Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Einbringung von CO
2 in ein vorzugsweise flüssiges Löschmedium, im wesentlichen bestehend aus einem Gehäuse
mit einer Löschmittelzufuhrleitung, eines mit einem Dosierventil versehenen Zuführrohres
für CO
2 sowie einer Austrittsleitung. Mit derartigen Vorrichtungen können homogene Blasenströmungen
stromaufwärts der Löschdüse von Brandlöschanlagen erzeugt werden.
Stand der Technik
[0002] Solche Mischvorrichtungen, allerdings nicht für CO
2 sind hinlänglich bekannt, bspw. aus der WO.95/24272. Dabei wird das Inertgas in der
Regel gasförmig zugegeben und dient zudem als Treibmittel für das Löschmittel. Das
Inertgas wird intermittierend in die Mischvorrichtung eingegeben, um eine definierte
Propfenströmung in der Zuleitung zu den Löschdüsen zu erzielen. Eine weitere bekannte
Lösung für Handfeuerlöscher gemäss DE-U1 295 10 982 siehr vor, dass CO
2 an der Löschdüse selbst zum Löschmittel zugegeben wird. Damit soll ein aerosolähnliches
Gemisch mit auf Gefriertemperatur gebrachten Wassertröpfchen erzeugt werden.Es versteht
sich, dass mit dieser Massnahme keine homogene Blasenströmung stromaufwärts der Löschdüse
geschaffen werden kann.
Darstellung der Erfindung
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Mischvorrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, bei welcher ein weitgehend homogenes Zweiphasengemisch erzeugt wird
mit definierten CO
2-Blasen, welche bis zur stromabwärtigen Löschdüse vorherrschen. Eine weitere Aufgabe
wird darin gesehen, eine Massnahme vorzusehen, mit welcher eine Vereisung des Löschmittels
anlässlich der Entspannung des flüssigen CO
2 erheblich vermieden wird.
[0004] Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass das Gehäuse in seiner Längsachse
vertikal ausgerichtet ist, dass die Löschmittelzufuhrleitung mit dem Gehäuse an dessen
unteren Ende verbunden ist, dass die Austrittsleitung vom oberen Ende des Gehäuses
abzweigt, dass das CO
2-Zuführrohr von oben in das Gehäuse einmündet, sich zumindest annähernd bis an dessen
unteres Ende hin erstreckt und am Rohrende mit Eindüsungsmitteln versehen ist,wobei
das CO
2 im Zuführrohr im Gegenstrom zum Löschmittel geführt ist und wobei die Länge des Zuführrohres
zwischen Dosierventil und Eindüsungsmitteln so bemessen ist, dass sich während des
Betriebes bei geschlossenem Dosierventil an dessen stromabwärtiger Seite ein Gaspolster
bildet.
[0005] Die Vorteile der Erfindung sind unter anderem in der besonderen Einfachheit der Massnahme
zu sehen. Die Vorrichtung ist zudem sehr wirkungsvoll bei einem Betriebsdruck kleiner
als 12 bar. Dies bedeutet, dass das gesamte Löschsystem mit den darin befindlichen
Leitungen und Armaturen können auf die für Feuerschutz gerechten 16 bar ausgelegt
werden.
[0006] Es ist besonders zweckmässig, wenn das Zuführrohr an seiner Aussenwandung und/oder
das Gehäuse an seiner Innenwandung mit dreidimensionalen wirbelerzeugenden Mitteln
versehen ist. Hiermit können gross-skalige Längswirbel erzeugt werden, die ein schnelles,
kontrolliertes Mischen der strömenden Stoffe bei gleichzeitig geringem Druckverlust
innert kürzester Strecke ermöglichen. Der Vorteil eines solchen Wirbel-Generators
ist in seiner besonderen Einfachheit in jeder Hinsicht zu sehen. Desweiteren kann
das Element durch seinen in der Regel hohlen Innenraum dazu benutzt werden, das Inertgas
in den vom Löschmittel durchströmten Kanal einzudüsen.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0007] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt einer Mischvorrichtung;
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung eines Wirbel-Generators;
Fig. 3 eine Anordnungsvariante des Wirbel-Generators.
