[0001] Die Erfindung betrifft Rollschuhe, insbesondere Inline-Skater mit einer Bremsvorrichtung,
bei dem sich ein Bremselement hinter dem in Fahrrichtung letzten Rad befindet und
das sowohl ein Bremsen in konventioneller Weise durch Kippen des Schuhes nach hinten
ermöglicht, als auch das Abremsen des Rollschuhes durch Absenken des Bremselementes
auf die Fahrbahn vorsieht.
[0002] Einspurige Rollschuhe, nach heute üblicher Bauart weisen an wenigstens einem der
paarweise verwendeten Rollschuhe, eine Bremsvorrichtung auf. Derartige übliche Bremsvorrichtungen
bestehen aus einem Bremselement oder Bremsblock, der in starrer Weise hinter dem in
Fahrrichtung letzten Rad des Rollschuhes angebracht ist. Das Bremselement ist dabei
so angeordnet, daß es sich oberhalb der Spurlinie des Rollschuhes befindet und ist
dabei so weit von der Fahrbahnoberfläche beabstandet, daß der Laufvorgang nicht durch
unbeabsichtigte Kontakte des Bremselementes mit der Fahrbahnoberfläche behindert wird.
[0003] Der Bremsvorgang wird dadurch ausgeführt, daß der Rollschuhfahrer den Rollschuh so
weit nach hinten kippt und damit das Bremselement der Fahrbahn annähert, bis dieses
in reibenden Kontakt mit der Fahrbahnoberfläche tritt. Der Bremsvorgang wird dabei
durch den Anpreßdruck des Bremselementes auf die Fahrbahnoberfläche und die damit
verbundene Verstärkung der Bremsreibung geregelt.
[0004] Um den, mit der konventionellen Bremsvorrichtung versehenen Rollschuh zur Einleitung
des Bremsvorganges kippen zu können, ist der Rollschuhfahrer üblicherweise gezwungen,
sein Gewicht und damit seinen Schwerpunkt auf bzw. über den anderen Rollschuh zu verlagern.
Dies führt zu einer deutlichen Destabilisierung der Fahrsituation, die durch die auftretenden
Bremskräfte auch noch weiterhin verschlechtert wird.
[0005] Durch die genannte Destabilisierung kann es zu Fahrsituationen kommen, die von dem
Rollschuhfahrer nicht mehr beherrscht werden, dies schließt Stürze mit ein. Dies gilt
insbesondere für ungeübte Fahrer, wie z. B. Anfänger oder Kinder, aber auch für Fahrsituationen,
bei denen die Fahrstabilität durch andere Faktoren negativ beeinflußt wird, wie z.
B. Hochgeschwindigkeitsfahrten oder Fahrten auf schlechtem Untergrund.
[0006] Es sind mehrere unterschiedliche Bremsvorrichtungen bekannt, die die Durchführung
eines Bremsvorganges bei einspurigen Rollschuhen ermöglichen, ohne daß dabei ein Ankippen
des Rollschuhes mit den dabei verbundenen Gewichtsverlagerungen nötig ist.
[0007] So beschreibt die US-A-5 647 599 eine Bremsvorrichtung für Inline-Skater bestehend
aus einem stockartigen starren Betätigungsglied, einem wippenartigen Bremsgestänge
sowie einem Bremsklotz. Die Bremsvorrichtung ist in Fahrrichtung seitlich am Rollschuh
angebracht, so daß sich der Bremsklotz nicht in der Spurlinie der hintereinander angeordneten
Räder befindet. Die Bremsvorrichtung wird durch Ziehen an dem stockartigen Betätigungselement
betätigt, wobei das vordere Ende des Bremsgestänges angehoben wird. Dabei senkt sich
das, mit dem Bremsklotz versehene hintere Ende des Bremsgestänges auf die Fahrbahn
und kommt mit dieser in Reibungskontakt.
