsimulator für die Kalibrierung
sämtlicher Crimppressen braucht.
[0020] Fig. 9a zeigt einen Spannungs-Crimpkraftverlauf des Kraftsensors 23.1. Auf der vertikalen
Diagrammachse ist die Spannung U, beispielsweise in Volts und auf der horizontalen
Diagrammachse ist die Crimpkraft CK, beispielsweise in Kilonewton aufgetragen. Mit
ausgezogener Linie ist der nichtlineare Spannungsverlauf des Kraftsensors 23.1 dargestellt.
Die unterbrochene Linie zeigt den linearen Spannungsverlauf des Crimpsimulators 25.
In einem Kalibriervorgang werden bei beispielsweise hundert Kraftwerten die jeweils
zugehörigen Spannungsdifferenzen zwischen ausgezogener Linie und unterbrochener Linie
festgehalten und in der oben genannten Korrekturtabelle als Kraft/Spannungs-Wertepaar
abgelegt. Bei der Herstellung von Crimpverbindungen werden die entsprechenden Kraftwerte
aus der Korrekturtabelle gelesen und die jeweils zugehörigen Spannungsdifferenzen
zu den entsprechenden aktuell gemessenen Spannungen addiert.
[0021] Fig. 10 zeigt den Kraftsensor 23.1, wie er im Werkzeughalter 23 eingebaut ist. Fig.
11 zeigt die Einzelteile des Kraftsensors 23.1. Der Kraftsensor 23.1 besteht aus einem
Sensorgehäuse 40 mit einem beispielsweise aus Kunststoff bestehendem Boden 41 und
Deckel 42. Die Innenseite des Bodens 41 und des Deckels 42 sind mit einer elektrisch
leitenden Schicht, beispielsweise einer Kupferschicht 43, kaschiert. Die Schicht 43
des Bodens 41 ist mittels eines Anschlussdrahtes 44 mit dem Innenleiter einer Anschlussbuchse
45 verbunden. Das Gehäuse der Anschlussbuchse 45 ist direkt mit der Beschichtung des
Deckels 42 verbunden. Das Sensorgehäuse 40 weist einen aus Kunststoff bestehenden
Zwischenboden 46 mit geringerer Dicke als die Sensoren 48 auf, an dem Ausnehmungen
47 angeordnet sind, die der Halterung der Sensoren 48, beispielsweise Piezo-Keramikscheiben,
dienen. Die beim Kalibriervorgang oder beim Crimpvorgang auf den Deckel 42 ausgeübte
Kraft wird ausschliesslich auf die Sensoren 48 und von diesen auf den Boden 41 übertragen.
Der Druck auf die Sensoren 48 erzeugt eine elektrische Ladung, die an der Anschlussbuchse
45 messbar ist.
[0022] Fig. 12 zeigt Einzelheiten der Steuerung 28 für die Crimppresse. Ein am Eingang mit
einem Netzfilter 49 ausgerüsteter Converter 50 setzt die Netzspannung in eine Gleichspannung
um, mit der ein Inverter 51 gespeist wird. Gesteuerte Halbleiterschalter Gu ... Gz
des Inverters 51 zerhacken die Gleichspannung in einem Pulsbreitenmodulationsverfahren
in drei gepulste Wechselspannungen, die im Motor 15, beispielsweise ein Asynchronmotor
ASM, sinusförmige Ströme variabler Frequenz erzeugen. Die Rotationsbewegung wird vom
Motor 15 auf das Getriebe 16 und dann auf die Welle 19 übertragen, an deren einen
Ende der Exzenterzapfen 20 und an deren anderen Ende der Resolver 21 angeordnet ist.
