| (19) |
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(11) |
EP 0 903 440 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.05.2002 Patentblatt 2002/21 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.09.1998 |
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| (54) |
Verfahren und Vorrichtung zur Bodenverbesserung mittels pulvrigem Bindemittel
Method and device for ground improvement with a powder binder
Procédé et dispositif pour amélioration des sols avec un liant a poudre
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE FR GB IT NL SE |
| (30) |
Priorität: |
17.09.1997 DE 29716673 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.03.1999 Patentblatt 1999/12 |
| (73) |
Patentinhaber: KELLER GRUNDBAU GmbH |
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63067 Offenbach (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Berg, Joachim, Dipl.-Ing.
63150 Heusenstamm (DE)
- Köcher, Johannes, Dr. Ing.
77704 Oberkirch (DE)
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| (74) |
Vertreter: Neumann, Ernst Dieter, Dipl.-Ing. et al |
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Harwardt Neumann Patent- und Rechtsanwälte,
Brandstrasse 10 53721 Siegburg 53721 Siegburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 4 304 816
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US-A- 4 229 122
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 098, no. 001, 30. Januar 1998 (1998-01-30) & JP 09
235723 A (KURIMOTO NAKATOMI;KURIMOTO MASAFUMI), 9. September 1997 (1997-09-09)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Einbringen von pulvrigem
Bindemittel in den Boden, insbesondere in bindigen Boden mit hohem Wassergehalt, zum
Herstellen von abgebundenen Verfestigungssäulen im Boden zur Verbesserung der Tragfähigkeit
des Bodens.
[0002] Aus der DE 43 04 816 A1 ist ein Gerät und ein Verfahren zur Stabilisierung weichen
Untergrundes mittels trockenem mineralischen Pulver bekannt, bei dem ein innerhalb
eines zuvor eingetriebenen Schutzrohres geführtes in den Untergrund eingetriebenes
Rohr verwendet wird, das am vorderen Ende ein Kegelsitzventil aufweist. Hierbei wird
das mit dem einzubringenden Pulver gefüllte Rohr bei geschlossenem Ventil in den Boden
eingetrieben und das Ventil nach Erreichen der tiefsten Position des Rohres mittels
einer Stange geöffnet; danach wird das Pulver während eines Ziehens des Rohres unter
Verfüllen der entstehenden Bodenöffnung mittels Druckluft aus dem Rohr ausgepreßt.
Die Druckluft tritt hierbei aus dem Ventil aus und soll außen entlang des Rohres abfließen.
Hierbei kann es zu Störungen beim Abfließen der Luft kommen, so daß Fehlstellen in
der Verfestigungssäule entstehen können.
[0003] Aus der DE 44 17 887 A1 ist ein Verfahren und ein Gerät zur Erhöhung der Festigkeit
weichen Untergrunds bekannt, bei dem das Gerät eine Schneckenanordnung innerhalb eines
Rohres zum Herausfördern von Bodenmaterial und zum Einbringen von pulvrigem Bindemittel
verfügt.
[0004] Fehlstellen in der Verfestigungssäule sind nicht zu erwarten, da das Pulver mittels
der Schnecke beim Ziehen des Rohres auf jeden Fall ausgepreßt werden kann. Das Gerät
ist jedoch kompliziert und verschleißbehaftet im Hinblick auf den Schneckenantrieb.
[0005] Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine
Vorrichtung bereitzustellen, die eine verbesserte betriebssichere Durchführung des
genannten Verfahrens sicherstellen.
[0006] Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, daß das Ziehen des Schleusenrohres
bei Unterschreiten eines unteren Mindestfüllstandes von Bindemittel im Schleusenrohr
unterbrochen wird.