[0008] Es sind nur die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Elemente gezeigt.
Nicht dargestellt sind die stromaufwärts der Mischvorrichtung vorgenommene Bereitstellung
des Inertgases und des Löschmittels sowie die stromabwärts der Mischvorrichtung angeordeten
Löschdüsen.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0009] Gemäss Fig. 1 besteht die Vorrichtung aus einem in seiner Längsachse vertikal angeordneten
Gehäuse 1, welches im einfachsten Fall ein zylindrisches, metallisches Rohr sein kann.
An seinem unteren Ende ist es über eine handelsübliche, nicht dargestellte Befestigung
mit einer Löschmittelzufuhrleitung 2 verbunden. An seinem oberen Ende ist das Gehäuse
von einem mit einem Dosierventil 3 versehenen Zuführrohr 4 für CO
2 durchdrungen, wobei sich das Dosierventil unmittelbar ausserhalb des Gehäuses befindet.
Stromaufwärts dieses Dosierventils ist ein CO
2-Anschluss 8 vorgesehen. Ebenfalls vom oberen Ende zweigt eine zu den Löschdüsen führende
Austrittsleitung 5 vom Gehäuse ab.
[0010] Das CO
2-Zuführrohr 4 erstreckt sich im Beispielsfall koaxial verlaufend bis zum unteren Gehäuseende.
Am Rohrende ist es mit Eindüsungsmitteln 6 versehen, welche im einfachsten Fall regelmässig
über den Umfang des Rohres angeordnete Bohrungen sind. Es versteht sich, dass in diesem
Fall das Rohrende verschlossen sein sollte. Das Zuführrohr ist zweiteilig ausgeführt,
wobei das an das Dosierventil angrenzende Teil 4a aus einem Material mit schlechter
Wärmeleitfähigkeit und das an die Eindüsungsmittel angrenzende Teil 4b aus einem Material
mit guter Wärmeleitfähigkeit besteht. Dem liegende die nachstehenden, anhand der Betriebsweise
erläuterten Überlegungen zugrunde:
[0011] Zugrundegelegt werden folgende Daten: Als Löschmittel wird Wasser verwendet mit einem
Druck zwischen 4 und 10 bar, vorzugsweise 6 bar, und einer Temperatur von vorzugsweise
10°C. Innerhalb des Gehäuses 1 wird eine Wassergeschwindigkeit von ca. 5 m/sek als
günstig erachtet. Als Inertgas wird CO
2 verwendet, wobei selbstverständlich auch andere wasserlösliche Mittel denkbar sind.
In den Anschluss 8 wird das flüssige CO
2 über eine nicht dargestellte Hochdruckleitung mit einem Druck von max. 70 bar bei
einer Temperatur von ca. 30°C eingespeist. Das Dosierventil dient der eigentlichen
Mengenregelung. Gleichzeitig übt es die Funktion als Rückschlagventil aus beim Anfahren
und Abfahren der Anlage oder bei derem allfällig intermittierendem Betrieb.
[0012] Bei geschlossenem Dosierventil 3 dringt das Löschmittel aus dem Gehäuse 1 über die
Eindüsungsmittel 6 in das Innere des Zuführrohres 4 ein und steigt darin hoch. Dabei
komprimiert es die darin vorhandene Gassäule - welche zumindest beim Anfahren aus
Luft besteht - und verschiebt sie unter Bildung eines Gaspolsters 7 gegen das Dosierventil
3. Diesem Zustand entspricht sie Darstellung in Fig. 1. Das Gaspolster verhindert,
dass Wasser mit dem Dosierventil in Kontakt gelangt. Hieraus ist erkennbar, dass zur
Erzeugung eines geeigneten Gaspropfens das Zuführrohr 4 eine gewisse Länge nicht unterschreiten
darf. Das Gaspolster 7 muss so bemessen sein, dass selbst bei stärkster Verwirbelung
der Wassersäule kein Wasser an das Ventil gelangt, um eine Vereisung zu vemeiden.