Der Exzenterzapfen 20 versetzt den Crimpbär 18 in eine Linearbewegung. Ein Pulsgenerator
52 erzeugt in Funktion eines Sollgeschwindigkeitsverlaufes das für die Ansteuerung
der Halbleiterschalter Gu ... Gz notwendige Pulsmuster, das einer Treiberstufe 53
eingespeist wird, die am Ausgang mit den Steuerleitungen der Halbleiterschalter Gu
... Gz verbunden ist. Ein Rechner 54 steuert alle Funktionen der Crimppresse. Für
den Datenaustausch zwischen dem Rechner und den Peripheriebausteinen steht das Bussystem
55 zur Verfügung. Ein sich automatisch an unterschiedliche Netzsituationen anpassendes
Netzgerät 56 erzeugt auch die für den Betrieb der Steuerung 28 notwendigen Hilfsspannungen.
[0023] Ein batteriegestützter Schreib- Lesespeicher 57 dient dem Rechner 54 als Arbeitsspeicher.
In einem Lesespeicher 58 ist das Programm zur Steuerung der Crimppresse abgelegt.
Andere am Crimpvorgang beteiligte Maschinen, wie beispielsweise Leiterzuführung oder
Kontaktzuführung, Steuereinrichtungen, Sicherheitskreise usw. sind mit dem Bezugszeichen
59 bezeichnet und kommunizieren beispielsweise zur Synchronisation via Bussystem 55
mit der Steuerung 28. Das Bedienterminal 27 ist mittels einer seriellen Schnittstelle
60 mit dem Rechner 54 verbunden. Falls die Crimppresse zu einer übergeordneten Kabelkonfektioniereinheit
63 gehört, erfolgt die Kommunikation der Steuerung 28 mit der Konfektioniereinheit
63 auch über die serielle Schnittstelle 60. Eine Auswerteeinheit 61 erfasst die Messwerte
des Kraftsensors 23.1 und des Kraftaufnehmers 38 und verarbeitet die Messdaten wie
oben dargestellt.
[0024] Am Bedienterminal 27 können menugeführt anwenderspezifische Daten wie Passwort, Sprache,
Einheiten usw., betriebsspezifische Daten wie Beschleunigung, Verzögerung, Frequenz
des Motors, Positionspunkte entlang des Hubes zur Synchronisation der am Crimpvorgang
beteiligten peripheren Maschinen und Einrichtungen eingegeben werden. Ausserdem kann
via Bedienterminal 27 auf Systeminformationen, servicerelevante Daten, statistische
Auswertungen, Protokolldaten der Kommunikation, Antriebsdaten usw. zugegriffen werden.
Betriebsarten wie Kalibrierung der Ausgangsposition des Crimpbärs 18, Kalibrierung
des Kraftsensors 23.1, Einrichtbetrieb zur Vorgabe des für das jeweilige Werkzeug
notwendigen Hubes, Auslösung eines einmaligen Crimpvorganges zur Prüfung der Crimpverbindung,
Crimpvorgang mit Zwischenhalt zur Positionierung des Kontaktes und anschliessendem
Verpressen des Kontaktes, Crimpvorgang mit vorgewähltem Hub usw. können auch menugeführt
via Bedienterminal 27 der Steuerung 28 vorgegeben, wobei der Crimpbär 18 und somit
das Crimpwerkzeug mittels Drehknopf 39 positionierbar ist.
[0025] Der in der Crimppresse eingesetzte Resolver 21 dient der Messung von Winkelpositionen.
