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EP 0 904 488 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.01.2003 Patentblatt 2003/05 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.12.1997 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9702/879 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9804/2975 (01.10.1998 Gazette 1998/39) |
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BRENNSTOFFEINSPRITZVENTIL UND VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINER VENTILNADEL EINES BRENNSTOFFEINSPRITZVENTILS
FUEL-INJECTION VALVE AND METHOD FOR PRODUCING A VALVE NEEDLE OF A FUEL-INJECTION VALVE
SOUPAPE D'INJECTION DE CARBURANT ET PROCEDE DE PRODUCTION D'UN POINTEAU D'UNE TELLE
SOUPAPE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
26.03.1997 DE 19712589
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.03.1999 Patentblatt 1999/13 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- MAIER, Dieter
D-70839 Gerlingen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-97/16641 DE-A- 19 503 224 GB-A- 2 213 203
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DE-A- 3 318 486 DE-C- 19 627 939 US-A- 4 790 351
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Brennstoffeinspritzventil nach der Gattung des Anspruchs
1 und einem Verfahren zur Herstellung einer Ventilnadel eines Brennstoffeinspritzventils
nach der Gattung des Anspruchs 8.
[0002] Es ist schon ein elektromagnetisch betätigbares Brennstoffeinspritzventil aus der
DE-OS 33 18 486 bekannt, das eine axial bewegliche Ventilnadel als Schließkörperträger
für einen kugelförmigen Ventilschließkörper aufweist. Mit einem unteren Endbereich
umgreift der Schließkörperträger den Ventilschließkörper teilweise nur derart, daß
sich der umschlossene Bereich des Ventilschließkörpers nur maximal bis zu dessen größtem
Durchmesser erstreckt. Die Öffnungsweite der den Ventilschließkörper aufnehmenden
Ausnehmung im Endbereich des Schließkörperträgers senkrecht zur Ventillängsachse ist
also mindestens so groß wie der größte Durchmesser des Ventilschließkörpers. Um ein
Herausrutschen des Ventilschließkörpers aus der Ausnehmung zu verhindern, muß ein
stoffschlüssiges Fügeverfahren, wie Schweißen, Löten oder Kleben angewendet werden.
Sind die Ausnehmung und der Ventilschließkörper mit Abmaßen einer Presspassung versehen,
so kann der Ventilschließkörper auch mittels Einpressen am Schließkörperträger festgehalten
werden.
[0003] Aus der DE-OS 195 03 224 ist bereits ein elektromagnetisch betätigbares Einspritzventil
bekannt, das eine Ventilnadel aufweist, deren als Verbindungsteil dienender Schließkörperträger
aus Kunststoff ausgeformt ist. Der kugelförmige Ventilschließkörper und der Schließkörperträger
sind dabei durch eine Schnappverbindung fest miteinander verbunden, wobei der Schließkörperträger
federelastische Haltebacken besitzt, die den Ventilschließkörper umgreifen.
[0004] Hinlänglich bekannt ist es, wie auch der DE-OS 40 08 675 zu entnehmen ist, feste
Verbindungen einzelner Bauteile von Ventilnadeln stoffschlüssig, z. B. mittels Schweißnähten
zu erzielen.
[0005] Bekannt ist des weiteren aus der DE-OS 38 08 635 eine Kraftstoffeinspritzvorrichtung,
die eine Ventilnadel mit äußeren spiralförmigen Nuten aufweist. Die im Ventilkörper
begrenzten Nuten bilden spiralförmige Kraftstoffkanäle, die dem Kraftstoff nicht nur
einen Drall geben, sondern auch die Kraftstoffströmungsgeschwindigkeit steuern.