Diese Verwirbelung und die dadurch verursachte Vereisungsgefahr besteht nämlich beim
darauffolgenden Öffnen des Dosierventils. Das flüssige CO
2 wird im Ventil auf ca 8 bar entspannt und kann dabei eine Temperatur von -45°C erreichen.
Es versteht sich, dass ein eventueller Kontakt mit Wasser dieses sofort vereisen liesse
und das Zufuhrrohr verschliessen würde. Das flüssige Inertgas dringt in das Zuführrohr
ein und verschiebt über das Gaspolster die Löschmittelsäule zurück ins Gehäuse. Hierbei
erwärmt sich das CO
2 und bei Erreichen seines Tripelpunktes setzt zumindest teilweise eine Verdampfung
ein. Hier ergibt sich der Sinn der Zweiteilung des Zuführrohres 4. Das an das Dosierventil
angrenzende Teil 4a ist vorzugsweise aus schlecht leitendem Kunststoff ausgeführt,
um einen möglichst geringen Wärmeaustausch zwischen den im Gegenstrom strömenden kaltem
flüssigem Inertgas und Wasser im Gehäuse zu gewährleisten. Es gilt auf jeden Fall
zu vermeiden, dass in diesem Bereich im Gehäuseinnern noch Vereisungen, auch lokaler
Art, auftreten. Um andererseits weiter stromabwärts die Erwärmung und Verdampfung
des Inertgases zu fördern, wird hier im Teil 4b ein Werkstoff mit guter Wärmeleitfähigkeit
gewählt.
[0013] Die Eindüsungsmittel, welche radiale Bohrungen oder ein siebähnlicher Vorsatz sein
können, sind so bemessen, dass bereits beim Eindüsen des Inertgases in den vom Löschmittel
durchströmten Kanal eine homogene Feinverteilung des Gases im Wasser mit kleinstmöglichen
Gasblasen erfolgt. Hierbei ist jedoch darauf zu achten, dass die Düsenbohrungen wiederum
gross genug sind, um ein Einfrieren der Öffnungen mit Sicherheit zu vermeiden.
[0014] Auch wenn der oben erwähnte Tripelpunkt innerhalb des Rohres 4 nicht erreicht, so
verdampft das flüssige Inertgas in jedem Fall beim Kontakt mit dem wärmeren Wasser
und geht dabei in Lösung. Dabei wird zunächst angestrebt, soviel Gas zu lösen wie
möglich; Ziel ist das Erreichen des Sättigungszustandes des Gemisches.
[0015] Zwecks Bildung einer definierten Blasenströmung stromabwärts der Eindüsung wird mehr
CO
2 in das Löschmittel eingeführt als darin in Lösung gehen kann. Der nicht gelöste überschüssige
Anteil liegt in Form von Blasen vor.
[0016] Das Gemisch hat die Tendenz, abhängig von jeweiligen Druck und Temperatur auszudampfen;
ein Druckverlust in der Leitung hat demnach ein Ausdampfen zu Folge. Durch Entgasung
des gelösten Inertgases wird ein Teil des Druckabfalls kompensiert. Das Ausdampfen
bewirkt eine Volumenzunahme. Als Beispiel seien folgende, Werte angegeben:
[0017] Beim Eindüsen von 25 Gramm Inertgas mit einem Druck von 7 bar in 1 Liter Wasser von
10°C gehen 15 Gramm in Lösung; 10 Gramm expandieren bei 7 bar zu einem Volumen von
0.8 Liter. Das Gesamtvolumen beträgt somit 1.8 Liter und das Totalgewicht des Gemisches
beträgt 1025 Gramm. Das Gemisch weist demnach ein spez. Gewicht von ca 0.57 kg/Liter
auf. Dies bedeutet gegenüber einer reinen Wasserströmung einen erheblich geringeren
Druckverlust im Leitungssystem zu den Löschdüsen. Mit der neuen Massnahme wird zumindest
eine vorteilhafte Druckhaltung im System erzielt, wie durch Versuche ermittelt wurde.