[0008] Beendet wird der Bremsvorgang durch Herabdrücken des stockartigen Betätigungselementes.
[0009] Die Anordnung der Bremsvorrichtung bei der US-A-5 647 599 neben der Spurlinie des
Rollschuhes führt jedoch bei Betätigung der Bremsvorrichtung zu einem Drehmoment um
die Hochachse des Rollschuhes und somit zu einer Destabilisierung der Fahrsituation
während der Betätigung.
[0010] Die US-A-5 330 207, US-A-5 439 238 und US-A-5 316 325 zeigen jeweils Bremsvorrichtungen
denen gemeinsam ist, daß der Bremsblock in der Spurlinie hinter den letzten Rad des
Rollschuhes angeordnet ist, der Bremsblock durch einen im wesentlichen U-förmigen
Träger gehalten und geführt wird, die Vorrichtung mittels eines Seilinnenzuges (Bowdenzug)
betätigt wird und daß die Vorrichtung ein Rückstellelement aufweist.
[0011] Bei der US-A-5 330 207 ist der U-Träger mit seinen Schenkeln in der Achse des letzten
Rades drehend gelagert. Eine Umlenkrolle zur Führung der Drahtseele des Bowdenzuges
ist ebenfalls in dieser Achse angeordnet. Die Drahtseele greift an der rückwärtig
gerichteten Seite des Bremsenträgers an und zieht diesen bei Betätigung des Bowdenzuges
in Richtung auf die Fahrbahnoberfläche.
[0012] Die US-A-5 316 325 beschreibt ebenfalls eine solche, durch Seilzug betätigte Bremsvorrichtung,
wobei jedoch die Drahtseele an einem nach vorne gerichteten Schwenkarm angreift.
[0013] Die US-A-5 439 238 betrifft ein Bremssystem bestehend aus einem Bremsblock, U-förmigen
Trägerelement, Seilzug und Rückstellelement. Dabei befinden sich der Bremsenträger
sowie der daran befestigte Bremsblock in bekannter Weise hinter dem letzten Rad des
Rollschuhes. Die Drehachse des Bremsblockträgers ist wahlweise in der Achse des letzten
Rades oder oberhalb des Rades angeordnet. Der Bowdenzug wird tiefliegend von vorne
herangeführt und die Drahtseele greift direkt am Bremsblock an.
[0014] Die DE 296 20 280 U1 betrifft eine handbetätigte Bremse für einen Rollschuh, wobei
die Bremseinrichtung im wesentlichen aus einem Gehäuse besteht, das am hinteren Ende
des Rollschuhes starr montiert ist, einem Bremsklotz der in dem Gehäuse verschiebbar
angeordnet ist, einem Bowdenzug sowie einem Rückstellelement. Die Drahtseele wird
von der oberen Seite des Gehäuses bis fast zum unteren Ende durchgeführt, dort umgelenkt
und greift am oberen Ende des in Fahrbahnrichtung verschiebbaren und im Gehäuse geführten
Bremsklotzes an. Bei Betätigung des Seilzuges wird der Bremsklotz aus dem Gehäuse
herausgezogen und in Kontakt mit der Fahrbahnoberfläche gebracht. Die Rückstellung
erfolgt über ein Federelement.
[0015] Keines der genannten Bremssysteme erlaubt ein Abbremsen in konventioneller Weise
durch Ankippen des mit der Bremsvorrichtung versehenem Rollschuhes.
[0016] Trotz der ausgeführten Nachteile besteht gerade bei geübteren Fahrern das Bedürfnis
danach, einen Bremsvorgang in konventioneller Weise, d. h. durch Ankippen des mit
der Bremsvorrichtung versehenen Rollschuhes durchzuführen. Die hohe Akzeptanz derartiger
klassischer Bremsvorrichtungen ergibt sich u. a. daraus, daß in normalen Fahrsituationen
der Bremsvorgang fließend in den Bewegungsablauf des Rollschuhfahrens eingehen kann
und wobei der Fahrtablauf trotzdem beherrschbar ist.