Vorteile der Erfindung
[0006] Das erfindungsgemäße Brennstoffeinspritzventil mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Anspruchs 1 bzw. das Verfahren nach Anspruch 8 hat den Vorteil, daß es auf besonders
einfache Art und Weise kostengünstig und prozeßsicher herstellbar ist. Von besonderem
Vorteil ist dabei, daß eine äußerst einfache und kostengünstige und trotzdem sehr
sichere Verbindung zwischen einem Schließkörperträger und einem kugelförmigen Ventilschließkörper
erzielbar ist. Dabei ist der Schließkörperträger in einem Endbereich zum sicheren
Umgreifen des Ventilschließkörpers mit einer Ausnehmung derart ausgeformt, daß der
Ventilschließkörper in axialer Richtung gesehen über seinen Äquator, also den Bereich
der größten radialen Erstreckung, hinweg in die Ausnehmung eintaucht. Die Befestigung
des Ventilschließkörpers erfolgt dadurch, daß der einen ringförmigen Haltebacken bildende
Endbereich zumindest teilweise durch ein Bördelwerkzeug radial nach innen plastisch
so verformt wird, daß die Öffnungsweite der Ausnehmung an ihrem stromabwärtigen Ende
geringer ist als der Durchmesser des Ventilschließkörpers. Ohne die Anwendung eines
Fügeverfahrens zur Erzielung einer stoffschlüssigen Verbindung wird eine sehr sichere
und haltbare Verbindung an der Ventilnadel erreicht.
[0007] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des im Anspruch 1 angegebenen Brennstoffeinspritzventils bzw. des
Verfahrens nach Anspruch 8 möglich.
[0008] In vorteilhafter Weise kann der Schließkörperträger als Kaltschlagteil ausgeführt
sein. Dabei können in einfacher Weise bereits Durchgangsöffnungen mit ausgeformt werden.
[0009] Besonders vorteilhaft ist es, Nuten als Brennstoffströmungswege spiralförmig am Umfang
der Ventilnadel auszugestalten. Sie erlauben eine Drallbeaufschlagung des Brennstoffs
zu dessen verbesserter Zerstäubung.
Zeichnung
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 ein erfindungsgemäßes
Brennstoffeinspritzventil und Figur 2 eine Detailansicht einer erfindungsgemäß herstellbaren
Ventilnadel.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0011] Das in der Figur 1 beispielhaft und teilweise vereinfacht dargestellte, erfindungsgemäße
elektromagnetisch betätigbare Ventil in der Form eines Einspritzventils für Brennstoffeinspritzanlagen
von gemischverdichtenden, fremdgezündeten Brennkraftmaschinen hat einen einteiligen,
von einer Magnetspule 1 umgebenen, als Innenpol und als Brennstoffeinlaß bzw. -durchfluß
sowie als Ventilsitzträger dienenden weitgehend rohrförmigen metallenen Grundkörper
2. Der Grundkörper 2 ist mehrfach gestuft und dabei speziell stromaufwärts der Magnetspule
1 in radialer Richtung gestuft ausgeführt, so daß der Grundkörper 2 mit einem oberen
Deckelabschnitt 3 die Magnetspule 1 teilweise umhüllt und einen besonders kompakten
Aufbau des Einspritzventils im Bereich der Magnetspule 1 ermöglicht. Die Magnetspule
1 ist von einem äußeren hülsenförmigen, z. B. ferromagnetischen Ventilmantel 5 als
Außenpol umgeben, der die Magnetspule 1 in Umfangsrichtung vollständig umgibt und
an seinem oberen Ende fest mit dem Grundkörper 2 an dessen Deckelabschnitt 3 z. B.
durch eine Schweißnaht 6 verbunden ist. Zum Schließen des magnetischen Kreises ist
der Grundkörper 2 stromabwärts der Magnetspule 1 ebenfalls gestuft ausgeführt, so
daß ein Leitabschnitt 8 gebildet ist, der ähnlich dem Deckelabschnitt 3 die Magnetspule
1 axial begrenzt und dabei die Begrenzung des Magnetspulenbereichs 1 nach unten hin
bzw. in stromabwärtiger Richtung darstellt.