[0007] Auf diese Weise werden Fehlstellen in dem zu erzeugenden Verfestigungskörper sicher
vermieden, wie sie durch unkontrolliertes, vollständiges Entleeren des Schleusenrohres
oder durch Fehlstellen im Füllstand innerhalb des Schleusenrohres infolge von Brückenbildungen
entstehen könnten. Nach einem Stillsetzen des Rüttlerrohres kann ein vollständiges
Auffüllen desselben mit pulvrigen Bindemittel erfolgen. Bevorzugterweise erfolgt ein
Nachfüllen des Schleusenrohres stets bereits dann, wenn ein Unterschreiten eines oberen
Mindestfüllstandes von Bindemittel im Schleusenrohr vorliegt. Ein Auffüllen erfolgt
durch Einblasen von pulvrigem Bindemittel, wobei die zur Förderung benutzte Druckluft
durch eine Entlüftungsöffnung im Aufgabebehälter ent weichen kann. Das Auffüllen wird
beendet, wenn ein Höchstfüllstand im Aufgabebehälter überschritten wird. Dieser Aufgabebehälter
ist üblicherweise dauernd über eine Schlauchleitung mit einem Silofahrzeug verbunden,
das über eine Druckluftfördervorrichtung verfügt und von dem aus die Nachfüllvorgänge
erfolgen. Das Schleusenrohr wird in bekannter Technik in den Boden eingerüttelt. Auch
beim Ziehen des Schleusenrohres zum Ausbringen des Bindemittels kann dieses zur Verfestigung
des verbesserten Bodens gerüttelt werden.
[0008] Das pulvrige Bindemittel kann dem bindigen Boden in vorteilhafter Weise Wasser entziehen,
so daß sich die Tragfähigkeit des bindigen Bodens erheblich verbessert. Darüber hinaus
findet durch das Einbringen des pulvrigen Bindemittels eine Materialverdrängung im
Boden statt, die zur Verfestigung und damit zur weiteren Verbesserung der Tragfähigkeit
führt. Die Bodenverfestigung und -verdrängung bewirkt gleichzeitig ein Auspressen
des Bodenwassers, so daß das Bindemittel mit dem Bodenwasser abbinden kann und einen
verfestigten Säulenkörper bildet.
[0009] Das Einrütteln des Schleusenrohres und das Einbringen des Bindemittels unter die
Bodenoberfläche nach dem Einrütteln unter Ziehen des Schleusenrohres kann zur Erzeugung
einer Verfestigungssäule mit gegenüber dem Schleusenrohr größeren Durchmessers mehrfach
wiederholt werden.
[0010] Das Verfahren wird in bekannter Weise mit Abständen wiederholt, so daß ein Raster
von Verfestigungssäulen in dem Baugrund, dessen Tragfähigkeit verbessert werden soll,
entsteht.
[0011] Eine erfindungsgemäße Vorrichtung umfaßt einen Aufgabebehälter für pulvriges Bindemittel
mit einer Aufgabeöffnung und einer Entlüftungsöffnung, ein Schleusenrohr, das sich
unten an den Aufgabebehälter anschließt, mit einer Austrittsöffnung am unteren Ende,
und eine Rüttlervorrichtung nahe dem unteren Ende des Schleusenrohres, die innerhalb
des Querschnittes des Schleusenrohres liegt, sowie zumindest einen Füllstandssensor
nahe dem unteren Ende des Schleusenrohres. Insbesondere umfaßt die Vorrichtung jeweils
einen weiteren Füllstandssensor nahe dem oberen Ende des Schleusenrohres und im Aufgabebehälter.
Die Vorrichtung wird vorzugsweise an einem Mäkler, der auf einem Raupenfahrzeug montiert
ist, angebracht. Das pulvrige Material wird vor dem Einrütteln des Schleusenrohres
in dieses eingefüllt. Das Gewicht des Materials unterstützt hierbei das Einrütteln
des Schleusenrohres.
[0012] Nach dem vollständigen Einrütteln wird unter Öffnen der Verschließvorrichtung mit
dem Ziehen des Schleusenrohres begonnen, wobei pulvriges Bindemittel im wesentlichen
drucklos aus dem Schleusenrohr ausfließt. Die erfindungsgemäßen Füllstandsensoren
sichern ein Stillsetzen des Ziehens und ein Verschließen der Verschließvorrichtung
im Falle eines unkontrollierten vollständigen Entleerens des Schleusenrohres bzw.
im Falle von Fehlstellen im Füllstand, die durch Brückenbildung entstehen können.