[0017] Somit erlaubten die bisher zur Verfügung stehenden Bremssysteme einerseits ein klassisches
Bremsen, daß bei dem Rollschuhfahrer üblicherweise eine hohe Akzeptanz hat, jedoch
u. U. in kritischen Fahrsituationen (Notbremsung, schlecher Fahrbahnuntergrund, hohe
Geschwindigkeit) keinen beherrschbaren Bremsvorgang erlaubt. Andererseits weisen die
Bremssysteme, bei denen ein Bremsklotz auf die Fahrbahnoberfläche abgesenkt wird und
somit deutliche Vorteile in kritischen Bremssituationen sowie für Fahranfänger haben,
nur eine geringe Akzeptanz auf, da sie es nicht erlauben, eine klassische Bremsung
durchzuführen.
[0018] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die Nachteile des Standes der Technik
zu überwinden und eine Bremsvorrichtung für einen einspurigen Rollschuh bereitzustellen,
die sowohl ein Einleiten des Bremsvorganges durch Ankippen des Rollschuhes ermöglicht,
als auch ein Bremsen erlaubt, bei dem der Rollschuhfahrer weiterhin eine möglichst
fahrstabile Position einnehmen kann.
[0019] Gelöst wird die Aufgabe durch eine Bremsvorrichtung mit den Merkmalen nach dem Anspruch
1. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen aufgeführt.
[0020] Die Erfindung betrifft eine Bremsvorrichtung für einen einspurigen Rollschuh, die
sich am hinteren Ende des Rollschuhes befindet und bei der der Rollschuhfahrer in
frei wählbarer Weise den Bremsvorgang durch Kippen des Rollschuhes um seine Querachse
einleiten kann oder durch manuelle Betätigung der Bremsvorrichtung ausführt.
[0021] Die Bremsvorrichtung besteht im wesentlichen aus einem Bremsenträger mit einem Brems-
und Anschlagelement, einer Rückstelleinrichtung und einer Betätigungseinrichtung.
Der Bremsenträger ist vorzugsweise U-förmig ausgebildet, wobei die Schenkel drehbar
am Radgehäuse befestigt sind. Das Anschlagelement erstreckt sich von dem Bremsenträger
zur Rückseite des Rollschuhes, wo es an einem vorbestimmten Anschlagpunkt anschlägt.
Der Anschlagpunkt kann an jeder beliebigen rückwärtigen Stelle des Rollschuhes liegen.
Er muß jedoch so ausgebildet sein, daß er in der Lage ist, die auftretenden Bremskräfte
aufzunehmen.
[0022] Das Bremselement erstreckt sich vom Bremsenträger, entgegengesetzt zu dem Anschlagelement,
in Richtung auf die Fahrbahnoberfläche ohne diese im Fahrbetrieb zu berühren. Durch
ein Rückstellelement wird die Bremsvorrichtung angehoben, wobei das Anschlagelement
am Anschlagpunkt abgestützt ist. In dieser Position befindet sich die Bremsvorrichtung
in Ruhestellung.
[0023] In der Ruhestellung der Bremsvorrichtung kann der Rollschuhfahrer in herkömmlicherweise
den Bremsvorgang durchführen, in dem die Spitze des Rollschuhes angehoben wird und
das Bremselement gegen die Fahrbahnoberfläche gepreßt wird. Die dabei auftretenden
Bremskräfte sowie die vom Rollschuhfahrer aufzuwendende Anpreßkraft wird dabei über
die Schenkel des Bremsenträgers sowie das Anschlagelement übertragen.
[0024] Zur manuellen Durchführung des Bremsvorganges wird mittels einer Betätigungseinrichtung
der Bremsenträger abgesenkt, wobei das Bremselement in Reibkontakt mit der Fahrbahnoberfläche
kommt und das Anschlagelement sich vom Anschlagpunkt entfernt. Der für den Bremsvorgang
nötige Anpreßdruck des Bremselementes auf die Fahrbahnoberfläche wird bei der manuellen
Betätigung über die Betätigungseinrichtung erzeugt und nicht wie bei der Bremsung
in herkömmlicher Weise über das Anschlagelement auf das Bremselement übertragen.