[0012] Zusammen mit dem Ventilmantel 5 bildet der Grundkörper 2 durch seine zwei Abschnitte
3 und 8 einen die Magnetspule 1 aufnehmenden Ringraum. Der Grundkörper 2 besitzt eine
innere, konzentrisch zu einer Ventillängsachse 10 verlaufende Längsöffnung 11, die
in einem stromaufwärtigen Bereich 11a als Brennstoffströmungskanal und in einem stromabwärtigen
Bereich 11b noch zusätzlich wenigstens teilweise als Führungsöffnung für eine entlang
der Ventillängsachse 10 axial bewegliche Ventilnadel 12 dient. Der Bereich 11b weist
einen größeren Durchmesser auf als der Bereich 11a, da im axialen Erstreckungsbereich
der Magnetspule 1 ein Stufenabsatz 13 in der Längsöffnung 11 vorgesehen ist. Unmittelbar
stromabwärts des Stufenabsatzes 13 folgend besitzt der Grundkörper 2 eine dünnwandige
magnetische Drosselstelle 16.
[0013] Stromabwärts des Leicabschnitts 8 fungiert der Grundkörper 2 als Ventilsitzträger,
da am stromabwärtigen Ende des Bereichs 11b der Längsöffnung 11 ein Ventilsitzkörper
14 eingebracht ist, der eine feste Ventilsitzfläche 15 als Ventilsitz aufweist. Der
Ventilsitzkörper 14 ist mit einer beispielsweise mittels eines Lasers erzeugten Schweißnaht
fest mit dem Grundkörper 2 verbunden. Ansonsten dient der untere Bereich 11b der Längsöffnung
11 der Aufnahme der Ventilnadel 12, die von einem Anker 17 und einem kugelförmigen
Ventilschließkörper 18 gebildet wird. An der stromabwärtigen Stirnseite des Ventilsitzkörpers
14 ist z. B. in einer Vertiefung 19 eine flache Spritzlochscheibe 20 angeordnet, wobei
die feste Verbindung von Ventilsitzkörper 14 und Spritzlochscheibe 20 z. B. durch
eine umlaufende dichte Schweißnaht 21 realisiert ist. Der als Schließkörperträger
dienende Anker 17 ist an seinem stromabwärtigen, der Spritzlochscheibe 20 zugewandten
Ende mit dem kugelförmigen Ventilschließkörper 18 erfindungsgemäß durch Bördeln fest
verbunden.
[0014] Die Betätigung des Einspritzventils erfolgt in bekannter Weise elektromagnetisch.
Zur axialen Bewegung der Ventilnadel 12 und damit zum Öffnen entgegen der Federkraft
einer Rückstellfeder 25 bzw. Schließen des Einspritzventils dient der elektromagnetische
Kreis mit der Magnetspule 1, dem inneren Grundkörper 2, dem äußeren Ventilmantel 5
und dem Anker 17. Der Anker 17 ist entsprechend auf den Grundkörper 2 ausgerichtet.
Die Rückstellfeder 25 erstreckt sich in der Längsöffnung 11 beispielsweise sowohl
stromabwärts als auch stromaufwärts des Stufenabsatzes 13, also in beiden Bereichen
11a und 11b.
[0015] Der kugelförmige Ventilschließkörper 18 wirkt mit der sich in Strömungsrichtung kegelstumpfförmig
verjüngenden Ventilsitzfläche 15 des Ventilsitzkörpers 14 zusammen, die in axialer
Richtung stromabwärts einer Führungsöffnung im Ventilsitzkörper 14 ausgebildet ist.
Die Spritzlochscheibe 20 besitzt wenigstens eine, beispielsweise vier durch Erodieren
oder Stanzen ausgeformte Abspritzöffnungen 27.
[0016] Die Einschubtiefe des Ventilsitzkörpers 14 im Einspritzventil ist unter anderem entscheidend
für den Hub der Ventilnadel 12. Dabei ist die eine Endstellung der Ventilnadel 12
bei nicht erregter Magnetspule 1 durch die Anlage des Ventilschließkörpers 18 an der
Ventilsitzfläche 15 des Ventilsitzkörpers 14 festgelegt, während sich die andere Endstellung
der Ventilnadel 12 bei erregter Magnetspule 1 durch die Anlage des Ankers 17 an dem
Stufenabsatz 13 des Grundkörpers 2 ergibt. Die Hubeinstellung erfolgt durch ein axiales
Verschieben des Ventilsitzkörpers 14, der entsprechend der gewünschten Position nachfolgend
fest mit dem Grundkörper 2 verbunden wird.