Er liefert ein absolutes Signal pro Umdrehung und ist unempfindlich gegenüber Vibrationsbelastungen
und Temperatur. Aufgrund seines mechanischen Aufbaus bleibt seine Winkelinformation
auch bei Spannungsausfall erhalten. Der Resolver 21 besteht aus einem Stator und einem
von der Welle 19 angetriebenen Rotor. Am Stator ist eine erste Statorwicklung und
eine zweite Statorwicklung sowie am Rotor eine Rotorwicklung angeordnet. Die Rotorwicklung
wird durch eine Wechselspannung U1 mit konstanter Amplitude und Frequenz, beispielsweise
5000 Hz erregt. Die zweite Statorwicklung ist gegenüber der ersten Statorwicklung
um 90° verschoben angeordnet. Durch elektromagnetische Kopplung erzeugt die Wechselspannung
U1 an den Klemmen der Statorwicklungen die beiden Spannungen Usin bzw. Ucos. Diese
beiden Spannungen haben die gleiche Frequenz wie U1. Die Amplitude ist aber proportional
zum Sinus bzw. Cosinus des mechanischen Auslenkwinkels θ. Die Speisung der Rotorwicklung
erfolgt über einen Oszillator. Bei einem Resolver mit einem Polpaar durchläuft die
Amplitude der beiden Spannungen Usin und Ucos jeweils eine Sinusschwingung pro mechanische
Umdrehung. Eine Resolverschnittstelle 62 wertet das Sinussignal und das Cosinussignal
des Resolvers 21 mit beispielsweise einer Auflösung von 0,35° aus und konvertiert
den Winkel θ in einen digitalen Wert.
[0026] Fig. 13 bis 15 zeigen den Verlauf der Crimpkraft einer typischen Kontaktfamilie bei
unterschiedlichen Crimpfehlern. Auf der vertikalen Diagrammachse ist die Crimpkraft
CK und auf der horizontalen Diagrammachse ist die Zeit, der Auslenkwinkel oder der
Crimpweg aufgetragen. Der Crimpweg CW ist vom Auslenkwinkel θ des Resolvers 21 abgeleitet.
Die Kurve mit ausgezogener Linie ist eine aus beispielsweise zehn fehlerfreien Crimpungen
ermittelte und den Mittelwert dieser Crimpkräfte darstellende Referenzkurve. Mit unterbrochener
Linie dargestellt ist der Kraftverlauf einer fehlerhaften Crimpung.
[0027] Fig. 13 zeigt den Kraftverlauf einer Crimpung, bei der im Drahtcrimp 7 drei von neunzehn
Einzellitzen des Leiterdrahtes 12 fehlen. Die drei Einzellitzen sind entweder beim
Positionieren des Leiters zurückgeschoben worden und/oder beim Abisolieren abgeschnitten
worden. In einer ersten Zone Z1 des Kraftverlaufs, die etwa den Schliessvorgang der
Doppellaschen 4, 6 wiedergibt, liegen die Referenzkurve und die Kurve der fehlerhaften
Crimpung aufeinander, was mit den Vorzeichen +- dargestellt ist. In einer zweiten
Zone Z2 des Kraftverlaufs, die etwa das Einpressen der ersten Doppellasche 4 in die
Leiterisolation 11 und das Einpressen der zweiten Doppellasche 6 in den Leiterdraht
12 wiedergibt, liegen die Werte der fehlerhaften Crimpung deutlich unterhalb der Referenzwerte,
was mit den Vorzeichen --- dargestellt ist. In einer dritten Zone Z3 des Kraftverlaufs,
die etwa das endgültige plastische Verformen der Doppellaschen 4, 6 wiedergibt, liegen
die Werte der fehlerhaften Crimpung immer noch etwas unterhalb der Referenzwerte,
was mit den Vorzeichen -dargestellt ist. Der Bereich rechts der dritten Zone Z3 wiedergibt
den Kraftverlauf während des Öffnungsvorganges des Werkzeuges. In diesem Bereich decken
sich die Kurven weitgehend unabhängig vom Fehler der Crimpung.
[0028] Fig. 14 zeigt den Kraftverlauf einer Crimpung, bei der die Leiterisolation 11 bis
in den Drahtcrimp 7 reicht. In der ersten Zone Z1 und zu Beginn der zweiten Zone Z2
weist der Kraftverlauf der fehlerhaften Crimpung eine deutliche Überhöhung gegenüber
der Referenzkurve auf, was mit den Vorzeichen ++++ dargestellt ist. Das Schliessen
der zweiten Doppellasche 6 erfordert wegen der Leiterisolation 11 mehr Kraft.