Sobald der Füllstandssensor am unteren Ende des Schleusenrohres den entleerten Zustand,
d. h. Unterschreiten des Füllstandes unter den Sensor, anzeigt, wird das Ziehen der
Vorrichtung unterbrochen um keine Fehlfüllungen in der entstehenden Materialsäule
im Boden entstehen zu lassen. Ein derartiges Stillsetzen löst ein Nachfüllen des Schleusenrohres
von einem mit dem Aufgabebehälter verbundenen Silofahrzeug aus in Gang, Brückenbildungen
können durch das Gewicht des nachgefüllten, pulvrigen Bindemittels bzw. den geringen
Überdruck, der durch die zum Einblasen des Bindemittels verwendete Druckluft erzeugt
wird, überwunden werden. Der Nachfüllvorgang wird bei Erreichen des Füllstandssensors
im Aufgabebehälter abgebrochen und setzt in der Regel bereits bei Unterschreiten der
Höhe des oberen Füllstandssensors im Schleusenrohr wieder ein. Der Aufgabebehälter
dient zur Strömungsberuhigung in der zum Einblasen von pulvrigem Bindemittel in das
Schleusenrohr verwendeten Druckluft sowie zum Abblasen dieser Druckluft, die infolgedessen
nicht in die Verfestigungssäule gelangen kann. Die Entlüftungsöffnung des Aufgabebehälters
ist vorzugsweise mit einem Staubfilter versehen. Das Schleusenrohr ist insbesondere
elastisch an den Aufgabebehälter angehängt. Die Aufgabeöffnung des Aufgabebehälters
ist mit einem Schlauchstutzen zum Anschluß einer Schlauchleitung von einem Silofahrzeug
her versehen.
[0013] Um beim Einrütteln des Schleusenrohres kein Bodenmaterial in dasselbe eintreten zu
lassen, ist vorzugsweise das Schleusenrohr unterhalb der Verschließvorrichtung mit
einem Stopfen aus Kies oder ähnlichem zu versehen, indem die Vorrichtung zunächst
in eine Kiesaufschüttung auf der Bodenoberfläche abgesenkt wird. Dies ist verzichtbar,
wenn die Verschließvorrichtung unmittelbar am Ende des Schleusenrohres vorgesehen
ist.
[0014] Die Rüttlervorrichtung befindet sich in vorteilhafter Weise am unteren Ende des Schleusenrohres
innerhalb dessen Querschnitts; der freie Durchflußquerschnitt des Schleusenrohres
für pulvriges Material wird damit in diesem Bereich reduziert.
[0015] Das Schleusenrohr kann elastisch am Aufgabebehälter angehängt sein, so daß der Aufgabebehälter
von den Schwingungen des Schleusenrohres beim Einrütteln abgekoppelt ist. Eine ungewollte
Verdichtung im Aufgabebehälter von Material kann somit ausgeschlossen werden.
[0016] Die Verschließvorrichtung am unteren Ende des Schleusenrohres liegt vorzugsweise
mit Abstand zur Austrittsöffnung unmittelbar oberhalb der Rüttlervorrichtung.
[0017] Die Verschließvorrichtung des Schleusenrohres kann in Form eines Schiebers, einer
Klappe oder einer pneumatischen Quetschventilvorrichtung ausgebildet sein. Für die
zusätzliche Verschließvorrichtung am unteren Ende des Schleusenrohres gilt sinngemäß
das gleiche.
[0018] Am unteren Ende des Aufgabebehälters kann eine weitere Verschließvorrichtung vorgesehen
sein, die ein mehrfaches Nachfüllen des Schleusenrohres aus dem Aufgabebehälter dann
zuläßt, wenn eine Verbindung zum Silofahrzeug nicht dauernd bestehen bleiben kann.