[0017] In den oberen Bereich 11a der Längsöffnung 11 ist außer der Rückstellfeder 25 eine
Einstellhülse 29 eingeschoben. Die Einstellhülse 29 dient zur Einstellung der Federvorspannung
der an der Einstellhülse 29 anliegenden Rückstellfeder 25, die sich mit ihrer gegenüberliegenden
Seite an einem Bodenbereich 30 einer inneren Vertiefung 31 im Schließkörperträger
17 abstützt, wobei auch eine Einstellung der dynamischen Abspritzmenge mit der Einstellhülse
29 erfolgt.
[0018] Der Anker 17 weist z.B. im axialen Erstreckungsbereich der magnetischen Drosselstelle
16 am äußeren Umfang eine ringförmige obere Führungsfläche 32 auf, die der Führung
der axial beweglichen Ventilnadel 12 in der Längsöffnung 11 dient. Der beispielsweise
als Kaltschlagteil ausgeführte Schließkörperträger 17 hat eine obere, dem Stufenabsatz
13 zugewandte Anschlagfläche 33, die mit einer Verschleißschutzschicht versehen ist,
z.B. verchromt ist. Vom Bodenbereich 30 der Vertiefung 31 ausgehend ist in dem Schließkörperträger
17 mindestens eine Durchgangsöffnung 35, beispielsweise sind zwei oder vier Durchgangsöffnungen
35 ausgeformt, die sich schräg zur Ventilachse 10 nach außen erstrecken. Im Bereich
der Durchgangsöffnungen 35 verjüngt sich der Schließkörperträger 17 in stromabwärtiger
Richtung, wobei die Außenkontur kegelstumpfförmig ist. Diese Ausbildung des Schließkörperträgers
17 ermöglicht es, daß der der Ventilsitzfläche 15 zuzuführende Brennstoff zuerst durch
die Vertiefung 31 innerhalb und nach dem Austritt aus den Durchgangsöffnungen 35 außerhalb
des Schließkörperträgers 17 ungehindert strömen kann. Die Durchgangsöffnungen 35 sind
in ihrer Form frei gestaltbar (z.B. mit kreisförmigen, elliptischen oder mehreckigen
Querschnitten) und können axial, radial oder schräg verlaufen.
[0019] Stromabwärts der Durchgangsöffnungen 35 ist der Schließkörperträger 17 massiv als
Nadelschaft 36 ausgebildet. Bis hin zu einem stromabwärtigen Endbereich 37 weist der
Nadelschaft 36 einen weitgehend konstanten Außendurchmesser auf, der aber deutlich
geringer ist als der Außendurchmesser des stromaufwärts liegenden Bereichs des Schließkörperträgers
17 mit der inneren Vertiefung 31. Der untere Endbereich 37 des Schließkörperträgers
17 besitzt wiederum einen größeren Außendurchmesser als der Nadelschaft 36, wobei
der Übergang z.B. kegelstumpfförmig gestaltet ist. Der Endbereich 37 hat die Funktion
der Aufnahme des kugelförmigen Ventilschließkörpers 18 in einer inneren, sacklochähnlichen
Ausnehmung 38, die von der dem Ventilschließkörper 18 zugewandten, unteren Seite her
eingebracht ist. Die Ausnehmung 38 ist beispielsweise mit zwei axial aufeinanderfolgenden
Abschnitten 39a und 39b ausgebildet, wobei der der Magnetspule 1 zugewandte, obere
Abschnitt 39a kegelförmig und der der Spritzlochscheibe 20 zugewandte, untere Abschnitt
39b weitgehend zylindrisch ausgeführt ist. Der Ventilschließkörper 18 liegt im montierten
Zustand an der Wandung des kegelförmigen Abschnitts 39a zumindest in Form einer Linienberührung
an. Figur 2 zeigt den Endbereich 37 des Schließkörperträgers 17 in einem geänderten
Maßstab.