Dies bedeutet letztlich, dass alle Löschdüsen unabhängig von der zugehörigen Leitungslänge
mit annähernd dem gleichen Löschdruck beaufschlagt werden.
[0018] Die oben erwähnten grossen Löcher der Eindüsenmittel 6 könnten zur Folge haben, dass
die bereits anfänglich gewünschte homogene Feinverteilung des Gases im Wasser nicht
durchführbar ist. Um hier Abhilfe zu schaffen, sind im durchströmten Kanal an der
Gehäusewand 21 strömungsbeeinflussende Mittel in Form von Wirbelerzeugern 9 angeordnet.
Diese Wirbelerzeuger sind so angeordnet, dass stromabwärts davon eine genügend grosse
Mischzone 22 innerhalb des Gehäuses zur Verfügung steht.
[0019] Gemäss Figuren 2 und 3 besteht ein solcher Wirbel-Generator im wesentlichen aus drei
frei umströmten dreieckigen Flächen. Es sind dies eine Dachfläche 10 und zwei Seitenflächen
11 und 13. In ihrer Längserstreckung verlaufen diese Flächen unter bestimmten Winkeln
in Strömungsrichtung.
[0020] Die Seitenwände, welche aus rechtwinkligen Dreiecken bestehen, sind mit ihren Längsseiten
auf der Gehäusewand 21 fixiert. Sie sind so orientiert, dass sie an ihren Schmalseiten
einen Stoss bilden unter Einschluss eines Pfeilwinkels α. Der Stoss ist als scharfe
Verbindungskante 16 ausgeführt und steht ebenfalls senkrecht zu jener Wand 21, mit
welcher die Seitenflächen bündig sind. In einem Kanal eingebaut, wird wegen der scharfen
Verbindungskante der Durchströmquerschnitt kaum durch Sperrung beeinträchtigt. Die
beiden den Pfeilwinkel α einschliessenden Seitenflächen 11, 13 sind symmetrisch in
Form, Grösse und Orientierung und sind beidseitig einer Symmetrieachse 17 angeordnet.
Diese Symmetrieachse 17 ist gleichgerichtet wie die Kanalachse.
[0021] Die Dachfläche 10 liegt mit einer quer zur umströmten Wand verlaufenden und sehr
flach ausgebildeten Kante 15 an der gleichen Wand 21 an wie die Seitenwände 11, 13.
Ihre längsgerichteten Kanten 12, 14 sind bündig mit den in den Strömungskanal hineinragenden
längsgerichteten Kanten der Seitenflächen. Die Dachfläche verläuft unter einem Anstellwinkel
β zur Wand 21. Ihre Längskanten 12, 14 bilden zusammen mit der Verbindungskante 16
eine Spitze 18.
[0022] In Fig. 2 bildet die Verbindungskante 16 der beiden Seitenflächen 11, 13 die stromabwärtige
Kante des Wirbel-Generators 9. Die quer zur umströmten Wand 21 verlaufende Kante 15
der Dachfläche 10 ist somit die von der Kanalströmung zuerst beaufschlagte Kante.
[0023] Die Wirkungsweise des Wirbel-Generators ist folgende: Beim Umströmen der Kanten 12
und 14 wird die Strömung in ein Paar gegenläufiger Wirbel umgewandelt. Die Wirbelachsen
liegen in der Achse der Strömung. Die Geometrie der Wirbel-Generatoren ist so gewählt,
dass bei der Wirbelerzeugung keine Rückströmzonen entstehen.