[0025] Die Betätigungsvorrichtung kann in beliebiger Form ausgeführt sein, wobei nur sichergestellt
sein muß, daß ein hinreichend hoher Anpreßdruck auf das Bremselement verbracht werden
kann.
[0026] In einer bevorzugten Ausführungsform besteht die Betätigungseinrichtung aus einem
Bremshebel, der durch einen verlängerten Flansch des U-förmigen Bremsenträgers gebildet
wird und der über die Schwenkachse des Bremsenträgers hinausragt. Die Betätigung erfolgt
dann durch Ziehen an einem Zugelement, das am vorderen Ende des Bremshebels befestigt
ist.
[0027] In einer weniger bevorzugten Ausführungsform kann der Bremsenträger auch mittels
eines Bowdenzuges und ggf. einer Umlenkung herabgesenkt werden.
[0028] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die
Bremsvorrichtung umfassend den Bremsenträger das Anschlagelement und den Bremshebel
einstückig geformt. Dabei befindet sich die Schwenkachse des Bremsenträgers in der
Achse des letzten Laufrades des Rollschuhes.
[0029] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Bremsvorrichtung so ausgebildet,
daß sie an herkömmlichen einspurigen Rollschuhen nachgerüstet werden kann.
[0030] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird im folgenden
anhand der Figuren im einzelnen erläutert:
- Fig. 1
- zeigt einen einspurigen Rollschuh mit der erfindungsgemäßen Bremsvorrichtung in Ruhestellung,
wobei die Betätigungseinrichtung als Bremshebel mit Zugelement ausgebildet ist;
- Fig. 2
- zeigt eine vergrößerte Ausschnittsdarstellung des Rollschuhs mit der Bremsvorrichtung
in betätigtem Zustand;
- Fig. 3
- zeigt eine vergrößerte Ausschnittsdarstellung des Rollschuhes mit der Bremsvorrichtung
in Ruhestellung, wobei die Darstellung das Rückstellelement zeigt.
[0031] Fig. 1 zeigt einen Rollschuh 1 mit einem Schuhabschnitt 10 und einem Rollengehäuse
11, in dem sich die Räder 20 befinden. Die Räder 20 sind mit den Achsenabschnitten
21 drehbar befestigt. Am hinteren Ende des Rollschuhes 10 befindet sich die Bremsvorrichtung
30, die in Ruhestellung dargestellt ist.
[0032] Die Bremsvorrichtung umfaßt den Bremsenträger 33, von dem sich das Anschlagelement
32 nach oben hin erstreckt und am Anschlagpunkt 40 am Rollengehäuse 11 anschlägt.
Nach unten erstreckt sich von dem Bremsenträger 33 ausgehend das Bremselement 31.
Das Bremselement 31 ist ein für einspurige Rollschuhe üblicher Bremsblock und kann
vorzugsweise nach hinreichendem Verschleiß ausgetauscht werden.
[0033] Die Bremsvorrichtung kann in dieser bevorzugten Ausführungsform um die Schwenkachse
37 gedreht werden. Dabei befindet sich die Schwenkachse 37 in der Achse 21 des letzten
Rades 20 des Rollschuhes. Die Flansche des Bremsenträgers 33 sind drehbar an der Schwenkachse
37 befestigt.
[0034] Die Betätigungseinrichtung besteht in dieser bevorzugten Ausführungsform aus dem
Bremshebel 34, dem Kuppelelement 35 sowie dem Zugelement 36. Der Bremshebel 34 wird
durch die Verlängerung eines der Flansche des Bremsenträgers 33 über die Schwenkachse
37 hinaus gebildet.