[0020] Ein Einspritzventil in oben beschriebener Bauweise zeichnet sich durch seinen besonders
kompakten Aufbau aus, so daß ein sehr kleines, handliches Einspritzventil entsteht,
dessen Ventilmantel 5 beispielsweise einen Außendurchmesser von nur ca. 12 mm aufweist.
Die bisher beschriebenen Bauteile bilden eine vormontierte eigenständige Baugruppe,
die als Funktionsteil 40 bezeichnet werden kann. Das fertig eingestellte und montierte
Funktionsteil 40 weist z. B. eine obere Stirnfläche 42, hier des Deckelabschnitts
3, auf, über die beispielsweise zwei Kontaktstifte 43 herausragen. Über die elektrischen
Kontaktstifte 43, die als elektrische Verbindungselemente dienen, erfolgt die elektrische
Kontaktierung der Magnetspule 1 und damit deren Erregung.
[0021] Mit einem solchen Funktionsteil 40 ist ein nicht dargestelltes Anschlußteil verbindbar,
das sich vor allen Dingen dadurch auszeichnet, daß es den elektrischen und den hydraulischen
Anschluß des gesamten Einspritzventils umfaßt. Eine hydraulische Verbindung von dem
nicht dargestellten Anschlußteil und dem Funktionsteil 40 wird beim vollständig montierten
Einspritzventil dadurch erreicht, daß Strömungsbohrungen beider Baugruppen so zueinander
gebracht werden, daß ein ungehindertes Durchströmen des Brennstoffs gewährleistet
ist. Dabei liegt dann z. B. die Stirnfläche 42 des Funktionsteils 40 unmittelbar an
einer unteren Stirnfläche des Anschlußteils an und ist mit diesem fest verbunden.
Bei der Montage des Anschlußteils auf dem Funktionsteil 40 kann ein über die Stirnfläche
42 und damit über den Deckelabschnitt 3 überstehender Grundkörperstutzen 45 des Grundkörpers
2 zur Erhöhung der Verbindungsstabilität in eine Strömungsbohrung des Anschlußteils
hineinragen. Im Verbindungsbereich ist zur sicheren Abdichtung z. B. ein Dichtring
46 vorgesehen, der auf der Stirnfläche 42 des Deckelabschnitts 3 aufliegend den Grundkörperstutzen
45 umgibt. Die als elektrische Verbindungselemente dienenden Kontaktstifte 43 gehen
im vollständig montierten Ventil eine sichere elektrische Verbindung mit korrespondierenden
elektrischen Verbindungselementen des Anschlußteils ein.
[0022] In Figur 2 ist der Bereich der Ventilnadel 12 nochmals dargestellt, in dem der Schließkörperträger
17 und der Ventilschließkörper 18 miteinander verbunden sind. Am äußeren Umfang des
Endbereichs 37 sind beispielsweise zwei, drei oder eine Vielzahl von spiralförmigen
Nuten 48 für die Brennstoffdurchströmung eingebracht, die sich vom Ende des Nadelschafts
36 bis hin zur unteren Begrenzung 49 des Endbereichs 37 erstrecken. Mit Hilfe der
Nuten 48 wird der sie durchströmende Brennstoff mit einer Drallkomponente beaufschlagt,
so daß u.a. eine verbesserte Zerstäubung erzielt wird. Andererseits ist eine Steuerung
der Brennstoffströmungsgeschwindigkeit möglich. Der äußere Umfang des Endbereichs
37 außerhalb der Nuten 48 kann neben der oberen Führungsfläche 32 als untere Führungsfläche
50 der Ventilnadel 12 im Ventilsitzkörper 14 dienen.
[0023] In der Ebene der unteren Begrenzung des Endbereichs 37 besitzt die Ausnehmung 38
eine Öffnungsweite, die geringer ist als der Durchmesser des Ventilschließkörpers
18. Bevor die Befestigung des Ventilschließkörpers 18 am Schließkörperträger 17 erfolgt,
ist der untere Abschnitt 39b der Ausnehmung 38 beispielsweise vollständig zylindrisch
ausgeführt, wobei der Durchmesser des Abschnitts 39b ungefähr dem Durchmesser des
Ventilschließkörpers 18 entspricht, so daß dieser problemlos in die Ausnehmung 38
bis zum Anschlag an dem Abschnitt 39a einführbar ist. Der Ventilschließkörper 18 wird
dabei so weit in die Ausnehmung 38 hineingebracht, daß sein Äquator 52, also der Bereich
der größten radialen Erstreckung, innerhalb der Ausnehmung 38 liegt und die untere
Begrenzung 49 des Endbereichs 37 erst weiter stromabwärts folgt.
