| (19) |
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(11) |
EP 0 904 674 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.10.2004 Patentblatt 2004/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.03.1998 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: H05H 1/30 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP1998/001793 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 1998/044765 (08.10.1998 Gazette 1998/40) |
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| (54) |
PLASMABRENNERSYSTEM
PLASMA TORCH SYSTEM
SYSTEME DE CHALUMEAU A PLASMA
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
29.03.1997 DE 19713352
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.03.1999 Patentblatt 1999/13 |
| (73) |
Patentinhaber: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. |
|
53175 Bonn (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SCHNEIDER, Gottfried
D-70567 Stuttgart (DE)
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| (74) |
Vertreter: Beck, Jürgen, Dr. Dipl.-Phys. |
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HOEGER, STELLRECHT & PARTNER Patentanwälte
Uhlandstrasse 14c 70182 Stuttgart 70182 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-92/19086 DE-A- 3 544 119 US-A- 4 820 900
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DE-A- 3 043 830 US-A- 4 424 102 US-A- 4 884 625
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Plasmabrennersystem, umfassend einen Hochfrequenz-Plasmabrenner
mit einer Plasmabrenneinrichtung, in welcher mittels Zuführung von Hochfrequenzleistung
eine Plasmaflamme erzeugbar ist, und eine Bearbeitungskammer, in welcher Werkstücke
positionierbar sind, um mittels der Plasmaflamme bearbeitet zu werden.
[0002] Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zum Betreiben eines Plasmabrennersystems,
welches ein Hochfrequenz-Plasmabrenner mit einer Plasmabrenneinrichtung zum Erzeugen
einer Plasmaflamme und welches eine Bearbeitungskammer zur Bearbeitung eines Werkstücks
mit Hilfe der Plasmaflamme umfaßt.
[0003] Derartige Plasmabrenner lassen sich beispielsweise für die Beschichtung von Werkstücken
oder zum Aufdampfen einsetzen, wobei dann in diesem Falle ein Zusatzwerkstoff wie
ein Metallpulver in die Plasmaflamme eingeführt wird und als Beschichtung oder Aufdampfschicht
auf dem Werkstück niedergeschlagen wird. Die Plasmaflamme wird dabei durch Hochfrequenzheizung
erzeugt, beispielsweise durch Hochfrequenz-Induktionsheizung oder durch Hochfrequenzheizung
in Hohlraumresonatoren.
[0004] Die DE-A-35 44 119 offenbart eine Plasmalichtbogeneinrichtung zum Schmelzen von Metall,
welche mit einer Hohlstange versehen ist, an deren unterem Ende eine Traverse mit
darauf symmetrisch angeordneten Plasmatronen befestigt ist, deren Anzahl durch drei
teilbar ist, wobei der obere Teil der Lichtbogenplasmatrone, an denen Leitungen für
die Zuführung von plasmabildenden Gases, der Elektroenergie sowie für die Zu- und
Abfuhr von Kühlwasser angeschlossen sind, durch einen an der Traverse befestigten
gemeinsamen Mantel vom Schmelzraum isoliert ist. Durch die Hohlstange wird es möglich
die Verstellung und Regelung der Lage der Plasmatrone im Schmelzraum einzusetzen.
[0005] Aus der WO-A-92/19086 ist ein Nochleistungs-Induktionsplasmabrenner bekannt.
[0006] Aus der US 4,820,900 ist ein Vakuum-Plasmasprühsystem mit einer Sprühkammer bekannt,
in der ein Werkstück positionierbar ist. Mittels eines motorgetriebenen Manipulators
läßt sich eine Plasmakanone relativ zu dem Werkstück in mindestens zwei Achsrichtungen
verändern.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Plasmabrennersystem mit
den eingangs genannten Merkmalen so zu verbessern, daß es universell einsetzbar ist.
[0008] Diese Aufgabe wird bei dem erfindungsgemäßen Plasmabrennersystem mit den eingangs
genannten Merkmalen dadurch gelöst, daß das Plasmabrennersystem eine Höheneinstellvorrichtung
aufweist, durch die ein vertikaler Abstand zwischen der Plasmabrenneinrichtung des
Hochfrequenz-Plasmabrenners und einem zu bearbeitenden Werkstück einstellbar ist,
und daß Hochfrequenzleitungen von einem Anpaßglied, welches zur Einkopplung der Hochfrequenzleistung
eines Hochfrequenz-Generators in die Hochfrequenzleitungen dient, starr zu der Plasmabrenneinrichtung
des Hochfrequenz-Plasmabrenners geführt sind.
[0009] Auf diese Weise kann bei dem erfindungsgemäßen Plasmabrennersystem ein optimaler
vertikaler Abstand zwischen dem Werkstück und der Plasmaflamme, welche in der Plasmabrenneinrichtung
erzeugt wird, eingestellt werden. Dadurch kann mit dem erfindungsgemäßen Plasmabrennersystem
eine Vielzahl von Werkstücken mit unterschiedlichen Werkstückgeometrien bearbeitet
werden. Es läßt sich eine konturgenaue Nachführung auch bei ungünstigen oder sperrigen
Werkstückgeometrien erreichen. Bei Werkstücken, die eine große Höhe aufweisen, läßt
sich die Bearbeitungskammer besser ausnutzen, da durch eine optimierte Höheneinstellung
eine Einengung des Gesichtsfeldes beispielsweise für eine Zusatzwerkstoffbeaufschlagung
des Werkstückes durch Anpassung des vertikalen Abstandes vermeidbar ist.
[0010] Es ist besonders günstig, wenn Hochfrequenzleitungen von einem Anpaßglied, welches
zur Einkopplung der Hochfrequenzleistung eines Hochfrequenzgenerators in die Hochfrequenzleitungen
dient, starr zu der Plasmabrenneinrichtung des Hochfrequenzplasmabrenners geführt
sind. Zur Erzeugung der Plasmaflamme muß die Plasmabrenneinrichtung mit Hochfrequenzleistung
über die Hochfrequenzleitungen versorgt werden. Zur Übertragung einer hohen Hochfrequenzleistung
und zur optimalen Einkopplung dieser Hochfrequenzleistung in ein Arbeitsgas zur Erzeugung
der Plasmaflamme muß das Anpaßglied auf die Hochfrequenzleitungen und die Plasmabrenneinrichtung
insbesondere bezüglich des Wellenwiderstandes abgestimmt sein. Durch die starre Führung
der Hochfrequenzleistungen ist gewährleistet, daß bei einer Einstellung des vertikalen
Abstands zwischen der Plasmabrenneinrichtung und dem zu bearbeitenden Werkstück die
Abstimmung durch das Anpaßglied erhalten bleibt, so daß bei jeder Höheneinstellung
bei einem einmal abgestimmten Anpaßglied die gleiche Hochfrequenzleistung in die Plasmabrenneinrichtung
eingekoppelt wird und die Plasmaflamme dann stets die gleichen Charakteristika aufweist.
[0011] In einer günstigen Variante einer Ausführungsform sind die Hochfrequenzleitungen
als Leitungsresonatoren ausgebildet, um auf diese Weise die Übertragung einer hohen
Hochfrequenzleistung zu der Plasmabrenneinrichtung zu ermöglichen.
[0012] Besonders günstig ist es, wenn der Hochfrequenz-Plasmabrenner mit der Plasmabrenneinrichtung
durch die Höheneinstellvorrichtung in einer vertikalen Richtung bezüglich des zu bearbeitenden
Werkstücks verschieblich ist. Auf diese Weise ist der Hochfrequenz-Plasmabrenner relativ
zum Werkstück verschieblich, welches dann insbesondere nur in einer x-y-Ebene senkrecht
zu der vertikalen Richtung in der Bearbeitungskammer verschieblich zu sein braucht.