[0019] Die gesamte Vorrichtung ist bevorzugt über einen Führungsschlitten an einem Mäkler
verfahrbar, der unmittelbar am Aufgabebehälter angreift.
[0020] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen
erläutert. Hierbei zeigt
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung im Vertikalschnitt, befestigt an einem in dünnen
Linien dargestellten Mäkler mit Tragraupe;
- Fig. 2
- die Verschließvorrichtung des Schleusenrohrs in einer ersten Ausführung;
- Fig. 3
- die Verschließvorrichtung des Schleusenrohrs in einer zweiten Ausführung;
- Fig. 4
- die Verschließvorrichtung des Schleusenrohrs in einer dritten Ausführung.
[0021] In Figur 1 ist mit dünnen Linien dargestellt ein Raupenfahrzeug 11 mit einer daran
befestigten senkrecht aufgerichteten Mäklervorrichtung 12 erkennbar. Das Raupenfahrzeug
11 steht auf der Bodenoberfläche 13 auf. An der Mäklervorrichtung 12 hängt im wesentlichen
vertikal ausgerichtet eine Vorrichtung 21 zum Einbringen von pulvrigem Material unter
die Bodenoberfläche zum Herstellen von im wesentlichen vertikalen Säulen. An der Vorrichtung
21 sind ein Aufgabebehälter 22, ein Schleusenrohr 23 und eine Rüttlervorichtung 24
als wesentliche Komponenten erkennbar. Der Aufgabebehälter 22 ist mittels eines zweiteiligen
Schlittens 25 am Mäkler 12 geführt. Am unteren Teil des Schlittens 25 ist auch das
Schleusenrohr 23 elastisch aufgehängt. Der Aufgabebehälter 22 verfügt über einen Aufgabestutzen
26, der tangential in den Aufgabebehälter 22 einläuft und an dem ein Schlauchanschluß
von einem Silofahrzeug anschließbar ist. Auf den Aufgabebehälter 22 in der Entlüftungsöffnung
42 ist eine Blechhaube mit einem Staubfilter 27 aufgesetzt. Der Aufgabebehälter 22
endet unten in einem Trichter 28, der in einen geraden Stutzen 29 ausläuft. Dieser
ist über ein elastisches Verbindungsstück 30 mit einem erweiterten Einlaufbereich
31 des Schleusenrohres 23 verbunden. Am unteren Ende des Schleusenrohres verringert
sich dessen Innenquerschnitt durch den Einbau des Rüttlers 24. Am Eintritt zu dem
Bereich mit verringertem Querschnitt ist ein Verschlußstopfen 32 in geschlossener
Stellung und in dünnen Linien gezeigt in geöffneter Stellung dargestellt. Das Schleusenrohr
23 läuft in einem Kegelabschnitt 33 mit einer Austrittsöffnung 34 aus. In Querschnittsdarstellung
ist seitlich der runde Querschnitt des Aufgabebehälters 22 sowie der ovale Querschnitt
des Schleusenrohres 23 dargestellt. An der Vorrichtung sind insgesamt drei Füllstandssensoren
vorgesehen und zwar ein erster Füllstandssensor 39 im Aufgabebehälter 22, der den
Zustand "vollständig befüllt" für den Aufgabebehälter anzeigen kann, ein zweiter Füllstandssensor
40 am oberen Ende des Schleusenrohres 23, das den Zustand "vollständig befüllt" für
das Schleusenrohr 23 bzw. "vollständig entleert" für den Aufgabebehälter 22 anzeigen
kann, und ein dritter Füllstandssensor 41 am unteren Ende des Schleusenrohres, der
den Zustand "vollständig entleert" für das Schleusenrohr 23 anzeigen soll.