[0029] Fig. 15 zeigt den Kraftverlauf einer Crimpung, bei der der Leiterdraht 12 nur teilweise
in den Drahtcrimp 7 reicht. In der zweiten Zone Z2 und in der dritten Zone Z3 liegt
der Kraftverlauf der fehlerhaften Crimpung deutlich unterhalb der Referenzkurve, was
mit den Vorzeichen -- bzw. mit dem Vorzeichen --- dargestellt ist. Die Verformung
der Doppellaschen 4, 6 bei unvollständig gefülltem Isolationscrimp 4 und Drahtcrimp
6 benötigt weniger Kraft.
[0030] Fig. 16 zeigt den Crimpkraftverlauf mit einer Zoneneinteilung zur Auswertung der
Abweichungen des Crimpkraftverlaufes K2 einer Crimpung von einer Referenzkurve K1.
Die Zonenbildung erfolgt beispielsweise aufgrund der Peakbreite der Referenzkurve
K1 und aufgrund des Kraftrückganges zwischen 90% und 10%. Andere Kriterien zur Zonenbildung
sind möglich wie beispielsweise eine erste Zone Z1 bei 20% der Maximalkraft mit dem
Nachteil, dass der Kraftanstieg sehr vom Kontakt abhängig ist und im Kraftverlauf
deutliche Zwischenminimas enthalten sein können. Möglich ist auch eine Zoneneinteilung
mit weniger oder mehr als vier Zonen.
[0031] Die Zonenbreiten der bereits in Fig. 13 bis 15 genannten Zonen Z1, Z2, Z3 sind mit
W1, W2, W3 bezeichnet. Die maximale Crimpkraft während des Crimpvorganges ist mit
Fp bezeichnet. Die dritte Zone Z3 reicht vom 90%-Punkt des Kraftanstieges bis zum
90%-Punkt des Kraftrückganges. Die Fläche unter der Referenzkurve K1 mit der Breite
W3 ist auf 1000 ppt (parts per thousand) normiert. Die zur vierten Zone Z4 zugehörige
Breite vom 90%-Punkt bis zum 10-%Punkt des Kraftrückganges ist mit W4 bezeichnet.
In diesem Bereich treten keine wesentlichen Abweichungen zwischen den Kurven K1, K2
auf, weil der Kraftverlauf in dieser Zone weitgehend vom Ausfedern des Kontaktes und/oder
der Crimppresse bestimmt wird. W4 kann daher als Referenzbreite zur Bestimmung der
ersten Breite W1 und der zweiten Breite W2 verwendet werden.
[0032] Zur Auswertung werden theoretisch die Fläche mit der Breite W3 unter der Referenzkurve
K1 und die Differenzflächen zwischen den Kurven K1, K2 verwendet. Praktisch werden
einzelne Crimpkräfte D in sehr kleinen, beispielsweise durch den Resolver 21 vorgegebene
Winkelabstände gemessen und zu Flächen aufsummiert.
[0033] Fig. 17 zeigt die Zusammenhänge zwischen Faktoren, Messwerten und gerechneten Werten
für die einzelnen Zonen wie auch für alle Zonen zusammen. Aufgrund der Messwerte und
der gerechneten Werte ist es möglich, Aussagen über die Qualität einer Crimpverbindung
zu machen und/oder Fehlermeldungen zu erzeugen.
[0034] Zur Bestimmung der Breite (Width) der ersten Zone Z1 und der zweiten Zone Z2 wird
die vierte Zonenbreite W4 mit einem Faktor in der Grössenordnung von beispielsweise
0 ... 2 multipliziert. Die dritte Zonenbreite W3 ist bestimmt durch die 90%-Punkte
des Referenzcrimpkraftverlaufes K1. Massgebend für die Zonenbreite ist die gemittelte
Referenzkurve K1.
[0035] Die unterschiedlichen Eigenschaften der zu verarbeitenden Kontaktarten werden je
Zone mittels eines Sensibilitätsfaktor (Sensitivity) S1, S2, S3 in der Grössenordnung
von beispielsweise 0,5 ... 1 berücksichtigt.