Dadurch läßt sich die x-y-Bewegung des Werkstücks von der vertikalen z-Bewegung entkoppeln,
da letztere durch eine Hochfrequenz-Plasmabrenner-Verschiebung erfolgt. Auf diese
Weise läßt sich eine Positioniervorrichtung zur Bewegung des Werkstücks in der Bearbeitungskammer
mit geringem Aufwand und mit geringer betriebsmäßiger Störanfälligkeit einsetzen.
Dies ist insbesondere von großem Vorteil, wenn die Bearbeitungskammer eine Vakuumkammer
ist und die Werkstücke mit Hilfe der Plasmaflamme im Vakuum bearbeitet werden sollen.
Durch die Einstellung des vertikalen Abstands mittels der Höheneinstellung des Hochfrequenz-Plasmabrenners
können insbesondere bei geringem Abstand der Werkstücke vom Hochfrequenz-Plasmabrenner
höhere Genauigkeiten erreicht werden als wenn eine Positioniervorrichtung ein Werkstück
in allen drei Raumrichtungen (x, y, z) bewegen müßte.
[0013] Günstig ist es, wenn das Anpaßglied in einem festen Abstand zum Hochfrequenz-Plasmabrenner
angeordnet ist und mit diesem verschieblich ist. Auf diese Weise ist sichergestellt,
daß die Hochfrequenzleitungen zwischen dem Anpaßglied und der Plasmabrenneinrichtung
keine Dehnungen oder Stauchungen erfahren, die sonst eine Neuabstimmung des Anpaßgliedes
nötig machen würden.
[0014] In einer Variante einer Ausführungsform ist der Hochfrequenz-Generator fest bezüglich
des Anpaßgliedes angeordnet, so daß er mit dem Hochfrequenz-Plasmabrenner verschieblich
ist. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn die Einkopplung der Hochfrequenzleistung
von dem Hochfrequenz-Generator in das Anpaßglied kritisch ist, da diese Einkopplung
dann durch eine Verschiebung des Hochfrequenz-Plasmabrenners nicht verändert wird.
[0015] Es kann auch vorgesehen sein, daß der Hochfrequenz-Generator fest gegenüber der Bearbeitungskammer
angeordnet ist. Dadurch wird die bei der Verschiebung des Plasmabrenners zu bewegende
Masse verringert, da der Hochfrequenz-Generator selber nicht mitverschoben werden
muß.
[0016] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist das Anpaßglied abstimmbar zur Optimierung der Hochfrequenz-Leistungszufuhr durch
die Hochfrequenzleitungen zu der Plasmabrenneinrichtung. Dadurch kann die Hochfrequenzheizung
optimiert werden, um eine große Leistung in ein Arbeitsgas zur Erzeugung der Plasmaflamme
einzukoppeln und bei Änderungen des Systemaufbaus, beispielsweise Verkürzung oder
Verlängerung der Hochfrequenzleitungen oder Austausch der Plasmabrenneinrichtung,
kann auf einen neuen optimalen Leistungseinkopplungswert abgestimmt werden.
[0017] In einer konstruktiv besonders einfachen Ausführungsform ist der Hochfrequenz-Plasmabrenner
an einem Gleitführungselement der Höheneinstellvorrichtung, welches in vertikaler
Richtung verschieblich ist, gehalten.
[0018] Günstigerweise führen dann Versorgungsleitungen für den Plasmabrenner durch das Gleitführungselement,
um auf diese Weise die Zufuhr von Versorgungsmedien zu dem Hochfrequenz-Plasmabrenner
zu gewährleisten.
[0019] Die Versorgungsleitungen umfassen dabei die Hochfrequenzleitungen zur Plasmabrenneinrichtung,
welche auf diese Weise starr führbar sind. Weiter umfassen die Versorgungsleitungen
eine Arbeitsgaszuführung zur Plasmabrenneinrichtung, wobei das Arbeitsgas ein Brennergas
ist, welches zur Plasmaerzeugung dient. Weiter umfassen die Versorgungsleitungen eine
Kühlmittelzuführung zu der und eine Kühlmittelabführung von der Plasmabrennereinrichtung.
[0020] Bei einer vorteilhaften Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung umfassen die Versorgungsleitungen
auch eine Zusatzwerkstoffzuführung zur Plasmabrennereinrichtung, wobei der Zusatzwerkstoff
beispielsweise als Beschichtungsmittel eingesetzt ist. Bei einer günstigen Variante
einer Ausführungsform weist die Zusatzwerkstoffzuführung eine Düse zum Einblasen von
Zusatzwerkstoff in die Plasmaflamme auf. Dadurch läßt sich die Plasmaflamme optimal
nutzen, um das zu bearbeitende Werkstück mit Zusatzwerkstoff zu beaufschlagen.
[0021] In einer vorteilhaften Variante einer Ausführungsform umfaßt das Gleitführungselement
eine Kühlmittelzuführung und eine Kühlmittelabführung zur Beaufschlagung der Hochfrequenzleitungen
im Gleitführungselement mit Kühlmittel. Auf diese Weise läßt sich durch Kühlung der
Hochfrequenzleitungen die Hochfrequenzleistungszuführung zur Plasmabrenneinrichtung
weiter verbessern.
[0022] Es kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, daß die Bearbeitungskammer als Vakuumkammer
ausgebildet ist. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn das erfindungsgemäße Plasmabrennersystem
für Beschichtungsaufgaben von Werkstücken eingesetzt wird, um Verunreinigung der Werkstückoberflächen
und der Beschichtungswerkstoffe beim Niederschlagen auf den Werkstücken zu vermeiden.
[0023] Günstigerweise umfaßt das Gleitführungselement eine Dichtungseinrichtung zur gasdichten
Abdichtung gegen die Bearbeitungskammer, so daß eine Entkopplung von der Gas- bzw.
Vakuumatmosphäre der Bearbeitungskammer vorliegt. Die Dichtungseinrichtung ist günstigerweise
durch einen Membranbalg gebildet, durch den eine äußerst elastische, radial drucksichere
Abdichtung gewährleistbar ist.
[0024] Günstig ist es dann auch, wenn das Gleitführungselement eine Dichtung umfaßt, durch
die ein Innenraum des Gleitführungselements gasdicht gegenüber einem Außenraum des
Plasmabrennersystems abgedichtet ist. Auf diese Weise ist der Innenraum des Gleitführungselementes
mit einem Medium beaufschlagbar. Bei dem Beaufschlagungsmedium handelt es sich vorteilhafterweise
um ein Schutzmedium zum Unterdrücken von Hochfrequenz-Durchschlägen. Das Beaufschlagungsmedium
kann gasförmig sein, denkbar ist beispielsweise SF
6 als Schutzgas zur Unterdrückung von Hochfrequenzdurchschlägen. Es ist auch denkbar,
daß beispielsweise Silikonöl als flüssiges Beaufschlagungsmedium eingesetzt wird.
[0025] Vorteilhaft ist es, wenn das Beaufschlagungsmedium durch den Innenraum des Gleitführungselementes
zur Kühlung der Hochfrequenzleitungen geführt ist. Besonders günstig ist dann eine
Kombinationswirkung des Beaufschlagungsmediums als Durchschlags-Unterdrückungsmedium
und als Kühlmedium.
[0026] In einer konstruktiv besonders einfachen Variante einer Ausführungsform ist das Gleitführungselement
durch ein Gleitrohr gebildet.
[0027] Konstruktive Vorteile sind auch dadurch gegeben, daß das Anpaßglied kraftschlüssig
bezüglich des Gleitführungselements in einem festen Abstand zum Hochfrequenz-Plasmabrenner
gehalten ist.
[0028] Dies läßt sich in einer günstigen Variante einer Ausführungsform dadurch erreichen,
daß an dem Gleitführungselement kraftschlüssig in einem festen Abstand zum Hochfrequenz-Plasmabrenner
ein Halteelement angeordnet ist, an welchem das Anpaßglied fixiert ist.