[0022] In Figur 2 ist ein Abschnitt des Schleusenrohres 23 mit dem oberen Ende der Rüttlervorrichtung
24 gezeigt. Ein Einbau im Schleusenrohr bildet einen Übergangstrichter 35. Der Verschlußstopfen
32 mit Kegelsitz ist hier in geschlossener Stellung in durchgezogenen Linien und in
geöffneter Stellung in gestrichelten Linien wie in Figur 1 erkennbar. Ein Betätigungsmechanismus
ist nicht näher dargestellt. Hierfür ist eine vertikale Betätigungsstange mit einem
entsprechenden außerhalb oder innerhalb des Schleusenrohres liegenden Stellzylinders
geeignet.
[0023] In Figur 3 ist wiederum ein Abschnitt des Schleusenrohres 23 mit dem oberen Teil
der Rüttlervorrichtung 24 erkennbar. Oberhalb der Rüttlervorrichtung liegt ein Schwenkklappenmechanismus
36, der in durchgezogenen Linien in geöffneter Stellung und in gestrichelten Linien
in Schließstellung dargestellt ist. Als Betätigungsmittel können in gleicher Weise
wie zuvor beschrieben eine vertikale Betätigungsstange und ein außerhalb oder innerhalb
des Schleusenrohres liegender Stellzylinder dienen.
[0024] In Figur 4 ist ebenfalls ein Abschnitt des Schleusenrohres 22 und der obere Teil
der Rüttlervorrichtung 24 erkennbar, weiterhin ein Blecheinbau, der eine Stützfläche
37 bildet. Auf der Stützfläche baut ein elastischer Luftsack 38 auf, der mit den Wandungsteilen
ein pneumatisch betätigbares Quetschventil bildet. Zur Betätigung ist eine Druckluftleitung
längs des Schleusenrohres vorzusehen.
[0025] Verschließvorrichtungen der in den Figuren 2 bis 4 dargestellten und hier beschriebenen
Art können ebenfalls im Übergangskegel 28 des Aufgabebehälters 22 eingebaut sein.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 11
- Rampenfahrzeug
- 12
- Mäkler
- 13
- Bodenoberfläche
- 21
- Gesamtvorrichtung
- 22
- Aufgabebehälter
- 23
- Schleusenrohr
- 24
- Rüttler
- 25
- Führungsschlitten
- 26
- Aufgabeöffnung
- 27
- Blechhaube mit Staubfilter
- 28
- Trichter
- 29
- Stutzen
- 30
- elastisches Verbindungsstück
- 31
- erweiterter Einlaufbereich
- 32
- Verschlußstopfen
- 33
- Kegelabschnitt
- 34
- Austrittsöffnung
- 35
- Übergangstrichter
- 36
- Schwenkklappe
- 37
- Stützfläche
- 38
- Luftsack
- 39
- Füllstandssensor (im Aufgabebehälter)
- 40
- Füllstandssensor (am oberen Ende von 23)
- 41
- Füllstandssensor (am oberen Ende von 23)
- 42
- Entlüftungsöffnung
1. Verfahren zum Einbringen von pulvrigem Bindemittel in den Boden, insbesondere in bindigen
Boden mit hohem Wassergehalt, zum Herstellen von abgebundenen Verfestigungssäulen
im Boden zur Verbesserung der Tragfähigkeit des Bodens, wobei das Bindemittel über
einen Aufgabebehälter (22) und ein in den Boden eingerütteltes Schleusenrohr (23)
beim Ziehen des Schleusenrohres (23) unter die Bodenoberfläche (13) gebracht wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ziehen des Schleusenrohres (23) bei Unterschreiten eines unteren Mindestfüllstandes
von Bindemittel im Schleusenrohr (23) unterbrochen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Nachfüllen des Schleusenrohres (23) bei Unterschreiten eines oberen Mindestfüllstandes
von Bindemittel im Schleusenrohr (23) einsetzt.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Nachfüllen des Schleusenrohres (23) bzw. ein Auffüllen des Aufgabebehälters (22)
bei Erreichen eines Höchstfüllstandes von Bindemittel im Aufgabebehälter (22) unterbrochen
wird.