[0036] Die jeweilige Fläche (Surface) einer Zone ist mit F1, F2, F3 bezeichnet. Massgebend
für die Fläche ist die gemittelte Referenzkurve K1.
[0037] Ein erster Messwert (Result Signed) ist die Summe der positiven und der negativen
Differenzflächen zwischen der Referenzkurve K1 und der Crimpkraftkurve K2. Liegt die
Crimpkraftkurve K2 mehrheitlich oberhalb der Referenzkurve K1, so entsteht eine positive
Fläche. Liegt die Crimpkraftkurve K2 mehrheitlich unterhalb der Referenzkurve K1,
so entsteht eine negative Fläche. Der erste Messwert RS1 ... RS3 wird für die Zonen
Z1 ... Z3 erstellt und wird in ppt relativ zur normierten Fläche der Zone Z3 dargestellt.
[0038] Ein zweiter Messwert (Result Unsigned) ist die Summe der Differenzflächen zwischen
der Referenzkurve K1 und der Crimpkraftkurve K2 unabhängig davon, ob die Crimpkraftkurve
K2 oberhalb oder unterhalb der Referenzkurve K1 liegt. Der zweite Messwert RU1 ...
RU3 wird für die Zonen Z1 ... Z3 erstellt und wird in ppt relativ zur normierten Fläche
der Zone Z3 dargestellt. Der Gesamtwert RUO ist die Summe der Zonenwerte RU1, RU2,
RU3.
[0039] Der erste Messwert RS1, RS2, RS3 wird mit Grenzwerten (Limits) der Zonen Z1, Z2,
Z3 verglichen. Falls mindestens einer der ersten Messwerte die Grenzwerte überschreitet,
wird eine entsprechende Fehlermeldung erzeugt. Bei der Schlechtschwelle (Bad Limit)
ist die gemittelte, driftkompensierte Referenzkurve, bei der Lernschwelle (Teach Limit)
ist eine Erstreferenzkurve, bei der Stopschwelle (Stop Limit) ist die gemittelte,
driftkompensierte Referenzkurve massgebend. Für die Driftschwelle (Drift Limit) wird
die Originalreferenzkurve mit der driftkompensierten, gemittelten Referenzkurve verglichen.
Die Berechnung der jeweiligen Grenzwerte ist aus Fig. 17 ersichtlich.
[0040] Die Erstreferenzkurve ist der Crimpkraftverlauf der ersten Crimpung. Die gemittelte
Referenzkurve ist das Mittel der Crimpkraftverläufe der beispielsweise ersten fünf
Crimpungen und ist als Originalreferenzkurve abgespeichert. Die driftkompensierte,
gemittelte Referenzkurve ist die der Drift nachgeführte, gemittelte Referenzkurve.
Die Drift ist anhand von Abweichungen von als gut bewerteten Crimpkraftverläufen feststellbar.
Die Nachführung erfolgt nur mit einem geringen Anteil der festgestellten Abweichungen.
[0041] Gemäss Fig. 17 wird der Gesamtwert RUO mit Gesamtgrenzwerten verglichen, die Faktoren
oder aus Faktoren berechnete Werte sind. Die jeweiligen massgebenden Kurven sind dieselben
wie im vorhergehenden Abschnitt beschrieben.
[0042] Von den in Fig. 17 genannten Faktoren muss lediglich der Faktor BLO vom Anwender
bestimmt werden, die übrigen Faktoren werden vom Hersteller voreingestellt. Der Anwender
hat aber die Möglichkeit, jederzeit sämtliche Faktoren seinen Bedürfnissen anzupassen.
[0043] Mit der Zonenauswertung können Fehler in einzelnen Zonen wesentlich sensibler als
mit einer Gesamtauswertung erfasst werden. Die Gesamtauswertung ist bei unklaren,
verwischten Fehlerursachen eher vorzuziehen.