[0029] Zur Erzielung einer genauen und einfachen Höheneinstellung ist es vorteilhaft, wenn
die Höheneinstellvorrichtung einen Stellantrieb umfaßt. Günstigerweise umfaßt die
Höheneinstellvorrichtung weiter eine Steuereinheit zum Steuern des vertikalen Abstands
des Hochfrequenz-Plasmabrenners relativ zu dem Werkstück, um eine genaue und präzise
Einstellung der vertikalen Abstände zwischen den Plasmabrenneinrichtung und dem Werkstück
zu gewährleisten.
[0030] Zur Erhöhung der Arbeitssicherheit bei dem erfindungsgemäßen Plasmabrennersystem
ist es vorgesehen, daß die Bearbeitungskammer geerdet ist. Aus dem Stand der Technik
sind Plasmabrennersysteme bekannt, bei denen die Hochfrequenz-Plasmabrenner von einem
Anpaßglied symmetrisch eingespeist werden und zur Vermeidung der Gefahr von Überschlägen
innerhalb einer Vakuumkammer derartige Kammern ungeerdet betrieben werden, um Kammerwände
auf einem schwimmenden Potential zu halten, und dadurch Überschläge zu vermeiden.
Durch das erfindungsgemäße Plasmabrennersystem sind solche Hochfrequenzdurchschläge
verringerbar oder vermeidbar.
[0031] In einer vorteilhaften Variante einer Ausführungsform ist in der Bearbeitungskammer
ein Positioniervorrichtung zur Positionierung des zu bearbeitenden Werkstücks relativ
zum Hochfrequenz-Plasmabrenner angeordnet. Dadurch kann das Werkstück innerhalb der
Bearbeitungskammer bewegt und positioniert werden, um insbesondere eine Nachführung
des Werkstückes zur Bearbeitung mittels der Plasmaflamme zu ermöglichen. Durch die
Positioniervorrichtung ist das Werkstück in einer horizontalen Ebene senkrecht zur
vertikalen Richtung positionierbar. Es kann auch vorgesehen sein, daß durch die Positioniervorrichtung
das Werkstück in vertikaler Richtung positionierbar ist. Dies kann beispielsweise
zu einer Vorpositionierung oder Grobpositionierung des vertikalen Abstandes zwischen
dem Werkstück und der Plasmabrenneinrichtung benutzt werden.
[0032] In einer günstigen Variante einer Ausführungsform ist die Höheneinstellvorrichtung
an einer Halteeinrichtung gehalten, welche festlegbar verschieblich bezüglich der
Bearbeitungskammer gelagert ist. Dies ermöglicht eine einfache Zugänglichkeit und
Austauschbarkeit des Hochfrequenz-Plasmabrenners des Plasmabrennersystems, indem beispielsweise
eine Verbindung zwischen der Höheneinstellvorrichtung und dem Plasmabrenner gelöst
wird und dann mittels des Rahmens die Höheneinstellvorrichtung in eine nichtbehindernde
Position verschoben wird.
[0033] Der vorliegenden Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren mit den
eingangs genannten Merkmalen zu schaffen, das eine universelle Einsetzbarkeit eines
Plasmabrennersystems erlaubt.
[0034] Diese Aufgabe wird bei dem Verfahren mit den eingangs genannten Merkmalen erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß ein vertikaler Abstand zwischen dem Hochfrequenz-Plasmabrenner
und dem Werkstück durch Verschiebung des Hochfrequenz-Plasmabrenners relativ zum Werkstück
eingestellt wird, wobei ein Anpaßglied, durch welches Hochfrequenzleistung in Hochfrequenzleitungen
eingekoppelt wird, welche zu der Plasmaeinrichtung führen, in einem festen Abstand
zum Plasmabrenner angeordnet ist, so daß die Hochfrequenzleitungen starr führbar sind.
[0035] Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens wurden bereits im Zusammenhang mit
der erfindungsgemäßen Vorrichtung diskutiert.
[0036] In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- Eine vordere Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Plasmabrennersystems;
- Fig. 2
- eine seitliche Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Plasmabrennersystems und
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer Plasmabrenneinrichtung.
[0037] Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Plasmabrennersystems, welches in
Fig. 1 als Ganzes mit 10 bezeichnet ist, umfaßt eine Bearbeitungskammer 12, in der
ein Werkstück 14 oder eine Gruppe von Werkstücken positionierbar ist.
[0038] Dazu ist eine Positioniervorrichtung 16, auf der das Werkstück 14 fixierbar ist,
fest mit einem Boden 18 der Bearbeitungskammer 12 verbunden. Die Positioniervorrichtung
16 erlaubt eine Verschiebung des Werkstücks 14 in einer Ebene x-y, welche senkrecht
zu einer vertikalen Achse 20 (z-Achse) des Plasmabrennersystems 10 ist.
[0039] In einer Variante einer Ausführungsform ist es vorgesehen, daß die Positioniervorrichtung
16 auch eine Positionierung in einer vertikalen Richtung 22 (z-Richtung) parallel
zur vertikalen Achse 20 aufweist.
[0040] Die Bearbeitungskammer 12 weist einen Mantel 24 auf, welcher im Querschnitt (Fig.
2) halbkreisförmig ausgebildet ist. Der Mantel 24 ist aus einem metallischen Werkstoff
gefertigt und geerdet. Er ist insbesondere drucksicher und gasdicht und weist Anschlüsse
26 auf, die mit einer Vakuumpumpe (in der Fig. nicht gezeigt) verbunden sind. Dadurch
läßt sich in einem Bearbeitungsraum 28 der Bearbeitungskammer 12 ein Vakuum erzeugen,
um das Werkstück 14 in einem Vakuum bearbeiten zu können.
[0041] Mit der Bearbeitungskammer 12 kraftschlüssig verbunden ist eine Rahmenstruktur 30,
die eine Höheneinstellvorrichtung 32 hält, wobei die Höheneinstellvorrichtung 32 einen
Hochfrequenz-Plasmabrenner 34 hält, in welchem eine Plasmaflamme zur Bearbeitung des
Werkstückes 14 erzeugbar ist.
[0042] Die Rahmenstruktur 30 umfaßt bogenförmige Rahmenträgerelemente 36, welche jeweils
an äußeren im Querschnitt halbkreisförmigen Enden der Bearbeitungskammer 12 angeordnet
sind. Auf den bogenförmigen Rahmenträgerelementen sind Rahmenstützelemente 38 abgestützt;
diese sind bevorzugterweise symmetrisch zur vertikalen Achse 20 angeordnet, um eine
gleichmäßige Kraftverteilung des Gewichts der Höheneinstellvorrichtung 32 auf die
Rahmenstruktur 30 zu gewährleisten. Durch die Rahmenstützelemente werden in horizontaler
Richtung senkrecht zur vertikalen Achse 20 Rahmenträger 40 gehalten, die beispielsweise
ein H-Profil aufweisen.
[0043] Durch die Rahmenträger 40 ist eine Haltebasis 42 gebildet, auf der eine Halteeinrichtung
44 der Höheneinstellvorrichtung 32 gehalten ist. Die Halteeinrichtung 44 umfaßt parallel
zur vertikalen Achse 20 angeordnete Halteelemente 46, welche insbesondere symmetrisch
zur vertikalen Achse 20 angeordnet sind, und die an ihrem oberen Ende mittels einer
Oberplatte 48 verbunden sind.
[0044] Die aus den Halteelementen 46 und der Oberplatte 48 gebildete Halteeinrichtung 44
ist auf Lagern 50 gelagert, so daß sie senkrecht zur vertikalen Achse 20 und senkrecht
zur Richtung der Rahmenträger 40 verschieblich ist. Die Halteeinrichtung 44 weist
Festlegungsmittel (in der Fig. nicht gezeigt) auf, durch die auf wieder lösbare Weise
die Halteeinrichtung 44 an den Rahmenträgern 40 kraftschlüssig fixierbar ist.
