[0001] Die Erfindung betrifft ein rechteckförmiges Kopfkissen für Betten gemäß dem einleitenden
Teil von Anspruch 1.
[0002] Im Handel erhältliche Kopfkissen für Betten weisen üblicherweise die klassische Kissenform
auf, bei der sich die Höhe des Kissens von der Mitte aus bis zum Rand des Kissens
stetig auf Null verringert. Dadurch wird der Schlafkomfort vermindert, da sich die
Liegehöhe beim Ändern der Schlafposition verändert.
[0003] Andererseits ist es bei Polstermöbeln bekannt, vgl. z.B. die DE-A-40 32 183, quaderförmige,
mehrfach unterteilte Kissen für Wohnungseinrichtungen, z.B. als Sitzpolster oder Rückenlehnenpolster,
einzusetzen, die jedoch relativ aufwendig in der Herstellung sind und sich überdies
zur Verwendung als Kopfkissen für Betten wegen ihrer Steife und ihrer relativ großen
Höhe nicht eignen. Dabei ist es auch bekannt, das Innere dieser quaderförmigen Polsterkissen
mit mehreren getrennten Abschnitten auszuführen, wobei so die Steife dieser Kissen
erhöht wird.
[0004] Aus der DE-B 2 019 004 ist andererseits ein Kopfkissen bekannt, bei dem die Kissenhülle
aus zwei trapezförmigen Teilstücken besteht, die an zwei benachbarten Ecken des Kissens,
an der längeren Seite des Trapezes, durch quer verlaufende Steppnähte miteinander
verbunden sind. Dadurch wird eine Keilform des Kissens erhalten. Bei diesem keilförmigen
Kopfkissen ist unter anderem nachteilig, daß sich die Füllung leicht vom spitz zulaufenden
vorderen Kissenbereich nach hinten verlagert, und daß am hinteren, hohen Kissenrand
trotz der Steppnähte an den Ecken nur eine geringe Formstabilität erzielt wird; um
hier eine Verbesserung zu erzielen, wird demgemäß auch in dieser DE-B 2 019 004 der
Einsatz eines zusätzlichen Versteifungsstückes im hinteren Kissenbereich vorgeschlagen.
Dies bedeutet aber einen zusätzlichen Aufwand, abgesehen davon, daß dann das Kissen
im hinteren Bereich unkomfortabel wird.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Kissens der eingangs genannten Art,
welches sich durch einen hohen Schlafkomfort auszeichnet und einfach herzustellen
ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den im Anspruch 1 angegebenen Maßnahmen gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0007] Durch die Erfindung wird gewährleistet, daß die Liegehöhe über die gesamte Länge
des Kissens annähernd gleich bleibt, so daß eine schlafende Person sowohl in Rücken-
als auch in Seitenlage den gleichen Schlafkomfort vorfindet. Überdies braucht im Liegebereich
keine steife Quernaht oder Absteppung vorgesehen werden, was zufolge der optimalen
Anpassung des Kissens an den Kopf der darauf liegenden Person, gleich ob Rücken- oder
Seitenschläfer, ebenfalls den Schlafkomfort begünstigt. Dadurch, daß durch die Abnäher
an allen vier Ecken für das Kissen eine stabile, allgemein quaderförmige Gestalt erhalten
wird, wird auch in vorteilhafter Weise die Unterteilung des Kissens durch die fix
im Kissen angeordnete Stegwand begünstigt, wobei es überdies vorteilhaft ist, wenn
die Stegwand eine im wesentlichen rechteckige Form hat. Hierdurch wird das Kissen
in zwei Kammern geteilt, welche individuell je nach Bedarf bevorzugt mit unterschiedlichem
Füllgrad und/oder mit unterschiedlichem Füllmaterial befüllt werden können, so daß
ein Kissen mit zwei "Seiten" erhalten wird. Außerdem wird dadurch ein Verschieben
der Füllung und damit ein Verklumpen und Verfilzen des Füllmaterials weitestgehend
verhindert.
[0008] Durch die Ausbildung der Abnäher als Endelnähte (Überwendlingsnähte) kann die Steifigkeit
bzw. Stützkraft des Kissens im Bereich seiner Ecken erhöht werden.
[0009] Wenn die Stegwand parallel zu den Langseiten des rechteckigen Kissens verläuft, wird
die Höhenverstellung des Kissens begünstigt, indem eine Kammer gegen die andere Kammer
stabilisierend wirkt, wobei eine der Kammern stärker und die andere Kammer schwächer
befüllt sein kann. Bei gleichem Füllgrad kann der Benutzer in einer Nacht auf der
einen Kammer und in der darauffolgenden Nacht auf der anderen Kammer schlafen, so
daß sich die ursprüngliche Konsistenz des Füllmaterials in der einen Kammer in der
Zwischenzeit wieder von selbst einstellen kann, d.h. die Füllung einer Kammer kann
sich immer erholen.