[0044] Die ersten Messwerte RS1 ... RS3 können nicht nur für die Auslösung von Fehlermeldungen
verwendet werden, sondern auch für Aussagen über den Fehler und die Wahrscheinlichkeit,
dass es sich um einen bestimmten Fehler handelt. Falls wie in Fig. 18a gezeigt die
Grenzwerte des Typs 1 eintreffen, ist es ziemlich sicher, dass im Drahtcrimp 7 beispielsweise
mehr als 10% Einzellitzen fehlen. Falls die Grenzwerte des Typs 2 eintreffen, ist
es sicher, dass im Drahtcrimp 7 beispielsweise mehr als 10% Einzellitzen fehlen. Falls
die Grenzwerte des Typs 3 eintreffen, ist es ganz sicher, dass im Drahtcrimp 7 beispielsweise
mehr als 10% Einzellitzen fehlen. Fig. 18b zeigt die Grenzwerte für Crimpungen mit
zu tief eingelegtem Leiter 1. Fig. 18c zeigt die Grenzwerte für Crimpungen mit zu
wenig tief eingelegtem Leiter 1. Bei den fett gedruckten Grenzwerten werden entsprechende
Fehlermeldungen ausgelöst.
[0045] Eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung der Fehlersensibilität besteht darin, dass
die gemittelte Steigung des Crimpkraftverlaufs an den Zonenübergängen erfasst wird.
Damit kann beispielsweise der Fehlertyp der Zone 2 der Fig. 18a vom Fehlertyp der
Zone 2 der Fig. 18c präziser unterschieden werden.
[0046] Wie oben erwähnt wird die Crimpkraft CK mittels eines Kraftsensors 23.1 gemessen.
Die Crimpkraft CK teilt sich in den Crimpstempeln 8, 9 auf. Oben genannte Crimpkraftauswertung
kann auch auf eine Crimppresse angewendet werden, bei der die Crimpkraft je Crimpstempel
gemessen wird. Damit sind präzise Aussagen über den Crimpkraftverlauf im Crimpstempel
8 für den Isolationscrimp 5 und über den Crimpkraftverlauf im Crimpstempel 9 für den
Drahtcrimp 7 und somit über die Qualität des Isolationscrimps 5 und des Drahtcrimps
7 möglich.
1. Verfahren zur Bestimmung der Qualität einer Crimpverbindung zwischen einem Leiter
und einem Kontakt, wobei eine Crimpeinrichtung eine Crimpkraft erzeugt, mittels welcher
der Kontakt mit dem Leiter elektrisch und mechanisch unlösbar verbindbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verlauf einer Referenzcrimpkraft (K1) in mehrere Zonen (Z1 .... Z4) eingeteilt
wird, wobei die Einteilung in Abhängigkeit des Verlaufs der Referenzcrimpkraft (K1)
erfolgt,
dass je Zone (Z1 .... Z3) der gesamte Verlauf der Crimpkraft (K2) in Bezug auf den gesamten
Verlauf der Referenzcrimpkraft (K1) innerhalb der jeweiligen Zone ausgewertet wird
und
dass aus dem Ergebnis der Auswertung Fehlermeldungen und Aussagen über die Qualität der
Crimpverbindung erzeugt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zonen (Z1 .... Z4) in Abhängigkeit der Peakbreite und/oder des Kraftrückganges
des Verlaufes der Referenzcrimpkraft (K1) gebildet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass je auszuwertende Zone (Z1 .... Z3) Fehlerflächen (RS, RU) zwischen dem Verlauf der
Crimpkraft (K2) und dem Verlauf der Referenzcrimpkraft (K1) bestimmt werden, mittels
denen die Fehlermeldungen und Aussagen über die Qualität der Crimpverbindung erzeugt
werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Fehlerflächen (RS, RU) vorzeichenbehaftet oder absolut bestimmt werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass je auszuwertende Zone (Z1 .... Z3) Grenzwerte (BL, TL, SL, DL) in Abhängigkeit der
Zonenbreite (W1 ... W4) und/oder Grenzwerte (BLO, TLO, SLO, DLO) für alle auszuwertenden
Zonen (Z1 .... Z3) gebildet werden und aus dem Vergleich der Grenzwerte mit den Fehlerflächen
(RS, RU, RUO) die Fehlermeldungen und Aussagen über die Qualität der Crimpverbindung
erzeugt werden.