4. Vorrichtung zum Einbringen von pulvrigem Bindemittel in den Boden, insbesondere in
bindigen Boden mit hohem Wassergehalt, zum Herstellen von abgebundenen Verfestigungssäulen
im Boden zur Verbesserung der Tragfähigkeit des Bodens,
umfassend
einen Aufgabebehälter (22) für pulvriges Bindemittel, mit einer Aufgabeöffnung (26)
und einer sich zur Umgebung öffnenden Entlüftungsöffnung (42),
ein Schleusenrohr (23), das sich unten an den Aufgabebehälter (22) anschließt, mit
einer Austrittsöffnung (34) nahe dem unteren Ende, die mit einer steuerbaren Verschließvorrichtung
verschließbar ist, gekennzeichnet durch
eine Rüttlervorrichtung (24) am unteren Ende des Schleusenrohres (23), die innerhalb
des Querschnittes des Schleusenrohres (23) liegt, sowie
zumindest einen Füllstandssensor (41) nahe dem unteren Ende des Schleusenrohres (23).
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
gekennzeichnet durch einen Füllstandssensor (40) nahe dem oberen Ende des Schleusenrohres (23)
6. Vorrichtung nach Anspruch 4,
gekennzeichnet durch einen Füllstandssensor (39) im Aufgabebehälter (22)
7. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Aufgabebehälter (22) ein Führungsschlitten (25) angeordnet ist, der an einem Mäkler
(12) verfahrbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schleusenrohr (23) elastisch an den Aufgabebehälter (22) angehängt ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufgabeöffnung (26) des Aufgabebehälters (22) mit einem Schlauchstutzen versehen
ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Aufgabebehälter (22) ein Staubfilter (27) in der Entlüftungsöffnung (42) vorgesehen
ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschließvorrichtung (32, 36, 38) am unteren Ende des Schleusenrohres (23) mit
Abstand zur Austrittsöffnung (34) unmittelbar oberhalb der Rüttlervorrichtung (24)
vorgesehen ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß am unteren Ende des Aufgabebehälters (22) eine weitere Verschließvorrichtung vorgesehen
ist.
1. A method of introducing a powdery binding agent into the soil, especially into cohesive
soil with a high water content, for the purpose of producing hardened consolidation
columns in the soil for improving the load bearing capacity of the soil, wherein the
binding agent is introduced underneath the soil surface (13) via a charging container
(22) and a bottom feed pipe (23) vibrated into the soil while the bottom feed pipe
(23) is being lifted,
characterised in
that the operation of lifting the bottom feed pipe (23) is interrupted once the level
of the binding agent in the bottom feed pipe (23) falls below a lower minimum filling
level.
2. A method according to claim 1,
characterised in
that the operation of re-filling the bottom feed pipe (23) commences once the level of
the binding agent in the bottom feed pipe (23) begins to fall below an upper minimum
filling level.
3. A method according to claim 2,
characterised in
that the operations of re-filling the bottom feed pipe (23) and filling-up the charging
container (22) are interrupted once the level of the binding agent in the charging
container (22) has reached a maximum filling level.
4. A device for introducing a powdery binding agent into the soil, especially into a
cohesive soil with a high water content for the purpose of producing hardened consolidation
columns in the soil for improving the load bearing capacity of the soil,
comprising
a charging container (22) for a powdery binding agent, having a charging aperture
(26) and a ventilation aperture (42) opening into the environment,
a bottom feed pipe (23)adjoining the lower end of the charging container (22) and
having an exit aperture (34) near the lower end, which exit aperture (34) can be closed
by a controllable closing device,
characterised by
a vibrating device (24) provided at the lower end of the bottom feed pipe (23) and
positioned inside the cross-section of the bottom feed pipe (23), and
at least one filling level sensor (41) near the lower end of the bottom feed pipe
(23).
5. A device according to claim 4,
characterised by a filling level sensor (40) near the upper end of the bottom feed pipe (23).
6. A device according to claim 4,
characterised by a filling level sensor (39) in the charging container (22).