[0035] Das Zugelement 36 wird von dem Rollschuhfahrer in der Hand gehalten oder an der Bekleidung
so befestigt, daß es zur Betätigung jederzeit greifbar ist. Durch Auslösung des Kuppelelementes
35 kann das Zugelement 36 durch den Fahrer entfernt werden. Die Bremsvorrichtung bleibt
dann dauerhaft in Ruhestellung, wobei sie weiterhin in vollem Umfang für Bremsvorgänge
durch Ankippen des Rollschuhes zur Verfügung steht.
[0036] Durch die Möglichkeit des beliebigen An- und Abkuppelns des Zugelementes steht es
dem Rollschuhfahrer frei, z. B. in Abhängigkeit von äußeren Einflüssen, wie Fahrbahnbeschaffenheit,
Verkehrsdichte, Steigung oder Gefälle, die Bremseinrichtung zur manuellen Betätigung
bereitzuhalten oder vollständig auf eine manuelle Betätigung zu verzichten.
[0037] Fig. 2 zeigt einen vergrößerten Abschnitt des Rollschuhes 1 mit der Bremsvorrichtung
10 in betätigtem Zustand. Durch Zug an dem Zugelement 36, das mit dem Kuppelelement
35 an dem Bremshebel 34 befestigt ist, wird der Bremshebel 34 in Zugrichtung, d. h.
nach oben bewegt. Über die Schwenkachse 37 wird der Bremsenträger 33 mit dem Anschlagelement
32 und dem Bremselement 31 in Richtung auf die Fahrbahn 12 abgesenkt.
[0038] Bei hinreichendem Zug tritt das Bremselement 31 in Reibekontakt mit der Fahrbahn
12, wodurch es zu einem Abbremsen des Rollschuhes kommt. Durch Variation der Zugkraft
an dem Zugelement 36 kann der Rollschuhfahrer den Anpreßdruck und damit die Bremswirkung
des Bremselementes 31 auf die Fahrbahn 12 variieren und bestimmen.
[0039] Der Bremshebel 34 muß dabei so ausgebildet sein, daß er die Zugkräfte aufnehmen und
übertragen kann. Er muß auch soweit von dem Gehäuse 11 beabstandet sein, daß keine
Gehäuseteile den Weg des Bremshebels beeinträchtigen. In der gezeigten bevorzugten
Ausführungsform sind die Hebelverhältnisse zwischen dem Bremshebel 34 und dem Schenkel
des Bremsenträgers 33 so gewählt, daß eine maximale Bremswirkung erzielt werden kann,
bevor das in Fahrrichtung vordere Ende des Bremshebels 34 auf das überstehende Schuhelement
10 stößt.
[0040] Fig. 3 zeigt eine andere Ansicht des vergrößerten Ausschnittes des Rollschuhes 1
mit der Bremsvorrichtung 30. Die Darstellung zeigt eine bevorzugte Ausführungsform,
bei der die Rückstelleinrichtung sich auf der zur Betätigungseinrichtung gegenüberliegenden
Seite des Rollschuhes befindet und weiterhin die Bremsvorrichtung 30 als Nachrüstsatz
ausgebildet ist.
[0041] Der Bremsenträger 33 mit dem Anschlagelement 32 und dem Bremselement 31 befinden
sich in Ruhestellung, wobei das Anschlagelement 32 am Anschlagpunkt 40 abgestützt
ist. In der gezeigten Ausführungsform befindet sich der Anschlagpunkt 40 am hinteren
Ende des Radgehäuses 11. Dies ist bevorzugt, da das Radgehäuse 11 hinreichende Stabilität
aufweist, um die Bremskräfte aufzunehmen bzw. den Anpreßdruck zu übertragen.