[0045] Die Oberplatte 48 weist in ihrem Zentrum koaxial zur vertikalen Achse 20 eine Öffnung
52, in der eine Führung 54 angeordnet ist. Durch diese Öffnung 52 läuft in z-Richtung
22 verschieblich geführt eine Spindel 56 koaxial zur vertikalen Achse 20. Die Spindel
56 ist durch einen Stellantrieb 58, welcher von der Oberplatte 48 gehalten ist, in
z-Richtung 22 einstellbar verschieblich. Dazu umfaßt der Stellantrieb eine Welle 60
und eine Umsetzungseinheit 62, durch die eine Rotation der Welle 60 in eine z-Bewegung
der Spindel 56 umgewandelt wird. Der Stellantrieb 58 und damit die Bewegung der Spindel
56 wird durch eine Steuereinheit 59 gesteuert.
[0046] Bei dem Stellantrieb 58 kann es sich beispielsweise um einen elektrischen Antrieb
oder einen hydraulischen Antrieb handeln.
[0047] An ihrem unteren, der Bearbeitungskammer 12 zugewandten Ende ist die Spindel 56 mit
einer ersten Montageplatte 64 kraftschlüssig verbunden. Die erste Montageplatte 64
ist mit einer zweiten Montageplatte 66 (Fig. 2), welche der Bearbeitungskammer 12
zugewandt angeordnet ist, kraftschlüssig verbunden. Dazu sind zwischen erster Montageplatte
64 und zweiter Montageplatte 66 parallel zur vertikalen Achse 20 angeordnete Träger
68 bevorzugterweise in der Nähe eines äußeren Randes jeweils der ersten Montageplatte
64 und der zweiten Montageplatte 66 mit diesen über lösbare Verbindungen 70, insbesondere
über Schraubverbindungen, verbunden.
[0048] An der zweiten, unteren Montageplatte 66 ist ein Gleitführungselement 72 kraftschlüssig
gehalten, welches sich koaxial zur vertikalen Achse 20 in Richtung der Bearbeitungskammer
12 erstreckt. Das Gleitführungselement 72 ist insbesondere als Gleitrohr ausgebildet.
[0049] An den Halteelementen 46 der Halteeinrichtung 44 sitzen Führungen 74 zur vertikalen
Führung des Gleitführungselementes 72, um dessen Verschieblichkeit in z-Richtung zu
gewährleisten.
[0050] An einem unteren Ende des Gleitführungselements 72 ist der Hochfrequenz-Plasmabrenner
34 gehalten, welcher aufgrund der Verschieblichkeit der Spindel 56 durch den Stellantrieb
58 mit dem Gleitführungselement 72 in z-Richtung 22 im Bearbeitungsraum 28 der Bearbeitungskammer
12 verschieblich ist, so daß ein vertikaler Abstand A zwischen dem zu bearbeitenden
Werkstück 14 und einem Austritt 76 des Hochfrequenz-Plasmabrenners 34 durch die Höheneinstellvorrichtung
32 einstellbar ist.
[0051] An dem Gleitführungselement 72 ist eine Dichtungseinrichtung 78 angeordnet, durch
die das Gleitführungselement 72 gasdicht gegen den Bearbeitungsraum 28 der Bearbeitungskammer
12 abgedichtet ist. Dabei handelt es sich insbesondere um einen Membranbalg, der eine
drucksichere Dichtheit bei der vertikalen Bewegung des Hochfrequenz-Plasmabrenners
gewährleistet.
[0052] Der Hochfrequenz-Plasmabrenner umfaßt eine Plasmabrenneinrichtung 80 (Fig. 3), in
der mittels Zuführung von Hochfrequenzleistung eine Plasmaflamme 82 erzeugbar ist.
[0053] Durch einen Innenraum 84 des Gleitführungselements 72 führt eine Zuführung 86 für
Arbeitsgas (in der Fig. 1 und 2 nicht gezeigt) von einer Arbeitsgasversorgungseinheit
zu einem Brennraum 88 der Plasmabrenneinrichtung 80 des Hochfrequenz-Plasmabrenners
34. Als Arbeitsgas, das als Plasmamedium in der Plasmabrenneinrichtung 80 dient, kann
beispielsweise Wasserstoff oder Argon zum Einsatz kommen.
[0054] Von einer Zusatzwerkstoff-Versorgungseinheit (in der Fig. nicht gezeigt) führt eine
Zuführung 90 für Zusatzwerkstoff durch den Innenraum 84 des Gleitführungselements
72 in den Brennraum 88 der Plasmabrenneinrichtung 80. An ihrer Mündung in den Brennraum
88 weist die Zuführung 90 für Zusatzwerkstoff eine Düse 92 auf, durch die insbesondere
pulverförmiger Zusatzwerkstoff in die Plasmaflamme 82 einführbar ist. Der Zusatzwerkstoff,
bei dem es sich beispielsweise um ein Metallpulver handeln kann, dient beispielsweise
als Bedampfungswerkstoff für das Werkstück 14 und wird dazu zur Erhitzung in die Plasmaflamme
82 eingespritzt.
[0055] Die Plasmabrenneinrichtung umfaßt Hochfrequenz-Leistungseinkopplungsmittel 94, um
Hochfrequenzleistung in das Arbeitsgas zur Erzeugung der Plasmaflamme 82 einzukoppeln.
Diese Einkopplung kann insbesondere auf induktive Weise erfolgen und das Hochfrequenz-Leistungseinkopplungsmittel
94 kann dann durch eine Induktionsspule gebildet sein. Es kann aber auch vorgesehen
sein, daß das Hochfrequenz-Leistungseinkopplungsmittel 94 durch einen Hohlraumresonator
gebildet ist.
[0056] Bei einer Variante einer Ausführungsform ist das Hochfrequenz-Leistungseinkopplungsmittel
94 eine Staycastvergossene Spule, bei der die Spulenwindungen 96 in ein Stoffmaterial
eingegossen sind. Eine solche Staycastvergossene Spule erlaubt eine hohe Leistungszufuhr
in das Arbeitsgas.
[0057] Zur Kühlung des Hochfrequenz-Leistungseinkopplungsmittel 94 sind Kühlmittelzuführungen
98 und Kühlmittelabführungen 100 durch den Innenraum 84 des Gleitführungselementes
72 zum Hochfrequenz-Leistungseinkopplungsmittel 94 geführt (in der Fig. 1 und 2 nicht
gezeigt).
[0058] Zur Versorgung des Hochfrequenz-Leistungseinkopplungsmittels 94 mit Hochfrequenzleistung
sind Hochfrequenzleitungen 102 von einem Anpaßglied 104 zu der Plasmabrenneinrichtung
80 durch den Innenraum 84 des Gleitführungselementes 72 geführt. Das Anpaßglied ist
auf einem Halteelement 106, welches kraftschlüssig mit dem Gleitführungselement 72
verbunden ist, angeordnet. Dadurch ist der Abstand zwischen dem Anpaßglied 104 und
dem Hochfrequenz-Plasmabrenner 34 mit seiner Plasmabrenneinrichtung 80 für jeden vertikalen
Abstand A konstant und wird durch eine Verschiebung in z-Richtung 22 des Hochfrequenz-Plasmabrenners
34 nicht verändert. Die Hochfrequenzleitungen 102 sind zwischen dem Anpaßglied 104
und der Plasmabrenneinrichtung 80 starr geführt. Bei diesen Hochfrequenzleitungen
102 kann es sich insbesondere um als Leitungsresonatoren ausgebildete Hochfrequenzleitungen
handeln, welche beispielsweise durch Kupferrohre mit einem rechteckigen Querschnitt
gebildet sind.
[0059] Das Anpaßglied 104 ist mit einem Hochfrequenz-Generator (in der Fig. nicht gezeigt)
verbunden, welcher die Hochfrequenzleistung erzeugt. Dieser Hochfrequenz-Generator
ist in einer Variante einer Ausführungsform fest gegenüber der Bearbeitungskammer
12 angeordnet, so daß er bei einer Höhenverstellung des Hochfrequenz-Plasmabrenners
34 nicht verschoben wird. Einspeisungsleitungen (in der Fig. nicht gezeigt) zwischen
dem Hochfrequenz-Generator und dem Anpaßglied 104 müssen dann flexibel ausgebildet
sein.