[0024] Diese Ausgestaltung ermöglicht es, mittels Bördeln eine äußerst einfache und kostengünstige
und trotzdem sichere Verbindung von Schließkörperträger 17 und Ventilschließkörper
18 zu erzielen. Die Befestigung des Ventilschließkörpers 18 erfolgt dadurch, daß der
im Bereich der Ausnehmung 38 einen ringförmigen Haltebacken bildende Endbereich 37
zumindest teilweise durch ein nicht dargestelltes Bördelwerkzeug mit einer Wirkrichtung
entsprechend der Pfeile 54 radial nach innen plastisch verformt wird. Da es sich bei
dem verformten Bereich nur um das unmittelbare Ende des Endbereichs 37 handelt, wird
die Ausnehmung 38 vor allen Dingen stromabwärts des Äquators 52 des Ventilschließkörpers
18 in ihrer Öffnungsweite verkleinert. Das Material des Endbereichs 37 wird so verschoben,
daß es den kugelförmigen Ventilschließkörper 18 unmittelbar unterhalb des Äquators
52 umgreift. Die Öffnungsweite der Ausnehmung 38 ist nachfolgend in der Ebene der
Begrenzung 49 kleiner als der Durchmesser des Ventilschließkörpers 18, wodurch ein
Herausrutschen des Ventilschließkörpers 18 aus der Ausnehmung 38 vollkommen ausgeschlossen
ist. Der Endbereich 37 weist nach dem Angreifen des Bördelwerkzeugs beispielsweise
eine untere konische Begrenzungsfläche 55 auf, die von den Nuten 48 unterbrochen sein
kann.
[0025] Die Ventilnadel 12 wird z.B. erst nach dem Bördeln an ihren Führungsflächen 32 und
50 sowie Anschlagflächen 33 genau bearbeitet (geschliffen), um die gewünschten Form-
und Lagetoleranzen in hoher Genauigkeit zu gewährleisten. Geringe Toleranzschwankungen
ermöglichen in vorteilhafter Weise stabile Funktionsdaten bei der Großserienfertigung
von Einspritzventilen.
1. Brennstoffeinspritzventil für Brennstoffeinspritzanlagen von Brennkraftmaschinen,
mit einer Ventillängsachse (10), mit einem elektromagnetischen Kreis (1, 2, 17), mit
einer axial bewegbaren Ventilnadel (12), die wenigstens einen metallenen Schließkörperträger
(17) und einen kugelförmigen Ventilschließkörper (18) umfaßt, wobei der Schließkörperträger
(17) eine Ausnehmung (38) aufweist, in die der Ventilschließkörper (18) zur Erzielung
einer festen Verbindung mit dem Schließkörperträger (17) eingreift, und wobei der
Schließkörperträger (17) einen stromabwärtigen Endbereich (37) besitzt, der sich in
stromabwärtiger Richtung mit seiner Ausnehmung (38) über einen Äquator (52) des Ventilschließkörpers
(18) hinaus erstreckt, und der Ventilschließkörper (18) mit einem festen Ventilsitz
(15) zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß die feste Verbindung von Ventilschließkörper (18) und Schließkörperträger (17) dadurch erzielt ist, daß mittels Bördeln Material des Endbereichs (37) unmittelbar
unterhalb des Äquators (52) zum Ventilschließkörper (18) hin verschoben ist.
2. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (38) eine entlang der Ventillängsachse (10) verlaufende sacklochähnliche
Öffnung ist, die einen dem Ventilsitz (15) zugewandten unteren Abschnitt (39b) und
einen dem Ventilsitz (15) abgewandten oberen Abschnitt (39a) besitzt.
3. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Abschnitt (39a) kegelförmig und der untere Abschnitt (39b) weitgehend zylindrisch
verlaufen.
4. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Abschnitt (39a) einen Anschlag für den Ventilschließkörper (18) bildet.
5. Brennstoffeinspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungsweite der Ausnehmung (38) an einer unteren Begrenzung (49) des Endbereichs
(37) geringer ist als der Durchmesser des Ventilschließkörpers (18).
6. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schließkörperträger (17) als Kaltschlagteil (Kaltumformteil) ausgeführt ist.
7. Brennstoffeinspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Umfang des Endbereichs (37) des Schließkörperträgers (17) spiralförmige Nuten
(48) zur Brennstoffdurchströmung ausgebildet sind.
8. Verfahren zur Herstellung einer Ventilnadel (12) eines Brennstoffeinspritzventils,
insbesondere eines Brennstoffeinspritzventils nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in einem ersten Verfahrensschritt ein metallener Schließkörperträger (17) mit einer
Ausnehmung (38) und ein kugelförmiger Ventilschließkörper (18) hergestellt werden,
nachfolgend der Ventilschließkörper (18) in die Ausnehmung (38) eingebracht wird,
so daß sich ein stromabwärtiger Endbereich (37) des Schließkörperträgers (17) über
einen Äquator (52) des Ventilschließkörpers (18) hinaus erstreckt und in einem darauffolgenden Verfahrensschritt der Schließkörperträger (17) durch
ein Bördelwerkzeug (54) unmittelbar unterhalb des Äquators (52) derart durch Materialverschiebung plastisch verformt wird, daß der Ventilschließkörper (18) in der Ausnehmung (38)
fest mit dem Schließkörperträger (17) verbunden ist.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der metallene Schließkörperträger (17) als Kaltschlagteil (Kaltumformteil) hergestellt
wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Bördeln Führungsflächen (32, 50) sowie Anschlagflächen (33) der Ventilnadel
(12) feinbearbeitet werden.
1. Fuel injection valve for fuel injection systems of internal combustion engines, with
a valve longitudinal axis (10), with an electromagnetic circuit (1, 2, 17), and with
an axially moveable valve needle (12) which comprises at least one metallic closing-body
carrier (17) and a spherical valve-closing body (18), the closing-body carrier (17)
having a recess (38), into which the valve-closing body (18) engages in order to achieve
a firm connection with the closing-body carrier (17), and the closing-body carrier
(17) possessing a downstream end region (37) which extends with its recess (38) in
the downstream direction beyond an equator (52) of the valve-closing body (18), and
the valve-closing body (18) cooperating with a fixed valve seat (15), characterized in that the firm connection of the valve-closing body (18) and the closing-body carrier (17)
is achieved in that material of the end region (37) is displaced towards the valve-closing body (18),
directly below the equator (52), by means of flanging.
2. Fuel injection valve according to Claim 1, characterized in that the recess (38) is a blind-hole-like orifice which runs along the valve longitudinal
axis (10) and which possesses a lower portion (39b) facing the valve seat (15) and
an upper portion (39a) facing away from the valve seat (15).
3. Fuel injection valve according to Claim 2, characterized in that the upper portion (39a) runs conically and the lower portion (39b) runs largely cylindrically.
4. Fuel injection valve according to Claim 2 or 3, characterized in that the upper portion (39a) forms a stop for the valve-closing body (18).
5. Fuel injection valve according to one of the preceding claims, characterized in that the orifice width of the recess (38) at a lower boundary (49) of the end region (37)
is smaller than the diameter of the valve-closing body (18).
6. Fuel injection valve according to Claim 1, characterized in that the closing-body carrier (17) is produced as a cold-headed part (cold-formed part).
7. Fuel injection valve according to one of the preceding claims, characterized in that spiral grooves (48) for the throughflow of fuel are formed on the circumference of
the end region (37) of the closing-body carrier (17).