1. Method for determining the quality of a crimped connection between a conductor and
a contact, wherein crimping equipment produces a crimping force, by means of which
the contact is electrically and mechanically non-detachably connectible with the conductor,
characterised in that the course of a reference crimping force (K1) is divided into several zones (Z1 to
Z4), wherein the division takes place in dependence on the course of the reference
crimping force (K1), that for each zone (Z1 to Z3) the entire course of the crimping
force (K2) is evaluated with reference to the entire course of the reference crimping
force (K1) within the respective zone and that fault reports and statements about
the quality of the crimped connection are produced from the result of the evaluation.
2. Method according to claim 1, characterised in that the zones (Z1 to Z4) are formed in dependence on the peak width and/or the decline
in force of the course of the reference crimping force (K1).
3. Method according to claim 2, characterised in that fault areas (RS, RU) between the course of the crimping force (K2) and the course
of the reference crimping force (K1) for each zone (Z1 to Z3) to be evaluated are
determined, by means of which fault areas the fault reports and statements about the
quality of the crimped connection are produced.
4. Method according to claim 3, characterised in that the fault areas (RS, RU) are ascertained to carry a sign or are ascertained in absolute
magnitude.
5. Method according to one of the preceding claims, characterised in that limit values (BL, TL, SL, DL) are formed in dependence on the zone width (W1 to W4)
for each zone (Z1 to Z3) to be evaluated and/or limit values (BLO, TLO, SLO, DLO)
are formed for all zones (Z1 to Z3) to be evaluated, and the fault reports and statements
about the quality of the crimped connection are produced from the comparison of the
limit values with the fault areas (RS, RU, RUO).
1. Procédé pour la détermination de la qualité d'un assemblage serti entre un conducteur
et un contact, dans lequel un dispositif de sertissage produit une force de sertissage
au moyen de laquelle le contact peut être assemblé au conducteur électriquement et
mécaniquement de façon indémontable, caractérisé,
en ce que la courbe de variation d'une force de sertissage de référence (K1) est divisée en
plusieurs zones (Z1....Z4), la division s'effectuant en fonction de la courbe de variation
de la force de sertissage de référence (K1),
en ce que, pour chaque zone (Z1....Z3), la totalité de la courbe de variation de la force de
sertissage (K2) est analysée dans sa relation avec la totalité de la courbe de variation
de la force de sertissage de référence (K1) dans la zone considérée et
en ce que des messages de défaut et des indications sur la qualité de l'assemblage serti sont
produits sur la base du résultat de l'analyse.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé
en ce que les zones (Z1....Z4) sont formées en fonction de la largeur de pic et/ou du retour
de force de la courbe de variation de la force de sertissage de référence (K1).
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé
en ce que, pour chaque zone à analyser (Z1....Z3), on détermine des aires de défaut (RS, RU)
entre la courbe de variation de la force de sertissage (K2) et la courbe de variation
de la force de sertissage de référence (K1), aires au moyen desquelles les messages
de défaut et les indications sur la qualité de l'assemblage serti sont produits.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé
en ce que les aires de défaut (RS, RU) sont déterminées avec un signe ou en valeur absolue.
5. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé
en ce que des valeurs limites (BL, TL, SL, DL) sont formées pour chaque zone à analyser (Z1....Z3)
en fonction de la largeur de zone (W1....W4) et/ou des valeurs limites (BLO, TLO,
SLO, DLO) sont formées pour toutes les zones à analyser (Z1....Z3) et que les messages
de défaut et les indications sur la qualité de l'assemblage serti sont produits à
partir de la comparaison entre les valeurs limites et les aires de défaut (RS, RU,
RUO).