[0060] In einer anderen Variante einer Ausführungsform ist der Hochfrequenz-Generator auf
dem Halteelement 106 fest gegenüber dem Anpaßglied 104 gehalten.
[0061] Das Anpaßglied 104 dient zur Optimierung der Hochfrequenzleistungszufuhr zur Plasmabrenneinrichtung
80. Es ermöglicht insbesondere eine Abstimmung auf den Wellenwiderstand der Hochfrequenzleitungen
102 und der Plasmabrenneinrichtung 80. Da die Hochfrequenzleitungen 102 starr bezüglich
des Anpaßgliedes 104 und der Plasmabrenneinrichtung 80 sind, wird eine einmal eingestellte
Abstimmung durch eine vertikale Verschiebung in z-Richtung 22 nicht zerstört.
[0062] An einem oberen Ende, welches der Bearbeitungskammer 12 abgewandt ist, weist das
Gleitführungselement 72 eine Dichtung 108 auf, durch den der Innenraum 84 des Gleitführungselementes
72 gegenüber einem Außenraum des Plasmabrennersystems 10 gasdicht ist. Durch dieses
Dichtungselement 108 sind die Hochfrequenzleitungen 102 geführt. Weiter sind durch
das Dichtungselement 108 die Zuführung 90 für Zusatzwerkstoff, die Kühlmittelzuführungen
98 für das Hochfrequenzleistungs-Einkopplungsmittel 94 sowie die entsprechenden Kühlmittelabführungen
100 geführt. Die Zuführung 90 sowie die Zuführungen 98 und die Abführungen 100 sind
dabei so ausgebildet, daß ihre Funktionsfähigkeit durch eine Verschiebung in z-Richtung
des Hochfrequenz-Plasmabrenners 34 nicht beeinträchtigt wird. Dies kann beispielsweise
dadurch erreicht werden, daß sie außerhalb des Innenraums 84 des Gleitführungselementes
72 flexibel ausgebildet sind.
[0063] Bei einer Variante einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Plasmabrennersystems
10 ist es vorgesehen, daß der Innenraum 84 des Gleitführungselementes 72 mit einem
Medium beaufschlagbar ist. Bei diesem Medium kann es sich insbesondere um ein Schutzmedium
zum Unterdrücken von Hochfrequenzdurchschlägen bei den Hochfrequenzleitungen 102,
die im Innenraum 84 verlaufen, handeln. Beispielsweise kann SF
6 oder Silikonöl eingesetzt werden.
[0064] Bei einer Variante einer Ausführungsform ist es vorgesehen, daß das Beaufschlagungsmedium
durch den Innenraum 84 des Gleitführungselementes 72 geführt ist, um auf diese Weise
die Hochfrequenzleitungen 102 in dem Innenraum 84 zu kühlen. Besonders vorteilhaft
ist die Kombination des Beaufschlagungsmediums als Schutzmedium und als Kühlmedium.
[0065] Aufgrund der Dichtung 108 läßt sich in dem Innenraum 84 des Gleitführungselementes
72 ein vom Druck des Außenraums des Plasmabrennersystems 10 abweichendes Druckniveau
einstellen.
[0066] Das erfindungsgemäße Plasmabrennersystem arbeitet wie folgt:
[0067] Über den Hochfrequenz-Generator wird Hochfrequenzleistung in das Anpaßglied 104 eingekoppelt.
Dieses ist insbesondere über Wellenwiderstandsanpassung so abgestimmt, daß diese Hochfrequenzleistung
optimal über die Leitungen 102 in das Hochfrequenzleistungs-Einkopplungsmittel 94
der Plasmabrenneinrichtung 80 des Hochfrequenz-Plasmabrenners 34 eingekoppelt wird.
Das Arbeitsgas, welches über die Zuführung 90 in die Plasmabrenneinrichtung 80 eingeführt
wird, nimmt in den Hochfrequenzfeldern beispielsweise mittels induktiver Hochfrequenzheizung
Energie auf und es entsteht eine Plasmaflamme 82. Diese Plasmaflamme ist in z-Richtung
22 in Richtung des Werkstückes 14 gerichtet und wird zur Bearbeitung dieses Werkstückes
14 eingesetzt.
[0068] Um das Werkstück optimal zu bearbeiten, ist der Abstand A zwischen dem Werkstück
und der Plasmabrenneinrichtung 80 und insbesondere dem Austritt 76 und dem Werkstück
14 entscheidend. Durch den Stellantrieb 58 ist dieser Abstand A einstellbar. Insbesondere
wird dadurch der Hochfrequenz-Plasmabrenner 34 in z-Richtung 22 dem Werkstück 14 nachführbar,
beispielsweise wenn dieses Höhenstrukturen in vertikaler Richtung aufweist.
[0069] Bei der Bearbeitung des Werkstückes 14 kann es sich beispielsweise um eine Aufdampfungsbearbeitung
in einem Vakuum handeln. Dazu wird über die Düse 92 ein Zusatzwerkstoff in die Plasmaflamme
82 eingeführt, der als Aufdampfmittel für das Werkstück 14 dient und sich auf diesem
niederschlagen soll.
[0070] Die Positioniervorrichtung 16 erlaubt eine Bewegung des Werkstückes in einer x-y-Ebene
senkrecht zur z-Richtung 22; die Bewegung in z-Richtung und somit die Einstellung
des vertikalen Abstandes A erfolgt über die Höheneinstellvorrichtung 32. Es kann auch
vorgesehen sein, daß die Positioniervorrichtung 16 in der z-Richtung 22 eine Positionierung
des Werkstückes 14 erlaubt, beispielsweise als Grobeinstellung oder Vorpositionierung.
[0071] Die Einkopplung von Hochfrequenzleistung in das Hochfrequenzleistungs-Einkopplungsmittel
94 ist insbesondere kritisch gegenüber Änderungen der Geometrie der Hochfrequenzleitungen
102, da durch Änderungen der Geometrie insbesondere eine Wellenwiderstandsanpassung
durch das Anpaßglied 104 aufgehoben wird. Bei dem erfindungsgemäßen Plasmabrennersystem
10 ist das Anpaßglied 104 stets in einem festen Abstand zu der Plasmabrenneinrichtung
80 gehalten und die Leitungen 102 sind starr geführt, so daß sich insbesondere ihre
geometrische Form nicht ändert. Dadurch tritt keine schädliche Belastung der Hochfrequenzleitungen
102 durch eine Einstellung des vertikalen Abstandes A zwischen Hochfrequenz-Plasmabrenner
34 und Werkstück 14 ein, so daß die Abstimmung des Anpaßgliedes 104 erhalten bleibt.
[0072] Durch eine Kopplung der x-y-Bewegung des Werkstückes auf der Positioniervorrichtung
16 und der Bewegung in z-Richtung 22 des Hochfrequenz-Plasmabrenners 34 über die Steuereinheit
59 läßt sich die Bearbeitung, beispielsweise die Beaufdampfungsbearbeitung, von Werkstücken
14 oder Gruppen von Werkstücken 14 optimieren, indem eine konturgenaue Nachführung
und Anpassung in alle drei Raumrichtungen ermöglicht ist.
[0073] Die Halteeinrichtung 44 ist auf den Lagern 50 festlegbar verschieblich gelagert.
Dies erleichtert die Montage und Demontage des erfindungsgemäßen Plasmabrennersystems
10. Durch Lösen der Verbindungen 70 kann die Spindel 56 von dem Gleitführungselement
72 entkoppelt werden und dann die Halteeinrichtung 44 so verschoben werden, daß sie
eine weitere Montage bzw. Demontage des Hochfrequenz-Plasmabrenners 34 nicht behindert.
Auf diese Weise ist beispielsweise der Hochfrequenz-Plasmabrenner 34 schnell austauschbar.