8. Method for producing a valve needle (12) of a fuel injection valve, in particular
of a fuel injection valve according to one of Claims 1 to 7, characterized in that, in a first method step, a metallic closing-body carrier (17) with a recess (38)
and a spherical valve-closing body (18) are produced, subsequently the valve-closing
body (18) is introduced into the recess (38), so that a downstream end region (37)
of the closing-body carrier (17) extends beyond an equator (52) of the valve-closing
body (18), and, in a following method step, the closing-body carrier (17) is plastically
deformed by material displacement, directly below the equator (52), by means of a
flanging tool (54), in such a way that the valve-closing body (18) is connected firmly
to the closing-body carrier (17) in the recess (38).
9. Method according to Claim 8, characterized in that the metallic closing-body carrier (17) is produced as a cold-headed part (cold-formed
part).
10. Method according to Claim 8 or 9, characterized in that, after the flanging, guide faces (32, 50) and stop faces (33) of the valve needle
(12) are precision-machined.
1. Injecteur de carburant pour une installation d'injection de carburant d'un moteur
à combustion interne comportant un axe longitudinal (10), un circuit électromagnétique
(1, 2, 17), une aiguille (12) mobile axialement, ayant au moins un support métallique
(17) pour l'organe d'obturation ainsi qu'un organe d'obturation (18) en forme de bille,
le support (17) comportant une cavité (38) dans laquelle pénètre le corps de l'organe
d'obturation (18) pour réaliser une liaison solidaire avec le support (17) et
le support (17) de l'organe d'obturation ayant une zone d'extrémité (37) en aval qui
s'étend dans la direction vers l'aval avec sa cavité (38) au-delà du plan équatorial
(52) de l'organe d'obturation de soupape (18), alors que l'organe d'obturation (18)
coopère avec un siège de soupape (15), fixe,
caractérisé en ce que
la liaison solidaire entre l'organe d'obturation de soupape (18) et le support (17)
est réalisée par sertissage de la matière de la zone d'extrémité (37), refoulée directement
en dessous du plan équatorial (52) vers l'organe d'obturation (18).
2. Injecteur de carburant selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la cavité (38) est une ouverture en forme de perçage borgne dirigée suivant l'axe
longitudinal (10) de l'injecteur, et qui possède un segment inférieur (39b) tourné
vers le siège de soupape (15) et un segment supérieur (39a) à l'opposé du siège de
soupape (15).
3. Injecteur de carburant selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
le segment supérieur (39a) est de forme conique et le segment inférieur (39b) de forme
très largement cylindrique.
4. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications 2 ou 3,
caractérisé en ce que
le segment supérieur (39a) constitue une butée pour l'organe d'obturation de soupape
(18).
5. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le degré d'ouverture de la cavité (38), au niveau de sa limite inférieure (49) de
la zone d'extrémité (37), est inférieur au diamètre de l'organe d'obturation de soupape
(18).
6. Injecteur de carburant selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le support (17) est réalisé sous la forme d'une pièce forgée à froid.
7. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
à la périphérie de la zone d'extrémité (37) du support (17) de l'organe d'obturation,
on a des rainures en spirale (48) pour le passage du carburant.
8. Procédé de fabrication d'une aiguille d'injecteur (12) notamment d'un injecteur de
carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce qu'
au cours d'une première étape on réalise un support d'organe d'obturation (17) métallique
muni d'une cavité (38) et un organe d'obturation (18) en forme de bille, puis on place
l'organe d'obturation (18) dans la cavité (38) pour que la zone d'extrémité aval (37)
du support (18) dépasse du plan équatorial (52) de l'organe d'obturation (18), et
dans une étape suivante du procédé on déforme plastiquement le support de l'organe
d'obturation (17) par un outil de sertissage (54), directement en dessous du plan
équatorial (52) pour que par refoulement de matière, on ait une déformation plastique
reliant l'organe d'obturation (18) solidairement au support (17) dans la cavité (38).
9. Procédé selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
le support de l'organe d'obturation (17), métallique, est une pièce forgée à froid
(pièce formée à froid).
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 ou 9,
caractérisé en ce qu'
on effectue un usinage fin des surfaces de guidage (32, 50) et des surfaces de butée
(33) de l'aiguille (12) de l'injecteur après le sertissage.