[0024] Die Drallzahl des Wirbels wird bestimmt durch entsprechende Wahl des Anstellwinkels
β und/oder des Pfeilwinkels α. Mit steigenden Winkeln wird die Wirbelstärke bzw. die
Drallzahl erhöht und der Ort des Wirbelaufplatzens (vortex break down) - sofern dies
überhaupt gewünscht ist - wandert stromaufwärts bis hin in den Bereich des Wirbel-Generators
selbst. Je nach Anwendung sind diese beiden Winkel α und β durch konstruktive Gegebenheiten
und durch den Prozess selbst vorgegeben. Angepasst werden muss dann nur noch die Höhe
des Wirbel-Generators, welche jener der Verbindungskante 16 entspricht.
[0025] In der Regel wird man die Höhe h dieser Verbindungskante 16 so mit der Kanalhöhe
H abstimmen, dass der erzeugte Wirbel unmittelbar stromabwärts des Wirbel-Generators
bereits eine solche Grösse erreicht, dass die volle Kanalhöhe oder die volle Höhe
des dem Wirbel-Generators zugeordneten Kanalteils ausgefüllt wird, was zu einer gleichmässigen
Verteilung in dem beaufschlagten Querschnitt führt. Ein weiteres Kriterium, welches
Einfluss auf das zu wählende Verhältnis h/H nehmen kann, ist der Druckabfall, der
beim Umströmen des Wirbel-Generators auftritt. Es versteht sich, dass mit grösserem
Verhältnis h/H auch der Druckverlustbeiwert ansteigt.
[0026] Im Gegensatz zu Fig. 2 ist in Fig. 3 die scharfe Verbindungskante 16 jene Stelle,
die von der Kanalströmung zuerst beaufschlagt wird. Das Element ist um 180° gedreht.
Wie aus der Darstellung erkennbar, haben die beiden gegenläufigen Wirbel ihren Drehsinn
geändert. Sie rotieren oberhalb der Dachfläche entlang und streben der Wand zu, auf
welcher der Wirbel-Generator montiert ist.
[0027] An der Gehäusewand 21 ist eine Anzahl von Wirbel-Generatoren 9 in Umfangsrichtung
mit oder ohne Zwischenräume aneinandergereiht. Die Höhe h der Elemente 9 beträgt ca.
90% der Kanalhöhe H. Es können auch in mehreren Ebenen des Gehäuses derartige Wirbel-Generatoren
gleichmässig oder axial gestaffelt angeordnet werden.
[0028] Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das gezeigte und beschriebene Ausführungsbeispiel
beschränkt. In Abweichung zu reinem Wasser als Löschmittel wäre auch ein Wasser-Schaum-Gemisch
denkbar. Neben CO
2. als Inertgas können auch Stickstoff oder Luft verwendet werden. Auch sind grössere
Variationen bei den für Löschmittel und Inertgas angegebenen Werten möglich. Grundsätzlich
gilt, dass je höher der Wasserdruck und je tiefer die Wassertemperatur ist, umso mehr
CO
2 kann gelöst werden. Es versteht sich, dass auch andere wirbelerzeugende Elemente
als die gezeigten Wirbelgeneratoren zur Anwendung gelangen können; grundsätzlich sind
alle statischen Mischer geeignet, sofern ihr Druckverlust nicht allzu gross ist.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 1
- Gehäuse
- 2
- Löschmittelzufuhrleitung
- 3
- Dosierventil
- 4
- CO2-Zuführrohr
- 5
- Austrittsleitung
- 6
- Eindüsungsmittel
- 7
- Gaspolster
- 8
- CO2-Anschluss
- 9
- wirbelerzeugende Mittel
- 10
- Dachfläche
- 11
- Seitenfläche
- 12
- Längskante
- 13
- Seitenfläche
- 14
- Längskante
- 15
- quer verlaufenden Kante von 10
- 16
- Verbindungskante
- 17
- Symmetrielinie
- 18
- Spitze
- 21
- Wand
- 22
- Mischstrecke
- β
- Anstellwinkel
- α
- Pfeilwinkel
- h
- Höhe von 16
- H
- Kanalhöhe
1. Vorrichtung zur Einbringung von CO
2 in ein vorzugsweise flüssiges Löschmedium, im wesentlichen bestehend aus einem Gehäuse
(1) mit einer Löschmittelzufuhrleitung (2), eines mit einem Dosierventil (3) versehenen
Zuführrohres (4) für CO
2 sowie einer Austrittsleitung (5),
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Gehäuse (1) in seiner Längsachse vertikal ausgerichtet ist; dass die Löschmittelzufuhrleitung
(2) mit dem Gehäuse an dessen unteren Ende verbunden ist, dass die Austrittsleitung
(5) vom oberen Ende des Gehäuses abzweigt,
- dass das CO2-Zuführrohr (4) von oben in das Gehäuse einmündet, sich zumindest annähernd bis an
dessen unteres Ende hin erstreckt und am Rohrende mit Eindüsungsmitteln (6) versehen
ist;
- wobei das CO2 im Zuführrohr im Gegenstrom zum Löschmittel geführt ist und wobei die Länge des Zuführrohres
zwischen Dosierventil (3) und Eindüsungsmitteln (6) so bemessen ist, dass sich während
des Betriebes bei geschlossenem Dosierventil (3) an dessen stromabwärtiger Seite ein
Gaspolster (7) bildet.