[0010] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten, bevorzugten
Ausführungsbeispielen noch weiter erläutert. Es zeigen:
Fig.1 eine perspektivische Darstellung eines Kopfkissens;
Fig.2 einen Schnitt durch dieses Kissen nach der Linie II-II in Fig.1;
Fig.3 eine Teilansicht eines Schnittes nach der Linie III-III in Fig.2; und
Fig.3a eine schematische Darstellung eines Eckbereiches des Kissens während der Herstellung.
[0011] In Fig.1 und 2 bezeichnet 1 allgemein ein rechteckförmiges Kopfkissen (im weiteren
kurz "Kissen" genannt) für Betten. Das Kissen 1 hat eine Hülle, die in herkömmlicher
Weise aus zwei Kissenwänden 2 besteht, die über Randnähte 3 miteinander verbunden
sind. Gegebenenfalls können die Wände 2 auch an einer Randseite direkt, in einem Stück
miteinander verbunden sein, d.h. sie stehen dort über eine Biegekante miteinander
in Verbindung (was aber in der Zeichnung nicht näher dargestellt ist).
[0012] Abweichend von herkömmlichen Kopfkissen, die eine klassische "Kissenform" mit sich
verjüngenden Randbereichen aufweisen, sind die Ecken 4 des Kissens 1 derart ausgebildet,
daß das Kissen 1 annähernd die Form eines Quaders einnimmt, dessen Ober- und Unterseite
durch die Füllung 5 des Kissens 1 etwas gewölbt sind. Eine der Randnähte 3 ist teilweise
unterbrochen, um eine Einfüllöffnung 6 für die Füllung 5 zu bilden, und um ein Wenden
des Kissens 1 zu ermöglichen, wobei die Einfüllöffnung 6 vorzugsweise mittels eines
schematisch veranschaulichten Reißverschlusses 7 verschließbar ist.
[0013] Die Herstellung des Kissens 1 erfolgt in der Weise, daß die beiden Kissenwände 2
mit den Randnähten 3 versehen werden und auch gleichzeitig der Reißverschluß 7 eingenäht
wird, wobei beim Bilden der Randnähte 3 die (späteren) Außenseiten der Kissenwände
2 aneinanderliegen. Anschließend werden die Kissenwände 2 im Bereich der Ecken (der
Zipfel) quer zur Ebene der Kissenwände 2 auseinandergezogen und dabei so aneinandergelegt,
daß sich die Randnähte 3 decken, wie in Fig.3 dargestellt ist. Nun werden die aneinanderliegenden
Kissenwände 2 durch einen quer (d.h. unter einem 90°-Winkel) zu den Randnähten 3 verlaufenden
Abnäher 8 miteinander verbunden, wonach gewünschtenfalls der Eckzwickel 9 abgeschnitten
werden kann, wie in Fig.3 mit einer strichpunktierten Linie 9' angedeutet ist. Anschließend
wird das Kissen über die Einfüllöffnung 6 gewendet. Die durch die Abnäher 8 gebildeten
Eckzwickel 9 (sofern sie nicht abgeschnitten wurden) sind nun an den Ecken 4 des Kissens
1 in das Kisseninnere gestülpt, wie aus den Fig.1, 2 und 3a ersichtlich ist. Jetzt
kann das Kissen 1 mit dem Füllmaterial, z.B. mit Tierfedern und/oder Flocken aus Kunstfaser,
über die Einfüllöffnung 6 befüllt werden. Die Höhe der sich dabei bildenden Seitenwandzonen
10 (s. Fig.1 und 2) wird durch die Länge der Abnäher 8 festgelegt, wobei je nach Größe
des Kissens 1 diese Länge beispielsweise 4-8 cm beträgt.
[0014] Zur Bildung der Ecken 4 können - nachdem wie oben beschrieben die Kissenwände 2 auseinandergezogen
und dabei aneinandergelegt wurden, so daß die im Eckbereich zusammenstoßenden Randnähte
3 direkt übereinanderliegen - die Eckzwickel 9 um 180° umgeklappt und mit einer Umendlingmaschine
durch Endelnähte abgenäht werden.