1. Plasmabrennersystem, umfassend einen Hochfrequenz-Plasmabrenner (34) mit einer Plasmabrenneinrichtung
(80), in welcher mittels Zuführung von Hochfrequenzleistung eine Plasmaflamme erzeugbar
ist, eine Bearbeitungskammer (12), in welcher Werkstücke positionierbar sind, um mittels
der Plasmaflamme bearbeitet zu werden,
dadurch gekennzeichnet, daß das Plasmabrennersystem (10) eine Höheneinstellvorrichtung (32) aufweist, durch die
ein vertikaler Abstand (A) zwischen der Plasmabrenneinrichtung (80) des Hochfrequenz-Plasmabrenners
(34) und einem zu bearbeitenden Werkstück (14) einstellbar ist, und daß Hochfrequenzleitungen
(102) von einem Anpaßglied (104), welches zur Einkopplung der Hochfrequenzleistung
eines Hochfrequenz-Generators in die Hochfrequenzleitungen (102) dient, starr zu der
Plasmabrenneinrichtung (80) des Hochfrequenz-Plasmabrenners (34) geführt sind.
2. Plasmabrennersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochfrequenzleitungen (102) als Leitungsresonatoren ausgebildet sind.
3. Plasmabrennersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Hochfrequenz-Plasmabrenner (34) mit der Plasmabrenneinrichtung (80) durch die
Höheneinstellvorrichtung (32) in einer vertikalen Richtung (22) bezüglich des zu bearbeitenden
Werkstückes (14) verschieblich ist.
4. Plasmabrennersystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Anpaßglied (104) in einem festen Abstand zum Hochfrequenz-Plasmabrenner (34)
angeordnet ist und mit diesem verschieblich ist.
5. Plasmabrennersystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Hochfrequenz-Generator fest bezüglich des Anpaßgliedes (104) angeordnet ist,
so daß er mit dem Hochfrequenz-Plasmabrenner (34) verschieblich ist.
6. Plasmabrennersystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Hochfrequenz-Generator fest gegenüber der Bearbeitungskammer (12) angeordnet
ist.
7. Plasmabrennersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Anpaßglied (104) abstimmbar ist zur Optimierung der Hochfrequenz-Leistungszufuhr
durch die Hochfrequenzleitungen (102) zu der Plasmabrenneinrichtung (80).
8. Plasmabrennersystem nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Hochfrequenz-Plasmabrenner (34) an einem Gleitführungselement (72) der Höheneinsteltvorrichtung
(32), welches in vertikaler Richtung (22) verschieblich ist, gehalten ist.
9. Plasmabrennersystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Gleitführungselement (72) Versorgungsleitungen für den Hochfrequenz-Plasmabrenner
(34) führen.
10. Plasmabrennersystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Versorgungsleitungen die Hochfrequenzleitungen (102) zur Plasmabrenneinrichtung
(80) umfassen.
11. Plasmabrennersystem nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Versorgungsleitungen eine Arbeitsgaszuführung (86) zur Plasmabrenneinrichtung
(80) umfassen.
12. Plasmabrennersystem nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Versorgungsleitungen eine Kühlmittelzuführung (98) zu der und eine Kühlmittelabführung
(100) von der Plasmabrenneinrichtung (80) umfassen.
13. Plasmabrennersystem nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Versorgungsleitungen eine Zusatzwerkstoffzuführung (90) zur Plasmabrenneinrichtung
(80) umfassen.
14. Plasmabrennersystem nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzwerkstoffzuführung (90) eine Düse (92) zum Einblasen von Zusatzwerkstoff
in die Plasmaflamme (82) aufweist.
15. Plasmabrennersystem nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitführungselement (72) eine Kühlmittelzuführung und eine Kühlmittelabführung
zur Beaufschlagung der Hochfrequenzleitungen (102) im, Gleitführungselement (72) mit
Kühlmittel umfaßt.
16. Plasmabrennersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bearbeitungskammer (12) als Vakuumkammer ausgebildet ist.
17. Plasmabrennersystem nach einem der Ansprüche 8 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitführungselement (72) eine Dichtungseinrichtung (78) zur gasdichten Abdichtung
gegen die Bearbeitungskammer (12) umfaßt.
18. Plasmabrennersystem nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungseinrichtung (78) durch einen Membranbalg gebildet ist.
19. Plasmabrennersystem nach einem der Ansprüche 8 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitführungselement (72) eine Dichtung (108) umfaßt, durch die ein Innenraum
(84) des Gleitführungselementes (72) gasdicht gegenüber einem Außenraum des Plasmabrennersystems
(10) abgedichtet ist.
20. Plasmabrennersystem nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum des Gleitführungselementes (72) mit einem Beaufschlagungsmedium beaufschlagbar
ist.
21. Plasmabrennersystem nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Beaufschlagungsmedium ein Schutzmedium zum Unterdrücken von Hochfrequenz-Durchschlägen
ist.
22. Plasmabrennersystem nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Beaufschlagungsmedium durch den Innenraum (84) des Gleitführungselementes (72)
zur Kühlung der Hochfrequenzleitungen (102) geführt ist.
23. Plasmabrennersystem nach einem der Ansprüche 8 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitführungselement (72) durch ein Gleitrohr gebildet ist.
24. Plasmabrennersystem nach einem der Ansprüche 8 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß das Anpaßglied (104) kraftschlüssig bezüglich des Gleitführungselementes (72) in
einem festen Abstand zum Hochfrequenz-Plasmabrenner (34) gehalten ist.
25. Plasmabrennersystem nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gleitführungselement (72) kraftschlüssig in einem festen Abstand zu dem Hochfrequenz-Plasmabrenner
(34) ein Halteelement (106) angeordnet ist, an welchem das Anpaßglied (104) fixiert
ist.
26. Plasmabrennersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Höheneinstellvorrichtung (32) einen Stellantrieb (58) umfaßt.
27. Plasmabrennersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Höheneinstellvorrichtung (32) eine Steuereinheit (59) zum Steuern des vertikalen
Abstands (A) des Hochfrequenz-Plasmabrenners (34) relativ zum Werkstück (14) aufweist.
28. Plasmabrennersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Plasmabrenneinrichtung (80) ein Hochfrequenz-Leistungseinkopplungsmittel (94)
umfaßt, mittels welchem induktiv die Plasmaflamme (82) erzeugbar ist.
29. Plasmabrennersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bearbeitungskammer (12) geerdet ist.
30. Plasmabrennersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der Bearbeitungskammer (12) eine Positioniervorrichtung (16) zur Positionierung
des zu bearbeitenden Werkstückes (14) relativ zum Hochfrequenz-Plasmabrenner (34)
angeordnet ist.
31. Plasmabrennersystem nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Positioniervorrichtung (16) das Werkstück (14) in einer horizontalen Ebene
senkrecht zur vertikalen Richtung (22) positionierbar ist.
32. Plasmabrennersystem nach Anspruch 30 oder 31, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Positioniervorrichtung (16) das Werkstück (14) in vertikaler Richtung (22)
positionierbar ist.
33. Plasmabrennersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Höheneinstellvorrichtung (32) an einer Halteeinrichtung (44) gehalten ist, welche
festlegbar verschieblich bezüglich der Bearbeitungskammer (12) gelagert ist.
34. Verfahren zum Betreiben eines Plasmabrennersystems, welches einen Hochfrequenz-Plasmabrenner
mit einer Plasmabrenneinrichtung zum Erzeugen einer Plasmaflamme und welches eine
Bearbeitungskammer zur Bearbeitung eines Werkstückes mit Hilfe der Plasmaflamme umfaßt,
dadurch gekennzeichnet, daß ein vertikaler Abstand zwischen dem Hochfrequenz-Plasmabrenner und dem Werkstück
durch Verschiebung des Hochfrequenz-Plasmabrenners relativ zum Werkstück eingestellt
wird, wobei ein Anpaßglied, durch welches Hochfrequenzleistung in Hochfrequenzleitungen
eingekoppelt wird, welche zu der Plasmabrenneinrichtung führen, in einem festen Abstand
zum Plasmabrenner angeordnet ist, so daß die Hochfrequenzleitungen starr führbar sind.