[0042] Am oberen Ende des Anschlagelementes 32 greift das als Feder ausgebildete Rückstellelement
51 an und hält die Bremsvorrichtung 30 in der Ruheposition. Das Gegenlager für das
Rückstellelement 51 wird durch den Befestigungspunkt an dem Gehäuse 53 gebildet. Der
Befestigungspunkt 53 befindet sich in der gezeigten Ausführungsform am oberen Ende
des Halteklipps 54. Der Halteklipp 54 ist am unteren Ende U-förmig ausgebildet und
kann auf das, in Plattenform ausgebildete Radgehäuse 11 aufgesteckt werden.
[0043] Die Schwenkachse 37 befindet sich in der bevorzugten Ausführungsform in der Achse
21. In einer weniger bevorzugten Ausführungsform kann die Schwenkachse 37 an einem
anderen Punkt des Gehäuses 11 angeordnet sein.
[0044] Bevorzugt ist weiterhin, daß die Bremsvorrichtung 30 aus Kunststoff gebildet ist.
[0045] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Bremsvorrichtung 30 als Nachrüstsatz
für einen herkömmlichen einspurigen Rollschuh ausgebildet. Dabei ist ggf. eine vorhandene,
herkömmliche Bremsvorrichtung vor der Montage der erfindungsgemäßen Bremsvorrichtung
30 zu entfernen. Die als Nachrüstsatz ausgebildete Bremsvorrichtung ist in einer bevorzugten
Ausführungsform so ausgebildet, daß die Schenkel des Bremsenträgers 33 über das Gehäuse
11 übergreifen können. Durch einen im Nachrüstsatz optional vorhandenen Haltestift
wird die Schwenkachse 37 in der Achse 21 des letzten Rades 21 befestigt, wobei ggf.
die ursprüngliche Achse 21 durch den Haltestift ersetzt wird, ohne die Funktion zu
beeinträchtigen. In dieser bevorzugten Ausführungsform wird das Rückstellelement 51
an einem Halteklipp 54 befestigt. Durch die Verwendung des aufsteckbaren Halteklipps
54 sind keine weiteren Eingriffe in das Gehäuse 11 nötig.
1. Rollschuh, insbsondere Inline-Skater, mit einer Bremsvorrichtung, die in Fahrrichtung
hinter dem letzten Rad (20) angebracht und von Hand betätigbar ist, umfassend wenigstens
ein Bremselement (31), einen Bremsenträger (33), eine Rückstelleinrichtung (50) sowie
eine Betätigungseinrichtung, wobei das rückwärtige Ende des Bremsenträgers (33) mit
dem Bremselement (31) durch Betätigung der Betätigungsvorrichtung auf die Fahrbahn
absenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Bremselement (31) in unbetätigtem Zustand der Bremsvorrichtung mittels eines
Anschlagelementes (32) am rückwärtigen Ende des Rollschuhes (1) abgestützt ist.
2. Rollschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlagelement (32) an dem Radgehäuse (11) anschlägt.
3. Rollschuh nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsvorrichtung (30) einen sich nach vorn erstreckenden Bremshebel (34) sowie
ein am vorderen Ende befestigtes Zugelement (36) umfaßt.
4. Rollschuh nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugelement (36) an dem Bremshebel (34) mittels eines Kupplungselementes (35)
reversibel befestigt ist.
5. Rollschuh nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsvorrichtung (30) umfassend Bremsenträger (33), Anschlagelement (32) und
Bremshebel (34) einstückig ausgeführt ist.
6. Rollschuh nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (37) der Bremsvorrichtung (30) in der Achse des in Laufrichtung
letzten Rades (20) des Rollschuhes (1) liegt.
7. Rollschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie Rückstelleinrichtung (50), ein Rückstellelement (51) und einen Halteklipp (54)
umfasst, wobei das Rückstellelement (51) vorzugsweise eine Feder ist.
8. Rollschuh nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Halteklipp (54) auf das Gehäuse (11) aufsteckbar ist.
9. Rollschuh nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsvorrichtung (30) als Nachrüstsatz für einspurige Rollschuhe (1) ausgebildet
ist.