[0015] Gemäß Fig.1 und 2 ist weiters der Innenraum des Kissens 1 durch eine fix im Kissen
1 angeordnete und im wesentlichen rechteckförmige Stegwand 11 unterteilt ist, welche
parallel zu den Langseiten 12 des rechteckförmigen Kissens 1 verläuft. Vorzugsweise
ist die Stegwand 11 mittig des Kissens 1 vorgesehen und mit ihren Enden an den Breitseiten
13 des Kissens 1 angenäht, so daß zwei Kammern 14, 15 gebildet werden, s. Fig.2; jede
Kammer 14, 15 weist eine separate Einfüllöffnung 6 (in Fig.1 ist nur die vordere dargestellt)
auf. Die Höhe der Stegwand 11 wird gleich der Höhe der Seitenwandzonen 10 bzw. gleich
der Länge der Abnäher 8 gewählt. Die Kammern 14 und 15 können mit unterschiedlichem
Füllgrad und/oder mit unterschiedlichem Füllmaterial befüllt werden.
1. Rechteckförmiges Kopfkissen (1) für Betten, welches mit einer losen Füllung, z.B.
aus Tierfedern, Flocken oder dergl. Materialien, innerhalb einer Hülle versehen ist
und zur Unterbringung in einem auswechselbaren Überzug vorgesehen ist, wobei die Hülle
des Kissens (1) zwei Wände (2) aufweist, welche an ihren Rändern über Randnähte (3)
oder Reißverschlüsse (7), gegebenenfalls an einem Rand über eine Biegekante, miteinander
in Verbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, daß die Kissenwände (2) im Bereich ihrer Ecken (4) mit im wesentlichen senkrecht zur
Ebene der Randnähte (3) verlaufenden Abnähern (8) versehen sind, wobei die durch diese
Abnäher (8) gebildeten Eckzwickel (9) in das Kisseninnere gestülpt oder abgeschnitten
sind, und daß der Innenraum des Kissens (1) durch eine fix im Kissen (1) angeordnete
Stegwand (11) unterteilt ist.
2. Kopfkissen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abnäher (8) als Endelnähte ausgebildet sind.
3. Kopfkissen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stegwand (11) eine im wesentlichen rechteckige Form hat.
4. Kopfkissen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stegwand (11) parallel zu den Langseiten (12) des rechteckigen Kissens (1) verläuft.
1. A rectangular pillow (1) to be used in beds, provided with a loose filling, e.g. of
animal feathers, flakes or the like materials, within a cover and provided to be accommodated
in an exchangeable pillow-case, wherein the cover of the pillow (1) has two walls
(2) interconnected at their rims via rim seams (3) or zippers (7), optionally on one
rim via a bent edge, characterised in that the pillow walls (2) in the region of their corners (4) are provided with darts (8)
extending substantially perpendicular relative to the plane of the rim seams (3),
the corner gussets (9) formed by these darts (8) being turned into the pillow interior
or cut off, and that the interior of the pillow (1) is subdivided by a web wall (11)
fixedly arranged in the pillow (1).
2. A pillow according to claim 1, characterised in that the darts (8) are formed as border seams.
3. A pillow according to claim 1 or 2, characterised in that the web wall (11) has a substantially rectangular shape.
4. A pillow according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the web wall (11) extends in parallel to the longitudinal sides (12) of the rectangular
pillow (1).
1. Oreiller rectangulaire (1) pour lits, qui est pourvu d'une charge éparse, par exemple
constituée de plumes animales, de flocons ou de matériaux analogues, à l'intérieur
d'une enveloppe et est destiné à être logé dans une housse changeable, l'enveloppe
de l'oreiller (1) présentant deux parois (2), qui sont reliées l'une à l'autre sur
leurs bords via des coutures de bord (3) ou des fermetures éclair (17), éventuellement
sur un bord via une arête de pliage, caractérisé en ce que les parois (2) de l'oreiller sont pourvues, dans la zone de leurs coins (4), de pinces
(8) s'étendant sensiblement perpendiculairement au plan des coutures de bord (3),
les goussets de coin (9) formés par ces pinces (8) étant retournés ou découpés à l'intérieur
du coussin, et en ce que l'espace intérieur de l'oreiller (1) est subdivisé par une paroi centrale (11) agencée
de manière fixe dans l'oreiller (1).
2. Oreiller selon la revendication 1, caractérisé en ce que les pinces (8) se présentent sous la forme de coutures d'extrémité.
3. Oreiller selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la paroi centrale (11) a une forme sensiblement rectangulaire.
4. Oreiller selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la paroi centrale (11) s'étend parallèlement aux côtés longitudinaux (12) de l'oreiller
rectangulaire (1).