7. A device according to claim 4,
characterised in
that at the charging container (22) there is arranged a guiding slide (25) which is movable
at a leader (12).
8. A device according to any one of claims 4 to 7,
characterised in
that the bottom feed pipe (23) is resiliently suspended at the charging container (22).
9. A device according to any one of claims 4 to 8,
characterised in
that the charging aperture (26) of the charging container (22) is provided with a hose
sleeve.
10. A device according to any one of claims 4 to 8,
characterised in
that at the charging container (22), there is provided a dust filter (27) in the ventilation
aperture (42).
11. A device according to any one of claims 4 to 10,
characterised in
that the closing device (32, 36, 38) provided at the lower end of the bottom feed pipe
(23) is at a distance from the exit aperture (34) directly above the vibrating device
(24).
12. A device according to any one of claims 4 to 11,
characterised in
that at the lower end of the charging container (22), there is provided a further closing
device.
1. Procédé pour incorporer un liant en poudre dans le sol, notamment dans un sol cohérent
à forte teneur en eau, pour réaliser dans le sol des colonnes de renforcement ayant
fait prise, afin d'améliorer la portance du sol, sachant que le liant est amené sous
la surface du sol (13) en tirant sur le tuyau de distribution (22) par le biais d'un
récipient de chargement (22) et d'un tuyau de distribution (23) introduit dans le
sol en le faisant vibrer, caractérisé en ce que la traction sur le tuyau de distribution (23) est interrompue lorsque le niveau de
liant contenu dans le tuyau de distribution (23) est passé sous un seuil minimal inférieur.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le remplissage du tuyau de distribution (23) est déclenché par le passage du niveau
de liant contenu dans le tuyau de distribution (23) sous un seuil minimal supérieur.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que le remplissage du tuyau de distribution (23) ou du récipient de chargement (22) est
interrompu lorsqu'un niveau maximal de liant est atteint dans le récipient de chargement
(22).
4. Dispositif pour incorporer un liant en poudre dans le sol, notamment dans un sol cohérent
à forte teneur en eau, pour réaliser dans le sol des colonnes de renforcement ayant
fait prise, afin d'améliorer la portance du sol, comprenant un récipient de chargement
(22) pour un liant en poudre, qui est muni d'une ouverture de chargement (26) et d'une
ouverture d'aération (42) donnant sur l'environnement extérieur, un tuyau de distribution
(23) se raccordant au dessous du récipient de chargement (22), qui est muni à proximité
de l'extrémité inférieure d'une ouverture de sortie (34) pouvant être fermée par un
dispositif de fermeture réglable; caractérisé par un vibreur (24) à l'extrémité inférieure du tuyau de distribution (23), qui est situé
à l'intérieur de la section transversale du tuyau de distribution (23), ainsi que
par au moins un capteur de niveau de remplissage (41) à proximité de l'extrémité inférieure
du tuyau de distribution (23).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé par un capteur de niveau de remplissage (40) à proximité de l'extrémité supérieure du
tuyau de distribution (23).
6. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé par un capteur de niveau de remplissage (39) dans le récipient de chargement (22).
7. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'un curseur de guidage (25) est disposé sur le récipient de chargement (22), qui peut
être déplacé sur une jumelle (12).
8. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 7, caractérisé en ce que le tuyau de distribution (23) est accroché au récipient de chargement (22) de manière
élastique.
9. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 8, caractérisé en ce que l'ouverture de chargement (26) du récipient de chargement (22) est munie d'une tubulure
en tuyau souple.
10. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 8, caractérisé en ce qu'un filtre à poussières (27) est prévu sur l'ouverture d'aération (42) du récipient
de chargement (22).
11. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 10, caractérisé en ce que le dispositif de fermeture (32, 36, 38) à l'extrémité inférieure du tube de distribution
(23) est prévu à distance de l'ouverture de sortie (34), directement au-dessus du
vibreur (24).
12. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 11, caractérisé en ce qu'un dispositif de fermeture supplémentaire est prévu à l'extrémité inférieure du récipient
de chargement (22).