1. A roller skate, especially an in-line skate, with a braking device which is mounted,
in respect of the direction of movement, behind the rearmost of the wheels (20) and
is capable of being activated manually, comprising at least one braking element (31),
a brake bracket (33), a repositioning device (50) and also an activating device, whereby
the rearward end of the brake bracket (33), together with the braking element (31),
is capable of being lowered on to the road surface by means of the activation of the
activating device, characterised in that the braking element (31) is supported, in the non-activated state of the braking
device, on the rearward end of the roller skate (1) by means of a checking element
(32).
2. A roller skate according to claim 1, characterised in that the checking element (32) strikes against the wheel housing (11).
3. A roller skate according to claim 1 or 2, characterised in that the braking device (30) comprises a forward extending brake lever (34) and also a
pull element (36) attached to the forward end.
4. A roller skate according to claim 3, characterised in that the pull element (36) is reversibly attached to the brake lever (34) by means of
a coupling element (35).
5. A roller skate according to claim 3 or 4, characterised in that the braking device (30), including the brake bracket (33), the checking element (32)
and the brake lever (34), is constructed in one single piece.
6. A roller skate according to one of the preceding claims, characterised in that the pivoting axis (37) of the braking device (30) lies, in respect of the direction
of movement, in the axle of the rearmost of the wheels (20) of the roller skate (1).
7. A roller skate according to one of the preceding claims, characterised in that the repositioning device (50) comprises a repositioning element (51) and a clamping
bracket (54), whereby the repositioning element (51) is preferably a spring.
8. A roller skate according to claim 6, characterised in that the clamping bracket (54) can be clipped on to the housing (11).
9. A roller skate according to one of the preceding claims, characterised in that the braking device (30) is constructed so as to be a replacement unit for in-line
roller skates (1).
1. Patin à roulettes, en particulier patin à roulettes en ligne, équipé d'un dispositif
de freinage qui est placé, dans la direction du roulement, derrière la dernière roue
(20) et qui peut être actionné manuellement, comprenant au moins un élément de freinage
(31), un support de freinage (33), un dispositif de rappel (50) ainsi qu'un dispositif
d'actionnement, dans lequel l'extrémité arrière du support de freinage (33), avec
l'élément de freinage (31), peut être abaissé, en actionnant le dispositif d'actionnement,
sur la chaussée, caractérisé en ce que l'élément de freinage (31), à l'état non actionné du dispositif de freinage, est
appuyé, au moyen d'un élément de marteau (32), contre l'extrémité arrière du patin
à roulettes (1).
2. Patin à roulettes selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de marteau (32) bute contre le logement des roues (11).
3. Patin à roulettes selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif de freinage (30) comprend un levier de freinage (34) s'étendant vers
l'avant ainsi qu'un élément de traction (36) fixé à l'extrémité avant.
4. Patin à roulettes selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément de traction (36) est fixé, de manière amovible, au levier de freinage (34)
au moyen d'un élément de couplage (35).
5. Patin à roulettes selon la revendication 3 ou 3, caractérisé en ce que le dispositif de freinage (30) comprenant le support de freinage (33), l'élément
de marteau (32) et le levier de freinage (34) est formé en seule pièce.
6. Patin à roulettes selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le pivot (37) du dispositif de freinage (30) se trouve dans l'axe de la dernière
roue (20), dans la direction du roulement, du patin à roulettes (1).
7. Patin à roulettes selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il comprend le dispositif de rappel (50), un élément de rappel (51) et une pièce de
retenue (54), dans lequel l'élément de rappel (51) est de préférence un ressort.
8. Patin à roulettes selon la revendication 6, caractérisé en ce que la pièce de retenue (54) peut être montée dans le logement (11).
9. Patin à roulettes selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce le dispositif de freinage (30) est formé en tant que trousse d'équipement supplémentaire
pour des patins à roulettes (1) à une seule ligne.