2. Vorrichtung. nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuführrohr zweiteilig
(4a,4b) ausgeführt ist, wobei das an das Dosierventil angrenzende Teil (4a) aus einem
Material mit schlechter Wärmeleitfähigkeit besteht und das an die Eindüsungsmittel
angrenzende Teil (4b) aus einem Material mit guter Wärmeleitfähigkeit besteht.
3. Vorrichtung. nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuführrohr an seiner
Aussenwandung und/oder das Gehäuse an seiner Innenwandung (21) mit wirbelerzeugenden
Mitteln (9) versehen ist.
4. Vorrichtung. nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel Wirbel-Generatoren (9) sind, von denen über der Breite oder dem
Umfang der Gehäusewand (21) quer zur Strömungsrichtung mehrere nebeneinander angeordnet
sind,
- dass ein Wirbel-Generator (9) drei frei umströmte Flächen aufweist, die sich in
Strömungsrichtung erstrecken und von denen eine die Dachfläche (10) und die beiden
andern die Seitenflächen (11, 13) bilden,
- dass die Seitenflächen (11, 13) mit einer gleichen Wand (21) bündig sind und miteinander
den Pfeilwinkel (α) einschliessen,
- dass die Dachfläche (10) mit einer quer zur umströmten Wand (21) verlaufenden Kante
(15) an der gleichen Wand anliegt wie die Seitenwände,
- und dass die längsgerichteten Kanten (12, 14) der Dachfläche, die bündig sind mit
den in den Strömungskanal hineinragenden längsgerichteten Kanten der Seitenflächen
unter einem Anstellwinkel (β) zur Wand (21) verlaufen.
5. Vorrichtung. nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis Höhe (h)
des Wirbel-Generators zur Höhe (H) des Kanals so gewählt ist, dass der erzeugte Wirbel
unmittelbar stromabwärts des Wirbel-Generators die volle Teilkanalhöhe oder die volle
Höhe des dem Wirbel-Generators zugeordneten Kanalteils ausfüllt.
6. Verfahren zum Betreiben der Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch folgende
Schritte:
bei geschlossenem Dosierventil dringt das Löschmittel über die Eindüsungsmittel in
das Zuführrohr ein, komprimiert die darin vorhandene Gassäule und verschiebt sie unter
Bildung eines Gaspolsters gegen das Dosierventil,.worauf das Dosierventil öffnet,
flüssiges CO2 in das Zuführrohr eindringt und die Löschmittelsäule zurück ins Gehäuse verschiebt,
wobei sich das CO2 erwärmt und bei Erreichen des Tripelpunktes zumindest teilweise verdampft, und dass
zwecks Bildung einer Blasenströmung über die Eindüsungsmittel mehr CO2 in das Löschmittel eingeführt wird als darin in Lösung gehen kann.