1. Plasma torch system comprising a high-frequency plasma torch (34) with a plasma torch
device (80) for generating therein a plasma flame by supplying high-frequency power,
and a processing chamber (12) for positioning therein workpieces which are to be processed
by means of the plasma flame, characterized in that the plasma torch system (10) comprises a height adjustment device (32) for adjustment
of a vertical distance (A) between the plasma torch device (80) of the high-frequency
plasma torch (34) and a workpiece (14) which is to be processed, and in that high-frequency lines (102) are led rigidly from an adapter (104) serving to couple
the high-frequency power of a high-frequency generator into the high-frequency lines
(102) to the plasma torch device (80) of the high-frequency plasma torch (34).
2. Plasma torch system as defined in claim 1, characterized in that the high-frequency lines (102) are in the form of line resonators.
3. Plasma torch system as defined in any one of the preceding claims, characterized in that the high-frequency plasma torch (34) is displaceable with the plasma torch device
(80) by the height adjustment device (32) in a vertical direction (22) in relation
to the workpiece (14) which is to be processed.
4. Plasma torch system as defined in claim 3, characterized in that the adapter (104) is arranged at a fixed distance from the high-frequency plasma
torch (34) and is displaceable therewith.
5. Plasma torch system as defined in claim 4, characterized in that the high-frequency generator is fixedly mounted in relation to the adapter (104)
so as to be displaceable with the high-frequency plasma torch (34).
6. Plasma torch system as defined in claim 4, characterized in that the high-frequency generator is fixedly mounted in relation to the processing chamber
(12).
7. Plasma torch system as defined in any one of the preceding claims, characterized in that the adapter (104) is tuneable for optimization of the supply of high-frequency power
through the high-frequency lines (102) to the plasma torch device (80).
8. Plasma torch system as defined in any one of claims 3 to 7, characterized in that the high-frequency plasma torch (34) is held on a sliding guide element (72) of the
height adjustment device (32), the sliding guide element (72) being displaceable in
the vertical direction (22).
9. Plasma torch system as defined in claim 8, characterized in that feed lines for the high-frequency plasma torch (34) lead through the sliding guide
element (72).
10. Plasma torch system as defined in claim 9, characterized in that the feed lines comprise the high-frequency lines (102) to the plasma torch device
(80).
11. Plasma torch system as defined in claim 9 or 10, characterized in that the feed lines comprise a working gas feed line (86) to the plasma torch device (80).
12. Plasma torch system as defined in any one of claims 9 to 11, characterized in that the feed lines comprise a coolant feed line (98) to the plasma torch device (80)
and a coolant exhaust line (100) from the plasma torch device (80).
13. Plasma torch system as defined in any one of claims 9 to 12, characterized in that the feed lines comprise an additive feed line (90) to the plasma torch device (80).
14. Plasma torch system as defined in claim 13, characterized in that the additive feed line (90) comprises a nozzle (92) for blowing additive into the
plasma flame (82).
15. Plasma torch system as defined in any one of claims 10 to 14, characterized in that the sliding guide element (72) comprises a coolant feed line and a coolant exhaust
line for acting upon the high-frequency lines (102) in the sliding guide element (72)
with coolant.
16. Plasma torch system as defined in any one of the preceding claims, characterized in that the processing chamber (12) is in the form of a vacuum chamber.
17. Plasma torch system as defined in any one of claims 8 to 16, characterized in that the sliding guide element (72) comprises a sealing device (78) for gas-tight sealing
from the processing chamber (12).
18. Plasma torch system as defined in claim 17, characterized in that the sealing device (78) is formed by a diaphragm bellows.
19. Plasma torch system as defined in any one of claims 8 to 18, characterized in that the sliding guide element (72) comprises a seal (108) by means of which an interior
(84) of the sliding guide element (72) is sealed off gas-tight from an outside space
of the plasma torch system (10).
20. Plasma torch system as defined in claim 19, characterized in that the interior of the sliding guide element (72) is adapted so as to be acted upon
with an active medium.
21. Plasma torch system as defined in claim 20, characterized in that the active medium is a protective medium for suppressing high-frequency sparkovers.
22. Plasma torch system as defined in claim 20 or 21, characterized in that the active medium is conducted through the interior (84) of the sliding guide element
(72) to cool the high-frequency lines (102).
23. Plasma torch system as defined in any one of claims 8 to 22, characterized in that the sliding guide element (72) is formed by a slide pipe.
24. Plasma torch system as defined in any one of claims 8 to 23, characterized in that the adapter (104) is held in a force-locking manner in relation to the sliding guide
element (72) at a fixed distance from the high-frequency plasma torch (34).
25. Plasma torch system as defined in claim 24, characterized in that a holding element (106) with the adapter (104) fixed thereon is arranged in a force-locking
manner on the sliding guide element (72) at a fixed distance from the high-frequency
plasma torch (34).
26. Plasma torch system as defined in any one of the preceding claims, characterized in that the height adjustment device (32) comprises an adjusting drive (58).
27. Plasma torch system as defined in any one of the preceding claims, characterized in that the height adjustment device (32) comprises a control unit (59) for controlling the
vertical distance (A) of the high-frequency plasma torch (34) relative to the workpiece
(14).
28. Plasma torch system as defined in any one of the preceding claims, characterized in that the plasma torch device (80) comprises a high-frequency power coupling means (94)
for inductively generating the plasma flame (82).
29. Plasma torch system as defined in any one of the preceding claims, characterized in that the processing chamber (12) is earthed.
30. Plasma torch system as defined in any one of the preceding claims, characterized in that a positioning device (16) for positioning the workpiece (14) which is to be processed
relative to the high-frequency plasma torch (34) is arranged in the processing chamber
(12).
31. Plasma torch system as defined in claim 30, characterized in that the workpiece (14) is positionable in a horizontal plane perpendicularly to the vertical
direction (22) by the positioning device (16).
32. Plasma torch system as defined in claim 30 or 31, characterized in that the workpiece (14) is positionable in the vertical direction (22) by the positioning
device (16).
33. Plasma torch system as defined in any one of the preceding claims, characterized in that the height adjustment device (32) is held on a holding device (44) which is mounted
so as to be fixably displaceable in relation to the processing chamber (12).
34. Method of operating a plasma torch system comprising a high-frequency plasma torch
with a plasma torch device for generating a plasma flame and a processing chamber
for processing a workpiece with the aid of the plasma flame, characterized in that a vertical distance between the high-frequency plasma torch and the workpiece is
set by displacement of the high-frequency plasma torch relative to the workpiece,
and an adapter by means of which high-frequency power is coupled into high-frequency
lines leading to the plasma torch device is arranged at a fixed distance from the
plasma torch so as to enable the high-frequency lines to be rigidly conducted.
1. Système de chalumeau à plasma, comprenant un chalumeau à plasma à haute fréquence
(34) avec un dispositif de brûleur à plasma (80) dans lequel une flamme de plasma
peut être produite en fournissant de la puissance à haute fréquence, une chambre d'usinage
(12) dans laquelle des pièces d'oeuvre peuvent être positionnées afin d'être usinées
au moyen de la flamme de plasma, caractérisé en ce que le système de chalumeau à plasma (10) présente un dispositif de réglage de hauteur
(32) permettant de régler une distance verticale (A) entre le dispositif de brûleur
à plasma (80) du chalumeau à plasma à haute fréquence (34) et une pièce d'oeuvre à
usiner (14), et en ce que des lignes à haute fréquence (102) sont guidées de manière rigide entre un élément
adaptateur (104) servant à coupler la puissance à haute fréquence d'un générateur
haute fréquence aux lignes à haute fréquence (102) et le dispositif de brûleur à plasma
(80) du chalumeau à plasma à haute fréquence (34).
2. Système de chalumeau à plasma selon la revendication 1, caractérisé en ce que les lignes à haute fréquence (102) sont réalisées sous la forme de résonateurs de
lignes.
3. Système de chalumeau à plasma selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le chalumeau à plasma à haute fréquence (34) avec le dispositif de brûleur à plasma
(80) peut être déplacé au moyen du dispositif de réglage de hauteur (32) dans une
direction verticale (22) par rapport à la pièce d'oeuvre à usiner (14).
4. Système de chalumeau à plasma selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément adaptateur (104) est disposé à une distance fixe du chalumeau à plasma
à haute fréquence (34) et en ce qu'il peut être déplacé avec ce dernier.
5. Système de chalumeau à plasma selon la revendication 4, caractérisé en ce que le générateur haute fréquence est disposé fixe par rapport à l'élément adaptateur
(104) de façon à pouvoir être déplacé avec le chalumeau à plasma à haute fréquence
(34).
6. Système de chalumeau à plasma selon la revendication 4, caractérisé en ce que le générateur haute fréquence est disposé fixe par rapport à la chambre d'usinage
(12).
7. Système de chalumeau à plasma selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément adaptateur (104) est réglable de façon à optimiser l'alimentation en puissance
à haute fréquence fournie par les lignes à haute fréquence (102) au dispositif de
brûleur à plasma (80).
8. Système de chalumeau à plasma selon l'une des revendications 3 à 7, caractérisé en ce que le chalumeau à plasma à haute fréquence (34) est maintenu sur un élément de guidage
à coulissement (72) du dispositif de réglage de hauteur (32) qui peut être déplacé
dans la direction verticale (22).
9. Système de chalumeau à plasma selon la revendication 8, caractérisé en ce que des lignes d'alimentation du chalumeau à plasma à haute fréquence (34) sont guidées
à travers l'élément de guidage à coulissement (72).
10. Système de chalumeau à plasma selon la revendication 9, caractérisé en ce que les lignes d'alimentation comprennent les lignes à haute fréquence (102) allant au
dispositif de brûleur à plasma (80).
11. Système de chalumeau à plasma selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que les lignes d'alimentation comprennent une alimentation en gaz de travail (86) allant
au dispositif de brûleur à plasma (80).
12. Système de chalumeau à plasma selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que les lignes d'alimentation comprennent une alimentation en fluide de refroidissement
(98) allant au dispositif de brûleur à plasma (80), et une évacuation de fluide de
refroidissement (100) partant de ce dernier dispositif (80).
13. Système de chalumeau à plasma selon l'une des revendications 9 à 12, caractérisé en ce que les lignes d'alimentation comprennent une alimentation en matériau d'apport (90)
allant au dispositif de brûleur à plasma (80).
14. Système de chalumeau à plasma selon la revendication 13, caractérisé en ce que l'alimentation en matériau d'apport (90) présente une buse (92) pour injecter le
matériau d'apport par soufflage dans la flamme de plasma (82).
15. Système de chalumeau à plasma selon l'une des revendications 10 à 14, caractérisé en ce que l'élément de guidage à glissement (72) comprend une alimentation en fluide de refroidissement
et une évacuation de fluide de refroidissement pour envoyer du fluide de refroidissement
sur les lignes à haute fréquence (102) dans l'élément de guidage à coulissement (72).
16. Système de chalumeau à plasma selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la chambre d'usinage (12) est réalisée sous la forme d'une chambre à vide.
17. Système de chalumeau à plasma selon l'une des revendications 8 à 16, caractérisé en ce que l'élément de guidage à coulissement (72) comprend un dispositif d'étanchéité (78)
pour assurer une étanchéité aux gaz vis-à-vis de la chambre d'usinage (12).
18. Système de chalumeau à plasma selon la revendication 17, caractérisé en ce que le dispositif d'étanchéité (78) est formé par un soufflet à membrane.
19. Système de chalumeau à plasma selon l'une des revendications 8 à 18, caractérisé en ce que l'élément de guidage à coulissement (72) comprend un joint d'étanchéité (108) au
moyen duquel un espace interne (84) de l'élément de guidage à coulissement (72) est
séparé de manière étanche aux gaz d'un espace externe du système de chalumeau à plasma
(10).
20. Système de chalumeau à plasma selon la revendication 19, caractérisé en ce que l'espace interne de l'élément de guidage à coulissement (72) peut être rempli avec
un milieu de remplissage.
21. Système de chalumeau à plasma selon la revendication 20, caractérisé en ce que le milieu de remplissage est un milieu protecteur destiné à supprimer les claquages
à haute fréquence.
22. Système de chalumeau à plasma selon la revendication 20 ou la revendication 21, caractérisé en ce que le milieu de remplissage est amené par l'espace interne (84) de l'élément de guidage
à coulissement (72) afin de refroidir les lignes à haute fréquence (102).
23. Système de chalumeau à plasma selon l'une des revendications 8 à 22, caractérisé en ce que l'élément de guidage à coulissement (72) est formé par un tube coulissant.
24. Système de chalumeau à plasma selon l'une des revendications 8 à 23, caractérisé en ce que l'élément adaptateur (104) est maintenu selon une liaison par friction par rapport
à l'élément de guidage à coulissement (72) à une distance fixe du chalumeau à plasma
à haute fréquence (34).
25. Système de chalumeau à plasma selon la revendication 24, caractérisé en ce qu'un élément de support (106) sur lequel est fixé l'élément adaptateur (104) est disposé
sur l'élément de guidage à coulissement (72), selon une liaison par friction, à une
distance fixe du chalumeau à plasma à haute fréquence (34).
26. Système de chalumeau à plasma selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de réglage de hauteur (32) comprend un mécanisme de commande (58).
27. Système de chalumeau à plasma selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de réglage de hauteur (32) présente un module de commande (59) pour
régler la distance verticale (A) du chalumeau à plasma à haute fréquence (34) par
rapport à la pièce d'oeuvre (14).
28. Système de chalumeau à plasma selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de brûleur à plasma (80) comprend un moyen de couplage de la puissance
à haute fréquence (94) à l'aide duquel la flamme de plasma (82) peut être produite
par induction.
29. Système de chalumeau à plasma selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la chambre d'usinage (12) est mise à la terre.
30. Système de chalumeau à plasma selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un dispositif de positionnement (16) est disposé dans la chambre d'usinage (12) afin
de positionner la pièce d'oeuvre à usiner (14) par rapport au chalumeau à plasma à
haute fréquence (34).
31. Système de chalumeau à plasma selon la revendication 30, caractérisé en ce que la pièce d'oeuvre (14) peut être positionnée par le dispositif de positionnement
(16) dans un plan horizontal perpendiculairement à la direction verticale (22).
32. Système de chalumeau à plasma selon la revendication 30 ou 31, caractérisé en ce que la pièce d'oeuvre (14) peut être positionnée dans la direction verticale (22) par
le dispositif de positionnement (16).
33. Système de chalumeau à plasma selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de réglage de hauteur (32) est maintenu sur un dispositif de support
(44) qui est supporté de manière à pouvoir se déplacer de manière définissable par
rapport à la chambre d'usinage (12).
34. Procédé pour faire fonctionner un système de chalumeau à plasma comprenant un chalumeau
à plasma à haute fréquence avec un dispositif de brûleur à plasma pour produire une
flamme de plasma ainsi qu'une chambre d'usinage pour usiner une pièce d'oeuvre à l'aide
de la flamme de plasma, caractérisé en ce qu'on règle une distance verticale entre le chalumeau à plasma à haute fréquence et la
pièce d'oeuvre en déplaçant le chalumeau à plasma à haute fréquence par rapport à
la pièce d'oeuvre, dans lequel un élément adaptateur, au moyen duquel une puissance
à haute fréquence est couplée à des lignes à haute fréquence conduisant au dispositif
de brûleur à plasma, est disposé à une distance fixe du chalumeau à plasma de telle
façon que les lignes à haute fréquence peuvent être guidées de manière rigide.